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  1. Buddhaland Forum
  2. Stero

Beiträge von Stero

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 6. August 2016 um 22:20
    IkkyuSan:

    Ich wollte einfach nur verstehen, was es mit Nagarjuna auf sich hat. Hat sich aber jetzt geklärt. Ich dachte die ganze Zeit, dass er auf irgendwas hinaus möchte, aber es scheint einfach eine Art des Skeptizismus zu sein, die auf den mittleren Weg deutet, ...


    Das ist eine der spekulativen Interpretationen. Der Kampf um die Deutungshoheit ist eröffnet und ist die Sache der vielfältigen religiösen irrationalen Bewegungen.
    Nimmt man das MMK so kann man eigentlich nur seine Wortspielereien würdigen, die den Leser gekonnt „an der Nase herumführen“ und ihm so seinen unangemessenen Umgang mit Sprache vor Augen führen. Das ist aber auch schon alles, aber das ist nicht wenig, bloß Philosophie ist das keine.

  • Vom Glauben zur Meditation – ein buddhistischer Lebensweg ?

    • Stero
    • 6. August 2016 um 12:54
    nescio:

    Der Glaube als nützliche, in jungen Jahren wohl eine gewisse psychische Stabilität verleihende Hilfskonstruktion ?
    Besteht so gesehen, der tiefere Sinn des Glaubens nicht darin, ...


    Nur für den Gläubigen hat Glaube einen Sinn. Für den Nicht-Gläubigen ist Glauben einfach ein psycho-mentales Phänomen unter vielen.
    Es gibt Meditationen, die bauen auf Glauben auf und fördern ihn und es gibt Meditationen, die zerstören Glauben dadurch, dass sie seine Ursachen offenlegen.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 6. August 2016 um 09:22
    Yofi:
    Spacy:

    Hast du denn einen Begriff für/von Macht?

    Auch wenn nicht ich gefragt wurde - Verfügungsgewalt, die von einem Glauben daran, dass sie wirklich ist, abhängt. Kurz: Fata Morgana.


    Der Vergleich mit einer Fata Morgana ist unangemessen, denn gäbe es Macht nicht, dann gäbe es keine Gesellschaftssysteme, keine Staaten und all dies, was damit einhergeht: Konflikte, Kriege, Unterdrückung, Ausbeutung etc. Auch ist Macht wirklich, weil sie Wirkungen zeigt. Dass sie dabei nicht inhärent existiert, sondern nur abhängig durch Benennung bzw. begriffliche Zuschreibung, versteht der rationale Mensch, der weiß, dass Leerheit von inhärenter Existenz Wirksamkeit nicht auslöscht, denn er ist kein irrationaler Nihilist.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 5. August 2016 um 03:55
    Ellviral:

    [Es bleibt einzig wahr das streichen der Fingerspitzen über die Haut des Menschen den wir ohne Bedingungen lieben.

    Sunu:

    Ich kann Helmut nur beipflichten

    :lol:
    Narren suchen Narren. Narren können sich der tiefsten Verachtung sicher sein, die ich aufbringen kann. Und meine tiefste Verachtung ist vollkommen irrelvant :lol: Narren sind unfrei und predigen ihre Unfreiheit. Niemandem ist beizupflichten. Sein ist jenseits von Beipflichten. Der Durchbruch zu befreitem Sein geht notwendigerweise einen Weg der Zerstörung. Zerstört und befreit. Oder zerstört nicht und befreit nicht. Aber hütet euch vor anderen. Denn andere sind euer Verderben. ich rede von "ihr" und "euer" und trage damit selbst zu eurem Verderben bei, weil ich keine Einzelnen erreichen kann.. Ich bin machtlos. Nein, die einzige Macht, die ich habe, die habe ich über mich selbst.. Got it? I doubt :lol:

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 5. August 2016 um 00:17
    IkkyuSan:
    Stero:


    Bingo!
    Aber dieses "keine Grundlage mehr" kann sehr wohl in einem konsistenten Sprachsystem ausgedrückt werden.

    Das bezweifele ich auch nicht.

    Die Frage ist ja immer dabei, ob es dieser Sprachsysteme überhaupt bedarf?


    Ja und nein. ja, für andere. nein, für einen selbst. Hat man selbst aber Befreiung durch das Sprachsystem erfahren, wird man wohl nicht wagen zu sagen, dass es ihm nicht bedürfe.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 5. August 2016 um 00:11
    IkkyuSan:
    Zitat

    Ihr müsst zunächst zu euch selbst vordringen und dann erst, auf dieser Grundlage des direkten Kontaktes mit euch selbst, philosophische Hilfsmittel anwenden.

    Nun, wenn dieser Prozess jedoch richtig gemacht wird, dann ist da eben keine Grundlage mehr.


