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Beiträge von PhenDe

  • Zufluchtnahme

    • PhenDe
    • 24. Februar 2020 um 16:56
    Vedana:

    Absolute Aufrichtigkeit, nicht die kleinste Lüge, nicht dem kleinsten Begehren nachgehen, einen anderen insoweit zu beeinflussen, dass er besser über einen denkt.

    Abstehen von allen Eitelkeiten. Das wirkt schon massiv.

    Das mag massiv wirken, ja. Die Frage ist halt, in welche Richtung. Wie fühlt man sich dabei, wenn man sich dermaßen einschränkt? Ist das überhaupt möglich bei einem normalen Job mit Familie? Wird die BuddhaLehre also nur einer edlen Elite vorenthalten?

    Grüße

  • Urvertrauen

    • PhenDe
    • 21. Februar 2020 um 08:28
    Gluecklichsein:

    Jetzt fällt mir auf, dass ich nur Monika und xiaojinlong zitiert hab...Danke auch für die anderen Antworten, die mir sehr helfen!

    Ein Gedanken noch: Ich glaube vielen spirituellen Menschen gibt der Gedanke Vertrauen, dass nicht alles aus Zufall geschieht. In allem einen Sinn sehen schafft Vertrauen und hilft loszulassen. Eure Gedanken dazu interessieren mich auch!

    Ich kenne das auch so und habe es auch so gehört. Das Urvertrauen oder schlicht Vertrauen entwickelt sich durch eine beständige Praxis der Achtsamkeit. Ich hatte so eine Erfahrung einmal, habe sie aber leider wieder etwas verloren.

    Es ist ein Gefühl von hohem Selbstvertrauen und, das die Dinge schon laufen werden, ohne das man sich anstrengen müsste oder etwas verändern müsste. Wie du bereits schreibst, hilft es loszulassen.

    Ich denke auch, je weniger Vertrauen um so mehr anklammern!

    Grüße Lukas

  • Wie steht der Buddhismus zum Altruismus?

    • PhenDe
    • 20. Februar 2020 um 11:53
    Schneelöwin:
    Ellviral:

    mal so richtig einige auf die Fresse zu hauen. Es gibt nichts das diesen Glücksgefühl bremsen kann.

    Apropo Weichspülgeräde, Noreply,

    Ich komme leider nicht drumherum Dir meine Meinung kund zu tun, dass ich jegliche Form von Gewalt ablehne.

    Sicherlich kann es zu "Besonderen Umständen" kommen, diese Besonderheiten kann ich aber hier, im Forum, nicht überprüfen, soetwas geht wahrscheinlich nur real.

    Ellviral:
    Schneelöwin:

    . . . und wenn man Pech hat bekommt man eine Anzeige wegen Körperverletzung oder ähnlich und darf den Salat selbst ausbaden und die Andere lacht sich wieder eins ins "Fäustchen"8)

    Ich würde mich von einem Anwalt beraten lassen.

    Du kannst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen wie beglückend das ist jemanden der Jahrelang mich ungebremst quälen kann, mal so richtig einige auf die Fresse zu hauen. Es gibt nichts das diesen Glücksgefühl bremsen kann. Die Gesetze der Körperverletzung sind mir sowas von scheiß egal gewesen denn die haben mich auch nicht geschützt. Und selbst jetzt wenn ich ihn dann mal wieder sehe möchte ich ihm sofort wieder eine reinhaun. Diesem Dreckschwein das sich genau wegen dieser, Deiner, Argumente weiter mies betätigen darf, er begeht ja keine Körperverletzung. Er ist eben ein starker und Doch so sympathischer Mann! Die Welt ist nicht wie buddhistisches Weispülgerede!!"!

    Wie oben geschrieben, kann man eine Gewaltanwendung nur beurteilen, wenn man" Alle Seiten" dazu kennt und hört, also auch die weitere involvierte Person, die wir hier im Forum leider dazu nicht lesen können.

    Deswegen bitte ich Dich inständig, Ellviral, mich bei Deinen gewalttätigen Glücksgefühlen und Befriedigungen im Forum außen vor zu lassen, da ich mich von Deinen "indirekten Gewaltaufrufen" ganz stark distanzieren werde.:x

    Alles anzeigen

    Was wahres ist ja dran an Gewalt.

    Ich bin auch jemand der Gewaltlos lebt und schon immer lebte, abgesehen von ein paar jugendlichen Raufereien. Aber die ganzen Aussagen wie Menschenrechte usw. usf. sind eigentlich Erfindungen der Menschen und existieren nicht wirklich.

    Je nachdem, in welchem Zeitalter oder in welchem Land man geboren wird, herrscht mehr oder weniger Gewalt. Mir fällt immer wieder ein, nicht in allzu ferner Vergangenheit war es noch ganz anders, als kranke oder alte Menschen kurzerhand erschlagen wurden, damit sie die Gruppe nicht belasten. Da war das ganz normal.

    Vielerlei Rechte der moderne oder sogenannte Menschenrechte sind natürlich rein Menschen gemacht und sind in der Natur so nicht zu finden.

    Man könnte sagen, das unsere Triebe nicht mehr zeitgemäß sind da wir sie heute an Maschinen abgegeben haben. Der sachlich ruhige Typ ist der Macher, der temperamentvolle aufbrausende ist heutzutage nicht mehr gern gesehen. Wer weiß, wie es in Zukunft aussieht, sobald alle sachlich ruhig sind.

