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  1. Buddhaland Forum
  2. Yofi

Beiträge von Yofi

  • Zum Thema Karma

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 21:11
    Festus:

    Meinem Verständnis nach bezieht sich die Metapher "Sterben des Ego" oder auch "Sterben des Selbst" darauf, dass wir erkennen, dass es so ein Konstrukt als autonomes Selbst oder Ego nicht gibt, sondern dass dieses immer bedingt entsteht und somit vergänglich ist.
    Wenn du im Zen z.B. auf dem Kissen stirbst, fällst du ja nicht vom Hocker. :)
    Was nach dem körperlichen Tod geschieht, wenn die Bedingungen Skandhas für ein Ich-Gefühl wegfallen, weiß ich nicht.
    Es ist wie bei einem Urlaub in einem unbekannten Land. Ich kann zwar Reiseführer lesen, muss mich letzten Endes überraschen lassen.

    Und was die Wirkung meiner Handlungen angeht; auch die kann ich nicht zur Gänze überblicken. Nichts desto Trotz sind sie da.


    In der Theravada oder Palikanon-Tradition gilt, dass Unwissenheit als letzte Hürde auf der Heiligkeitsstufe aufgegeben wird. Die letzten Reste der "egoistischen Einstellung" werden also noch lange nach dem Auflösen aller anderen Hemmungen vorhanden sein. Ich denke man muss sich nicht überraschen lassen, sondern kann auch auf diesem Gebiet üben, denn das hat viele Vorteile, die ja auch beim Gespräch im Tibetischen Forum z. T. angesprochen wurden.

    Gruß, Yofi

  • Zum Thema Karma

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 21:01

    Den Vergleich mit dem Tiefschlaf finde ich auch sehr schwierig, weil die Analyse des Bewusstseins lautet so, dass der bewusste und unbewusste Bereich bedingt ist und sich im Übergang auflösen wird.

  • Zum Thema Karma

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 20:48

    Ich verstehe nicht einmal "Ego" oder "Ego wird sterben", diese Begriffe kenne ich aus dem Buddhismus gar nicht.

  • Zum Thema Karma

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 15:44
    Spacy:

    Aber: Das Gute ist zwingender Daseinsbestandteil des Schlechten vs.! Es gibt kein "gut" ohne "schlecht"!
    Wenn alles Schlechte aus der Realität entfernt wäre, würde das Gute aufhören, zu existieren.


    Der Kampf Gut oder Böse scheint genau auf die Bedürfnisse des Menschen zugeschnitten zu sein, und für einen Teil wird er nie aufhören - ohne Anfang und ohne Ende. Dabei kommt zur Sprache der Vergleich der unterschiedlichen Daseinsbereiche und auch der unterschiedlichen Welten in der Form der Planeten.

    Zitat

    Der Gedanke, der hinter dem "Mainstream-Karma" steckt, ist die, wie auch immer geartete "Erlösung".


    Man nutzt dabei die Begierde als Medium. Das sollten Menschen als Täuschung erkennen - Verdienste hin oder her. Die Christen sagen auch: Der Teufel kommt nicht mit einer bösen Fratze zu den Menschen, sondern mit einem (falschen) Lächeln.

  • Zum Thema Karma

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 14:41

    "Nasenring" ist gut, in dieser Art wird oft "gutes Karma" missverstanden. "Es ist" ;) aber so, wie Sudhana es beschreibt. Das Gute ist das Auflösen des Schlechten, das Schlechte ist die Abwesenheit des Guten - wie auch der Christ sagt.

