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Beiträge von Amdap

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 28. Februar 2025 um 12:24
    Raphy:

    Gut, dass du es ansprichst.

    Ja, das war nicht sehr respektvoll von mir.

    Ich hätte besser schreiben sollen:


    "Bei mir sah eine Phase der inneren Reinigung/Läuterung etwas anders aus."


    Als ich es berichtigen wollte, war die Stunde Änderungszeit schon vorbei.

    Ist doch nicht schlimm. Und beleidigend fand ich das schon gar nicht.

    Ich habe wirklich gedacht, Du machst einen makabren Scherz, und das gefällt mir meistens sehr, da ich dann an die großen Zen-Lehrer denken muss, die mit ganz unkonventionellen Methoden gearbeitet haben. Der Legende nach soll ja schon mal ein Meister eine Katze in zwei Teile zerhackt haben.

    In ganz jungen Jahren habe ich mich noch gar nicht mit Tibetischem Buddhismus, sondern mit Zen beschäftigt, allerdings ohne persönliche Kontakte und nur mit Lektüre. Daher können Schockmethoden mich nicht erschüttern!

    Es wäre doch traurig, wenn Schwarzer Humor endgültig verboten wäre.

    Wir wären nur noch Zombies.....

    Raphy:

    Mit dem Ngöndro beschäftigte ich mich schonmal ein wenig und praktizierte auch etwas die Niederwerfungen.

    Das ist interessant. Inwiefern denn?

    Und nach persönlicher Anleitung oder nach Lektüre?

    ---------------------------

    Huuch! Jetzt sehe ich, dass ich heute Morgen auch ungenau gelesen hatte!

    -----> Hingabe , Zitat:[lz]

    inkompotent als Lehrer[/lz]

    Hm, ein Impotenter Lehrer wäre sehr zu begrüßen hinsichtlich der Missbrauchsskandale. Aber ein "inkompotenter" Lehrer...? Hm. vielleicht hast Du aber auch "inkompottent" gemeint. Also unfähig, ein "Kompott" zu bilden. Oder sogar ein Komplott? Verwirrend ist das zwar, aber irgendwo auch logisch. Auf jeden Fall jemand, der nicht fähig ist zum Zusammengehen jeder Art.

    ----------------------------

    Thorsten Hallscheidt:

    Viele Leute fangen mit Buddhismus oder Meditation an. Und die meisten hören frustriert wieder auf, weil sie Wunder erwarten. Oder sie erwarten, dass sie nur den richtigen Lehrer, die richtige Linie, die richtige Schulung brauchen, um mühelos und (selbst-) zweifelsfrei zum Erwachen getragen zu werden. Da wird dann ewig diskutiert, welcher Lehrer wie authentisch ist, ob und welche Übertragung oder Berechtigung er oder sie hat, und wie viel besser die eigene Schule als andere ist. Oder die Befreiung wird einfach auf das alltägliche Maß der triebgesteuerten Wunscherfüllung reduziert. In diesem Fall bin ich ja eh schon erleuchtet. Wozu also noch Lehrer (sind eh alles Betrüger) oder Bemühungen (Wer sich bemüht, hat eh nichts verstanden).

    Ich verstehe Dich sehr gut und weiß, was Du meinst.

    Zugleich aber ging es bei mir um äußerst diffizile Dinge, z. B. bestimmte Richtungen bei der Visualisation des Schaubilds, was ich aufgrund der subtilen Energiekanäle für äußerst wichtig halte. Du musst bedenken, dass noch mehr Aspekte ins Spiel kommen als die von Dir genannten.

    Ich habe keine Wunder erwartet,

    ich brauchte bloß technische Hilfe zur korrekten Visualisation.

    Und was die Mandala-Opferung betraf (ich hoffe, Du hast Dich bei Wikipedia über Ngöndro belesen, sonst verstehst Du jetzt nicht, was ich meine), da ging es um gröbere, äußere Dinge - z. B.: was mache ich zuletzt mit dem Reis u. Ä., welchen ich für das Opferungsritual verwendet hatte? - Der Lehrer wies mich an, ihn einfach in die Natur zu werfen. Der darf nämlich nicht mehr selbst verzehrt, aber auch nicht in den Biomüll geworfen werden. Doch da war ich entsetzt, denn das zieht Ratten an und das ist nicht erlaubt, jedenfalls darf man sich dabei nicht erwischen lassen. Nun gut, es gibt noch viel schlimmere Müllsünder, die außer umweltschädlichen Dingen auch Lebensmittel in die Natur werfen. Aber mit denen vergleicht man sich natürlich nicht.

    Was glaubt Ihr wohl, was ich gemacht habe? - Klar, ich habe den ganzen Reis gekocht und selbst gegessen. Ganz pragmatisch. Obwohl man das wie gesagt auch nicht machen soll.... Na gut, dann habe ich eben "schlechtes Karma" auf mich geladen oder was auch immer, aber der Reis hat wirklich gut gemundet und ich musste kein schlechtes Gewissen haben.

    Darum habe ich das Mandala-Ritual abgebrochen. Ziemlich am Anfang sogar.

    Ich habe mein Bestes getan und das Universum "wird es mir danken".

    Übrigens, der Lama, der mich einst ins Ngöndro eingeführt hatte, hat mich nie wieder gefragt, wie weit ich denn gekommen sei. Das hat ihn gar nicht mehr interessiert.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 28. Februar 2025 um 07:35
    Hingabe:

    Eben. Ich sah und sehe einen Dharma- Lehrer schon immer nur als eine Unterstützung und eine Inspiration auf dem Weg, mehr nicht. Keiner von ihnen ist unfehlbar oder weiß alles.

    Klar. Das ist eine Binsenweisheit.

    Hingabe:

    Dein Geläster über die tibetischen Linien finde ich schwach und unfair. Nur weil sie nichts mehr für dich waren, heißt es nicht, dass sie schlecht sind, überflüssig sind. Manche kommen - so habe ich den Eindruck in diesen Schulen gut zurecht. Selbst wenn sie es irgendwann auch nicht mehr tun, sie sich da nicht mehr richtig am Platz fühlen. Man macht manchmal eine Entwicklung durch und es kann sein, das man zufällig erst bei diesen Schulen landet aber es einen später woanders hinzieht. Ich finde es schön, dass es so viele verschiedene Linien gibt. Für jedeN ist etwas dabei. Und nur weil jemand mit einer Tradition schlechte Erfahrungen hatte, sollte er/ sie nicht so schlecht über alle die Schulen aus der Tradition schreiben.

    Hingabe , hier muss ich Dich korrigieren, mit Verlaub.

    Denn Du liest sehr oberflächlich und arbeitest die Texte anderer Diskutanten nicht gründlich durch. Daher kommt es, dass Du das Gemeinte nicht richtig durchdringen kannst - zu Deinem eigenen Nachteil.

