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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Christian

  • Maden in der Biotonne

    • Christian
    • 5. Juli 2015 um 08:14

    Liebe Leute,

    ich grüße Euch.

    Mir geht es so, dass ich diese Woche dran bin, die Biotonne raus zu stellen. Nun sind da lauter Maden drin. Wenn die Tonne ausgeleert wird, kommen da bestimmt welche zu Tode, werden zerquetscht.

    Ich hab’ mir nun erst überlegt, einen großen Teil davon (alle wird wohl schwierig) vielleicht zusammen mit Essen in eine Papiertüte zu tun und irgendwo hin zu bringen, unter die Büsche. Aber ob sie da gut weiterleben können, weiß ich nicht: Möglicherweise werden sie von anderen Tieren als Futter entdeckt.

    Vielleicht wär’ es auch eine Idee, ein Behältnis zu besorgen, sie da rein füllen und hernach, wenn die Tonne leer ist, wieder dort rein, damit sie weiterleben können.

    Vielleicht könnt Ihr mir was dazu sagen, wie seht Ihr das?

    Viele Grüße, ich danke Euch. Einen schönen Sonntag
    Christian

  • Verhalten gegenüber Bettlern

    • Christian
    • 10. September 2014 um 12:31

    Hallo liebe Leute,

    ich bin auf diesen schon älteren Beitrag aufmerksam geworden.

    Ich möchte hier etwas vom Buddha selbst reinstellen, die die Frage (für mich jedenfalls) recht eindeutig beantwortet: (Aus Itivuttakam 75)

    Zitat

    75. Regen - 6. Avuṭṭhika Sutta

    Diese drei Personen trifft man in der Welt. Welche drei? Die gleichsam regenlose, die begrenzt regnende, die allenthalben regnende Person.

    Wie ist eine Person gleichsam regenlos? Da gibt eine Person niemandem etwas, keinem Asketen und Priester, keinem Armen, Wanderer und Bettler, gibt nichts an Speis und Trank, Kleid und Wagen, Kränzen, Wohlgerüchen, Salben, Bett, Unterkunft und Licht. So ist eine Person gleichsam regenlos.

    Wie ist eine Person begrenzt regnend? Da gibt eine Person einigen, anderen aber nicht. So ist eine Person begrenzt regnend.

    Wie ist eine Person allenthalben regnend? Da gibt eine Person allen Asketen und Priestern, Armen, Wanderern und Bettlern, gibt Speis und Trank, Kleid und Wagen, Kränze, Wohlgerüche, Salben, Bett, Unterkunft und Licht. So ist eine Person allenthalben regnend.

    Diese drei Personen trifft man in der Welt.


    Asketen nicht und Priestern nicht,
    nicht Armem und nicht Wandersmann
    teilt aus er das, was er besitzt
    an Speis und Trank und anderem:
    der also gleichsam regenlos,
    den schlechten Menschen nennt man ihn.

    An einige, da gibt er nichts,
    an andere, da spendet er:
    Ein Regnender auf ein Gebiet,
    so nennen ihn, die einsichtsvoll.

    Der Mensch, der allen etwas gibt,
    der aller Wesen nimmt sich an,
    der läßt voll Freude streuen aus,
    und "Gebet, gebet" ruft er aus.

    Wie Wolke donnernd strömt herab
    und Regen allenthalben gibt
    und Berg und Tal mit Naß erquickt:
    so ist hienieden solch ein Mann.

    (s. A V/31)


    Nachdem auf rechte Weise er
    Besitz mit Fleiß erworben hat,
    befriedigt er mit Speis und Trank
    auf rechte Weise Wanderer.

    (Itivuttakam 75)

    Alles anzeigen

    Ich grüße Euch, habt’s gut
    Christian :)

  • Buddhistische Arbeitsgemeinschaft

    • Christian
    • 25. Februar 2014 um 08:44

    Lieber Axel,

    lieben Dank Dir für Deinen Hinweis. Nein, ich nehm´ es Dir gar nicht übel, mir hat es gleich eingeleuchtet, was Du meinst.

    Allerdings betont der Buddha immer wieder gerade den Umgang mit Gleichgesinnten. Mir geht es ja darum
    a) nach den Silas zu leben (was ich zwar jetzt auch tue, mir aber (so habe ich das Gefühl, auch manches Unverständnis einbringt)
    b) im Umgang mit anderen auch mich selbst zu erkennen
    c) überhaupt offen über die Lehre sprechen können

    Darum geht es mir und dass die Gefahr eines gewissen Fundamentalismus besteht, kann ich mir vorstellen. Aber das ist ja auch nichts "außerhalb der Lehre", sondern wieder etwas, was ich erkennen muss.

