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  1. Buddhaland Forum
  2. Calimero

Beiträge von Calimero

  • Rechter Lebenserwerb

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 23:23
    Zitat

    Elliot hat geschrieben:
    Was bildest Du Dir eigentlich ein?


    Naja, ich bilde mir immerzu ein, dass der Buddha sagte: "Ey, Bertl, ich bin ein Mensch gewesen. Wie du. Vielleicht ein wenig reicher, aber immerhin. Mensch. Was ich erreicht habe, das steht dir auch offen. Ich hinterlasse dir mal ein paar Weisheiten, aber nicht nur diejenigen, die Lesen können und Internet haben, wie der Elliot, können es schaffen, Erleuchtung zu finden, sondern alle."

    Ich relaxe einfach und führe ein sauberes ethisches Leben, dann werden viele Regeln von selber umgesetzt und Ich muss nicht krampfhaft einen Gesetzesschnipsel nach dem anderen zusammensuchen. Und wenn ich ein Gesetz aus Versehen mißachte, kein Problem: Die gefüllte Buddhastatue explodiert deshalb nicht. Alles gut. Buddha ist geduldig. Es geht um die Einstellung und die gute Absicht wird bereits honoriert. Das finde ich beruhigend.

    Wenn jemand fragt, was für eine Arbeit soll ich am besten nicht ausführen, dann kann man, anstatt Geschwurbel, auch einfach mal eine klare, simple Antwort geben: all das, was niemanden schadet und niemanden verletzt, ist Ok. Alles was Atmendes zum Weinen bringt ist eher keine so gut Idee. Generell. Auch Hasen können weinen. Und damit hast Du einen Volltreffer gelandet ohne gar zu fremdländisch zu klingen.

    Man kann natürlich auch was über edle Mönche schreiben und viele fremdartige Wörter aus Mittelerde verwenden, aber darf sich dann nicht beschweren, wenn Leute außerhalb Deiner Szene das ein wenig lächerlich finden. Nehme es mir nicht übel, es wirkt halt überzogen und, ähm, exotisch. Bestenfalls. :D

  • Blaue, weiße, grüne Buddhas... Gibt es einen Katalog?

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 16:38
    Zitat

    während der "innere Lehrer" das innere Abbild des äußeren Lehrers ist, also eine Ebene, die noch eine mehr oder weniger subtile Trennung zwischen Innen und Aussen kennt.

    Ah, ich glaube ich weiß, was das ist! Ich singe nämlich - und wenn man eine Weile unter einem Dirigenten gesungen hat, dann weiß man nach einiger Zeit, was er sagen würde, selbst wenn man Daheme die Noten durchsieht, weil er sich in vielen anderen ähnlichen musikalischen Situationen immer gleich geäußert hat. Man kann innerlich genau hören, was er zu bestimmten Stellen sagt. Und wenn man dann nachher probt, dann sagt er es tatsächlich so. :D Das geht aber nur dann, wenn man den Lehrer wirklich aufnimmt und sein Wesen annimmt.

  • Rechter Lebenserwerb

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 14:44

    Das sagt mir alles nichts, und Dir auch nicht.

    Denn weder bist Du Bhikku, noch hast Du eine Bettelschale noch eine fundierte Ausbildung oder Einweisung in den Pali Kanon.

    In meinen Augen hat das, was Du von Dir gibst eher mit Larp (Live Action Role Playing) zu tun. Aber das ist nur meine Meinung, die sollte Dich nicht zu sehr irritieren. Gehe Deinen Weg und berichte anderen von Bhikku und Samanas und vom Land der Aṅgāner

    Wenn ich Dich jetzt aber frage, wo genau das Land der Aṅgāner liegt, dann musst Du wieder Google anwerfen und hoffen, dass da eine Antwort hochkommt, die Du mir dann als Deine Weisheit verkaufen kannst.

    Ist doch alles ein Witz.

  • Blaue, weiße, grüne Buddhas... Gibt es einen Katalog?

