@ Benkei:
ZitatVielleicht hatte der Shingon-Meister Kakuban doch nicht ganz so Unrecht, wenn er den "Kern" im eigentlichen Namen sah
Klar doch.
@ Benkei:
ZitatVielleicht hatte der Shingon-Meister Kakuban doch nicht ganz so Unrecht, wenn er den "Kern" im eigentlichen Namen sah
Klar doch.
@ Benkei:
ZitatMir ist durchaus bewusst, dass es da Entwicklungen in der Richtung gibt, den Buddhismus im Westen von asiatischen Institutionen, exotischen Riten und fremden Wertvorstellungen zu "bereinigen".
Diese Bestrebungen gehen aber immer damit einher, dass der Wesentliche Kern der Lehre (den man aus meiner Sicht recht treffend im "Buddhistischen Bekenntnis der DBU" finden kann) unantastbar bleibt.
Dort ist dann von den "Vier Edlen Wahrheiten", der "Selbstlosigkeit" und dem "Dreifachen Weg" [Ethik, Praxis und Erkenntnis; dort: ethisches Verhalten, Sammlung und Weisheit] die Rede -
Ich sehe eher, daß es beide Bestrebungen meist gemeinsam gibt, die erstgenannte und die zweitgenannte. Und die Nilsche Lehre würde ich eher nur in der Zweiten platzieren. Das ist eben das außergewöhnliche dabei und gar nicht so der esoterisch- individuelle Mix; der ist weit verbreitet. Echtes Erwachen lässt sich aber ganz gut prüfen. Siehe ariya puggala. Ich weiß nicht was es mit dieser Kudalini auf sich hat, aber sie scheint einen Kreislauf zu fabrizieren.
q Benkei:
ZitatMir ist durchaus bewusst, dass es da Entwicklungen in der Richtung gibt, den Buddhismus im Westen von asiatischen Institutionen, exotischen Riten und fremden Wertvorstellungen zu "bereinigen".
Diese Bestrebungen gehen aber immer damit einher, dass der Wesentliche Kern der Lehre (den man aus meiner Sicht recht treffend im "Buddhistischen Bekenntnis der DBU" finden kann) unantastbar bleibt.
Echt jetzt ?
Was unterscheidet denn OM... und Namu ...?
Die Anrufung Kwan Seum Bosal s wird sogar noch weiter reduziert, auf : Kwan Seum Bosal .
Das Mantra hat hierzulande vielleicht seinen "schlechten Ruf" weg, weil es im Mantrayana mit Visualisationen verknüpft wird ? Wie sicher auch im Hinduismus mit seiner Göttervielfalt ? Also als Instrument. Nun ist ja das Nordöstliche eher vom Chan geprägt wo man sich mit "Übersinnlichem" und "Instrumenten" nicht abgeben mag. Nun ist aber der direkte Weg nicht für jeden geeignet ( was ich nicht glaube, aber durchaus manchmal an einem völligem Unverständnis für Zazen und minimalistische Rezis sehen kann ), darum auch die Vielfalt der Methoden im tibetischen Buddhismus. Mantra heißt denn, legt man mal "das Instrument" ( oder Mittel der Rückkoppelung ) beseite, einfach nur noch Schutzformel des Geistes und des Denkens vor unheilsamen Einflüssen, Meinungen, Konzepten, Ansichten.
Was wäre da jetzt der Unterschied zum Nembutsu ?
Mir ist aber klar, daß dadrüber nicht gequatscht wird. Ist auch richtig so. Finde nur dieses elitäre Getue mancher Linien entnervend. Glaube nicht, daß das die Gründer so praktizierten. Haben sich wohl früher einfach nicht so berührt die Schulen.
Das stimmt.
"Praktizieren zum Wohle aller Wesen"
Wenigstens. Wer kauft schon ne Tüte Luft ?
Ich glaube, er meint, daß es nutzlos ist, auf das Leben, die Tugenden und Schwächen, und auf die Praxis eines anderen zu schielen, wie ebenso übermäßig auf dessen Erfahrungen,weil jeder seine Anlagen hat, die jeder Zeit mal so mal so ausgehen können, Karma, und daß dann erst recht der einzige richtige Nutzen jedes Lebens in der Erfüllung seiner ursprünglichen Funktion liegt. Das steht ja auch in fast jedem Zen Buch. Den -Wahren Menschen- verwirklichen, ist die Funktion des menschlichen Lebens.
