3) Dieser Glaube ist wirklich ein Glaube, denn die Biologie, Chemie und Physik geben keinen auch nur winzigen Halt, um dem Glauben eine Wirklichkeit zuzusprechen.
Deswegen heißt es auch ja Glaube und nicht Wissen
3) Dieser Glaube ist wirklich ein Glaube, denn die Biologie, Chemie und Physik geben keinen auch nur winzigen Halt, um dem Glauben eine Wirklichkeit zuzusprechen.
Deswegen heißt es auch ja Glaube und nicht Wissen
Überwindung von Gier, Hass und Verblendung).
Das verstehe ich auch darunter. Das Resultat daraus ist das Ende von Dukkha.
Wenn Dukkha sowieso aufhört nach dem Tod , könnte man genauso wenn Dukkha zu stark wird den Schierlingsbecher einnehmen wie jedes andere Medikament. Ich glaube Ihr seht das zu sehr aus eurer Perspektive und für manche ist es unvorstellbar. Aber es gibt Menschen die Leiden eben so sehr, das Sie nix mehr an diesem Leben hält. Der Buddha verwirft aber den Selbstmord . Ich denke aus dem Grund das eben ein wie auch immer in Verbindung stehendes neues Leben ins Dasein tritt, welches vielleicht auf ähnliche weise leidet.
Liebe Grüße Kaiman
Was genau ist daran nicht schlüssig?
Buddha lehrt uns wie wir das totlose erreichen,das Nirvana wo es keinen gier Hass und Verblendung mehr gibt. Wenn wir nach dem tot in ein nichts übergehen. Braucht es streng genommen keine erleuchtung. Deswegen verstehe ich die Argumentation nicht und überzeugt mich auch nicht. Der Buddha hält eine nihilistische Weltanschauung für falsch und genau das ist es.
Die Argumentation ist für mich nicht schlüssig.
Betrachtungen über den Tod sind Kontemplationen. Interessieren mich nicht, weil Tod nur für Überlebende erfahrbar ist.
Ich glaube in einer Kontemplation geht es nicht um sinnliche Betrachtung sondern was das für Gefühle auslöst bzw wie man darauf reagiert. Ich denke nicht das man den Tod erfahren muss als überlebender.
Alles anzeigen ZitatDie Betrachtung über den Tod, ihr Mönche, entfaltet und häufig geübt, bringt hohen Lohn und Segen, hat das Todlose zum Ziele und Ausgang
Hier gibt es meine meines Erachtens einen anderen Kontext.
[lz]Von einem solchen Mönche sagt man, ihr Mönche, daß er vollen Ernstes lebt und eifrig die Betrachtung über den Tod übt, um der Triebe Versiegung zu erreichen.
Darum, ihr Mönche, habt ihr danach zu streben: ‚Vollen Ernstes wollen wir leben und eifrig die Betrachtung über den Tod üben, um der Triebe Versiegung zu erreichen!‘
[/lz]Es geht also um die Ernsthaftigkeit der Übung zur Versiegung der Triebe, die dann auch den „Lohn“ und „Segen“ darstellt. Hier geht es nicht um Wiedergeburt oder ähnliches.
Das „Todlose“ sollte man auch nicht mit ewigem Leben o. ä. vergleichen. Das würde einen auf eine ziemlich falsche Fährte führen.
Das stimmt ewiges leben wird oft sowieso falsch verstanden . Die Ewigkeit ist nicht vorzustellen als unendliche Zeit sondern[lz]
als zeitloses Dasein[/lz]
. Wie es Schopenhauer und Eckhart Tolle sowie schon lehren.
Die Leichenbetrachtung, also das Zerfallen des kalt gewordenen Lebewesens zu betrachten, ist für mich der beste Beweis, dass Buddha Wiedergeburt als Verblendung verworfen hat.
Er konnte das aber nicht klar sagen, weil er dann sicher Repressionen ausgesetzt gewesen wäre, nicht wie hier im sicheren Raum eines Forums, sondern in der Realität, und das kann tödlich enden.
Mir gefällt Dein Beitrag sehr gut, Qualia, nur in einem Punkt möchte ich Zweifel anmelden: Ich denke in Anbetracht seiner Lehre nicht, dass sich Buddha von Repressionen hätte abhalten lassen, wenn es darum geht für wahr Erkanntes zu äußern. Insofern wäre dieser Aspekt kein Argument für mich.
Also ich check gar nichts mehr. Die Betrachtung über den Tod soll dazu führen, die Welt loszulassen und ich denke es gibt da diesen Zustand des Todlose wie es der Buddha bei der Betrachtung über den Tod angibt und wieso sollte das auch Lohn und Segen bringen für wen und warum.
