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  1. Buddhaland Forum
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Elemente von kulturellem Genozid

  • Lirum Larum
  • 2. Mai 2012 um 20:55
  • Zum letzten Beitrag
  • Matthias65
    Gast
    • 12. Juni 2012 um 12:44
    • #26

    Das verstehe ich auch nicht. Selbstmord ist nicht die einzige Form des Protestes.
    Der Dalai Lama hat die Selbstverbrennungen ausdrücklich verurteilt.

  • brigittefoe
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    • 12. Juni 2012 um 13:48
    • #27
    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    und am Ende bleibt ihnen nichts anderes übrig als
    durch Selbstmord aus dem Leben zu scheiden.
    Sei es allein oder im Verbund.

    Wieso ziehst Du diesen Schluss?

    Liebe Grüße
    Doris - Knochensack

    weil ich mich in diese Verzweiflung
    hineinversetzen kann.
    Nämlich alles zu verlieren, seine Würde, Heimat,
    und Glauben.
    Über die Marter körperlich wie seelisch,
    will ich gar nicht erst anfangen . . .

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Dorje Sema
    Gast
    • 12. Juni 2012 um 14:00
    • #28
    brigittefoe:


    mir treibt das nicht nur die Tränen in die Augen,
    ich verzweifel schon lange darüber . . .
    Minderheiten werden überall auf der Welt unterdrückt
    und systematisch ausgerottet.
    Das ist nicht nur in der Vergangenheit passiert,
    man denke an die Vielvölkerstaaten im ehemaligen Jugoslawien,
    der ehemaligen Sowjetunion und Afrika, ja auch Asien.

    Die Großen trampeln die Kleinen nieder, erbarmungslos,
    und am Ende bleibt ihnen nichts anderes übrig als
    durch Selbstmord aus dem Leben zu scheiden.
    Sei es allein oder im Verbund.

    :cry:

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    Liebe Brigitte,

    Das Leid ›BEDINGTEN DASEINS‹ // von Nomad am 12. Jun 2012, 13:32

    Selbstmord// Suizid, liebe Brigitte ist erst mal weitestgehend (für meine Wenigkeit) ein, no go.
    Hierfür gibt es in Anbetracht zur aktuellen Situation, Buddhistisch Tibet spezifisch, hinreichend Belege als zu über Denkens wertes.
    Wir können, wenn Du magst, das gerne vertiefen ? Wieso, Weshalb und Warum ?

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

  • Jinen
    Gast
    • 12. Juni 2012 um 14:20
    • #29

    Wir hatten eine ähnliche Diskussion meines Erinnerns hier schon vor Jahren schon mal. Die Unterdrückung ist zu verurteilen. Aber es ist IMHO weder ein Genozid noch ein kultureller Genozid. Das Problem ist, wenn ich mich recht erinnere, daß die Exiltibeter-Fraktion rund um den Dalai Lama ihre Zahlen auch auf seltsame Weise erstellen. Sie gehen von einem Großtibet aus, das so seit Jahrhunderten nicht mehr existierte (Eine unter Nationalisten ja beliebte Vorgehensweise). Also sind auch ihre Zahlen mit großer Vorsicht zu geniessen. Man lese die tibetischen und die chinesischen Berichte, irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit. (Ein hoher Nyingma Lama - S.H. Khordhong Terchen Tulku Chhimed Rigdzin Lama pflegte zu sagen, daß für viele Tibeter Mao ein großer Bodhisattva gewesen ist, weil er sie vom Joch der Mönche befreit habe. Also gibt es auch in Tibet verschiedene Sichtweisen auf die Dinge).
    Sicher wird tibetische Tradition nicht gefördert. Aber ein Teil der Tradition geht auch nicht durch die Unterdrückung unter (vielleicht wird ein Teil sogar so eher bewahrt als unterdrückte Identität), ein Teil ist sicher auch einfach der modernen Zeit geschuldet. Für manche junge Leute ist Fernsehen einfach spannender als Verbeugungen.
    Und was den tibetischen Buddhismus angeht, so würde ich nicht von Untergang in China reden, er ist ja inzwischen ja auch unter Festlandchinesen hip. (Zugegebenermaßen ist die Vajrayanafraktion, auch wenn man die Chinesen und Tibeter zusammennimmt, unter den chinesischen Buddhisten nur eine kleine Fraktion - aber das hat nix mit der Unterdrückung zu tun). Und der Buddhismus muss sich halt auch den jetzigen Gegebenheiten anpassen. Ich hab den Eindruck, er träumt öfter mehr von der guten alten Zeit.

