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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von keks

  • "Kein Täter" - Buddhas Worte?

    • keks
    • 8. Dezember 2019 um 02:10
    Vedana:

    Wenn es keine Seele gibt, die "im Körper sitzt" und die Taten steuert, wie kommt dann Steuerung, also Wille zustande?

    Citta. Es ist nicht falsch es als Seele zu bezeichnen. Man kann es aber auch als Karma bezeichnen das von einem Leben ins nächste wandert. Konventionelles Citta ist eine Bezeichnung für das Karma das an dem Citta anhaftet was wir normalerweise als Seele oder Selbst bezeichnen. Deswegen wäre es sinnvoll Seele wieder in den Buddhismus reinzubringen denn das gibt uns eine Verantwortung die Dinge in Ordnung zu halten oder zu bringen ;)

  • Leerheit- eigener Zugang ?

    • keks
    • 6. Dezember 2019 um 19:26
    Monikadie4.:

    Es ist nicht so, dass ich jetzt denke, ich könnte einfach wieder genau so verblendet, mit Gier und Hass agieren wie vielleicht vor 40 Jahren. So ist es nicht.

    Kleiner Einwand. Nur wenige Menschen hassen. Bei den meisten ist es Wut und die ist meist schnell wieder weg. Bei Hass steigert man sich in etwas hinein und das häufig sehr lange.

    Ot.

    Laut Pk ist desweiteren Nirvana als Abwesenheit von Gier, Hass und Verblendung definiert. Also eine geistige Eigenschaft.

  • Alles Rueckgaengig

    • keks
    • 4. November 2018 um 07:01

    Alzheimer und Demenz sind staerker als jeder denkbare Erkenntnisgewinn. Im fortgeschritenen Stadium wissen Dementerkrankte nicht mehr was vor einer Stunde war geschweige denn vor 10 Jahren.

    Die Anfangsfrage hat damit durchaus ihre Berechtigung. Bei Massenpsychologie koennte Nirvana an seine Grenzen stossen. Muss ich mir aber noch genauer anschauen.

  • Alles Rueckgaengig

    • keks
    • 2. November 2018 um 16:39

    Dann nehmen wir den Grund: ich brauch das nicht. Nicht falsch verstehen, es geht mir darum ob es prinzipiell fuer jeden moeglich ist. Steht es irgendwo? Buecher Texte etc?

  • Alles Rueckgaengig

    • keks
    • 2. November 2018 um 16:29

    Huhu :)

    Lassen wir mal Entropie einen Moment weg. Waere es dann moeglich saemtliche Erkenntnisse, Erfahrungen und Fortschritte der Meditation Rueckgaengig zu machen? Also einmal Nirvana (Abwesenheit von Gier hass und Verblendung) aufzugeben und rueckgaengig zu machen? Die Gruende dafuer sind nicht weiter wichtig. Sondern nur ob so eine Moeglichkeit besteht.

    Liebe Gruesse :)

  • Wo fängt Mitgefühl an?

    • keks
    • 22. Juli 2018 um 16:24

    Und indem man ständig präsent ist, war es das auch schon. Man kann es nicht herstellen, weil es bereits so ist, ohne eine Person, ohne persönliches. Du existierst auch ohne jegliche Idee. Das war als frisch geborenes Kind so, da gab es für dich nichtmal die Idee von Universum oder die Idee von Leben, auch nicht de Idee von Mitgefühl. Da war Mitgefühl das sich selbst nicht kannte, oder hast du dich als 2jähriger gekannt? Eher nicht. Und hat sich da in bewusster Körperwahrnehmung irgendwas geändert? Da ist immernoch Mitgefühl das sich selbst niemals kennen kann, denn jedes kennenlernen wäre eine neue Idee die abweicht von dem was ist.

  • Wo fängt Mitgefühl an?