  • Konvertieren zum Buddhismus

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 14:27
    Irmin82:

    Edit: Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, merke ich irgendwie, dass es eigentlich echt sehr unwichtig ist, ob ich da in meinen Papieren "Buddhist" stehen hab und wohl eher ein Ausdruck des Egos ist.

    sati-zen:

    Meinen Glückwunsch zu Deinem Nachdenken, es hat Dich doch noch auf den richtigen Weg gebracht...
    Denn wenn Du erst das vertraglich abgesicherte Versprechen brauchst Du bist in unserem Kreise abgesichert um motiviert und kreativ zu sein im Leben, dann stimmt etwas mit Deinen Voraussetzungen nicht und dann ist es grundsätzlich besser dort die Aufmerksamkeit hinzulegen und etwas zu ändern als diese Konflikte vermeintlich durch Konvertieren zu beantworten. Zuerst wachsen wir alle im Schutz der Familie auf aber dann im Erwachsenenalter sollten wir selber Gründer so einer Familie werden und nicht ein Leben lang in der Obhut Anderer bleiben. Deshalb ist die Zuflucht zum Konvertieren trügerisch denn es stärkt nicht die Selbstständigkeit die jedoch Voraussetzung für jede gute Beziehung ist, außerdem ist der Leidensdruck eine bessere Hilfe um kreativ zu werden.

    Irmin82:

    Ich versteh teilweise gar nicht, was du da alles in meine Frage reininterpretierst, sati-zen. Aber ich find es erstaunlich, wie es um deinen Gleichmut bestellt ist. Dafür, dass man hier "die Großen" fragt, sollten die Großen eigentlich mehr Gleichmut besitzen als man selber.


    Das war doch eine nette, wertschätzende Antwort. "Ich" oder "du" oder "man", das ist doch doch nur eine nebensächliche Form der Verständigung.

    Was wäre an den Punkten sachlich auszusetzen? Ich finde nichts.

    Eine Absicherung - wer sie braucht, kann sie haben. Sie ist aber sicher nicht immer hilfreich. Zu diesem Thema gibt es eine schöne Lehr-Dichtung:

    http://www.palikanon.de/khuddaka/sn/sn_i03_75.html

  • Glaube

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 13:44
    gbg:

    "Verstehen" ist für mich wissen was zu was passt ohne sein Denken zu gebrauchen, eben wie ein Kakadu der nicht denken kann und bunte Förmchen sortiert.
    Das geschieht dann direkt aus dem Geist. So gesehen ist ein Kakadu ein halber Buddha ihm fehlt zum menschlichen Buddha der zweite Aspekt das im Reden nicht verstehen was er redet. Es aber hinterher zu erfassen als Rede wo das Wort ohne Bedingtheiten durch die Triade Vernunft-Wille-Verstand also nicht durch das Prisma der Sprache erfasst wird als klare Erkenntnis ohne Einsicht.


    Was Tiere betrifft, wir haben viele Vorstellungen über ihre Wahrnehmung und ihr Denken. Ich sah neulich ein Experiment, in dem im Schimpansen-Gehege während der Abwesenheit der Tiere eine Banane versteckt wurde, wobei nur eine einziges, nicht-ranghöchstes Weibchen das Geschehen durch eine Luke beobachten durfte. Nachdem die Schimpansen wieder ins Gehege rein gelassen wurden, hat dieses Weibchen lange gewartet, bis sich das zufällig in der Nähe des Verstecks befindliches, ranghöchstes Weibchen in ausreichender Distanz befand, so dass keine Gefahr mehr bestand, dass dem unterlegenen Weibchen die Banane beim Herausholen abgenommen wird. Es war lustig diesem Weibchen während des Wartens zuzusehen, es hat ein Desinteresse vorgespielt, sich sichtlich angestrengt in Richtung des Verstecks nicht einmal zu schauen.

    Zitat

    Ja, Vernunft macht alles kompliziert. Vernunft führt ganz am Ende zur Einsicht über das was das EGO ihm als Wahrheit vorgaukelt nämlich einen eigenen Standpunkt.


    Ja, er versteht die höhere Vernunft nicht, hat sich dafür einen Ersatz ausgedacht und hält an dieser Sichtweise fest.

    Zitat

    Die Welt ist voller Sinn. Es gibt keine unsinnigen Aussagen.


