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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Anandasa

  • Fleischkonsum und Buddhismus

    • Anandasa
    • 30. Dezember 2023 um 12:16
    Gurkenhut:

    Wenn Kühe nur Gräser essen würden, statt mit Soja und anderem gefüttert zu werden, hätte ich weniger Einwände. Aber der Anbau der Futtermittel braucht viel Platz, womit Flächen belegt werden, die nicht mehr der Natur nützlich sind oder dem Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln dienen können, um den Hunger in der Welt zu verringern. Sie verbrauchen Wasser im Anbau. Transportiert werden, müssen die Futtermittel auch noch.

    Außer du achtest drauf, nur Fleisch von Kühen zu essen, die ausschließlich Gräser von Berghängen gefuttert haben. Dann stimmt mein Vorgerede natürlich nicht.

    Kühe verursachen einen gewissen CO2-Ausstoß durch Blähungen bei der Verdauung. Ist die Summe der Kühe und Rinder weltweit sehr groß, spielt dies tatsächlich eine Rolle.

  • Die Ich-Illusion. Nur eine Folge der Praxis?

    • Anandasa
    • 22. Dezember 2023 um 18:32

    Mir fällt da eine kleine Geschichte ein als ich mir für einen Sprachkurs ein Vokabelheft kaufte und mir dann dachte, dass ich jetzt einfach aus Spaß in das Namensschildchen auf der Vorderseite "Anandasa" schreibe statt meinen Vor- und Nachnamen. In dem Moment sah ich es für einige Sekunden vor mir, dass ich gar nicht eer bin mit diesem Vor- und Nachnamen. Es hätte sehr vieles ganz anders kommen können und dann wäre ich jemand ganz anderes. Danach war es weg aus meinem Kopf und ich konnte es nicht mehr zurückholen.

    Die Vorstellung, die man von sich selbst hat, ist enorm. Und man ist sich bei vielen Dingen nicht bewusst, dass es aufgebaute Vorstellungen sind.

  • Ich empfinde den Buddhismus als trost- und hoffnungslos

    • Anandasa
    • 21. Dezember 2023 um 15:08
    Rolf82:

    Warum ist es nicht positiv bzw. schön geboren worden zu sein und zu leben?

    „Das Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll: Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden; Kummer, Lamentieren, Schmerz und Verzweiflung sind Leiden. Gesellschaft mit dem Ungeliebten ist Leiden, das Gewünschte nicht zu bekommen ist Leiden. Kurz, die fünf Ansammlungen sind Leiden.“

    Aus meiner Sicht wird in diesem Zitat oben gesagt, dass es im Buddhismus nur um das Erlöschen von unnötigen Leiden geht, die man sich selbst unnötig zufügt hat ausgelöst durch Wut, Hass, Gier, Verblendung, Unwissenheit, usw.

    Das Zitat oben besagt nur, dass es im Buddhismus gegen Alter und Tod kein Mittel gibt, weil es dagegen überhaupt kein Mittel gibt. Die Dinge vergehen und wir selbst auch. Dies zu akzeptieren ist Teil der Lehre Buddhas. Das ist nicht negativ zu verstehen. Die Dinge sind einfach so.

  • Die Ich-Illusion. Nur eine Folge der Praxis?

    • Anandasa
    • 13. Dezember 2023 um 22:36

    Aus Anatta kann man nach meiner Meinung folgern, dass es keine ewige Seele gibt. Dass man Anatta im Leben umsetzen kann, glaube ich nicht. Die Konsequenzen daraus sind zu hart als dass die menschliche Psyche dies aushalten könnte. Für mich ist Anatta ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass man auf Gestaltungen und Illusionen sehr sehr aufpassen muss. Mehr lässt sich aus meiner Sicht nicht daraus gewinnen.

  • Die Ich-Illusion. Nur eine Folge der Praxis?

    • Anandasa
    • 13. Dezember 2023 um 22:10
    Leonie:

    Das Ich als Illusion zu durchschauen bedeutet nur, genau dies zu erkennen: es ist Verblendung.

    Nein, es ist eine Täuschung. Verblendung ist sowas wie Hochmut, Egozentrik, u.ä.