    • keks
    • 22. Juli 2018 um 14:25

    Mitgefühl ist unpersönlich in der Abwesenheit von "Gier, Hass und Verblendung". Wer sich nun etwas im Pk eingelesen hat wird merken "Das ist doch die Definition von Nibbana". Diese Abwesenheit ist auch bei reinem Gewahrsein, reiner Wahrnehmung oder reinem Bewusstsein vorhanden. Damit ist auch verständlich was Nibbana auf deutsch bedeutet. Bei Körperbetrachtungen, beobachtet man bewusst das Bewusstsein. Da jede Beobachtung wie auch der Herzschlag spontan geschieht ohne etwas dafür zu tun, also unpersönlich ist - Rätselaufgabe gelöst :)

  • Wiedergeburt

    • keks
    • 1. Mai 2018 um 11:09

    Buddhisten suchen oft nach ihrem "ich" oder wollen es loswerden. Sie suchen aber nur selten nach dem "Verstand". Wo ist denn dieser Verstand? Kann mal jemand mit dem Finger drauf zeigen bitte? Kein Verstand zu finden, darum kein Verstehen, deswegen meist Missverständnisse. Wir sind dumm, werden dumm sterben. Entweder ist dann NICHTS, oder man ist wieder da und erinnert sich an NICHTS. Kommt beides auf das Selbe raus. Bitte meine Dummheiten überlesen da ich sie meistens schon 5 Minuten später als Oberdumm abhacke und mich für den Käse selber schäme.

    Achja, huhu :)

  • Woran erkennt man einen Erleuchteten?

    • keks
    • 13. Oktober 2017 um 20:43

    1. 'Wurzel-Bedingung' (hetu-paccaya = mūla) soll besagen, daß diese Bedingung der Wurzel eines Baumes gleicht. Wie nämlich ein Baum nur solange am Leben bleibt, wie die Wurzel noch unzerstört da ist, so auch sind alle heilsamen (siehe kusala) wie unheilsamen (siehe akusala) Willens- und Geisteszustände bedingt durch das Zusammenentstehen und die Anwesenheit von heilsamen bzw. unheilsamen Wurzeln, d.i. von Gier, Haß, Verblendung oder Gierlosigkeit, Haßlosigkeit, Unverblendung. Wie es heißt (Patth. Pacc. I):

    »Die Wurzeln sind für die damit verbundenen geistigen Dinge und die dadurch entstandenen körperlichen Dinge (z.B. körperliche oder sprachliche Äußerung) eine Bedingung im Sinne von Wurzel.«

    Die Wurzelbedingungen werden ausführlich beschrieben in Dhs. 1053-1071.

    http://www.palikanon.com/wtb/paccaya.html

    Die Abwesenheit von Gier, Haß, Verblendung. Somit ist erwachen klar definiert und Spekulationen unnötig.

  • Mara

    • keks
    • 19. September 2017 um 23:54

    "Wie sieht Mara heute aus?"

    Früher und heute wie Geld wenn man es verdinglichen möchte.
    Manche glauben an Gott. Ich habe Physik studiert und glaube (wobei sich das zumindest noch Ansatzweise prüfen lässt) :D an die Viele-Welten-Theorie.
    Wieviele Maras und wieviele Nirvanas gibt es denn ? Endgültige Verlöschung unmöglich, zeitgleich aber wo anders schon passiert. Kein Grund zur Aufregung.

    Ps: Ich schaue selten aufs Smartphone, dafür überall in Bücher. In der Sbahn, im Park, am See, im Wald, im Zug, im Cafe. Und als ich mal etwas reflektierte empfand ich es nicht mehr als schlimm wenn jemand dauernd aufs Smartphone schaut. Ich gehe spazieren und lese dabei ein Buch - kein Unterschied zu Smartphoneguckern.

  • Entzweiende Rede

    • keks
    • 19. September 2017 um 22:34

    Klatsch und Tratsch lässt sich vermeiden wenn man gleich voll in ein Thema einsteigt.
    "Entschuldigung, darf ich sie mal fragen wo sie am 9.November 1989 waren". Besser als Wetter, Uhrzeit, Tagespolitik.

