Die höhere Astrophysik bestätigt, dass es kein "Innen" und kein "Außen" gibt, jedenfalls nicht in der Form, wie wir es glauben.
Beiträge von Amdap
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Lange Rede, kurzer Sinn.
Helmut Schmidt, der von mir hochgeachtete ehemalige deutsche Bundeskanzler, wurde einmal gefragt: "Beten Sie?"
Er antwortete: "Ich führe keine Selbstgespräche."
Punkt.
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Man könnte "böse" anmerken, dass die Tibeter evtl. nicht so an der Implementierung von westlichen Linien interessiert sind. Die oben angeführten Lehrer gehen ja meist auf ein paar Tibeter zurück, die da wohl mehr den Dharma und nicht die Geldkasse im Blick hatten.
Welche "oben angeführten Lehrer" meinst Du?
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Was macht Ihr zum Beispiel, wenn in Eurer Wohnung eine heftige Mottenseuche ausgebrochen ist, oder eine Trauermückenseuche oder dergleichen?
Ich habe da Erfahrung.
Bevor ich aber eine lange Abhandlung hier einstelle, will ich erstmal hören, was Euch dazu einfällt.
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Interessant, welche Kommentare noch gekommen sind.
Was würde wohl Monikamarie dazu sagen?
Ich habe hier einen interessanten Link; ob weitläufig oder nah damit verwandt, lässt sich nur individuell einschätzen:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.was u. a. zu folgenden Gedanken führt:
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Sich zu sehr an die "buddhistischen Vorgaben" zu halten, kann ein sehr teuflisches Hindernis sein.
Da geht der Schuss nach hinten los.
Habe keine Reue, ich sündige gerne.
Ich auch.
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... die Jeder macht?
Ganz genau: die jeder macht.
Nur, weil man nicht darüber spricht, heißt das nicht, dass man sie nicht macht.
Und sie sind deswegen auch nicht schwächer.
Spiritueller Materialismus ist sehr subtil und wird darum nicht immer gleich erkannt.
Er wird verknüpft mit Mitteilungsbedürfnis, daran kann man ihn erkennen.
Man rückt es sich zudem im Nachhinein zurecht, genauso wie die meisten Alten, die von ihrer wunderschönen Kindheit schwärmen, obwohl sie beileibe kein Zuckerschlecken war.
Aber das Gehirn ist so strukturiert, dass es die negativen Begleiterscheinungen ausblendet, und das hat durchaus seinen Sinn.
Überdies habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass es sehr kontraproduktiv ist, Anderen solche inneren Erfahrungen mitzuteilen.
Aus obengenannten Gründen.
Währenddessen ist es niemals möglich, dass Andere dazu einen Rat geben könnten, und somit ist hier die einzige Weisheit anzuwenden, darüber zu schweigen.
Wir sind alle viel zu sehr Individualisten, als dass es möglich wäre, dass Andere überhaupt etwas Weiterführendes und Erhellendes dazu sagen könnten.
Selbst ein sogenannter spiritueller Meister ist auch nur ein Mensch, mit allen seinen zwar Stärken, aber genauso vorhandenen Schwächen. Sie sind meist auch keine geeigneten Personen, dass man es ihnen mitteilt.
Sie könnten allenfalls noch kommentieren, dass es besser ist, darüber zu schweigen. Das ist überhaupt die beste Antwort, die man dazu geben kann. Allein in diesem Sinne ist ein Meister ein Meister.
Aber das sagt die Intuition einem auch selbst, insofern der Innere Meister der beste ist.
Ich kenne viele Menschen, die sie entweder nicht machen oder sie als Träumerei abtun.
Urteile nicht zu früh!
Wenn Du Dich da mal nicht täuschst.
Jeder Mensch, der uns gegenüber steht, ist ein kostbares Gefäß.
Ich bin jedoch der Ansicht, dass die Be-Achtung derartiger Erfahrungen die Weiterentwicklung fördern.
Binsenweisheit. Wer mag denn wohl nicht dieser Ansicht sein?!
Niemand ist verloren, noch bleibt er verlangsamt zurück.
