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Beiträge von Whanni

  • Mission Impossible?

    • Whanni
    • 29. August 2018 um 08:26
    Monikadie4.:

    Hallo Hanni,

    auch wenn das vielleicht nicht in Ordnung ist, aber ich begreife einfach nicht, wie man so etwas glauben kann. Davon ist niemals die Rede gewesen, dass erst alle gerettet werden müssen, bevor man selbst total befreit ist. Dann wäre ja schon zu Buddhas Zeiten so etwas gar nicht möglich gewesen. Und dem ist den Aufzeichnungen (Palikanon) nach absolut nicht so.

    _()_

    Hallo Monikadie4,

    ich hab das schon öfters wo gelesen. Da mein Gedächtnis nicht das beste ist, kann ich nur eine Quelle angeben, die ich aktuell gerade lese: "Einführung in den Buddhismus" von Dalai Lama.

    ... ich fänds ja eh gut, wenn dem nicht so wäre. Wissen tue ich es nicht - sonst würd ich nicht so blöd fragen. ;)

    Ganz liebe Grüße
    Hanni

  • Mission Impossible?

    • Whanni
    • 28. August 2018 um 15:58

    Hallo Ihr Lieben,

    ich les immer wieder über das Bodhicitta-Gelübde, nachdem (soweit ich es verstanden habe) alle Menschen (alle Wesen?) erleuchtet sein müssen, bis dann die bereits Erleuchteten auch den Daseinskreislauf verlassen können/dürfen.

    ... und wenn ich mich dann so umsehe ... und in der Vergangenheit zurück denke ... stellt sich mir halt immer wieder einmal die Frage, ob die Menschheit jetzt schon (viel) weiter ist als zu Buddhas Zeiten, bzw. ob jetzt schon viel mehr Menschen erleuchtet sind als früher ... bzw. wann endlich mehr erleuchtet sein werden.

    ... ich stell mir das schon mühsam und langwierig vor - das Ziel zu erreichen ... Es ist ja auch nicht so lustig da. :shock: ... Oder geht das dann irgendwann schneller, wenn schon eine gewisse Anzahl Menschen erleuchtet sind? z.B. dass ein bestimmter Grenzwert (ein Schwellenwert) überschritten sein muss - bis dann ein Kaskadeneffekt einsetzt - ab dem es dann schneller geht und sich das in die andere Richtung verselbstständigt. ... oder dauert das noch ewig? :nosee: :(

    Ganz liebe Grüße
    Hanni

  • Mitgefühl - wie bekomm ich das besser auf die Reihe?

    • Whanni
    • 21. August 2018 um 13:57
    kal:

    Die Frage scheint eher zu sein, warum Du mehr Mitgefühl haben willst.

    Woran misst Du es denn? Du scheinst mehr Vorstellungen über einen Dir gesetzten Idealzustand zu haben.. verwirf diese Gedanken einfach, sie sind Hirngespinste!

    MMn ist Mitgefühl eher ein Nebenprodukt von Achtsamkeit und eben situativ, auch wenn man es gewissermaßen in Übungen kultivieren kann (Metta).. dennoch entsteht es und vergeht es wenn Dich etwas berührt! und sollte mMn nicht versucht werden, künstlich herbeigeführt zu werden nur um sich zufriedenzustellen, mitfühlenser zu sein. Ich würde Dir eher dazu raten Achtsamkeit zu üben, welche dich auch über Gefühle wie Mitgefühl bewusster werden lässt.

    Hallo Kal,

    hm Achtsamkeit hätte ich eh - mehr zumindest als Mitgefühl. Mir fällt ur viel auf - ich beachte viel. Was mir halt fehlt (oder glaube ich zumindest) ist die "Herzenswärme" die sich so manche_r wünscht.

    Manches Mal gelingt es mir schon ganz gut, dass ich z.B. jemandem antworte: "Das ist bestimmt schlimm." oder so, aber wenn jemand zu sehr jammert, sich zu sehr leid tut, es irgendwie (auf mich) übertrieben wirkt, schalte ich dann auch schnell wieder ab und mach zu.

    Es ist dann für mich nicht das "eigentliche Thema" - sondern da ist dann noch irgendwas dahinter. Ich weiß nicht, ob das verständlich ist - für andere. ... und dann weiß ich halt nicht, ob ich da mehr Mitgefühl zeigen sollte/könnte. Ich weiß nicht.

    Danke für Deine Antwort!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Mitgefühl - wie bekomm ich das besser auf die Reihe?

    • Whanni
    • 21. August 2018 um 11:12

    Hallo Ihr Lieben,

    in diversen Büchern les ich immer wieder von Mitgefühl - kürzlich z.B. im Buch "Einführung in den Buddhismus" vom Dalai Lama - aber auch in den Büchern von Pema Chödren übers Tongeln und so.

    Ich glaube, dass ich da noch Potenzial hab, kann es aber irgendwie nicht so umsetzen - ich kann mich nicht so erweichen. Obwohl ich eh auch so Übungen zur Unterstützung nehm, wie mir z.B. vorzustellen, dass in meinem Herzchakra ein Lotus ist, der sich immer mehr öffnet und so.

    Ich muss dazu sagen, dass ich eher so der pragmatische Typ bin - was das Ganze auch nicht vereinfacht.

    Gibt es (abgesehen vom Tonglen) noch andere Methoden, mit denen ich das (besser) hinbekommen kann?

    Ganz liebe Grüße
    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 15:19
    Karnataka:
    Whanni:

    Hallo Ihr Lieben,

    mittlerweile gelingt es mir oft schon ganz gut mich, z.B. auf den Atem zu konzentrieren.