    Ich bin den Lamas weiterhin freundschaftlich verbunden, das solltest Du wissen, hättest Du wirklich gründlich gelesen. Auf diese Weise komme ich dort gut zurecht, auf eine "weltliche Weise" eben.[lz]

    Man macht manchmal eine Entwicklung durch und es kann sein, das man zufällig erst bei diesen Schulen landet aber es einen später woanders hinzieht. Ich finde es schön, dass es so viele verschiedene Linien gibt. Für jedeN ist etwas dabei.[/lz]

    Klar, auch das ist eine Binsenweisheit, aber Du sagtest ja am Anfang, Du wolltest auch mal etwas dazu plappern, also bist Du in diesem Sinne wirklich authentisch und da kann ich Dir nur zustimmen.

    Übrigens: vielen Dank für das Kompliment:[lz]

    Dein Geläster über die tibetischen Linien finde ich schwach und unfair.[/lz]

    Klar bin ich schwach (Zitat; "Anderen halfen und helfen sie aber ? Nur weil sie für dich nicht passend waren [da du schon zu fortgeschritten warst, so liest es sich, dass du das meinst]") : ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates). Die sokratische Methode wird noch heute angewendet, um tiefes Verständnis zu fördern. Es zielt darauf ab, tiefer über das Thema nachzudenken und eigenständig zu einer Erkenntnis zu gelangen. Und aus Deiner authentischen Sicht ist "unfair" ein sehr kompatibler Ausdruck.

    Hingabe:

    Und nur weil ein Lehrer dir nicht antworten konnte, heißt es nicht, dass er in allem inkompotent als Lehrer war. :D

    Bingo! Das entspricht genau der Logik der antiken Stoiker (Beispiel):

    "Der Elefant ist ein vierbeiniges Tier. Daraus folgt, dass alle vierbeinigen Tiere Elefanten sind."

    Eine sehr gute Aussagenlogik.

    ---------------------------------------------------

    Lieber Raphy,

    Deine Anmerkung hier verstehe ich überhaupt nicht, es sei denn, Du scherzest:

    Raphy:

    Bei mir sah das "Ngöndro" etwas anders aus. ;)


    The Ultimate Oldschool Hardcore Gabber Mix (Youtube)


    Ich rate dabei natürlich von Alkohol und anderen Drogen ab.


    Danke für deinen Erfahrungsbericht.

    Ja, es muss ein Scherz sein, denn Du hast

    'Ngöndro' in Anführungsstriche gesetzt.

    Vermutlich hast Du, und viele Andere hier, keine Ahnung, worum es beim Ngöndro geht. Es soll eine ritualisierte Vorbereitung auf die eigentliche Meditationsmethode der jeweiligen Linie sein.

    Ngöndro – Wikipedia

    Hier bei Wikipedia wird angegeben, dass an dritter Stelle die Übung der Mandala-Opferung steht und an vierter Stelle Guru-Yoga. So hatte ich es auch gelernt. Aber z. B. bei der Drikung-Kagyü-Linie ist es umgekehrt, da steht an dritter Stelle Guru-Yoga und an vierter Stelle dann die Mandala-Opferung.

    In der tibetischen Gelug-Linie wird übrigens das Ngöndro nicht praktiziert, obwohl es diese Praxis schon vor Entstehung dieser Linie gab. Dort legt man vielmehr Wert auf die sogenannten "Sechs Vorbereitenden Übungen" im Rahmen der Lamrim-Meditation (Stufenweg zur Erleuchtung). Diese werden dort als ausreichend angesehen, um den Geist zu reinigen und auf den Pfad zur Erleuchtung vorzubereiten.

    Es lohnt sich, sich über diese Methoden zu belesen, es ist sehr interessant und aufschlussreich.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 27. Februar 2025 um 07:05
    Igor07:
    Amdap:

    im zweiten Fall ein aufgesetzter (also künstlicher) Trost des Aussagenden (gewöhnliches Sangha-Mitglied), wobei es wie eine Prophezeiung erscheinen soll.

    Letzteres ist genauso dumm wie im gewöhnlichen Leben: die dummen Floskeln, die man von Mitmenschen hört, die nicht zuhören und sich schnell aus dem Gespräch herauswinden wollen, weil es ihnen sonst zu unbequem ist.


    Man darf nicht beide Aussagen zusammen in einen Topf werfen.

    Ich kann nur sagen, dass ich, unabhängig davon, welche Sangha-Mitglieder so sprechen, keiner Gemeinschaft angehören möchte, in der Lehrer ihre eigenen Schüler wirklich zerstören. Wie es im Zen heißt: 'Wenn du den Buddha triffst, töte ihn.' Der Lehrer zeigt nur den Weg auf, aber gehen muss ich ihn alleine. Andernfalls mache ich ein Idol, also einen Götzen, aus dem Lehrer.

    Und das ist der Nährboden für den Missbrauch, also, ich bin selbst schuld.

    Es ist eine sehr subtile Sache, "den Lehrer als Buddha zu betrachten", gleichzeitig und unweigerlich ist es mit viel zu vielen Missverständnissen und Entgleisungen verbunden. In seinem tiefsten Sinn ist es zwar ein Prozess, welcher die innere spirituelle Entwicklung beschleunigt, und es hat im Vajrayana einen sehr hohen Stellenwert, ja sogar heißt es, dass auf diesem tantrischen Weg ein Weiterkommen ohne Lehrer nicht möglich sei. Ich verstehe das sehr gut, denn vor vielen Jahren erlebte ich selbst diese inneren Prozesse. Aber dann, nach und nach, erstarben sie, nachdem ich durch abstoßende Missbrauchs-Geschichten vollkommen ernüchtert wurde. Diese Fokussierung, diese innere Hingabe, hat sich seitdem nie wieder eingestellt; vielmehr brauchte ich Ventile, um mich in meiner Empörung abzureagieren, zum Beispiel hier im Forum. So kann es gehen!

    Später habe ich mal einen Lama gefragt (nicht den, der sich für meinen Lehrer hält), mit dem ich mich freundschaftlich verbunden fühle: wenn Glücksgefühle, durch subtile innere Hingabe, schon Jahrzehnte zurückliegen, ob sie sich dann je wieder einstellen können, spätestens im Sterbeprozess. Er bejahte meine Frage.

    Nun, ich möchte hinzufügen, das berechtigt einen aber nicht, sich die Freiheit zu nehmen, weiterhin draufzuhauen - nur im Vertrauen, im Sterbeprozess werde schon alles gutgehen. Das wäre zu bequem. Trotzdem haue ich weiter drauf, weil ich nicht anders kann, denn es treibt mich einfach dazu. Ich werde schon sehen, was ich davon habe.

    Es gibt Esoteriker, die sagen, dass nicht vergeblich oder überflüssig ist, was man getan hat, und es gibt auch keine Zeitverschwendung.

    Das Universum wird dir die verlorenen Jahre zurückgeben... UND DAS WIRD DICH ÜBERRASCHEN! Carl Jung

    Ich bin zwar kein Esoterik-Fan, aber zu dieser Aussage meine ich: da ist was dran. Ich merke das täglich auf der materiellen Ebene, und manchmal ist es extrem und ganz verblüffend!

