Dem werde ich schonmal nachgehen, vielen Dank!
Da ich letztlich ohnehin nur einer sehr begrenzten Anzahl an Hinweisen bis zum Ursprung nachgehen kann, ist das vielleicht ja schon genug, wer weiß. Kontraintuitiv, ich möchte normalerweise immer erstmal alles "kennen" bevor ich mich entscheide.
Ich glaube, sowas gibt es letztendlich nicht. Man selber ist Teil des Tempels und bestimmt die "Strenge" mit. Die Disziplin, Freude am Dharma und an der Praxis, muss man schon selber aufbringen (lernen).
Klar gibt's das. Da spielen letztlich Designentscheidungen der Tempelauthoritäten mit rein. Wo ich war, gab es beispielsweise sehr viel Raum für Austausch, eine zugängliche Bibliothek, 1x pro Woche Weinausschank, Schlafen bis 6 Uhr morgens, mehrere Stunden Freizeit am Tag und so weiter. Das ist in keiner Weise schlecht (subjektiv), aber es ist eben was anderes als ein streng geführter japanischer Tempel, wo man 1x pro Woche 3 Stunden frei hat um seine Wäsche zu waschen und seinen Kopf zu rasieren (sofern keine Gäste da sind die Tee serviert bekommen, man nicht Spüldienst hat, und so weiter. :D).
Die enge erstickt jegliche Verhandlung mit der Realität, sie ist einfach wie sie ist und Begierden können höchstens betrachtet, niemals ausgelebt werden.
Aber klar, am Ende des Tages liegt es an einem selbst, wie sehr man in die Praxis rein geht. Die wenigsten möchten wohl ewig in einem derartig strengen Tempel leben. Die Balance zu finden ist die Kunst des Lebens. Aber mal in ein extrem einzutauchen kann sehr aufschlussreich sein.