    Was mir in letzter Zeit vermehrt auffällt, ist dass ich mir Dinge nicht mehr so leicht merke. Ich bin schon im gegenwärtigen Augenblick präsent und funktional, weiß aber z.B. nicht mehr (auf Anhieb), was ich gestern gemacht hab. :shock: Wodurch es dann teilweise zu "witzigen" Begebenheiten kommt - es fällt auch anderen schon auf.

    Ich beobachte das schon länger - lege mir z.B. schon länger Sachen, die ich erledigen muss, raus damit ich es nicht vergesse (z.B. was kaputtes nähen oder so). Seit einiger Zeit fällt mir das aber auch immer weniger auf ...

    Ist das normal? Falls nicht: Wie kann ich dann dagegen an arbeiten? Kennt das jemand?

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

    Alles anzeigen

    Ich kenne dieses Problem aus eigener Erfahrung und kann deine Sorge gut nachvollziehen. Ich weiß keinen Rat, wie das Gedächtnis zu verbessern wäre.

    Natürlich ist das Forum keine medizinische Anlaufstelle. Der Buddhismus bietet Wege an, mit Leid klar zu kommen. Darauf möchte ich mich in meinem Beitrag auch beziehen. Dafür muss ehrlich gesagt werden, was das Leid ausmacht. Da kann ich zu deiner Situation natürlich nichts sagen.

    In meinem Fall beunruhigt es mich, wenn ich mit Zeichen konfrontiert bin, dass mein Gedächtnis nachlässt. Denn es könnte eine laufende Verschlimmerung bedeuten. In Anbetracht einer solchen Befürchtung erlebe ich das Nachlassen vom Gedächtnis ein wenig wie sterben. Verzeih, wenn ich es für mich so drastisch ausdrücke.

    Aber es geht mir um das emotionale Denken. Vielleicht werde ich 100 Jahre alt und meine eigenen Gedächtnisprobleme werden einfach verschwinden. In der Situation jedoch, wo ich Befürchtungen erlebe, kann ich mir auch ausmalen, dass einmal ein Arzt sagen könnte, mein bewusstes Leben würde in dieser Hinsicht in den nächsten Jahren verlöschen.

    Wenn ich so denke, ist dies keine bewusste Reflexion über die Endlichkeit meines Lebens, sondern emotionales Denken. Ich glaube, dass manche Antworten, die der Buddhismus gibt, hier ihre Kraft entfalten. Dass die Wirklichkeit leer von tieferer Existenz sei, dass wir uns befreien, indem wir nicht mehr an der Welt anhaften, dass unsere Vorstellung von Ich und Selbst eine Illusion sei, solche Lehren erhalten angesichts existentieller Befürchtungen eine besondere Bedeutung, behaupte ich.

    Lieben Gruß.

    Alles anzeigen

    Hallo Karnataka,

    da kann ich Dir nur voll zustimmen - meine beste Freundin und ich lachen auch immer über alles mögliche, was uns passiert und nehmen da nicht (mehr) wirklich ernst.

    ... ich bemüh mich halt trotzdem soweit es geht in der dreidimensionalen Welt funktional zu sein - und da stört mich das in dieser Hinsicht halt schon ... und ich versuch dagegen anzusteuern. Es ist aber nicht so, dass mich das tief bewegt, sondern einfach nur was, dass ich (gut) erledigen möchte.

    THX

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 10:54
    Lilli:

    Ich lass jetzt mal die Krankenschwester raushängen ;)

    Trinkst Du genug?

    Ernährst Du Dich gesund?

    Vergesslichkeit kann auch eine Folge von einem irgendeinem Mangel sein.

    Wenn es Dir schon so krass vorkommt und es sogar anderen auffällt, dann würde ich das mal ärztlich abchecken lassen.

    LG

    Lilli

    Alles anzeigen

    Hallo Lilli,

    ja trinken tu ich bestimmt genug - ich muss auch ständig aufs Klo - und ernähren auch weitgehenst gesund. Meine Werte passen auch alle - auch Vitamine und Spurenelemente, die getestet wurden. Da ich Vegetarierin bin (und nur gelegentlich Fisch esse), nehm ich auch jeden Tag eine Handvoll Nahrungsergänzungsmittel - Omega 3, Vitamin D, Spirulina Algen, manchmal B-Vitamine.

    Seit ein paar Jahren muss ich auch Medikamente gegen eine Schilddrüsen-Unterfunktion nehmen. Aber da hab ich in der Hinsicht auch keine Besserung gemerkt. Seit ein paar Wochen bekomm ich vom Neurologen was für die Konzentration, aber (außer Nebenwirkungen) merk ich auch kaum was - zumindest leider keine Besserung. Ich frag ihn nächstes Mal mal wegen einer Erhöhung der Dosis - oder ob er was anderes für mich hat.

    Ich hab halt gehofft, dass ich es (auch) so in den Griff bekomm.

    THX

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 10:48
    Schneelöwin:
    Whanni:

    Hallo Ihr Lieben,

    mittlerweile gelingt es mir oft schon ganz gut mich, z.B. auf den Atem zu konzentrieren.

    Was mir in letzter Zeit vermehrt auffällt, ist dass ich mir Dinge nicht mehr so leicht merke. Ich bin schon im gegenwärtigen Augenblick präsent und funktional, weiß aber z.B. nicht mehr (auf Anhieb), was ich gestern gemacht hab. :shock: Wodurch es dann teilweise zu "witzigen" Begebenheiten kommt - es fällt auch anderen schon auf.

    Ich beobachte das schon länger - lege mir z.B. schon länger Sachen, die ich erledigen muss, raus damit ich es nicht vergesse (z.B. was kaputtes nähen oder so). Seit einiger Zeit fällt mir das aber auch immer weniger auf ...

