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  1. Buddhaland Forum
  2. Leonie

Beiträge von Leonie

  • Ich bin erleuchtet

    • Leonie
    • 10. Juni 2025 um 14:19

    Ich würde einfach nur Wirkungen dazu sagen - Aha-Erlebnisse mit dem Buddhadharma. Oder mit Dogen - da habe ich viele Aussagen entdeckt, die mich lange beschäftigten und immer wieder beschäftigen.

    Erleuchtung ist auch "nur" bedingt und es mit "ego eimi" also mit "Ich bin" zu verbinden, macht es zum Witz. vor allem wenn man danach dann sich genauso verhält, wie davor.

    Wenn also jemand sagt - ich bin erleuchtet - dann sollte man antworten - Prima. Jetzt handele aber auch entsprechend. Und da gibt es im Zen schöne Beispiele, was damit gemeint ist.

    Joshu sagte "wasch deine Esschalen".

  • MN72: Mit Vacchagotta über das Feuer (Aggivacchasutta)

    • Leonie
    • 10. Juni 2025 um 12:23
    pano:

    Ich finde an der Sutta interessant wie der Buddha bemüht ist sich nicht unnötig festzulegen. Hätte man nur diese Sutta als einziges Zeugnis über Buddha Gotama, so würde man ihn vielleicht als klaren Vertreter einer (philosophischen) Skepsis einsortieren.

    Buddha legt sich ja aus einem bestimmten Grund hier nicht fest. Es sind die bekannten Antimonien, die Vacchagotta dem Buddha als Fragen vorlegt. Wenn man jedoch zur Einsicht gekommen ist, dass alles zusammen gesetzt und bedingt entstanden ist, dann sind Antworten auf diese Fragen nur über den Tetralemma sinnvoll.

    Buddha ist bezeichnet als "Klargewordener" - bei Zumwinkel ist es mit "Tathagatha" übersetzt. Er hat also auch so was wie (philosophische) Skepsis beiseite gelegt.

    In AN 1-27 wird aber auch zwischen rechter und falscher Ansicht unterschieden. Diese falschen Ansichten sind in DN 1 aufgezählt.

  • Über den Begriff Dukkha im Buddhismus und den Unterschied zwischen Leiden und Schmerz.

    • Leonie
    • 9. Juni 2025 um 13:04
    Igor07:

    Im nächsten Leben kann sie jedoch an einem anderen Ort und in einer anderen Daseinsform wiedergeboren werden – in einem anderen Bereich der Existenz.

    Mit diesem "Buddhismus" gehe ich nicht mit.

    Buddha ist bis ans Ende von bhava gegangen - da gibt es keine weitere Geburt. Dass dann Menschen nicht damit zufrieden sind, weil sie ja diese indische Denkweise tief verinnerlicht haben und außerdem mit dem Gedanken der Verdienst und Bestrafungen seit Kindheit an aufgewachsen sind - hat dies dann weiter gewirkt.

    Igor07:

    Der Buddha war in seinen früheren Inkarnationen nicht nur ein Mensch. Das kann man in den Jātakas nachlesen. Aber das ist der Buddhismus – eine Religion. Das war von mir gemeint.

    Auch das sind Fortschreibungen der Lehre, die hinzugefügt wurden.

    Vom Verständnis des Zen ist Buddha oder bodhi kein menschliches Wesen, es ist überhaupt kein Wesen, weil es keine Merkmale hat.

    ich streite mich auch nicht - ich habe nur das Wort "Streit" hingeschrieben, um zu gucken, was du damit machst. Und schon gehst du darauf ein.

  • Naturalistischer Buddhismus und Naturspiritualität

    • Leonie
    • 9. Juni 2025 um 11:37
    Anandabodhi:

    Mein Lama hat mal gesagt, dass man sich nicht aus Samsara herausdenken kann. D.h. also in die Erfahrung gehen, Denken sein lassen, zumindest, wenn man in die Erfahrung geht.

