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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Zenman

  • Änderungen im Arbeitsalltag begegnen

    • Zenman
    • 19. August 2016 um 22:50

    Hallo Celestine1979!

    Verstehe ich dich richtig, dass du das Gefühl hast eine schlechtere Fachfrau zu sein, als du solltest?

  • Wie gründet man eine Zen Sekte?

    • Zenman
    • 19. August 2016 um 22:21

    das mit dem Herrn Polenski wusste ich nicht, danke.

    Es gibt aber trotzdem eine Menge an Zen-Lehrern die in Deutschland leben und praktizieren. Auf der Seite zen-guide.de gibt es sogar eine Liste mit einer Übersichtskarte, wo man auf einen Blick sieht, ob und wer in deiner Nähe ist.

  • Bodhi-Baum, Ständer-Spiegel, Staub

    • Zenman
    • 19. August 2016 um 11:40

    Ich finde es ist nicht so destruktiv wie es evtl. klingen kann. Ich glaube, da geht es um die Frage nach der eigenen wirklichen Natur. Bin ich dies, oder das, oder was bin ich denn?

    Der eine sagt: ich bin wie ein Baum, auf dem ein Spiegelständer steht!

    Der andere sagt: Ich bin der Spiegel, und nicht das, was im Spiegel zu sehen ist! Der Baum, Spiegelständer und Spiegel - das alles ist immer noch etwas was man im Spiegel sieht und nicht der Spiegel selbst.

    Nicht, dass man will dass nichts existiert, oder kritisiert, dass etwas existiert oder lebt. Das ist es m.M.n. nicht... Es wird nur bestritten, dass eine korrekte Beschreibung gegeben wurde.

  • Wie gründet man eine Zen Sekte?

    • Zenman
    • 18. August 2016 um 16:50

    In Deutschland gibt es aber schon Linienhalter, oder? In Berlin wäre mir Hinnerk Polenski bekannt. Nicht persönlich, aber durch Internetrecherche. Und da gibt es noch mehr, ist wirklich einfach über Google oder eine andere Suchmaschine deiner Wahl zu finden.

  • Zazen Frage

    • Zenman
    • 18. August 2016 um 08:11
    medi1210:

    Hallo Zenman,

    irgendwie hab ich das anderst gelesen.

    Die schreiben dass man sich vor eine weisse Wand setzen soll und dann nur auf die Wand schauen soll. Irgendwann schaut man dann so wie durch die Wand durch. Also es würde alles wie verschwimmen.

    Vielleicht heisst die Technik auch nicht Zazen was ich meine?

    Je nachdem, welcher der beiden Hauptrichtungen im Zen-Buddhismus man sich verpflichtet fühlt, sitzt man entweder mit dem Gesicht zur Wand, oder mit dem Rücken zur Wand. Gesicht zur Wand - das ist die Soto Schule. Umgekehrt wird Rinzai draus.

    Was du beschreibst ist mir noch nicht bekannt als Technik. Wer hat dir sowas erzählt? Das hat m.M.n. nicht mehr viel mit Zazen zu tun.

  • Zazen Frage

    • Zenman
    • 17. August 2016 um 19:29

    Ich bin schon ein wenig über "Anfänger" hinaus, wenn auch nicht viel.

    Während ich sitze, beobachte ich den Atem. Wie die Luft an der Nasenspitze vorbei fliesst - erst rein, dann raus, dann Pause, dann wieder rein, etc.

    Ich versuche den Rücken möglichst gerade zu halten, das entspannt den unteren Bauchbereich und dann atmet es sich von alleine so, dass sich nur der Bauch hebt, nicht die Brust. Das ist Zwerchfellatmung, dadurch füllt sich die Lunge besser. Ich merke, dass durch ganz kurzes Einatmen die Lunge schon sehr, sehr voll wird.

    Wenn ich merke, dass ich "in Gedanken" bin, dann gehe ich einfach zurück zum Atem.

    Hilfsweise kann man Atemzüge zählen, von 1 bis 10 und dann wieder von vorn. Einmal Ein- und Ausatmen: eins, nochmal Ein- und Ausatmen: zwei, usw.