    Ist das normal? Falls nicht: Wie kann ich dann dagegen an arbeiten? Kennt das jemand?

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

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    Liebe Hanni,

    ja, das kenne ich von mir auch, wenn ich versuche stark meine Gedanken zu verdrängen, um Achtsam im Hier und Jetzt zu sein.

    Deswegen trage ich wichtige Dinge in den Termin-Kalender und organisiere mich etwas anders.

    Ja und es ist tatsächlich schon passiert, dass ich nicht wusste was gestern genau war.

    Im Grunde aber zielt meine Richtung (Zen) aber auch darauf ab, die Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen; die Zukunft ist ja

    auch erst einmal nicht so wichtig; sondern wichtig ist es voll aufmerksam im "Jetzt" zu agieren.

    Und ganz wichtige Dinge und Zusammenhänge vergesse ich auch nicht (dazu zählt z.B. bei mir nicht nähen) da spielt dann vielleicht auch das Unterbewusstsein wegen einer gewissen Unlust Einem einen Streich oder bügeln.

    Meine regelmäßigen Sport-Termine kenne ich und auch versuche ich meine Sachen immer so zu ordnen, dass ich weiß, wo diese liegen.

    Ich persönlich also denke, dass es normal sein könnte, wenn man den Focus stark im Hier und Jetzt hat; die Gedanken also auslöscht; dass Dinge verloren gehen. Bei mir sind das dann auch Dinge - die nicht lebenswichtig sind.

    Solange man die Namen und Personen in seiner Familie und Freundeskreis noch kennt und auch die Orte weiß, wo man schon immer gewisse Dinge hinterlegt? und und und . . .

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    I

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    Liebe Schneelöwin,

    organisiert bin ich eigentlich sehr gut - notier mir auch ur viel - und auch strukturiert. Das rettet mich vielleicht ein wenig .

    An die Vergangenheit denke ich auch sehr, sehr selten - hab auch schon viel aufgearbeitet, sodass da nicht mehr viel ist. An die Zukunft schon manchmal. Aber meistens bin ich schon im Hier und Jetzt. Das fühlt sich auch gut an.

    Ich hoff halt nur, dass ich im Alltag "funktionsfähig" bleibe. ;)

    Vielen Dank!

    Ganz liebe Grüße
    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 10:44
    User19823:
    Whanni:

    Was mir in letzter Zeit vermehrt auffällt, ist dass ich mir Dinge nicht mehr so leicht merke. ....

    - es fällt auch anderen schon auf.

    Bei mir hat die Meditation die Konzentrationsfähigkeit erhöht und nicht erniedrigt.

    Jeder kann sich mal mehr oder weniger konzentrieren, aber ab dem Moment, wo es so stark wird, dass es auch anderen auffällt, würde ich was unternehmen.

    Machst du regelmäßig Sport, damit du eine gute Sauerstoffversorgung hast? Isst du ausreichend und regelmäßig gesunde Sachen? Wie ist es mit Entspannung gegen Stress?

    Wenn das alles gegeben ist, würde ich mit diesem Problem zum Arzt gehen, schließlich gibt es auch Krankheiten (oder Medikamente), die die Konzentrationsfähigkeit herabsetzen.

    Aber einen Zusammenhang mit der Meditation würde ich nicht sehen.

    Alles anzeigen

    Hallo User19823,

    das mit dem gesunden Essen klappt gut - meine Werte sind auch alle in Ordnung (auch Vitamine und Spurenelemente, die getestet wurden).

    ... Sport ist halt so eine Sache - ich geh schon gern mit Freundinnen spazieren, schwimmen manchmal, aber ich könnte sicher mehr machen.

    ... und den Stress krieg ich halt (noch) nicht ganz weg - trotz Meditation und Entspannungsübungen, Entspannung am Feierabend und so - arbeite aber nach wie vor dran.

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 10:25
    kesakambalo:

    Hi budhis!

    ich bin auch nicht mehr der Jüngsten einer, trotzdem würde Konzentrationsstörungen und die sog. buddh. Achtsamkeit

    in keinem unmittelbaren Zusammenhang sehen. Eher würde ich sagen, dass Achtsamkeit die Konzentration fördert.

    Buddhistische Achtsamkeit ist ein Teil der Vertiefung des Achtfachen Weges. Schaut doch selbst bei Wiki rein!

    Hallo Kesakambalo,

    ja ich hab auch gedacht, dass Achtsamkeit die Konzentration fördert ... und in vielen Dingen bin ich eh ur effizient und punktgenau im Handeln geworden. Aber dadurch fällt es dann noch krasser aus, wenn ich mir so wenig merke.

    *grübel*

    Danke!

    Ganz liebe Grüße
    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 09:40
    Aravind:

    Sorry, kleiner Scherz... :oops:

    Ja; bei mir: schlimmer mit zunehmehmenden Alter und Stress.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Hallo Aravind,

    ja daran hab ich auch schon gedacht. Meine Freundinnen - die ja auch älter werden - klagen natürlich auch teilweise, aber bei mir scheint es halt schon krass zu sein, weil es sogar denen auffällt.

    Den Stress hab ich auch schon länger in Verdacht. Früher hatten wir Vierteltelefon (wenn da einer der anderen 3 Teilnehmer telefoniert hat, konnten wir nicht raus telefonieren, oder waren nicht erreichbar). Meiner Oma hab ich Briefe geschrieben und gewartet, bis ihre Antwort kam um dann wieder zu Antworten. Heute hab ich Millionen Spams in meinem Email-Account, ständig hört und liest man was man machen oder nicht machen soll (Internetsecurity und so). Und auch sonst ist das Leben ja nicht gerade einfacher geworden.