    Du kannst aus dem samsara auch nicht durch "reines Gewahrsein" oder durch Erfahrung - von was denn? - herauskommen.

    Erfahrung ist immer gebunden an die fünf skandhas - an ein Ich-Bewusstsein oder Selbst-Bewusstsein oder Mein.

    Wir haben nur die Modelle, die wir durch unsere Sinneseindrücke und Gehirnaktivitäten als Weltbilder entwickeln. Wir leben also in Simulationen und kommen aber durch eigene Erfahrung und die Erfahrung anderer dazu diese Weltbilder ständig anzupassen.

    Das Problem liegt aber darin, dass wir zur Prüfung, ob unsere eigenen Erfahrungen richtig oder falsch sind, d.h. angemessen oder unangemessen, die Anderen mit ihren anderen Erfahrungen und Weltbildern brauchen.

    Letztlich gründen alle Weltbilder in Erfahrung, die durch Wechselwirkung mit realen Gegebenheiten sich herausbilden.

    Wüstenmenschen unterscheiden sich von Waldmenschen, ebenso Stadt und Land, usw.

    Buddhistisch gesehen geht es also immer um Erfahrung des Samsara - und "leider" kann man eben Nirvana nicht erfahren, sondern nur das Verlöschen des Begehrens.

    Vielen reicht es aber, wenn sie sich bis zum höchsten Daseinsbereich, dem der Götter durchgesessen haben - aber da gibt es eben auch noch Vergänglichkeit und selbst der netteste Gott ist doch irgendwie unglücklich und verlangt nach Musik und Abwechslung in seinem Dasein.

  • Über den Begriff Dukkha im Buddhismus und den Unterschied zwischen Leiden und Schmerz.

    • Leonie
    • 9. Juni 2025 um 11:22
    Igor07:

    Du erschaffst deine eigene Version des Buddhismus – das ist dein gutes Recht –, aber ich erspare mir die Mühe, das alles zurechtzurücken.

    Macht das nicht jeder? Und sind diese Debatten oder dieser Streit nichts anderes als das ständige Zurechtrücken?

    Ich stelle mir gerade vor ...... wir leben in diesem Dorf genannt Buddhaland und jeder reißt beim anderen irgendwas an dessen Hütte oder Haus oder Zelt ab - und baut was anderes dran.

    Ein bißchen wie diese Computerspiele - ......

  • Über den Begriff Dukkha im Buddhismus und den Unterschied zwischen Leiden und Schmerz.

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 23:33

    Sowohl Schmerz wie Leiden sind körperlich-geistige Zustände, die das Begehren nach Heilsein auslösen und uns mit unserer Verletzbarkeit und letztlich mit Vergänglichkeit und Tod konfrontieren. Das Leiden macht uns dieses bewusst.

    Während wir den Schmerz - also den Pfeil - mehr oder weniger entfernen können - verlangt das Leiden etwas anderes. Wir müssen unser Begehren nach Einzigartigkeit, Unsterblichkeit und Unzerstörbarkeit aufgeben und uns in unser Menschsein einlassen. Wir müssen uns ertragen, uns leiden können. Im Deutschen bedeutet ja Leiden nicht nur negatives.

  • Das ist Nirvana

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 19:15

    Öko oder Ökologie - ist aus der altgriechischen Sprache - oikos - Haus, Haushalt, der Ort an dem man lebt ...

    "Ego eimi" (ἐγὼ εἰμί) ist ein griechischer Ausdruck, der "Ich bin". Es ist die erste Person Singular des Präsens des Verbs "sein" (είμι) in der alten griechischen Sprache.

    Bekannt sind diese "Ich bin"-Worte aus dem Johannesevanglium, in dem Jesus sich selbst bezeichnet.

    Im Lateinischen ist das dann als "ego" bezeichnet.