ZitatAn erster Stelle würde ich sagen, dass man sich selbst bis ins tiefste Innerste kennen sollte. Dann sollte man sich das Beste in einem Selbst bewusst machen und die Leidenschaft, die uns verleitet, unsere Talente nicht voll zu nutzen, abschneiden. Genau so, mit dem geschärften Schwert der Weisheit in der Hand, müssen wir unseren eigenen Gipfel erklimmen, bis zum höchsten Licht, das das gesamte Universum enthält. „Das Schwert der Weisheit ergreifen“ heißt, die menschlichen Fähigkeiten bis aufs Äußerste zu nutzen.
Kodo Sawaki
aus : Gut und Böse Teisho
Übers.: Katrin Hugo
Zu religiös ?
Abgesehen davon,kann man nicht behaupten,daß Buddha nicht aufgrund von Absichten und auch Ansichten seine Anstrengungen unternommen hat. Nur waren die von Anfang an fast ausschließlich praktischer Natur, und aufgrund und nicht trotzdessen, haben sich diese auch immer wieder gewandelt, bis hin dazu, daß er alles an Zielvorstellungen und Selbstbestrebungen hat fallen lassen, aber nicht den Wunsch nach Wahrheit, einer Wahrheit von der er schon früh Geschmack bekommen hatte, als er nämlich seinem Vater beim Pflügen zusah, als er seine Lehrer praktisch übertraf ( ihnen "auf die Schulter stieg" ), als er des Leidens ansichtig wurde, tiefes Mitgefühl empfand und auch die Ausweglosigkeit von Samsara aufgrund seines religiösen Bildungs- Hintergrundes kannte, der noch und heute noch die ewiger Reinkarnation lehrt, wenn nicht Anstrengungen unternommen werden.
Ist das noch Mahayana ( Gelübde ) ? Oder auch das zu religiös ? Die Nervosität seine vermeintliche Autonomie, die gar nicht besteht, einzubüßen, legt sich, wenn man in einem eher non-säkularen, also traditionellem Umfeld übt. Der Westen ziert sich doch nur und brüstet sich mit Aufgeklärtheit. Kritisch und gebildet genug sind wir ja - auf Kosten der Kraft des Vertrauens.
@ Jinen:
ZitatDie Leute glauben ja, daß Amida existiert und das Gelübde geleistet hat.
Das war in der "Vergangenheitsforrm" gemeint: daß Amitabha existiert hat.
Ansonsten finde ich das Idealisieren von" Nicht-Wollen ( Sollen ) "genauso unsinnig wie das Idealisieren von "Parteilosigkeit"und "Nicht-Urteilen" wo ich in "der Szene" oft drauf stoße und was seine Ursache in der buddhistischen Philosophie und dem schriftlichen und verbalen Verbreiteten der Rekapitulation von Erfahrung hat.
Das kehrt sich denn iwie um,beim ungeachtet dessen und diesem und jenem sitzen üben und beim natürlichen Ausdruck bleiben. Weder Wollen noch Nicht-wollen. Oder so.
Weihnachtspost:
ZitatAlles anzeigenAbhidhamma:
Höheres Dhamma, zusätzliches, besonderes Dhamma.
Der dritte der drei Körbe des buddhistischen Kanons. Zusammengestellt nach
dem Tode Buddhas, beinhaltet eine komplexe Analyse von Geist und Körper
in ihre Bestandteile. Obwohl oft mit "höheres Dhamma" übersetzt, nannte
Ajahn Buddhadasa es "übermässiges Dhamma". Er sagte, dass das wahre
abhidhamma
im sutta-pitaka(Korb der Lehrreden) in Lehren wie
Er sagte, dass das wahre
abhidhamma
im
sutta-pitaka
(Korb der Lehrreden) in Lehren wie
paticca-samuppada,tathata und
suññata zu finden ist.
WORTERKLÄRUNGEN
Kernholz des Bodhibaumes
Nicht, daß ich das jetzt lesen würde. Bin zufällig mal drauf gestoßen.