  • Bewusstsein ist eine Simulation des Gehirns

    • Zenman
    • 17. August 2016 um 15:03

    Alles hängt vom Hirn ab, aber das Gehirn ist immer noch "ihr eigenes" Gehirn...

  • meine freundin ist in der diamantweggruppe von karma kagyü

    • Zenman
    • 17. August 2016 um 11:34
    Monikadie4.:
    Zenman:


    Ausserdem, ist es ein schlechtes Karma einen Menschen zu verlassen, der einen liebt und der einem ein guter Lebenspartner ist, nur weil er eines deiner Hobbies nicht teilt.

    Wer verlässt hier wen? Vor allem ist schon nach drei Wochen eine Verliebtheit auch ein "guter Lebenspartner"?
    Wessen Hobby wird hier nicht geteilt? Und ist die Sinnsuche ein Hobby?
    Ist Buddhismus ein Hobby?
    _()_

    Ich verstehe ihn ja so, dass er seine Angst in die Zukunft projeziert. Wenn sie erstmal schon ein-zwei Jahre glücklich zusammen sind und sie dann plötzlich auf die Idee kommt, sein Karma würde nicht zu ihr passen. Also ich verstehe ihn so, dass er Angst hat, sie verlässt ihn auf einmal irgendwann, weil sie sich durch ihre Meditationen so "erhoben" "entwickelt" etc. fühlt, dass er nicht mehr zu ihr passen würde. Wenn das z.B. morgen passiert, dann ist es doch klar, dass nach 3 Wochen noch nichts wirklich festes entstanden sein kann.

    Er teilt ihr Hobby nicht, in dem Sinne, dass er nicht mit ihr zusammen in dieses Zentrum gehen möchte. Buddhismus ist kein Hobby, aber ein bestimmtes Zentrum zu besuchen eher schon. Man kann sich ja auch ein anderes Zentrum suchen, oder eben nicht jeden Sonntag für einen halben Tag dahin gehen und dafür andere wichtige Termine ausfallen lassen. Auch muss man m.M.n. nicht unbedingt von 10:00 bis 15:30 dort sein.

  • meine freundin ist in der diamantweggruppe von karma kagyü

    • Zenman
    • 17. August 2016 um 09:29
    daniel1976:


    ...
    ich weiss nie wie sie sich entwickelt. heute liebt sie mich noch, morgen meditiert sie und findet : oh, er hat eigentlich nicht mehr das karma das zu mir passt.
    ...

    Wenn sie mit so etwas ankommt, und versucht dir zu erzählen, dass ihr euch trennen müsst, weil dein Karma nicht mehr zu ihr passt, kannst du ihr sagen, dass solch eine Stellungnahme egoistisch ist und auf falschen Ansichten beruht. Dein Karma passt nicht nur ausgezeichnet zu ihr, deine Präsenz in ihrem Leben ist vielmehr ihr Karma.

    Und wenn sie dich für "nicht entwickelt" genug hält, weil du nicht meditieren willst, oder dich nicht für die Lehre Buddhas interessierst, so ist es ihre eigene Schuld, ihr eigenes Karma, dass sie Anstoss daran findet. Und vor ihrem Karma sollte sie nicht weglaufen, denn karmischen Einflüssen kann man nicht entkommen!

    Ausserdem, ist es ein schlechtes Karma einen Menschen zu verlassen, der einen liebt und der einem ein guter Lebenspartner ist, nur weil er eines deiner Hobbies nicht teilt.

    Das Spiel mit dem Karma ist so eine Sache nämlich... Geht in beide Richtungen!

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 16. August 2016 um 15:02

    Wenn man ganz alleine praktiziert, kann es sein, dass man sich entweder für den größten und erleuchtetsten hält, oder sich ganz einfach mit der Praxis Schaden zufügt. Es ist für mich sehr schwer regelmäßig in einer Gruppe zusammen mit einem Lehrer zu praktizieren, deswegen habe ich es nach ein Paar Mal sein lassen und praktiziere alleine zu Hause. Das ist suboptimal. Zumindestens habe ich Belehrungen für meine Praxis erhalten und das ist schon was wert!