    Ich hab' mich da eines Wortspiels bedient - um auf den Gedanken von Oikos und Ego eimi - aufmerksam zu machen. Der Mensch hat sich in seinem Haus eingerichtet - und dieser Bezug entspricht nicht der buddhistischen "Hauslosigkeit".


    Diese Bezeichnung "Öko-sattva" findet sich ja bei David Loy. In der Besprechung seines Buches "EcoDharma" wird da der Anspruch deutlich, der mit dem buddhistischen Mitgefühl nicht kompatibel ist.

    Loy spricht vom „Ökosattva“, dessen großes Mitgefühl der Welt und allen Wesen gilt. Nur wenn wir verstehen, dass wir Teil eines Ganzen sind, das größer ist als wir selbst, sei Rettung möglich. Die Menschheit bilde das Selbstbewusstsein des Universums, und wenn sie diese Rolle wirklich begreife, könne der Buddhismus zu einer gewaltigen Kraft sozialer Transformation werden.

    Nun kennt Loy als Zen-Lehrer der Sanbozen-Gemeinschaft das Diamantsutra und da heißt es:

    "Wenn die nicht zu zählende, unermeßliche, unendlich große Anzahl der Wesen befreit ist, denken wir nicht, daß auch nur ein einziges Wesen befreit ist."

    Wenn ALLE Wesen befreit sind, ist KEIN Wesen befreit?! Warum?

    "Wenn ein Bodhisattva an der Vorstellung festhält, daß es ein Selbst, eine Person, ein Lebewesen oder eine Lebensspanne existiere, dann ist er kein echter Bodhisattva."

    Ein einzelnes Wesen ist nach dem Alltagsverständnis durch Grenzen gekennzeichnet, durch die es klar von Anderen unterschieden ist. Befreiung ist dann klar von der Unfreiheit unterschieden. "In Wirklichkeit gibt es kein unabhängig existierendes Objekt des Geistes, das höchster, vollkommen erwachter Geist genannt wird".

    Was Loy macht und was viele andere machen, ist den Dharma verzwecken. Für eine soziale Transformation - das ist typisches Sendungsdenken und ist im Geist des Kapitalismus zu finden.

    Leider werden die Bodhisattva-Gelübde mißbraucht, um dem Buddhadharma einen Sinn zu geben, der außerhalb von ihm liegt.

  • Naturalistischer Buddhismus und Naturspiritualität

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 17:45
    Anandabodhi:

    Die Punkt ist aber, dass man in die Anschauung geht, ohne zu ergreifen, sein Ego abstreift, reines Gewahrsein zur Natur.

    Für einen Arhat sind die fünf Skandhas eine Ansammlung und Bezeichnung ohne ergreifen - ob ihm so etwas wie "Natur" gewahr wird, ist fraglich. "Natur" ist ja eine Abstraktion und eine Ansicht und ein geistiges Objekt. Damit erscheint auch das Subjekt - denn Subjekt und Objekt beziehen sich aufeinander. Als Subjekt fällt er damit auch aus seinem "reinen Gewahrsein".

    Auch das Ego ist lediglich als Vorstellung vorhanden und kann diesbezüglich als Vorstellung erkannt werden.

    Wenn du gefragt wirst - zeig mir die Natur - kannst du immer nur auf Konkretes verweisen. Anschauung ist daher immer Ergreifen.

    Und Ergreifen ist so unmittelbar mit Anhaftung verknüpft, dass es lange Übungspraxis braucht, um den Akt des Loslassens zu vollziehen. Alle Sinneswahrnehmungen sind ein "Ergreifen".

