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Beiträge von Chandar

  • Vorstandswechsel und Änderungen bei der Deutschen Buddhistischen Union DBU

    • Chandar
    • 24. August 2018 um 18:04
    Aka Onyx 9:

    diamantwegler buddha bei die fische. wieso wird alles toleriert was der guru verzapft und das wohl.kaum zum wohle aller wesen. und wenn ihr zuflucht zu ihm oder über ihn nehmt und den guru zeitigen nur so vereinzelt der veranschlagten buddha,-BODHI sattvaqualitäten, habt ihr nie angst, dass es mal abfärben könnte ?

    Wenn er etwas sagt, das mir auffällt, denke ich darüber nach. Ich bin dann meistens sehr dankbar dafür und kann den Wert dahinter erkennen. Manchmal fragt man andere bei Kontroversen, manchmal klärt man es mit sich selbst und manchmal klärt es sich von alleine.

    Ich drücke mich anders aus, aber ich verstehe den Hintergrund besser.

    Auch andere große Lamas nehme ich mir sehr zu Herzen. Da ist die Verbindung wohl sehr gut.

  • Vorstandswechsel und Änderungen bei der Deutschen Buddhistischen Union DBU

    • Chandar
    • 24. August 2018 um 14:37
    Arthur1788:
    Chandar:

    Es gibt viele Ursachen. warum man jemanden als Lehrer auswählt, das ist ein persönliches Verhältnis.

    Das Lama Ole gegen die erleuchtete Einstellung gehandelt hätte, habe ich noch nie gesehen.

    404 Fehler – Seite nicht gefunden!

    (Nicht irritieren lassen, der Link funktioniert!)

    Das habe ich schon alles gelesen. Also sehr gut und detailreich aufgelistet. Ich kann nachempfinden, dass man auf einige Zitate so reagiert. Ich kann aber auch gute Gründe für Ole sehen, dies so zu schreiben wie er es getan hat. :like:

  • Vorstandswechsel und Änderungen bei der Deutschen Buddhistischen Union DBU

    • Chandar
    • 24. August 2018 um 14:18

    Es gibt viele Ursachen. warum man jemanden als Lehrer auswählt, das ist ein persönliches Verhältnis.

    Das Lama Ole gegen die erleuchtete Einstellung gehandelt hätte, habe ich noch nie gesehen.

  • Vorstandswechsel und Änderungen bei der Deutschen Buddhistischen Union DBU

    • Chandar
    • 24. August 2018 um 13:32

    Das Ausführen der 10 positiven Handlungen und das Vermeiden der 10 schädlichen Handlungen ist der Weg der Befreiung vom Leid, dem Hinayana.

    Das Ausführen der 6 befreienden Handlungen entspricht dem erleuchtenden Weg von Mitgefühl und Weisheit, dem Mahayana.

    Das Halten der Reinen Sicht ist der Weg der Einswerdung, dem Vajrayana.

    Ich kenne das genau so wie es hier von Lopon Tsechu zitiert wurde.

    Diese Erklärung wird so in allen Zentren gegeben.

    Die Einhaltung klärt man mit sich selbst, in wie weit man Karma versteht und wie sehr der Erleuchtungswunsch entwickelt ist.

    Das Bodhisattva-Versprechen umfasst keine weiteren Gelübde. Auf eigenen Wunsch kann man die Laiengelübde oder Mönchsgelübde von jemandem nehmen der diese selbst hält.