    Just my 2 cents! :)

  • Buddhismus - Meine Erfahrung

    • PhenDe
    • 13. Februar 2020 um 13:28

    Hallo, ich wollte mal meine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Buddhismus mit euch teilen.

    Ich praktiziere den Buddhismus nun seit ca. 3 Jahren täglich. Wirklich täglich :D, auch im Sinne der formellen Meditation. Am Anfang war mir besonders die Zugehörigkeit zu einer Tradition wichtig. Das festlegen auf eine gewisse Richtung war ein riesiges zentrales Thema. Wenn ich mit jetzt Vergleiche, hat das fast gar keinen Stellenwert mehr. Ich habe so ziemlich alles ausprobiert, von Vajrayana bis hin zu Vipassana.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, das der Buddhismus tatsächlich befreiend wirken kann. Völlig befreiend. Dazu muss man aber innerlich bereit sein. Zu tiefst bereit. Diese zutiefst innere Entschlossenheit kann z.B. aus einem langen Leidensweg entstehen, quasi als letzte Ausflucht der Buddhismus. Je größer die Entschlossenheit und das Engagement, umso mehr Wandel und Befreiung sind möglich.

    Ich habe auch die verschiedenen Blickwinkel betrachtet. Vom Jack Kornfield, der den Buddhismus als Psychologie lebt. Bis hin zum traditionellen tibetischen Buddhismus, wo Mönchstum eine große Rolle spielt. Auch beim verheirateten Zen Lehrer habe ich praktiziert.

    Dabei empfinde ich momentan die Lehren von Jack Kornfield am ansprechendsten. Dieser Mix aus Moderne und Tradition hat mir eigentlich schon immer zugesagt. Die Lehren werden dargelegt unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der Menschheit der Moderne und trotzdem wird Tradition wie z.B. die Lehre der Wiedergeburt nicht ausgeschlossen. Auch werden Einflüsse aus anderen Traditionen nicht ausgeschlossen.

    Ich empfinde diesen Ansatz als authentisch. Natürlich ist er nicht so spannend und nicht so mystisch wie die geheimen Lehren des Vajrayana, manchmal auch nüchtern, aber trotzdem Bodenständig und praktikabel, vor allem im Alltag.

  • Ist der Buddhismus zu lieb?

    • PhenDe
    • 30. Januar 2020 um 09:07
    Daoist:

    Wie beseitigt es mein Leid (oder das eines Bauern in Afrika), daß du den 8-fachen Pfad gehst?

    Gm Daoist , prinzipiell ist das verfolgen des 8-fachen Pfades nicht nur heilsam für einen selbst, sondern auch für die Umgebung. Ich füge keinen Schaden meiner näheren Umgebung zu.

    Grüße

  • Ist der Buddhismus zu lieb?

    • PhenDe
    • 27. Januar 2020 um 09:03

    In den alten Schriften, vor allem in den 37 Übungen des Bodhisattva, wird tatsächlich jede Aggression vermieden. Um solche Dinge wie "sich Durchsetzen" oder "Dinge abschließen" geht es überhaupt nicht. Es ist ein spirituelle Reise. Wie weit du gehst ist deine Entscheidung. Du könntest genau die 6 Verse unten praktizieren.

    Da heißt es z.B.:

    Selbst wenn jemand von Gier getrieben uns unseren Besitz wegnimmt oder andere dazu bringt, das zu tun, so ist es die Praxis des Bodhisattvas, ihnen den eigenen Körper, Besitz und den Verdienst der drei Zeiten zu widmen.

    Wenn eine Person einem - ohne dass man irgendeinen Fehler gemacht hätte - den Kopf abschneiden will, so ist es Praxis des Bodhisattvas, durch die Kraft des Mitgefühls ihr negatives Karma auf sich selbst zu nehmen.

    Selbst wenn jemand in allen drei Universen schlecht über einen redet, so ist es Praxis des Bodhisattvas, mit liebevollem Geist über dessen Qualitäten zu sprechen.

    Wenn jemand schlecht über einen redet und vor einer öffentlichen Versammlung unsere Fehler offen legt, so ist es die Praxis des Bodhisattvas, sich vor ihm zu verbeugen und ihn als spirituellen Freund zu sehen.

    Wenn eine Person, die ich schätze und um die ich mich gekümmert habe wie um meinen eigenen Sohn, mich als Feind sieht, so ist es die Praxis des Bodhisattvas, sie noch mehr zu lieben als eine Mutter ihr krankes Kind.

    Wenn eine mir gleich- oder niedergestellte Person mich, getrieben von Stolz, beschimpft, so ist es Praxis des Bodhisattvas, sie respektvoll als den eigenen Guru über den Kopf zu setzen.

    Grüße

  • Erfahrungen beim ersten Zen-Sesshin

    • PhenDe
    • 22. Januar 2020 um 11:38
    xiaojinlong:

    Danke für die Antworten bisher! Das mit den Schmerzen ist mit einer der größten Sorgen - aber schon mal etwas beruhigend dass ich da nicht der einzige bin mit den Problemen. :D

    Wie lange hattet ihr bereits vor eurem ersten Sesshin praktiziert?

    Lass dich nicht entmutigen und mach es. Es ist sehr inspirierend für die Praxis. Man weiß schon selber wenn man dafür bereit ist. Ich hatte 3 Jahre Praxis vorher, wobei die immer variiert hat.