  • Naturalistischer Buddhismus und Naturspiritualität

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 16:31

    [lz]

    Der Begriff upàdàna (Ergreifen) aus den Darlegungen des Buddha beschreibt den Akt zentraler Gestaltungskraft im Dasein des Menschen. — Als psychologische Realität bezeichnet upàdàna den letzten und wirkungsvollsten Akt jenes Prozesses, in dem sich die fatale Zweiteilung meiner Wirklichkeit in ein „Ich“ und eine „Welt“ vollzieht. Es ist der Akt, in welchem das unfreie Herz sich die Dinge seiner Sinneserfahrung wahlweise als „Selbst“ und „Welt“ aneignet — sich also eine Daseinssituation schafft, in der einige Phänomene seiner Erfahrung einem „Selbst“ zugeordnet werden und andere, augenscheinlich außen liegende und nicht diesem Selbst zugehörige, werden als „die Welt“ verstanden. Aus „Selbst“ und „Welt“ wird implizit „mein Selbst“ und „meine Welt“ und beide werden nun so zueinander in Beziehung gesetzt, daß sie sich schließlich gegenseitig und scheinbar zweifelsfrei begründen. Dieses Ergreifen und Sich-Aneignen - upàdàna - wird vom Buddha als ein tiefsitzender Impuls des unfreien Herzens verstanden, mit welchem wir uns angesichts der offenkundigen Unbeständig-

    keit alles Erfahrbaren vor der Hinfälligkeit unseres Daseins zu schützen versuchen. Der Buddha zeigt auf, daß dieser Versuch misslingen muß und daß der im Unverständnis unserer wah-

    ren Situation missratende Schutzversuch in Wahrheit unsere Leidensanfälligkeit begründet.


    [/lz]

    https://akincano.net/wp-content/uploads/Wo_das_Herz.pdf

  • Das ist Nirvana

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 16:11

    Mit Indras Netz oder Juwel oder Perle wird die Leerheit bezeichnet - was ebenso für paticcasamuppada gilt. Diese drei Begriffe bezeichnen also dasselbe.

    Natürlich können wir nicht leben ohne Nahrung - das macht uns ja als Wesen aus - aber wir können erkennen, dass Natur, Kultur und das, was als Lebensgrundlage bezeichnet wird, leer ist - d.h. wir können frei werden von richtig oder falsch, von Zuneigung oder Abneigung, von Gier, Hass und Verblendung.

    Dabei erkennen wird auch, dass wir Kulturwesen sind und die Welt gestalten - also sankhara erschaffen und vernichten. Das tun wir seit es uns als menschliche Wesen gibt - mit uns kommen Dinge in die Welt, die es ohne uns nicht geben würde, weil die Natur keine Artefakte schaffen kann. Das ist letztlich karmisches Wirken und wenn dies in Verblendung geschieht, kommt es zu einem Ungleichgewicht und die zerstörerischen Kräfte gewinnen die Oberhand.

    Nun braucht die Natur uns nicht - wenn wir also von Naturschutz reden, dann sind wir und unser Überleben gemeint. Und da kommen dann weitere Konflikte auf, denn weil wir eingreifen, stören wir die Prozesse erneut. Am Ende ist es eben unser Ergreifen und Eingreifen und unser Anhaften an unseren Vorstellungen von dem, wie es denn richtig sein soll.

    Letztlich ist der Eco-bodhi doch nur wieder Ego-bodhi und ein Marketing-gag.

    Buddha - also Bodhi - greift nicht ein. Auch wenn diese Darstellung der Daseinsbereiche dies so zeigen - da ist immer ein Buddha mit irgendeinem Heilmittel - das ist aber nur ein Bild, eine Ansicht.

    Die Buddha-Wirklichkeit ist immer gegeben, sie wird aber durch das Selbst, Ich oder Mein verblendet.

  • Buddhismus als Heldenreise

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 12:57

    Und was erhellendes zur "Heldenreise"

    Die Heldenreise nach Campbell ist nutzlos – Oliver Wunderlich

  • Buddhismus als Heldenreise

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 12:49

    Die vier edlen Wahrheiten und der achtfache Pfad ergeben bei mir nicht 12 sondern 11.