    Letztlich kann es meiner Meinung nach nicht um ein Free Tibet sondern nur um ein Free China gehen.

  • Lirum Larum
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    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 12. Juni 2012 um 14:36
    • #30
    Jinen:

    ...

    Letztlich kann es meiner Meinung nach nicht um ein Free Tibet sondern nur um ein Free China gehen.


    Dein Schlusssatz hier, der ist schön gesagt.

    Mir geht es darum, dass Opfer auch als Opfer anerkannt werden und nicht in so eine Ecke gedrängt werden "Was haben die denn? Was stellen die sich denn so an mit ihrer Kultur?"

    Ich würd gern beispielhaft mal ein Szenario entwerfen:
    Da ist jemand, z.B., der hält wichtige Stücke auf seinen Intellekt und seine Bildung, sein Aufgeklärt- und Informiertsein. Dem wird nun von sowas wie der chinesischen Regierung das Lesen verboten. Strenges Weiterbildungsverbot. Erlaubt ist höchstens noch die Blöd-Zeitung. Zudem werden ihm seine Kinder entzogen: sie kommen ins Internat, wo das strenge Weiterbildungs- und Aufklärungsverbot gilt, Blöd-Zeitung lesen erlaubt, sonst nichts - und er kann seine Kinder nicht mehr an dem teilhaben lassen, was ihm wichtig ist. Sie werden ihm entfremdet.
    Wenn er das nun als "kulturellen Genozid" empfindet - wer mag dann zu ihm sagen: "Na, stell Dich mal nicht so an. Immerhin gibt es bei Dir höchstens Folter, aber vergast werdet Ihr ja nicht. Also dürft Ihr auch nicht von Genozid sprechen."


    Macht mal bitte Alternativvorschläge, wie man sowas, die Ausrottung einer Kultur, denn dann nennen darf, nach Eurem Geschmack.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Dorje Sema
    Gast
    • 12. Juni 2012 um 15:03
    • #31

    Liebe Losang,

    Hin und wieder informieren sich gewisse Leut`s halb oder gar nicht und daraufhin basteln sie sich eventuell einen sich selbst disqualifizierenden Eklektizismus zusammen.
    Ob sie das ändern könnten ?


    "Tibet-News" - Aktuelle Pressemeldungen und andere Mitteilungen« am: Montag, 24. Sep. 2007, 07:19 »

    bis

    Re: "Tibet-News" - Aktuelle Pressemeldungen und andere Mitteilungen« am: Sonntag, 10. Jun. 2012, 13:27»

    Einhundert fünfundvierzig Seiten mit soundsoviel Einträgen ist zwar nicht unerheblich wenig, allerdings denke ich das jeder die Freiheit hat seine Sichtweise in Anbetracht dieser informativen links zu ändern. Es müssen ja auch nicht alle Seiten gelesen werden, nicht wahr ?

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

  • Axel Benz
    Gast
    • 12. Juni 2012 um 17:21
    • #32

    Jetzt bin ich mal echt gespannt: ich habe nie etwas anderes behauptet als Jinen. Sein Beitrag könnte überdies eine Zusammenfassung der Texte sein, die ich verlinkt habe, Jeder mag darüber spekulieren, wieso jetzt plötzlich die Empörung ausbleibt. Weil ich eine Hypothese habe, blende ich mich jetzt aus der 'Diskussion' aus...

  • Lirum Larum
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    • 12. Juni 2012 um 21:11
    • #33

    Viel Empörung hast Du von mir aber auch nicht bekommen, meine ich. :)
    Bin sehr abgearbeitet und habe keine Lust auf Empörung. Ich bin mit ein paar Aussagen bei Jinen auch überhaupt nicht einverstanden, singe da aber jetzt den Schwammdrüberblues.
    Und Deine langen Literaturhinweise und Links waren erst nicht zu öffnen (pdf), dann mir zu lang, dann der English-Link....
    Das hat auch nicht grad zur Verständigung beigetragen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Lirum Larum
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    • 13. Juni 2012 um 07:38
    • #34

    Außerdem habe ich Jinen hier Kontra gegeben in gewisser Weise:
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=14&t=9372#p170532
    Hab den Eindruck, das ist im Seitenumbruch überlesen worden. Das war jetzt aber meine letztendliche Zusammenfassung.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Onda
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    • 13. Juni 2012 um 07:47
    • #35
    Losang Lamo:


    Macht mal bitte Alternativvorschläge, wie man sowas, die Ausrottung einer Kultur, denn dann nennen darf, nach Eurem Geschmack.

