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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von fluid

  • Sakrileg im Buddhismus (am Beispiel eines Weihnachtsgeschenks)

    • fluid
    • 25. Dezember 2018 um 22:36
    Schneelöwin:

    Wenn man ganz viel Pech hat und nichts sagt, dann gibt es als nächstes Geschenk eine Fliegenklatsche mit einem Buddha drauf:shock:

    Fände ich übrigens besser, als eine Fliegenklatsche ohne Buddha drauf. Dann überlegt man vielleicht nochmal, ob man die Fliege tötet oder leben lässt.

  • Sakrileg im Buddhismus (am Beispiel eines Weihnachtsgeschenks)

    • fluid
    • 25. Dezember 2018 um 22:27
    Frieden-und-Freude:

    Dass bei der Schenkenden eine Absicht bestand, ein "Sakrileg" zu begehen, glaube ich nicht.

    (Ich werde aber in Kürze interessiert nachfragen. 😀)

    Ich denke du interpretierst da zuviel hinein. Ohne dich oder deine Bekannte zu kennen, würde ich darauf tippen, dass sie es freundlich gemeint hat und einfach denkt, dass du dich als Buddhist über sowas freust.

    Frieden-und-Freude:

    Also entweder dient es jetzt zur Erinnerung an die heutige Diskussion oder ich gebe es zurück (mit freundlichem und aufklärendem Kommentar). :)

    Zurückgeben würd ich ihn ihr nicht (es sei denn, man kann ihn noch umtauschen). Vermutlich begehst du damit ein größeres "Sakrileg" als die Schenkende, wenn du an ihrem Geschenk herumkritisierst (und ihr eventuell auch noch schlechte Absichten unterstellst). Eigentlich ist sie doch sogar ziemlich mitfühlend, dass sie dir extra was Buddhistisches schenkt und nicht einfach irgendeinen Weihnachtsengel.

    Ich würde dann lieber kurz vorm nächsten Weihnachten mit ihr ein "Dhamma-Gespräch" führen und dabei anklingen lassen, dass sich viele Buddhisten über Räucherstäbchen oder Yogi-Tee als Weihnachtsgeschenk freuen.

    Frieden-und-Freude:

    Die einzige praktische Frage: Was tun mit dem Ding?

    Wegwerfen? Fühlt sich nicht gut an.

    Als Türstopper nutzen? Nein.

    Mein restliches Leben als Ballast aufbewahren? Nee.

    Wenn ich einen Türstopper bräuchte, dann würde ich mich darüber sogar freuen.

    Falls du dazu neigst, die Tür gegen die Wand zu schlagen, dann könntest du ihn ja als Quasi-Türstopper benutzen, aber immer darauf achten, ihn nicht mit der Tür zu berühren und so mehr Achtsamkeit im Umgang mit der Tür erlernen.:)

    Wenn du ihn loswerden willst, dann bring ihn doch zu einer Tausch- oder Verschenkkiste, es gibt mit Sicherheit Leute, die sich darüber freuen. Oder falls es bei dir keine solche Kisten gibt, dann stellst du ihn einfach mit einem Schild "zu verschenken" an die Straße (möglichst wenns nicht regnet), dann dürfte er auch recht schnell weg sein.

  • Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

    • fluid
    • 24. Dezember 2018 um 14:50
    Ellviral:

    An ihm lassen sich aber alle Dinge messen. Wo kann man schon sowas finden ein Maß das kein Maß ist?

    Dinge messen tut ja nicht der PK, sondern du. Also liegt es an dir, ob du auch anderswo ein "maßloses Maß" finden kannst oder oder einzig und allein im PK.

  • Spiegel Online lügt über den Buddhismus: er sei keine sanfte Lehre!

    • fluid
    • 18. Dezember 2018 um 22:38
    Axel:

    Buch des christlich-fundamentalistischen 'SCM Hänssler-Verlags', der damit wirbt, dass hier ein Aussteiger über den Buddhismus berichtet ('Nur wenige wissen, dass Gott im Buddhismus keine Rolle spielt und er sich schon dadurch vom christlichen Glauben wesentlich unterscheidet...')