    Niemand kann dich zwingen zu leiden, du kannst ja selbst entscheiden wann du abbrichst oder ob du auf einem Stuhl sitzt oder was auch immer.

    ARYA DHARMA es zwingt mich niemand diese Schmerzen auszuhalten. Es ist etwas, was ich freiwillig mache. Es bringt mich an meine Grenzen und fordert mich. Es erweitert meinen Blickwinkel.

    Meine Frau meinte, sie würde das nie machen. Sie findet das unsinnig. Ich hingegen nicht.

    Grüße

  • Erfahrungen beim ersten Zen-Sesshin

    • PhenDe
    • 21. Januar 2020 um 21:49

    Hallo xiaojinlong , ich kann mich sehr an die Schmerzen erinnern. Vorwiegend Schmerzen :erleichtert:.

    Am Ende war ich dann geläutert und inspiriert. Dieses Jahr mache ich wieder eines wenn es zu stande kommt. Sehr hilfreich für die Praxis und auf dem Weg.

  • Der Tod

    • PhenDe
    • 14. Januar 2020 um 07:56
    lotsawa:

    Ich möchte hier kein qualifiziertes Statement zum Tod abgeben, das ist mir gar nicht möglich.

    Jedenfalls würde ich in meinem Leben sehr gerne viel weniger unheilsame Handlungen gegenüber allen Lebewesen tun, um so keinem zu schaden. Immer wieder spüre ich sehr stark, dass bereits geringfügige, unheilsame Handlungen, schon wenn ich anderen gegenüber verbal schroff reagiere in mir etwas sehr belastendes auslöst. Daran habe ich sehr lange zu knabbern. Es tut mir ziemlich weh.

    Ich meine, dass ich in dem klaren Wissen, dass mich der Tod schon im nächsten Moment ereilen kann, sehr gut für andere und auch für mich selbst besser auf Heilsames achte.

    Der Tod ist uns allen sehr unbekannt. Es kann kein Trost sein, dass wir alle sterben müssen.

    Aber ich arbeite an mir, indem ich hoffentlich immer mehr für andere nützlich sein kann, ihn nicht schade.

    Möglicherweise kann das im Todesmoment im Rückblick auf das eigene Leben etwas dazu beitragen, dass ich mein Verhalten gegenüber anderen Lebewesen weniger bereuen muss.

    Was an der Schwelle zu meinem Tod tatsächlich passiert, wie es wirklich weiter geht, keine Ahnung.

    Wahrscheinlich müssen wir alle abwarten.

    Alles anzeigen

    Hallo lotsawa , leider geht es nicht ohne. Je nachdem, in welcher Lebenssituation man sich befindet, fügt man mehr oder weniger Schaden anderen Lebewesen zu. Menschen fügen sich schaden zu.

    Dabei ging es mir auch oft so, das ich, nachdem ich mit Worten verletzt hatte, mich schlecht gemacht habe deswegen. Der Buddhismus hat mir geholfen, dieses Schlecht machen zu unterbinden, denn das ist die Ursache für weitere verletzende Worte.

    Auch die Kontemplation über den Tod ist für mich immer wieder hilfreich. So ist es eben, und letztendlich wird sich alles auflösen.

    Grüße Lukas

  • Der Tod

    • PhenDe
    • 13. Januar 2020 um 13:27

    Ich praktiziere den Dharma wegen den Effekten in diesem Leben Helmut , nicht nur wegen dem Tod.

    Seit Jahrtausenden konfrontiert sich der Mensch mit dem Tod und trotzdem kennt keiner die Antwort. Wieso sollte genau der Buddhismus die Antwort darauf haben? Dabei sind sich ja die Schulen schon innerhalb des Buddhismus nicht einig über den genauen Ausgang... (:

    Grüße

  • Warum 'Fessel' der Wiedergeburt und nicht 'Chance'?

    • PhenDe
    • 31. Dezember 2019 um 14:23
    S. Celine:

    Warum spricht man im Buddhismus von der 'Fessel'' der Wiedergeburt und nicht von ihr als 'Chance'?

    Wir haben unser ganzes Leben Zeit, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen und damit unsere Chancen zu verbessern, wieder in eine bessere hineingeboren zu werden - Karma hin oder her.

    Wir haben als Menschheit so viel erreicht seit der Zeit des ersten Buddhas, so viele Lösungen und Technologien entwickelt, um soziale und technische Probleme zu lösen (sofern sie nicht neue schaffen 😉) und egal ob wir als Atheisten in unseren Taten, Kindern und den Herzen anderer weiterleben, als zB Buddhisten und Antroposophen wiedergeboren zu werden hoffen oder uns als Christen und Muslime die Rechnung vorgesetzt wird, es ist in unserem ureigensten Interesse, etwas für die nächsten Generationen zum Positiven zu verändern.

    Warum also ist es eine Fessel und keine Chance, Bonusleben zu haben? Wird das im Buddhismus teils hinterfragt oder trifft die Übersetzung es einfach nicht (mehr) insb. wenn man den historischen Kontext betrachtet?

    Ich denke, es liegt daran, das der Buddha vor 2500 Jahren lebte. Wer sich mit der Geschichte der Menschheit befasst, erkennt, das viele Entwicklungen in den letzten 200 Jahren zustande kamen.

    Zu Zeiten Buddhas war das Leben viel rauer. Frauen waren z.B. Eigentum der Familie und konnten nicht selbst bestimmen.