  • Die Ich-Illusion. Nur eine Folge der Praxis?

    • Anandasa
    • 13. Dezember 2023 um 13:23

    Die Ich-Illusion ist hier anhand des Bilds aus Pixeln sehr gut erklärt. Das Problem ist aber, dass es damit aus meiner Sicht nicht erledigt ist. Um psychisch gesund und widerstandsfähig zu sein braucht man nach meiner Meinung aber trotzdem ein gewisses Selbst (nicht ein Selbstbild, sondern ein Selbst).

    Ich lebe jetzt nach sehr langer Zeit im Ausland weit weg von meinem Heimatort wieder in der Nähe meines Heimatortes, wo ich Kindheit und Jugend verbracht habe. Wenn ich manchmal dort ist, ist das für meine Psyche das ganz große tiefe Durchatmen. Die Zeit im Ausland war manchmal psychisch anstrengend. Wenn ich in meinem Heimatort bin, ist das die reine Erholung für die Psyche.

    Deswegen meine Ansicht, dass die Vergangenheit einfach loslassen und das Selbst loslassern so nicht funktioniert. Man gerät psychisch aus den Fugen und muss wieder zurück zu seinem Selbst. Was nach meiner Meinung benötigt wird, ist eine Weg wie man die Ich-Illusion durchschaut um dem Aufbau leidhafter Gestaltungen entgegenzuwirken, >>aber<< dabei die gesunden oder heilsamen Seiten seines persönlichen Selbst behält. Ich bin was ich bin ohne die Dinge die ergriffen werden, behalte aber die aufgebauten Teile meines Selbst, die für eine gesunde Psyche benötigt werden.

  • Die Ich-Illusion. Nur eine Folge der Praxis?

    • Anandasa
    • 4. Dezember 2023 um 19:12

    [lz]

    Dass die Praxis sehr schwere dissoziative Zustände auslösen könnte,
    so bei der klinischen Schizophrenie , erzählt absolut klar
    Thomas Metzinger im neuen Buch.[/lz]

    Ich habe mal in meinen buddhistischen Anfangszeiten versucht tagsüber ohne Anhaftung an mein Selbst zu sein. Ich versuche die Dinge einfach nur wertneutral zu betrachten. Schwer zu sagen, aber ich würde meinen, dass ich so manchmal bessere Momente hatte und neue Erkenntnisse gewonnen habe, Aber es war halt anstrengend. Vielleicht ist es nur anstrengend, wenn man es nicht gewohnt ist. Müsste ich vielleicht nochmal ausprobieren.

    Das ist aber nebensächlich. Problematisch ist es aus meiner Sicht dagegen, dass ich nur dann Mitgefühl für andere habe, wenn ich wie gewöhnlich an meinem Selbst anhafte.Vversuche ich die Dinge einfach nur wertneutral zu betrachten, komme ich mir vor wie ein Android, der innerlich leer ist. Hafte ich wie sonst normal auch an meinem Selbst, dann geht aber auch das große Gedöns los, wenn man an seinem Selbst anhaftet wie dass ich gerne eine große Nummer wäre, gerne geachtet wäre, man mich beeindruckend finden sollte. Schon mühsam.

  • Chinas Kommunisten wollen Wiedergeburt des Dalai Lama bestimmen

    • Anandasa
    • 10. September 2023 um 12:46
    fotost:

    Ganz simpel - ich vermute, den wirklich Entscheidenden in diesem System ist der Dalai Lama derartig gleichgültig, daß wir es uns kaum vorstellen können!

    Beim Panchen Lama ist es schon genauso abgelaufen, siehe: Als China ein sechsjähriges Kind entführte, das nie wieder auftauchte. Seitdem ist die kommunistische Partei Chinas immer totalitärer geworden.

    Die Tage hat China eine neue Karte Chinas veröfentlich, auf der Teile von Russland, Indien, Malaysien u.a. jetzt zu China gehören. "Das wird mit China schon gut gehen", wird nicht funktionieren genau wie es bei Putin nicht funktioniert hat.

  • "Schwierige Menschen"....