    Das meine ich auch, alles entsteht aufgrund von Bedingungen. Bei einer Rückschau berücksichtigen wir diese Bedingungen oft nicht, weil sie uns entweder zuvor nicht bewusst waren, oder wir sie vergessen bzw. verdrängt haben. So passiert es immer wieder, dass wir unsere eigene Verhaltensweisen nicht verstehen und uns diesbezüglich unnötig der Wirkung diverser Emotionen aussetzen. Das ist auch z. T. eine Basis der psychischen Störungen.

    Zitat

    Aber keine Antwort war, ist und wird jemals dumm sein, denn in jeder Antwort liegt ein Schatz verborgen das ist eine spielerische Frage die das Alles was ist spielerisch an sich selbst stellt.

    Deshalb lässt Gott alle Gedanken durch sich zu und alles was sich daraus für ihn ergibt.


    Gedanken sind leer und nicht-meins.

    Zitat

    Vernunft verstopft und leitet um.


    Ja, die Angst vor der Unbeständigkeit. Vernunft meint - ich will ewig leben, alles andere ist für mich schlecht. Je mehr ich im Leben unter meine Kontrolle bringe, desto besser kann ich die Gedanken an das Unkontrollierbare - den Tod, verdrängen. Ratio ist unser Held, unser Retter - denken wir.

    Danke für deine Antwort, liebe Grüße.

  • Glaube

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 12:05
    gbg:

    Da stehst Du im Wort und im Zeichen des Zen, wie ein Baby das brabbelt ohne zu verstehen und ein Kakadu der bunte Förmchen zuordnet ohne zu denken.

    Das nennt sich dann Kreativität, hat aber mit Vernunft nichts zu tun als nur, dass Vernunft ihre Schranke ist. Reflektierend stößt man mit dem Po an die Schranke.


    Wie meinst du das, ist für dich "verstehen" etwas anderes als Denkaktivität in Verbindung mit einer Empfindung? Und was ist Vernunft, etwas davon abweichendes, oder nur eine Kategorie um den Prozess der Wahrnehmung noch komplizierter aufzuteilen?

  • Glaube

    • Yofi
    • 26. Oktober 2016 um 11:32

    Ja, der Glaube, der Feind. :) In der Suchmaschine findet man gleich als ersten Treffer diese Aufteilung:

    Zitat

    Gla̱u̱·be

    Substantiv [der]

    1. feste Überzeugung, die nicht auf Fakten, Beweisen, sondern auf dem Gefühl beruht.
    "Sein Glaube an die Zukunft ist unerschütterlich."

    2. religiöse Überzeugung.
    "Ein fester Glaube bestimmte ihr Leben."


    Aus dem Gefühl oder Intuition (wird auch als Empfindung definiert) heraus glauben wir z. B. daran, dass die Lehre des Buddha Sinn macht und es sich lohnt, mit der Praxis anzufangen bzw. fortzufahren. Aus dem Gefühl heraus glauben wir, ohne es überprüfen zu können, dass es ein Geistkontinuum gibt, das unvergänglich ist. Zwischen einem Gefühl und Wissen sehe ich keinen großen Unterschied, weil auch das Sich-sicher-sein sich auf der Ebene der Empfindung "ohne feste Beweise und Fakten" abspielt - wie denn auch sonst, denn wenn Phänomene, also auch Fakten, bedingt entstanden und nichts konkretes oder greifbares sind. Wie sollte es dann echte Beweise geben?

    "Sein Glaube an die Zukunft" (Zitat) - sehe ich als eine Annahme oder festen Willen. Etwas ähnliches haben wir im Hinterkopf wenn wir morgens aus dem Haus gehen und annehmen, dass wir abends wieder heil zurück kommen werden. Annehmen kann man, wissen kann man es nicht, was aber entscheidend ist, ist die Art des Umgangs mit den Annahmen - ob jenes ergriffen oder abgelehnt wird, und hinter Hoffnungen/Wünschen und Aversion verbergen sich die Folgen der Unwissenheit: Gier oder Hass.