    Kranke oder Alte Menschen, die für die Gruppe eine Belastung waren, wurden zu Zeiten der Jäger und Sammler einfach erschlagen.

    Im Mittelalter z.B. wurden mehr als die Hälfte der Kinder nicht älter als 14 Jahre. Man vergleiche das mit heute...

    Ich kann mir gut vorstellen, das das daher rührt.

    Grüße und guten Rutsch ins neue Jahr

  • "Ist der Guru noch zeitgemäß?"

    • PhenDe
    • 29. Dezember 2019 um 22:44

    Ich habe eine Ausgabe der 50 Verse der guru devotion gelesen. Wer diese Einhält und lebt, wird wohl Erleuchtung erlangen. Wer aber meint, der durchschnittliche Bürger könne dies Leben, hat weit gefehlt.

    Die Guru Devotion laut den alten Texten verlangt eine völlig andere Lebensweise und Praxis, im Vergleich zur durchschnittlichen Lebensart der Asiaten, Inder, Europäer oder Amerikaner.

    Ich denke, es hat weniger mit der Zeit zu tun als mit den Umständen.

  • Der Tod

    • PhenDe
    • 25. Dezember 2019 um 20:40

    Ob die Furcht angemessen ist, keine Ahnung. Zumindest versucht der Großteil der Lebewesen nicht zu sterben.

    Für manche ist es gewiss eine Erlösung.

    Wenn ich mich im Sterbemoment an meine schlechte Praxis erinnere, dann finde ich das auch nicht okay. Das wäre ja wie bei den Christen die Angst vor der Hölle haben.

  • Unterschied Zazen und Vipassana

    • PhenDe
    • 31. Oktober 2019 um 11:47

    Das Problem ist ja das hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird. Ich praktiziere ja auch schon eine weile Meditation in allen Formen. Es gilt, je länger man praktiziert, um so weniger erkennt man einen Unterschied zwischen Zazen und Vipassana. Wie denn auch? Im Prinzip sitzen beide auf einem Kissen und es gehen allerlei Gedanken durch den Kopf.

    Die absoluten Verfechter der "no commercial" Seite sollten Ihren Standpunkt auch manchmal überdenken, und nicht sofort alles ablehnen, was nicht zu 100% mit deren Vorstellungen übereinkommt. Wo felsenfest auf Meinungen und Vorstellungen beharrt wird, ist meistens dem Untergang geweiht.

    Grüße

  • Schlafstörungen

    • PhenDe
    • 25. Oktober 2019 um 12:50

    Ich könnte vom schlechten Schlafen ein Liedchen singen.

    Was mir geholfen hat ist joggen, Natur und raus. Oft steckt auch ein tieferes Problem dahinter, von welchem man sich erstmal überhaupt nicht bewusst ist.

    Gut schlafen und Selbstoptimierung solltest du nicht vermischen. Ein Mensch braucht guten Schlaf. Und der Schlaf hat tatsächlich eine wichtige Funktion. Wenn ich für guten Schlaf Selbstoptimierung betreiben muss, dann mach ich das sehr gerne. Ich hatte manchmal 3 Nächte ohne Schlaf hinter mir. Da tut man dann alles, was irgendwie wirkt.

    Grüße

  • Shamata: Schmerzen im Bereich der Stirn

    • PhenDe
    • 19. September 2019 um 09:05
    Fabi:

    Liebe Forumsmitglieder,

    durch die Beschäftigung mit buddhistischer Literatur (vor ca. zwei Jahren) wuchs in mir der Wunsch zu praktizieren.

    Als Grundlage für meine Praxis habe ich mich entschieden mit Shamata zu beginnen um erst einmal eine stabile Konzentration aufzubauen. Ich versuche nun (vor allem auf Grundlage der Erläuterungen von Alan Wallace) anzufangen. Ich mache soweit alles so, wie ich es gelesen habe. Dabei habe ich aber folgendes Problem: Nach wenigen Minuten entsteht bei mir ein starker Druck im Bereich der Stirn (zwischen den Augenbrauen) der teilweise sogar etwas schmerzt.
    Weist das auf eine falsche "Ausführung" hin? Hat damit jemand hier vielleicht selbst auch Erfahrung?

    Grüße,

    Fabi

    Hallo, ich kenne diese Energie ganz genau. Sie befindet sich zwischen den Augenbrauen und zieht sich hinunter bis zur Nase. Das kommt von Anspannung / Stress. Das du das nur während der Meditation erkennst kann daran liegen, das du dort achtsamer bist. Versuche während des Tages die Energie zu beobachten.

    Entspann dich während der Mediation, keinen Druck oder keine zu penible Ausführung. Konzentration ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn du dich zu sehr anstrengst, geht der Schuss nach hinten los. Loslassen und entspannen.

    Grüße

  • Klatsch und Tratsch

    • PhenDe
    • 13. September 2019 um 14:51
    Martin1980:

    Solange ich weiß das da niemand ist, der klatsch verbreitet, und klatsch hört, habe ich keine Probleme damit.

    Ich habe zum Beispiel einen ziemlich bösen und schwarzen Humor, den ich aber nur im engsten Freundeskreis offenbare.

    Mein Verhalten in Bezug auf die Silas könnte natürlich besser sein, aber diese Gebote waren für mich (nur) ein Hilfsmittel für die Praxis.