    Aber da bin ich tolerant - ...

  • Shikantaza und Achtsamkeit

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 11:26
    Qualia:

    Manchmal ist es nützlich, seine Sätze so zu lesen, wie ein anderer sie lesen würde. Habe ich gute Erfahrungen mit den Reaktionen gemacht, da erfahre ich WIE andere verstehen, meist verstehen wollen.

    ich habe da keine Probleme.

  • Shikantaza und Achtsamkeit

    • Leonie
    • 8. Juni 2025 um 11:10
    Rolf82:
    Leonie:

    Deshalb gibt es ja im Zen die strenge Form

    Aber es gibt ja gar nicht "Im Zen", noch ärger wäre die Aussage "Im Buddhismus".

    Der sprachliche Ausdruck "im" kann verschiedene Bedeutungen haben, je nachdem, wie er verwendet wird. Im Allgemeinenbezieht er sich auf eine Position oder ein Zustand, in dem sich etwas oder jemand befindet. Im spezifischen Kontext, beispielsweise eines Satzes, kann "im" jedoch eine konkretere Bedeutung haben, wie z. B. "in der Zeit", "in einem Ort" oder "im Zusammenhang mit".

    Hier sind einige Beispiele für die Verwendung von "im":

    • In Bezug auf Zeit:
      • "Im Jahr 2023" (in dem Jahr)
      • "Im Sommer" (im Sommer)
      • "Im April" (im April)
    • In Bezug auf Ort:
      • "Im Zimmer" (im Zimmer)
      • "Im Garten" (im Garten)
      • "Im Haus" (im Haus)
    • In Bezug auf einen Zustand oder einen Zusammenhang:
      • "Im Urlaub" (im Urlaub)
      • "Im Gespräch" (im Gespräch)
      • "Im Einsatz" (im Einsatz)

    Zusätzliche Informationen:

    • "Im" ist eine Präposition, die zusammen mit einem Artikel (der/die/das) verwendet wird. Zum Beispiel: "im Haus", "im Zimmer", "im Garten".
    • "Im" ist eine verkürzte Form von "in dem".
    • Die Verwendung von "im" ist in der deutschen Sprache sehr häufig und kann in vielen verschiedenen Kontexten verwendet werden. 

    Im Kontext unseres Diskussion zu Shikantaza ist Shikantaza ein Begriff, der zum Zen gehört.

    Und Shikantaza wird im Zendo, im Sesshin z.B. in einer konkreten Form praktiziert. D.h. der Ablauf und die Haltung ist vorgegeben.

  • Shikantaza und Achtsamkeit

    • Leonie
    • 7. Juni 2025 um 17:56
    Rolf82:

    Also es ist okay, abzudriften.

    Deshalb gibt es ja im Zen die strenge Form - damit der Affengeist sich nicht überall austobt.

    Wenn du also merkst, dass du abdriftest, dann solltest du dich zurück rufen. Und wenn du merkst, dass dir die Knie oder der Rücken schmerzt, dann solltest du dich um die Haltung kümmern.

  • Shikantaza und Achtsamkeit

    • Leonie
    • 7. Juni 2025 um 17:49

    Ich würde mal einfach die Bezeichnung fallen lassen -

    Shikantaza ist weder schön noch nicht schön sitzen, weder gerade noch schief - du sollst natürlich nicht dösen, aber wenn das so ist - dann ist das eben auch so. Du sollst auch nicht Denken, sondern Nicht-Denken denken - worum es geht, ist dieses Sitzen ohne Ziel oder Zweck.

    Meistens fängt man ja mit der Praxis damit an, dass man was will - bzw. nicht will. Und wenn man Pech hat, kommt man auch noch in so eine Richtung, die das bestätigt. Buddha werden oder Erleuchtung.

