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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Stero

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 6. November 2015 um 16:36
    void:
    Stero:

    So wie der Stand ist, ist Crazy Wisdom eine Luftnummer, die als Pseudoargument für vielerlei Irrationalitäten herhalten muss.

    Das Leute, wenn sie traumatischen Verhältnissen ihre Persönlichkeit extrem verändern können, ist ja seit langem bekannt:

      Im Jahr 1924 wurde Leningrad überflutet. Pawlow hatte eine ganze Gruppe Hunde vor dem Eintreten dieser Flut konditioniert. Während der Flut waren die Hunde in ihren Käfigen gefangen, als das Wasser im Labor langsam anstieg. Die Hunde schwammen unter äußerstem Terror herum und versuchten mit allen Kräften, ihre Köpfe über Wasser zu halten, als im letzten Moment ein Laborgehilfe die Hunde in Sicherheit brachte, indem er sie durch das Wasser nach unten und aus ihren Käfigen zog.

      Diese Episode war für die Hunde offensichtlich extrem beängstigend. Manche von ihnen schalteten von einem Zustand der extremen Anspannung zu schützender, aber ernsthafter Überlastungshemmung. Als Pawlow später einige von ihnen untersuchte, stellte er fest, dass die ihnen kurz zuvor eingepflanzten, konditionierten Reflexe zur Gänze verschwunden waren. Andere Hunde, die durch dieselbe Tortur gingen, waren aber nicht betroffen. Pawlow erkannte, dass es für jene Hunde, deren Konditionierung durch den Schrecken ausgelöscht worden war, eine weitere Stufe hemmender Aktivität gab, die die Psyche völlig ausradieren konnte. Die meisten Hunde, die diesen Zustand der ‘Gehirnwäsche’ erreicht hatten, konnte später ihre vorherige Konditionierung wiedererlangen, es waren dazu aber Monate geduldiger Arbeit notwendig. Sie wurden, in der Tat ‘neu geboren’. Wenn Pawlow ein wenig Wasser unter der Tür ins Labor fließen lies, waren alle Hunde alleine schon für den Anblick empfindlich und davon betroffen, am allermeisten aber jene Hunde, die von der Flut ‘Hirngewaschen’ worden waren.
      ....
      Das totalitäre Sowjetregime fand Ivan Pawlows Werk sehr nützlich, um seinem politischen Ziel der vollständigen Indoktrination nachzugehen. Als Beweis dieser Tatsache wird angemerkt, dass im Juli 1950 in Russland ein medizinischer Erlass herausgegeben wurde, nach dem die sich die gesamte Sowjetische Medizin künftig an Pawlows Vorbild orientieren sollte. Der Erlass begründete sich anscheinend auf den beeindruckenden Ergebnissen, die mit der Anwendung von Pawlows Prinzipien erzielt werden konnten. http://de.sott.net/article/1830-I…lastungshemmung

    In vielen Situationen, wo man Persönlickeiten extrem verädnern will (z.B beim militarischen Drill) setzt man sie irrationalen, widersprüchlichen, inkomerblen Botschaften aussetzt, so dass der Wagon aus den eingefahrenen Gleisen springt, und neu justitiert werden kann. Ich finde das eine sehr gefährliche Sache und deine Idee, zu denken, weil es irrational sei funktiniere es nicht, ist sehr naiv.

    Was? Und was ist "funktionieren"?

    Und was willst du mit dem Pawlow im Kontext von Crazy Wisdom denn belegen?

    Ich darf also wiederholen:

    Stero:


    Das Problem ist gerade 1) dass nicht klar ist, was das sein soll 2) dass nicht klar ist, welches die Zielsetzung ist und 3) ob - wenn 1 und 2 geklärt sind - das Ziel nach wissenschaftlichen Kriterien auch erreicht wird.
    So wie der Stand ist, ist Crazy Wisdom eine Luftnummer, die als Pseudoargument für vielerlei Irrationalitäten herhalten muss.