    Ich glaub schon auch, dass das mit eine Rolle spielt. Ich hoff halt nur, dass es sich bei mir nicht (krass) verschlechtert.

    Danke Dir!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 09:35
    Aravind:
    Whanni:

    Kennt das jemand?

    Kennt jemand was???

    Hahaha - der war gut. *lol* :lol:

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 31. Juli 2018 um 09:31
    Spock:

    Eigentlich sollte das Erinnernkönnen mit dem Gegenwärtigsein besser sein. Also so wie sonst auch ganz normal im Alltag, wenn man zu viele Sachen im Kopf hat und versucht zig Dinge auf einmal zu machen (also zerstreut ist), dann klappt das oft nicht so gut und man erinnert sich schlechter, eben weil man gedanklich woanders war.

    Achtsamkeit hat übrigens auch verschiedene "Modi". Einmal gerichtet (auf ein Meditationsobjekt), so wie wenn man den Atem betrachtet und einmal ungerichtet, dh. dass die Achtsamkeit quasi eher "breit" und unspezifisch ist, mit einer gewissen Wachheit. Das Wort "Gegenwärtigsein" trifft es da vllt besser, imho.

    Hallo Spock,

    ja das hab ich ja auch gehofft, dass das Erinnern besser wird ... und nicht so wie jetzt, schlechter. Aber wahrscheinlich hat es ja auch gar nichts damit zu tun. Vielleicht wäre es ohne Meditation und Achtsamkeit noch schlechter (ß). Es erschüttert mich halt. :shock:

    Ich hör es zwar jetzt das erste Mal von Dir, dass es Achtsamkeit auch in "breit" gibt, aber das hab ich schon auch - mir fällt immer ur viel auf ... in der Umgebung, an den Leuten und so, was anderen teilweise gar nicht auffällt. Das hab ich aber schon von Kind an - war deshalb immer ein wenig ein seltsames Kind.

    Danke für Deine Antwort.

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Konzentration(sstörungen) und Achtsamkeit

    • Whanni
    • 30. Juli 2018 um 15:31

    Hallo Ihr Lieben,

    mittlerweile gelingt es mir oft schon ganz gut mich, z.B. auf den Atem zu konzentrieren.

    Was mir in letzter Zeit vermehrt auffällt, ist dass ich mir Dinge nicht mehr so leicht merke. Ich bin schon im gegenwärtigen Augenblick präsent und funktional, weiß aber z.B. nicht mehr (auf Anhieb), was ich gestern gemacht hab. :shock: Wodurch es dann teilweise zu "witzigen" Begebenheiten kommt - es fällt auch anderen schon auf.

    Ich beobachte das schon länger - lege mir z.B. schon länger Sachen, die ich erledigen muss, raus damit ich es nicht vergesse (z.B. was kaputtes nähen oder so). Seit einiger Zeit fällt mir das aber auch immer weniger auf ...

    Ist das normal? Falls nicht: Wie kann ich dann dagegen an arbeiten? Kennt das jemand?

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 5. Juli 2018 um 10:44
    User19823:
    [lz]

    Es ist eher mehr ein sichtbar machen, ein reflektieren, wenn sich z.B. jemand beim Vorstellungsgespräch üben suboptimal verhält, sodass er/sie mit diesem Verhalten keinen Job bekommen würde.

    [/lz]

    Ich glaube, das Akzeptieren, wer von deinen Probanden alles nicht will oder kann, obwohl doch jedermann weiß, wie wichtig es wäre, wenn ... , ist ganz wichtig und sich auf diejenigen zu konzentrieren, die heute können und wollen.

    Weißt du, welche Hintergründe die Verweigerer gerade haben? Vielleicht ist jemand in der Nacht 6x aufgestanden, weil die Alzheimer Mutter plötzlich vor Angst anfing zu schreien? Oder das Kind ist krank oder man kann schon seit Monaten nicht mehr schlafen. Oder man ist das ganze Leben irgendwie so durchgerutscht und hat noch nie gelernt, sich anzustrengen. Oder, oder. Meistens wissen wir im Berufsalltag doch gar nicht von den Hintergründen der anderen.

    Ich glaube, es nimmt viel Stress raus, wenn man anfängt zu akzeptieren, daß andere nicht so können oder wollen, wie wir es eigentlich erwarten oder selbstverständlich finden, gerade im Lehr- oder Trainingsbereich. Und, Menschen müssen nicht perfekt sein, auch nicht im Beruf. Wenn wir Turbinen für Flugzeuge herstellen, dann sollte das Endergebnis perfekt sein, aber der Weg dorthin muss es nicht.

    Hallo User19823,

    ja das Akzeptieren fällt mir halt auch oft schwer ... dann kommt noch dazu, dass man es schon so öft erlebt hat - ich fall dann gern einmal ins Generalisieren rein.

    Da finde ich Deinen Tipp mit dem im Hinterkopf behalten, was die Verweigerer sonst noch so an Erlebnissen und Erfahrungen mitbringen eh auch sehr hilfreich.

    Danke Dir!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 5. Juli 2018 um 08:48
    Lucy:

    hallo Hanni,

    heute habe ich mal gesucht und verstehe jetzt, welche Arbeit du machst. Eine wichtige Arbeit, eine potentiell frustrierende Arbeit ...

    Raten möchte ich dir nichts. Lieber etwas eher zuversichtliches erzählen (den Frust lasse ich mal kurz beiseite, den kenne ich natürlich auch! ):

    In meinem Bereich habe ich auch oft mit extremen (Verhaltensweisen ...Süchten...Zwängen...Abhängigkeiten) zu tun, arbeite aber langfristig mit Menschen und kann viel bewirken im Laufe der Monate und Jahre.