    Deshalb kann man auch sagen, dass wenn wir Gefühle in Kategorien aufteilen, die einen ablehnen und die anderen bevorzugen, dieser Prozess auch wieder nur mit dem Ergreifen/Aversion zu tun hat, die den echten Feind bzw. das entscheidende Hindernis darstellen.

  • Glaube

    • Yofi
    • 25. Oktober 2016 um 23:11

    Hallo Carneol,

    Carneol:

    Dennoch kann jemand den Inhalt meiner Worte nur verstehen, wenn er diese mit ähnlichen Erfahrungen abgleichen kann.


    Wie wichtig ist es, dass man uns 'exakt' versteht? Haben wir den Weg durchs Leben gefunden, ist er empfehlenswert? Es gibt auch Schweige-Retreats.., und sie sind sehr wirksam - darauf wollte ich hinaus. Raus aus den kognitiven Mustern, keine Bestätigung durch andere benötigen und selbst Abstand davon nehmen, das ist eine gute Methode.

    Zitat

    Es gab mal ein Urwald-Volk, bei dem die Landebahn eines kleinen Forscher-Flugplatzes nicht mehr genutzt wurde. Die Nachfahren bauten Flugzeuge aus Stroh, die sie anbeteten, damit die Götter wiederkommen, die damals so tolle Sachen mitgebracht haben.


    Auf den ersten Blick ist die Geschichte sehr lustig, jedoch spiegelt sie genau auch das Problem unserer Gesellschaft. Anstatt Stroh-Flugzeuge zu verehren gehen die Menschen zur Auto-Messe, stehen nachts Schlange vor dem Apple-Store wenn ein neues Produkt den Einzug in den Handel feiert, stehen an vor den Kaufhäusern und stürmen bei der Laden-Öffnung hinein wenn Schnäppchen angesagt wurden. Die Suche der Menschen in der verstofflichten Welt hat nur wenig Struktur insofern sie an nichts anderes als an die Endlichkeit des Daseins glauben. Das ist auch ein Glaube, und manche halten ihn sogar für fortschrittlich.

    Gruß, Yofi

  • Kann man das Sterben in der Meditation üben?

    • Yofi
    • 25. Oktober 2016 um 22:54

    Tibet und Buddhismus 4/09 - auf eigene Verantwortung :)
    (mündliche Unterweisungen sind besser, jedoch Vorkenntnisse sicher ein Vorteil)

    https://www.tibet.de/fileadmin/pdf/…-ps-sterben.pdf

    Außer den darin enthaltenen Tipps zum Lesen: Glenn H. Mullin - "Die Schwelle zum Tod", Lama Thubten Yeshe - "Inneres Feuer", Geshe Rabten - "Vom heilsamen Leben, Tod und Wiedergeburt", ... u. a.

  • Glaube

    • Yofi
    • 25. Oktober 2016 um 14:56

    Mir ging es gerade darum, die zwei Aspekte dessen, was wir unter 'Erfahrungen' verstehen, anzusprechen:

    a) eine Beschreibung der subjektiven Wahrnehmung auf der konventionellen Ebene
    b) eine allgemeine Gültigkeit der nicht vorhandenen Möglichkeit eine Erfahrung auf der tieferen Ebene sprachlich zu übermitteln,

    was ja auch eine Antwort auf deine Frage gewesen ist, warum über Erfahrungen nicht gesprochen werden sollte. Beispielsweise nimmt jemand Erfahrungen im subjektiven Bereich zunehmend nur am Rande wahr, deshalb hat er i. d. R. auch kein Bedürfnis, sich über mehr als das, was die Gesetzmäßigkeit der Erfahrungen ausmacht, auszutauschen.