    Bingo!
    Aber dieses "keine Grundlage mehr" kann sehr wohl in einem konsistenten philosophischen Sprachsystem ausgedrückt werden.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 5. August 2016 um 00:01

    Ein letztes Wort an euch, ich weiß nicht ob es euch erreicht. Ihr seid zu sehr in philosophischen Konstrukten verhaftet. Ihr müsst zunächst zu euch selbst vordringen und dann erst, auf dieser Grundlage des direkten Kontaktes mit euch selbst, philosophische Hilfsmittel anwenden. Ihr macht es grade anders rum: ihr hängt euch an philosophischen Konstrukte fest, bevor ihr zu euch selbst vorgedrungen seid. So wird das nichts. Dringt zu euch vor, macht euch nackig vor euch selbst und dann erst haltet Ausschau nach Erklärungen die zu dem passen, was ihr beobachtet habt.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 4. August 2016 um 23:46
    IkkyuSan:

    Der Körper ist ja nicht "Selbst", auch nicht relativ. Aber für Ramana ist ja Alles Selbst.


    "Selbst" ist eine irreführende sprachliche Konstruktion. Es geht darum wie ich mich selbst von Geburt an wahrnehme.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 4. August 2016 um 23:31
    IkkyuSan:
    Stero:


    Lies in meinem Link oben. Es gibt im Buddhismus halt doch Logiker, die das korrekt darstellen können. Nagarjuna gehört nicht dazu.

    Hab ich gelesen, der Post dazu ist wohl untergegangen.

    Gibt es zu diesen genannten Logikern auch deutsche Literatur?


    Ich nannte ja (in dem Link), weil mir kein anderer bekannt ist, nur Tsong-kha-pa. Meines Wissens gibt es nichts Brauchbares von ihm in deutscher Sprache. Sorry.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 4. August 2016 um 23:15
    IkkyuSan:


    Mir scheint jedoch, dass die westliche Logik vielleicht einen anderen Ansatz hat. Denn Aristoteles A gleich A ist ja nicht das Maß aller Dinge. In buddhistischer Hinsicht wäre es ja genau nicht der Fall - ein festes ICH (A) ist eben kein festes ICH (B).


    Lies in meinem Link oben. Es gibt im Buddhismus halt doch Logiker, die das korrekt darstellen können. Nagarjuna gehört nicht dazu.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 4. August 2016 um 23:05

    Konkret gibt es 3 Axiome der Logik, die von Nagarjuna missachtet werden:

    1. Axiom: Der Satz der Identität
    Alles ist mit sich identisch und verschieden von anderem.

    2. Axiom: Der Satz vom Widerspruch
    Von zwei Sätzen, von denen einer das Gegenteil des anderen aussagt, muss einer falsch sein.

    3. Axiom: Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten
    Von zwei Sätzen, von denen einer das vollständige Gegenteil des anderen aussagt, muss einer richtig sein.

    Wer diese Axiome nicht akzeptiert, kann nicht als Logiker bezeichnet werden. Nagarjuna akzeptiert diese nicht und wird dennoch von Esoterikern als Logiker bezeichnet, nicht jedoch von denen, die sich mit Logik auskennen.

    Wenn nun jemand trotzdem drauf beharrt und sagt "Nagarjuna ist ein Logiker." So what? Was soll man dagegen tun, dass jemand Dinge sagt, die nicht korrekt sind? Man kann nichts dagegen tun.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 4. August 2016 um 22:53
    IkkyuSan:
    Zitat

    Alles was heutzutage über Nagarjuna gelehrt wird, von wem auch immer, ist bloße willkürliche Spekulation und Resultat des Unvermögens oder Unwillens von Nagarjuna sich logisch konsistent auszudrücken.

    Mmh. Aber gerade Nagarjuna wird doch als DER Logiker des Buddhismus betrachtet. Oder nicht?


    Von wem wird er als Logiker betrachtet? Sicher nicht von denen, die sich mit Logik auskennen. Wenn du sagst "Logiker des Buddhismus" möchte man vielleicht meinen, der Buddhismus habe seine eigene Logik entwickelt, die nur Eingeweihten zugänglich sei, eine esoterische Logik also, und dann sei doch alles ok. Aber selbst unter der Prämisse einer nur im Buddhismus gültigen Logik kann man dem nicht zustimmen, weil es im Buddhismus ja mit Dignaga und Dharmakirti Logiker gegeben hat, die auch die Ansprüche, die Nicht-Buddhisten an Logik haben, erfüllen können - Ansprüche die ein Nagarjuna aber nicht erfüllen kann.

  • Worauf will Nagarjuna raus?

    • Stero
    • 4. August 2016 um 22:13
    IkkyuSan:

    Hallo,

    mir ist nicht ganz klar, auf was Nagarjuna hinaus möchte? Indem er jede Möglichkeit widerlegt, was bleibt? Oder geht es darum, das nichts übrig bleibt an Vorstellungen und Konzepten?


    Was Nagarjuna wollte, kann niemand wissen, aber genau dies eröffnet den Weg zu vielerlei Spekulationen darüber, was Nagarjuna aussagen wollte und dies als Tatsache zu verkaufen. Alles was heutzutage über Nagarjuna gelehrt wird, von wem auch immer, ist bloße willkürliche Spekulation und Resultat des Unvermögens oder Unwillens von Nagarjuna sich logisch konsistent auszudrücken.
    Was Nagarjuna mit seinen irrationalen Schriften bewirkt hat, ist das Entstehen von vielerlei irrationalen esoterischen Bewegungen, die alle behaupten, die Lehre von Nagarjuna zu vertreten. Aber diese Lehre gibt es nicht, weil der Grundsatz sprach-logischer Konsistenz einer Lehre nicht gegeben ist.