    Vom 16. Karmapa, Rangjung Rigpe Dorje:

    "Wenn jemand zu meditieren versucht - zum Beispiel auf die Leerheit, Shunyata - sollte er sich einerseits immer auf die erleuchteten Objekte der Zuflucht ausrichten und andererseits ständig echtes Mitgefühl gegenüber den Wesen in sich erzeugen. Die wahre Natur der Leerheit ist Mitgefühl. Ohne die Erfahrung der Fülle von Mitgefühl hat es keine Bedeutung, wenn jemand behauptet, die Leerheit erkannt zu haben. Ihr habt jetzt die Möglichkeit, die Belehrungen zu empfangen. Es gibt Lehrer und Einrichtungen dafür. Ihr habt viele Ebenen von Belehrungen erhalten und es ist wichtig, daß Ihr nicht den springenden Punkt verfehlt, nämlich das was gelehrt wurde, in die Praxis umzusetzen. Das ist von absoluter Wichtigkeit. Ich betone heute etwas, was Ihr schon oft gehört haben müßt. Und doch ist es immer noch nötig, Euch darauf hinzuweisen, dies alles in Euer Leben zu integrieren, Geistesgegenwart und Respekt zu haben, und das was man verstanden und bekommen hat, wirklich zu schätzen. Es ist wichtig, die Lehren umzusetzen und für das vollständige Verstehen ihrer Bedeutung zu arbeiten. Und zu diesem Zweck ist wiederum die Bodhicitta-Praxis der wichtigste Faktor. Wie Ihr Euch allmählich auf dem Vajrayana-Pfad bewegt, ist Bodhicitta an jedem Punkt unerläßlich. Wenn die tiefgründigen Techniken des Vajrayana nicht durch Bodhicitta unterstützt werden, wird man nicht unbedingt bedeutungsvolle Erkenntnisse haben. Ihr seht also, daß alles in der Praxis von Bodhicitta wurzelt und es schafft günstige Umstände für die Entwicklung von Bodhicitta, wenn man alles ernsthaft verfolgt, was die Bodhicitta-Praxis verstärkt und unterstützt. Ein Beispiel für eine Mittel zum Entwickeln von Bodhicitta ist Pratimoksha. In der Pratimoksha-Tradition gibt es sieben Familien oder Ebenen von Pratimoksha, oder Selbstdisziplin. Sie sind als "Vorschriften" oder "Gelübde" bekannt. Die Zuflucht ist die wichtigste Voraussetzung für die Praxis der Disziplin. Danach nimmt man die von den anderen Gelübden, die einem möglich sind. Dies stärkt die Bodhicitta-Praxis und ermöglicht Euch, den Weg des Buddha-Dharma einfacher, ernsthafter und vernünftiger zu gehen. Die Wichtigkeit der Anwendung der Selbstdisziplin, der Gelübde, sollte nicht vernachlässigt werden. Die Muster der drei Geistesgifte Aggression, Anhaftung und Unwissenheit sind tief verwurzelt. Wenn man sie lösen und das richtige Gegenmittel gegen die drei Gifte anwenden will, sind die im Pratimoksha dargelegten Praktiken der Disziplin das nötige Werkzeug dazu. "

    Buddhismus Heute: Mitgefühl - die Sprache eines Bodhisattvas

  • Vorstandswechsel und Änderungen bei der Deutschen Buddhistischen Union DBU

    • Chandar
    • 24. August 2018 um 11:52

    Wir vermeiden die 10 schädlichen Handlungen und führen die 6 befreienden Handlungen aus.

    Wir versprechen zum Wohle aller Wesen zu handeln und entwickeln die erleuchtete Einstellung.

    "Mögen alle fühlenden Wesen Glück und die Ursache des Glücks besitzen,
    Mögen alle fühlenden Wesen von Leiden und der Ursache des Leides getrennt sein,
    Mögen alle fühlenden Wesen niemals von der Freude die frei ist von Leiden getrennt sein,
    Mögen alle fühlenden Wesen in Gleichmut verweilen, der frei ist von Anhaftung und Ablehnung."

  • Diamantweg was haltet Ihr davon

    • Chandar
    • 15. September 2017 um 15:51
    Nuovo:


    Steht dafür das Blumen pflanzen? Darf ich das dann so verstehen, dass der eine erfährt (Blumen erhält) ohne genaue Untersuchung vorher (Buch) und der andere mit?

    Das eine ist das Gewahrsein selbst, das andere der Finger der darauf zeigt.