    Dabei ist oft genug meine konsequente Seite gefragt (halsstarrig sag ich jetzt mal nicht ;-)). Das triggert häufig. Und öffnet langfristig den Kokon aus selbstbezogenheit ein wenig. Total gerne würde ich mit einem leise gesprochenen Wort auf den Punkt hin solche Resultate erzielen. Aber so bin ich nicht. Das versuche ich anzunehmen und mich dennoch immer zu reflektieren, aber ohne das es zu anstrengend wird. Unbequem ist es in jedem Fall. Das ist inzwischen in Ordnung.

    Ich finde, im Laufe der Praxis tun sich immer wieder überraschende Möglichkeiten auf, anders/heilsamer zu handeln oder zu denken, als gewohnt. Wir brauchen nur offen dafür zu sein, sie zu bemerken und den neuen Schritt auch zu machen. Erzwingen (von bestimmtem Verhalten) funktioniert aber bei mir persönlich gar nicht.

    Soviel zu meinen arbeits - Themen. Dein Thema ist bestimmt etwas anders gelagert, aber vielleicht ist es dennoch hilfreich, von anderen zu lesen.

    Alles anzeigen

    Hallo Lucy,

    oh wow, da hast Du Dir auch noch die Arbeit angetan zu recherchieren, was ich mache - ich bin ganz platt.

    ... und bewundere Dich, dass Du mit Leuten mit solchen Problemen arbeiten kannst - das verschwindet ja mein "Problem" ein wenig in den Hintergrund, weil meine Teilnehmer_innen zumeist ja doch normaler sind.

    Danke, dass Du Deine Erfahrungen und wie Du damit umgehst, mit mir geteilt hast - das kann ich mir viel davon raus nehmen (ohne jetzt alles nochmal zu wiederholen).

    Danke Dir!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 5. Juli 2018 um 08:32
    User19823:

    Mir hat es im Berufsalltag geholfen, die kleinen Pausen zu nutzen, um einfach mal kurz zu verschwinden, um mich draußen alleine (!) auf eine Bank zu setzen und 5 Minuten meinen Atem zu beobachten.

    Denn ich gehöre zu der Sorte Mensch, die in Gesprächen ganz beim anderen sind, aber sich währenddessen nicht mehr ausreichend selber spüren. Nach diesen Gesprächen fühlten sich die anderen richtig gut, hatten interessante Anregungen, die wirklich auf sie zugeschnitten waren, aber ich war danach wie ausgelullert.

    Durch die Kurzmeditationen konnte ich wieder bei mir ankommen und meine Reserven auffüllen.

    Ich finde es im pädagogischen Alltag eines der schwierigsten Dinge, die eigene Kraft zu behalten, bzw. erstmal zu erkennen, ob man sie behält und wie man sie wieder auffüllen kann.

    Hallo User19823,

    ja den Tipp mit dem kurz Mal raus gehen, haben mir eh auch schon einige Leute gegeben - ich muss mir das einmal auf ein Post-it schreiben - ich vergess das leider immer wieder.

    Mir hilft es (gerade) sehr zu lesen, dass es Dir manchmal ähnlich geht.

    Herzlichen Dank!

    Ganz liebe Grüße
    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 5. Juli 2018 um 08:29
    minestrone:

    Hallo Hanni, das ist aber auch das Schwierigste, in komplizierten Gesprächen mit Menschen achtsam zu bleiben. Wenn man ein guter Gesprächspartner ist, ist man ja mit der Aufmerksamkeit mehr bei dem anderen als bei sich selbst. (Ausser man zwickt sich manchmal dabei heimlich in den Arm.:)) Dann ist regelmässiger Rückzug wichtig, doch finde ich es auch richtig, diese wertvolle Zeit, die man alleine hat, nicht nur damit zu verbringen, Situationen in Gedanken wiederzukäuen. Durch regelmässige Meditation und Übung wird das im Laufe der Jahre besser. Da braucht es aber Geduld mit sich selbst. Bei mir hats gedauert bis es besser wurde. Und noch immer ist es kein stabiler Zustand, sondern einer den ich erarbeiten muss. Herzlich! minestrone

    Hallo Minestrone,

    irgendwie hilft es mir (gerade), dass Du es auch schwierig findetst. Ich will jetzt nicht alles wiederholen, was Du geschrieben hast, aber Du hast alles so treffend auf den Punkt gebracht.

    Vielen lieben Dank!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 4. Juli 2018 um 13:40
    Karnataka:

    Hallo Hanni,

    Rückkehr zur Menschlichkeit, das Folgebuch des DL zu einer säkularen Ethik, möchte ich sehr empfehlen.

    Ich bin beruflich in der Betreuung behinderter Menschen tätig. Oft fehlt ja nicht das Wissen, wie zu handeln oder sprechen wäre, sondern es sind die menschlichen Kontakte, die überfordern, frustrieren, verärgern. Anfänglicher Idealismus reicht dann nicht, sondern es braucht eine Basis, um sich eine gute Motivation nicht ruinieren zu lassen.

    Einen hilfreichen Gedanke des DL, besonders auch in Bezug auf soziale Arbeit, sehe ich darin, sich den Eigennutzen liebevoller Güte immer neu klar zu machen. Auch erklärt der DL sehr deutlich, dass Liebevolle Güte nicht meint, jedes Fehlverhalten zu ignorieren oder ihm mit unbedingter Versöhnlichkeit zu begegnen.

    Hilfreich für den privaten Bereich finde ich den unspektakulären Tipp der Goldenen Regel, um dem ständigen Reflektieren ein wenig als Richtschnur zu dienen. Als Beispiel: Wie kritisiere ich andere, wenn ich selbst Kritik nur schwer ertrage? Das scheint mir doch eine Richtschnur dafür, ob man sympathisch spricht, denkt, handelt.