    Daher bedaure ich nichts. Wenn einen dieses oder jenes so treibt, dass man sich einfach nicht bremsen kann, dann spüre ich, dass man das nicht immer bloß (vielleicht aus einem Komplex heraus) mit dem sogenannten Ego erklären kann, sondern es sind Prozesse, die das Universum durch Einzelwesen hindurchtreibt. Daher muss man es zulassen.

    Raphy:

    Deswegen ist traditionell eigentlich eine innere Reinigung/Läuterung vorgesehen, bevor man sich intensiver Meditation unterzieht. Um solche herausfordernden Effekte von Meditation zu mindern und besser mit ihnen umgehen zu können.

    Diese "innere Reinigung/Läuterung" ist bei den K.Kagyüs das Ngöndro, wie auch bei anderen (nicht allen) tibetischen Richtungen.

    Ich schrieb an anderer Stelle, dass ich mich mit diesem Ngöndro sozusagen zum Affen gemacht habe, so kann man es umschreiben. Meine Fragen dazu hat der Lehrer niemals richtig, schon gar nicht punktuell, beantwortet, sondern er antwortete nur so, wie er es selbst gelernt hatte. Das war mir gar keine Hilfe, ganz im Gegenteil.

    Darüberhinaus hörte ich, dass ein Mitglied äußerte, als sie mit den Ngöndro durch war, sagte ihr Lehrer, sie solle wieder von vorn anfangen (das schrieb ich hier ebenfalls an anderer Stelle), und sie berichtete das mit verklärtem Blick. Der Lehrer war übrigens der, weshalb es hier eine riesige Diskussion über sein Missbrauchs-Treiben gab.

    Wie kann man nur so dumm sein, mit dem Ngöndro wieder von vorn anzufangen! Das zeigt doch nur, dass der "Lehrer" seine Schäfchen in Schach halten will, damit sie beschäftigt sind und "nicht auf dumme Gedanken kommen".

    Ich selbst habe das Ngöndro am Anfang des dritten Teils (Mandala-Opferung) abgebrochen. Es wurde auch höchste Zeit!

    Raphy:

    Und Abgeschiedenheit ist nicht nur im Wald schwer auszuhalten für Ungeläuterte, sondern eben auch während intensiven Retreats oder einfach einer die persönlichen Kräfte überfordernden Meditation.


    Und das schreibe ich als selbst Ungeläuteter.


    Trotzdem sind natürlich Spaziergänge und Aufenthalte im Wald grundsätzlich eine sehr heilsame Sache.

    Ja, und man kann aus allem ein Geschäft machen.

    Zurzeit ist ja das sogenannte Waldbaden ein richtiger Hype. Es funktioniert und das Geschäft läuft, aufgrund der Tatsache, dass die meisten Menschen nicht wirklich und echt mit sich selbst allein sein können. Dafür hat man das Waldbaden erfunden. Die Teilnehmer sind nicht in der Lage, das allein zu können.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 26. Februar 2025 um 15:37

    Ich habe auch mal so eine Umfrage mitgemacht (Video-Tipp in Deiner Antwort #190), aber es ist nicht so viel dabei herausgekommen;

    das war ziemlich mau.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 26. Februar 2025 um 15:36

    Nein, nicht "genau dies", denn:

    Es ist aber ein Unterschied, ob es heißt:

    Igor07:

    "Mach weiter", sagen sie dann dem Schüler. "Es wird alles in Lot sein",

    oder[lz]

    "Du wirst sehen, alles wird sich einrenken, eines Tages sitzt du wieder auf dem Kissen."[/lz]

    Im ersten Fall ist es eine Aufforderung (aus Unkenntnis und mangelndem Einfühlungsvermögen) vonseiten des Lehrers, weiterzumachen,

    im zweiten Fall ein aufgesetzter (also künstlicher) Trost des Aussagenden (gewöhnliches Sangha-Mitglied), wobei es wie eine Prophezeiung erscheinen soll.

    Letzteres ist genauso dumm wie im gewöhnlichen Leben: die dummen Floskeln, die man von Mitmenschen hört, die nicht zuhören und sich schnell aus dem Gespräch herauswinden wollen, weil es ihnen sonst zu unbequem ist.

    Man darf nicht beide Aussagen zusammen in einen Topf werfen.

    nichtsdestotrotz ist die erste Aussage gefährlicher.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 26. Februar 2025 um 13:00
    Igor07:

    Unabhängig davon, wie man das Ganze nennt, ist die Anzahl der Betroffenen beträchtlich. Und wenn der Lehrer keine Antwort findet, was das überhaupt ist, sollte man sich fragen: Was bleibt den Menschen, die wirklich darunter leiden? In den USA gab es aufgrund von Enthüllungen einen regelrechten Boom in den Medien, aber die Deutschen haben es kaum mitbekommen. Schade, oder?

    Worum ging es da?

    Um die Leiden der Betroffenen oder mehr um die Unfähigkeit der Lehrer?

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 26. Februar 2025 um 12:59
    pano:

    In Deutschland am ehesten thematisiert in breiterer Öffentlichkeit durch Dr Ott https://www.tk.de/techniker/maga…terview-2007132

    Vielen Dank!

    Ein Aspekt fällt dabei meistens unter den Tisch:

    dass beruflicher Stress viel mehr Einfluss hat als man denkt, ebenso privater Stress.

    Bei mir war es beispielsweise so, dass ein ordentlich-regelmäßiger Meditationszeitraum einfach nicht möglich war; meistens befand ich mich im Dauer-Jetlag. Es war aber schon wie so eine Art Normalität, darum wäre ich damals von selbst nicht darauf gekommen, dass Solches auch ein Grund sein kann. Meditation hat im Grunde diese Unausgewogenheit nur noch verstärkt, stattdessen wäre es besser gewesen, einfach nur "nichts" zu machen. Doch auch das "Nichtsmachen" ist relativ schwierig, wenn man sich im Hamsterrad befindet.

    Experten wie Herr Dr. Ott haben keine Ahnung von solcher Art Stress, aus dem man einfach nicht rauskommt. Ihr Beruf ist es, Experte zu sein, und sie können sich ihre Aufgaben überwiegend einteilen, einschließlich das Schlafen. Daher, also weil sie sich betriebsbedingt da nicht hineinversetzen können, messen sie diesem Problem auch keine große Bedeutung bei.

    Ähnlich ist es mit spirituellen Lehrern.

    Nun, seit ich im Ruhestand bin, zum Glück auch allein, haben sich alle diese ersehnten Zustände und Eigenschaften eingestellt, die man normalerweise der regelmäßigen Meditation zuschreibt.

    Entspannt zu sein, wie ein Fels in der Brandung in sich selbst ruhend, Konzentration und Gedächtnis enorm gesteigert, als wäre ich jünger statt älter geworden, Lampenfieber verschwunden, Mitgefühl gesteigert und Vieles mehr.

    Da man hier im Westen hauptsächlich deswegen meditiert, und auf diese Aspekte bezogen, kann ich sagen, ich brauche die Meditation nicht mehr. Würde ich damit wieder anfangen, wäre das ein Rückschritt für mich.

    Hierzu interessiert mich sehr, ob in meinem Hirn einfach nur durch Veränderung der Lebensweise, indem ich in den Ruhestand eintrat und nur noch allein lebe, diegleichen Areale sich verstärkt und vergrößert haben, wie man es sonst nur durch Meditation erwirkt.