    ---

    Wow Choenyi!
    Das ist ein super Umriss! Auf diese Art hätte ich das sicher nicht erklären können. ^^
    Vielen Dank.

  • Diamantweg was haltet Ihr davon

    • Chandar
    • 15. September 2017 um 15:15

    Ich versuche nur zu beschreiben, wie der Abstand zur erlebten äußeren Welt durch direkte Erfahrung ohne Konzepte geringer ist. Weil ich das so toll finde würde ich das gerne teilen. Ich bin aber für bessere Vorschläge und Beispiele offen. (:

  • Diamantweg was haltet Ihr davon

    • Chandar
    • 15. September 2017 um 14:31
    Ayudha:


    Warum ist es gut in das eigene Verderben zu springen (Krokodilgeschichte) und einen sinnvoll gegebenen Rat nicht einfach vorher Aufmerksamkeit zu schenken, damit man diese Erfahrung nicht unnötig erfährt?
    Ich bringe jetzt mal mein Verständnis vom PK mit rein:

    Wenn der Diamantwegler derjenige ist, der einfach in den Krokodilteich springt, obwohl es schon ein Hinweisschild gibt, dass ihm die Konsequenzen seines Handelns aufzeigt, dann verhält er sich doch schlicht ignorant und nicht aufmerksam.

    Sagen wir mal
    Schwimmen = Buddhistische Praxis, die zum Nirvana führen soll

    Das Hinweisschild IST der PK, also nicht die Theravada, sondern einfach nur der PK als Buddhas direkte Lehren, deren Kerninhalte in ALLEN Linien gleichermaßen angenommen werden.
    Wenn der PK sagt "Vorsicht Krokodile!" bzw. "Sichere Sackgasse" - wieso ist es dann sinnvoll das zu ignorieren aus Spaßsucht am Schwimmen/Praktizieren? :?
    Man muss nicht überall reinspringen, um dann selbst herauszufinden ob es was bringt. In manches ja, aber wenn von vorneherein gesagt ist "Dieses oder dieses KANN nicht zum Ziel führen" von demjenigen, der das Ziel überhaupt erst benannt hat - wieso erwartet man dann trotzdem, dass es zum Ziel führt?

    Natürlich hatte Buddha keine gesammelten Texte und natürlicherweise kann man das Nirvana auch aus sich heraus erreichen - es ist nur die Frage wer die Lehre vermitteln kann. Aber das zu diskutieren ist denke ich nochmal ne ganz andere Kiste. Da sind wir wirklich bei den thematischen Unterschieden zwischen Theravada/Vajrayana.

    Ich glaube diese Beispiele lassen sich nicht auf beliebige Weise sezieren. Wenn du Schwierigkeiten vermeiden kannst, ist das doch super, das solltest du tun. Oft ergeben sich aber auch Schwierigkeiten durch Zögern und Hadern und manchmal sieht man eben wertvolle Hinweise erst hinterher.
    Man kann einen einzelnen Aspekt heranziehen, man sieht dann aber immer nur einen Teil vom Bild.

    Ich versuche wirklich so exakt und klar zu antworten wie es mir möglich ist. Ich habe wirklich das Gefühl mit dem sprachlichen Skalpell anzurücken. ;)

  • Diamantweg was haltet Ihr davon

    • Chandar
    • 15. September 2017 um 14:02
    Nuovo:

    Hallo chandar,
    könntest du das Beispiel mit den Krokodilen bitte genauer erklären? So wie sich das gerade für mich liest sieht es so aus: da ist ein Teich. Der Lehrer sagt spring da rein, das ist toll und ich mache das dann. Dann sehe ich auf einem Schild:"vorsicht! Krokodile!" Das wäre ja wahnsinnig. Weiß der Lehrer von dem Schild? Hat er mir davor wenigstens eine Warnung gegeben?Sind da Krokodile oder ist das Schild einfach falsch? Wurde mir gesagt, wo ich schwimmen kann und wo nicht? Sonst wäre mein Vertrauen aber ganz schnell dahin und ich würde das weite suchen... Das wäre für mich dann eher ein abschreckendes Beispiel, was blindes vertrauen alles anrichten kann.
    Liebe Grüße nuovo