    Grüße Dir
    Christian

  • Buddhistische Arbeitsgemeinschaft

    • Christian
    • 25. Februar 2014 um 08:35

    Liebe Jikjisa,

    zu "dhamma vicaya" kann ich nicht viel schreiben, dazu kenne ich den Begriff nicht.

    Aber ich stimm´ Dir schon zu, dem Lesen und Lernen darf nicht so viel Raum gegeben werden, dass es nur Theorie ist.
    Andererseits möchte ich auch keinen so großen Unterschied zwischen dem Lesen, Merken, Denken/Ergründen und der eigentlichen Übung machen, weil das eine in das andere übergeht. Das ist für mich paticcasamupadda: bedingtes Entstehen, "das Eine ergibt sich zum Anderen".
    In letzter Zeit merke ich immer wieder, wie wichtig ist es, paticcasamupadda zu verstehen. Und welche Größe der Buddha hatte, das zu erklären: Nicht in "dies" oder "das" zu unterteilen, sondern das Voneinander-Abhängigsein zu erklären und aufzuzeigen und so den schmalen Grat der Mitte zwischen "dies" und "das" zu gehen.

    Der Buddha hat auch den Mönchen das "häufige Wiederholen" nahe gelegt:

    Zitat

    "Häufige Wiederholung der verstandenen Wahrheit vergrößert die Verständniskraft, Nichtwiederholung der verstandenen Wahrheit verhindert die Verständniskraft."

    (A X, 73; aus: Meditation nach dem Buddha)

    Für mich kommt das Verstehen/Erkennen, wenn ich das Gehörte/Gelernte in der Übung (dem Erleben) "daneben" halte, bzw. es ich es mir (durch Gesetzesergründung) so eingeprägt habe, dass ich schon fast gar nicht mehr anders handeln, sprechen und denken kann (im Dhamma weile) und dann daraus das Erkennen entsteht.
    Da laufen dann alle Fäden zusammen. Sie sind aber nicht einfach "eins" sondern können aufgrund ihrer Herkunft unterschieden aber nicht voneinander getrennt (gesehen) werden. Weil sie ja voneinander abhängen.

    Der Buddha spricht davon unter anderen in M 95, wie das Ergründen und "sich die Lehre eigen machen" in Schritten vor sich geht, hier von Hellmuth Hecker erklärt:

    Zitat

    a. Da kommt ein Vertrauend-Geborener heran: Er hört und liest etwas von der Lehre des Buddha.

    b. Dann gesellt er sich zu: Er geht mit den Lehrnachfolgern um, hört Vorträge, besucht Seminare, liest Lehrreden.

    c. Er leiht dabei auch innerlich Gehör. Offenen Ohres hört er die rechte Lehre (saddhammasavana), ernährt sich von ihr, leistet keinen Widerstand bzw. überwindet solche Anmutungen von Mißtrauen.

    d. Und er behält die Sätze im Gedächtnis, erinnert sich an die Kernaussagen, so daß er das Weltbild des Buddha „by heart" bei sich hat.

    Dies alles ist die nähere Beschreibung der „Stimme eines anderen", die nun in ihm ertönt. Das wird die durch Hören gewonnene Weisheit (sutamayapaññâ) genannt, die er sich damit allmählich aneignet. Dies aber geht dann in die zweite aktivere Phase über:

    e. Er reagiert nun auf die aufgenommene Weisheit mit seinem Haushalt, setzt sich mit ihr auseinander, prüft und vergleicht kritisch und aufmerksam, ob alles „Hand und Fuß" hat. Er betrachtet im inneren Zwiegespräch den Sinn des Gehörten (atth'upapa-rikkha).

    f. Dann billigt er den Lehranblick (dhammanijjhâna-khanti, ditthinijjhânakhanti), erkennt ihn nach dem Prüfen als richtig an, duldet die Maßstäbe und Werturteile des Erwachten, auch wenn sie seinen Trieben mehr oder weniger widersprechen.

    g. So wird nun der Wille (chando) zur Nachfolge geboren, der Wille zur Verwirklichung der neuen Werte, Maßstäbe, Anblicke, Verhaltensweisen, Ideale.

    h. Und diese neue in sich geschlossene und mit der Wirklichkeit der Existenz übereinstimmende Anschauung gewinnt jetzt das Übergewicht (ussaha), verneint das Bisherige, soweit es dem widersprach, besiegt das Schiefe und Wirre und Abwegige.