    Aber man kann ja nicht einfach nur so aus Spaß und Neugier ein MRT machen lassen - schade.

    Auch Lehrer können einem darauf keine Antwort geben. Dabei denke ich, das sind doch die Kernthemen, auf die es im Zusammenhang mit Meditation ankommt.

    Mir hat mal ein Ordensmitglied des AMM, der Psychotherapeut und Neurologe war (auch Autor auf diesem Gebiet), erklärt, im Grunde genommen nehmen alle Hirnareale zu, die man gezielt trainiert, allerdings "schrumpfen" sie auch wieder (nicht wie bei Alzheimer gemeint), wenn sie nicht mehr beansprucht werden. Und er fügte hinzu, dass Hirnareale sogar zunehmen durch psychotherapeutische Gespräche, was mich damals sprachlos machte! Das hatte ich vorher nicht gewusst und nie gedacht!

    Wie schon mehrmals erwähnt, habe ich im Herbst 2016 mit dem Sitzen auf dem Kissen aufgehört. Damals stand ich noch mitten im Berufsleben und lebte mit meiner dementen Mutter zusammen.

    Einmal sagte ein K.-Kagyü-Mitglied zu mir: "Du wirst sehen, alles wird sich einrenken, eines Tages sitzt du wieder auf dem Kissen." Da hatte ich ganz tief in mir das Signal: das fühlt sich aber falsch an. Und meine Intuition hat sich bestätigt: mein wunderschöner Schrein ist sogar noch schöner geworden, aber davor, auf meinem Ex-Medi-Platz, steht seit fünf Jahren mein Heimtrainer.

    Kein Lehrer kann daran was ändern.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 26. Februar 2025 um 07:47

    Jeder muss vor sich selbst verantworten, was er denkt.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 26. Februar 2025 um 06:41
    Monika:

    Liebe Amdap, ich habe das nicht überlesen, empfand aber Deine Hartnäckigkeit Igor gegenüber als zu persönlich.

    _()_ Monika

    Ich bin ein sehr offener Mensch und lebe nach dem Motto:

    Wer A sagt, muss auch B sagen.

    Du kannst Dir denken, dass, wenn Andere nicht danach leben, für mich etwas faul zu sein scheint.

    Wenn Dich schon bestimmte Bemerkungen stören, und Du dazu kommentierst, das sei Dir zu persönlich, warum hast Du dann nicht protestiert, als mir "Beißreflex" und "Attacke" unterstellt wurden? Wenn Du Dich schon moralisch äußern musst: hier hast Du geschwiegen, dabei war das noch viel persönlicher. Ich erkenne daran, dass auch Du nicht frei von tendenziösem Denken und Verhalten bist.

    Wir müssen uns davor hüten, bestimmte Menschen zu bevorzugen und bestimmte Menschen zu vernachlässigen. Auch wenn es hier nur ein Forum ist. Aber ich meine es in Bezug auf jede Form von sozialem Miteinander.

    Beispielsweise am Arbeitsplatz kann es auf diese Weise schleichend, aber zielgerichtet, zu Mobbing kommen. Aber auch Bevorzugung oder Vetternwirtschaft kann in allen möglichen Situationen auftreten, auch in Bildungseinrichtungen und sogar in religiösen Gruppen.

    In religiösen Gruppen ist das sehr fatal. Und nach meiner Beobachtung greift in tibetischen Gemeinschaften der leitende Lama keinesfalls ein, wenn sich solche Tendenzen abzeichnen. Einer solchen Person kann man nicht das Attribut zusprechen, ein guter Lehrer zu sein.

    Die Sache mit dem "Beißreflex" und der "Attacke" hat sich übrigens aufgelöst, wie ich schon geschrieben hatte.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 25. Februar 2025 um 16:26
    Igor07:
    Amdap:

    Wie man sieht, ist hier einiges schiefgelaufen, dank der Tatsache, dass "spirituelle Fachpersonen" null Ahnung haben über neurologische Störungen.

    Selbst die Lamas sind, trotz ihrer Ausbildung zum Lehrer, eher im "Learning-by-Doing-Modus", wenn es um ihr eigenes spirituelles Fortkommen geht, und das ist fatal, wie gesagt.

    Hm, das ist sehr interessantes Video mit Dalai-Lama zum Thema, es dauert nicht lange.

    Dalai Lama Presentation: Mind and Life XXIV

    Zumindest hast Du dieses Video eingegeben, zu dem ich mir beim zweiten Anlauf dann doch mehr Mühe gegeben habe, es zu verstehen.

    Wie gesagt, beim Englisch bin ich nicht so toll, aber die Mühe hat sich gelohnt.

    Das ist doch schon mal was!

    In #173 habe ich mir ziemliche Gedanken darüber gemacht.

    Ich hoffe, das Video richtig verstanden zu haben.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 25. Februar 2025 um 13:15
    Monika:

    Amdap, ich bitte Dich, nicht so persönlich zu werden und in die Enge zu treiben.

    _()_

    Wie ich sehe, @Monika, hast Du meine Aussage erneut falsch verstanden. Das passiert gar nicht selten zwischen uns.

    Schau, ich habe dieses hier geschrieben:[lz]

    Ich verstehe, wenn Du das nicht öffentlich machen willst. Das respektiere ich.

    Zugleich bin ich selbst so gestrickt, dass ich gern freimütig mit Beispielen aus meinem vergangenen Leben hier ankomme, um etwas präziser zu verdeutlichen. Ich kann nur aus meinem eigenen Leben erzählen, da ich nun mal Ich bin und niemand Anderes.[/lz]

    Wie Du siehst, habe ich geschrieben, wenn jemand persönliche Erlebnisse nicht öffentlich machen will, respektiere ich das.

    Und wie ich sehe, hast Du das, und Anderes, überlesen.

    Es passiert schnell, dass man etwas überliest. Gerade vor Kurzem ist das pano passiert, er hat im Übereifer zu schnell gelesen und glaubte daher, ich habe einen Beißreflex und würde attackieren. Als ich ihn korrigierend darauf aufmerksam machte, hat er sich aber entschuldigt.

    Wichtig ist, dass man stets achtsam liest, gemächlich, nicht zu schnell, und sich dabei die beschriebene Sache bildhaft vorstellt. Dann kann sowas nicht passieren.

    Wie ich ebenfalls geschrieben habe, berichte ich hier gern freimütig von persönlichen Beispiel-Erlebnissen, um das, was ich meine, präziser zu verdeutlichen.

    Ich bin seit über zwölf Jahren hier dabei und bin anfangs auch nicht so offen gewesen. Aber mittlerweile fühlt sich das sehr gut an, hier offen zu sein. Wenn alle ehrlich miteinander umgehen, ist das sehr hilfreich. Aber es ist auch schwierig, denn wir kennen uns ja nicht persönlich, ich meine, nicht persönlich in der analogen Welt.

    Prüfe bitte selbst, ob ich hier wirklich jemanden in die Enge getrieben habe oder ob ich nur eine mitfühlende Frage gestellt habe.