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 6. November 2015 um 10:42
    void:
    Stero:

    Wenn du Rationalität befürwortest, dann erläutere bitte*
    1) was deine Idee von crazy wisdom mit Rationalität zu tun haben soll
    2) warum es etwas geben sollte, das nicht mit Worten ausdrückbar ist (nach Tsongkhapa z.B. gibt es nichts dergleichen und dies unterscheidet ihn von vielen seiner Glaubensbrüder und zeichnet ihn als einen rationalen Denker aus, was seine Philosophie angeht).

    Ich habe den Eindruck du unterscheidest zweischen unterscheidlichen Bedutungen des Wortes "Rationalität" nicht.

    Unter "Rationalität" kann man verstehen, dass man ein gegebenes Ziel mit passenden Mittel erreicht.


    Dann muss der sprachliche Ausdruck auf der Grundlage konventioneller Sprache, der die vermeintlich "passenden Mittel" beschreibt, verifizierbar sein, in dem Sinne, dass jedermann - unabhängig von seinem religiösen oder ideologischen Glauben - nachprüfen kann, dass ein vorher definiertes Ziel auch erreicht wurde.

    void:


    Oder auch, dass man das was man tut , mit Argumenten schlüssig rechtfertigen kann. Das das, was man tut, sich auf der Verstandesebene abspielen muss, ist damit nicht nicht unbedingt gesagt.


    Hier gilt das gleiche. "Das was man tut" sind die vermeintlichen "passenden Mittel" und die Rechtfertigung kann nur in dem validen Erreichen des vorher definierten Zieles bestehen.
    Deine Unterscheidung entbehrt jeder Grundlage.

    void:


    In der Psychologie gibt es neben Therapieformen, die über verstandesmässige Reflexion gehen auch viele, die sich an tiefere Schichten wenden und dort tiefgreifende Veränderungen bewirken. Wenn ich über Studien nachweisen kann, dass das irgendetwas (und sei es noch so weit vom Verstand entfernt) zu einer positiven Veränderung führt, dann ist es "rational im Sinne der Aufgabenstellung". Auch wenn es inhaltlich noch so absurd scheint.


    Auch hier wieder: Therapie hat ein Ziel, welches zu definieren ist. Wenn Studien wissenschaftlich durchgeführt werden und eine Therapieform nach wissenschaftlichen Kriterien zur Zielerreichung führt, dann kann die Therapieform nicht absurd sein, sondern gehorcht rationalen Grundsätzen.

    void:


    Das Problem an Crazy Wisdom ist nicht so sehr ob es funktionieren kann oder nicht, sondern dass es als Ausrede für alle möglichen Macht- und Missbrauchsstrukturen dient.


    Das Problem ist gerade 1) dass nicht klar ist, was das sein soll 2) dass nicht klar ist, welches die Zielsetzung ist und 3) ob - wenn 1 und 2 geklärt sind - das Ziel nach wissenschaftlichen Kriterien auch erreicht wird.
    So wie der Stand ist, ist Crazy Wisdom eine Luftnummer, die als Pseudoargument für vielerlei Irrationalitäten herhalten muss.

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 6. November 2015 um 10:16
    Sherab Yönten:
    Stero:

    Wissenschaftliches Arbeiten, welches mir als Vorlage für meine eigenen Textstudien dient, beinhaltet das Nennen der Quelle aus der ein Zitat stammt, welches man in einem eigenen Text verwendet

    Was sind denn Deine "wissenschaftlichen Arbeiten" ?


    Ich sprach nicht von "meinen wissenschaftlichen Arbeiten" sondern davon, dass ich die Konvention wissenschaftlichen Arbeitens übernehme, was das Zitieren von Quellen angeht.

    Sherab Yönten:
    Stero:

    1) was deine Idee von crazy wisdom mit Rationalität zu tun haben soll

    Ich schreib es gerne nochmal. Ich habe lediglich geschrieben, es gibt hervorragende Lehrer, die "crazy wisdom" praktizierten oder immer noch praktizieren. Ich selbst praktiziere es nicht, von daher kann ich Dir diese Frage nicht beantworten.


    Ok, das lasse ich als unbegründete Behauptung so stehen.

    Sherab Yönten:
    Stero:

    2) warum es etwas geben sollte, das nicht mit Worten ausdrückbar ist (nach Tsongkhapa z.B. gibt es nichts dergleichen und dies unterscheidet ihn von vielen seiner Glaubensbrüder und zeichnet ihn als einen rationalen Denker aus, was seine Philosophie angeht).