    Ich frag mich, wie lange dieser Aussteiger wohl gebraucht hat, um das herauszufinden. :grinsen:

  • Bevölkerungsexplosion

    • fluid
    • 18. Dezember 2018 um 17:41
    Anandasa:
    fluid:

    Ich würde sagen, für die Bedingungen anderswo gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten, wie für die Bedingungen hier. Vielleicht ist die Frage nicht, wie sie sich einstellen, sondern wann sie sich einstellen.

    Das ist auch eine Sache, die unschlüssig ist, dass die Bedingungen zu Zeitpunkt des Sterbens eines Wesens sich irgendwann irgendwo wieder einstellen und dann das Erneute Werden sich einstellt. Nichts wiederholt sich in dieser Welt noch irgendwo im Universum. Also was soll das? Vor 2500 Jahren okay und nette indische Folklore. Für unser heutiges Wissen aber nicht ohne Weiteres schlüssig.

    Da stimme ich dir zu. Ich hab auch gar nichts von Wiedergeburt geschrieben, sondern meinte einfach nur, dass Geburten oder die Entstehung von Leben (auf anderen Planeten) den gleichen Gesetzmäßigkeiten (= Naturgestze) unterliegen. (Durch dieses automatische Lexikon werden teilweise neutrale Begriffe 'buddhistisiert'.) Und die Wesen, die enstehen, werden Glück oder Leid empfinden, welches u.a. von ihrer Umgebung abhängt. Und deren Umgebung hängt teilweise von den heute lebenden Wesen ab. In hundert Jahren sind wir alle tot, aber die von uns verursachte Umweltverschmutzung und ungerechte Wirtschaftsysteme werden auch dann noch für andere Wesen Leid verursachen - oder gepflanzte Bäume und gerechtere Wirtschaftssysteme werden Glück erzeugen.

  • Bevölkerungsexplosion

    • fluid
    • 17. Dezember 2018 um 15:40
    Anandasa:

    Es wird etwas neu geboren oder erneut geboren. Bei der erneuten Geburt müssen wieder die Bedingungen auftreten wie bei der verstorbenen Person. Wie stellen sich diese Bedingungen irgendwo im Weltall Millionen Lichtjahre von uns entfernt ein?

    Ich würde sagen, für die Bedingungen anderswo gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten, wie für die Bedingungen hier. Vielleicht ist die Frage nicht, wie sie sich einstellen, sondern wann sie sich einstellen.

    Anandasa:

    Der Andromeda-Nebel ist auf Kollisionkurs mit unserer Milchstraße. Ob es zu einer Kollision kommt, kann noch nicht genau genug berechnet werden. Aber sollte es passieren, wird unsere Milchstraße völlig zermalmt werden, da der Andromeda-Nebel viel größer ist. Dann müssen unzählige Wiedergeburten irgendwie ein paar Millionen Lichtjahre das Weltall durchqueren um nicht ebenfalls zermalmt zu werden?

    Die Gefahr, zermalmt zu werden, ist relativ gering. Es ist eher so, dass die Milchstraße und die Andromeda-Galaxie miteinander zu einer Galaxie verschmelzen werden.


    [lz]

    Aufgrund der hohen Komplexität des Problems sind Vorhersagen zu dem genauen Verlauf des Ereignisses sehr schwierig. Es ist unwahrscheinlich, dass einzelne Sterne zusammenstoßen, da die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sehr groß sind. Es gibt unterschiedliche Schätzungen für den Kollisionszeitraum.

    Das Ereignis beginnt laut Schätzung der NASA in 3 bis 4 Milliarden Jahren und dauert etwa 3 Milliarden Jahre bis zur Ausbildung des Verschmelzungsprodukts. Computersimulationen zeigen, dass eine elliptische oder eine Polarring-Galaxie entstehen würde.

    https://de.wikipedia.org/wiki/andromeda-milchstra%c3%9fen-kollision
    [/lz]

    Eigentlich gleicht es mehr einem 'kosmischen Tanz' als einer Kollision.