Saddha:
Zuversicht, Vertrauen, Hingabe, Glauben
Die Leute glauben ja, daß Amida existiert und das Gelübde geleistet hat. Es ist also eine Art Guru Yoga. Nicht die Form oder Gestalt wird verehrt und angerufen, sondern die Essenz und die Ausstrahlung. Es macht nichts, wenn es nicht sofort funkt. Wenn es funkt - gut. Auch das Mantra. Das geht wohl eher im Osten, wo jede Darstellung eines Buddha schon heilig ist und mit einer dankbaren, lächelnden,friedvollen Hingabe betrachtet und kontempliert wird. Es ist ein sehr gutes Geschick, weil diese schlichte Praxis Tariki und Shiriki zu verbinden weiß. Genau halt wie Guru Yoga. Es ist dasselbe wie ein immerwährendes Verbeugen, bis in den Sterbemoment. Ich lese gerne von Benkei und finde er hat recht wenn er sagt, das -Namu Amidha Butsu- ist ein oder eigentlich das Koan, wie alle Koan nur das "große" Koan sind. Der Bezugspunkt zum Zen ist, daß Amidha nicht als Nimitta gebraucht wird. Das Mantra, Name, Ton, steht im Mittelpunkt. Es könnte sogar das Unterbewusstein klären.Finde ich. Ich glaube, wenn jemand sehr an Formen hängt, dann spürt/sieht er noch nicht : Es gibt nichts, das als "Ich" oder "Mein" aufgefasst werden sollte. Das ist quasi ein Spiegel für das Anhangen an einer Selbst-Form., mithin an Gedanken, Vorstellungen und Gefühlen, die als "Mein" und in der Folge als "Ich" aufgefasst werden. Aber darüber sind wir ja alle noch nicht hinweg.
Und -Shinjin- heißt wohl : Zuversicht, Vertrauen, Hingabe, Glauben an den Geist. Und wie wir wissen bedeutet das -Nicht-Geist-. Suññata. Nibbana.
Ich schrieb:
Zitatendlich den Pfad der Selbstentsagung einschlagen würde,
Würde aber in "Selbst-Entschlagung" ändern. Geist und Seele fallen lassen. Es bedarf doch nur eines Mü s, sage ich mir, wenn ich von Yogi Nils lese, nur ein Mü, die Geistesobjekte einfach, lose zu betrachten, zu lassen;
wenn auch keine Weisheit in Yogi Nils Worten ist, keine buddhistische Weisheit, wie man sie überall finden kann, typische Lehre, in allen Traditionslehren, der Kern ist immer derselbe. Hier nicht. Ist es Furcht ? Ich weiß es nicht. Aber ich wünsche ihm alles erdenklich Gute.
Da sind zuviel Phantasien, Vorstellungen, Bildnisse im Spiel, besonders auch jene der Auserwähltheit. Amitabha wählt niemanden insbesondere aus. Yogi Nils versteht vielleicht nicht das Grundprinzip der buddhistischen Meditation, das ihn wirklich erlösen könnte. Vielleicht mag er auch gar keine Erlslöung ? Yogis habe grundsätzlich andere Ziele, finde ich. Sie gehören weder dem Hinayana noch dem Mahayana an. Es wäre erleichternd, wenn Yogi Nils endlich den Pfad der Selbstentsagung einschlagen würde, aber ich glaube mittlerweile, das liegt nicht in unserer Hand.
ZitatDies ist kein kommerzielles Projekt (Dokumentarfilme, na ja...), sondern ein ehrlich vorgetragener Wunsch.
Glaub ich Dir, aber warum dann "nur noch zwei Tage" ? Ein non-kommerzielles Projekt hat alle Zeit der Welt. Ich habe Deinen Aufruf auch über den Mail Verteiler bekommen. Frage mich aber nach wie vor, wieso der 14. 12. in dieser Hinsicht ein bedeutsames Datum sein könnte.
Ich finde, daß die Gelübde zu oft zu oberflächlich zu moralischen Dogmen stilisiert werden und dann unterlaufen werden müssen, denn jede Erstarrung sehnt sich nach Öffnung, nach Loslassen.
Alle Übungsregeln dienen dem Selbstschutz und damit auch dem Schutz des anderen. Es ist deshalb legitim, sie auch mal unbeachtet zu lassen, wenn der Umstand dies erfordert, nämlich wenn man sich und andere radikal schützen muss.
Die Regeln sind Grundprinzipien, ein Geländer, aber wenn sie zum Dogma werden, verkennt man, daß die Übungsregeln von einem Erwachten aufgestellt wurden, der völlig furchtlos ist, da er von Leben und Tod erettet ist.
Sie sind eine Richtlinie, aber sie befreien einen nicht von eigenverantwortlichen Entscheidungen.
Das wichtigste ist doch zu beobachten was mit einem geschieht, wenn man sie missachtet. Und das ist auch ihr Sinn, finde ich. Ihr Sinn ist die Belehrung. Die "Bekehrung" zur inneren Wachsamkeit.
Eine Lüge kann nur dadurch auftreten indem man sich verstellt. In manchen Situationen ist das notwendig. Aber auf Dauer verstellt man sich der Wahrheit, dem Dharma. Man stellt sich dem in den Weg. Und versperrt sich damit den Zugang.