In unserer verzerrten Sicht, dadurch, dass wir glauben, es gäbe eine lineare Zeit, kommt es uns vor, als ob die einen schneller als die anderen wachsen, und als ob es Katalysatoren für ein schnelleres Tempo des Wachsens gäbe.
Aber das ist eine Täuschung.
Wenn ich nicht weiß, was ich fühle und darüber nicht reflektiere, kann ich auch nichts lernen.
Klar, das Gehirn kann lernen. Es ist sogar so plastisch, dass es bis ins höchste Alter formbar sein kann.
Aber für jeden kommt der Tag, dass das Leben zuende geht, und dann verwest das Gehirn, oder wird mit 80 %iger Wahrscheinlichkeit verbrannt.
Was bleibt? - Seien wir ehrlich: wir wissen es nicht. Man kann es nur ahnen.
"Woher, wohin? -
Wo sich Ewigkeiten dehnen,
hören die Gedanken auf.
Nur der Herzen stilles Sehnen
ahnt, was ohne Zeitenlauf."
- Wilhelm Busch -
Ist es nicht wunderbar, dass wir ein winziges Staubkörnchen im unendlichen All sind?
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Das sind doch ganz normale innere Erfahrungen, die jeder macht.
Ganz egal, ob man einer Meditationspraxis nachgeht oder nicht.
Wir neigen nur dazu, so etwas mit dem Verstand nachzuinterpretieren, weil unser eitles Ego sich danach sehnt, es Anderen mitzuteilen, damit es Beachtung findet.
Man nennt sowas : Spirituellen Materialismus.
Tschögyam Trungpa hat einst ein ganzes Buch darüber geschrieben.
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Lass mal Deinen Vitamin-D3-Spiegel ermitteln. Vielleicht hast Du da einen Mangel.
Wenn das stimmt, und Du dann kompensierst, musst Du ein wenig Geduld haben, es wird nicht von heute auf morgen besser, aber nach 4-6 Wochen durchaus.
Genau mit dem Arzt besprechen.
Hast Du auch Schlaf- und Konzentrationsstörungen?
Das würde auch dafür sprechen.
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GEDICHT VON WILHELM BUSCH:
Der Asket
Im Hochgebirg vor seiner Höhle
Saß der Asket;
Nur noch ein Rest von Leib und Seele
Infolge äußerster Diät.
Demütig ihm zu Füßen kniet
Ein Jüngling, der sich längst bemüht,
Des strengen Büßers strenge Lehren
Nachdenklich prüfend anzuhören.
Grad schließt der Klausner den Sermon
Und spricht: Bekehre dich, mein Sohn!
Verlaß das böse Weltgetriebe.
Vor allem unterlaß die Liebe,
Denn grade sie erweckt aufs neue
Das Leben und mit ihm die Reue.
Da schau mich an. Ich bin so leicht,
Fast hab ich schon das Nichts erreicht,
Und bald verschwind ich in das reine
Zeit-, raum- und traumlos Allundeine.
Als so der Meister in Ekstase,
Sticht ihn ein Bienchen in die Nase.
Oh, welch ein Schrei!
Und dann das Mienenspiel dabei.
Der Jüngling stutzt und ruft: Was seh ich?
Wer solchermaßen leidensfähig,
Wer so gefühlvoll und empfindlich,
Der, fürcht ich, lebt noch viel zu gründlich
Und stirbt noch nicht zum letztenmal.
Mit diesem kühlen Wort empfahl
Der Jüngling sich und stieg hernieder
Ins tiefe Tal und kam nicht wieder.
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Fragt lieber die KI als mich.
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Study Buddhism – Eine umfassende Quelle buddhistischer LehrenStudy Buddhism präsentiert authentische buddhistische Lehren auf anwendbare Weise. Unser Ziel ist, die Weisheit des Buddhismus der Welt nahezubringen.studybuddhism.com
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Wenn es Dir nur um Zitate geht, da gibt es schon einen Thread mit Zitaten aus dem Tibetischen Buddhismus. Dann bist Du hier verkehrt, obwohl Du diesen Thread angefangen hast.