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 14:17

    Ich tendiere mittlerweile dazu, dass es für mich wichtig ist, einen Lehrer zu haben, der mich nach und nach in all die vielen Sachen einweist, die den tibetischen Buddhismus begründen. Hier im Forum gibt es viele einsame Wölfe, die sich nächtelang alleine Schriften nähern. Meine Richtung ist das nicht. Ich brauche den Austausch mit jemandem, der ein Stückerl weiter auf dem selben Weg ist und mich praktisch nachholt. Aber was ich ja schon mal machen, kann ist, mich dem ganzen Themenbereich respektvoll zu öffnen und mir alles aufmerksam anzusehen.

    Dass ich aber jetzt im Forum jemanden nach Ritualen frage, so ganz anonym und unverbindlich... um die dann hier zuhause alleine auszuführen... Das steht eigentlich im Widerspruch zu Kagyü, wo ja gerade die persönliche Unterweisung doch recht zentral ist bzw. vermutlich in allen anderen Linien ebenfalls zentral ist, also die Lehrer-Schüler Beziehung.

    Oder bin ich da auf dem Holzweg und man braucht gar keine Gemeinschaft?

  • Rechter Lebenserwerb

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 13:11

    Fühlst Du Dich zur Erklärung genötigt? Das wollte ich nicht, Du brauchst Dich mir nicht zu erklären. Ich bin lediglich einer von vielen Spiegeln. Was in Dir an Gefühlen ausgelöst wird, wenn ich Deine Ethik anspreche, das ist Deine Sache, nicht meine.

  • Umgang mit dem Tod eines geliebten Menschen

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 12:44
    Zitat

    Engelbert schrieb: Frage Dich bei jedem Gedanken "Hat mir das jemand gesagt, dass das so ist - oder habe ich das gerade einfach selber erfunden?". Wir können es uns nicht erlauben, aus ungeprüften Annahmen heraus zu handeln, mein Lieber


    Nun, lieber Son, hast Du einen Gedanken geäußert, nämlich: "ich denke, wo ich lebe ist es sehr schwer Menschen zu finden, die vielleicht etwas über den Tellerrand rausschauen. Ich gehe sogar soweit, dass man sie fast suchen muss, in meinem Alltag lerne ich leider nur sehr oberflächliche Menschen kennen"

    Und das ist gut, denn jetzt kannst Du Deinen Gedanken prüfen! Gedanken-TÜV: Stelle diesem Gedanken Fragen gegenüber:

    Wer hat das gesagt?
    Ist es eine Pauschalisierung?
    Ist es ein Vermeidungsverhalten und vielleicht möchte ich gar keinen Menschen wirklich begegnen?
    Habe ich diesen Gedanken in einem kleinen Versuch bewiesen (mache einen kleinen Versuch)?
    Schreibe ich den Menschen eine Eigenart zu, die diese vielleicht gar nicht besitzen?
    Sind alle Mütter und Väter, die in meiner Umgebung wohnen, oberflächlich zu ihren Kindern?
    ...

    Es gibt so viele Fragen, mit denen wir unsere Annahmen konfrontieren sollten, bis wir einen Gedanken als "Wahr" klassifizieren können. Wenn wir dies nicht tun, dann führen diese ungeprüften Gedanken zu negativen, uns verletzende Gefühlen und uns verletzende Handlungen, in Deinem Fall führt dieser Gedanke in den sozialen Rückzug. Das ist eine der schlimmsten Verletzungen.

    Herzliche Grüße,

    Engelbert

  • Rechter Lebenserwerb

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 11:48

    Ja, Stero, ich finde das auch witzig. :D Einst war es so, dass die Theravada-Studierenden durch das langsame, mühsame und disziplinierte Studieren der zumeist in Handschrift vorliegenden Bücher lange, lange Zeit brauchten. Die Zeit des Studierens korreliert mit der Zeit, die es braucht, um das Gelesene in seiner Tiefe zu erfassen und sich zu eigen machen zu können. Es auszuprobieren. Umzusetzen.