    Ich werde nie der vegane Grünwähler sein, der sich und seine Besitztümer mit der ganzen Welt teilt. Greta wird mich nie lobend erwähnen.

    Die perfekten bodhisattvas werden in meiner Gegenwart die Nase rümpfen.

    Und trotzdem werde ich lächeln und glücklich sein.

    Die Meditation ist ein Spiegel, die Silas das Putzmittel.

    Aber wenn man sieht, dass da niemand ist, kann man den klatsch, das Lob, die Meinungen der Menschen wahrnehmen und sofort loslassen. Man ist nicht glücklicher oder unglücklicher, man ist frei.

    Aber solange man das eine nicht gesehen und verstanden hat, sollten diese Gebote wichtiger als alles andere sein. Sila-samadhi usw.

    Ps: falls es hier Tratsch gibt, nur her damit. 😂

    Alles anzeigen

    :rofl::rofl: Der war gut

  • Gururating

    • PhenDe
    • 13. September 2019 um 14:27

    Hallo Sangha, darüber bin ich zufällig gestolpert: Gururating

    Dabei musste ich schon schmunzeln. Interessant fand ich das Rating von Pema Chödrön: 3 von 5 Punkte.

    Der Grund war, das sie einmal in einem Interview den Satz gesagt hatte: "Als die Jahre vorbeizogen, empfand ich, das alles, was er tat (Chögyam Trungpa), deswegen getan hat, um anderen zu helfen." Chögyam ist ja umstritten wegen seines Lebensstils.

    Man sieht hier einfach, was für eine Messlatte manche Menschen aufstellen. Eine Messlatte, die an Perfektion grenzt. Eine unhaltbare Messlatte. Ethikfetischisten würde ich diese Leute bezeichnen.

    Grüße

  • Hin und her

    • PhenDe
    • 10. September 2019 um 11:27
    Axel:
    Aravind:
    Netsrot:

    Das Ding ist , man kann sich Anatta nicht erdenken .

    Genau, aber erforschen.

    Netsrot:

    Wie weit muß ich mein" Hirn trainieren ", das diese Konditionierung , die Illusion endgültig fällt. Ich weiß ,wenn es soweit ist ,gibt es nichts mehr Aufzuarbeiten.

    Das hat nach meiner Erfahrung nichts mit trainieren zu tun. Den Glauben an den Weihnachtsmann wird man auch nicht durch nachdenken und trainieren los.

    Das es kein Ich zusätzlich zu den Skandhas gibt, kann man erforschen. Du kannst Schritt für Schritt nachgucken, ob Du irgendwo in Dir ein Ich findest.

    Wenn Du geduldig hin guckst, dann findest Du immer nur den Körper, Empfindungen, Gefühle, Gedanken, Wahrnehmungen. Keinen zusätzlichen Macher oder Denker.

    Nachdem Du diese Erforschung abgeschlossen hast, ist der Weg frei, die eingeprägten Folgen der Ich-Illussion aufzuarbeiten und alos zu lassen, so wie @Monikadie4. das auch beschreibt.

    Alles anzeigen

    Netsrot, Aravind

    Solche Aussagen machen mich immer etwas ratlos.

    Natürlich kann man sich anatta erdenken. Die Tatsache, dass es kein substanzhaftes Ich gibt, war auch etwa David Hume oder den Phänomenologen wie Husserl klar, ganz ohne 'Erleuchtung' oder Meditationserfahrungen (und ich behaupte jetzt einmal ganz einfach, dass eine solche 'rein rationale' Erkenntnis genügen kann, mein Erleben und Handeln zu beeinflussen).

    Und natürlich: Den Glauben an den Weihnachtsmann wird man nur durch Nachdenken (und Beobachten - Nachdenken kann sich ja immer nur auf sinnlich Wahrgenommenes beziehen) loswerden.

    Wer (oder was) ist es denn, Aravind, der/das 'erforscht', 'nachguckt', 'hinguckt', 'Empfindungen, Gefühle, Gedanken, Wahrnehmungen' 'hat' und diese empfindet, fühlt, denkt, wahrnimmt? Witzigerweise bilden da Buddhisten und (die meisten) Neurowissenschaftler eine vereinigte Front: Beide vertreten eine Bündeltheorie, um damit ein substanzhaftes Ich zu wiederlegen, an das so eigentlich niemand mehr glaubt (außer er/sie vertritt einen religiösen Seelen-Glauben - die werde ich aber auch nicht mit einer Bündeltheorie überzeugen...).

    Alles anzeigen

    Zwischen rein rationaler Erkenntnis und zwischen dem Erleben liegt ein großer Unterschied.

    Während natürlich auch das rein intellektuelle Verstehen auch einen Einfluss haben kann auf eventuelle Handlungen, ist das Erleben dieser Erkenntnis noch einmal eine ganz andere Dimension.

    Ob diese nun dauerhaft anhält oder nur eine Minute dauert, steht dabei nicht zur Debatte.

    Zwischen dem Wissen über einem Alkoholrausch und diesen zu Erleben sind doch zwei gewaltige Unterschiede, oder etwa nicht?

  • Verspricht buddhistische Meditation zu viel?