    Es geht nicht um Geschmacksfragen. Es geht um korrekten und achtsamen Umgang mit Sprache. Der Ausdruck "kultureller Genozid" ist weder das eine noch das andere.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Lirum Larum
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    • 13. Juni 2012 um 08:12
    • #36

    Angesichts der Sachlage , der Situation der Leute vor Ort, ist diese Einschätzung ein Problem, dass man sich von seinem gemütlichen Sofa aus schön machen kann.
    Wenn China ein kleines Land mit einer Militärjunta wäre, würde die Kritik anders ausfallen, vermute ich.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • brigittefoe
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    • 13. Juni 2012 um 10:12
    • #37
    Nomad:
    brigittefoe:


    mir treibt das nicht nur die Tränen in die Augen,
    ich verzweifel schon lange darüber . . .
    Minderheiten werden überall auf der Welt unterdrückt
    und systematisch ausgerottet.
    Das ist nicht nur in der Vergangenheit passiert,
    man denke an die Vielvölkerstaaten im ehemaligen Jugoslawien,
    der ehemaligen Sowjetunion und Afrika, ja auch Asien.

    Die Großen trampeln die Kleinen nieder, erbarmungslos,
    und am Ende bleibt ihnen nichts anderes übrig als
    durch Selbstmord aus dem Leben zu scheiden.
    Sei es allein oder im Verbund.

    :cry:

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    Das Leid ›BEDINGTEN DASEINS‹ durchzieht alle Daseinsformen, vom Gipfel der Welt bis hinunter zur Hölle der ununterbrochenen Qualen.
    Ist das ›karmische‹ Potential von Götterwesen ohne Form und Begriffsvermögen verbraucht, fallen sie wieder in niedere Daseinsformen.
    Haben sie alsdann einen neuen ›karmischen‹ Körper erworben, ist wieder Leiden vorhanden.

    So sehe ich das auch
    ... kein Trost in Sicht,
    da hilft mir keine Schrift weiter,
    keine positiven Assoziationen
    oder meine kleine, heile Welt.

    Ich kriege das Bild nicht aus dem Kopf,
    wo ein gestandener Mann vor den Trümmern
    seiner Existenz stand, letztens beim Erdbeben in Norditalien.

    DAS ist noch ein harmlose Variante, an Mißbrauch,
    vergewaltigte und gefolterte Frauen oder Kinder,
    der Bürgerkrieg jetzt in Syren,
    - es geht ALLES nicht mehr in meinen Kopf -
    aber volle Spitze in mein Herz und Empfinden.

    DANN - in solchen Augenblicken -
    wünschte ich mir Buddhist zu sein,
    um im Nirvana zu verlöschen.

    Ich kann und will nicht auf meinen Glauben an das
    kommende Friedensreich G'ttes verzichten;
    unweigerlich wäre ich dann verloren und für
    dieses Leben in der Welt völlig unbrauchbar.


    Liebe Brigitte,

    Das Leid ›BEDINGTEN DASEINS‹ // von Nomad am 12. Jun 2012, 13:32

    Selbstmord// Suizid, liebe Brigitte ist erst mal weitestgehend (für meine Wenigkeit) ein, no go.
    Hierfür gibt es in Anbetracht zur aktuellen Situation, Buddhistisch Tibet spezifisch, hinreichend Belege als zu über Denkens wertes.
    Wir können, wenn Du magst, das gerne vertiefen ? Wieso, Weshalb und Warum ?

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

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    Werter Nomad,

    das sitzt so tief in mir drin, das große Leid der Menschen,
    daß ich (wenn ich in die Depression gerate)
    sterben möchte, weil ich die Erbarmungslosigkeit und
    Gräueltaten nicht mehr verkraften kann.

    Eine Zeitlang habe ich keine Zeitungen gelesen oder Nachrichten geschaut,
    es holt mich trotzdem ein und ich falle in ein schwarzes Loch . . .
    möchte NUR noch wech aus diesem Jammertal.

    Meine sehnlichsten Gebete, Frieden möge einkehren,
    verklingen ungehört und meine Hilflosigkeit machen mich
    absolut seelisch krank.

    Mehr möchte und kann ich momentan nicht dazu sagen,
    weil ich mich schon in dem schwarzen Loch befinde !