    "Copy-and-Paste Buddhisten" sind, weil es eben nicht selber erfasste und erfahrene, durchlebte Praxis ist, auch nicht in der Lage, die von ihnen zurschaugestellte Weisheit ohne Internet darzubieten.

    Wenn Server ausfällt, ist Pali Kanon weg. :oops:

    Das ist ganz bedenklich und dieses Forum leidet sehr unter dieser neuen Form des Buddhismus, in der jeder - gerade auch diejenigen mit schlechter Ethik und unheilsamer Lebensführung - in wenigen Jahren zu vermeintlichen Kennern heranreifen und andere mit ihren "Erkenntnissen" zu füttern beginnen. Das hatte Buddha wohl im Hinterkopf, als er sagte, dass wir alles, aber auch alles prüfen sollen, denn Copy-and-Paste Buddhisten haben einen unheimlich begrenzten Horizont, weil sie ja nur auf Sicht fahren.

  • Rechter Lebenserwerb

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 11:08

    Ja, das ist er, der Copy-and-Paste Buddhismus, nicht war Elliot.

    Es gibt noch drei oder vier andere, die das unentwegt tun.

    Aber mit Weisheit darf man das nicht verwechseln.

    Weisheit kann nur durch Lebenspraxis erworben werden, nicht durch die Zurschaustellung von nicht-zu-eigen-Gemachtem.

    So wie ich das Überlieferte verstehe, sitzen dort drei Geistliche, vermutlich Mönche, die ihren Lehrer begrüßen. Und dieser fragt, ob sie genug in ihrer Bettelschale hatten, oder nicht?

  • Rechter Lebenserwerb

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 10:41

    Ich möchte auch gerne versuchen, Deine Frage aus gelebter Praxis heraus zu beantworten.

    Was in unserer Kultur als gute und richtige Ethik gilt, dass deckt sich immer - bis auf winzige Nuancen - mit dem, was Buddha gelehrt hat: Gemüse verkaufen: OK. Frauen verkaufen: nicht OK. Ich bin beim Durchblättern der Texte noch nie wirklich überrascht worden. Wieso auch? Die Ethik Buddhas ist eben nicht inhärent, sie ist mit uns verbunden.

    Was Buddha gewiss von mir verlangt, ist ein Lebenserwerb, der weder mich selber noch andere schädigt oder verletzt. Das kann nur die Grundlage sein.

    Was Buddha wohl auch meint, ist überhaupt ein Lebenserwerb und nicht nicht-Lebenserwerb, denn wer von anderer Hände Arbeit lebt, kann ebenfalls verletzen, weil er die Ressourcen anderer verbraucht. Die Bettelmönche und die Armen und die Kranken und die Schwachen und die Alten, die leben aus anderer Hand. Aber der fähige Rest soll gewiss für sein Auskommen selber redlich Sorge tragen.

    Ich habe keine Ahnung, wo im Pali Kanon das steht, aber ein funktionierender ethischer Kompass kommt zu diesen Ergebnissen. Ich muss also nicht mit dem Pali Kanon Hausieren gehen, komme aber wahrscheinlich zu dem selben Ergebnis, nicht war?

  • Rechter Lebenserwerb

    • Calimero
    • 7. Februar 2016 um 08:58

    Man erkennt an diesem Beitrag von keks jedoch sehr gut die Sicht eines unentwickelten buddhistischen Lebensstils vs. einer durchlebten buddhistischen Praxis von mkha'

    Was haben wir hier, Ihr edlen Mönche? :)

    Wir haben hier eine einfache Frage. Rechter Lebenswerwerb. Ein Mensch, dessen innerer Kompass nun beschädigt oder unentwickelt ist, der muss schnell nachschauen, wie es sich genau verhält damit. Was ist eigentlich verboten? Schnell mal den Link kopieren. Der Buddhismus ist bei solchen Menschen nicht da angekommen, wo er hingehört - aus der Schrift ins Herz. Deswegen muss man die Schrift heranziehen, weil im eigenen Leben zu dem Thema nichts zu finden ist.