    Meinungen ändern die man selbst oder jemand anderes seit Jahren mit sich herumträgt ändert man nur selten in einem 1-stündigem Gespräch. Wenn man den jeweiligen Gesprächspartner nicht regelmässig sieht dann ist es schwer bis aussichtslos. Bei einem Kaffee zwischendurch funktioniert das nicht.

  • Gerüchte

    • keks
    • 12. September 2017 um 00:07

    Menschen an sich sind nicht böse, aber auch nicht gut. Die Handlungen sind ausschlaggebend und vor denen kann man sich, auch wenn es nur ein Gerücht ist - fernhalten.

    Der Himmel tat sich auf, und eine Stimme sprach: "Siehe, du hast Kopfhörer und einen Mp3-Player - setze sie auf!" die Stimme hatte recht, dann verschwinden die Gerüchte :>

  • Kurz und oft oder lang und selten?

    • keks
    • 6. September 2017 um 22:09

    Weitere Möglichkeit: dauerhafte Achtsamkeit :)
    Ach Moment, es gibt nichts dauerhaftes, sowas doofes aber auch :>

  • Hat jedes Tier einen menschlichen Geist?

    • keks
    • 6. September 2017 um 13:20
    jianwang:

    Lies mal das Buch "schlechtes Kharma" :clown: zum Thema Ameisen

    Imho machst Du den Fehler "Geist" mit Denkvernögen gleichzusetzen.

    _()_

    Oder "Prof. Mmaa`s Vorlesung" :)

  • Diskussionen und Dispute

    • keks
    • 10. August 2017 um 22:48

    [quote]Darauf folgt ja die advaitische Schlussfolgerung von "Du bist Bewusstsein", was der buddhistischen Doktrin nicht entspricht. Gerne würde ich den buddhistischen Einwand hören. Vielleicht kann dies ja auch ein Forenteilnehmer bewerkstelligen! [quote]

    Ok, Zen-mässig:

    Bankei:

    Dass ihr hören und sehen könnt, ohne erst den Gedanken dazu fassen zu müssen, beweist, dass der innewohnende Buddha-Geist ungeboren ist und ihm eine wunderbare erleuchtende Weisheit eignet. Das Ungeborene tritt darin in Erscheinung, dass der Gedanke „Ich möchte sehen“ oder „Ich möchte hören“ nicht geboren wird. Wenn ein Hund heult, mögen auch zehn Millionen Menschen im Chor sagen, es sei der Ruf einer Krähe – ihr würdet es wohl doch nicht glauben. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass es gelingen könnte, euch dergleichen weiszumachen. Das liegt an der wunderbaren Wachheit und Ungeborenheit eures Buddha-Geistes. Weshalb sage ich, es liegt im Ungeborenen, dass ihr so sehen und hören könnt? Weil der Geist keinen Gedanken, keine Absicht zu sehen oder zu hören gebiert. Deshalb ist er ungeboren. Und da er ungeboren ist, ist er auch unsterblich. Was nicht geboren wurde, kann unmöglich vergehen. Das meine ich, wenn ich sage, dass alle Menschen einen ungeborenen Buddha-Geist haben.

    Ersetz Buddhgeist durch Bewusstsein.

  • Diskussionen und Dispute

    • keks
    • 10. August 2017 um 22:33
    IkkyuSan:


    Halte ich für extrem Spekulativ, aber ich werde es mir mal ansehen. Danke.

    Du stellst also Buddhas ständigen Wandel in Frage - Ketzer. Ich such mal den Meldebutton, so gehts nicht Bursche :D

  • Diskussionen und Dispute

    • keks
    • 10. August 2017 um 22:17
    Zitat

    Naja, wer sagt denn das mit den 7 Jahren? Wie willst du das überprüfen?

    Mittels radioaktiver Isotope.