    Es ist ganz einfach: du setzt dich zur Übung hin und stehst nach einer Weile dann wieder auf und gehst, wenn du schon "fortgeschritten" bist zu einer anderen Übung über, zur Übung im Alltag.

    Du machst das mit einem bestimmten Zustand - Körper-Geist sind in einer Verfassung, die du nicht erfassen kannst. Aber du weißt, diese Verfassung ändert sich - und auch diese Änderung kannst du nicht fassen. Und du kannst auch nicht diese Verfassung in eine bestimmte Richtung manipulieren - so dass du eben "Erleuchtung" erreichen könntest.

    Und irgendwann, wenn alle Zwecke aufgebraucht sind und du jetzt Shinkantaza tatsächlich verwirklichst .......

  • Shikantaza und Achtsamkeit

    • Leonie
    • 7. Juni 2025 um 16:33

    Nur ist gerade dieses Nur-Sitzen nicht einfach und daher hilft die Satipatthana-Übung in jedem Fall.

    Auch im Zen gilt die Grundlage des achtfachen Pfades und da ist samma sati - rechte bzw. vollkommene Achtsamkeit das siebte Glied.

    Bei Dogen im Bendowa findet sich der Satz von der Einheit von Übung und Erleuchtung - d.h. Zazen ist eine Form der Verwirklichung der Erleuchtung.

    Vollständig zu sitzen ohne etwas zu verbessern oder zu entwickeln bzw. ohne etwas erreichen zu wollen besagt lediglich, dass So-Sein nicht erreicht oder angestrebt werden kann, sondern es erscheint von selbst, wenn wir es zulassen, wie es ist.

    Um das zu unterstreichen wird im Zen auf die Form penibel geachtet.

  • Übergänge: Altes/Vertrautes l o s lassen - auf Neues/Unbekanntes e i n lassen...

    • Leonie
    • 7. Juni 2025 um 12:54
    Anna Panna-Sati:

    Vermutlich hätte er - allein aufgrund seines Mitgefühls - "die Welt "retten"" wollen, wenn er geglaubt hätte, dass dies möglich gewesen wäre.... :?

    Ich schätze es sehr, dass der Buddha immer wieder betonte, was genau er lehrt und sich nicht als "Weltretter", sondern - ehrlich/bescheiden - als "Wegweiser" bezeichnete.


    Aber die Ursache des Leidens und den Weg zur Befreiung vom Leiden gefunden zu haben, rettet(e) immerhin einen Teil der Menschen und bewirkt(e) dadurch viel Gutes. _()_

    Buddha hat einen Weg entdeckt, den er selbst gegangen ist und er hat sich dann der Mühe unterzogen und 50 Jahre Anleitungen für diese Praxis gegeben.

    Dabei ging es um die Ansichten, die wir gewöhnlichen Menschen uns von Welt machen - Weltlinge eben. Und die Ursache des Leides sind diese (falschen) Ansichten, die Verblendung eben.

    Wer da diesen Praxis-Anleitungen nicht folgt, der bleibt eben in seinem Leiden. Wenn du dich nicht selbst auf den Weg machst, kommst du nicht ans Ende des Leidens. Es gibt niemand, der dich rettet.

    Leider bleiben viele auf der Strecke und es reicht ihnen, wenn sie aus dem Dharma eine Sammlung von Ideen machen, die dann gepredigt werden und zur Ideologie einer Gruppe wird. Dann wird man eben Anhänger von diesem oder jenem.

  • Hat Zen ein Marketingproblem?

    • Leonie
    • 28. Mai 2025 um 21:34

    Es heißt aber - Nichtdenken Denken - .

    Zum edlen Narren - würde mir besser gefallen.

  • Hat Zen ein Marketingproblem?

    • Leonie
    • 28. Mai 2025 um 18:45

    Ich finde es schon immer merkwürdig, wenn einer Zen mit Großbuchstaben schreibt. Was soll das denn besonders hervorheben?