    Menschen, die einen funktionierenden inneren Kompass und den Buddhismus in ihr Leben integriert haben und ihr Leben ethisch daran ausrichten, die leben nicht nach dem Copy-and-Paste System, mit dem sie kleine Schnipsel Pali Kanon präsentieren, sondern geben eine breite und durchlebte Lebensweisheit, die Erfahrung der gelebten Praxis, von sich. Und zwar auch auf dem Bahnsteig oder an der Supermarktkasse, wenn der Pali-Kanon gerade nicht zum Ausweiden verfügbar ist.

    Das ist hier gut zu erkennen, Ihr edlen Mönche. :)

    Dieser Thread heißt "Wie und wo praktiziere ich den Buddhismus". Praktizieren beinhaltet das Wort praktisch. Praxis. Leben. Erprobt. Wissen, in welchem Gesetz meine Fragen behandelt werden ist Nicht-Praxis.

  • Umgang mit dem Tod eines geliebten Menschen

    • Calimero
    • 6. Februar 2016 um 10:01

    Lieber Son,

    wir kennen uns aus dem Holocaust-Thread. Dieser hat mich interessiert, weil ich über eine sehr vergleichbare Gewalterfahrung verfüge, in deren Verlauf ich lebensgefährlich verletzt wurde und auch Familie betroffen war.

    Nun, ich habe eine Bekannte, da hat der Mann den Kindern überraschend die Kehlen durchgeschnitten. Was sagt man nun der Mutter? Was sagt sich die Frau selber? Da fehlen einem die Worte. Für mich war eine der Lösungen, erst einmal mit sich selber im Gespräch zu bleiben und Achtsamkeit zu üben. Sich nicht hilflos traurig zu fühlen, sondern erst einmal zu erkennen, dass es Trauer ist, die einen durch den Alltag begleitet, einen schwächt und würgt.

    Ich weiß, dass das sich für Dich vielleicht dämlich anhört. Ich habe ja schließlich selber jahrelang kaum noch ein Wort gesprochen, weder mit mir noch mit anderen, weil ich einfach keine gefunden habe. Und weil mich das, was andere gesagt hätten nicht erreicht hätte. Aber, Son, wir müssen in engem Kontakt mit uns (und anderen) bleiben. Nach großem Leid ist die persönliche Haltung entscheidend und die braucht Kommunikation und Achtsamkeit, damit sie nicht krumm wird (Thema Bitterkeit oder Hass). Danach kommt das Einsichtnehmen - was ist Leid, wieso erfahre (gerade) ich Leid, wie kann ich es auflösen. Wie genau löst man Erinnerungen an großes Leid auf? Da bin ich auch nicht so gut drin. Ich wache immer noch manchmal auf und sehe Blut die Wand runterlaufen.

    Insgesamt ist es so, dass man das Buddhaland durchaus nutzen kann, um guten Rat zu finden. Die Beiträge von Sudhana sind unfassbar lehrreich und haben eine saubere Ausstrahlung, die aus durchlebter Praxis kommt. Was mir Kilaya und mkha' bislang geraten haben, das ist ebenfalls durchlebte Praxis. Suche Dir gezielt diejenigen aus, die heilsam schreiben.

    Was ich nicht mehr mache, Son, ist, den Leidensprozess anderer Menschen einschätzen. Manche kapseln ihre Gefühle ab - und stellen deswegen keine Kerze mehr auf, weil sie "Angst haben, vor Schmerz ohnmächtig zu werden" (das sagte mir ein Vater, dessen Tochter vergewaltigt und getötet wurde). Solche Sicht kommt, meine ich, ebenfalls daraus, dass man nicht mit sich im achtsamen Kontakt ist. Also nimmt man an, dass man es nicht kann. Man riskiert es dann auch gar nicht. Die schiere Annahme führt dann zur "krummen Handlung".