    Was kann man konkret falsch machen?

    Man kann versuchen durch Anstrengung Buddha zu werden.

    Man kann versuchen durch besondere Konzentration "zu sterben". Weil man es ja von Meistern so gehört hat. "Stirb bevor du stirbst" usw.

    Grundsätzlich, irgendeinen Zustand aktiv suchen oder sich um ihn bemühen ist die falsche Vorgehensweise.

    Wenn man aber das Gespräch mit einem Praktizierenden sucht, der mehr Erfahrung hat, als man selbst, dann wird man dahingehend belehrt, dass das oben beschriebene Vorgehen falsch ist. Von allein drauf kommen ist vielleicht möglich, aber wozu? Warum nicht sich helfen lassen?

    Man muss in Wirklichkeit nur die Achtsamkeit für den Augenblick üben, ohne sich von Gedanken ablenken zu lassen. Das macht man z.B. indem man den Atem beobachtet. Das beruhigt die Gedanken schon von alleine etwas. Wenn man merkt, dass eine Ablenkung statt gefunden hat, führt man die Aufmerksamkeit einfach zurück zum Atem. Beobachten, nicht steuern.

    Man kann sich auch andere Objekte zur Meditation aussuchen. Ich meditiere bei Zugfahrten z.B. auf das Brummen des Motors und die Fahrgeräusche. Oder wenn man neben einem Fluss ist, kann man auf die Wassergeräusche meditieren.

  • Bewusstsein ist eine Simulation des Gehirns

    • Zenman
    • 16. August 2016 um 14:36
    Zitat

    Das Gefühl, Sie selbst zu sein, also Ihr Ich-Bewusstsein

    Mein Ich-Bewusstsein ist nicht identisch mit meinem Körper-Bewusstsein. Wie kann man so etwas wichtiges denn übersehen?

    Zitat

    Der Philosoph Thomas Metzinger vertritt die Theorie, dass unser Selbst nicht existiert. Mittels Virtual Reality versetzt er Menschen in die Körper anderer, um das zu belegen.

    Ich vertrete die Theorie, dass ich kein Forumsteilnehmer auf diesem Forum bin. Mittels eines Computers melde ich mich in anderen Foren an, um dies zu belegen.

    Es ist kein Widerspruch, solange man ihn nicht bemerkt...

  • Angst vor der Erleuchtung

    • Zenman
    • 15. August 2016 um 20:34
    Monikadie4.:
    Zenman:

    In diesem Fall kann man sich höchstens die Frage stellen, "wieso glaube ich nicht schon erleuchtet zu sein, wenn ich doch zufrieden bin, mit mir selber und mit der Welt wie sie ist?"

    Hi Zenman,
    gute Antwort. Meiner Ansicht nach stellt jedoch diese Frage niemand, der zufrieden mit sich und der Welt ist.
    Dieser Jemand ist nicht auf der Suche. Die Suche beginnt, wenn etwas fehlt oder nicht ins Weltbild passt.
    _()_ Monika

    Ich denke auch, dass man erst dann die Suche wirklich beginnt, wenn etwas fehlt.

    Unwissender
    ich hoffe es ist OK wenn wir so über dich "herziehen" :grinsen:

  • Bodhi-Baum, Ständer-Spiegel, Staub

    • Zenman
    • 15. August 2016 um 13:59

    sati-zen
    An sich hast du schon Recht wie man den scheinbaren materiellen Mangel überwindet. Jeder muss selbst lernen, wie er sein persönliches Leid überwindet... Den Staub sozusagen vom Spiegel wischt, um zu sehen dass sogar der Bodhi-Baum und der Spiegel Staub auf dem Spiegel gewesen sind...

  • Angst vor der Erleuchtung

    • Zenman
    • 15. August 2016 um 12:37
    Unwissender:

    Aber ich frage mich manchmal, lohnt es sich jetzt auf die Sinnesvergnügungen zu verzichten?

    es lohnt ganz bestimmt nicht, denn jeder Lohn wäre nur ein weiteres, neues Vergnügen (: Deswegen wird es logischerweise entweder keinen Lohn geben, oder es war kein echtes Verzichten.