    In seiner Begegnung mit dem Kaiser Wu antwortete Bodhidharma auf dessen Frage nach dem höchsten Sinn und der heiligen Wahrheit des Buddhismus, offene Weite, grenzenlose Leere, nichts Heiliges.

  • KI und Dharma

    • Leonie
    • 27. Mai 2025 um 13:29
    inspirierter Inspirator:

    Meta AI: Eine beeindruckende Frage!

    Na klar doch.

    Die Antworten sind nicht beeindruckend, sondern für die Tonne.

    Schon mal bemerkt, dass Antwort und Frage miteinander korrespondieren und der übliche Normalo das als wohltuend, bestätigend und zufriedenstellend empfindet.

    Was immer du da als prompt eingibst, du bekommst ein nettes feedback - aber das bringt niemanden weiter.

  • Über das Mitgefühl und die soziale Verantwortung im Buddhismus.

    • Leonie
    • 23. Mai 2025 um 21:28

    Railex

    Ich wollte mit den beiden Teilen Persönlichkeit und Soziales darauf verweisen, dass es darum geht beides zu sehen und dass auch beides zusammen wirkt - wenn ich einerseits bei mir selbst beginne, beginne ich immer auch bei der Gesellschaft, denn ich bin eine soziale Wirklichkeit.

    Und was die Tropfen auf die heißen Steine anbetrifft, so sehe ich das als eine Stetigkeit, die immer wieder getan werden muss und niemals zu Ende ist, wie das Leben selbst.

  • Über das Mitgefühl und die soziale Verantwortung im Buddhismus.

    • Leonie
    • 22. Mai 2025 um 13:20

    https://ub01.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/161002/von_Brueck_075.pdf?sequence=1&isAllowed=y

    Internationales Netzwerk Engagierter Buddhisten – Wikipedia
    de.wikipedia.org
    Was ist gesellschaftlich engagierter Buddhismus
    von Franz-Johannes Litsch   Rückzug von der Welt, Entsagung von Besitz und sinnlicher Genüsse, rasierter Kopf und Almosenschale, jahrelange Meditation in der…
    www.buddha-netz.org
    Die Vision
    Aus einst Idealismus pur wurde:
    www.mia.eu.com

    Dass es inzwischen auch für Buddhisten eine Tradition des sozialen Engagements gibt, ist ja nicht so neu. Das sind aber Tropfen auf heiße Steine - d.h. man muss an die sozialen Strukturen heran - und an die Persönlichkeitsstruktur von Gier, Hass und Verblendung.

  • Heute auf Arte: "Bhutan, Glücksland im Wandel", 19.30 Uhr

    • Leonie
    • 17. Mai 2025 um 23:09
    Anna Panna-Sati:

    viele werden sich diese Fernreisen nicht leisten können/wollen, nichtsdestotrotz würde eine nicht zu hohe Zahl an Touristen den vorgestellten Ländern wohl dringend benötigte Devisen bringen.

    Erstens sind diese Reisen nicht mehr teuer - und zweitens gibt es auch viele Reiseveranstalter, die mit buddhistischem Hintergrund Reisen in dieses Land organisieren.

    Und Bhutan selbst organisiert diese Reisen auch, wobei es sich als land des Glücks vermarktet.

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    Was die Devisen anbetrifft - so macht ja Nepal mit Kathmandu sehr viel Werbung und auch mit dem Massentourismus zum Everest. Ich denke, die sind da auch ganz schön gierig nach dem Geld.

  • Heute auf Arte: "Bhutan, Glücksland im Wandel", 19.30 Uhr

    • Leonie
    • 17. Mai 2025 um 13:08
    Bhutans Bruttonationalglück - Ein buddhistischer Weg aus dem Kapitalismus?
    Der König des buddhistischen geprägten Staats Bhutan hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Bevölkerung glücklicher zu machen. Um das zu messen, wird…
    www.deutschlandfunkkultur.de

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Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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