    In einer dramatischen und möglicherweise entscheidenden Phase unseres Lebens, beginnen wir etwas zu tun, was wir sonst nie getan haben: Wir beginnen auf ungeprüfte Annahmen hin zu handeln. Das möchte ich Dir gerne aus durchlebter Praxis mitgeben: Frage Dich bei jedem Gedanken "Hat mir das jemand gesagt, dass das so ist - oder habe ich das gerade einfach selber erfunden?". Wir können es uns nicht erlauben, aus ungeprüften Annahmen heraus zu handeln, mein Lieber. Ich höre Bitterkeit aus deinen Zeilen. Sei Achtsam, dass Deine Haltung nicht krumm wird! Sei aber auch lieb und mitfühlend Dir gegenüber. Das ist auch wieder so eine Weisheitskeks-Weisheit, die bei mir ziemlich löchrig funktioniert - aber wir sollten dran bleiben, Son. :)

    Engelbert

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 5. Februar 2016 um 15:19
    Zitat

    Was Du nicht er- und begriffen hast, kannst Du auch nicht loslassen, egal, wie Du dich bemühst.

    Das, was Du, ein deutscher Konvertit, in Deinen strengen Regeln erkannt hast, darum bemühe ich mich gar nicht erst. Noch nicht. Vorher liegen für mich die Grundlagen. Ich arbeit vorrangig an der Achtsamkeit, Shine?, und lese leichte, auf Anfänger gerichtete Lektüre, lerne all das kennen, mit dem Du ebenfalls vor Jahren begonnen hast - bevor der Stolz dazukam, auf das, was Du weißt.

    Als Anfänger braucht es vom Belehrenden mehr Qualitäten, K., also nur Richtig von Falsch zu unterscheiden.

    Schau mal hier:

    5. Er feuert an (samuttejeko), spornt an, ermutigt, ermuntert und erhebt.

    6. Er erheitert sie, macht sie heiter froh (sampahamsako), so daß die Lehre Freude macht und wohltut, sich als befreiend zeigt, als erhellend.

    Das kommt aus Deinem Pali Kanon, und das steht da nicht umsonst drin. Es ist die Art, wie junge Mönche gelehrt werden sollen. Nicht mit Überheblichkeit und aufgeblähten Weisheitsmuskeln.

    Es ist doch kein Wunder, dass Du mir überlegen bist.

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 5. Februar 2016 um 14:36
    Zitat

    Anscheinend geht es beim Buddhismus darum, möglichst viele Haare zu spalten.


    Und das nicht nur hier, sondern in nahezu allen Bereichen.

    Schau Dir den Kampf im Angungs-Bereich an.

    Das ist interessant. Und bei einigen Beiträgen würde sich vermutlich sogar Buddha schämen.

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 5. Februar 2016 um 14:34

    Das hier ist der Teil für Anfänger, oder?

    Als Anfänger muss ich nicht den Pali Kanon auswendig können.

    Ich schaue mir einfach nur die Leute an und überlege: ist das die Richtung, die heilsam für mein Leben ist?

    Ich sehe hier völlige Humorlosigkeit, völlige Lieblosigkeit, völlige Rechthaberei.

    Anscheinend geht es beim Buddhismus darum, möglichst viele Haare zu spalten.

    Ich weiß es nicht besser. Ich kann das eben nur so deuten.

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 5. Februar 2016 um 14:05
    Zitat

    Der Siegeszug des Einzelnen (und seines Eigentums) ist der Siegeszug der Barbarei. Es ist schade, dass es gelungen ist den Buddhismus von der Höhe des Gemeinsamen in die Hölle der Individualität zu befördern. Ausnahmen und Gegentendenzen bestätigen natürlich die Regel.


    Hahahahaha. :)

    Boh ist das wahnhaft. Ich glaube wir haben es hier mit einer Art "Buddhistischer Staat" zu tun.

    Ich glaube ich lasse das mit dem Buddhismus schnell sein, denn so werden möchte ich nicht.

  • Blaue, weiße, grüne Buddhas... Gibt es einen Katalog?