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"Querbeet" - das ist sehr schwierig, wenn nicht unmöglich.
Um den Tibetischen Buddhismus zu verstehen und wenigstens ein bisschen einzusteigen, muss man von der Pike auf anfangen und systematisch weiterschreiten.
Am besten mit einem Buch, das als eines der ersten solchen Inhalts auf Deutsch erschien:
"Grundlagen Tibetischer Mystik" von Lama Anagarika Govinda.
Sonst ist man hoffnungslos verloren, weil man sich überfüllt vorkommt und der Inhalt scheinbar unsortierbar. Aber Durchhaltevermögen ist ebenso gefragt.
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Du meinst "Rezension", nicht "Rezession", nicht wahr?
Und Du hattest doch bestimmt Mathematik in der Schule. Die 4,8 ist gerundet, daraus kann man sich das "Unmögliche" erklären.
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Liebe Luisa, leider hört man oft negatives über Goenka Zentren. Ich wünsche dir alles gute!
Natürlich weiß ich nicht was die wiederfahren ist (und werde auch nicht nachfragen, teile was du teilen möchtest). Ich fühle mich an diesen Bericht erinnert
https://sekten-info-nrw.de/information/ar…-sekte-geflohen...
Ich habe den Erfahrungsbericht mit großem Interesse gelesen. wirklich sehr himorvoll geschrieben und man kann sich anschaulich vorstellen, was in der Berichterstattenden vorging, und sich gut in sie einfühlen. Nur am Schluss fehlt etwas: ich hätte doch gern noch gewusst, ob sie ihre Papiere, Ausweis und Smartphone zurückbekommen hat. Davon schreibt sie nichts.
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Gehen wir mal davon aus der Mann weiß wovon er redet, gibt es eine Lehrrede von Gautama in der beschrieben wird wie man Nirvana erreicht ohne die Aufgabe des Körpers zu riskieren? In dem Video wird behauptet ein Kupferring würde das verhindern, habt ihr sowas schon mal gehört?
Na das ist ja hochspannend!
Handelt dieser Mann mit Kupferringen? Wenn Du das nicht weißt, versuche es doch mal herauszufinden. Das interessiert mich sehr!
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Das lässt auf einen Mangel an Konzentration schließen.
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Hierzu aus dem Gedicht "Der Asket" von Wilhelm Busch:
............................
...Als so der Meister in Ekstase,
Sticht ihn ein Bienchen in die Nase.
Oh, welch ein Schrei!
Und dann das Mienenspiel dabei.
Der Jüngling stutzt und ruft: Was seh ich?
Wer solchermaßen leidensfähig,
Wer so gefühlvoll und empfindlich,
Der, fürcht ich, lebt noch viel zu gründlich
Und stirbt noch nicht zum letztenmal.
Mit diesem kühlen Wort empfahl
Der Jüngling sich und stieg hernieder
Ins tiefe Tal und kam nicht wieder.
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ChatGPT widerspricht sich schalt je nach prompt.
Verstehe ich nicht. Wie meinst Du das?
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MaKaZen ,
mir scheint, Du willst hier lieber Monologe halten, anstatt die Kommentare der Anderen gelten zu lassen?
Wenn dann keiner mehr schreibt, ist das kein Beweis für Mutlosigkeit.
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Ich stelle mir dann Fragen wie etwa:
Wird es eines Tages möglich sein, kleine Roboter zu programmieren, die unter verschiedenen Startbedingungen den achtfachen Pfad gehen, erleuchtet werden und Dhamma-Schülern als personal digital guru zur Verfügung stehen ?
Die Lebewesen entwickeln ja Gier und Hass , weil ihnen dies in der Evolution geholfen hat am Leben zu bleiben - sie sind Auswüchse des Lebensdurstes. Während ja die heutigen Large Language Models nicht Teil des darwinistischen Daseinskampfes sind sondern eher auf so einer Ebene des abgezapften menschlichen Wissens herumdümpeln, aus dem sie extrapolieren. Weit weg von Dukkha
Sobald ein System sich in einem Überlebenskampf befindet, muß es schauen, dass es nicht untergeht - und da werden dann Gier und Hass, Kooperation und Konkurrenz wichtig. Aber welche KI befindet sich in so einer Situation?