    Das ist die gründliche Aufmerksamkeit, die auf den Grund und die Herkunft aller Erscheinungen gehende Verarbeitung der WahrheitsLehre. Es ist die Denkart einer durch eigene Kraft gewonnenen Weisheit, die mit den mitgebrachten Ansätzen und Ahnungen der rechten Denkrichtung übereinstimmt (cinta-maya-paññâ).

    Alles anzeigen

    aus: http://www.palikanon.de/diverses/strom…weiter_teil.htm

    Aber mehr möchte ich jetzt nicht dazu schreiben, wenn wir noch weiter diskutieren möchten, dann doch bitte in einem eigenen Thema, weil das hier nicht rein gehört.

    Grüße an Dich
    Christian

  • Buddhistische Arbeitsgemeinschaft

    • Christian
    • 25. Februar 2014 um 07:31

    Lieber verrückter-narr,

    lieben Dank Dir für die Seite. So was in der Art könnte ich mir vorstellen. :)

    Grüße an Dich
    Christian

  • Buddhistische Arbeitsgemeinschaft

    • Christian
    • 23. Februar 2014 um 18:48

    Lieber fotost,

    lieben Dank für den Hinweis.
    Das habe ich schon gemacht, aber es hat sich nichts ergeben.

    Danke nochmals. :)
    Christian

  • Buddhistische Arbeitsgemeinschaft

    • Christian
    • 23. Februar 2014 um 18:17

    Liebe Ji,

    lieben Dank für Deinen Beitrag.

    Ich hab mir auch manche Gemeinschaft angesehen, aber nur relativ kurz (1 - 2 Tage bis 3 Wochen) als Besucher. Ich wollte wissen, ob das für mich eine Möglichkeit wäre, ein Leben mit Herzlichkeit und Wärme mit dem Buddhadhamma zu führen und so nicht gar so in unsere derzeitige Gesellschaft eingebunden zu sein.

    Das war recht erfahrungsreich, gefunden habe ich aber leider nichts. Wo ich mich allerdings relativ wohl gefühlt habe, das war der Friedenshof in Norddeutschland und eine christliche Gemeinschaft (La Borie Noble) in Frankreich. Der strukturierte Tagesablauf und das einfache Leben war bei beiden für mich sehr hilfreich. Leider habe ich es aber so empfunden, dass es mit dem Weg des Buddha für mich (und wohl auch für die anderen) nicht so leicht vereinbar ist, dort mitzuleben.
    Ich finde das sehr schade, dass es gar keine Initiatve gibt, eine solche Gemeinschaft ins Leben zu rufen.

    Geld spielt schon erstmal die Hauptrolle, das weiß ich.

    Mit dem Palikanon habe ich mich glaube ich, ein wenig schwammig ausgedrückt: Mir geht es damit wie Dir: Ich lese darin und denke darüber nach/lerne auch Manches auswendig, um es für mich "immer dabei zu haben". ;) Mir würde es auch nichts machen, wenn jemand noch was anderes liest. Ich möchte nur kein "aus jeder Tradition ein bisschen was und gut ist es"-Dhamma. Sonst fehlt nach meiner Meinung die Grundlage, um darüber zu sprechen.
    Aber habe ich das Gefühl, dass wir uns damit richtig verstehen?

    Ich grüße Dich, alles Gute Dir, Herzensgrüße
    Christian

  • Buddhistische Arbeitsgemeinschaft

    • Christian
    • 23. Februar 2014 um 14:57

    Liebe Leute hier,

    seid gegrüßt. :)

    Ich möchte mich gerne über ein Thema austauschen, über das ich schon länger nachdenke und mir sehr am Herzen liegt:
    Ich bin auf der Suche nach einer Gemeinschaft, in der Menschen zusammenleben, zusammenarbeiten (ihren Lebensunterhalt verdienen) und das Dhamma üben. Eine Art "Laienorden".

    In der Art von Christlichen Gemeinschaften, wie z.B. diese hier:
    http://www.basisgemeinde.de/
    http://www.bruderhof.com/de
    http://www.cg-see.de/

    Ich denke, so etwas gibt es bisher nicht. Es soll auch keine Gemeinschaft sein, die mit Dhammakursen ihren Lebensunterhalt verdient.

    Hattet Ihr denn schon mal eine ähnliche Idee? Oder wisst, ob es Menschen gibt, die ähnliche Gedanken haben und mitmachen würden?

    Mir liegt viel daran, eine gemeinsame Grundlage des Verstehens zu haben. Und da das für mich der Palikanon ist, setze ich mein Anliegen hier rein, in das Theravadaforum.

    Ich danke Euch und wünsch´ Euch was :)
    Christian

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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