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  • lagerregaL
  • 25. Juli 2012 um 23:05
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  • lagerregaL
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    • 25. Juli 2012 um 23:05
    • #1

    "'Ich habe Furcht in jeder Daseinsart gesehen,
    Und auch im Dasein, das nach Nicht-Sein strebt,
    Ich habe keine Daseinsart bestätigt,
    Am Dasein klammerte ich nicht entzückt [8].'"

    "[8] Aus metrischen Gründen wurde im Vers bhava mit "Dasein" übersetzt. Technisch gesehen ist dieser Begriff aber als "Werden" zu verstehen. Das Dasein (=Vorhandensein) einer Persönlichkeit ist eine Illusion, somit besteht die Lebensaktivität nichterleuchteter Wesen darin, die Lücke des nicht aufzeigbaren "Ich" zuschließen, also jemand oder etwas zu werden."
    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m049z.html

    Diese Fußnote hab ich gerade entdeckt, als ich in der anderen Diskussion("Das Mitgefühl des Erhabenen") etwas zitiert habe und wollte es hier als Denkanstoß und zur Bereicherung posten.

  • lagerregaL
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    • 26. Juli 2012 um 11:58
    • #2

    Ich finde es insofern interessant, dass es bedeutet, dass man ständig im Stress ist irgendetwas zu erreichen, was dieses "Ich" bestätigt. Aber man kann es nicht erreichen. Immer wenn man erreicht hat, was man werden wollte und denkt somit die Ichbestätigung erreicht zuhaben und man denkt jetzt sein zu können, stellt es einen letztlich nicht zufrieden und man muss sich wieder etwas anderes suchen, das man hinterherlaufen kann.
    Einzig das praktizieren des achtfachen Weges führt dazu, dass man sich zufrieden geben kann mit dem was ist, sodass man es nicht mehr nötig hat, die Lücke des nichtaufzeibaren "Ich" zuschließen und irgendetwas zu werden. Auf diese weise ist es möglich, die Ichillusion zu durchschauen.

  • Takumi
    Gast
    • 26. Juli 2012 um 14:17
    • #3
    lagerregaL:

    Ich finde es insofern interessant, dass es bedeutet, dass man ständig im Stress ist irgendetwas zu erreichen, was dieses "Ich" bestätigt. Aber man kann es nicht erreichen. Immer wenn man erreicht hat, was man werden wollte und denkt somit die Ichbestätigung erreicht zuhaben und man denkt jetzt sein zu können, stellt es einen letztlich nicht zufrieden und man muss sich wieder etwas anderes suchen, das man hinterherlaufen kann.
    Einzig das praktizieren des achtfachen Weges führt dazu, dass man sich zufrieden geben kann mit dem was ist, sodass man es nicht mehr nötig hat, die Lücke des nichtaufzeibaren "Ich" zuschließen und irgendetwas zu werden. Auf diese weise ist es möglich, die Ichillusion zu durchschauen.

    Werden und Sein ist nicht verschieden - also muss man auch aufgeben, etwas zu sein - und also dieses Etwas aufgeben. Es gibt kein Etwas, weder als Sein noch als Werden. Es gibt nur beständige Aktivität.

  • lagerregaL
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    • 27. Juli 2012 um 15:23
    • #4
    Takumi:
    lagerregaL:

    Ich finde es insofern interessant, dass es bedeutet, dass man ständig im Stress ist irgendetwas zu erreichen, was dieses "Ich" bestätigt. Aber man kann es nicht erreichen. Immer wenn man erreicht hat, was man werden wollte und denkt somit die Ichbestätigung erreicht zuhaben und man denkt jetzt sein zu können, stellt es einen letztlich nicht zufrieden und man muss sich wieder etwas anderes suchen, das man hinterherlaufen kann.
    Einzig das praktizieren des achtfachen Weges führt dazu, dass man sich zufrieden geben kann mit dem was ist, sodass man es nicht mehr nötig hat, die Lücke des nichtaufzeibaren "Ich" zuschließen und irgendetwas zu werden. Auf diese weise ist es möglich, die Ichillusion zu durchschauen.

    Werden und Sein ist nicht verschieden - also muss man auch aufgeben, etwas zu sein - und also dieses Etwas aufgeben. Es gibt kein Etwas, weder als Sein noch als Werden. Es gibt nur beständige Aktivität.


