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  1. Buddhaland Forum
  2. Sunu

Beiträge von Sunu

  • MMK / Änder meine Meinung zu Nagarjuna

    • Sunu
    • 26. Juli 2021 um 15:10
    Ellviral:

    Ich bin ja schon ein Stück weiter, aber da tauchte die schon eher verzweifelte Frage auf: Was bleibt eigentlich von meinem Leben, wenn sich das, wie bisher, bestätigt was Nagarjuna a da so schreibt?

    Die einfache Antwort: Ich, Persönlichkeit/Helmut und die Welt nur alles schnell ohne Leiden.

    Ohne Leiden? Was heißt das denn jetzt?

    Na das Unwissen der vier Wahrheiten vom Leiden bleibt die meiste Zeit verschwunden. Schon weil "man" sich nicht mehr in das "hab ich nicht gewusst." zurückziehen kann. Selbstbetrug führt zu lächeln über sich und die Tricks der Relativierung der Sila.

    Der achtfache Weg ist kein Weg mehr, sondern ein Baukasten von Verhaltensweisen.

    Ein selbskontruiertes, bedingt entstandener Helmut...

    Für mich war dieser Herr immer ein moderner Nagarjuna... Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse hatten einen unmittelbaren Einfluss auf seine Lebensart... Sein selbskonstruierter Baukasten von Verhaltensweisen.... Möge er in Frieden ruhen...

    Biologe und Philosoph Humberto Maturana gestorben

  • OT: Wahre Natur

    • Sunu
    • 8. Juni 2021 um 00:32
    ARYA DHARMA:
    Sunu:

    Wo ist da der Unterschied zw. "pure Natürlichkeit" .... Und wahrer Natur?

    Dazu müsste ich ja wissen, was derjenige unter "wahrer Natur" versteht, aber da wird Schweigen vorgezogen, darum kann ich die Frage nicht beantworten.

    Und was verstehst du unter purer Natürlichkeit? Hast du schon einen Blick auf sie werfen können?

  • OT: Wahre Natur

    • Sunu
    • 7. Juni 2021 um 14:50
    ARYA DHARMA:

    Für mich hat das Sitzen unter dem Bodhibaum eine symbolische Bedeutung (das ist keine buddhistische Deutung oder im Einklang mit buddh. Lehren). Der Buddha hatte ja vieles versucht, ist umhergewandert, war bei verschiedensten Lehrern, hat viele Techniken versucht, hungerte, magerte ab usw. All das hat ihm nichts eingebracht. Doch wo erlangte er "Erleuchtung"? Beim einfachen Sitzen unter dem Bodhibaum. Weil er nicht mehr suchte, keine Techniken mehr verwendete - er saß einfach nur, pure Natürlichkeit.

    Wo ist da der Unterschied zw. "pure Natürlichkeit" .... Und wahrer Natur?

  • Angstgefühle bei und nach der Meditation

    • Sunu
    • 12. April 2021 um 15:38
    Neko-Neko:

    Heute war es gut. Ich habe zwei Gedanken fokussiert: (i) Gedanken betrachten, benennen und verabschieden mit Hilfe eines inneren Bildes: Gedanken als Spatzen, die sich auf einen Busch setzen und die ich leicht anstupse umd sie freundlich zu Weiterziehen einzuladen (ii) Unverfügbarkeit als Realität in den Blick genommen und sanft über mich gelacht in meinen Herstellen wollen.

    Die Angst, die mich zwei Tage im Griff hatte und nicht schlafen ließ, ist erst einmal wieder weggezogen.

    Ich würde so gerne von anderen wissen, wie sie da hingealngen: zu dem gelassenen Betrachten, dem Reduzieren von Gedanken, dem Ankommen in der Stille, dem Herauskommen aus aufgeregter Erwartung, jetzt, gleich wird alles anders und ruhig und still. Vielleicht ist das auch noch ein bisschen so ein Suchen nach dem Rezept, dem Herstellen ... Ich weiß es nicht. Aber hören von Euch, was geholfen hat, fände ich tröstlich

    Ein Trick wenn unangenehme Gefühle wie Angst auftreten ist, Augenbewegungen durchzuführen.. Klingt etwas komisch, funktioniert aber erstaunlich gut.. Du bewegst die leicht geöffneten Augen hin und her.. ca. innerhalb einer Sekunde einmal nach links und nach rechts.. Nach kurzer Zeit wirst Du vlt. ein so ein unwillkürliches durchschnaufen erleben....und so ein Gefühl als ob sich dabei ein Knoten löst.. Man setzt damit einen ähnlichen Verarbeitungsprozess wie während der REM-Schlafphase in Gang... Nur eben bewusst...