    Ich glaube, hier missverstehst Du Tsongkhapa. Ich habe bereits weiter oben geschrieben, was genau nicht mit Worten ausgedrückt werden kann:
    "Die Realisation von Leerheit". Das ist eine Erfahrung jenseits von Worten und Benennungen und sicher findest Du auch bei Tsongkhapa eine Stelle im Text wo er genau diese Ansicht mit mir teilt.


    Nein, deine Ansicht habe ich in den Quellen nicht gefunden. Aber wenn du damit ausdrücken willst, dass sich Tsongkhapa nicht in subjektiven Schwärmereien und Spekulationen ergeht, wenn er philosophiert, dann ist das eben genau das, was seine Rationalität - außerhalb seiner religiösen Predigten - auszeichnet. Er wendet sich genau gegen die Behauptung der Mystiker, dass es da etwas "Unausprechbares" gäbe. Realisieren ist Erkennen und was erkannt wird, ist die Abwesenheit von inhärenter Existenz bzw Wahrheit in Dingen und Nicht-Dingen - die inhärenter Existenz bzw Wahrheit, welche von einem mentalen Faktor projiziert wird, der per Introspektion erkennbar ist. Punkt. Mehr gibt es da nicht zu sagen.

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 6. November 2015 um 08:54
    Sherab Yönten:
    Stero:

    Mit dem Verwenden von Quellen, in denen sich auch Irrationales finden lässt, verschreibe ich mich ja nicht der Irrationalität. Nein, die Welt des Irrationalen ist nicht meine.

    Und warum zitierst Du diese Quellen dann ? Das ist für mich irrational :lol:


    Wissenschaftliches Arbeiten, welches mir als Vorlage für meine eigenen Textstudien dient, beinhaltet das Nennen der Quelle aus der ein Zitat stammt, welches man in einem eigenen Text verwendet. :)

    Wenn du Rationalität befürwortest, dann erläutere bitte*
    1) was deine Idee von crazy wisdom mit Rationalität zu tun haben soll
    2) warum es etwas geben sollte, das nicht mit Worten ausdrückbar ist (nach Tsongkhapa z.B. gibt es nichts dergleichen und dies unterscheidet ihn von vielen seiner Glaubensbrüder und zeichnet ihn als einen rationalen Denker aus, was seine Philosophie angeht).

    *Denn diese beiden Punkte waren es bisher, welche unseren Dissenz verursachten.

  • Misstrauen gegenüber dem Lehrer

    • Stero
    • 6. November 2015 um 08:32
    void:
    Stero:


    Danke für die explizite Ansage. Das sollte doch zusammen mit deinen weiteren Aussagen anderen eine Warnung sein können, sich davon fern zu halten. Hoffentlich!

    Im tibetischen Buddhismus verhert der Guru-Yoga den Lehrer nicht als Person sondern quasi in seiner Eigenschaft als letztes Glied einer Übertragungskette verehrt. Gerade bei der Überlieferung in den Westen ergaben sich Missverständnisse, in denen das zum Personen-Kult werden konnte. Nachdem es bei den Gelugs mehrere solche Fälle gab, hat Alexander Berzin im Auftrag des Dalai Lamas geschaut, was da schief gelaufen ist. Dabei entstand das Buch „Zwischen Freiheit und Unterwerfung. Chancen und Gefahren spiritueller Lehrer-Schüler-Beziehungen“, dessen Vorwort man hier findet.