    Dann bezog ich mich auf die Diskussion zuvor, in der von deinem Gesprächspartner der schriftliche Ausdruck einiger Mitglieder kritisiert wurde, wobei auch erwähnt wurde, dass mit keiner Antwort zu rechnen ist. Das Eine bedingt das Andere, kann man doch sagen, in solchen Fällen fehlt einfach eine gemeinsame Basis, die sich nicht notwendigerweise allein auf den sprachlichen Ausdruck bezieht.

    Generell ist es auch nicht zwingend, dass jemand seine Art zu schreiben deshalb ändert, weil der andere diese Sprache nicht akzeptiert. Die Art, eigene subjektive Wahrheit auf eine subjektive Art auszudrücken, hat nämlich mit der Ehrlichkeit zu tun, die andere sicher unter 'wie der Schnabel gewachsen ist' bezüglich der eigenen Begrifflichkeit meinen. Der Gegenstand der Bemühungen, die eigene konventionelle Sprache für den Zweck zu verändern, dass ein anderer exakt so versteht wie gemeint ist, d. h. allein der sprachlichen Mitteilung Wahrheitsgehalte entnehmen kann, ist darüber hinaus eher als illusionär zu verstehen.

    Grüße, Yofi

  • Glaube

    • Yofi
    • 25. Oktober 2016 um 13:53
    Carneol:


    Der richtige Ausdruck an der richtigen Stelle. ;)


    Das assoziiere ich mit Sich-Verstellen, was eine neurotische Art der Kommunikation legitimieren würde oder auch mit Bestrebungen manipulativer Art. Geschickte Mittel wählen nur diejenigen, die einen Lehrauftrag haben, und das hat nichts mit der Verbreitung eigener Ansichten oder Überlegungen, wie man sich selbst am besten darzustellen hätte, zu tun.

  • Glaube

    • Yofi
    • 25. Oktober 2016 um 12:28
    Carneol:

    Dann würde ich mal sagen, lieber beobachten und annehmen was sich zeigt. Und wieso sollte man nicht über seine Erfahrungen sprechen - es macht es leichter, diese einzuordnen und damit umzugehen. Dann kann man anschließend auch leichter loslassen. Die Frage ist nur, wie spreche ich darüber, mit wem und in welcher Weise.


    Meistens ist mit diesem Loslassen das kognitive Verarbeiten gemeint, wobei sich aber dadurch bezüglich der dualistischen Sicht nicht viel ändern lässt. Eine für den Entwicklungsprozess relevante Erfahrung bedeutet, die Ebene des durch Sprache Erfassbaren zu verlassen, wobei andere (Zuhörer) aufhören, in der eigenen Vorstellung Objekte des Vergleichs, der Selbstbestätigung oder Selbstorientierung zu sein. Auch die Erfahrung ist kein von einem selbst getrenntes Objekt, weil das konventionelle Selbst hier nicht gegeben ist. Wir können konventionell über alles Konventionelle sprechen, und weil wir uns mit unseren Ansichten - am Beispiel der angestrebten Vergleiche bestens dargestellt -, im Sinne von Objekt-Subjekt identifizieren und damit eine Trennung zwischen uns und unserer wirklichen Art zu sein vollziehen, wird diese Aktivität im Bereich des Konventionellen bleiben. Achtsamkeit im Alltag impliziert auch die Fähigkeit, nicht im Kontext der Zuschreibungen, sondern "meditativ" (anhand der Verinnerlichung) mit allen Erlebnissen und Gegebenheiten umzugehen.

    Gruß, Yofi

  • Angst vor Wiedergeburt als Tier

    • Yofi
    • 24. Oktober 2016 um 01:55

    Ja das wollte ich so rüber bringen: Es ist wichtig, wie wir uns verhalten, egal wie schlimm es zugeht. Dass diejenigen um Buddha herum sich nicht einmal richtig ums Essen gekümmert haben, erscheint mir auch logisch, weil das zu einer befreienden Einstellung dem Leben gegenüber passt.