    (Die Logik der Goldenen Regel ist übrigens in allen Kulturen zu finden. In der buddhistischen Fassung: Da auch andere sich um sich selbst sorgen, sollten die, welche für sich selbst sorgen, andere nicht verletzen. Udanavarga 5,20)


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    Hallo Karnataka,

    danke für den Buchtipp - ich bin eh immer auf der Suche nach sowas.

    "Sich den Eigennutzen liebevoller Güte klar zu machen" klingt gut. Vielleicht sollte ich mir bei diesen vielen Tipps Post-its machen um nichts zu vergessen.

    Im Prinzip versuch ich eh nichts zu tun, was ich nicht will, dass man mir tut / mit mir tut. Da bin ich eh schon sehr achtsam.

    Herzlichen Dank!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 4. Juli 2018 um 13:36
    PhenDe:
    Whanni:

    Hallo,

    für mich ist der Kontakt / sind die Interaktionen mit anderen oft sehr anstrengend ...

    Hallo Whanni, Kommunikation, also Rechte Rede ist das schwierigste Überhaupt. Es ist immer unvorhersehbar. Man weiß nie wie es ausgeht. Auch wenn es schlecht läuft heißt das nicht, das es schlecht ist. Die Wahrheit schmerzt eben.

    Zurückhaltung ist die Methode und Achtsamkeit ist der Grund. Ich denke, erst wenn du deine hohen Ansprüche auf nichts falsches zu sagen loslässt, kannst du auch in der Kommunikation mehr entspannen.

    Grüße


    Hallo PhenDe,

    oh ja, Kommunikation finde ich ur schwierig. Manche ziehen über andere her und wollen eine Bestätigung. Auf der Beziehungsebene will man natürlich irgendwie trösten - man kann aber nicht ins gleiche Horn stoßen. Oder man könnte jemanden verletzen, wenn man die Wahrheit sagt - soll man aber. Wie sage ich es also? Da gibt es leider einige Themen.

    Ja wie ich eh schon in einem Beitrag oben geschrieben hab, sind meine Ansprüche sicher manchmal suboptimal.

    Danke Dir!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

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  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 4. Juli 2018 um 13:31
    Lucy:

    Hallo Hanni,

    leider kann ich (noch?) nichts tröstliches sagen. Wenn man nicht so reagiert, wie andere / die meisten Menschen, führt es zu Irritationen.

    Was sich bei mir gegeben hat im Laufe der Zeit ist Grübelei, was man hätte anders machen sollen, am liebsten noch mit dicken Schuldgefühlen.

    Dabei versuche ich dennoch, im Blick zu haben was geschieht. Lediglich ohne mich und andere zu sehr zu bewerten.

    Im Dharma geht es nicht vordringlich um nett sein. Ich bin z.b. kein Mensch, an dem andere sich ständig erfreuen. Das ist keine einfache Sache. Ich finde, wir Menschen können uns nur so verhalten, wie wir es grad können. Wir müssen uns bemühen, aber nicht selbst für vermeintliche Fehler verdammen. Es ist nicht immer einfach, diese Balance zu finden.

    Wenn andere sich durch dich getriggert fühlen, bekommen sie eine Chance, ihre Verletzungen wahrzunehmen. Und sie haben in dir ein gegenüber, das auf heftige Reaktionen hin gut reagiert. Es kann für den anderen eine nützliche Erfahrung sein, wenn du auf einen Gefühlsausbruch hin nicht mit Abwehr und Abkehr reagierst, sondern zugewendet bleibst.

    Sollte dein Job allerdings lediglich ein verhaltenstraining sein in dem es um Anpassung an Normen geht (was ich nicht hoffe), dann wirst du auf Dauer evtl in innere Konflikte kommen, weil es im Dharma eben tiefgründigere Änderungen geht.

    Alles anzeigen

    Hallo Lucy,

    ja vielleicht mach ich mir (zu) viele Gedanken.

    Verdammen tu ich mich nicht, aber irgendwie bin ich da rein gerutscht, dass ich mich (immer) vorbildlich verhalten muss - ich weiß eigenlich gar nicht warum. Meine Kollege_innen wissen zwar, dass ich Buddhistin bin, aber bei denen komm ich eh überwiegend an (sodass ich den Buddhismus nicht "beschmutze"), aber die Teilnehmer_innen wissen das eh nicht, weil wir unsere spirituellen Überzeugungen eh nicht offen kommunizieren sollen.

    Dass die anderen ihre Verletzungen wahrnehmen können, hab ich bisher noch nicht so gesehen - das ist auch ein guter Aspekt.

    Ich glaub nicht, dass es in meinem Job um ein Verhaltenstrainig geht. Es ist eher mehr ein sichtbar machen, ein reflektieren, wenn sich z.B. jemand beim Vorstellungsgespräch üben suboptimal verhält, sodass er/sie mit diesem Verhalten keinen Job bekommen würde.

    Herzlichen Dank!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 4. Juli 2018 um 13:21
    User19823:

    Ganz spontane Idee:

    Versuchen, mehr anzunehmen, was gerade ist, sowohl bei dir wie auch bei den anderen. (Muß wohl jeder ständig üben.)

    Im Training:

    Mir sagte mal ein fähiger Unternehmensberater, daß es in jeder Gruppe ~15% sehr Engagierte gäbe, 15% Zerstörerische und 70% irgendwo da in der Mitte (je nach augenblicklichem Interesse oder Desinteresse). Setze deine Energie in die 15%, die wirklich wollen und greife bei denen durch, die die anderen oder dich behindern wollen.