    • Anandasa
    • 31. August 2023 um 10:59
    Anna Panna-Sati:

    Zum Problem wird "Schwierigsein" ja nur, wenn Andere - und/oder man selbst - darunter zu leiden beginnen. Beurteilen tun das in der Folge die jeweils Betroffenen...

    Naja, es wäre manchmal schon ganz nett und das Leben angenehmer, wenn sich da manch einer mal weiterentwickeln würde. Als rein mentales Problem bei sich selbst würde ich das nicht sehen.

  • "Schwierige Menschen"....

    • Anandasa
    • 31. August 2023 um 07:44
    nuk:

    Wenn "schwierige" Menschen nur erkennen würden, dass sie "schwirig" sind. Wer will schon schwierig sein.

    Ganz genau! Deswegen halte ich Meditation so wertvoll, weil es auch Selbsterkenntnis bringen kann. Und das macht im Leben den großen Unterschied aus. Im Buddhismus sehe ich es als große Stärke an, dass man sich um Erkenntnis und Weiterentwicklung bemüht.

    Mein Vater hat immer gut für die Familie gesorgt. Hat sich für die Kinder auch Zeit genommen. Aber er war manchmal aufbrausend. Das hat ihm unverhältnismäßig viel Sympathien gekostet, weil die Leute auf sowas stärker reagieren. Hätte er das bemerkt und korrigieren können, wäre es ein viel besseres Leben gewesen.

  • "Schwierige Menschen"....

    • Anandasa
    • 29. August 2023 um 21:49

    Das erinnert mich an einen Projektleiter in einer früheren Firma. Etwa 2x die Woche hat von man irgendwoher einen reisen Schrei gehört. Da wusste jeder, dass er wieder einen Wutanfall hatte. Wenn man ihm sagen musste, dass dies so nicht gehen wird, begann dann oft das Zittern an den Händen. Wenn man ihn dann nicht noch abfangen konnte, wurde das Zittern immer stärker bis auch die Oberarme und die Schultern sich regelrecht schüchtelten. Und dann erfolgte ein riesen Schrei.

    Das Management hat das nie interessiert. Solange jemand Leistung zeigt, wird nichts getan. Erst wenn die Leistung abfällt macht man einen Aufhebungsvertrag oder sowas. Naja, jedenfalls diese Firma damals ging so vor.

    Als ich schon lange nicht mehr in dieser Firma war traf ich ihn einmal zufällig in einer S-Bahn. Er hat sich gefreut mich wiederzusehen. Sein Bruder, der auch in dieser Firma arbeitete, ließe mich auch grüßen. Ich war ganz von den Socken.

    Gut, dieser Projektleiter war eigentlich ein freundlicher Mensch, der einen Therapeuten gebraucht hätte, weil er mit seinen Wutanfällen nicht mehr klarkommt. Das ist etwas ganz anderes als ein Putin oder jemand, der rücksichtslos und brutal ist. Aber nicht bei jedem, der einen auf den Senkel geht, steht auch ein Putin dahinter. In Wirklichkeit steht oft jemand anderes dahinter. Das vergisst man in Wut und Ärger schnell. Jemand, der mit etwas nicht klarkommt und sich nicht helfen kann.

  • Worin seht ihr den Wert eurer Praxis?

    • Anandasa
    • 27. Juli 2023 um 18:15

    Am Anfang hatte ich ein Problem mit einer aufschäumenden Gedankenwelt und bestimmten gedanklichen Anhaftungen. Als ich mal zufällig in einem buddhistischen Buch las wurde mir das klar und dass die Lehren Buddhas genau dieses Problem behandeln.

    Den größten Teil dieser Probleme habe ich gelöst bekommen. Jetzt ist für mich Buddhismus sehr wichtig um einen klaren Geist zu behalten und weiter klarer im Geist zu werden. Die Dinge besser betrachten zu können ohne sich von ihnen hineinziehen zu lassen. Das hat mir sehr geholfen die Dinge klarer zu sein und "weiser" zu werden.

  • Wie ernst nehmt ihr die Wiedergeburtslehre im Pali Kanon?

    • Anandasa
    • 10. Juli 2023 um 16:00
    Monikadie4.:

    Im Grunde geht es um das Aussterben der Verblendung.