    Ich denke, man sollte sich die Erleuchtung nicht als Ziel vornehmen, wenn man doch eigentlich das Leben als grundsätzlich genussvoll erlebt (es gibt mehr Genuss als Leid). Wieso will man denn die Erleuchtung? Was soll sie einem bringen, wenn man eigentlich schon damit zufrieden ist, wie es ist? In diesem Fall kann man sich höchstens die Frage stellen, "wieso glaube ich nicht schon erleuchtet zu sein, wenn ich doch zufrieden bin, mit mir selber und mit der Welt wie sie ist?"

  • Bodhi-Baum, Ständer-Spiegel, Staub

    • Zenman
    • 15. August 2016 um 11:10
    Tai:
    Zenman:

    ... Shen-hsiu, des beliebten Mönchs. In seinem Gedicht sehe ich die Beschreibung der Praxis der Meditation als den Versuch den Geist frei von Gedanken zu halten.

    Und da dann eine Kehre 'Staub' über den Spiegel zu schütten, indem man von Staub und Bodhibäumen schwadroniert, entbehrt natürlich nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik.

    Ganz genau, weil der Mönch versucht dem Patriarchen zu gefallen, ohne wirklich Ahnung von der Sache zu haben. Kein Wunder, dass es unfreiwillig komisch wirkt, wenn man ohne die richtige Erkenntnis versucht sich als Fachmann aufzuführen.

    Tai:


    So kann man heutzutage immer wieder Leute treffen, die Shen Hsiu's Haltung ein wenig von herab belächeln und Hui Neng's Verse als die tiefere Erkenntnis bewundern. Im Grunde aber macht Hui Neng hier doch nichts anderes als Shen Hsiu den Spiegel um die Ohren zu hauen.

    Es ist ja nur eine Geschichte, ein Gleichnis mit übertriebenen Bildern. Die "tiefere Erkenntnis" ist doch ganz sicher nicht, dass es "ursprünglich kein einziges Ding gibt". Worin soll der Nutzen einer solchen Erkenntnis liegen? Ursprünglich gab es vielleicht kein einziges Ding, doch nun gibt es viele Dinge und vieles Leiden. Soll ich mich vielleicht deswegen "ungeboren" wünschen? Manche behaupten so... Aber es ist weiterhin ein Begehren und wird ganz sicher zu Leid führen, weil man doch nicht zurück zum Zustand des "ungeboren-Seins" kann.

    Das Gedicht von Hui-Neng ist m.M.n. nur eine bessere Metapher für die Selbsterkenntnis als die des Bodhi-Baums mit Spiegelständer etc. Natürlich funktioniert sie nur dann, wenn das erste Gedicht schon da ist. Wenn noch nichts falsches da ist, kann nichts verneint werden.


    Mir ist gerade eingefallen, was wäre wenn keiner ein Gedicht vorgestellt hätte? Wenn alle gesagt hätten, wir können nicht die Lehre zum Ausdruck bringen. Das würde den Patriarchen aber in eine sehr unangenehme Situation bringen :D Müsste er dann seine gesamte Hörerschaft als vollständig erleuchtet ausweisen?

  • Bodhi-Baum, Ständer-Spiegel, Staub

    • Zenman
    • 14. August 2016 um 14:59
    sati-zen:

    Das karmische Leid entsteht durch Leben und dem Austausch in der Gemeinschaft und es wird durch bestimmte Prozesse wieder abgebaut. Das ist der Fluss des Daseins in Wellenform. Ein Erwachter hat die Möglichkeit das Leid im selben Moment wo es entsteht umzuwandeln und so kommt es nicht zu nennenswerten Ausschlägen der Verwirrung oder Verunsicherung. Wann und in welcher Form dieses Erwachen stattfindet ist ein sehr individueller Umstand der sich nicht verallgemeinern lässt.