  • Woher kam bei Buddha die Erleuchtung?

    • Sunu
    • 13. Februar 2021 um 15:34
    RolandT:

    Liebe Buddha Freunde,

    die Informationen von Euch sind alle sehr interessant. Allerdings sind wir mittlerweile doch ein ganzes Stück von der Ausgangsfrage abgedriftet, was ja irgendwie völlig normal ist, da ein jeder seine eigene Sichtweise hat und somit auch vertritt.

    Ich möchte aber nochmals auf die Eingangsfrage zurückkommen, da mich diese tatsächlich mehr beschäftigt, als man es sich denken kann. ;)

    Nichts kommt von nichts! Alles hat in uns einen Anfang, aber der Anfang kommt nicht unbedingt aus uns. Er muss ja irgendwann in uns gekommen sein. Nichts kann aus uns kommen, ohne dass das "Saatgut" irgendwann einmal ausgesät wurde.

    Alle Religionen haben eines gemeinsam, die Menschen suchen nach dem Wahrhaften, möchten sich perfektionieren, eine absolute Reinheit der Seele erreichen. Im Judentum zum Beispiel gibt es die sogenannte Kabbalah. Ich rede hier nicht von der Thora, sondern von der Wissenschaft dahinter. Hierbei geht es um den Aufstieg der Seele zum Schöpfer. Ein jeder beginnt seinen Aufstieg auf der ersten Stufe und kann sich dann immer weiter nach oben arbeiten.

    Erreicht die Seele ihr Ziel in diesem Leben nicht, dann bekommt diese in einem nächsten leben erneut die Möglichkeit sich weiter zu vervollkommnen. Erst wenn das Ziel erreicht ist, geht die Seele in eine Gesamtheit ein. Sozusagen die absolute Perfektion.

    Haben nur an Gott Gläubige eine Seele, oder haben alle Menschen diese? Um hier eine gewisse Klarheit (Gesamtverständnis) zu bekommen, müsste man sich erst einmal darüber austauschen, was die Seele ist, oder sein könnte.

    Ein Schwenk zurück zum Buddhismus... was ist hier das Ziel? Ich glaube da schon einiges aus euren Beiträgen heraus gelesen zu haben. Ein jeder von Euch hat mit dem, was der denkt und schreibt, recht.

    Sich mit der Erleuchtung auseinanderzusetzen, ich gebe zu, das ist nicht ganz einfach. Vielleicht lässt sich auch nicht wirklich ein richtiger Gedankengang entwickeln. Wir sprechen hier über eine gewisse Wissenschaft, die mit dem menschlichen Verstand nicht zu greifen ist. Genau so ist es in der Wissenschaft der Kabbalah im Judentum. Auch hier ist das, was gelehrt wird, mit unserem Verstand nicht zu verstehen. Es ist nicht Greifbar, eher verstehen wir es mit unserem Unterbewusstsein, erreichen die gewünschten Ziele nur, wenn wir unsere negativen Dinge im Leben ablegen. Was ist hierbei das größte Negative in und an uns? Es ist unser Ego! Nun versucht einmal, euer Ego so mir nichts, dir nichts los zu werden... Schon der Gedanke daran dürfte nicht ganz leicht sein. ;)

    Eine Bitte von meiner Seite... auch wenn es auf dem ersten Blick so ausschaut, das alles was ich geschrieben habe, keinen Zusammenhang zum Buddhismus ergibt, tut es nicht einfach als Blödsinn ab.

    Ein Gesamtbild ergibt sich zumeist erst, wenn man die vielen kleinen Gedanken und die sich darin versteckenden Nuancen für sich entdeckt. Dies alles zu verstehen erreicht man nicht durch einen einzigen geschriebenen Beitrag.

    Hier noch ein Beispiel: Auch die Reden von Gotamo Buddhos ergeben erst einen Sinn in ihrer Gesamtheit. Was hätte es für einen Nutzen, wäre dieses umfangreiche Werk schon nach 30 Seiten zu Ende gewesen. Erst die Gesamtheit ergibt letztendlich einen Sinn und nicht schon die ersten Seiten!

    Manchmal machen wir Menschen es uns viel zu leicht und hoffen alles für uns ohne viel Mühe und Anstrengung zu erreichen. Jedoch, alles was uns zum Fortschritt, zur Vervollkommnung führen soll, dies führt ohne wenn und aber durch ein verdammt steiniges Gelände voller Hindernisse! ;)

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    HEILSLEHRE, Erkenntnis 3

    Es geht um das beenden von Leiden im Buddhismus... Nicht um Weltenrätsel.. Nicht mehr und nicht weniger

  • Woher kam bei Buddha die Erleuchtung?