    Nur wird immer wieder die Wiedergeburt gesehen als ein Weg die Ohnmacht über die Endlichkeit des Lebens durch den Tod überlisten zu können. Dann ist es im Grunde nichts anderes als ewiges Leben im Christentum, nur ein anderer Lösungsansatz, und damit eher Beruhigung für die Psyche.

  • Wie ernst nehmt ihr die Wiedergeburtslehre im Pali Kanon?

    • Anandasa
    • 10. Juli 2023 um 14:01

    Ich würde die Lehre Buddhas und die Wiedergeburtslehre von einander trennen. Ersteres hat für mich immer seinen Wert und letzteres ist fraglich oder zumindest schwer zugänglich.

    Bei der Lehre Buddhas geht es aus meiner Sicht im Wesentlichen darum den Geist gesund zu halten um Leiden vorzubeugen oder aus ihnen wieder herauszukommen.

    Bei der Wiedergeburtslehre wird es dann religiös. Außerdem ist das Ganze wesentlich aus einem religiösem Teil vom Hinduismus übernommen und abgewandelt. Es ist nicht eine selbst entwickelte Lehre oder etwas worauf jemand anderes bei der Betrachtung des Geistes auch drauf kommen müsste wie beim Kern der Lehre Buddhas.

    Aus meiner Sicht hilft es, wenn es dann letztendlich ums Sterben geht nicht. Ich halte es sinnvoller es so zu sehen wie Ellviral und sich zu Lebzeiten so auf den Tod vorzubereiten:


    [lz]

    Die Wiedergeburtslehre ist interessant wie jede Lehre. Als Beschäftigung des Geistes. Mich als Mensch geht das nichts an. Ich bin geboren und werde sterben.[/lz]

  • Rechte Rede

    • Anandasa
    • 13. Juni 2023 um 21:40
    Ellviral:

    Wer Flucht macht sich frei von Frust und findet neue Wege.

    Das Fluchen baut den Ärger weiter aus. Den Ärger verfliegen lassen, indem man ihn nicht nachverfolgt, sondern nur betrachtet. Das ist der Sinn des Meditierens.

  • Rechte Rede

    • Anandasa
    • 13. Juni 2023 um 08:58
    Igor07:
    Sunu:
    Anandasa:

    Der Punkt ist der, dass harte Rede eine zerstörerische Wirkung auf den anderen hat. Dies führt zu schlechtem Karma für beide Gesprächsteilnehmer.

    🤔 Was meinst Du mit zerstörerisch...? Was wird zerstört?

    Sunu , ich kann sehr gut nachvollziehen, was Anandasa meinte. Das Aus-leben von Hass, Gier, Verblendung und allen anderen "Geistes-Giften" , via Herzens-Befleckungen( Verunreingungen), und wie es alles heisst, ---das zerstört den Körper, also schadet der Gesundheit, und zwar direkt.

    Ja genau. Zuerst beginnt es den Geist zu zerstören, denn der Geist ist schnelllebig und flüchtig. Der Geist ist sehr schnell aus der Mitte zu bringen. Auf die Dauer schlägt es auch auf den Körper.

  • Rechte Rede

    • Anandasa
    • 13. Juni 2023 um 00:37
    Igor07:
    eitelpfuetze:

    Heisst: Wenn man Mist denken will, will man auch so reden

    Nur sehr kurz. Für mich es genau sehr krasser Fall von "un-recht-en" Rede. Warum?

    Zuerst das Wort "Mist " suggeriert eher die "Ab-werung", also rein sprachlich, ...

    der Zweite Schritt.. "Mist " dann wäre nichts genug.. man "denkt Mist", noch mehr..

    der Dritte Schritt.. noch eine Zuspitzung, man will ("") Mist zu denken.

    Genau, wenn man zu fluchen anfängt, hat mam die Achtsamkeit verloren und fängt an aus seiner Mitte rauszufallen. Beginnt das Fluchen, ist die Wut schon da und nimmt einen in Besitz. Deswegen keine harten Worte verwenden.