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Axel Benz
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    • 13. Juni 2012 um 10:42
    • #38

    Vielleicht noch ein paar Worte zum Vorwurf der 'Empörung': darunter verstehe ich (unter anderem):

    Zitat

    Wie gesagt, sehr schickes Englisch - soweit ich verstehe sind das aber also keine Tibetexperten.
    Was gräbst Du für Links aus?
    (...)
    ...denn Du kannst hier nicht über Tibet dozieren, wenn Du nur diese Goldner-"Propaganda" :grinsen: im Kopf hast.
    Ein kritischer Geist in allen Ehren, aber manchmal muss man auch gucken, auf welches Parkett man sich begibt. Was hier passiert, kommt Opferbashing nahe.
    (...)
    Dieser Vergleich macht deutlich, dass Dir in keiner Weise bewusst ist, was in Tibet seit 1950 passiert.
    Dass Du das Sprachrohr einer unterdrückten, verfolgten und gefolterten Minderheit "Propaganda" nennst, zergeht mir grad auf der Zunge...

    Alles anzeigen


    Es geht nicht darum, welche 'Links ich ausgrabe' (die Zitate, die du so komisch findest, haben mit dem, über das ich hier versuche, zu erklären, nicht das Geringste zu tun), sondern um den Inhalt der Artikel von dort, die ich verlinkt habe. Eine 'nicht-empörte' Reaktion wäre: 'In Artikel XY wird (...) behauptet. Als Quelle gibt der Autor (...) an. Diese Quelle finde ich aus folgenden Gründen (...) fragwürdig.'
    Eine 'nicht-empörte' Reaktion wäre auch, zu belegen, wo und wieso ich nur 'Goldner-Propaganda' im Kopf habe und inwieweit konkrete Behauptungen von Goldner unsachlich oder falsch sind (übrigens weiß ich immer noch nicht, was ich noch sagen muss, um zu zeigen, dass ich Goldner auch nicht durchgängig vertraue...).
    Aus dem letzten Zitat kann ich nur folgern, dass es für dich anscheinend 'gute' und 'böse' Propaganda gibt (du hälst mir den Gebrauch des Begriffes vor, benutzt ihn aber mir gegenüber selbst...).
    Ich denke nicht, dass du darüber urteilen kannst, ob mir 'bewusst ist, was in Tibet seit 1950 passiert'. Fakt ist, dass ich erstens 'das, was passiert ist', anders beurteile und dass ich zweitens - um mal auf die Opfer zu sprechen zu kommen - auch die (tibetischen) Opfer von vor 1950 nicht vergesse.

    Losang Lamo:

    Angesichts der Sachlage , der Situation der Leute vor Ort, ist diese Einschätzung ein Problem, dass man sich von seinem gemütlichen Sofa aus schön machen kann.
    Wenn China ein kleines Land mit einer Militärjunta wäre, würde die Kritik anders ausfallen, vermute ich.


    Sehr interessanter Punkt. Da sind verschiedene Szenarien möglich (das mit der 'Militärjunta' lasse ich jetzt mal weg, China ist keine) :

    - China ist ein kleines Land und von absolut keiner strategischen oder sonstigen Bedeutung (Rohstoffe, etc.) für den Westen: Es würde garnix passieren.

    - China ist ein strategisch wichtiges und/oder rohstoffreiches kleines Land, das mit dem Westen befreundet ist: Es würde ebenfalls garnix passieren.

    - China ist ein strategisch wichtiges und/oder rohstoffreiches kleines Land, das nicht mit dem Westen befreundet ist: Große Empörung über tatsächliche und/oder angebliche
    Menschenrechtsverletzungen, Sanktionen, finanzielle und militärische Unterstützung einer Untergrundbewegung oder gleich Schaffung einer solchen, und wenn das alles nichts hilft,
    militärische Intervention.

  • Lirum Larum
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    • 30. Juni 2012 um 19:59
    • #39

    Tibet-News Juni 2012
    Anspannung in Lhasa

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


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    • 8. Januar 2013 um 13:06
    • #40

    warum beanspruchen eigentlich so wenige Tibeter Asyl in Deutschland? Es gibt keinerlei Probleme mit dem Asylantrag, da Tibeter nicht verdächtigt werden, " nur" Wirtschaftsflüchlinge zu sein. Hier gibt es tibetisch- Buddhisische Lamas, Rinpoches, Sanghas.... es gibt ein Basisgeld für Flüchtlinge, es gibt leerstehende Strassenzüge in Dörfern, ganze Dörfer, die aufgegeben werden. Es gibt Religionsfreiheit, Windräder statt Atomkrafwerke. :D .....