    Untersuchungen des menschlichen Körpers mittels radioaktiver Isotopen und gestützt auf mathematische Berechnungen haben zweifelsfrei ergeben, in jedem Körper eine Million Atome zu finden sind, die einst im Körper von Christus waren oder in dem von Buddha, Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Saddam Hussein.

    http://www.physik.uni-bielefeld.de/~yorks/pro13/peplonski.pdf evtl steht da mehr darüber.

    Ps. Da ist auch das Turiner Grabtuch dabei. Man kann es zum Heizen im Winter verwenden, für mehr eher nicht :>

  • Diskussionen und Dispute

    • keks
    • 10. August 2017 um 22:01
    IkkyuSan:

    Hallo Keks,

    danke für die Antwort, aber ehrlich gesagt, verstehe ich so nicht ganz. Denn wenn ich dies weiterführen würde, dann würde das ja bedeuten (korrigiere mich, wenn ich falsch liege), das auch ein Bagger Bewusstsein besitzt. Doch wie sollte das möglich sein?

    Da innerhalb von 7 Jahren alle menschlichen Atome durch neue ausgetauscht werden - wo ist das Bewusstsein dann hinverschwunden ? Baut es sich ständig neu auf ? Oder gehört es zu einer Grundkonstante die überall, wenn auch in abgeschwächter Form vorhanden ist ?
    Da die Möglichkeit einer blitzartigen Emergenz des Geistigen nicht haltbar ist, muss das Geistige im Fundament der Wirklichkeit einen festen Platz einnehmen.
    Die Bindung unserer Bewußtseinsform an Gehirnfunktionen braucht nicht auszuschließen, daß etwas unserem Bewußtsein zwar nicht Gleiches, aber Analoges auch dort zu vermuten ist, wo noch kein Zentralnervensystem vorhanden ist.

    Und es ist, um kurz zu spekulieren, nicht ausgeschlossen, dass der Mensch, eine andere bekannte Spezies oder gar unbekannte außerirdische Lebensformen eine weit höher entwickelte Stufe des Bewusstseins erreichen können als wir sie gegenwärtig kennen. Was also "nach oben hin" sich entwickeln kann und auch macht muss auch nach unten hin möglich sein. Es benötigt somit einen Anfangspunkt. Damit ist eben die blitzartige Emergenz nicht haltbar.

    Und diese Grundkonstante von Geist/Bewusstsein ist dann eben auch im Bagger drin.

  • Meditation negative Erfahrung

    • keks
    • 10. August 2017 um 17:14
    Buddhamike:


    1. Reduzierung von Innerer Unruhe / Anspannung / zu viel Gedanken über alles machen

    2. Glücklicher werden (zufriedener, dankbarer, liebevoller, emotionsvoller, empathischer)

    3. Positiver Denken. Ich bin aktuell sehr negativ eingestellt und nörgle und schimpfe viel, werde sehr leicht wütend

    Körperempfindungen betrachten (Atem etc) und stur dabei bleiben. Wenn ich Bauchmuskeltraining mache, dann hat es keinen Nutzen es nur alle 3 Tage zu machen. Jeden Tag 30 Minuten bewirkt aber nach einigen Wochen etwas. Sich über kleine Fortschritte freuen und geduldig sein. Hört sich komisch an, aber das löst alle Probleme in nichts auf wenn man es konstant durchzieht.

  • Befreiung und der natürliche Zustand des Seins

    • keks
    • 9. August 2017 um 21:52
    Ellviral:


    Anicca – Kein Ding ist dauerhaft, doch Nicht ohne Ding-Sein.