    Interpretationen sind manchmal auch von Prägungen gefärbt, die der Interpretierende mitbringt.

    Zudem ist es angenehm, dass man sich hier offen äußern kann, solange Respekt gewahrt bleibt. Die Regeln kann jeder hier nachlesen.

    Desweiteren gibt es immer noch die Möglichkeit der Persönlichen Nachricht.

    Igor07:
    Amdap:

    Trotzdem hier noch meine Frage, lieber Igor07 :

    Irgendwas muss Dich stark aufwühlen, dass Du Dich so intensiv mit Eskalationen aufgrund von Meditationspraxis beschäftigst. Da muss es etwas in Deinem Leben geben.

    Ich lese sehr viel, dann ich meditiere . Wie viel mal? :?: hast du mich schon darüber gefragt? 8)

    Das ist die Wissenschaft, oder? :rad: :rose: :rainbow:

    In Metta. :heart:

    Vielen Dank, ich habe schon verstanden.

    Du brauchst meine mehrfache Frage nicht mehr zu beantworten.

    Manchmal braucht es etwas Anderes als zu fragen: Intuition.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 25. Februar 2025 um 12:46
    Igor07:

    Das hat meiner Meinung nach kaum, wenn überhaupt, mit dem Buddhismus zu tun.

    Warum ich als TE hier bin, kann man nur raten. :shrug:

    Was ist ein "TE"?

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 25. Februar 2025 um 08:38

    Ich habe es mir jetzt nochmals angesehen, mit englischen Untertiteln.

    In Englisch bin ich etwas schwerfällig, und es hilft mir auch nicht viel, die Geschwindigkeit auf "langsamer" einzustellen.

    Gleichwohl ist mein Eindruck, dass sie da aneinander vorbeireden und der Dalai Lama nicht richtig verstanden hat, was die Expertin meint. Erschwerend kommt hinzu, immer bei höflicher Ausdrucksweise zu verbleiben, aufgrund seines hohen Rangs. Als "Fazit" kommt dabei heraus, dass jeder Betroffene selbst schuld ist, und dieses ist schon vorprogrammiert, so kommt es immer herüber von tibetischen Lehrern.

    Mein Eindruck ist, dass diese Gesprächsrunde mehr oder weniger eine Farce war. Ein wieder mal netter Austausch mit dem Dalai Lama. Die tibetischen Lehrer sind darauf geschult, auf alles eine Antwort zu wissen, auch wenn sie sie nicht wissen. Das liegt wohl daran, dass beim Üben ihre alte Tradition das Debattieren ist, ca. ab Min. 0:45 :

    Dharamsala - McLeod Ganj: Buddhistische Mönche debattieren (Haupttempel Exilsitz Dalai Lama) - YouTube und vielleicht kommt es da nicht selten zur Erstarrung im Debattenfluss, da diese Art Debatten ja auch bis zu einem deutlichen Grad ritualisiert sind.

    Wahrscheinlich ist sowas dann die Folge:

    Wenn man einen Kurs besucht und am Ende gibt es eine Fragerunde, und der Lama versteht nicht, was der Schüler fragt, dann weiß er trotzdem eine Antwort, und dieser Antwort widerspricht niemand, undzwar aus Respekt. Das führt langfristig dazu, dass nur noch relativ dumme Fragen gestellt werden, selbst von intelligenten Menschen. Oft lächeln sie dann selig über die Antwort des Lamas. So dreht sich alles im Kreis. (Versteht Ihr nun, warum ich diese Gemeinschaft nicht verlassen will? Das Studieren von Verhaltensweisen ist einfach zu interessant für mich).

    Trotzdem hier noch meine Frage, lieber Igor07 :

    Irgendwas muss Dich stark aufwühlen, dass Du Dich so intensiv mit Eskalationen aufgrund von Meditationspraxis beschäftigst. Da muss es etwas in Deinem Leben geben.

    Ich verstehe, wenn Du das nicht öffentlich machen willst. Das respektiere ich.

    Zugleich bin ich selbst so gestrickt, dass ich gern freimütig mit Beispielen aus meinem vergangenen Leben hier ankomme, um etwas präziser zu verdeutlichen. Ich kann nur aus meinem eigenen Leben erzählen, da ich nun mal Ich bin und niemand Anderes.

    Es ist natürlich toll, wenn man sehr belesen ist und immer schnell etwas Passendes findet im riesigen Lektüre-Berg. Seit jüngster Zeit ist auch noch die KI eine sehr nützliche Stütze dazu. Doch das bringt auch mit sich, dass das eigene, lebendige Leben dann inhaltlich hinten runterfällt.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 25. Februar 2025 um 06:39
    Igor07:
    Amdap:

    Wie findest Du hier die Überleitung zu glühenden Chakras?

    Nochmal, Amdap .

    Ich halte das Ganze mit den Chakren für Wahnsinn; ( eher Schwachsinn) ich schenke dem keinen Glauben. Der Faden wurde von der Moderation erstellt und war überhaupt nicht mein Thema. Es ging um die Lehrer, die Nebenwirkungen der Meditation entweder verheimlichen oder vertuschen. Mehr kann ich nicht hinzufügen.

    Ich habe keine Geheimnisse; ich bin ein hartgesottener Atheist. LG.

    Mich stört es auch, wie die Moderation manchmal zu übereifrig ein Thema auseinanderreißt.

    Als dieses gerade vor ein paar Tagen passierte und meine Beiträge ungewollt hier in dieses künstlich-neue Thema rutschten, habe ich zwei Texte von mir zurückkopiert in das Thema: "Gute Lehrer, schlechte Lehrer", weil es mir äußerst wichtig war, dass sie dort stehen und nicht hier.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 19:26
    Schneelöwin:

    Aber dass die Fahne weht, dies Phänomen kommt dann evtl. doch eher von einem anderen Luftzug in der Nähe? :)

    Dasselbe bin ich von einem Trauergast gefragt worden, als ich auf der Trauerfeier für meine Mutter berichtete, dass an meinem Geburtstag, ca. 5 Wochen nach ihrem Tod, ein Küchenkalender herunterfiel, der so verhakt war, dass er unter physikalischen Umständen überhaupt gar nicht hätte herunterfallen können.

    Das mit der Fahne, was soll man dazu sagen - wir sind nicht dabeigewesen. Aber die Sache mit dem Kalender, das hatte keine natürliche Ursache.

    Dabei bin ich ein sehr nüchtern denkender Mensch.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 19:18
    pano:
    Amdap:

    Ich frage mich immer noch:

    Warum fasziniert Dich dieses Thema so und warum kannst Du nicht davon lassen? Es geht Dir immer im Kopf herum, nicht wahr

    Ich bin hier nicht der angesprochene aber ich finde wenn jemand Heilversprechen macht muss der Beipackzettel akkurat sein. Wenn Buddhisten die Meditation als Weg zur Befreiung ansehen, dann müssen sie auch über mögliche Gefahren aufklären.