    • Sunu
    • 12. Februar 2021 um 17:44
    RolandT:
    Ellviral:
    RolandT:

    Hallo Ellviral,

    Du schreibst: Die Erleuchtung kommt von nirgends. Sie erscheint. Das ist ein Widerspruch... wenn diese von nirgends kommt und trotzdem erscheint, dann muss sie ja doch von der Logik her von irgendwo kommen. Oder?

    Logisch ist das richtig, seh ich auch so. Es ist auch ein Widerspruch. Der lässt sich aber nur bei genauen Untersuchen des Erscheinens von Gefühlen klären.

    Da hab ich mal eine Frage an dich: Woher komm Ärger?

    Nicht gelten lassen kann ich in diesem Zusammenhang alle von außerhalb dieses Körpers einwirkenden Dinge. Denn der Ärger kommt ja nicht von außen, er erscheint in deinem Inneren. Merkst du dran, wenn jemand zu dir sagt: Ich versteh nicht, warum du dich Ärgers? Da war doch nichts.

    Das mit dem Ärger ist ein gutes Beispiel, was ich folgendermaßen versuche zu beantworten, ob Richtig oder Falsch, das sei erst einmal dahin gestellt. Versuch: Du bekommst in deinem Inneren von Außen einen Impuls gesetzt, der deine momentanen Empfindungen, die vielleicht positiv sind, in ein negatives Empfinden umwandeln. Um es etwas verständlicher zu machen, nehme ich erneut mein Beispiel der Energie und des unbewussten Energieflusses. Deine positive Energie die Du bis zu dem Zeitpunkt vor dem Impuls von Außen hattest, wird in dem Moment des auftreffens von der negativen Energie auf deine positive Energie, "umgeworfen" und in, nennen wir es Ärger, umgewandelt. Dies geschieht ohne das Du es beeinflussen kannst, es sei denn, deine positive Energie in Dir ist zu diesem Zeitpunkt so stark, das sie sich nicht ins Negative drehen lässt. Dann nimmst Du die negativen Impulse von außen gelassen hin und lässt nicht zu, dich in irgendeiner Weise zu ärgern. Puh, gar nicht so einfach, die Geschichte mit dem Ärger! ;)

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    Was ist innen und was ist außen?
    Alles was als innen oder außen wahrgenommen bzw. unterschieden werden kann, ist unbeständig.. veränderlich und unbefriedigend... Hat mit Erleuchtung nichts zu tun und kann sie auch nicht hervorbringen. Erleuchtung im buddhistischen Sinne ist kein Licht was irgendwo von irgendwem hervorgebracht wird... sondern ist Erlöschen.

  • Umgang mit körperlichem Schmerz

    • Sunu
    • 27. Dezember 2020 um 20:08
    Sili:

    Des weiteren verweise ich noch auf eine Geschichte Fon ajhan Brahm: in einem Waldkloster lebte ein Mönch der schlechte Zähne hätte, da der Zahnartzt weit weg wahr und auch das Geld knapp war zog dieser Mönch sich einen Zahn selber :eek: (nur das Lesen tat mir schon weg) der Mönch erklärte Brahm aber das die Angst und die Versteifung darauf den Schmerz erst unerträglich mache.

    Bei der Geschichte muss ich an meinen Vater denken, der sich so einige Zähne selber mit der Kombizange zog... Mit seiner "Härte" hat er mich früher beeindruckt.... Bis mit später klar wurde, dass er das nur gemacht hat, weil er offenbar tierische Angst vorm Zahnarzt hat. :grinsen:

  • Fühlende Wesen

    • Sunu
    • 7. Juli 2020 um 16:38
    Ellviral:
    Sunu:
    Ellviral:

    Was Pflanzen angeht geht es mir ausschließlich um das was Buddha als Fühlen ansieht. Wohl, Unwohl, weder Wohl noch Unwohl.

    darauf beruht meine Frage: Warum Pflanzen keine fühlenden Wesen sein sollen?

    Jeder Mensch hat schon gesehen wann sich Pflanzen Wohl und wann sie sich Unwohl fühlen. Weder Wohl noch Unwohl, da steht man da vor und fragt sich warum wächst die nicht?

    Es geht mir überhaupt nicht um Nerven oder son ablenkenden Scheiß. Fleischgeile und Vegetarier haben ja wohl schon genug Leid bereitet. Von Veganern ganz zu schweigen.

    Woher kommen die verblendeten Gefühle her die im ersten Beitrag beschrieben wurden.