Das ist es ja, was ich meinte, ich zitiere mich noch mal selbst:
darum schließe ich die Möglichkeit nicht aus, dass in geraumer, bzw. ferner Zukunft ein Roboter Erleuchtung erlangen könnte. Aber dann werden automatische Mechanismen von ganz anderer Art sein als heutige Maschinen. Vermutlich Übergangsformen zwischen physikalisch-chemischen und biologischen.
In dieser Form könnte es tatsächlich Teil des darwinistischen Daseinskampfes werden.
Aber das kann noch dauern.
Hierbei könnte Silizium eine gewisse Rolle spielen.
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Alles anzeigen
1.) Nuzt ihr KI für euer Dharmastudium? Wenn ja, wie?
Ich lese mit grossem Interesse Fachbücher über KI wie etwa die "Bibel" Artficial Intelligence von Norvig/Russel, weil dort am Rande auch "buddhismus-nahe" Themen wie mind und consciousness von Informatik-Gurus erörtert werden.
Ich stelle mir dann Fragen wie etwa:
Wird es eines Tages möglich sein, kleine Roboter zu programmieren, die unter verschiedenen Startbedingungen den achtfachen Pfad gehen, erleuchtet werden und Dhamma-Schülern als personal digital guru zur Verfügung stehen ?
Und wird es andere kleine Roboter geben, die auch den achtfachen Pfad gehen, aber als abschreckende Beispiele dienen, wie man den Pfad NICHT geht ? Etwa Roboter-Gurus, die als Dhamma-Lehrer ihr Roboter-Schüler hinter die Fichte auf Abwege führen ?
Meine intuitive Antwort auf meine o.g. Fragen lautet "nein".
Hm - im Ernst - inzwischen scheint mir das nicht mehr ausgeschlossen.
Es ist sowohl eine Frage der Zeit als auch eine Frage der Definition, was Erleuchtung ausmacht.
Wäre die Möglichkeit ausgeschlossen, könnte man nicht mehr sagen: "Es gibt nichts, was es nicht gibt."
Man kann es auch andersrum sehen: wenn Menschen warmherzig wirken, etwa auf die Art, dass man glaubt, sie seien der Erleuchtung schon nahe - und sind dabei doch innerlich ganz kalt. Das gibt es ja auch. Und da hat man keine Zweifel, weil man einen lebendigen Menschen vor sich hat.
Meiner Meinung nach sind wir viel zu oft durch äußere Erscheinungsbilder getäuscht, gehen dem auf den Leim, ohne es zu merken.
Es ähnelt der Situation, wenn auf einer Intensivstation bei einem Hirntoten nur noch die Vitalfunktionen durch Maschinen aufrechterhalten werden und die Angehörigen eine Hemmung haben, die Automaten abstellen zu lassen, weil es aussieht, als ob ihr Angehöriger nur schläft.
Und nochmals andersherum mit einem anderen Beispiel: bis vor kurzem haben wir Insekten keine Intelligenz und Persönlichkeit zugetraut - heute weiß man, dass jedes ihrer Individuen einen eigenen Charakter hat.
Wie gesagt, wir sind viel zu oft getäuscht, darum schließe ich die Möglichkeit nicht aus, dass in geraumer, bzw. ferner Zukunft ein Roboter Erleuchtung erlangen könnte. Aber dann werden automatische Mechanismen von ganz anderer Art sein als heutige Maschinen. Vermutlich Übergangsformen zwischen physikalisch-chemischen und biologischen.
Falls die Menschheit, welche die Voraussetzung ist, dass es zu solcherart Automaten kommt, sich nicht vorher selbst vernichtet hat.