    Wie du Igor hier attackierst wirkt auf mich wie ein beissreflex gegenüber Nestbeschmutzern. Das halte ich für unangemessen. Man kann sicher über die Schwere des Risikos durch Meditation anderer Meinung sein, aber sie komplett ab zu tun und Leute anzutun die von einer höheren Gefahr ausgehen ist nicht akzeptabel .

    Zum Vergleich, in der orthodoxen Kirche existiert das Jesusgebet, im Prinzip eine Mantra-Meditation und vor den Risiken dieser Praxis wird ebenso gewarnt wie über die positiven Folgen gesprochen wird.

    Ich habe Deinen Beitrag fast übersehen und bin erst jetzt darauf aufmerksam geworden.

    Was sagst Du da: "Wie du Igor hier attackierst wirkt auf mich wie ein beissreflex gegenüber Nestbeschmutzern. Das halte ich für unangemessen."

    Das macht mich sprachlos.

    An welcher Stelle soll ich denn Igor attackiert haben?

    Und gleichzeitig staune ich: "Beißreflex gegenüber Nestbeschmutzern"????

    Was für ein Beißreflex und was für Nestbeschmutzer?

    Fast könnte ich sagen, ich verstehe nur noch Bahnhof. In letzter Zeit habe ich nämlich immer gedacht, andere halten mich für einen Nestbeschmutzer. Schließlich habe ich schon viele ungehörige Dinge gesagt, über die man als folgsamer Schüler zu schweigen hat. Wirklich erstaunlich, wie ich auf Dich wirke, das macht mich ganz perplex.

    Aua, aua, ich habe doch nur Igor gefragt, warum er sich so sehr für dieses Thema der Entgleisungen durch Meditationspraxis interessiert, so dass es ihm keine Ruhe lässt und es ihn permanent umtreibt. Es scheint ein Geheimnis darum zu geben, da Igor meine Frage immer noch nicht beantwortet hat. Wenn mir etwas seltsam vorkommt, ist es nur natürlich, dass ich nach der Ursache frage.

    Und das soll ein "Beißreflex gegenüber Nestbeschmutzern" sein? - Aua, aua.....

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 16:06
    Igor07:

    Früher habe ich viele Jahre lang bis zu vier oder mehr Minuten Kopfstand gemacht. Dann las ich das Buch von William J. Broad, in dem er erzählt, dass es sehr traurig enden könnte, wie ein plötzlicher Schlaganfall oder Bandscheibenvorfall. Daraufhin hörte ich auf, das Schicksal herauszufordern. Aber es ist die beste Asana im Yoga, ein echter Juwel.

    Daher sollte man darauf achten, dass man bei zu hohem Blutdruck keinen Kopfstand macht.

    Außerdem nicht bei Polyglobulie, da es mit der Viskosität des Blutes nicht kompatibel ist.

    Igor07:

    Und dann das zweite Beispiel: In den Gebrauchsinformationen von Antidepressiva kann man genug nachlesen, leider nicht alles. Nach dem totalen Entzug könnte es sehr schlimm werden, interessanterweise nach vielen Jahren. Die ganzen Untersuchungen schaden aber dem Geschäft mit Psychopharmaka, und diese sehr gut begründeten Untersuchungen findet man kaum.

    Wie findest Du hier die Überleitung zu glühenden Chakras?

    Igor07:

    Kommen wir zur Meditation. Im Buch "Denken wird überschätzt" von Niels Birbaumer (Untertitel: Warum unser Gehirn die Leere liebt) kann man erfahren, dass absolut normale Probanden durchdrehen, wenn sie totaler sensorischer Deprivation ausgesetzt sind. Sie brauchen sogar kein Geld, das ihnen die Forscher versprechen. Und so läuft es bei Retreats: Der Mensch hat viele Stunden mit seinem Inneren zu tun. Keine Zeitung, kein Internet, absolutes Schweigen, sehr wenig Schlaf,

    Igor07:

    Gut, aber wer nicht durchhält, kann durchdrehen, dann landet er in der Psychiatrie und wird mit Psychopillen behandelt. J

    Das muss nicht sein.

    Ich zum Beispiel habe die Astlöcher in den Holzfliesen gezählt und in Gedanken Linien zwischen ihnen gezogen, da wurden es Bilder, sehr interessante Bilder. Die Zeit verging wie im Fluge, und das ohne Radio, Fernsehen und sonstige Medien. Hat echt Spaß gemacht.

    ----------------------------

    Aber Du hast mir meine Frage immer noch nicht beantwortet:

    warum Dich dieses Thema der Auswüchse von spirituellen Praktiken so intensiv beschäftigt.

    Vielleicht gibt es da ein Geheimnis und Du möchtest es für Dich behalten?

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 15:55

    Leider nur auf Englisch, und die deutschen Untertitel sind unbefriedigend.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 15:34
    Igor07:

    In vielen Videos und Podcasts erzählt W. Britton, wie sie selbst überrascht war, als sie herausfand, dass Meditation den Schlaf beeinträchtigt.

    Das ist mir wohlbekannt.

    Als ich noch meditierte, hatte ich Schlafstörungen, wenn ich das abends tat. Also meditierte ich nur noch morgens.

    Andererseits gibt es auch Methoden, mit denen man künstlich den Schlaf stören soll, was darauf abzielt, das luzide Träumen zu erlernen.

    Kennt hier jemand das Buch von Tenzin Wangyal Rinpoche: "Übung der Nacht"?

    Wenn man da liest, was man alles machen soll, um sich von einem wohligen Absinken in den Schlummer abzuhalten, dann stehen einem die Haare zu Berge. Einfach nur schrecklich!

    Wenn ich daran denke, wie es damals mit meinen Nachtdiensten war: man wusste nie, wann man angerufen wird, um aufspringen zu müssen, sofort von Null auf Hundert schaltend!

    Nie wieder will ich sowas erleben müssen. Nun, im Ruhestand, gibt es andere Störungen: die Blase weckt mich zwei- bis viermal in der Nacht. Tja, das ist das Alter....

    Und dieses bedenkend, möchte ich noch weniger mich auf irgend eine Weise mit solchen sogenannten spirituellen Methoden abgeben.

    Wenn ich einen Wunsch frei hätte, so gäbe es nur diesen: ab sofort in der Nacht acht Stunden durchschlafen und absolut erholt und voll präsent morgens aufwachen, wie aus dem Ei gepellt.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 15:20
    Igor07:
    Amdap:

    Danke, aber es ist eine riesige Menge Text.

    Ich bin sicher, dass die Meisten ihn nur überfliegen, wenn überhaupt.

    Inhaltlich wiederholt sich hier Vieles, angepasst an die jeweilige Persönlichkeitsstruktur der betroffenen Person.


    Ich frage mich immer noch:

    Warum fasziniert Dich dieses Thema so und warum kannst Du nicht davon lassen? Es geht Dir immer im Kopf herum, nicht wahr?

    Amdap .

    Ich persönlich finde deine Reaktion unangemessen. Es geht um die "nackten", verifizierten Untersuchungen, die das Wissensschaftsteam über viele Jahre gesammelt hat. Jeder Praktizierende hat das Recht, das zu wissen; das ist das erste Gebot in der Medizin: nicht zu schaden. Klar, man sollte viel Zeit investieren, aber es lohnt sich. Für alle.