    Du kannst nur Angebote machen, die Teilnehmer sind _selber_ für ihren Erfolg verantwortlich. Du kannst nur die unterstützen, die wirklich wollen. Also auch annehmen, daß in jeder Gruppe auch Leute sind, die einfach gar keine Böcke haben. (Ich weiß, wie schwer das Annehmen ist.) Arbeite mit denen, die wollen und lass den Rest links liegen.

    Mir sagte mal ein Japanischlehrerin in der VHS:

    Es gibt eine neue Sitzordnung: Alle, die die Hausaufgaben gemacht haben, bitte in die ersten beiden Reihen setzen. Wer auch ohne Hausaufgaben intensiv mitarbeiten will, bitte in Reihe 3+4 und den Rest bitte nach hinten. Ich verstehe gut, daß es Tage gibt, an denen Sie keine Zeit und Lust haben mitzuarbeiten, Sie dürfen dann auch mit ihrem Handy spielen oder lesen, aber bitte stören Sie nicht die vorderen Reihen!

    Das sagte sie alles ohne jeden Vorwurf (!). Sie hat uns erlaubt, faul oder schlecht drauf zu sein und sich auf die konzentriert, die am jeweiligen Tag können und wollen. Diese Gruppe hat sich zur besten Sprachgruppe der VHS entwickelt.

    Auch wenn dieses Modell sich natürlich nicht auf alles übertragen läßt, die Idee dahinter läßt doch viele mehr entspannen.

    Anderer Punkt:

    Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die generell sehr viel mitbekommen und aufnehmen. Vielleicht brauchst du einfach täglich deine "menschenfreie" Ruhezeiten, um deine Akkus wieder aufzuladen.

    Alles anzeigen

    Hallo User19823,

    ja das mit dem Annehmen ist ein großes Thema. Wenn ich das besser hinkriegen würde, würden sich sicher einige meiner Probleme lösen. ;)

    Eigentlich weiß ich ja, dass nicht (immer) (alle) motiviert sind was zu tun - vom Verstand her - aber gefühlsmäßig schleuedert es mich dann halt doch oft trotzdem. Da ist sicher auch noch Potenzial vorhanden.

    Den Ansatz Deiner Japanischlehrerin finde ich ur gut - und ich hab in den Choachings, die ich im Rahmen meiner Ausbildung gemacht habe, auch so gearabeitet, bzw. kann ich es auch heute noch gelassener sehen, wenn mich privat jemand fragt. Aber im beruflichen Kontext muss ich mich halt an das halten was in unserer Firma so üblich ist. Ich hab mir eh auch schon oft überlegt, ob ich nicht doch vielleicht was anderes machen sollte ... aber das Betriebsklima ist gut und es gibt auch gute Dinge in meinem Job.

    Oh ja, ich bekomm ur viel mit und nehm ur viel aus meinem Umfeld auf. Ja vielleicht sollte ich einfach (mehr) akzeptieren, dass ich (auch) meine "menschenfreie" Ruhezeiten brauch.

    Vielen Dank!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 4. Juli 2018 um 13:14
    Niemand:
    Whanni:

    Ich bin dann voller Gedanken. In mir entstehtdann (immer öfter, immer mehr) der Wunsch alleine zu sein.

    kann es sein, dass Du dabei bist, eine spirituell gesehen "perfekte(re) Welt" jenseits der Realen für Dich aufzubauen? Mag ja sein, dass Du ethische Grundsätze für Dich aufgestellt hast, aber bedeutet das dann, dass Du Andere daran messen musst?

    Wenn die Welt nicht dabei mitspielt was man selbst daraus für sich bauen will, dann ist nicht die Welt daran "schuld", sondern der Begriff "Schuld" muss durchbrochen werden und das kann man nur selber erledigen.

    Vorstellungen sind Hindernisse, egal wie schön und/oder ehrbar sie sind.

    Braucht man "die Anderen" um SEINEN Weg zu gehen?

    Man ist gefühlt immer allein, wenn man Eins werden will.

    Alles anzeigen

    Hallo,

    ja der Wunsch nach einer "perfekt(eren) Welt" ist schon bei mir vorhanden - immer schon. Das hab ich schon von meiner Mutter so mitbekommen - die hat sich das, glaube ich, auch immer gewünscht.

    Dass ich andere an meinen ethischen Grundsätzen messe war mir (in dem Ausmaß) nicht so bewusst - vielleicht spielt das ja (mit) eine Rolle, bzw. wird von anderen (bewusst, oder unbewusst) wahrgenommen. Aber primär versuch ich halt in der direkten Interaktion mich "richtig" zu verhalten und tu halt wie ich tue.

    Das Konzept der "Schuld" kann ich nicht (mehr) so mittragen. Ich würds halt Potenzial nennen, oder "Ansatz von wo aus man weiter machen kann". Ich finde nämlich, dass sich schuldig fühlen nix bringt - es zieht einem nur runter und an der eigentlichen Thematik ändert sich dadurch nichts. Auch wenn ich andere als "schuldig" sehe - finde ich das nicht konstruktiv.

    Ja vielleicht sollte ich mehr meinen Weg gehen und nicht so im Außen sein.

    Danke Dir!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 4. Juli 2018 um 13:07
    minestrone:

    Hallo Whanni,

    Achtsam zu sein ist immer anstrengender als Unachtsam zu sein. So auch meine Erfahrung. Man ist immer aufmerksam, sogar beim Kartoffelschälen.

    Whanni:

    Dann bin ich ständig am Reflektieren– frage mich, ob es jetzt an mir liegt, und somit Handlungsbedarf besteht,und/oder auch an der anderen. Ich bin dann voller Gedanken.