In der Med müssen wir sehr aufrichtig sein mit uns. Wir können sonst nicht die Klesha auflösen. Weil wir uns ihnen nicht stellen können, sie annehmen in ihrer Wirklichkeit, und sie nicht erlösen können, wenn wir gewohnt sind nicht aufrichtig zu sein und auszuweichen.
Bohne:
Zitatja bleibe kritisch, al-Nuri
Wer sagt , daß ich kritisch bin an diesem Punkt? Bin ich nicht. Ich weiß es ist wahr und weiß, daß es an meiner Einsichtsfähigkeit liegt, daß ich darin noch nicht sicher bin.
boehnchen:
Ja. Ablehnung-Zuneigung. Besser: mehr sitzen und angenehmen ( aber bloß nicht perfekten ) Umgang pflegen. Und nich so ville erwarten. Von niemandem. Ferdsch.
Ist es denn nicht schon Selbstgefälligkeit nach einem Planwerk für "rechte Rede" zu verlangen ?
Mirco:
ZitatDabei darf ich natürlich nicht in inneren Ablehnung über das Verhalten der anderen fallen, sondern muss immer zur freundlicher Zuversicht und Vertrauen ins Dhamma zurückkehren.
"Darf ich nicht, muss ich"... Ist mir zu künstlich. Zu moralisch. Das ist die Sprache des unbemühten Sitzens. Es heißt, das Sitzen umfasst die drei Übungsfelder. Das ist so.
Ich seh oft Leute, die den Zeigefinger heben und erziehen, sie scheinen ängstlich dabei. Ängstlich bekümmert um ihr Seelenheil und die biedere Harmonie. Aber das kommt einem Ersticken gleich und das nenn ich Fremdbestimmung.
Achtsamkeit verwickelt sich gar nicht in dem Maße im Selbstschutzinstinkt, der dies und das verlangt.
Mirco:
Zitat-- Aussprechen. Ich sage, dass es mir nicht gefällt, in Abwesenheit Dritter schlecht über sie zu reden.
Find ja schlechte Rede zu Anwesenden schlimmer.
Manche kriegen schon Herpes und rote Empörbäckchen, wenn die Rede mal ein bischen nah und rauh wird.
Da sag ich: Was geht, Herr Biedermeier - Prinzessin uff die Erbse... ? Mal hingucken, wieso man da so einknickt. Nicht Verantwortung an die Umwelt abgeben.
Christo:
ZitatWenn dann hat Shinjin mich und nicht umgekehrt.
Ja.
Thomas: Lieber Nils! Ziel der Shin Buddhisten kann es nicht sein Shinjin zu "entwickeln" . Wenn man es aber erlebt hat es schon mit Klarheit des Geistes zu tun.
Ja.
Zitat
Ihr habt alle i wie "recht" Nils, warum willst Du es diskutieren. Durch Erregung und Vergleich verbirgt sich Shinjin/S(r)addha) .
Was ist der Grund dieses Begehrens. Doch Leiden/Dukkha.
Im nordöstlichen Buddhismus spricht man nicht von Entwickeln und Verlust. Der Mond ( Bussho )ist ja da,auch wenn sich Wolken ( Hindernisse ) vor ihm auftürmen. Wenn der Lichtschein heller (sichtbar) wird, entwickelt er sich da ? Wenn der stockdunkle Nacht herrscht, ist der Mondschein dann verloren ?
Die Hindernisse aber machen wir selbst.
Ji'un Ken:In der Standardübersetzung heißt der Fall10 Bokushu's Hohlköpfiger Narr. Bei Gundert heißt es Hohlkopfräuber.
Sieh dir die Fußnote 143 an, auf der zweiten Seite. Es ist schon richtig.
Hast recht.
Bis dann... ♥
Ist nicht 6. Fall ?
Hat auch annern Name.
Hast du jetzt extra "fotokopiert" ?
Lieb._()_
sascha_108:Hälst du den Atem also für ungeeignet, weil der ja eigentlich recht instabil ist?
Aber nein.
Die Atembetrachtung ist in allen Traditonen üblich. Nicht grundlos.
Buddhagosa:
Zitat
Hab ich mir nicht ausgedacht.
Der folgende Text ist in meinen Augen die beste Erläuterung zu diesem Thema - und damit war es für mich abgeschlossen.
Könnte das selber nicht so klar in dieser Kürze formulieren.
Nach all dem was ich aber sonst noch so gelesen, sinniert , mit Usern hier "gesprochen" und praktizierte, empfinde ich diese Erläuterung als völlig richtig.
Das ist aus dem Berzinarchiv, also der tibetischen Enzyklopädie. Einen Theravadakommentar habe ich nicht vorliegen.