    In vielen Videos und Podcasts erzählt W. Britton, wie sie selbst überrascht war, als sie herausfand, dass Meditation den Schlaf beeinträchtigt. Aber die Studie wurde nicht veröffentlicht, denn es passte nicht ins Bild. Später kamen viele weitere Erkenntnisse hinzu, wie zahlreiche negative Wirkungen, die moderne Lehrer absichtlich verschweigen wollten. Sowohl im Theravada als auch im Zen und im tibetischen Buddhismus gab es beträchtliche Fälle negativer Wirkungen meditativer Praktiken, die als normaler Weg zur Befreiung dargestellt wurden.

    Dann lachte sie, als sie über die Reaktion des Dalai Lama erzählte, der nicht wusste, was er sagen sollte, und es war sehr peinlich.

    Abschließend: Wissen ist immer Kraft, oder? Alles Gute.

    Alles anzeigen

    Das ist mir jetzt unverständlich.

    Ich habe Dich gefragt, warum Du Dich so intensiv und immer wieder mit diesem Thema beschäftigst, und diese Frage ist doch naheliegend und darum völlig harmlos. Jeder sieht doch, dass Du Dich sehr intensiv mit solcherlei Inhalten beschäftigst.

    Da kommt doch ganz natürlicherweise die Frage auf: warum?

    Es muss doch einen Grund haben, warum Dir das keine Ruhe lässt und es Dich permanent umtreibt.

    Vielleicht hättest Du eine sehr interessante und spannende Antwort auf meine Frage parat, welche die anderen Teilnehmer hier ebenfalls so faszinieren würden wie mich. Doch stattdessen antwortest Du, meine Frage sei unangemessen, und lässt uns im Regen stehen.

    "Angemessen" und "Unangemessen" hat was mit Messen zu tun. Wir messen uns aneinander. Entweder, weil wir uns vergleichen wollen, wer der Stärkere und wer der Schwächere ist, oder, um einfach Lebenserfahrungen miteinander auszutauschen und gemeinsam daran zu lernen. Das hilft uns im spirituellen Weiterkommen, denn es lehrt uns, Mitgefühl zu entwickeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du eine solche günstige Gelegenheit ausschlagen willst.

    Genauer gesagt: mich hat Deine Reaktion sehr verblüfft.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 13:29

    Igor07 :

    Somatic Energies and Emotional Traumas: A Qualitative Study of Practice-Related Challenges Reported by Vajrayāna Buddhists
    A qualitative study of Western practitioners of Buddhist meditation investigated unexpected, challenging, difficult, and distressing experiences. This paper…
    www.mdpi.com

    Danke, aber es ist eine riesige Menge Text.

    Ich bin sicher, dass die Meisten ihn nur überfliegen, wenn überhaupt.

    Inhaltlich wiederholt sich hier Vieles, angepasst an die jeweilige Persönlichkeitsstruktur der betroffenen Person.

    Ich frage mich immer noch:

    Warum fasziniert Dich dieses Thema so und warum kannst Du nicht davon lassen? Es geht Dir immer im Kopf herum, nicht wahr?

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 10:26

    Es ist sicher berechtigt, immer wieder auf die unverhofft (?) erscheinenden Störungen hinzuweisen, die bei der Meditationspraxis im Allgemeinen auftreten können.

    Aber ich finde, dem wird hier ein zu großer Stellenwert beigemessen.

    Ich selbst habe in ein paar Jahrzehnten kaum solche Fälle kennengelernt.

    Es scheint, aufgrund der hohen Frequenz dieses Themas hier, als ob dieses sehr häufig auftreten würde, aber das ist nicht der Fall. Zudem wird es auch immer wieder aufgerührt und befeuert, ich denke da vor allem an Dich, Igor07 , der Du Dich sehr interessierst für solche psychologischen Ausfälle, weil Du immer wieder davon schreibst. Ich frage mich, warum Du das tust. Vielleicht hast Du zufällig solche Fälle gehäuft kennengelernt, und meinst jetzt, dass das gehäuft vorkommt. Oder Du bist selbst ein Betroffener.

    Jedenfalls kommt es mir vor, als ob, aufgrund häufiger Erwähnung, "gefühlt" solche Fälle zu mindestens 40 % unter Meditierenden auftreten.

    Es ist ähnlich wie mit der Kriminalität von Ausländern, die kommt einem groß und bedrohlich vor, aber die Statistik sagt etwas anderes.

    Persönlich habe ich in ca. 40 Jahren vielleicht zwei echte Fälle erlebt, die durch Meditation und spirituelle Praktiken psychische Störungen bekommen haben, möchte aber nicht ausschließen, dass diese schon vorher bestanden haben. In mehreren Jahrzehnten kann ich sagen: unter ein paar hundert Menschen. (Übrigens: den Menschen mit Tourette-Syndrom, den ich an anderer Stelle, "Gute Lehrer/ schlechte Lehrer", erwähnt habe, zähle ich nicht dazu, denn seine Krankheit bestand schon vorher und ist genetisch bedingt).

    Also, die Sache ist nicht so gewichtig wie sie scheint.

    Die beiden von psychischen Störungen Betroffenen, die ich meine, sind diese: in meiner Zeit beim Orden Arya Maitreya Mandala (Neunziger Jahre) gab es ein Mitglied, die während der jährlichen Exerzitien nachts im wehenden Nachthemd schreiend durch den Park irrte. Und Anfang der Achtziger machte ich mal eine längere Auszeit in einem katholischen Kloster in NRW, da gab es eine schon alte Nonne, die unter Halluzinationen litt und während der Messe meistens Wirrwarr lallte, so dass man sie vorbeugend nicht so oft teilnehmen ließ.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 09:50

    Vielen Dank, Tai , für Deine Antwort #168.

    Es ist sehr hilfreich, dass Du dieses nochmal zusammengefasst und auf den Punkt gebracht hast.

    Ich bin sehr gespannt, was Helmut darauf antworten wird.

    Solche Fragen wie diese drei (Dein Selbstzitat): "...(falls ja, Achtung!)"

    beschäftigen mich überhaupt nicht mehr, da ich vollkommen ernüchtert bin.

    Aber ich kenne das sehr gut, vor allem die Zermürbung, die damit verbunden ist.

    Tai:

    Das, was du bis inzwischen dazu geschrieben hast, bestätigt mich eher darin, wie wichtig ein solcher Ansatz sein kann. Wie stehst du (steht ihr) denn dazu? Würdest du aus deiner Erfahrung heraus die drei von mir vorgeschlagenen Fragen für hilfreich halten? Beziehungsweise wo wäre aus deiner Sicht noch Ergänzungs- oder Verbesserungsbedarf?

    Klar sind die drei Fragen sehr hilfreich. Das liegt für mich in der Vergangenheit.

    Allerdings, wenn man als "Schüler" darin voll drinsteckt, dann ist man nicht mehr neutral, und daher kann man auch nicht sachlich damit umgehen.