ZitatDie Betrachtung über den Tod, ihr Mönche, entfaltet und häufig geübt, bringt hohen Lohn und Segen, hat das Todlose zum Ziele und Ausgang
Ich habe nicht nach Beweisen gefragt, sondern nach Argumenten, die nicht im Widerspruch zu anatta stehen. Ansonsten kann jeder glauben, was er will, das geht für mich völlig in Ordnung.
Ich denke es gibt zwei Seiten von atta einmal durch Entstehung von Begierde und einmal.durch den Versuch sich zu vernichten..gerade weil dass das selbe ist und nur die Kehrseite der Medaille.kann man davon ausgehen das doch etwas wiedergeboren wird. Der Suizid würde hier schon öfter erwähnt als Argument
Bloß geht niemand darauf ein.
Wenn es zum Verlieben kommt, ist Liebe mit Geistesgiften verblendet.
Ich glaube es ist sehr wichtig zu unterscheiden zwischen Geschlechtsliebe und Menschenliebe.
Hallo,
ich komm manchmal durcheinander mit den Fähigkeiten und Qualitäten die man als Buddhist entwickeln soll.
Gibt es irgendwo eine Aufstellung /Übersicht was zentral wichtig ist.
Ich zähl mal auf was mir spontan einfällt.
Die zehn Vollkommenheit.
Die vier Qualitäten des Geistes
Die fünf Kräfte
Die siebe Erwachungsfaktoren.
fällt euch noch was ein ? Im Moment konzentriere ich mich auf die zehn Vollkommenheit. Darunter hauptsächlich Geduld und Entsagung.
Ich schaue also immer Schritt für Schritt was ich entwickeln kann.
Wie geht Ihr vor ?
Spielt das überhaupt eine Rolle in eurer Praxis ?
Viele Grüße Kaiman
was eigentlich der Sinn oder Zweck meines Daseins ist.
[lz]
Zweck sein bedeutet gewollt werden. Jeder Zweck ist es nur in Beziehung auf einen Willen, dessen Zweck, d. h. dessen direktes Motiv er ist. Nur in dieser Relation hat der Begriff Zweck einen Sinn und verliert diesen, sobald er aus ihr herausgerissen wird.[/lz]
Wenn man sich dieses Zitat von Schopenhauer anschaut. Ist es schon fraglich, ob diese Frage überhaupt sinn macht. Klar könnte man jetzt fragen wird das Dasein als solches gewollt ? In beziehung auf wen dann. Da bieten die Religionen verschiedene ansichten . Manchen sagen Ja und manche sagen nein dazu. Ich würde den Buddhismus schon zu einer Religion zählen die das Dasein verneint.
[lz]
Fünf Betrachtungen, ihr Mönche, entfaltet und häufig geübt bringen hohen Lohn und Segen, münden ins todlose (*1), enden im Todlosen. Welche fünf?
(61)
[/lz]
vor allem der 5 Punkt der Betrachtung die Hier im Pali kanon angeführt wird. Finde ich spricht eine Eindeutige Frage.
Vielleicht kannst du ja was damit anfangen. Ich habe mich das auch sehr oft gefragt . Bin teilweise fündig geworden bei Schopenhauer . Letztendes Vertraue ich der Lehre Buddha mein Persönlicher sinn des Lebens sind andere Menschen. Bei all dem treiben in der Welt ist es doch das was übrig bleibt die Beziehung zu anderen Menschen.
Grübelst du viel über diese Frage nach.
Mir hat das oftmals nicht sehr gut getan
Viele Grüße
Kaiman
Das Daseinsmerkmal anatta macht Wiedergeburt sogar unmöglich
Dieses selbst ist sehr real. Wo ist anatta ,wenn man Rückenschmerzen hat. Ich finde es aburd das offensichtliche zu leugnen. Ob sich das selbst Aufheben lässt wäre nochmal was anderes. So wie es zb Schopenhauer darstellt einen individuellen Willen ,der die Kraft hat sich selbst aufzuheben. Aber einfach sagen es gibt kein selbst ist tatsächlich sehr dogmatisch.
Der Begriff "Nihilismus" passt hier einfach nicht. Die Lehre Busddhas umfasst zwei Gruppen von Ansichten: Ewigkeitsglaube (sassata-ditthi) und Vernichtungsglaube (uccheda-ditthi) . Beide setzen ein Atta voraus. Eine besondere Form ist dabei natthika-ditthi. Die Vertreter dieser Theorie sagen, dass es keinerlei Wirkungen von Taten über Tod hinaus gibt.
Des ist mir alles immer zu kompliziert für mich ist das ganz einfach Nihilismus, wenn man einfach Stirbt und alles gar keine Konsequenzen hat. Manchmal glaube ich fast der Begriff anatta ist für intellektuelle die sich mal so richtig austoben wollen.
Ich suche auf jeden Fall etwas das irgendwie ein dazwischen ist zwischen einer ATMAN - BRAHMAN Lehre und einer Nicht-Ich (Ganztodtheorie).