  • Rechte Rede

    • Anandasa
    • 13. Juni 2023 um 00:18
    nuk:
    Anandasa:

    Einfache Grundregel was Rechte Rede ist: Nie irgendein hartes Wort sagen zu niemanden und das ohne Ausnahme. Ich habe das von einem Artikel von irgendeinem Rinpoche oder Ajahn. Weiß nicht mehr wo im Internet ich das gefunden habe, aber diese Regel ist Gold wert. Einfach ausprobieren während mind. 2-3 Wochen und man sieht, dass es einen großen Unterschied macht.

    Ich halte das für nicht immer erstrebenswert. Manchmal finde ich, ist harte/härtere, direkte Ansprache die bessere Wahl, um zum Nachdenken anzuregen. Meine Meinung.

    Der Punkt ist der, dass harte Rede eine zerstörerische Wirkung auf den anderen hat. Dies führt zu schlechtem Karma für beide Gesprächsteilnehmer.

  • Rechte Rede

    • Anandasa
    • 12. Juni 2023 um 09:17

    Rechte Rede ist meine größte Entdeckung im Buddhismus mit dem größten Nutzen im Alltag und im Leben überhaupt.

    Einfache Grundregel was Rechte Rede ist: Nie irgendein hartes Wort sagen zu niemanden und das ohne Ausnahme. Ich habe das von einem Artikel von irgendeinem Rinpoche oder Ajahn. Weiß nicht mehr wo im Internet ich das gefunden habe, aber diese Regel ist Gold wert. Einfach ausprobieren während mind. 2-3 Wochen und man sieht, dass es einen großen Unterschied macht.

  • Alter - im Buddhismus

    • Anandasa
    • 4. Juni 2023 um 22:39

    Das erinnert mich an die "Kontemplation für Gleichmut bzw. Akzeptanz":

    A) Meine Natur ist es, alt zu werden.

    Ich habe das Altern nicht überwunden.

    Wenn das Alter kommt,

    werde ich damit in Frieden sein.

    B) Meine Natur ist es, krank zu werden.

    Ich habe das Kranksein nicht überwunden.

    Wenn eine Krankheit kommt,

    werde ich damit in Frieden sein.

    C) Meine Natur ist es, zu sterben.

    Ich habe den Tod nicht überwunden.

    Wenn der Tod kommt,

    werde ich damit in Frieden sein.

    Daraus spricht eine sehr wertvolle Geisteshaltung, die in der Lage ist die Dinge zu nehmen wie sie kommen.

  • Kann man durch Meditieren freiwillig in den Tod übergehen?

    • Anandasa
    • 2. Juni 2023 um 17:05

    Der Thread ist schon etwas zu lang um jeden Beitrag in vernünftiger zeit lesen zu können. Deswegen weiß ich nicht, ob das hier eventuell schon in der Art gesagt worden ist.

    In Thailand gibt es Mönche, die begannen zu meditieren als sie merkten, dass es nicht mehr lange dauern kann bis sie sterben. Es gibt sogar ein Kloster mit einem mumifizierten Mönch in einem Glaskasten, der von der Meditation in den Tod übergegangen ist. Ich glaube das war in Ko Samui. Ich glaube aber, dass es sowas auch an anderen Orten gibt.

    So oder so denke ich, dass der entscheidende Teil vorher passiert ist: Man hat schon eine gefestigte Meditations-Praxis, so dass man in der Lage ist so lange zu meditieren bis der Sterbeprozess beginnt. Ob man meditiert oder betet würde ich mal als egal bezeichnen. Man braucht eine gefestigte Praxis von dessen Sinn man überzeugt sein muss. Während des Sterbeprozesses die Sinnhaftigkeit davon in Frage zu stellen stört die Praxis dann natürlich.

  • Wie geht der Buddhismus mit Liebeskummer um?

    • Anandasa
    • 2. Juni 2023 um 16:57
    SpektrumRot:

    ja Leider ist es so. Buddhismus und Liebeskummer harmoniert auch nicht wirklich. Einer der Grundbedürfnisse irgendwann seine Traumfrau/Traummann zu begegnen.

    A propos Traumfrau/Traummann ... Was das Träumen angeht sagt der Buddhismus, dass man die DInge sehen soll wie sie wirklich sind. Fängt das Träumen an, beginnt der Geist Gestaltungen aufzubauen und dann treffen die immer höherfliegenderen Träume auf die Realität und es entsteht Leiden.