    Grüß dich Nuovo!
    Gut das du nachhakst, beim nochmal Lesen ist mir aufgefallen, dass es eher eine Beschreibung ist wie man mit den Dingen arbeitet (das mit dem Schild ist natürlich ein Witz). :)
    Siehst du ein paar schöne Blumen und liest ein Buch wie man sie am besten anpflanzt, oder gehst nach Hause und steckst du sie dir direkt in den Garten. Da ist der Lehrer noch gar nicht mit dabei. Der gibt dir nur die Hilfestellung, dass du in der Lage bist direkt rein in die Erfahrung zu gehen.
    Wie man sieht, kann man beides machen. Beides ist gut, nur die eigene Erfahrung vermittelt eben direkter, ohne den Umweg. Was einem besser liegt.

    Von blindem Vertrauen kann ich im Übrigen nur abraten.
    Wobei das eigentlich jeder ständig macht: "Mein Auto steht dort wo ich es gestern abgestellt habe.", "Wenn ich den Wasserhahn aufdrehe kommt Wasser raus" und die vielen Dinge über die wir nicht mehr nachdenken...

    Nein! Du prüfst den Lehrer und der Lehrer prüft dich.
    Das kann auch niemand für dich übernehmen, es muss eben passen. :like:;)

  • Diamantweg was haltet Ihr davon

    • Chandar
    • 15. September 2017 um 11:22
    Ayudha:


    Weißt was ich beachtlich finde:
    Im Zentrum wurde mir fast das gleiche Beispiel nur mit einem Wald und nem Tiger erzählt.
    Auch die weitere Erklärung ist im Wortlaut fast die Gleiche.
    Die Geschichte mit den Krokodilen sind genau das was ich mit "abstrakten Erklärungen" meinte - was auch immer du damit ausdrücken wolltest es kam bei mir jetzt nicht an.
    Was wolltest du damit genau ausdrücken?

    Ich mag nicht nur die Philosophie und die Texte, ich mag sie auch praktisch anwenden zu können und vor allem mit anderen darüber zu sprechen und sich auszutauschen. Das ging nun mal im Diamantwegzentrum nicht so wirklich und das war bis auf mit richtigen Hardlinern des Theravada bisher das erste mal, dass so gar kein Austausch stattfand. Ich hatte oft eher das Gefühl man versuchte mich dafür zu begeistern, dass diese Linie total klar und deutlich sei - auch so Dinge wie "Der Karmapa ist der größte Yogi des Buddhismus" - da waren einfach so viele Dinge im Umlauf, dass mir das alles eben genau das Gegenteil von klar und deutlich war.

    Sieh mal z.b. dieses "Ja durch die Lamas geringschätze ich den kleinen Weg (ich nehme an du meinst Theravada) nicht - ohne ihn wäre Diamantweg nicht möglich"
    - Ich verstehe da keinen Sinnzusammenhang. Kannst du mir den kurz erklären was deine Lamas mit einer Wertung des Theravada allgemein zu tun haben, oder warum man aus diesen eine wertende Perspektive auf den Theravada werfen kann?

    Oder

    "Es ist aber so, dass man auf dem Diamantweg schneller vorankommt, setzt aber Vertrauen und viele gute Eindrücke im Geist vorraus"
    "Zusätzlich dazu arbeitet man im Diamantweg mit dem Entwickeln von Mitgefühl und Weisheit und dem Halten der reinen Sicht"
    - Das ist kein Alleinstellungsmerkmal des Diamantweges, das machen fast alle Mahayanas/Vajrayanas. Woher nimmst du den Anspruch zu sagen, dass man auf dem Diamantweg schneller voran komme? Schneller wohin? (Wo du gleichzeitig um Geduld bittest :?: )

