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  2. Sarah29

Beiträge von Sarah29

  • Anfängerfrage zur Reinkarnation

    • Sarah29
    • 27. November 2012 um 19:39
    Onda:
    Sarah29:

    Aber dass "mein" Karma "mein" nachfolgendes Leben beeinflusst (und so liest man es in vielen Texten) steht im krassen Widerspruch zu keinem inhärenten "ich".

    So ist es, und darum kann es im Buddhismus logischerweise auch keine "Wiedergeburt" geben.
    Siehe Thread: "Buddhadasa und Wiedergeburt."

    Oder:
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=10544&p=192425

    LG
    Onda

    Aber nur wenige Buddhisten sehen dies wie du (und ich) oder? Was würde der z.B. der Dalai Lama dazu sagen?

  • Anfängerfrage zur Reinkarnation

    • Sarah29
    • 27. November 2012 um 18:52

    Es ist weder 'Angst noch Hoffnung, sondern das Gefühl des Widerspruchs! Wenn es kein inhärentes "Ich" gibt und Reinkarnation im Gegensatz zu anderen Glaubensgemeinschaften nicht als Seelenwanderung betrachtet wird, wie kann dann schlechtes Karma bewirken, dass eine Person "im nächsten Leben" Einflüsse deshalb zu erwarten hat (und so verstehe ich die Wiedergeburt als Tier aufgrund vom schlechtem Karma)? Das schlechtes Karma als Ursache und Folge neues Leben beeinflusst ist ja zweifelsfrei richtig. Wie wir unsere Umwelt gestalten, so wird die Umgebung von Leben sein, dass im selben Raum in einer unmittelbar nachfolgenden Zeit geboren wird. Aber dass "mein" Karma "mein" nachfolgendes Leben beeinflusst (und so liest man es in vielen Texten) steht im krassen Widerspruch zu keinem inhärenten "ich". Das verstehe ich nicht und insgeheim hatte ich die Hoffnung, dass es Traditionen gibt, die deshalb es rein metaphorisch verstehen....

  • Anfängerfrage zur Reinkarnation

    • Sarah29
    • 26. November 2012 um 23:25

    Gibt es denn bestimmte Traditionen im Buddhismus, die Wiedergeburt rein metaphorisch verstehen? Oder kann man das nicht nach Traditionen einteilen (noch nicht einmal grob), da innerhalb der Traditionen viele unterschiedliche Interpretationen bestehen?

  • Anfängerfrage zur Reinkarnation

    • Sarah29
    • 26. November 2012 um 07:26

    Hallo,

    also ich habe zwei Anfängerbücher zu Buddhismus gelesen und das Thema Wiedergeburt/Reinkarnation verwirrt mich total. Ich habe es erst so verstanden, dass im Buddhismus Wiedergeburt nicht als Seelenwanderung verstanden wird. Somit konnte ich es für mich persönlich gut nachvollziehen und habe den Begriff selber sogar erst metaphorisch aufgefasst. Doch dann las ich vom Einmal-Wiederkehrer, der nur noch einmal wiedergeboren werden müsse zur Erleuchtung. Und las, dass sich schlechtes Karma direkt auf spätere Leben einwirken würde. Doch diese beiden Informationen widersprechen doch total der Auffassung, dass Wiedergeburt nicht als Seelenwanderung zu verstehen ist, oder? Ich dachte, die Vorstellung, dass schlechtes Karma die Wiedergeburt als Tier bedeuten würde, wäre ein Klischee und jetzt lese ich, dass dies offenbar tatsächlich von vielen Buddhisten angenommen wird? Bitte klärt mich auf. War meine Annahme, Reinkarnation metaphorisch zu sehen und die Vorstellung, dass schlechtes Karma die direkte Wiedergeburt z.B. als Otter oder Schlange bedeutet, eher eine Fabel ist, etwa falsch?

    Sarah

  • Mangelt es Buddhisten nicht an Ehrgeiz + Innovationstreben

    • Sarah29
    • 21. November 2012 um 18:42
    Ellviral:

    Meine Antwort auf Deine Frage: Buddhisten unterscheiden sich nicht von anderen Menschen und somit sind sie voller Ehrgeiz und Innovationsstreben denn wie jeder Mensch wollen auch die, die sich als Buddhisten bezeichnen, glücklich leben.

    liebe Grüsse
    Hemut

    selbstverständlich tun sie das! Sie beten nicht zu einem einzelnen Gott, Christen hingegen schon. Selbstverständlich folgen sie etwas anderen Regeln als andere "Gruppen", gleichwohl es keine homogene Gruppe der Buddhisten gibt.