    Das ist das Paradoxe: ein innerlich abhängiger Schüler kann wegen seiner Abhängigkeit nicht damit umgehen, und einer, der sich davon gelöst hat, für den spielt das persönlich keine Rolle mehr, obwohl er erkennt, dass diese drei Punkte voll berechtigt anzuwenden und die Lage zu hinterfragen ist.

    Das unbefriedigende Resultat ist, dass diese berechtigten drei Punkte stehen bleiben müssen, auch wenn sie nur in der Theorie hilfreich sind.

    Es ist genau wie in der Astrophysik: es hängt vom eigenen Standpunkt ab.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 09:25

    Und weil ich weiß, dass es nichts bringt, die Gemeinschaft zu wechseln, habe ich mich wie Du, Samadhi1876 , auf meine eigene Entwicklung konzentriert.

    So verliert man zumindest keine Zeit.

    Das ist der Unterschied zu Dir, indem ich die Gemeinschaft möglichst nicht wechsle.

    Aber die spezifischen Lehren und Rituale einer Gemeinschaft sind für mich mittlerweile nur noch zweitrangig. Wie inzwischen schon mehrmals erwähnt, bleibe ich vor allem gerne, um zu beobachten. Das Zwischenmenschliche lehrt einen am meisten, egal, ob es um Lehrer oder Schüler geht.

    Das bewirkt, dass ich mich sehr locker und entspannt fühle, da ich mich innerlich nicht mehr gebunden fühle. So habe ich auch keinen Zeitdruck, etwa eine Praxis zu bewältigen oder ein Ritual zu lernen. Ich bin jetzt bereits über 15 Jahre bei den Karma-Kagyüs, aber ich kann zum Beispiel immer noch nicht die Opferungsmudras. Wenn ich im Kamalashila-Institut ein paar Tage Urlaub verbringe, kriege ich immer Stielaugen, wenn ich die Opferungsmudras eines Lamas verfolge. Das fällt inzwischen schon auf, aber das ist mir wurscht.

    Ich fühle mich entspannt und frei.

    Und gleichzeitig spende ich gerne, weil ich denke, wenn das alles bei mir schon nichts fruchtet, dann bringt es vielleicht Anderen etwas, weil sie es brauchen. Vielleicht trägt das auch mit zum Weltfrieden bei, ein ganz kleines bisschen? Wer weiß?

    Auf solche Weise und mit dieser Motivation diesen Betrieb zu unterhalten, macht bestimmt Sinn.

    Am meisten bin ich dort anerkannt, weil ich spende.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 09:03
    Samadhi1876:

    Das Beste ist doch dann, in diesem Moment den Lehrer und diese Sangha wieder zu verlassen. Was will man dann noch länger dort? Damit man nicht allein ist?

    Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich ganz allein mein Ding machen kann. In Gegenwart von Menschen fühle ich mich meistens eingeschränkt, daher bin ich auch in keinem Verein, außer in der Interessengemeinschaft eines Tauschrings (bin sehr kreativ). Von Einsamkeit, welche die Gesellschaft eines Sangha sucht, kann bei mir also keine Rede sein.

    Aber ich bin viel zu neugierig, um diesen Sangha zu verlassen. Ich will immer gucken, wie es weitergeht, und wie Menschen ticken. Dadurch habe ich auch schon viel Interessantes in meinem Leben erlebt, mehr als der Durchschnitt, möchte ich sagen.

    Es gibt noch einen anderen Punkt, warum ich nicht so gerne wechsle.

    Wenn du einen Sangha wechselst, wirst du bei dem neuen Sangha immer als Anfänger angesehen. Da kannst du noch so viel erzählen, welche Erfahrungen du gemacht hast - du wirst nicht ernstgenommen.

    Samadhi1876:

    Manche empfinden die Gemeinschaft und Lehrer aber auch als so etwas wie einen „Halt“, oder ein „zu Hause“, weil sie ganz allein nur schwer zurecht kommen.

    Die Menschen neigen dazu, in ihrem eigenen Saft zu schmoren, aber wenn du noch nicht solange dabei bist, hast du noch nicht genug Saft entwickelt, um darin zu schmoren, und das wird gemerkt. Das ist in der Evolution unser uraltes genetisches Erbe und kommt bereits aus dem Tierreich. Erst, wenn du dasgleiche Mikrobiom entwickelt hast wie die ganze Sippe, erst dann bist du ein Teil von ihnen. Und dasgleiche Mikrobiom kann sich nur aufbauen durch gegenseitige Fütterung. Hat es sich dann aufgebaut, dann wird es mit Vertrauen verwechselt, denn wir Menschen sind, durch Intellekt, doch noch einen Grad komplizierter als unsere einfacheren Freunde, die Tiere.

    Samadhi1876:

    Ich war immer nur kurz bei einem Lehrer oder Sangha. Habe entweder gefragt oder geschaut was und wie die das machen. Ob „ich das gebrauchen kann“. Meditiert habe ich im Grunde die meiste Zeit ganz allein zu Hause. Ich bin auch der Typ der relativ hochsensibel ist. Und ich weiß, das ich deshalb manches in einer Sangha nicht so tief erfahren hätte, weil mich Äußeres zu sehr und zu oft abgelenkt hätte.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass Du bei Lehrern und Sanghas immer nur auf Stippvisite warst, da Du hochsensibel bist, wie Du sagst. Mit "hochsensibel" haben wir etwas gemeinsam.

    Wie hast Du das gesehen, und weiter würde man heutzutage - weil es "in" ist, diesen Satz zu benutzen - jetzt fragen: "Was hat das mit dir gemacht?", ein Satz, den ich nicht so gern anwende, denn er drängt den Angesprochenen in eine passive Rolle und personifiziert künstlich das Geschehen, welches doch gar keine Person-Eigenschaften hat ("ein Anderer" hat "etwas mit mir gemacht").*)

    Samadhi1876:

    Ich glaube das man diesen Zeitpunkt „sich zu verabschieden“ dann auch spürt, weil die innere Gewissheit groß genug geworden ist. Auch wenn nun „neue Zeiten“ anbrechen.

    Diesen Zeitpunkt habe ich schon oft gespürt.

    Aber meine Neugier war stärker. Ich musste Anfang der 2000er "meine" Gemeinschaft verlassen, weil sie sich selbst zerstörte und darum auflöste. Dieser Zerstörungsprozess war äußerst interessant und ich muss gestehen: dadurch lernt man am meisten.

    In Wirklichkeit brechen ja gar keine "neuen Zeiten" an. Unsere Weiterentwicklung ist ein langsamer, dynamischer Prozess, der ab und zu seine äußeren Schritte als sichtbare Markierung zum Tragen bringt. Es ist manchmal wie ein Erdbeben, das, wenn es sich beruhigt hat, eine Veränderung der geologischen Gegebenheiten aufzeigt.

    ------------------------------------------

    *) Auch das hat etwas mit "gegenseitiger Fütterung" zu tun: im Mainstream zu bleiben, indem man Ausdrücke benutzt, die man inzwischen schon oft gehört hat, und das gilt nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern umso mehr in eingeschworenen Gemeinschaften. Es unterstützt das innere Gelée Royal, um zur "Elite" zu gehören.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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