    Hast Du mal versucht, während der Meditation oder auch im Alltag, das Entstehen und wieder Vergehen der Gedanken zu beobachten?

    Whanni:

    Für mich ist vor allem wesentlich, was ich in einer Situation mit anderenmachen kann

    Deine Gedanken über die Situation sind einfach Deine Gedanken über die Situation. Sie entstehen und vergehen wieder. Erst wenn Dir klar wird, was Du in dieser Situation mit Dir selbst machen kannst, kannst Du auf ganz natürliche Art und Weise erkennen, was Du in der Situation mit andern machen könntest. Und etwas dazu sagen.

    Ich finde Du bist sehr achtsam und auf einem guten Weg! Alles Gute weiter!

    (Eine Antwort aus meiner alten Zen Tradition.)

    Alles anzeigen

    Hallo Minestrone,

    ich finde halt, dass achtsam sein in Tätigkeiten weniger anstrengend ist, als mit Menschen, weil da halt oft auch viel Konfliktpotenzial mit dabei ist.

    Während der Mediation beobachte ich schon das entstehen udn vergehen von Gedanken. Ich kriegs halt in Interaktionen nicht so auf die Reihe, weil ich mich dann zum einen auf das Gespräch nicht mehr so konzentrieren kann, andererseits vergesse ich dann auch meist darauf - weil ich ja grad mit was anderem beschäftigt bin und mich Gespräche eben mehr fordern als abwaschen. Aber vielleicht wird es ja irgendwann einmal, wenn ich in der Meditaion fleissig übe. ;)

    Vielen Dank!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 4. Juli 2018 um 12:14
    kilaya:

    Bei jedem Training ist es ja so, dass es erst sehr anstrengend ist und man sich ständig bemühen muss. Bis dann die Gewohnheit übernimmt und dann ist es nicht mehr anstrengend.

    Neben Achtsamkeit scheint mir auch das Training von Mitgefühl sinnvoll, nicht in dem Sinne, dass ich denke, dass es Dir egal ist, wie es anderen geht, sondern in dem ganz praktischen Sinn, zu verstehen und zu durchdringen, was andere stört und warum es sie stört.

    In der Verbindung kannst Du dann durch Achtsamkeit reflexartige Handlungen vermeiden und durch das Mitgefühl besser einschätzen, welche Handlung gerade richtig ist.

    Dabei scheint es mir nicht darum zu gehen, dass Deine Handlungen (das schliesst Sprechen mit ein) andere generell nicht "stören", sondern darum das zu tun, was langfristig nützlich ist. Manchmal muss man jemand eben auch "stören", um Heilung auszulösen oder eine sinnvolle Veränderung. Dabei ist äußerste Vorsicht angebracht, denn macht man das konzepthaft, weil man sich als "Heiler" versteht, dann wird es schnell schief. Deswegen stehen Achtsamkeit und Mitgefühl an erster Stelle und dann erschliesst sich daraus diese Weisheit spontan, die einen das Richtige tun lässt, ohne dass man das Gefühl hat "ich muss hier jetzt etwas tun"…

    [meta]

    (Formuliert aus Sicht des tibetischen Buddhismus wie ich ihn kennengelernt habe...)

    [/meta]

    Hallo Kilaya,

    ja vielleicht ist es ja wirklich so, dass es eben Übung braucht ... und das eben anstrengend ist.

    Mitgefühl ist auch immer wieder ein Thema - da dürfte ich noch Potenzial haben. ;)

    Deine Aussage "tun, was langfristig nützlich ist" erinnert mich an eine Stelle im "Buch der Menschlichkeit" von Dalai Lama, wo er schreibt, dass man manchesmal nur etwas wählen kann, womit man den langfristig den gerinsten Schaden anrichtet - wenn es grad keine passende(re) Handlungsweise gibt. Auch den Hinweis mit dem "blinden Heiler-Aktionismus" finde ich hilfreich.

    Danke Dir!

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

  • Interaktion(en) mit anderen

    • Whanni
    • 3. Juli 2018 um 14:46

    Hallo,

    für mich ist der Kontakt / sind die Interaktionen mit anderen oft sehr anstrengend.

    Freundinnen fühlen sich gern einmal schnell auf den Schlips getreten, obwohl ich natürlich eh versuch möglichst achtsam zu sein. Aber dieses „achtsam sein“ strengt mich auf Dauer auch sehr an. Vor allem, weil die anderen oft etwas stört, was ich jetzt nicht so sehe. Dann bin ich ständig am Reflektieren – frage mich, ob es jetzt an mir liegt, und somit Handlungsbedarf besteht, und/oder auch an der anderen. Ich bin dann voller Gedanken. In mir entsteht dann (immer öfter, immer mehr) der Wunsch alleine zu sein.

    Im Job kommt dann auch noch dazu, dass ich als Trainerin (für ein Institut das für das AMS arbeitet)bin und in der Funktion als Trainerin die Teilnehmer_innen oft darauf hinweisen muss, dass ein Verhalten für andere in der Gruppe nicht angenehm ist, bzw. für die Gesellschaft nicht gut ist.

    Aber auch, wenn ich nichts sage, spüren das die anderen und es triggert sie. Vor allem, wenn jemand (im Gegensatz zu meinen Freundinnen, die eh eher so ticken wie ich) sehr ichbezogen.

    Hat irgendjemand einen Tipp für mich, wie ich solche Situationen entspannen kann, ohne meine hohen ethischen Überzeugungen aufgeben zu müssen. Für mich ist vor allem wesentlich, was ich in einer Situation mit anderen machen kann. Daheim setz ich mich dann eh hin und meditiere … und dann entspannt es ich eh. Aber ich muss halt auch mit anderen auskommen.

    THX

    Ganz liebe Grüße

    Hanni

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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