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Die Tools, die er seinen Schülern gegeben hat, waren Ngöndro und Guru Yoga. Das war für mich vielleicht zu wenig. Genauso wie ich persönlich davon profitiert hätte (Stichwort Sektierertum), wenn ich die damals noch lebenden großen Lehrer wie z.B. Urgyen Tulku und Dilgo Kyentse gesehen hätte, hätte ich mich tiefer mit den Vajrayanalehren beschäftigen können, wenn mir eine Yidampraxis beigebracht worden wäre. Aber das ist nicht nur ein Problem bei Ole, sondern bei den Kagyüs insgesamt. Für eine tiefgründige Praxis ist es notwendig, in ein drei Jahres Retreat zu gehen. Deshalb wollte ich schon 2004 zu den Gelugpas wechseln, aber Ole hielt mich davon ab.
Ich war zwar nicht bei Ole Nydahl, habe ihn in den Neunzigern nur auf einem Vortrag kennengelernt in unserer Stadt, aber ich bin schon mehrere Jahre bei den anderen Karma-Kagyüs, mit Oberhaupt Orgyen Trinley Dorje.
Deinen Satz habe ich hier hervorgehoben, weil ich mich sofort angesprochen fühlte und Dir vollauf zustimmen kann, denn hier, wo ich Mitglied bin, ist es dasgleiche, und mir geht es genauso. Hat bei den Karma-Kagyüs jemand das Ngöndro "durch", muss er wieder von vorn anfangen (wobei, auf Anfrage oder Bitte, der Lama auch mal frech werden kann). Ob der Adept das nun will oder nicht. Dieses Sich-im-Kreise-Drehen ist eine Art Beschäftigungstherapie. Niemals wurde ich auch nur ansatzweise darauf hingewiesen, dass man das Ngöndro als Unterlage für eine weiterführende, maßgeschneiderte Yidam-Praxis verwenden kann. In der Theorie gibt es das vielleicht, in der Praxis ist es aber so, als ob man immens fortgeschritten sein muss, um Yidampraxis anzugehen. Es stellt sich mir so dar, als ob nur "besondere Leute" das üben dürfen. Und als ob die Lamas auf diese Weise ihre Schäfchen in Schach halten, damit sie einfacher zu führen sind.
Zu den Karma-Kagyüs wechselte ich, weil meine vorherige Gemeinschaft, der Orden Arya Maitreya Mandala, gegr. von Lama Anagarika Govinda, sich auflöste (ist nur noch eine Karteileiche bei der DBU, wird aber nicht rausgenommen, weil der Ein-Mann-Betrieb [Volker Zotz] immer noch die Mitgliedsgebühr bezahlt). Im Orden AMM war es eine Selbstverständlichkeit, dass man schließlich, bei ernsthafter Praxis und Bemühen, an den Punkt kam, eine Yidampraxis aufzunehmen. Das ging natürlich nicht von heute auf morgen, wie man sich denken kann, aber in Begleitung von persönlichen Gesprächen. Ich muss hier hinzufügen, dass Lama Anagarika Govinda Abstand nahm vom Ngöndro, weil er - aus verschiedenen Gründen - meinte, dass dieses einem westlichen Menschen, nach Mentalität und Kultur, nicht zuträglich sei. Trotzdem haben wir sehr gute Vorübungen für eine Yidam-Praxis gemacht: Vieles von dem, was bei den Theravadins Grundlage ist, wie etwa Atembeobachtung, die Gedanken ziehen lassen, ohne sich mitreißen zu lassen, aufkommende Gefühle beobachten und dergleichen. Und weiter: Konzentrations- bzw. Kontemplationsübungen auf die Chakras, verbunden mit den ihnen zugeordneten Farben, auch dreidimensional. Nachspüren dessen, was im Alltag mit dem entsprechenden Chakra kompatibel ist. Hatte man da eine gewisse innere Stabilität erreicht und war das Bedürfnis da, so konnte man die Yidampraxis angehen. Dabei war das nicht starr, sondern konnte, auf Rücksprache, auch immer an die persönliche Befindlichkeit angepasst werden.