    "Das Ego nutzen wir als Antrieb um uns zu entwickeln. Vielleicht sind wir dann am Anfang erst mal die vorzüglichen und viel besseren Buddhisten... das ändert sich aber durch die Praxis der Meditation und der Anwendung der Mittel im Alltag. Habt da ein wenig Geduld mit uns."
    - Geduld oder Ungeduld sind für mich nicht wichtig - ich verbiete ja niemandem was und ob etwas zum Ziel führt ist für mich als nicht-Praktizierender dieser Linien auch nicht wichtig. Nur, ob die Praktizierenden mir erklären können was und warum sie etwas machen.

    Aber hier stellt sich mir die Frage: Ist es überhaupt möglich sein Ego dadurch zu überwinden, indem man es als zentrale Antriebskraft für eine Transformation benutzt? Erschafft man da nicht einfach nur ein neues Ego, dass aber gleichermaßen durch die 5 Skandhas bedingt wurde? Man führt sozusagen den Kreislauf einfach fort und sagt "Alles wird anders dieses mal"?
    Wie soll man da irgendwann Nirvana erlangen?
    Kannst du mir das irgendwie darlegen, ohne dabei ins Abstrakte zu gehen?

    Alles anzeigen

    Das Abstrakte hat wahrscheinlich Vorteile beim Entwickeln der richtigen Sichtweise. Der Geist liebt es Dinge festzuhalten und wenn es in einer bestimmten Art ist, kann es nicht mehr anders sein. So bleibt er flexibel.

    Ich mag das Beispiel mit dem Krokodil, weil ich daran die Sache verstehen konnte. Es verbildlicht, wie man mit Vertrauen schneller am Ziel ist, dabei aber vielleicht Schwierigkeiten bekommt. ;)

    Du kannst im Diamantweg nicht gut über den Theravada Belehrungen diskutieren, weil wir diese nicht kennen. Es ist schon nahezu unmöglich innerhalb der Karma Kagyu Linie alle Lehrtexte zu kennen. In einem Diamantwegzentrum gibt es Diamantweg-Belehrungen, sonst geht die Übertragungslinie verloren.

    Schlimm finde ich das auch nicht. Viele Verwirklicher hatten ebenfalls keinen Palikanon. Buddha selbst hatte auch keine gesammelten Texte, man braucht sie offenbar nicht um seinen Geist zu erkennen.

    Manchmal entwickelten Schüler die falsche Sichtweise im Diamantweg nicht auf Ursache und Wirkung achten zu müssen und das Hinayana als nicht so wichtig zu empfinden. Um uns zukünftige Schwierigkeiten zu ersparen weisen uns unsere Lehrer darauf hin, dass dem nicht so ist.

    Entschuldige die sprachliche Ungenauigkeit, wenn ich von Diamantweg rede meine ich in den allermeisten Fällen Vajrayana als deutsche Übersetzung davon. Die hohe Geschwindigkeit kommt daher, dass Lamas ihren Schüler die direkte Erfahrung des eigenen Geistes übertragen können. Man kann auch Segensübertragung dazu sagen und hängt von der Eignung des Schülers und des Lehrers ab. Ziel der Entwicklung ist der vollständige, dauerhafte Buddhazustand, grenzenloser Freude, Mitgefühl und Weisheit in Vereinigung (Dharmakaya, Sambhogakaya, Nirmanakaya und Svabhavikakaya).

    Dass man sein Ego letztendlich überwinden kann extrapoliere ich aus der Entwicklung langjähriger Schüler und unserer Lamas. Ich sehe was man erreichen kann und kann mich mit Vertrauen darauf verlassen auf die Ebene unserer Lehrer zu kommen. Man braucht aber eine Verbindung zum Lehrer. Wenn du denkst: „Was macht der Gorilla da vorne?!“, wird dir der Lehrer nichts beibringen können. Wie du sagst, es beginnt mit der Begeisterung für den Lehrer.