    • Calimero
    • 5. Februar 2016 um 11:14

    OK, ich habe gerade gelernt, dass ein Bus kein Leid verursacht, sondern meine Haltung zur neutrale Tat, die da ist, dass der verd... Bus den verfl... Zeitplan nicht einhalten kann. Und ich dann zu spät im Buddhistischen Zentrum bin, wo ich mich dann schnell wieder wie ein Erhabener aufführe. Wenn die wüssten, wie weit Sein und Schein auseinanderliegen und wie gut die Lippen pöbeln können, die jetzt eifrig Mantras üben.

    Aber ein wenig ändert sich eben schon. Seit meine Lehrerin erklärte, dass auch Käfer und Spinnen Personen sind, habe ich damit Kontakt aufgenommen und unlängst, nachdem ich sie bewusst als Person angesprochen habe, sogar eine Spinne gerettet. Wie schnell man doch mit dem Töten zur Hand ist... das ist mir dadurch aufgefallen.

  • Blaue, weiße, grüne Buddhas... Gibt es einen Katalog?

    • Calimero
    • 5. Februar 2016 um 09:32
    Zitat

    ...denke ich manchmal an Bilder von Kirchgängern beim Verlassen ihrer Gottesdienste. Diese ernsten, verschlossenen Gesichter. Unwillkürlich kommt dann der Gedanke :"Bitte, liebt mich nicht so wie ihr euch selbst liebt! Bitte nicht :lol: "


    Hahahaha :) Der ist gut. Den werde ich mir merken.

  • Blaue, weiße, grüne Buddhas... Gibt es einen Katalog?

    • Calimero
    • 5. Februar 2016 um 08:50

    Ja, da hast Du recht, Turmalin. Aber die Buddhas ein wenig zu kennen, die eben nun im Zentrum da sind, schadt auch nicht. Was ich mittlerweile an Ikonografie gesehen habe, ist äußerst zahlreich. Ich nähere mich dieser Tradition jedenfalls mit großem Respekt. Und ich finde es hilfreich, wenn ich die neuen Erfahrungen mit einem neuen visuellen Eindruck unterlege.

    Gestern hat mir der Bus Leid verursacht. Ich war ziemlich zornig. Das ist eigentlich, was ich vom Buddhismus so sehr erhoffe, dass er solche Situationen auflöst und langsam zu einem besseren Handeln führt und zwar durch Erkennen. Im Alltag. Wenn ich mir dann anschaue, was mich erzürnt hat... einfach sehr kindisch. Das sollte sich ändern. Die Bhuddas begleiten das.

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 4. Februar 2016 um 21:24
    Zitat

    Aber nochmals dazu, alles was eine Wirkung bekommt, hat m.E. dazu eine Ursache gelegt. D.h. aber nicht das die Wirkung immer richtig ist. D.h. alles ist ein unendliches Geflecht aus Ursache eines und der Wirkung eines anderen, der damit wieder eine Ursache legt usw.


    Genau das habe ich auch gesagt, weil ich weiß, dass das so ist.
    Aber manche haben dafür keine Einsicht und werden dann auch recht wild.

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 4. Februar 2016 um 17:07

    Was denn so.

    Zum Beispiel der Holocaust hat nichts mit Karma zu tun.

    Dann kommt unweigerlich Schuld und Sühne und Verzeihung und Unverzeihlich ins Spiel.

    Dann folgt "gerade wir als deutsche...", auch beliebt ist "müssen vorsichtig sein dass...".

    Das muss man sehr bestimmt sagen, an der Grenze zu laut, damit es mehr Gewicht bekommt.

    Am besten man sagt es auch recht schnell und ohne zu oft Atem zu holen.

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 4. Februar 2016 um 16:09

    Ich danke Dir von Herzen für die Schriften, kannst du mir bitte noch den Link zusenden, von dem du sie entnommen hast? Ich möchte sie gerne auf Quelle und weitere Inhalte prüfen. Zudem mag ich solche Glückskeks-Schnipseleien nicht so gerne, sondern lese das lieber komplett, da habe ich mehr von. Herzlichen Dank schon mal für Deine freundliche Mühe.