    Mischt man die Farben Rot und Gelb, so erhält man die Farbe Orange. Die physikalische und chemische Farbenlehre erläutert die hierbei involvierten Gesetzmäßigkeiten, doch der Gehalt des Oranges lässt sich nicht reduzieren: der Gehalt steht für sich, d.h. er bildet eine eigenständige Qualität. Nicht bedingt an etwas anderes. Interessant oder ? ;)

    Wird ein Berg „nach Äonen abgetragen“, so ist selbst ein neu entstehendes „Ebenbild“ des Berges nicht derselbe, zuvor existierende Berg – Farbe hingegen ist „zeitlos“ Der Farbton eines reinen Rots beispielsweise ist deshalb zeitlos, weil er weder wandelbar noch zerstörbar ist. Zwar kann man dem reinen Rot ein Gelb beimischen und einen roten Apfel oder gar alle existierenden roten Gegenstände vernichten, doch die Farbe an sich kann als Potential immer wieder in exakt derselben Ausprägung eine Manifestation in der Wirklichkeit erfahren. Das reine Rot eines Farbkreises ist – im Gegensatz zu den wirklichen Einzelwesen – keinem Prozess des Werdens und Wandels unterworfen, sondern an sich stets derselbe Farbton.

    Das selbe zählt für Klänge und Geometrie.

    Jedes Ding hat Farbe, macht einen Klang (spätestens wenn man es runterwirft) und hat eine Form (Geometrie). Damit befindet sich das Zeitlose in der Zeit und ist untrennbar miteinander verbunden (Nimmt man Farbe weg, dann ist es schliesslich auch nicht mehr als Ding erkennbar).

  • Verschieden gleich sein

    • keks
    • 9. August 2017 um 13:41

    "Wieso schreiben wir hier"

    Das ist die selbe Frage wie "warum ist etwas und nicht nichts" (:

    Die Furcht vor dem Nichtsein/Klappe halten ist umgekehrt propotional zum fleischlichen Aktivitätsniveu (Woody Allen) Formel: Arsch=1/Angst. :angel:

  • Langfristiger Kloster Aufenthalt möglich?

    • keks
    • 9. August 2017 um 13:24

    "Aber da die Welt weitaus mehr zu bieten hat bevorzuge ich eben einen anderen Ort; weg von zuhause. "

    Zuhause ist kein Ort, sondern ein Gefühl.
    Prüf mal ob da was dran ist. Du trägst dein zuhause ständig mit dir rum.

    Kloster: Trag nicht deine Probleme dort mit hin. Vorallem dann nicht wenn es längere Sesshins gibt. Im Zen trennt sich dabei schnell die Spreu vom Weizen ;) Egal, wenigstens hast dann eine lange Reise gemacht (:

  • Diskussionen und Dispute

    • keks
    • 7. August 2017 um 23:44
    Zitat

    Im Brahmanentum wird z.B. gesagt, dass wenn du schläfst, dann dein Bewusstsein trotzdem da ist (Tiefschlaf). Wie wäre da der buddh. Einwand? Sind Gruppen inaktiv im Tiefschlaf?

    Ich nehme da mal eben den Panpsychismus als Erklärung ;)

    Dabei gibt es die Annahme, dass das Bewusstsein auf allen Ebenen des Physischen anzutreffen sei. Hierbei benutzt man den Begriff des Bewusstseins nicht im Sinne eines selbstreflektierten Erlebens, das seiner selbst gewahr wird. Man gebraucht ihn in einem weiten Sinne für die Eigenschaft, ein Minimum an Subjektivität und Intentionalität zu haben. Auch wenn der Graduelle Panpsychismus präziser von einem nichtbewussten statt bewussten Erleben sprechen würde, ist die Intention doch die gleiche: Das Erleben und der intentionale Bezug zur Außenwelt sind nicht nur höherentwickelten Organismen vorbehalten sondern auch Atomen.