    Mir geht es um die Lehre Buddha.

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen, was eine Pflanze, ein Tier oder sein Gegenüber empfindet? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass es bei MIR leiden verursacht, ein Tier zu schlachten.. oder Ich empfinde sogenanntes Mitleid mit anderen wenn jemand Misshandelt wird. Oder ICH empfinde Leid wenn ich Naturzerstörungen sehe. Das steckt drin und wahrscheinlich kann man sich das durch Abstumpfungen auch abgewöhnen, aber ich denke das wäre nicht förderlich bzw. heilsam. Deshalb gilt es für mich solche Dinge zu vermeiden... Demgegenüber empfinde ich beim Salatpflücken im Garten solche Leiden nicht... Das steckt bei mir nicht drin...

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen das Dukkha wirklich zum verlöschen gebracht werden kann? Das es Nirvana gibt? Das es keinen oder einen Gott gibt? Ist es nicht besser anzunehmen das Pflanzen auch "Bewusstsein" haben als das zu verneinen? Egal ob sie wissentlich ein Bewusstsein haben oder nicht? Was ist wenn ich glaube das sie kein Bewusstsein haben und dann irgendwann erkennen muss das ich mein Leben lang verachtend zu Wesen war die doch Bewusstsein haben? Hilft es nicht den Wesen viel mehr ihre Leben zu leben, wenn ich Bewusstsein annehme anstatt sie zu Steinen zu machen?

    Das ist das was Buddha über Wiedergeburt gesagt hat.

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    Was hilft es?Menschen oder zumindest ich, komme mit mir nicht so recht ins reine, wenn ich Tiere töte... Andere schlecht behandle... Ich denke es ist eher gar nix anerzogenes, sondern eigentlich im Menschsein verankert. In dem Moment wo ich es trotzdem tue, löst das bei mir Leiden aus, welches eben eigentlich vermeidbar wäre. Übrigends gilt das auch wenn ich z. B. zerstörerisch durch eine den Wald laufen würde und mutwillig eine Schneise der Verwüstung hinterlassen würde..Sogar Felsen und Steine sind da mit inbegriffen... Damit wäre ich mit mir auch nicht im Reinen.. Und ich denke das ist ebenso nichts anerzogenes. Beim Salatpflücken ist das hingegen bei mir anders... Ich könnte mir jetzt tiefe Gedanken machen, dass der Salat vlt. auch ein Bewusstsein hat und doch viel lieber weiterleben will usw., so dass ich am Ende mir damit ein schlechtes Gewissen anerziehe... Aber diese Art von Leiden ist eben auch vermeidbar, in dem ich mir so ein Bewusstsein eben nicht anerziehe. Ich denke es geht ohnehin immer nur um mein Bewusstsein... Aber das bedeutet nicht, dass man deshalb eine verachtende Haltung nach außen hin einnimmt. Um so bewusster ich meiner Selbst bin, desto achtsamer gehe ich auch mit meiner Umgebung um...

  • Fühlende Wesen

    • Sunu
    • 7. Juli 2020 um 00:38
    Ellviral:

    Was Pflanzen angeht geht es mir ausschließlich um das was Buddha als Fühlen ansieht. Wohl, Unwohl, weder Wohl noch Unwohl.

    darauf beruht meine Frage: Warum Pflanzen keine fühlenden Wesen sein sollen?

    Jeder Mensch hat schon gesehen wann sich Pflanzen Wohl und wann sie sich Unwohl fühlen. Weder Wohl noch Unwohl, da steht man da vor und fragt sich warum wächst die nicht?

    Es geht mir überhaupt nicht um Nerven oder son ablenkenden Scheiß. Fleischgeile und Vegetarier haben ja wohl schon genug Leid bereitet. Von Veganern ganz zu schweigen.

    Woher kommen die verblendeten Gefühle her die im ersten Beitrag beschrieben wurden.

    Mir geht es um die Lehre Buddha.

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen, was eine Pflanze, ein Tier oder sein Gegenüber empfindet? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass es bei MIR leiden verursacht, ein Tier zu schlachten.. oder Ich empfinde sogenanntes Mitleid mit anderen wenn jemand Misshandelt wird. Oder ICH empfinde Leid wenn ich Naturzerstörungen sehe. Das steckt drin und wahrscheinlich kann man sich das durch Abstumpfungen auch abgewöhnen, aber ich denke das wäre nicht förderlich bzw. heilsam. Deshalb gilt es für mich solche Dinge zu vermeiden... Demgegenüber empfinde ich beim Salatpflücken im Garten solche Leiden nicht... Das steckt bei mir nicht drin...