    Das hört sich gut an... Weisst du, worin das Leid in so einem Fall umgewandelt wird?

  • Merkmale, Definition...Religion

    • Zenman
    • 12. August 2016 um 11:28

    Ob man den Buddhismus eine Religion nennt, oder nicht - er bleibt so wie er ist. Man kann sich auch die Mühe sparen und sich mit ihm auseinandersetzen, ohne die genaue Einordnung in irgendeine Schublade vorzunehmen.

    Grundsätzlich ist der Buddhismus ein Erklärungsansatz für unsere Probleme, sowie die praktische Anleitung zur Lösung der besagten Probleme (die wird der Achtfache Pfad genannt). Ein Buddhist studiert den Erklärungsansatz um Einsicht in dessen Richtigkeit zu gewinnen, sowie praktiziert den Achtfachen Pfad um die Ursachen für das Leid zu beheben / zu entfernen.

    Ist es eine Religion weil man daran beweislos glauben muss? Anfangs ist ein Vertrauen bzw. ein "blinder" Glaube schon erforderlich, mit steigender Erfahrung im Studium und Praxis glaubt man aber vielmehr aufgrund eigener Ergebnisse an die Richtigkeit des Buddhismus.

    Aber auch Christen, wenn sie denn ihrem Glauben leidenschaftlich anhängen, können Beweise für die Richtigkeit ihres Glaubens finden.

  • Bodhi-Baum, Ständer-Spiegel, Staub

    • Zenman
    • 12. August 2016 um 09:49
    gbg:

    ...

    Wieso gleicht der Geist dem Ständer-Spiegel?

    Warum ist da ursprünglich kein (einziges) Ding?
    Was ist der Staub?

    Zum diskutieren.

    Sagt bitte einfach eure Meinung. Kann man sich da auf Buddha stützen?

    Das ist eine sehr schöne Geschichte über die verschiedenen Stufen der Erfahrung und Einsicht in die Wirklichkeit!

    "Der Geist gleicht dem Ständer-Spiegel" - das ist ja die weniger "erleuchtete" Beschreibung des Shen-hsiu, des beliebten Mönchs. In seinem Gedicht sehe ich die Beschreibung der Praxis der Meditation als den Versuch den Geist frei von Gedanken zu halten. Man versucht nur das Objekt seiner Meditation im Fokus zu behalten und alles andere weg zu lassen. Alles andere ist in dem Fall der Staub, der sich auf dem Spiegel (dem Geist) sammeln kann und die Anstrengung bei der Praxis zurück zum Objekt der Meditation zu kommen ist das Wischen des Spiegels.

    Das scheint eine durchaus gültige Beschreibung der Praxis zu sein, jedoch nicht der Erkenntnis, die aus dieser Praxis resultiert.

    Das Gedicht von Hui-neng (welches postuliert es gäbe urpsrünglich kein einziges Ding) dagegen zielt auf die Erkenntnis, resultierend aus der Praxis und ist somit ein tieferer Einblick ins Buddha-Dharma.

    Wenn man nämlich die Aufmerksamkeit bei der Meditation auf die Aufmerksamkeit selber richtet, also sich der Frage "wer bin ich" (z.B.) ernsthaft hingibt, so wird man feststellen, dass nichts von dem was gewusst werden kann tatsächlich der Geist selbst, (also der Spiegel selbst) ist. Somit ist alles was gesehen werden kann - Bodhi Baum, Ständer, Spiegel samt damit angesammelten Staub, etc. - eigentlich noch nicht der Spiegel (der Geist), sondern eine weitere Spiegelung. Die korrekte Beschreibung des Geistes selbst wie er ist ohne Spiegelungen, ist "Da ist ursprünglich kein (einziges) Ding".

    gbg:

    Kann man sich da auf Buddha stützen?

    Wo, in der Leere in der ursprünglich kein Ding existiert? :?