  • Umgang mit sozialen Problemen

    • fluid
    • 15. Dezember 2018 um 16:22
    DerUnglaubliche:

    Im geschäftlichen-wirtschaftlichen Leben muss man manchmal hart sein, um seine Ziele zu erreichen. Da nur die Stärksten überleben.

    Die Einfühksamkeit passt da nicht rein.

    Man könnte das auch umdrehen und sagen, der Kapitalismus mit seinen "Werten" Gier, Konkurrenz und Egoismus passt da nicht rein.

  • Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

    • fluid
    • 12. Dezember 2018 um 00:40
    void:
    • Motivation zu ethischem Handeln: Einerseits wird in der buddhistischen Ethik angeführt, dass schlechte Handlungen zu niederen Geburten führen. Dies entspricht dann schon einer" unmündigen" Ethik, wo man statt aus Vernunft aus Furcht vor schlechten Resultaten gut handelt.

    Vielen Buddhisten ist die Idee "niederen Geburten" nicht deswegen wichtig, weil sie an jeden Wort klammern, sondern weil es diese Funktionen erfüllen. Wobei es zur Erfüllung dieser Funktion wohl eher egal ist, ob man an der klassichen Ikonographie von Höllen festhält. Auch ein Leben als Käfighuhn in der Massentierhaltung kann als Geflügelhölle durchgehen.

    Das erinnert mich daran, wie häufig in buddhistischen Foren die Frage gestellt wird: "Erzeugt Fleischessen schlechtes Karma [für mich selbst]?"

    Die mE wesentlichere Frage: "Ist das durch Fleischessen erzeugte Leid der Schlachttiere ethisch vertretbar?" wird dagegen deutlich seltener gestellt. Vermutlich weil man sich hierbei nicht so leicht selbst belügen kann wie bei der esoterischen (und egoistischen) Herangehensweise.

  • Verzehr von Fleisch aus Supermarkt moralischer als selber jagen?

    • fluid
    • 25. Juli 2018 um 16:12
    Tara4U:

    . Ich sehe das wie Athur 1788

    Ja ich auch, mir ging es ja gerade darum zu zeigen, dass die Betrachtung des eigenen Karmas nichts mit Ethik zu tun hat, sondern nur Egoismus ist. Deshalb ärgert es mich, wenn religiöse Regeln, die dem Eigenwohl dienen (sollen), als Ethik bezeichnet wird.

  • Verzehr von Fleisch aus Supermarkt moralischer als selber jagen?

    • fluid
    • 25. Juli 2018 um 15:21
    kilaya:

    Diese Behauptung ist nicht haltbar.

    Liest du eigentlich die hier in diesem Thread zu findenden unethischen Argumentationen? Alleine dieser Thread ist doch wohl ausreichend, um meine Behauptung zu belegen.

  • Verzehr von Fleisch aus Supermarkt moralischer als selber jagen?

    • fluid
    • 25. Juli 2018 um 15:18
    Arthur1788:

    Das Argument "Es wurde aber ja nicht für mich getötet" ist doch Schwachsinn. Wenn du Kunde im Supermarkt bist, wurde das Tier exakt für dich getötet, nicht für den Schlachter der dir die Drecksarbeit abgenommen hat.

    Ob es Schwachsinn ist hängt davon ab, ob es einem wirklich um Ethik geht, oder ob man nur deshalb halbwegs ethisch handelt, weil man sich einen eigenen Vorteil davon erhofft. Bei Religiösen geht es normalerweise um das Letztere. Das Wort "Ethik" macht halt so viel her, dass man damit gerne hausieren geht.

  • Verzehr von Fleisch aus Supermarkt moralischer als selber jagen?

    • fluid
    • 25. Juli 2018 um 14:55
    kilaya:

    Selbstverständlich hat der Buddhismus eine ernstzunehmende Ethik, die auch in Form von Grundregeln vermittelt wird.