  • Diamantweg was haltet Ihr davon

    • Chandar
    • 14. September 2017 um 12:41
    Ayudha:


    Ich fand die Leute wiegesagt sehr nett und lieb - ihre Art Buddhismus zu leben empfand ich aber eher schade, weil es so abstrakt war, ohne sich näher mit der Lehre an sich zu befassen.

    Ja das ist das Problem der Gelehrten.
    Das Beispiel mit den Krokodilen trifft es da doch ganz gut. Der Gelugpa (der Gelehrte) steht am vermeintlichen Krokodilteich und nimmt Gewässerproben, macht Studien, erhebt Statistiken und kann dann sagen, ja in dem Teich geh ich schwimmen oder nicht. Der Diamantwegler sieht den Teich und springt voller Freude rein. Im Wasser sieht er dann das Schild am Ufer "Krokodile bitte nicht füttern!".

    Du magst die Philosphie und das Studium der Texte. Das ist auch sehr gut. :)

    Diamantweg zu praktizieren und den Buddhismus zu studieren schließt sich nicht aus, es ist aber nicht zwingend erforderlich um Erleuchtung zu erlangen. Von unseren Lehrern, zu denen neben Lama Ole Nydahl auch viele tibetische Rinpoches wie Sherab Gyaltsen Rinpoche, Jigme Rinpoche, Nedo Rinpoche und natürlich auch der 17. Karmapa Thaye Dorje gehören habe ich immer im Hinterkopf den kleinen Weg nicht gering zu schätzen. Ohne ihn wäre Diamantweg nicht möglich. Es ist aber so, dass man auf dem Diamantweg schneller vorankommt, setzt aber Vertrauen und viele gute Eindrücke im Geist vorraus. Ursache und Wirkung treffen Diamantwegpraktizierende wie Praktizierende des kleinen Weges gleichermaßen. Zusätzlich dazu arbeitet man im Diamantweg mit dem Entwickeln von Mitgefühl und Weisheit und dem Halten der reinen Sicht.

    Das Ego nutzen wir als Antrieb um uns zu entwickeln. Vielleicht sind wir dann am Anfang erst mal die vorzüglichen und viel besseren Buddhisten... das ändert sich aber durch die Praxis der Meditation und der Anwendung der Mittel im Alltag. Habt da ein wenig Geduld mit uns. (::like:

  • Diamantweg was haltet Ihr davon

    • Chandar
    • 14. August 2017 um 19:32

    Hallo ihr Lieben,

    Als Diamantweg-Praktizierender der hier und da mal lesen möchte was andere Buddhisten so treiben kann ich den Vorrednern nur zustimmen. Den kritischen Geist sollte man auf jeden Fall mitbringen. Der Diamantweg war mein erster Kontakt zum Buddhismus und nachdem ich mich umgesehen habe bin ich mir sicher an den richtigen Ort gekommen zu sein. Das ist genau mein Ding, ich weiß aber, für jeden passt das sicher nicht.

    Eine Sekte ist der Diamantweg nicht, dass die Mitglieder frei von menschlichen Schwächen sein sollen kommt glaube ich von der eigenen hohen Erwartungshaltung an den Buddhismus. Das ist sicher nicht so und wir sind in einer Sangha um uns gemeinsam bei der Entwicklung zu helfen.

    Die Belehrungen, die Praxis, die ungebrochene Übertragungslinie und der Segen sind authentisch. Die kulturellen Aspekte des tibetischen Buddhismus gibt es zwar, werden aber nicht extra betont. Wir zielen direkt auf den Erleber hinter den Dingen, hinter den Räucherstäbchen und Zimbeln. Soweit mir eine Beurteilung möglich ist, kann ich berichten, dass die Mittel wirken.

    Lasst euch nicht abhalten und schaut euch um. Manchmal dürfen die Neuen auch wieder gehen. :grinsen:

    Und stellt eure Fragen! :like:;)

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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