    Ja, das ist sehr intessant, zeigt aber doch deutlich zwei Quelle des Missverständnisses auf: die Kultur und die sog. "spirituelle Suche". Die "Tonlage", in der Herr Berzin da referiert zeugt natürlich von Allem, nur nicht von der Sachlichkeit wie sie in unserer Kultur üblich ist. Aber er erwähnt ja eingangs, dass er selbst einer der "spirituell Suchenden" ist, die sich dem, was sie vermeintlich gefunden haben, verschrieben haben. Tsongkhapa, auf den er sich bezieht, war nicht nur Philosoph sondern eben auch religiöser Prediger. Als Philosoph lieferte er meiner Einschätzung nach einen starken Beitrag bei der Erforschung der Psychologie der Sprache, weil - und nur weil - er sich der Thematik mit messerscharfer Rationalität genähert hat. Als religiöser Prediger war er das Produkt einer monistisch homogenen Kultur, die in krassem Gegensatz zu der Kultur steht wie wir sie heute im Westen haben. Herr Berzin geht es in diesem Kontext um Tsongkhapa den Prediger, denn er will ja die Schüler-Lehrer-Idee einer fremden Kultur im Westen etablieren. Herr Berzin schreibt deswegen auch aus der Perspektive einer religiösen Tradition, zu deren Parteigänger er geworden ist und von der er lebt. Kann er alles machen, denn wir leben in einer freien Kultur, die sich noch dazu der Religionsfreiheit verschrieben hat. Ich persönlich halte nichts davon, vermutlich weil ich auch kein Freund einer "spirtuellen Suche" bin. Und was Herr Berzin tut, halte ich eher für schädlich denn nützlich.

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 6. November 2015 um 07:40
    Sherab Yönten:
    Stero:


    Lass gut sein. Ich glaube, das was du "sachlich" nennst, ist einer Welt zugehörig, zu der mir jeglicher Zugang fehlt. Vermutlich ist das auch die Welt, aus der Mrs Mahakala spricht? Von der halte ich mich lieber fern ;)

    Ach, das kann ich mir gar nicht vorstellen. Wenn Du in Deinem Blog "JEFFREY HOPKINS: TSONG-KHA-PA’S FINAL EXPOSITION OF WISDOM" zitierst, dann wäre das auch ein (möglicher) Zugang zu "meiner Welt" (in diesem Thread). ;)


    Das missverstehst du völlig. Mit dem Verwenden von Quellen, in denen sich auch Irrationales finden lässt, verschreibe ich mich ja nicht der Irrationalität. Nein, die Welt des Irrationalen ist nicht meine.

  • Forschung zur Motivation und Erwartung Meditation-Interessie

    • Stero
    • 5. November 2015 um 20:07
    acinzow:

    Und es ist so wie bereits geschildert habe: so gut wie alle Meditation-Forschung (bei Yoga sowieso) lässt diese „Kontextfaktoren“ (Erwartungen, Vorstellungen über die Methode etc.) außen vor.


    Merkwürdig ist das. Ich hätte erwartet ( ;) ), dass gerade Erwartungen die größte Bedeutung für Meditation und deren Wirkungen haben. Aber meine Erwartungen würden mich nun wohl für eine unvoreingenommene Forschung disqualifizieren :lol:

  • Misstrauen gegenüber dem Lehrer

    • Stero
    • 5. November 2015 um 19:54
    Mrs._Mahakala:

    Da es um Vajrayana geht, hat der Guru außerdem herausragende Bedeutung.


    Danke für die explizite Ansage. Das sollte doch zusammen mit deinen weiteren Aussagen anderen eine Warnung sein können, sich davon fern zu halten. Hoffentlich!

    Philosophier-Modus ein
    Warum lassen sich Leute auf unnötige Dinge ein, die ihnen Probleme verursachen, die sie ohne diese unnötigen Dinge gar nicht hätten?
    Philosophier-Modus aus

    Ironie-Modus ein
    Vielleicht doch zu wenig "Leid" im Leben? ;)
    Ironie-Modus aus

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 5. November 2015 um 19:39
    Sherab Yönten:

    ... Ich möchte Dich bitten, Deine Kritik sachlich zu begründen.


    Lass gut sein. Ich glaube, das was du "sachlich" nennst, ist einer Welt zugehörig, zu der mir jeglicher Zugang fehlt. Vermutlich ist das auch die Welt, aus der Mrs Mahakala spricht? Von der halte ich mich lieber fern ;)

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 5. November 2015 um 17:07
    Sherab Yönten:

    Verblendung wird durch Weisheit "aufgehoben", durch ... etwas, das mit Worten nicht beschreibbar ist.


    Oh weh ... ich seh schon, du stellst aber auch allem und jedem einen Freibrief aus. Erst crazy wisdom und jetzt das ...