All dieses vermisse ich bei den Karma-Kagyüs. Die gewöhnlichen Otto Normalmeditierer werden dort kleingehalten und das Ngöndro ist eine nützliche Beschäftigungstherapie, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen oder etwa aufmüpfig werden. Schließlich könnten westliche Menschen ja gefährlich werden, die sind anders erzogen und haben eine andere Kultur, also haben anscheinend die Lamas beschlossen, an ihnen rechtzeitig vorzubeugen! Ich möchte auch zu gerne mal Mäuschen spielen und lauschen, was sie über uns so reden, wenn sie ganz unter sich sind. Vielleicht machen sie sarkastische Witze über uns.
Aber so etwas Bombastisches ist die Yidam-Praxis gar nicht. Sie ähnelt ja auch den "Archetypen" bei C. G. Jung.
Zwischen der Schar der gewöhnlichen Mitglieder jedoch, da hat man sich angewöhnt zu sagen, in Wirklichkeit sei das Ngöndro eine sehr tiefgründige Praxis und keinesfalls nur eine Vorübung. Damit wollen sie sich selbst trösten, weil ihnen die Yidampraxis verwehrt wird, um zu zeigen, dass man ja wirklich einer hohen Übung nachgeht, die in ihrem Wert auf gleicher Stufe steht wie eine Yidam-Praxis, und so wird es untereinander erzählt. Währenddessen wird man alleingelassen, was persönliche Gespräche betrifft: bei Fragen werden nur pauschale Antworten gegeben, so wie der Lama es selbst gelernt hat, und sind die Fragen zu spezifisch und der Lama weiß keine Antwort, so gibt er sich nicht die Blöße und ihm fällt trotzdem immer eine Antwort ein, denn so lautet die Tradition:
Paragraph Eins: Der Lama weiß immer eine Antwort. Paragraph Zwei: weiß der Lama ausnahmsweise mal nichts, tritt automatisch Paragraph Eins in Kraft. Und so redet man mit ihm aneinander vorbei. Auch das ist eine Beschäftigungstherapie!
Um die Beschäftigungstherapie zu festigen, wird schließlich empfohlen oder angewiesen, sich dem Guru-Yoga zuzuwenden. Das hat zur Folge, dass man Paragraph Eins und Zwei mit großem Ernst folgt. Noch besser ist es, "den Lama aus der Ferne zu rufen", falls der Lama nicht greifbar ist, und das ist er meistens.
Nun wundert Ihr Euch bestimmt, warum ich noch Mitglied bin.
Nun, das hat einen einfachen Grund: ich bin sehr neugierig und will wissen, wie es weitergeht. Um es mit Albert Einstein zu sagen: "Ich habe keine besondere Begabung. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig."
Und außerdem: wenn man wechselt, kann man noch so viel [spirituelle] Erfahrung haben: man gilt in der neuen Gruppe immer als Anfänger. Keine Chance! Und dazu habe ich keine Lust. Denn ich bin ein Mensch im fortgeschrittenen Alter und fühle die Altersweisheit meiner Lebenserfahrung. Das ist eine reale Würde, und die lasse ich mir nicht kaputtbelehren.
Das musste ich mal loswerden, auch wenn ich nie bei Ole Nydahl war und seine emotionalen Eskapaden nie erlebt habe. Der hat vielmehr andere Methoden - angewendet, muss man hier sagen (Perfekt anstatt Präsens), denn anscheinend tritt er nicht mehr auf, weil er schon zu dement ist.
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Bei deiner Eingangsanalyse kann ich einigen Argumenten gut folgen. Was du aber nicht ausführst ist, warum nun das Weideschaf / Weiderind Vorrang vor dem Wolf genießen sollte
Gegenfrage: warum sollte der Wolf Vorrang vor dem Weidetier genießen?
Du hast keine Ahnung, wie problembehaftet diese ganze Sache ist.
Nebenbei bemerkt, die Wölfe mussten irgendwie in den Stall eingedrungen sein, eigentlich hätten die drei Rinder gar nicht herauskommen können, denn es war noch früher Morgen und das Tatgeschehen erfolgte nah beim Stall. Der Vorgang wird gerade untersucht.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Kleinkinder dran sind oder hilflose Personen.