  • Lirum Larum
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    • 8. Januar 2013 um 13:23
    • #41

    Hm, da musst Du mal die Tibeter fragen. Hier im Forum haben wir keinen.
    In der Schweiz sind ganze Gemeinden mit vielen Immigranten.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


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    • 8. Januar 2013 um 13:43
    • #42

    die Schweiz hat sich einladend verhalten, das ist der Punkt.

  • Lirum Larum
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    • 8. Januar 2013 um 13:56
    • #43

    Vielleicht war dieses einladende Verhalten geboten, weil die Schweiz eben politisch als neutral gilt. Vielleicht konnten die es sich dadurch eher erlauben und China gegenüber in diese Position gehen: "Wir nehmen auf, wen wir wollen, denn wir sind halt neutral."
    Keine Ahnung, aber an der Fremdenfreundlichkeit der Schweizer im Allgemeinen wird es nicht gelegen haben.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • nyalaana
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    • 8. Januar 2013 um 23:00
    • #44

    Fast alle Tibeter die im Exil in Indien leben haben keine Papiere, keinen Pass. Das mag sicher auch ein Grund sein, warum sie in Indien bleiben. Ohne papiere kann man kaum reisen....

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    • 9. Januar 2013 um 10:28
    • #45

    Und aus Tibet direkt, mit chinesichen Pässen? Also Stundenten mit Chinesischen Pass, die z. b. Technik studieren wollen, entsprechende Schulnoten haben, die würden es doch schaffen, wenn sie wollten, oder?

  • Syia
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    • 9. Januar 2013 um 10:33
    • #46
    Turmalin:

    Und aus Tibet direkt, mit chinesichen Pässen? Also Stundenten mit Chinesischen Pass, die z. b. Technik studieren wollen, entsprechende Schulnoten haben, die würden es doch schaffen, wenn sie wollten, oder?

    Auf wie viele Tibeter würde das denn zutreffen ?

    http://tibetgermany.com/

  • Turmalin 1
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    • 9. Januar 2013 um 11:11
    • #47

    mehr als Null. Momentan gibt es ja wohl so gut wie keine tibetischen Studenten an deutschen Universitäten.
    Ich hab ja auch noch nach denen gefragt, die einfach einen chinesischen Pass haben. Den haben Tibeter in Tibet doch, oder?
    Die ganze tibetische Familie von meinem Rinpoche lebt in London. Mehrere Geschwister mit Ehepartnern und Kindern. Wieso geht das? Sie sind bestimmt keine Akademiker. Wieso geht sowas nicht in Deutschland?

  • nyalaana
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    • 9. Januar 2013 um 21:29
    • #48
    Turmalin:

    Die ganze tibetische Familie von meinem Rinpoche lebt in London. Mehrere Geschwister mit Ehepartnern und Kindern. Wieso geht das? Sie sind bestimmt keine Akademiker. Wieso geht sowas nicht in Deutschland?


    Die Antwort steht da schon. Er ist Rinpoche und deswegen schon priviligiert. Sprich als Lama/Rinpoche wenn man gute Ergebnisse im Lamastudium im Kloster erzielht hat, dann ist es mit Glück möglich einen Pass zu bekommen. Der normalmönch oder normallaientibeter bekommt einfach keinen Pass ausgestellt. Wenn er wollte könnte er sicher auch nach Deutschland. Aber da sie TIbeter eher englisch sprechen als deutsch liegen halt England, USA Kanada australien etc näher als die BRD.

    "Sie wollen einen Pass? dann zeigen sie uns mal ihre Papiere. Ach sie haben keine weil die Familie auf sder Flucht ales zurückließ und sie auch in der 4. Generation nach der Flucht immer noch keine Papiere haben, na dann können wir ihnen auch keine ausstellen. Kommen sie wieder wenn sie sich ausweisen können."
    "Sie wollen die Geburt ihres Kindes melden, ok dann zeigen sie uns mal ihre papiere und die heirtsurkunde, ach das haben sie nicht, na dann wenn sie nciht existieren, dann können wir dem Kind auch keine Papiere ausstellen...."

  • nyalaana
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    • 9. Januar 2013 um 21:32
    • #49

    In China leben manche Tibeter noch Nomadisch, die haben sicher keine Papiere....

  • Turmalin 1
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    • 10. Januar 2013 um 10:17
    • #50

    das klingt ja schrecklich. Also und Tibeter in china haben keinen Chinesischen Pass?
    sind ja nicht alle Nomaden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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