    Bei echter Ethik geht es um die Wirkung für andere Menschen. Die Anderen interessieren die meisten Buddhisten jedoch nicht, sondern nur ihr eigenes Karma. Sieht man hier doch deutlich, wenn empfohlen wird, die Drecksarbeit des Tötens lieber nicht selber zu machen. Die Wirkung für die Tiere spielt offensichtlich keine Rolle.

  • Verzehr von Fleisch aus Supermarkt moralischer als selber jagen?

    • fluid
    • 25. Juli 2018 um 13:31
    Der Patrick:

    moin,

    ich habe mich ebend mit jemanden über dieses Thema gestritten. Sie meint, dass es besser ist Fleisch zu kaufen als das Tier zu töten und es selber zu schlachten. Warum? Weil man nicht beim Akt der Tötung dabei war, man nicht die Absicht hatte dieses Tier zu töten, weil es nicht für dich getötet wurde sondern für die Allgemeinheit. Somit würde sie keine Schuld am Tod des Tieres treffen und es wäre dadurch ok, wenn man Fleisch im Supermarkt kauft. Sie meinte sogar, dass es Arahams gäbe die das so in etwa sagen.

    Ich dagegen setze das jagen und Fleisch im Supermarkt zu kaufen auf die selbe Moralische Stufe. Das Tier stirbt für den Fleischesser. So oder so.

    Was ist eure Meinung? Was ist richtig? Wie sieht es mit dem Karma aus? Bringt beides dasselbe Karma?

    Deine Position ist richtig(er). Am besten wäre es, gar kein Fleisch zu konsumieren, aber falls du es trotzdem tust, dann wäre es besser, du tötest die Tiere selber, denn ich gehe stark davon aus, dass die meisten Menschen nicht so skupellos dabei vorgehen, wie es in Schlachthöfen geschieht.

    Aber bei Fragen zu Ethik oder Moral würde ich an deiner Stelle lieber selber nachdenken als in einem buddhistischen Forum um Rat zu Fragen, denn Ethik und Moral ist Buddhisten völlig egal (wie man z.B. in diesem Thread sieht), nur das eigene Karma zählt -> Egoismus hoch zehn.

    Dass Buddhisten so oft von Ethik reden, ist reines Blendwerk, um sich selber, bzw den Buddhismus, in einem guten Licht erscheinen zu lassen -> scheinheilige Heuchelei.

  • Glaube im Buddhismus

    • fluid
    • 24. Juni 2018 um 18:33

    Im Buddhismus beginnt der Glaube schon damit, dass Buddhisten glauben (überzeugt sind), es hätte den historischen Buddha gegeben. Tatsächlich finden sich dafür aber keine außerbuddhistischen Quellen.

    Denkbar wäre z.B. dass König Ashoka diese Lehre einfach erfunden hat (bzw erfinden ließ), um damit sein Reich zu konsolidieren, welches er durch Eroberungen aufgebaut hat.

  • Diamantweg

    • fluid
    • 7. Juni 2018 um 19:34
    Turmalin:

    Ich versteh grade nicht so ganz wieso die Bessergestellten bis Reichen das so ausführen können aktuell in Deutschland. Die Mieten der Immobilien immer mehr anheben dürfen. Es ist mir schleierhaft wieso es nicht gelingt, die Mietsteigerungen zu drosseln.

    Das liegt daran, dass mehr Geld auch mehr Macht bedeutet. Somit benutzen die Reichen ihren Einfluss dazu, Gesetze zu veranlassen, die ihnen noch mehr Geld und Macht verschaffen.


    [lz]

    In diesem Jahr wurden für 865 Lobbyisten Hausausweise des Deutschen Bundestags genehmigt. Das sind gut 150 Personen mehr als die 709 Abgeordneten.

    Mit einem Hausausweis können professionelle Interessenvertreter – vor allem aus der Wirtschaft – im Bundestag auch ohne Einladung ein- und aus gehen.