Bitte das zu entschuldigen. In diesem Unterforum.
ZitatAlles anzeigenShamatha: ein still gewordener und zur Ruhe gekommener Geist
Shamatha (tib. zhi-gnas, ruhiges Verweilen), ein still gewordener und zur Ruhe gekommener Geist, ist mehr als nur vertiefte Konzentration. Es ist nicht lediglich ein Zustand des Geistes, der von den Hindernissen für Konzentration befreit und einsgerichtet (tib. rtse-gcig) auf einem Objekt oder in einem bestimmten Zustand zur Ruhe gekommen ist. Er wird zusätzlich von einem weiteren geistigen Faktor (tib. sems-byung) begleitet: einem Gefühl von physischer und geistiger Leistungsfähigkeit (tib. shin-sbyangs, Geschmeidigkeit, Flexibilität).
Ein Gefühl von physischer und geistiger Leistungsfähigkeit ( * )ist der geistige Faktor, sich völlig dazu fähig zu fühlen, etwas zu tun – in diesem Falle, völlig auf etwas konzentriert zu bleiben. Er ist sowohl anregend wie glückselig, aber auf eine nicht störende Weise.
Von den beiden wichtigsten Arten der Meditation, klar erkennender (tib. dpyad-sgom, analytische Meditation) und stabilisierender (tib. ‘ jog-sgom, fixierende Meditation), ist Shamatha ein Beispiel für letztere.
Als Nebenprodukt bringt Shamatha außersinnliches Gewahrsein( ** ) (tib. mngon-shes, höher entwickeltes Gewahrsein) hervor, wie die Fähigkeit, Dinge aus einer großen Entfernung sehen und hören zu können und sich anderer Menschen Gedanken bewusst zu sein. In seinem Werk „Licht für den Pfad zur Erleuchtung“ (tib. Lam-sgron, Skt. Bodhipathapradipa), betont Atisha, der indische Meister des späten zehnten Jahrhunderts, die Wichtigkeit, diese Fähigkeiten zu erlangen, um anderen besser helfen zu können.
Vipashyana: eine außergewöhnlich wahrnehmungsfähiger Geisteszustand
In sich selbst besitzt Shamatha nicht den Geistesfaktor der subtilen Unterscheidungsfähigkeit (tib. dpyod-pa, genaue Prüfung, Analyse). Subtile Unterscheidungsfähigkeit ist ein aktives Verständnis der feineren Details der Natur einer Sache, nachdem man sie sorgfältig untersucht hat. Sie impliziert kein verbales Denken, auch wenn sie von verbalem Denken eingeleitet sein mag. Daher betont Vipashyana von den beiden wesentlichen Arten der Meditation, unterscheidender und stabilisierender, die erste.
Wenn über Shamatha hinaus der Geistesfaktor*** subtiler Unterscheidungsfähigkeit und ein zweites Gefühl, das von körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit, vorhanden sind,wird der Geisteszustand zu Vipashyana (tib. lhag-mthong, Pali: vipassana, besondere Einsicht), einem außergewöhnlich wahrnehmungsfähigem Zustand des Geistes. Das zusätzliche Gefühl von Leistungsfähigkeit ist das Gefühl, völlig dazu fähig zu sein, die subtilen Details von allem zu unterscheiden und vollständig zu verstehen. Vipashyana muss nicht unbedingt auf Leerheit oder die vier edlen Wahrheiten ausgerichtet sein, obwohl das im Sutra im Allgemeinen der Fall ist.
Wenn ein Geisteszustand ein Zustand von Vipashyana ist, ist er automatisch auch ein verbundenes Paar: Shamatha und Vipashyana (tib. zhi-lhag zung-‘brel). Bei einem verbundenen Paar wird einer der beiden Teile – in unserem Fall Shamatha – zuerst erlangt, und dann wir der zweite Teil – in unserem Fall Vipashyana – ihm hinzugefügt (ihm verbunden).
Daher können wir, auch wenn wir an Vipashyana arbeiten können, bevor wir Shamatha erlangt haben, Vipashyana nicht erlangen, bevor wir zuerst Shamatha erlangt haben.
Sascha:
Zitat
Vipassana ist ein Geistesfaktor von Samatha. Schon recht. Die Übung von Shamatha ist absolut wesentlich, möglichst über ein recht stabiles, unbewegliches Objekt. Satipatthana, also bewegliche, sich verändernde Formation als Samathaobjekt( gleichzeitig als Vipassanaobjekt ) sein lassen zu können, ist schon die Med "der Edlen", die Raum,-und Zeitlos und Eins verweilen.