  • Wie geht der Buddhismus mit Liebeskummer um?

    • Anandasa
    • 1. Juni 2023 um 18:40
    SpektrumRot:

    Diese Art von Dukkha auch wenn es nur 20 30 Jahre halten würde, glücklich verliebt zusein. Würde ich gerne in Kauf nehmen :heart:

    Dies sagt mir, dass es ein Problem gibt mit einem Denken, dass ein Mangel vorliegt, der irgendwie behoben werden muss. Das Leiden aus dem Mangeldenken hört erst auf wenn man erkennt, dass es keinen Mangel gibt. Die Dinge sind so wie sie sind.

    Metta zu praktizieren ist aus meiner Sicht der Weg aus diesem Denken raus. Wenn man anderen was gibt, hat man den Eindruck, dass man reich ist. Anderen geben macht Freude. Es fehlt was, man braucht irgendwas, erzeugt dagegen Leiden.

    Meine Idee wäre es das Praktizieren von Metta einfach für mehrere Wochen auszuprobieren und zu schauen, ob sich was ändert und ob es besser wird. Bei mir hat sich viel verändert als ich mal mehrere WOchen geschaut habe, ob sich was verändert, wenn ich strikt bei rechter Rede bleibe.

  • Jesus? Aus der buddhistischen Sicht?

    • Anandasa
    • 20. Mai 2023 um 10:26
    void:

    Weil als Pelagius die Rechnung ohne den Wirt aller Wirte gemacht hatte, wurde er

    gerade vom Kirchenvater Augustinus erbittert verfolgt. Nach Augustinus geht es ja nicht darum geht was man tut oder nicht ( auch schlimmen Sündern wird vergeben) sondern sich der Gnade Gottes anzuvertrauen.

    Das ist die ganze Katastrophe der christlichen Kirche in 2 Sätzen. Durch Augustinus oder sonstwen kam es zu einer Entwicklung, bei der die "Pfaffen" Gott in der Vordergrund rückten. Die Weihnachten vor Corona war ich zum Weihnachtsgottesdient und die Pfafferin redete an Weihnachten eigentlichnur von Gott. Jesus kam mal in 1-2 Sätzen vor. Sie kam sich scheinbar auch ganz toll vor. Das habe ich an Pfarrern schon einige Male gesehen.

    Mit der Vorherrschaft von Gott geht es mit Jesus und seinen Lehren den Bach runter. Das Christentum wird zu einem Gottesglaube und nicht ein Glaube an Jesus. Im Islam ist es mit Mohammed sehr ähnlich. Ich vermute, dass der Gotteskram einee Eigendynamik entwickelt, weil die Kleriker so sehr viel besser die Leute kontrollieren können.

  • Jesus? Aus der buddhistischen Sicht?

    • Anandasa
    • 11. Mai 2023 um 15:08
    void:

    Wenn man Jesus fragen würde, was seine vier edlen Wahrheiten von der Entstehung des Leidens seiner Ursache und seiner Bewältigung sind,dann wird er die klassische Antwort des Judentums geben: Die Ursache des Leidens ist die Abkehr von Gott und die Überwindung des Leidens die Umkehr zu Gott. Jesus ist ein Gottesmann der Gottes frohe Botschaft predigt.

    Einen privaten Jesus jenseits des Propheten mag ich nicht zu erkennen

    Natürlich ist das Wort "Gott" ein großes Wort, hinter dem vieles Platz findet. Positives wie Liebe, Mitgefühl und Solidarität, aber auch bärtiges Patriarchtum mit der Tendenz zum Zündeln an sündigen Stätten sowie Überschwemmungen der selben. Fast wie diese Wegweiser wo "Alle Richtungen" darauf steht, die mich immer ganz verdutzt zurücklassen..

    Leiden als Anfangspunkt, an dem alles aufgehängt wird, gibt es nur im Buddhismus. Deswegen macht es keinen wirklichen Sinn sowas Jesus zu fragen.

    Man kann wie gesagt auch Jesus für sich selbst sehen - ohne Gott. Da gibt es auch viel heilsames zu entdecken.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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