    Ich führe das mal weiter aus zur Erklärung:

    Die These, dass einzig dem Menschen bewusste geistige Eigenschaften zukommen, widerspricht dem metaphysischen Gedankengang, dass eine Trennlinie unweigerlich zu der Annahme eines qualitativen Sprunges führen muss: Gesetzt den Fall, dass alle Organismen aus den gleichen Bausteinen (DNA, Moleküle, Strings etc.) aufgebaut sind, aber einzig dem Menschen geistige Eigenschaften zukommen, so ist das Geistige keine Eigenschaft der Bausteine, sondern eine emergente Eigenschaft, die nur beim Menschen auftritt was nicht sein kann (siehe weiter unten *)

    Hier gesellt sich der Aspekt hinzu, „daß die unterschiedlichen Modi der natürlichen Existenz ineinander übergehen“, woraus ein „Aspekt der Kontinuität“ resultiert.Diese Kontinuität nimmt einen graduellen Anstieg des Geistigen an – angefangen beim Elektron, das seine Umgebung rein binär erfasst, über die Zelle, deren Metabolismus sich durch eine Sensitivität für Reize der Umwelt erklären lässt, bis hin zu höherentwickelten Tieren, die ihre Umwelt aktiv und bewusst wahrnehmen und schließlich dem Menschen, der selbstreflektierende Überlegungen anstellen kann. Der Panpsychismus geht von einer graduellen Ordnung aus und vermeidet dadurch das Ansetzen einer Trennlinie, bei der sich stets die Frage ergibt, wo sie anzusetzen sei.

    (*)Wie soll man plausibel erklären, dass eine Entität mit n Elementen keine geistigen Eigenschaften hat, aber eine Entität mit n + 1 Elementen plötzlich bewusst und geistbegabt ist?

    Letztendlich hat in dieser Auffassung also auch ein Elektron selbst im Tiefschlaf vom Menschen geistiges Bewusstsein, es kann somit NIE ganz verschwinden. Und mit NIE meine ich wörtlich NIE.

    Da sich nicht alles im Wandel befindet wie oft im Buddhismus behauptet wird möchte ich an der stelle auch noch kurz bemängeln :) Es gibt zeitlose Dinge, wobei Dinge der falsche Ausdruck ist. Die Farbe rot bleibt immer rot, egal was passiert, der Grundton ist immer der selbe. Bei Klängen und Geometrie das gleiche. Unwandelbar, keiner Veränderung ausgesetzt. Diese zeitlosen Dinge mussten schon in der Singularität drinstecken.

    Genug Verwirrung gestiftet :D

  • Befreiung und der natürliche Zustand des Seins

    • keks
    • 4. August 2017 um 22:24

    Passt doch was Raphy macht. Er stellt seine eigenen "dummen" sorry ;) Gedanken in frage und prüft sie anstatt einen Absolutheitsanspruch zu stellen. Deswegen schreibe ich auch nur noch selten, meistens lösche ich das geschriebene schnell wieder bevor ich meinen Müll veröffentliche. Meistens ändert sich meine Meinung einige Tage oder Monate danach und dann steht der Schmarren jahrelang in Foren :)
    Ich hinterfrage vieles täglich, verwerfe es wieder und schau es mir nochmal neu an. Und vieles ist dann eben dumm, vielleicht auch alles.

    "der natürliche Zustand des Seins"

    Zustände kommen und gehen, z.B Jhanas, alles ist nicht statisch. Ein Zustand muss somit kommen und auch wieder gehen. Da es sich um einen "natürlichen" Zustand handelt - die Natur passt sich den gegebenen Umständen immer wieder neu an. Schlussfolgernd müsste sich ein Befreiter auch immer wieder neu anpassen.

  • Fundamentalkritik

    • keks
    • 4. August 2017 um 07:31
    Zitat

    Wir können also nicht ohne Weiteres sagen, dass wir heute verstehen, was die damals gesagt haben.

    "Vielleicht" gesagt haben. Wieviele Jahre später wurde es aufgeschrieben ? Gehen wir "nur" von 100 Jahren aus dann passt vieles nicht mehr auf das was gesagt wurde. Dafür würde schon eine Woche genügen.
    Damit handeln alle Bücher von Spekulationen und Idealisierung. Eine Umkonditionierung findet statt und dennoch werden die grossen Meister ;) zu Kinderschändern. Und da gebe ich jedem Kriminalpsychologen recht der sagt, dass ausnahmslos jeder zum Mörder werden kann. Trotz Achtsamkeit, trotz Einsichten.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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