    • PhenDe
    • 27. August 2019 um 15:38
    Axel:

    Hallo @Grashuepfer

    Zitat

    Ich weiß halt nicht, wie man so etwas abschließend klären kann. Es gibt ja genug Ansätze, um Meditation simpel und anwendbar zu gestalten. Insofern seh ich da nicht so ein großes Dilemma. Mein Eindruck ist, dass du dich vor allem auf den traditionellen Theravada-Buddhismus konzentrierst, und andere Entwicklungen nicht so sehr in deine Überlegungen einbeziehst. Dort gibt es diese komplexen Meditationen, und dort werden die drei Daseinsmerkmale und das bedingte Entstehen so zentral gelehrt.

    Meditationen insbesondere aus der tibetischen Richtung und dem Theravada können natürlich enorme Komplexität aufweisen - aber es gibt viele andere Methoden, die es deutlich einfacher gestalten: Zen, die Vipassana-Bewegung, um nur mal zwei zu nennen. Von den ganzen nicht explizit buddhistischen Methoden ganz abgesehen.

    Und in meiner ganzen Zen-Zeit wurde nie besonders großer Wert auf eine formal-explizite Präsentation der drei Daseinsmerkmale oder des bedingten Entstehens gelegt.

    Ist für mich auch nicht absolut unverzichtbar, da gibt es zuhauf alternative Ansätze.

    Ich versuche mal, das auseinanderzupfrimeln:

    Wahrscheinlich geht es mir weniger um 'simpel und anwendbar': Wenn ich mal Kornfield, Goldstein, Rosenberg, Pema Chödrön, Gunaratana, Sayadaw U Tejaniya nehme (weil die für mich wichtig waren), so sind ihre Meditationsanweisungen wirklich 'simpel und anwendbar und darüber hinaus oft didaktisch vorzüglich. Für mich ist eher das Problem, ob das Ausweiten der Meditation (und ihrer Ergebnisse) vom Kissen auf das Leben abseits des Kissens wirklich funktioniert. Gefordert wird das ja eigentlich von allen, aber ich frage mich inzwischen, ob die Unfähigkeit, das auch wirklich zu tun (und ich nehme sehr viele buddhistisch Praktizierende als neurotische Baustellen wahr), nicht mit der Methode selbst zu tun hat und nicht damit, dass sie irgendwas 'falsch' machen.

    [lz]

    Ich bin kein Experte für Jhanas. Aber mir scheint wiederum, das gerade Flow-Erlebnisse auch sehr vielen Menschen, die nicht meditieren, beschieden sind. Eben Sportlern, Musikern...

    [/lz]

    Eben. Und sie scheinen sie weitaus 'müheloser' zu erreichen. Natürlich werden jetzt manche einwenden, nicht das Erreichen sei das Ziel, sondern das Erkennen, dass es sich auch hier (so angenehm und beeindruckend diese Erfahrung auch ist) um vorübergehende Phänomene handelt, an die man sich nicht klammern darf. Dieser Einwand ist natürlich richtig, aber er stößt sehr oft auf taube Ohren (man schaue sich nur mal die endlosen Diskussionen darüber hier im Forum an). Manchmal erinnert mich das an die Werbung der Alkoholhersteller, 'verantwortungsvoll zu trinken'...:grinsen:

    [lz]

    Ja, die Debatte wurde ja in dem letzten Artikel auch aufgenommen. Ich selber würde es nicht ganz so verschwörerisch formulieren. Viele ihrer Vertreter sind halt recht überzeugt vom Buddhismus, wie z.B. Kabat-Zinn, wollen aber möglichst ideologiefrei dessen pragmatische Erkenntnisse lehren. Das führt dann auch zu manchen widersprüchlichen SItuationen.

    [/lz]

    Oh, ganz Deiner Meinung: Ich sehe da auch keine 'Verschwörung', sondern die von Dir angeführten Gründe. Entschuldige bitte, wenn ich mich da missverständlich ausgedrückt habe.

    [lz]

    Glaube ich nicht. Während die von dir genannten Dinge durchaus alle hilfreich sind und förderlich für die psychische Gesundheit - ein systematisches Geistestraining ersetzen sie nicht. So wie Wandern gehen eben nicht das selbe Resultat bringt, wie für einen Schwarzgurt zu trainieren. Sicher, beides super - aber die Ambition und Methode ist doch deutlich verschieden.

    [/lz]

    Da kommen wir jetzt ganz nah ans von mir gemeinte 'Eingemachte': Abgesehen davon, dass ich mir konsequentes 'Lesen eines Romans, Spazierengehen in der Natur, Sorge um Zimmerpflanzen und Haustiere' auch nur als Ergebnis eines 'systematischen Geistestrainings' vorstellen kann (oh, der innere Schweinehund, der uns immer wieder davon abhält... Ich spreche aus Erfahrung!), halte ich 'psychische Gesundheit' für das einzige Ziel, das wir uns realistisch setzen können. Ich selber bin in meinem Leben einigen wenigen wirklich 'psychisch gesunden' Menschen begegnet, aber noch niemanden, den ich für 'erleuchtet' gehalten habe. Den Kampf um mehr 'psychische Gesundheit' halte ich für gewinnbar (und für uns alle und den Planeten für anstrebenswert), den Kampf um mehr 'Erleuchtete' nicht. Auch hier ist wieder einmal das 'Bessere' der Feind des 'Guten'.

    [lz]

    So interessant diese Debatte ist, ich frag mich auch, ob wir mit der Diskussion in eine bestimmte Richtung gehen können, oder ob wir nur allgemein hinterfragen.