  • reiner klarer geist

    • Stero
    • 5. November 2015 um 16:58
    Jojo:

    hallo hanujo,
    was meinst du genau mit "beschmutzt"?


    Wahrscheinlich "schmutzige" Gedanken ... scheint ja etwas katholisch angefärbt zu sein

  • Sollte ein buddhitischer Lehrer seine Videos verkaufen?

    • Stero
    • 5. November 2015 um 16:54
    Bodhi:

    Würde der Buddha heute kostenpflichtig auf Youtube lehren?
    Nein.

    Bodhi:


    Er hat die Menschen immer situativ da abgeholt wo sie gerade standen.


    Na dann würde er eben schon auf Youtube lehren und zwar gegen Geld. Warum? Weil er sie bei Youtube abholen würde und weil die Leute heute glauben, was nix kost taugt auch nix.

    Tztztz ...

    Bodhi:


    Er hat keinen Lehrplan dafür entwickelt.


    Dann würde er aber heute ausgebuht werden, wenn er so strukturlos herumplapperte :lol:

  • Misstrauen gegenüber dem Lehrer

    • Stero
    • 5. November 2015 um 10:15
    Sherab Yönten:
    Stero:

    In Verbindung mit der buddhistischen Floskel, dass jede Selbstbestimmtheit "nur Ego" sei (iSv Verächtlichmachung), tun sich da Abgründe auf ... Abgründe von mentaler Manipulation, Sekten, psychiatrisch auffälligen Symptomenkomplexen, massenhysterischen Phänomenen etc.

    Nein - das ist mit "Crazy wisdom" nicht gemeint.


    Ich rede ja nicht von deiner Meinung, sondern den möglichen Folgen solcher Meinungen (plural) wie deiner. Deswegen rate ich davon ab, eine solche Meinung zu haben oder gar öffentlich zu vertreten.

  • Wochenende

    • Stero
    • 5. November 2015 um 10:01
    fotost:

    Leute, das kann doch nicht euer Ernst sein. Eine derartige Selbstbezogenheit und solch mangelndes Mitgefühl für andere in einem Forum für buddhistische Themen?

    Kann niemand beim Begriff Arbeit auch mal an Leute denken, die stumpf am Fließband malochen müssen oder Kinder, die 12 Stunden am Tag Ziegel schleppen?


    Also ich denk beim Begriff Arbeit immer an andere. Nämlich an die Manager von DAX-Unternehmen die zig Millionen im Jahr einstreichen :badgrin:

  • Misstrauen gegenüber dem Lehrer

    • Stero
    • 5. November 2015 um 09:50
    Sherab Yönten:
    Stero:


    Lass dir doch nicht so einen Bären aufbinden. Entweder einer tickt richtig oder er hat nen Sprung in der Schüssel. :)

    Dieses "schwarz -weiß" denken funktioniert in diesem Falle nicht. Es gibt hervorragende Lehrer, die aus dem Bereich "Crazy Wisdom" kommen.
    Crazy meint hier wohl eher "unkonventionell", mit Wisdom ist buddhistische Weisheit gemeint.


    Ich ahne Schlimmes. ...
    In Verbindung mit der buddhistischen Floskel, dass jede Selbstbestimmtheit "nur Ego" sei (iSv Verächtlichmachung), tun sich da Abgründe auf ... Abgründe von mentaler Manipulation, Sekten, psychiatrisch auffälligen Symptomenkomplexen, massenhysterischen Phänomenen etc.
    Kann man ja nur vor warnen.

  • Misstrauen gegenüber dem Lehrer

    • Stero
    • 5. November 2015 um 09:24
    Mrs._Mahakala:


    "Crazy Wisdom" mag unkonventionelle Methoden einschließen.


    Lass dir doch nicht so einen Bären aufbinden. Entweder einer tickt richtig oder er hat nen Sprung in der Schüssel. :)

  • Sollte ein buddhitischer Lehrer seine Videos verkaufen?