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 20:05

    Keine Sorge, ich gehe vom Zen Buddhismus nirgendwo hin :)

    Man sollte sich nur keine Illusionen machen. Wenn man Buddhismus kennen lernen will, sollte man zu den Buddhisten. Der Herr Meyer beruft sich auch u.a. auf Buddha. Das ist m.M.n. einfach nur falsch. Es gibt in Deutschland genug echte Dojos und echte Buddhisten, ob Theravada oder Mahayana...

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 19:31
    gbg:

    So gerät man nach einem gewissen Therapeuten mit dem Namen Meyer (youtube) in einen sprituellen Raum er meint wohl ins Hier im Gegenstatz zum Jetzt, der psychologischen Zeit..

    ich kenne seine Videos, auf mich macht er keinen guten Eindruck - er spricht von besonderen, veränderten Bewusstseinszuständen, in die man hineinfindet und die dann Erleuchtung seien. Das klingt für mich verdächtig und passt m.M.n. nicht mit der buddhistischen Lehre zusammen.

    Andererseits scheint er auch ein Psychologe, ein Arzt zu sein. Vielleicht ist das was er anbietet nicht gefährlich, aber ich halte es nicht für identisch mit dem, was Buddhismus oder z.B. die vielfältigen mystischen Traditionen anbieten.

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 16:28

    wenn es dir nicht gefällt, dass ich ein Zitat aus meinem Lieblingsbuch zum Thema Zen in der Signatur habe, dann könntest du mal versuchen deine Reaktionen darauf akzeptieren und loszulassen ;)

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 16:26

    Man kann sich viel zusammenreimen, wenn man es darauf anlegt. Ich sitze schon durchaus authentisch im Sinne Dogens und habe mir die Methode des Sitzens nicht einfach aus den Fingern gesaugt, sondern sie erklärt bekommen. Von einem Praktizierenden, der ohne Zweifel weiter fortgeschritten ist, als ich.

    Im Übrigen verwendet Dogen den Begriff "Buddha-Dharma" nicht nur, um die Methode des Sitzens zu beschreiben, sondern um auch Ansichten zu bewerten. Z.B. einige Ansichten erklärt er für "nicht dem Buddha-Dharma entsprechend". Andere dagegen schon.

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 16:04
    Jojo:

    Ich würde aus dem Eingangspost das hier noch mal zitieren:

    Na so was, war zu voreilig. Hätte mir den Eingangspost wohl besser durchgelesen! Das macht einiges klarer, auch wieso Dogen von "sich selbst benutzen und empfangen" spricht - das ist wohl die Stufe, wo das "Innen" und "Aussen" mehr oder weniger gleichwertig werden.

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 15:26
    Festus:
    Zenman:

    Meine Ambition ist Nirvana noch in diesem Leben. Ich rechne fest damit jeden Augenblick ins Nirvana einzutreten und strenge mich so gut ich kann dafür an, wenn ich auch nicht ständig auf dem Kissen sitze.


    Hast du schon mal überlegt, dass es genau dieses Vorgehen sein könnte, das dich im Samsara hält, Zenman?
    Im Moment verfestigst du doch den Gedanken "So wie es ist, ist es nicht ok."

    das kann man natürlich so sehen, weil von außen betrachtet kann eine Aussage so und so bewertet werden.

    Aber "so wie es ist", ist nunmal auch ein Zustand von zum Teil leichter Reizbarkeit und anderen problematischen Charakteristika.

    Würde ich jetzt im Zustand "so wie es ist" sagen, "ach nö, ich lasse es mal so wie es ist, wenn ich mich befreien will, hält mich dann der Wunsch nach Freiheit doch nur gefangen", dann wäre es auch falsch und kein Nirvana.

    PS.: will sagen, wenn ich fest im Samsara hänge und noch nichts von der Möglichkeit der Befreiung kenne, will ich ja auch nicht "frei" werden. Aber diejenigen, die so im Samsara hängen, sind doch nicht frei, nur weil sie die Freiheit nicht wollen.

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 15:07

    Meine Ambition ist Nirvana noch in diesem Leben. Ich rechne fest damit jeden Augenblick ins Nirvana einzutreten und strenge mich so gut ich kann dafür an, wenn ich auch nicht ständig auf dem Kissen sitze.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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