  • Mangelt es Buddhisten nicht an Ehrgeiz + Innovationstreben

    • Sarah29
    • 20. November 2012 um 07:54

    oh je, was habe ich nur für eine Diskussion ausgelöst? Leider hat mir der Thread nicht so sehr geholfen bei meiner frage. Zu schnell wurden für eine Anfängerfrage Fremdwörter benutzt und dann glitt die Diskussion imho etwas ab. Darum versuche ich es mal selber zu lösen und hoffe, ihr gebt mir ein Feedback:

    Ehrgeiz an sich ist nicht schädlich, sondern die Gier! Wenn Ehrgeiz Menschen hilft, ist er förderlich. Und dies bedeutet auch dem eigenen Geist/Körper, solange man nicht damit auch anderen schadet. Individualsport nutzt einem selbst und wenn dieser nicht in Gier und Anhaftung, wie z.B. bei Komplexen (Magersucht, Doping etc.) endet und keinem ernsthaft schadet (einem den Platz im Wettkampf streitig machen gehört zum Spiel dazu, solange es fair ist), ist dies nicht egoistisch oder schädlich. Schädlich ist es nur, wenn man sich dabei über andere Lebewesen stellt und aufgrund der Erfolge überheblich wird (Bescheidenheit ist das Zauberwort). Auch Ehrgeiz im Beruf ist gut, denn man strebt nicht nur sein eigenes Wohl, sondern auch das Wohl der Kollegen an, um gemeinsam Lebenserwerb zu haben. Dass im Kapitalismus meistens leider auch andere unter diesem Ehrgeiz aufgrund von Konkurrenz leiden, ist sicherlich nicht gut, aber dem System geschuldet, das wir nicht einfach so ändern können. Wir können nur versuchen in dem System direkt niemandem zu schaden, also fair zu wirtschaften. Mir etwas zufrieden zu sein, dass man hat und nicht andauernd nach Dingen zu gucken, die man nicht hat bedeutet nicht, dass man nicht nach Verbesserungen strebt und mit Ehrgeiz die eigene Situation versucht zu verbesssern. Es ist vielmehr eine Grundeinstellung, das hier und jetzt zu "genießen" und zufrieden zu sein.

    Richtig???

    Danke!

  • Mangelt es Buddhisten nicht an Ehrgeiz + Innovationstreben

    • Sarah29
    • 18. November 2012 um 17:37

    Leider kann ich meine Antwort nicht sehen, weshalb ich diese nicht bearbeiten kann, sondern einen neuen Post schreiben muss: Letztendlich widerspricht "guter, also zuträglicher" Ehrgeiz doch dem Grundsatz "Sei mit dem zufrieden, was du hast und nicht unzufrieden mit dem, was du nicht hast", oder? Dieser Grundsatz spricht ja für Stillstand oder verstehe ich das flasch?

  • Mangelt es Buddhisten nicht an Ehrgeiz + Innovationstreben

    • Sarah29
    • 18. November 2012 um 17:33

    Danke ihr beiden.

    nibbuti:

    Ehrgeiz, der darauf aus ist, einem Menschen zu helfen sein volles Potential im Einklang zu entfalten ist ganz im Sinne der Buddhalehre, eben ehrlich.

    Nun im Beruf helfe ich den Kollegen, die wie ich vom Unternehmenserfolg abhängig sind, doch Mitarbeitern anderer Mitarbeiter schade ich möglicherweise indirekt sogar mit unserem Erfolg. Doch wenn ich nicht ehrgeizig bin, habe ich keinen sicheren Lebenserhalt.
    Im Sport helfe ich bei Einzelsportarten niemandem. Im Gegenteil: Beim Wettkampf mit anderen Sportarten versuche ich besser als die Konkurrenten zu sein.

    Beides erscheint mir also genau der Ehrgeiz zu sein, der im Buddhismus nicht förderlich ist und gerade da bin ich anderer Ansicht. Sportlicher Ehrgeiz stärkt den Körper im Endeffekt. Und ohne Lebenserwerb keine sichere Existenz.

  • Mangelt es Buddhisten nicht an Ehrgeiz + Innovationstreben

    • Sarah29
    • 18. November 2012 um 16:15

    Hallo,

    mich beschäftigt eine Sache sehr: Mangelt es Buddhisten nicht an Ehrgeiz und Streben nach Innovation und Fortschritt außerhalb spiritueller Fragen? Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man eine Lehre Buddhas folgendermaßen zusammenfassen: "Sei mit dem zufrieden, was du hast und nicht unzufrieden mit dem, was du nicht hast". Doch wenn ich Sport mache, dann will ich meine Leistungen verbessern, stets bessere Leistungen begehren. Das ist der Motor des sportlichen Ehrgeiz, ohne den Wettkämpfe kaum denkbar wären. Oder im Beruf: Wenn ich stets mit dem geringen Umsatz zufrieden bin und keine besseren Gewinne im nächsten Quartal anstrebe, so werde ich gegen die Konkurrenz kaum bestehen können.

    Wie lässt sich sportlicher und beruflicher Ehrgeiz mit Buddhismus vereinbaren?

    Danke!!!

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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