    [/lz]

    Genau darum geht es mir doch. Glaubst Du wirklich, ich hätte jetzt einen Lustgewinn daraus, ein Forum aufzumischen, weil ich die Leute für doofe, inkompetente Deppen halte?








    Alles anzeigen

    Eventuell siehst du das alles zu ernst. Meine tägliche Meditation hat oft rein den Zweck, meine Verbindung mit dem Buddhismus und dessen Lebensweise aufrechtzuerhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Belehrungen haben oft rein den Zweck, meine Inspiration aufrechtzuerhalten um weiter zu praktizieren.

    Ich denke, du möchtest halt auch die Bestätigung das Meditation nie und nimmer zur Erleuchtung führt. Von einem tief religiösen Mensch wirst du diese Bestätigung halt niemals erhalten. Andere, die der Buddhismus interessiert, denken eventuell überhaupt nicht darüber nach.

  • Verspricht buddhistische Meditation zu viel?

    • PhenDe
    • 26. August 2019 um 15:30

    Buddhistische Meditation und Praxis können folgende Effekte haben; Meditation kann zu mehr Kontrolle über die eigenen Emotionen führen und zu mehr Achtsamkeit während des Tages. Richtig ausgeführt, kann Meditation entspannend wirken.

    Ob das nun auch mit einem Sparziergang Erreichbar ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht versuchst du's Useless und teilst es uns dann mit.

    Durch den Eintritt in eine Sangha oder Interessengruppe können soziale Kontakte entstehen und man kann Teil einer Gruppe werden. Moderne Bücher wie die von Pema Chödrön sind größtenteils psychologische Bücher im buddhistischen Kontext mir sehr praktischen und hilfreichen Alltagstipps. Ich kenne einige Seminare und Rageber usw... aber nichts kommt nur annähernd an die Bücher von Pema Chödrön heran.

    Mir scheint immer wieder bei dir, das du hier den Buddhismus als völlig nutzlos darstellen möchtest. Tatest du schon in Vergangenheit. Und die Buddhisten wären doof und würden nichts für den Klimawandel tun, sondern einem idiotischen Konzept der Erleuchtung hinterherrennen. Aber irgendetwas in dir hält dich trotzdem bei der Stange. Musst du deinen Frust bei den Foren Buddhisten hier auslassen? Such dir doch Manager oder Führungskräfte, mit denen du über den Klimawandel diskutieren kannst.

  • Verspricht buddhistische Meditation zu viel?

    • PhenDe
    • 21. August 2019 um 08:36

    Ich habe mir diese Frage auch oft gestellt und stelle mir sie immer noch. Letztendlich sind die Werte, die der Buddhismus vermittelt, und die Lehrer, die ich Kennenlernen durfte, das "mehr" das nur Meditation nicht versprechen kann.

    Reine Meditation ist für mich MBSR, wäre mir zu öde und würde mich nicht inspirieren. Die Schriften und die restlichen Elemente des Buddhismus inspirieren mich zur Praxis. Ob Nirvana, Erleuchtung, Siddhis... ich nehme es so wie es mir gerade passt. Manchmal als unmöglich und völligen Schwachsinn, manchmal denke ich mir, ist vielleicht trotzdem ein Sandkorn an Wahrheit dahinter.

  • Erfahrung über den Tod

    • PhenDe
    • 20. August 2019 um 08:36
    Amdap:

    Hallo SGM,

    Du hast vollkommen Recht, und ich bin dergleichen Meinung (Deine Antwort Nr. 9), während Du mich gleichzeitig missverstanden hast. Das liegt vermutlich daran, dass Du einer anderen spirituellen Praxis nachgehst und bei Dir der Begriff "Sadhana" (meine Antwort Nr. 4) nicht richtig angekommen ist.

    Entschuldige bitte!

    Ein Sadhana ist im Wesentlichen ein dynamischer Visualisationsprozess, wie er traditionell vorgegeben ist. und bezieht sich in der Regel auf einen bestimmten Yidam. Ein Yidam ist eine spezifische Meditationsgottheit, die persönliche Gottheit, deren Charakter der individuellen psychologischen Veranlagung des Übenden entspricht. Jedem Yidam ist eine spezifische Keimsilbe zugeordnet (Bija-Mantra), an der man erkennen kann, von welchem Dhyani-Buddha der spezielle Yidam emaniert ist.

    Die fünf Dhyani-Buddhas sind: Vairochana (weiß), Akshobhya (blau), Ratnasambhava (gelb), Amitabha (rot) und Amoghasiddhi (dunkelgrün).

    (Gelegentlich wird Vajrasattva als sechster Dhyani-Buddha dazugezählt, das ist aber nicht wirklich korrekt, da er eine Emanation Akshobhyas ist, was man an seiner Keimsilbe HUM erkennen kann).

    Sie repräsentieren bestimmte Aspekte des erleuchteten Bewusstseins, gleichzeitig sind sie Manifestationen des einen Buddha-Prinzips.

    Es gibt sowohl Sadhanas auf diese fünf transzendenten Grund-Buddhas, als auch auf deren Emanationen, sowie deren weibliche Aspekte.

    Es kann auch sein, dass ein Sadhana im Wesentlichen lediglich das jeweilige Bija-Mantra eines solchen Dhyani-Buddhas zum Inhalt hat. Das spielt aber keine so große Rolle, da die Keimsilbe mit ihrem jeweiligen Yidam als identisch angesehen wird. Immer kommt es hierzu auf die psychologische Grundhaltung des Übenden an, und natürlich auf seine Fähigkeiten (zur Visualisation).