    Der deutsche Bundestag: 865 Lobbyisten mit Hausausweis und 709 Abgeordnete
    [/lz]

    So eine lobbyverseuchte Politik ist das Ende jeder funktionierenden Demokratie, denn die Stimme von wenigen Superreichen hat mehr Gewicht als die Stimmen der vielen Armen. Ich befürchte allerdings, dass dies schon zu weit fortgeschritten ist, um es noch zu ändern, denn dafür ist die Machtverteilung schon zu unausgeglichen. Mit seinem Wahlrecht lässt sich nichts verändern, denn egal wen man wählt, die Politiker richten sich immer nach den Interessen der stärksten Lobby. Es ist systemisch bedingt, dass fast ausschließlich Politik für Reiche gemacht wird. Gewaltfrei wird sich dieser Teufelskreis aus Geld -> Macht -> ungerechte Gesetze -> mehr Geld + mehr Macht nicht durchbrechen lassen, weil diejenigen, die die Möglichkeit dazu hätten, gar kein Interesse daran haben.

  • Politisch korrekter Begriff für "Nicht-Mahayana-Schulen"

    • fluid
    • 19. April 2018 um 21:06
    fotost:

    Säkulare Buddhisten können damit nicht einverstanden sein,

    Gibt es die denn überhaupt? Wenn, dann scheint das eine ziemlich mysteriöse Angelegenheit zu sein, die nur in geschlossenen Gruppen besprochen werden kann/darf.

  • Mara, bzw. "das Böse"

    • fluid
    • 16. April 2018 um 23:43
    Schneelöwin:

    Meinst Du mit Deiner Antwort, kilaya, jemand meldet sich in einem Forum mit Mara an, um gute Absichten zu teilen?

    Meinst du jemand mit schlechten Absichten macht das extra durch seinen Nick deutlich um die Leute zu warnen?;)

  • Die Übung des Mitgefühls ist das Herzstück des buddhistischen Weges?

    • fluid
    • 12. April 2018 um 22:53
    accinca:

    Man darf eben die fünf niederen Fesseln nicht mit den fünf nivarana verwechseln.

    Ja, eventuell ist Persönlichkeitsglaube(sakkāya ditthi) hier das entscheidende Hindernis zu Nibbana.

    accinca:

    Ausnahme bilden davon lediglich der Buddha selber oder die schon

    vorher erfolgst Aufhebung der niederen Fesseln durch Belehrung und vipassana.

    Wie meinst du das, dass der Buddha davon eine Ausnahme bildet? Weil er Nibbana erlangt hat ohne die niederen Fesseln vorher aufzuheben oder weil er die Methode zur Aufhebung der Fesseln selbst enwickelt/entdeckt und erfolgreich angewandt hat?

  • Die Übung des Mitgefühls ist das Herzstück des buddhistischen Weges?

    • fluid
    • 12. April 2018 um 19:55
    accinca:
    fluid:

    Wenn man diesen Gedanken mal (spekulativ) weiterdenkt, könnte es dann nicht sein, dass man 'bei' Brahman dann (fast) automatisch noch alles Weitere erhält, um ins Nibbana 'einzugehen'?

    Im Falle eines Nachfolger des Buddhas der die fünf niederen

    Fesseln schon überwunden hat schon, andernfalls nein.

    Mein Gedanke war, dass wenn man es schafft, die 4 Brahmavihara vollständig zu perfektionieren, dann auch die 5 niederen Fesseln überwunden sind/werden.

    (Wobei hier vielleicht das Wort "wenn" die entscheidende Rolle spielt.)

    Ich betrachte es so, dass einerseits die Überwindung der niederen Fesseln hilfreich ist für die Entwicklung der Brahmavihara, und dass andererseits die Entwicklung der Brahmavihara hilfreich ist für die Überwindung der niederen Fesseln.

    Hier kann man bei seiner Übung verschiedene Schwerpunkte für die Überwindung der Fesseln und der Entfaltung der Brahmavihara setzen und sich entweder mehr auf das eine oder das andere konzentrieren - und im Extremfall konzentriert man sich vollständig auf eines davon. Wie sinnvoll das ist, weiß ich nicht. Sollte man den Schwerpunkt seiner Praxis auf das legen, was einem mehr liegt oder sollte man ihn auf das legen, was einem weniger liegt?