  • Tod und Vergänglicheit

    • Sunu
    • 30. März 2020 um 13:26
    Katrin.:
    Spock:

    In den Palitexten steht, dass ein Erwachter kein Karma mehr erzeugt ("Er hat alle Werke getan..."). Das bezieht sich imho nicht auf handeln allgemein, sondern auf die Art des Selbstbezugs.

    Genau, die Art des Selbstbezugs. Der Bezug, also das Verhältnis beziehungsweise die Art der Bedingtheit zur Welt.

    Geist und Materie bedingen einander, d.h. ist sie bestehen nur im Verhältnis zu einander.

    So wie zum Beispiel das Verhältnis eines Maßstabes 1:150000 nur eben kein quantitatives Verhältnis, also sondern ein qualitatives Verhältnis.

    Geist : Materie

    oder

    Ich : Welt

    Verändert sich der Selbstbezug, dann verändert sich auch das Verhältnis zur Welt.

    Unerleuchteter Fall: Das bin Ich/das ist Mein : Das ist die Welt/das bin nicht Ich

    Erleuchteter Fall: kein Verhältnis mehr, da ist nichts, keine Differenz.

    Der Erleuchtete lebt noch sein Leben zu ende und erzeugt nur noch über seinen Körper, als Sinnesreiz für andere Menschen Karma, aber nicht mehr für sich, da sich seine Unterschiedenheit aufgelöst hat.

    Alles was passiert ist ein Perspektivwechsel von "Ich" im Unterschied zur "Welt" hin zu: Nicht-Dualität, keine Unterscheidung

    So verstehe ich das :?

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    Ich sehe das so, dass ein Erwachter durch den fehlenden Selbsbezug, nicht mehr aus Gier oder Hass handelt. Da sind dann vlt. Handlungen, aber die tragen nicht mehr dazu bei, dass irgendwo der Gedanke eines "Selbst" entsteht. Damit ist dann der Daseinskreislauf an dieser Stelle beendet. Während andere durch ihren Selbstbezug, eben egoistische, von "haben wollen" und Ablehnung geprägte Taten vollziehen.... Tragen durch ihr Verhalten das Bild des "Selbsts" in die Welt hinaus bzw. bestärken es.. Tragen so zur fortwährenden Geburt des "Selbst" bei. Das ist so ungefähr mein Verständnis (oder Unverständnis) von Wiedergeburt.

  • Wissen und Glauben, Vertrauen in die Lehre

    • Sunu
    • 10. März 2020 um 09:58
    Donner:

    Hallo,

    wie einige wissen stelle ich ständig in Frage dass es überhaupt Sinn macht eine Religion wie den Buddhismus zu praktizieren. Zum Beispiel könnte es sein, dass das meiste frei erfunden wurde, oder dass die Aussage "Ich bin wach" von jemand stammt der sich einfach selbst überschätzt hat.

    Es mag sein dass Meditation Erfolge bringt, aber kann man wirklich dem Leiden entkommen?

    Wie habt ihr Vertrauen in die Lehre gefunden?

    Wenn ich erkläre wie sehr ich ständig vom Wahnsinn verfolgt bin, lenkt das zur sehr ab. Würde ich ein Buddha werden zur heutigen Zeit wäre ich sicher unvergesslich, dachte ich mir bereits. Es gibt ja sogar in der Theorie Wesen, die auf ihre Buddhaschaft verzichten solange andere Wesen nicht befreit sind.

    Vom Wahnsinn verfolgt bedingt auch dass ich mir ständig denke, dass der Mensch eine überschätzte Spezies ist. Und jede Religion, fast schon ein trauriger Beweis dafür.

    Wie findet man am Besten Vertrauen in die Buddhistische Lehre? Auf Palikanon.de habe ich gelesen, dass Buddha sagte das Vertrauen komme mit der Zeit, das sage ich mir seitdem immer und versuche mich im Buddhismus "einzuleben".

    Wenn ich dann den ganzen Tag nur Gemeinheiten, Boshaftigkeit ausgesetzt bin, komme ich ins grübeln.

    Auch denke ich mir oft, dass nur Leute denen es zu gut geht ihren Spirituellen Überzeugungen fröhnen.