    Ein Sadhana im Allgemeinen nun, das hat eine bestimmte dynamische Folge: es besteht aus Aufbau, dem "Halten" der Visualisation, und, ganz wichtig (!), der korrekten Auflösung. Es symbolisiert die Entstehung, Geburt, das Leben, Sterben und den Tod. Darum ist es so wichtig, dass man in der Übung dieser Dynamik in der richtigen Reihenfolge nachgeht.

    Gleichzeitig ist es von größter Wichtigkeit, dass man eine innere Verbindung zu dieser Visualisation hat. Hat man trotz sehr guter Fähigkeit, solches zu visualisieren, keine innere Verbindung, so sieht man es innerlich nur "wie im Kino": so, wie ich es in meiner Antwort Nr. 4 nannte.

    Große Meister haben zu solchen Visualisationen in ihren Sadhanas eine innere Verbindung, und darum können sie den Sterbeprozess "in echt" nachstellen. Wenn sie hoch verwirklicht sind, können sie so auf echte Weise sterben (können aber, eben weil sie hoch verwirklicht sind, diesen Prozess auch an einem bestimmten Punkt stoppen), um zum Wohl der suchenden Wesen ihnen betreffs des Sterbeprozesses zur Seite zu stehen. Nur auf diese Weise wurde es bekannt und wurde es aufgeschrieben, wie und in welcher Reihenfolge sich der Sterbeprozess zusammensetzt.

    Wir können dem auf keine andere Weise nachgehen, als dass wir uns informieren und diese Aufzeichnungen nachlesen, denn im Normalfall begegnet man ja solchen hoch Verwirklichten gar nicht, bzw. aufgrund eigener Verschleierungen erkennt man sie nicht, falls sie einem mal gegenüberstehen.

    Darum können wir das im Bardo Thödol, der "Befreiung durch Hören im Zwischenzustand", etwas missverständlich hier im Westen auch "Tibetisches Totenbuch" genannt, nachlesen.

    Wir können hoffen, dass die dortigen Beschreibungen der stufenweisen Zustände uns die Angst vor dem Tod nehmen, und dafür sind diese Aufzeichnungen ja da. Aber eine Garantie gibt es nicht. Darüberhinaus soll es wohl auch so sein, dass die meisten Menschen den Sterbeprozess gar nicht so bewusst merken, und man kann nur hoffen, dass die zeitlebens geübten Sadhanas einem da etwas helfen, indem sie den eigenen Sterbeprozess etwas bewusster und transparenter machen. Es heißt, dass bei einem völlig Ungeübten diese Phasen blitzartig-schnell ablaufen und darum unbemerkt und nur reflexartig ablaufen.

    Da ich ja nicht weiß, welcher Praxis Du nachgehst und ich jetzt vermute, dass es keine traditionstibetische Praxis ist, habe ich das hier für Dich und für alle, die ebenso wenig versiert in solchen Methoden sind, nochmal etwas ausführlicher dargestellt.

    Gerne würde ich noch wissen, welcher Praxis Du, CLK93 als Themenersteller, nachgehst. Wenn es keine traditionstibetische Praxis ist, hoffe ich, dass ich mich für Dich nicht zu kompliziert ausgedrückt habe.

    Ich danke Euch sehr für Eure Aufmerksamkeit!

    Amdap

    Alles anzeigen

    Hallo Amdap , danke für deine ausführliche Beschreibung. Habe ich mit Interesse durchgelesen.

    Ich habe es auch so wie du verstanden und gelernt. Doch die Umsetzung in der Praxis ist für den Durchschnittsbürger nicht zu schaffen.

    Jeder Mensch hätte das Potential in sich diese Erfahrung zu machen, aber nur unter der Voraussetzung, man lebt in Einsiedelei, Entsagung, empfindet tiefes Vertrauen in den Dharma und hat völlige Hingabe. Dazu stellt sich noch die Frage, welchen Nutzen man daraus zieht, hat man diese Erfahrung einmal gemacht. Ich weiß nicht, ob nicht Yogis einen letztendlichen tiefen Nutzen aus den Sadhanas ziehen können.

    Das sind die Empfindungen die ich momentan habe, soll keine Kritik oder sonstwas sein.

    Grüße Lukas

  • Stagnation bei kürzerer Meditation; nicht genug Zeit für längere M.

    • PhenDe
    • 14. August 2019 um 07:52
    Atom99:

    Für mich hab ich festgestellt bei einer Stunde stagniert meine Meditationspraxis 2 Stunden sind sehr gut man macht leichte fortschritte und 3 Stunden sind besser diese lassen sich aber unmöglich bei meiner Arbeit umsetzen. Also stagniere ich meistens und heb mir den Rest für die Rente auf

    Ich kenne das auch. Je länger man meditiert, umso ruhiger wird der Geist. Diese Ruhe wird dann aber schwierig aufrecht zu Erhalten, wenn man einen turbulenten Job hat.

    Ich habe einfach weiter und weiter gemacht. Egal ob ich es als nützlich empfunden habe oder nicht. Und wenn es nur noch 15 Minuten jeden Tag sind.

    Grüße

  • Buddhistische Lehrer und Meister, die ich authentisch und integer finde

    • PhenDe
    • 12. August 2019 um 16:49

    James Low!! :grinsen:

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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