    Ich sinne nicht über Vergangenes oder Zukunft nach. Ich habe nur am Wochenende erlebt, wie einige Buddhisten über eine Lehrerin hergefallen sind, weil sie ihr Mitleiden nach einem Besuch in Auschwitz nicht mehr unter Kontrolle hatten. Immer wenn es um Auschwitz geht, respektive den Holocaust, dann werfen manche Deutsche Buddhisten ihre Meditationsmatte aus dem Fenster und sagen Dinge, die sie bei anderen Formen des Leides nicht sagen würden.

    Wieso ist das so? Welche Mechanismen wirken da? Da suche ich nach Antworten. Wieso wird unser Wissen plötzlich weich, wenn es zu Themen kommt, die stark besetzt sind? Direkt danach holen sich die Leute ihre Meditationsmatte wieder, setzen sich hin als wäre nichts gewesen und sind wieder klar bei Verstand.

  • Blaue, weiße, grüne Buddhas... Gibt es einen Katalog?

    • Calimero
    • 4. Februar 2016 um 15:21
    Zitat

    Dein Moment der Einsicht war bestimmt genau das: ein Moment der Einsicht. Es gibt keinen Grund das abzuwerten ;)

    Danke für den Hinweis, den ich in letzter Zeit oft bekommen habe. Ich bin noch sehr scharf mit mir und wertend. Da bin ich am Arbeiten dran. Es fällt mir wesentlich leichter, mitfühlend mit anderen zu sein, als mit mir selber. Ich denke, dass das ein verbereitetes Phänomen ist?

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 4. Februar 2016 um 15:16
    Zitat
    Zitat

    Engelbert hat geschrieben:
    Steht denen am Ende ihres Daseinskreislaufes Erleuchtung offen? Ist für alle diese Wesen auch Buddhaschaft möglich?

    Sie sind es bereits. Wahrheit benötigt keine Technik und keine Vorstellungskraft.


    Wenn das so ist, und ich nehme an, dass wir uns nicht irren, wenn wir selbst dem Wesen, das einst auch für eine kurz Zeit der Mensch Hitler war, Erleuchtung und Buddhaschaft zuweisen, wieso nehmen dann so viele Buddhisten eine solch leidvolle und verzerrte Perspektive ein? Ist der Dharma denn so wenig wert, dass ihn ein Hitler widerlegen könnte indem dieser oder sein Tun eine Sonderrolle einnähmen?

  • Missbrauch des Konzeptes der Wiedergeburt zur Rechtfertigung

    • Calimero
    • 4. Februar 2016 um 12:52

    Accinca, Dein Dasein und deine verbalen Peitschenhiebe sind eine gute Prüfung für mich. Ich finde es gut, dass Du hier schreibst. Herzliche Grüße, Engelbert

  • Unterschiede der Richtungen für Anfänger erkennbar?

    • Calimero
    • 4. Februar 2016 um 12:50
    Zitat

    Trotzdem, es geht dabei um reine Machtansprüche. Religion wird nur vorgeschoben um Machtansprüche zu legitimieren, indem irgendwer behaupten er wüßte, was irgendein Gott oder irgendwelche Götter wollen oder erwarten.


    Das klingt plausibel, was Du sagst. Wenn wir den Inder dazu befragen, was er zu einigen von ihm als leidvoll empfundenen Aspekten fühlt, dann wird er sicher diese als Unglück schildern. Wenn wir ihm aber ein Leben in Aussicht stellen, in dem er ganz allein mit einem auskömmlichen Standard in einer Single-Wohnung leben soll, ohne seine Familie, ohne sein Eingebundensein in das prallvolle Leben Indiens mit dem Wissen, dass er einst sehr wahrscheinlich alleine in einem Pflegeheim enden wird, in dem eine Pflegekraft drei Minuten Zeit für Wecken, Waschen, Anziehen, Frühstück hat... Das wird ihn arg erschrecken!

    In beiden Leben kann man glücklich sein und bleiben. In beiden Leben kann man von Leid verzehrt werden.

    Wo bin ich nun glücklicher dran?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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