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    Man kann eben niemanden direkt ins Hirn oder Herz sehen, es bleibt nur Kommunikation, die nie genau das wiederspiegelt , was jemand tatsächlich denkt oder fühlt. Das gilt auch für die Lehre. Von daher bleiben immer Zweifel. Selbst wenn man ganz darauf vertraut, dass Buddha wirklich ist, kann man nicht darauf vertrauen, dass man ihn auch wirklich versteht. Die Lehre kann nur ein Schubser sein, eine Anregung, sich mit sich selbst zu beschäftigen und in Frage zu stellen. Das Besondere ist, dass die Lehre gar keinen absoluten Wahrheitsanspruch erhebt, dass unterscheidet sie von anderen Religionen. Verstehen ist praktisch immer ein Mißverstehen ohne Verstehen des Miß. Ich denke erst wenn man das paradoxerweise ganz Verstanden hat, sind sind die Fragen beendet und der Geist kommt zur Ruhe.

  • Sich von Anhaftungen befreien

    • Sunu
    • 26. Februar 2020 um 01:41

    Na, wenn jemand in ständiger Angst lebt, weil er fest daran glaubt von Gespenstern verfolgt zu werden, dann gibt es A. Die Möglichkeit eine Art Exorzismus durchzuführen, so dass der Betroffene glaubt, die Geister die ihn verfolgten sind nun ausgelöscht... Oder B. Der Betroffene erlangt die tiefe unerschütterliche Einsicht, dass es gar keine Gespenster gibt.

    Kann beides gegen die Angst wirken, aber B ist nachhaltiger.

  • Mönchspfeffer

    • Sunu
    • 23. Februar 2020 um 10:33

    Mönchpfeffer hilft Frauen mit PMS. Früher haben das auch christliche Mönche eingenommen um ihre Sexualität zu unterdrücken. Welche Nebenwirkungen diese Unterdrückung verursachen kann, sieht man an den ganzen Missbrauchsskandalen in der kath. Kirche.

  • Als Buddha mit Rassisten sprach

    • Sunu
    • 12. Februar 2020 um 16:36
    kilaya:

    Insgesamt scheint mir Karma ein interessanter Faktor zu sein, was den Zusammenhang zwischen Buddhismus und Rassismus angeht. Welches Verständnis von Karma kann rassistische Einstellungen befördern, welches Verständnis erschwert sie oder macht sie unmöglich?

    Ich denke, dass kann eigentlich nur jeder für sich beantworten. Ich persönlich sehe Karma in Verbindung mit Wiedergeburt, als ein Schwachpunkt im Bezug auf Rassismus. Wobei das natürlich nicht so sein muss... Es kommt eben darauf an, was genau jemand darunter versteht. Von Unverständnis und Verständnis der Lehre möchte ich da aber auch nicht sprechen.. Denn Unverständnis kann man der jeweils anderen Seite ja immer vorwerfen. Unter Umständen wird das evtl. vorhandene, eigene rassistische Gedankengut auch gar nicht gesehen, wenn man z. B. denkt, man wäre als Buddhist sowieso völlig gefeit davor..

  • Als Buddha mit Rassisten sprach

    • Sunu
    • 11. Februar 2020 um 20:13

    1. Sind ja wieder Ansichten, die jeder eben so interpretiert in Abhängigkeit wie er die Lehre versteht. Man denke da an all die Diskussionen zum Thema Karma hier im Forum. Für mich persönlich ist da zb. weder was individuelles noch was kollektives.

    Es wäre auch vorstellbar, dass jemand "nur" wohltätig ist, um seine priviligierte Stellung aufrecht zu erhalten oder auszubauen.. Trotzdem hält er sich für überlegen..

    2. Die grobe Form des Rassismus, wäre ja auch so denkbar. Wenn man bestimmten Menschen einfach den nötigen Intellekt abspricht z.b., um die Lehre überhaupt zu verstehen. Bestimmte Menschen ggf. sogar eher als Tier sieht und nicht als echte Menschen. Nicht alle Kolonialherren meinten es z. B. wirklich schlecht mit den Menschen die sie unterwarfen. Sie hielten sie eher für minderbemittelt und dachten, dass es einer ständigen Führung bedarf, damit sie überhaupt ein einigermaßen lebenswertes Leben leben können.

  • Als Buddha mit Rassisten sprach

    • Sunu
    • 11. Februar 2020 um 18:04
    kilaya:

    Nochmal meine Kernfrage: kann man die Lehre von der Nichtexistenz inhärenter Eigenschaften mit einer Einstellung unter einen Hut bringen, die auf der Existenz unverrückbarer Unterschiede beruht?

    Man muss ja nicht an absolut unverrückbare Unterschiede glauben, um rassistische Gedanken zu hegen. Es reicht da an eine gewisse Stabilität zu glauben.. z. B innerhalb einer Lebensspanne. Da sind dann arme, hungernde, afrikanische Kinder plötzlich selbst Schuld an ihrem Schicksal.. Und man selbst ist dann halt ein privilegierte Europäer, weil man sich das im Laufe vieler Leben "hart" erarbeitet hat..indem man sich weiterentwickelt hat und die anderen sind eben schlechter.