Ich von meiner Seite kann nur sagen, das ich auch schonmal kurz erwogen habe in ein Hinduistisches Forum zu wechseln. Aber so ganz überzeugt mich diese Lehre auch nicht.
(*) (so wie pano stehe ich der Meinung anderer da gleichmütig gegenüber)
In dem Punkt kann ich, wohl noch an mir arbeiten. Ich weiß auch nicht irgendwie bewegt das scheinbar mein Gemüt. Ich hab irgendwie mittlerweile halbwegs meinen Frieden gefunden mit meinem Glauben und das ist wohl das entscheidende.
Für mich ist das Leben mit dem Tod zu Ende
Hmm finde ich schwierig sich dann Buddhist zu nennen. Ich finde das ist Nihilismus par excellence. Aber wenn dir die Lehre hilft besser zu leben wird es wohl was für sich haben.
Hier wurde ja auch der Suizid angesprochen ich finde das einen gerechtfertigten Einwand. Was soll man sich mit Dukkha rumschlagen und sich in der Meditation üben . Wenn nach dem Tod sowieso alles vorbei für alle Ewigkeit. Ob ich nun früher oder später gehe was macht das schon für einen Unterschied. Es würde einfach ein sehr fragwürdiger Gedanke übrig bleiben.
Davor war ich Ewigkeit nichts, dann ist man kurz und dann verschwindet man wieder für alle Zeiten.....
Viele Grüße Kaiman
Eine differenziertere Frage wäre "Worin gibt es im Buddhismus zwischen Leben A und Leben B ( Wiedergeburt) Kontinuität ( Mehrfachauswahl)
Das scheint mir soweit vernünftig. Ich denke das hier aber doch einige meinen es wird nichts wiedergeboren . Das heißt es gibt gar keinen zusammenhang zwischen zwei leben.
Deswegen würde ich das noch gerne hinzufügen.
6. Es wird nix wiedergeboren.
und dann würde ich noch dazunehmen . Es wird Dukkha wiedergeboren.
Was für mich am schlüssigsten ist sonst wäre das leiden durch den Tod beendet.
Was meint ihr würde eine neue Umfrage sinn machen ?
Dann würde ich nochmal eine reinstellen.
Ich denke es wäre schon sinnvoll wenn man sich auf gewisse Begriffe einigt.
Viele Grüße
"Spielt für meine Praxis keine Rolle" fehlt mir.
Liebe Grüße,
Aravind.
okay super danke gerne können wir hier ein bisschen sammeln und dann eine neue Umfrage erstellen.
Hallo ,
ich habe mal einen Vortrag angeschaut , wo behauptet wurde das die wenigsten Buddhisten nicht an Wiedergeburt glauben.
Ich habe hier im Forum manchmal den Eindruck , das dies genau das gegenteil ist.
Gibt es hierzu Befragungen Studien. ?
Ich möchte hier eine kleine Umfrage starten. Eine sehr vereinfachte Umfrage. Klar kann man das Thema differenzieren und ich bin offen für Umfrage Optionen. Vorab mal eine sehr einfache grobe Orientierung als Umfrage.
[lz]
Wer nicht den Einblick in den Körper hat genossen, nicht hat genossen er das Unvergängliche. Nur wer den Einblick in den Körper hat genossen, der hat genossen schon das Unvergängliche.[/lz]
Was haltet ihr von diesem Zitat aus dem Pali Kanon. Ist die Körperbetrachtung wirklich ein Genuss?
Viele Grüße
Denn alles, was ich jetzt erkenne und dementsprechend handel, wirkt sich oft sofort im Hier und Jetzt aus.
Manche Handlungen reifen vielleicht erst um nächsten leben
Ohne Wiedergeburt macht für mich die Lehre überhaupt gar keinen Sinn.
Da wird ja jeder automatisch ins Nirvana befödert am Ende seines Lebens.
Da fällt mir spontan folgendes ein .
Von einem Spaziergänger kann man nicht behaupten, dass er einen Umweg macht.
Viele Grüße
Hallo,
ist Lust ein Maßstab für Buddhisten. Nun kann man generell natürlich nicht im Leben nur das machen worauf man Lust hat. Auf der anderen Seite denke hängt das ganze Menschentreiben an der Lebenslust und Lebensmut. Versiegt die Lust komplett kommt es zu Hypochondrie Lebensangst und letztlich wenn Sie ganz verschwindet zum Suizid.
Wie sollte man es als Buddhist mit der Lust halten.
Viele Grüße
Kaiman
Geduld ist ein ähnlich Eigenschaft wie der Mut , man hofft oder antizipiert das möglichst ein erwartendes Ereignis Eintritt. Ich denke das Zuviel Geduld auch in Dumpfheit ausarten kann. Irgendwann muss man kritisch überprüfen, ob und inwiefern es noch realistisch ist, ob ein Ereignis eintritt und es dann eben lassen oder ggf beim nächsten mal nochmal probieren.