  • Was hindert einen Menschen daran, im Augenblick anzukommen?

    • fluid
    • 11. April 2018 um 18:51
    Schneelöwin:
    fluid:

    Aber das hat wahrscheinlich nicht so viel mit dem zu tun, worauf du hinaus wolltest.

    Auf irgendetwas "hinaus wollen" will der Verstand. Auch er hindert uns, im Augenblick anzukommen.

    Solange der Verstand eingeschaltet ist, welcher die Frage stellt, solange wird es auch dieser sein, der auf die Fragen antwortet.

    Ich musste mich erstmal rückwärts durch die Zitate klicken, um zu wissen, worauf du nicht hinaus wolltest.(:

    Aber ich glaube jetzt weiß ich es (ungefähr).:)

    Schneelöwin:

    Der Verstand aber ist in sich begrenzt und auch die Herberge des Egos.Deswegen versuche ich möglichst nur von eigenen Beobachtungen zu berichten, was allerdings auch nicht immer möglich ist.

    Ist für dich bei den "eigenen Beobachtungen" das Entscheidende, dass es sich um Beobachtungen handelt oder dass es die eigenen sind?

  • Was hindert einen Menschen daran, im Augenblick anzukommen?

    • fluid
    • 11. April 2018 um 18:32

    Ja stimmt. Ich hatte das anders verstanden, aber so wie du es mit der Unterstreichung andeutest ergibt es Sinn.

  • Die Übung des Mitgefühls ist das Herzstück des buddhistischen Weges?

    • fluid
    • 11. April 2018 um 18:13
    accinca:

    Natürlich ist metta eine wichtige Übung in der Buddhalehre aber

    sie ist kein Alleinstellungsmerkmal der Lehre und diese Übung

    ist alleine niemals ausreichend für das zu erwirkende Ziel der völligen Befreiung.

    Nach der Buddhalehre führen sie daher selbst in ihrer Vollendung

    auch "nur" bis zu Brahman. Dazu gibt es mehrere Aussagen in der Lehre.

    Wenn man diesen Gedanken mal (spekulativ) weiterdenkt, könnte es dann nicht sein, dass man 'bei' Brahman dann (fast) automatisch noch alles Weitere erhält, um ins Nibbana 'einzugehen'?

    Schließt Buddha diesen Weg kategorisch für jeden Menschen aus? Nur weil sich ein bestimmtes Ziel mit einer bestimmten Methode erreichen ließ/lässt, heißt das nicht zwangsläufig, dass dies die einzige Methode zur Erreichung dieses Ziels ist.

  • Was hindert einen Menschen daran, im Augenblick anzukommen?

    • fluid
    • 11. April 2018 um 17:22
    Ellviral:

    Gier und Hass sind nicht mit Leiden verknüpf! Sie sind Leiden zusammen mit dem später dazu kommenden Glaubenwollen das Namen die Dinge sind die sie benennen.

    Erzeugen denn Gier und Hass nicht auch (schon) Leiden, wenn Dinge (noch) nicht mit Namen versehen werden?

    Ich denke schon dass Gier und Hass auch dann mit Leiden verknüpft sind, aber die Art der Verknüpfung ist anders (und somit auch die Anhaftung).

  • Zeitmessung

    • fluid
    • 11. April 2018 um 17:11
    Cfant:

    Also, ohne Timer würd ich nicht meditieren. Nach 10 Minuten glaube ich regelmäßig, dass so 2-3 Stunden vergangen sein müssten... :D

    Eigentlich brauchst du den Timer dann gar nicht, du musst das nur mit einberechnen. Also wenn du z.B. 20 Minuten meditieren willst, dann meditiere einfach gefühlte 5 Stunden.:D

  • Zeitmessung

    • fluid
    • 11. April 2018 um 14:33

    Ja, das wohl auch. Wobei es darauf ankommt, ob man noch einen Termin hat, den man nicht verpassen will, denn in diesem Fall würde mich das Benutzen eines Timers eher befreien (von der Sorge, vielleicht den Termin zu verpassen).

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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