  • Wo fange ich an?

    • Sunu
    • 10. Dezember 2019 um 17:52

    Hallo und herzlich willkommen,

    nach allem was Du so geschrieben hast kann ich Dir noch für den Einstieg das Buch hier empfehlen. https://www.lovelybooks.de/autor/volker-zotz/mit-buddha-das-leben-meistern-143375440-w/

    Ein Klassiker mit vielen praktischen Anleitungen und allgemein gehalten d. H. ohne jetzt schon in eine ganz bestimmte buddh. Richtung gehen zu wollen.

    Das Meditationszentrum was du dir ausgesucht hast kenne ich nicht, aber allgemein gibt es schon einige Diskussionen zum Kadampa. In sofern, dass man da schon eine ganz bestimmte Richtung einschlägt, d. H. Alles soll sehr auf den Gründer Kelsang Gyatso ausgelegt sein. Neue Kadampa Tradition (NKT-IKBU) & Geshe Kelsang Gyatso | Kadampa Meditationszentrum | Moderner Buddhismus

    Ein Geist geht um... Dorje Shugden und die Neue Kadampa Tradition (NKT)

    Wollte ich nur mal drauf hinweisen.. Ansonsten viel Spaß hier im Forum..

    Viele Grüße

  • "Kein Täter" - Buddhas Worte?

    • Sunu
    • 9. Dezember 2019 um 18:55

    Taten bzw. Tun und Leiden sind Prozesse und werden allgemein auch als solche gesehen. Anders als "Täter".....das beschreibt keinen Prozess und wird allgemein auch nicht als ein solcher gesehen. Und sowas findet sich halt nicht. Man kann den "Täter" natürlich schon als einen Prozess verstehen und diesen dann Täter nennen... Aber dann ist damit eben eigentlich etwas prozesshaftes gemeint.. eben ein Sammelsurium aus Taten, Leiden ect.

  • Was wird wiedergeboren?

    • Sunu
    • 8. Oktober 2019 um 16:35

    Irgendwo hat man den Dalai Lama mal zu Wiedergeburt im Bezug tibetischen Buddhismus fragen gestellt... Und ich meine mich zu erinnern, dass er sagte, dass es nicht notwendig ist als Buddhist an Wiedergeburt zu glauben.. Bzw. das es eher etwas mit Tradition zu tun hat.

  • M38 und die Wiedergeburt

    • Sunu
    • 8. Oktober 2019 um 00:04
    Vedana:
    Spock:

    Du meinst also den Körper des Embryos mit "neu"?

    Ich sprach von einer Eizelle, die im Falle der meisten WIrbeltiere beginnt, sich zu entwickeln, wenn eine Anzahl von Bedingungen zusammenkommt.

    Bei einigen Wirbeltieren ist die Bedingung nicht, dass ein männliches Exemplar was dazutut.

    In dem Eingangs Besprochenen Sutta geht es aber schon um Menschen...zu erkennen an der der Dauer der Schwangerschaft und an der anschließenden Beschreibung wie ein Kind aufwächst... Und nicht um Stabheuschrecken oder so.

    Es sind da Bedingungen beschrieben, die bei einer "Empfängnis" zusammenkommen müssen. Und ebenso ist diese Erklärung in Abhängigkeit zum damaligen Verständnis der Menschen entstanden... Die zudem erst Jahrhunderte nach Buddha aufgeschrieben wurden... Sehr wahrscheinlich in einer Sprache, die der Sprache in der Buddha lehrte zwar ähnlich war, jedoch eben nicht genau in dieser Sprache.

    Was nun genau das Verständnis von bestimmten Begriffen der Menschen zu Zeiten Buddhas war und was das Verständnis der Menschen zu Zeiten als der Palikanon niedergeschrieben wurde ... Darüber lässt sich wiederum heute mehr oder weniger sowieso nur noch spekulieren....

  • M38 und die Wiedergeburt

    • Sunu
    • 4. Oktober 2019 um 11:20
    Spock:

    Ich denke ähnlich, dass hier evtl. eher in "Energien" gedacht wird. Ich habe mich mal mit jemanden über Gandhabbas unterhalten und er meinte, dass sie oft an Orten auftauchen würden, wo - aus Sicht eines Biologen - viel Energieaustausch statt findet, zB. Wasserfälle. Dort gibt es oft auch viel Leben und eben auch gandhabbas.