    • Stero
    • 5. November 2015 um 08:49
    JayJay:
    Mirco:


    Also doch ein Dhamma-Händler :| !

    das ist deine Meinung...
    bevor man solche Behauptungen aufstellt sollte man lieber persönlich nachfragen

    Server und alles was dazu gehört muss ja schließlich auch bezahlt werden... oder glaubst du das das alles kostenlos so rumsteht :roll:


    Und die Zeit. So ein Studium muss ja vorbereitet werden. Das stelle ich mir zeitaufwändig vor, zumindest wenn man es gut machen will. Kann mir nicht vorstellen, dass man das neben einem normalen job machen kann. und wenn nicht, muss ja auch der Lebensunterhalt finanziert werden.
    Vermutlich ist Mirco's Einwand eine Kritik daran, dass es sich nicht um einen Mönch handelt, der sich von seiner Religionsgemeinschaft aushalten lässt. Oder hat er eine Organisation im Rücken? Wenn nicht und ich Mirco's Einlassung richtig verstehe, dann disqualifiziert sich diese selbst.

    interessant wird's doch erst dann wenn Überschüsse erwirtschaftet werden und was mit denen dann gemacht wird vor dem Hintergrund dessen was gelehrt wird. Da haben wir doch viel Erfahrung mit Religionsgemeinschaften und ihren heuchlerischen Aktivitäten. ;)

  • Der passende Lehrer

    • Stero
    • 5. November 2015 um 08:35
    hanujo:

    überall Unterwerfung - im Job in der schule im Tierreich den Eltern sogar bei freunden und vor Gott
    und was fühlt sich verletzt - wenn es sich mal nicht unterwerfen will ???


    Das liest sich als ob du glauben würdest, dass Unterwerfung etwas Natürliches sei und sich nicht zu unterwerfen ein Aufbegehren wider die eigene Natur sei.
    Hoffentlich glaubst du das nicht.

    Es ist ja auch so, dass das was ich hier in diesem Kontext "Unterwerfung" nenne, so eine mentale Haltung ist. Kennst du vielleicht, das Bedürfnis aufzuschauen zu jemandem und seine Hoffnung auf ihn zu projizieren, sein Wohlfühlen von ihm abhängig zu machen. Also ich assoziiere damit das typische Kleinkind-Eltern-verhältnis und bin davon überzeugt, dass man das in dieser Lebensphase lernt und sich das später immer wiederholt. Gottessehnsucht ist sowas. Oder die innere Haltung dem Buddha der Erzählungen gegenüber. Ein hetero- oder homosexuelles Verhältnis kann so sein ("kann", nicht "muss"). Du verstehst? Dieses Kind-Sein-und-aufschauen-Wollen?

    Ein Verhältnis unter Freunden kann solche Züge haben, muss aber nicht. Es kann durchaus auch ein Verhältnis auf Augenhöhe sein. Also vielleicht meinen die Leute hier auch sowas, wenn sie von "Lehrer" reden: ein Verhältnis auf Augenhöhe, wo man sich anhört, was der andere zu sagen hat, man aber durchaus auch die Einstellung hat, es ggf. besser wissen zu können. Was der andere sagt muss also überzeugend sein, muss der Prüfung standhalten, kann auch verworfen werden ohne dass die Beziehung darunter leidet und ist nicht deshalb richtig, weil er "Lehrer" genannt wird.

  • Der passende Lehrer

    • Stero
    • 4. November 2015 um 23:46

    Dominanz und Unterwerfung sind Merkmale des sozialen Zusammenlebens. Im Beruf, der Partei, der Glaubensgemeinschaft, sogar im Kleintierzüchterverein. Immer ist da einer der sich aufspielt und andere die folgen. Gelernt wird das unweigerlich ab Geburt, durch die Abhängigkeit von der Mutter, den Eltern. Das bekommt man dann sein Leben lang entweder gar nicht mehr los oder nur sehr schwer. Lehrer-Schüler-Verhältnisse sind nur ein Beispiel dafür, egal ob in der Schule oder in der Religion, so wie hier. Das ist unausrottbar, das Gefühl, dass da jemand ist, der besser über einen Bescheid weiß als man selbst. So wie Mutti oder Papi damals. Ist gaaaaanz schwer loszuwerden. Aber es geht. "Leider" bekommen bei der Emanzipation alle "Autoritäten" ihr Fett ab :lol:

    Nun den Bogen spannen zur buddhistischen Praxis ... hmh ... vielleicht den Leuten den Glauben an sich selbst schenken? Selbstvertrauen? Sei dir selbst eine Leuchte! Du kannst das! Du weißt es besser!
    Ja, ich glaube fest daran, dass ihr es besser wisst, selbst wenn ihr es selbst nicht glaubt. Aber ich glaub an euch. Wirklich, ihr braucht keine Lehrer. :)

  • Wie können wir wissen, dass ...