  • Angst vor Wiedergeburt als Tier

    • Yofi
    • 23. Oktober 2016 um 20:49
    accinca:

    Ich bezweifle aber nicht, das die Wesen ihr Leben für "kostbar" halten
    und daher für ihre Erhaltung und weiteren Bestand kämpfen. Ein Kampf
    der einige Zeit gelingen kann aber letztendlich immer verloren wird.
    Kein Leben gibt es ohne Tod.


    Für immer bewahren kann man es nicht, aber:

    "Erzittern sah ich dieses Volk,
    den Fischen gleich, wenn seicht ist das Gewässer.
    Einander sich bedrängen sah ich sie, - da hat mich Schrecken heimgesucht."

    SUTTA-NIPĀTA, IV.15. Gewalt (Attadanda-Sutta)

  • Angst vor Wiedergeburt als Tier

    • Yofi
    • 23. Oktober 2016 um 18:54
    Raphy:

    Ich denke wenn man dem Körper und dem Geist genug Zeit gibt, dann können sie sich an vieles gewöhnen. Im Positiven, wie im Negativen.


    Hallo Raphy, vielen Dank für die schönen Zitate. Du hast das richtig erfasst, Geschmack und Ernährung sind nur eine Gewohnheitssache, und wenn man sich aus ethischen Gründen gegen etwas entscheidet, braucht es i. d. R. nur eine bestimmte Zeit, bis man sich die frühere Ernährungsweise nicht einmal mehr vorstellen kann, geschweige noch man würde ohne sie etwas vermissen.

    Mir ist der Durchbruch anhand der durch Tierschutzorganisationen gedrehten Videos aus der Tierhaltung und -schlachtung gelungen, wenn ich auch diesen Weg nicht als empfehlenswert betrachte, weil er in der Tat für Jahre traumatisierend wirken kann bzw. die Option ansteht, dass man diese Bilder nie wieder vergessen wird. Am Ende steht man aber auch da und denkt im Vordergrund beim Anblick der Tiere, dass sie doch sehr schutzbedürftig sind, und dass ihre künstliche Vermehrung unter den schlimmen Bedingungen für alle Menschen, die daran in irgendwelcher Art, u. a. als Konsument beteiligt sind, Folgen haben werden.

    Was mann sicher auch mit der Massentierhaltung in Verbindung bringen kann:

    „Die absichtliche Verwandlung eines Lebewesens in ein Bündel von Leiden und stummer Verzweiflung ist ein Verbrechen – was sollte eigentlich sonst ein Verbrechen sein?“

    Prof. Dr. Robert Spaemann, Universität München, zu Tierversuchen

  • Angst vor Wiedergeburt als Tier

    • Yofi
    • 23. Oktober 2016 um 18:24
    verrückter-narr:

    Auch beim 14. Dalai Lama ist dies nicht anders als bei seinen Vorgängern. Ihm stehen z.B. ein Privatsekretär, Leibarzt, Leibkoch, Leibwächter, Lehrtutoren und anderes Personal zur Verfügung, was ein echter "normaler" Mönch wohl nie nutzen könnte und vielleicht auch nicht möchte. Auch widerspricht seine Rolle und sein Engagement im politischen Bereich den Regeln des Vinaya, speziell auch dem der Mulasarvastivada-Tradition, in der er ordiniert wurde.


    Ich denke das ist richtig, will auch nicht widersprechen, trotzdem ist die andere Seite da - seine öffentlichen Auftritte und Initiationen, die womöglich ohne seine politischen Bemühungen gar nicht möglich wären. Der Nutzen daraus ist für Viele unermesslich, und das ist das, was ich im Hinterkopf hatte als ich schrieb, dass wir als Unbeteiligte den Nutzen bzw. Gegenteiliges schlecht einschätzen können. Wir erkennen sicher im kleineren Maßstab ebenso, dass das Hängen an Regeln und Riten sich als eine Hemmung und Hindernis dabei erweisen kann, über den eigenen Schatten zu springen und ggf. etwas wirklich Großes hervorzubringen.