    Zur Inspiration:
    Die Wurzel des Irrsinns

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 21:27
    Doris Rasevic-Benz:

    der tibetischen Herrgottsbscheisserle, den Momos.


    :lol:

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 21:11
    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    Weil es kein tibetisches Wort für "Pizza" gibt :lol:


    Woher willst Du das wissen? Sprichst Du Tibetisch? Oder spekulierst Du nur so herum?


    100 pro

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 21:10
    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    Der Dalai Lama will als Buddhist gar nicht eins sein mit allem, er will Samsara verlassen.


    Vor allem will er das mit einer ordentlichen Pizza in der Hand, nicht mit so einem Mischmasch.


    Wenn er eins mit allem ist, ist er ja selbst der Mischmasch, sollte also passen. ;)

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 21:08
    Bakram:

    Das kommt davon dass die Journalisten keine Ahnung von Buddhismus haben.

    Im Buddhismus geht es nicht um Einheitserfahrung mit Brahma.


    Das ist dein gedankensprung. von Brahma war gar nicht die Rede, sondern von "einssein mit allem" und diese Vorstellung haben schon viele tibetische Buddhisten herumposaunt.

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 21:05
    Doris Rasevic-Benz:

    Ich verstehe nicht, warum der Interviewer den Witz nicht auf Tibetisch erzählt hat? Dann hätte es der Dalai Lama sicher verstanden.


    Weil es kein tibetisches Wort für "Pizza" gibt :lol:

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 18:55
    Doris Rasevic-Benz:
    verrückter-narr:

    der dalai lama lächelt und lacht viel, aber manche witze scheint er nict zu verstehen:
    the dalai lama walks into a pizza shop
    https://www.youtube.com/watch?v=xlIrI80og8c


    Du versteht das nicht …
    Der Witz war dümmlich, so dass der Dalai Lama nicht lachen konnte. Also hat er so getan, als ob er ihn nicht versteht, damit der Witzeerzähler sein Gesicht wahren kann.


    :lol:
    nein, der Witz ist sehr gut, aber vermutlich ist der Tibeter des Englischen nicht mächtig genug und versteht die Ambivalenz des sprachlichen Ausdruckes nicht.

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 18:33
    Piti:

    Warum lächelt der Dalai Lama so viel -


    ist dir noch nie aufgefallen, dass die Asiaten zu lächeln beginnen, wenn sie was nicht verstehen? na vielleicht hattest du noch keinen Kontakt zu Asiaten ...
    man muss also hinsehen, was genau die Situation ist, wenn sie lächeln. Wenn sie immer lächeln wenn sie im Westen sind, mag es sein, dass sie einfach nicht verstehen was abgeht ... ;)

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 18:26
    Monikadie4.:

    Das habe ich auch sogleich gedacht, Bakram. Humor ist nämlich nicht Spaß, sondern gütige Sichtweise in heiterer Gelassenheit.
    Der Begriff Humor wird immer wieder missbraucht, selbst wenn es sich um platte dumme Späße zu Lasten anderer handelt. Das ist Humor aber überhaupt nicht. Und deshalb ist Humor durchaus eine (buddhistische) Tugend. Um Humor zu haben, braucht es vor allem auch Herz.


    :lol:
    Da sind sie wieder, die moralistischen buddhistischen Umdeutungen von trivialen Phänomenen. Humur ist "gütig" .... och du liebe Güte :lol:

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 18:21

    Sagt ein Buddhist zum anderen: "Alles im Leben ist leidhaft, auch Humor."
    Sagt der Andere: "L O L"
    Und der Erste wieder: "Siehste!"

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 13:59
    Piti:

    http://www.buddha-dhamma.de/humor.htm


    Pah! Der Kommentar eines Weltlings ... :lol:

  • Buddhismus und Humor

    • Stero
    • 4. August 2016 um 13:37

    Das könnte nun missverstanden werden als Aufforderung an User hier Witze zu erzählen. Tatsächlich aber muss es in dieser Rubrik des Forums darum gehen, was die buddhistische Lehre zum Thema "Humor" zu sagen hat. Vermutlich gibt es kein "Humor-Sutta" im Palikanon. Wohl aber - so glaube ich mich zu erinnern - gibt es in bestimmten Sutten Aussagen zu sog. "unnützem Gerede" o.ä. und vermutlich würde humoriges Gerede darunter fallen. Buddhismus und Humor passen wohl nicht so zusammen. Wie auch? Ist doch unentwegt von "Leiden" die Rede.

  • Geist nur beobachten oder umformen?

    • Stero
    • 1. August 2016 um 21:22
    Sherab Yönten:
    Stero:

    Na und? Das Wort Achtsamkeit hat außer dir jetzt niemand verwendet.

    Doch:

    Zitat

    Habe Bücher von Kornfield, Thich Nhat Hanh und Zinn


    Ach, da siehst du das Wort Achtsamkeit? 8)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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