    • Stero
    • 4. November 2015 um 23:28
    crmk:

    ... die Erfahrung der spirituellen Erleuchtung (Satori / "Auf wachen") nicht selbst eine Illusion ist :?:

    Bin gespannt auf eure Anworten.


    Wir können das gar nicht wissen, weil es dieses Wissen nicht gibt. Aber jemand kann sich Gewissheit dazu aneignen, die nicht von anderen geteilt werden kann, weil Gewissheit ist eine rein individuelle Angelegenheit ist. :)

  • Fünf Silas

    • Stero
    • 4. November 2015 um 19:06
    sakko:

    Hallo,
    da möchte ich dir gerne Widersprechen. Ich habe in Wikipedia gesucht und da diese Interpretation gefunden. Falls du das anders kennt, würde ich mich
    freuen auf eine Antwort

    sakko

    Na dann lies mal hier
    https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Silas

    ;)

  • Studium

    • Stero
    • 4. November 2015 um 18:59
    Thor:

    Hallo an Alle!

    Also, Theravada, Mahayana und Vajrayana, Vaibhasika und Sautrantika, Unterschulen,
    Sarvastivada, Tantrayana, Chan, Zen, Son, Thien, Saddharmapundarika, Nyingma,
    Kadam, Kagyü, Gelug…,
    …Asanga, Dharmakirti, Dogen, Fazang, Nagarjuna, Vasubandhu, Manjushrimitra usw.
    Ganz ehrlich, ich Blick nicht wirklich durch. Hat jemand eine logische oder/und
    bewährte Vorgehensweise (Lehrplan) zum Studium des Buddhismus??? Habe bis jetzt
    vieles kreuz und quer gelesen, aber nicht wirklich den Eindruck, dass ich auf dem
    richtigen Weg bin, dass für mich korrekte System/Ansicht/Philosophie zu finden!

    Danke im Voraus.

    Alles anzeigen

    Es ist wie sonst auch: Wenn jemand studieren will, geht er nicht an die Uni und zieht sich alle Vorlesungen rein, die es gibt, sondern er studiert das Fach, das ihn interessiert. Was einen interessiert können andere natürlich nicht wissen. ;)
    Der eine mags eher gefühliger, der nächste streng und asketisch, wieder einer bunt und phantasievoll, einen anderen interessiert nur das Philosophische, weil er bei Religion einen allergischen Anfall bekommt, wieder ein anderer sucht Inspiration für seinen Job ... worauf stehst du? was suchst du?

  • Hat ein Erleuchteter Besitz?

    • Stero
    • 4. November 2015 um 18:36
    Sanshin:

    Wie wuerde eine Gesellschafft von Erleuchteten oder unter Fuehrung von Erleuchteten aussehen?


    Ziemlich erbärmlich vermutlich. ;)

  • reiner klarer geist

    • Stero
    • 4. November 2015 um 17:44
    hanujo:

    wie erlang man nun einen reinen klaren geist ? am bessten dazu noch einen klugen ? und natürlich freundlichen ?


    Mit Drogen ist wohl nicht mehr drin als ein freundlicher, bestenfalls.

  • Wochenende

    • Stero
    • 4. November 2015 um 13:01
    fotost:

    Sicher wird heute in Ländern mit buddhistischer Bevölkerungsmehrheit ein arbeitsfreier Tag beachtet,


    Kommt drauf an. Wäre ich mir nicht so sicher. Dazu muss man aber auch beachten, dass "Arbeiten" hierzulande und Arbeiten in anderen Kulturkreisen ganz unterschiedliche Dinge sein können. Denn so wie das bei uns abläuft, ist's ja fast keine 3 Tage am Stück zu ertragen ;)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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