    Natürlich sind werden und sein verschieden.
    Sein ist im Samsara nicht möglich. Deswegen muss man im Samsara werden, man erreicht nicht irgendein Sein, ein Ziel wo man etwas geworden ist, sondern man wird immer nur. Hat man das eine erreicht, geht es zum nächsten, auch wenn bevor man es erreicht hat es so scheint, als wenn es das letzte Heilsziel wäre wo man dann zufrieden wäre.
    Nur wenn man ein Moment richtige Achtsamkeit hat, ist man in diesem Moment nicht in diesem Werden eingebunden, sondern man sieht dann die Dinge so, wie sie sind. Das bedeutet dann in diesen Moment zu sein. Man ist zufrieden mit dem, was ist, man ist angekommen im Moment und hat gefunden, wonach man gewöhnlich immer sucht aber nicht findet in der Welt. Diese Achtsamkeit ist so entscheidend, dass wenn man sie 7 Tage ununterbrochen(wer nicht so achtsam ist braucht halt ein bisschen ;) länger) aufrechterhalten würde man in dieser Zeit Nibbana verwirklichen könnte. Das ist dann tatsächlich das letzte Heilsziel.

  • Takumi
    Gast
    • 27. Juli 2012 um 17:58
    • #5
    lagerregaL:

    Natürlich sind werden und sein verschieden.
    Sein ist im Samsara nicht möglich. Deswegen muss man im Samsara werden, man erreicht nicht irgendein Sein, ein Ziel wo man etwas geworden ist, sondern man wird immer nur. Hat man das eine erreicht, geht es zum nächsten, auch wenn bevor man es erreicht hat es so scheint, als wenn es das letzte Heilsziel wäre wo man dann zufrieden wäre.
    Nur wenn man ein Moment richtige Achtsamkeit hat, ist man in diesem Moment nicht in diesem Werden eingebunden, sondern man sieht dann die Dinge so, wie sie sind. Das bedeutet dann in diesen Moment zu sein. Man ist zufrieden mit dem, was ist, man ist angekommen im Moment und hat gefunden, wonach man gewöhnlich immer sucht aber nicht findet in der Welt. Diese Achtsamkeit ist so entscheidend, dass wenn man sie 7 Tage ununterbrochen(wer nicht so achtsam ist braucht halt ein bisschen ;) länger) aufrechterhalten würde man in dieser Zeit Nibbana verwirklichen könnte. Das ist dann tatsächlich das letzte Heilsziel.

    Dann streng dich mal schön an. Ich sag' da nichts mehr.

  • lagerregaL
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    • 27. Juli 2012 um 19:52
    • #6

    Vielleicht sagst du mir ja noch, was dieses Schriftzeichen in deiner Signatur bedeutet?

  • Takumi
    Gast
    • 27. Juli 2012 um 21:00
    • #7
    lagerregaL:

    Vielleicht sagst du mir ja noch, was dieses Schriftzeichen in deiner Signatur bedeutet?

    Gern - das heißt tachisaki.

  • Grund
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    • 27. Juli 2012 um 21:21
    • #8
    lagerregaL:

    Ich finde es insofern interessant, dass es bedeutet, dass man ständig im Stress ist irgendetwas zu erreichen, was dieses "Ich" bestätigt. Aber man kann es nicht erreichen. Immer wenn man erreicht hat, was man werden wollte und denkt somit die Ichbestätigung erreicht zuhaben und man denkt jetzt sein zu können, stellt es einen letztlich nicht zufrieden und man muss sich wieder etwas anderes suchen, das man hinterherlaufen kann.


    Aha ...

    lagerregaL:


    Einzig das praktizieren des achtfachen Weges führt dazu, dass ...


    War noch nicht draußen, noch nicht mal auf halbem Wege, und ist schon wieder rücklings ins Loch zurückgefallen 8)

  • lagerregaL
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    27. Februar 2010
    • 27. Juli 2012 um 22:42
    • #9
    Takumi:
    lagerregaL:

    Vielleicht sagst du mir ja noch, was dieses Schriftzeichen in deiner Signatur bedeutet?

    Gern - das heißt tachisaki.


    Haha Witzbold.

  • lagerregaL
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    • 27. Juli 2012 um 22:45
    • #10
    Grund:


    War noch nicht draußen, noch nicht mal auf halbem Wege, und ist schon wieder rücklings ins Loch zurückgefallen 8)


    Ich dachte du bist auf dem Grund angekommen, wie kannst du dann noch fallen?

  • Takumi
    Gast
    • 27. Juli 2012 um 23:33
    • #11
    lagerregaL:
    Takumi:

    Gern - das heißt tachisaki.


    Haha Witzbold.

    Naja - es heißt nicht grade Witzbold - aber du hast es irgendwie auf den Punkt gebracht.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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