    Apropos Wasserfälle.... Die Apsaras werden in dem Wikiarkikel über die Gandharva als Gefährtinnen der Gandharva beschrieben... Die Apsara werden auch als Geister der Wolken und Gewässer bezeichnet, so eine Art Gewässernymphen..

    Dem Wasser bzw. dem "Geist des Wasser" werden ja traditionell weibliche Eigenschaften zugeschrieben... Zusammen mit der Sonnenenergie ist Wasser Grundlage damit Leben auf der Erde entstehen kann... Wassergeist und die Verbindung zu Sonnengeist, auch das kann die Energiethese im Bezug auch Fruchtbarkeit stützen finde ich...

  • M38 und die Wiedergeburt

    • Sunu
    • 4. Oktober 2019 um 02:01

    Nur mal so eine Idee dazu


    [lz]

    Gandharva (Sanskrit गन्घर्व gandharva m.[1]; Pali gandhabbā) ist in den frühen Schriften der indischen Veden ein mit magischen Fähigkeiten begabtes, niederes Geistwesen, später ein Halbgott (upa-deva), welcher die Geheimnisse des Himmels und der göttlichen Wahrheit kennt und offenbart. In den einzelnen Textsammlungen besitzen die Gandharvas unterschiedliche Fähigkeiten, mit denen sie in der hinduistischen Mythologie überliefert wurden. Sie gelten als Personifizierungen des Sonnenlichts oder haben die Aufgabe, als dienstbare Geister den Soma, den Trank der Götter, zu bereiten und zu beschützen. Nach der buddhistischen Tradition zählen sie zu den Göttern (devas). In den auf Sanskrit verfassten klassischen Epen kommen Gandharvas (anderer Plural Gandharven) in größeren Gruppen zusammen mit ihren weiblichen Gefährtinnen, den Apsaras, als Musiker und Sänger vor.[/lz]

    Ghandhabba waren bereits in den Veden Gandharva bekannt und galten dort dem Wikiartikel u. a. gemäß als Personifizierung des Sonnenlichts. Das passt auch dazu, dass sie als Gefolge von Dhatarattha der als König der Himmelsrichtung Osten gilt, beschrieben werden.

    In Antiken Kulturen stand die Sonne (ebenso der Himmel, dessen Geheimnisse die Gandharva ja kennen) schon immer für das männliche Prinzip bzw. den Vater, der mit seinen Sonnenstrahlen Mutter Erde befruchtet.

    Es wäre da für mich gut denkbar, dass die Anwesenheit eines Ganddhaba, die Anwesenheit von männlicher Zeugungsenergie beschreibt.

  • Leiden und Karma (ImNebel durch den Gedankenurwald 1)

    • Sunu
    • 3. Oktober 2019 um 04:11

    Es ist doch sehr oft so, dass ein Gewalttäter selbst Gewalterfahrungen gemacht hat. Er sucht sich dann irgendein "unschuldiges" Opfer.. Und ggf. wird das Opfer wiederum zum Täter.. So eine Gewaltdynamik kann über Generationen hinweg bestehen, ohne dass noch nachvollzogen werden kann, wo das Ganze seinen Ursprung genommen hat. Es kann sogar die ein oder andere Generation überspringen. Aus der Psychologie kennt man Fälle von Kindern, die die Symptome eines ausgewachsenen Kriegstraumas zeigen, ohne das sie je einen Krieg erlebt hätten... Das konnte man in einigen Fällen schließlich, auf die unverarbeitet Kriegserlebnisse z. B. eines Großelternteils zurückführen. Ohne das, oder gerade weil da nie drüber gesprochen wurde. Von Schuld kann man also nicht wirklich sprechen. Der ein oder andere schafft es solche Dynamiken ganz zum Stillstand zu bringen... Dann trägt er sie auch nicht mehr weiter.. Das ist wie mit einer ansteckenden Krankheit...

  • Frühere Leben

    • Sunu
    • 28. September 2019 um 15:04

    Wenn es Wiedergeburt gibt, dann bin es nicht ich, nicht mein was da wiedergeboren wird. Also, was kümmerts?

  • Frühere Leben

    • Sunu
    • 27. September 2019 um 17:39

    Auch hier eine Frage der Definition des Begriffs. Zur Zeit Buddhas spielte "Wiedergeburt" eine entscheidende Rolle im spirituellen Alltag der Menschen. Buddha hat diesen Begriff aufgenommen aber anders definiert, als die Menschen in seinem Umfeld damals, die ja an einen festen Wesenskern glaubten. Er hätte das meiner Meinung nach auch mit anderen Begriffen aus anderen Kulturen tun können, um den Menschen dort die Lehre vom bedingten Entstehen näherzubringen.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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