    Allerdings erzählte Dalai Lama nach Strasbourg vor kurzer Zeit auch in Milan an diesem Wochenende die Geschichte vom ärztlichen Rat zur Fleisch-Ernährung und auf der anderen Seite ebenso, dass er dafür sorgt, dass in seinen Ausbildungszentren nur vegetarisch gekocht wird. Ich will ihn ja nicht idealisieren, denke aber, dass aufgrund seiner Entscheidung bezüglich der eigenen Ernährung höchstwahrscheinlich eine ernsthafte Störung vorliegt, also wie Kilaya schrieb (@ sorry nachträglich), die Sache mit dem Stoffwechsel in Einzelfällen doch nicht so einfach ist, wie man es sich oft vorstellt. Falls DL so lebt, wie du es beschreibst, wird er hoffentlich auch die Möglichkeit haben, Fleisch von den Tieren zu verwenden, die minimal gelitten haben. An seiner strengen Einhaltung der vegetarischen Küche für seine quasi Schutzbefohlene sieht man, dass er Vinaya nicht mutwillig oder generell umgehen möchte.

    Gruß, Yofi

  • Angst vor Wiedergeburt als Tier

    • Yofi
    • 23. Oktober 2016 um 00:46

    "Das Leben aller Lebewesen, seien sie nun Menschen, Tiere oder andere, ist kostbar, und alle haben dasselbe Recht, glücklich zu sein. Alles, was unseren Planeten bevölkert, die Vögel und die wilden Tiere sind unsere Gefährten. Sie sind Teil unserer Welt, wir teilen sie mit ihnen."

    Dalai Lama

  • Was ist der Unterschied zwischen Samatha-Meditation und Vipassana-Meditation?

    • Yofi
    • 22. Oktober 2016 um 21:35

    Habe ich schon diesen Text von Lama Yeshe verlinkt? Der Artikel passt nämlich genau zum Thema.

    https://biglovelamayeshe.wordpress.com/2016/06/29/we-react-react-react/

  • Was ist der Unterschied zwischen Samatha-Meditation und Vipassana-Meditation?

    • Yofi
    • 22. Oktober 2016 um 21:29

    Gedanken, die anders als assoziativ wahrgenommen werden, kann es nach dem Motto 'Alle Phänomene sind eine Projektion der falschen Sichtweise' nicht geben. Sie ist es, die assoziiert wird - selbst wenn man sich Heilsames vorstellt. Unwissenheit wird dann auf der Stufe der Heiligkeit aufgelöst, wie ich gelesen habe...

    :grinsen: Grüße

  • Thailand,Theravada und Tara

    • Yofi
    • 22. Oktober 2016 um 00:27

    Zangri Kharmar

    https://www.youtube.com/watch?v=LhvTpiDWPRY

  • Hauslosigkeit bei 30°C über Null

    • Yofi
    • 22. Oktober 2016 um 00:01

    Himalaya? Dort ziehen sich manche zurück. https://www.youtube.com/watch?v=7ePrn0cQ_gg

  • Thailand,Theravada und Tara

    • Yofi
    • 21. Oktober 2016 um 23:52

    Es gibt nun die zwei Überlieferungen - Pali und Sankskrit. Man kann beiden einen Nutzen abgewinnen ohne daraus einen Einheitsbrei anrühren zu wollen. Dann ist es auch meistens weniger schwer den Dogmatismus weg zu lassen.

    Tara? Suche sie in Macig Labdrön - eine wunderbare Praxis.

    Thailand? Wozu?

    Grüße, Yofi

  • Buchempfehlung zu Einführung in den Theravada Buddhismus?

    • Yofi
    • 21. Oktober 2016 um 20:48

    "FÜHRER ZUM TIPITAKA" von U Ko Lay

    Eine Leseprobe aus dem Kapitel über Abhidhamma Pitaka:

    http://www.abhidhamma.de/txt_Tipitaka_F…amma_Auszug.pdf

    Beschreibung:

    http://www.tsongkang.de/product_info.p…m-tipitaka.html

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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