Gut, dass du es ansprichst.
Ja, das war nicht sehr respektvoll von mir.
Ich hätte besser schreiben sollen:
"Bei mir sah eine Phase der inneren Reinigung/Läuterung etwas anders aus."
Als ich es berichtigen wollte, war die Stunde Änderungszeit schon vorbei.
Ist doch nicht schlimm. Und beleidigend fand ich das schon gar nicht.
Ich habe wirklich gedacht, Du machst einen makabren Scherz, und das gefällt mir meistens sehr, da ich dann an die großen Zen-Lehrer denken muss, die mit ganz unkonventionellen Methoden gearbeitet haben. Der Legende nach soll ja schon mal ein Meister eine Katze in zwei Teile zerhackt haben.
In ganz jungen Jahren habe ich mich noch gar nicht mit Tibetischem Buddhismus, sondern mit Zen beschäftigt, allerdings ohne persönliche Kontakte und nur mit Lektüre. Daher können Schockmethoden mich nicht erschüttern!
Es wäre doch traurig, wenn Schwarzer Humor endgültig verboten wäre.
Wir wären nur noch Zombies.....
Mit dem Ngöndro beschäftigte ich mich schonmal ein wenig und praktizierte auch etwas die Niederwerfungen.
Das ist interessant. Inwiefern denn?
Und nach persönlicher Anleitung oder nach Lektüre?
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Huuch! Jetzt sehe ich, dass ich heute Morgen auch ungenau gelesen hatte!
-----> Hingabe , Zitat:[lz]
inkompotent als Lehrer[/lz]
Hm, ein Impotenter Lehrer wäre sehr zu begrüßen hinsichtlich der Missbrauchsskandale. Aber ein "inkompotenter" Lehrer...? Hm. vielleicht hast Du aber auch "inkompottent" gemeint. Also unfähig, ein "Kompott" zu bilden. Oder sogar ein Komplott? Verwirrend ist das zwar, aber irgendwo auch logisch. Auf jeden Fall jemand, der nicht fähig ist zum Zusammengehen jeder Art.
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Viele Leute fangen mit Buddhismus oder Meditation an. Und die meisten hören frustriert wieder auf, weil sie Wunder erwarten. Oder sie erwarten, dass sie nur den richtigen Lehrer, die richtige Linie, die richtige Schulung brauchen, um mühelos und (selbst-) zweifelsfrei zum Erwachen getragen zu werden. Da wird dann ewig diskutiert, welcher Lehrer wie authentisch ist, ob und welche Übertragung oder Berechtigung er oder sie hat, und wie viel besser die eigene Schule als andere ist. Oder die Befreiung wird einfach auf das alltägliche Maß der triebgesteuerten Wunscherfüllung reduziert. In diesem Fall bin ich ja eh schon erleuchtet. Wozu also noch Lehrer (sind eh alles Betrüger) oder Bemühungen (Wer sich bemüht, hat eh nichts verstanden).
Ich verstehe Dich sehr gut und weiß, was Du meinst.
Zugleich aber ging es bei mir um äußerst diffizile Dinge, z. B. bestimmte Richtungen bei der Visualisation des Schaubilds, was ich aufgrund der subtilen Energiekanäle für äußerst wichtig halte. Du musst bedenken, dass noch mehr Aspekte ins Spiel kommen als die von Dir genannten.
Ich habe keine Wunder erwartet,
ich brauchte bloß technische Hilfe zur korrekten Visualisation.
Und was die Mandala-Opferung betraf (ich hoffe, Du hast Dich bei Wikipedia über Ngöndro belesen, sonst verstehst Du jetzt nicht, was ich meine), da ging es um gröbere, äußere Dinge - z. B.: was mache ich zuletzt mit dem Reis u. Ä., welchen ich für das Opferungsritual verwendet hatte? - Der Lehrer wies mich an, ihn einfach in die Natur zu werfen. Der darf nämlich nicht mehr selbst verzehrt, aber auch nicht in den Biomüll geworfen werden. Doch da war ich entsetzt, denn das zieht Ratten an und das ist nicht erlaubt, jedenfalls darf man sich dabei nicht erwischen lassen. Nun gut, es gibt noch viel schlimmere Müllsünder, die außer umweltschädlichen Dingen auch Lebensmittel in die Natur werfen. Aber mit denen vergleicht man sich natürlich nicht.
Was glaubt Ihr wohl, was ich gemacht habe? - Klar, ich habe den ganzen Reis gekocht und selbst gegessen. Ganz pragmatisch. Obwohl man das wie gesagt auch nicht machen soll.... Na gut, dann habe ich eben "schlechtes Karma" auf mich geladen oder was auch immer, aber der Reis hat wirklich gut gemundet und ich musste kein schlechtes Gewissen haben.
Darum habe ich das Mandala-Ritual abgebrochen. Ziemlich am Anfang sogar.
Ich habe mein Bestes getan und das Universum "wird es mir danken".
Übrigens, der Lama, der mich einst ins Ngöndro eingeführt hatte, hat mich nie wieder gefragt, wie weit ich denn gekommen sei. Das hat ihn gar nicht mehr interessiert.