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Erleuchtung

  • chandini
  • 15. April 2008 um 12:34
  • Zum letzten Beitrag
  • bel
    Gast
    • 16. April 2008 um 15:22
    • #26
    accinca:


    Wenn jemand darauf besteht kann man ihm eh nichts anderes erzählen.


    Na hoffentlich nimmst Du Dir das selbst zu Herzen :)
    Jede Übersetzung sollte sich an den Text halten und die Wortwahl muß sich begründen lassen.

    Manche Leute "übersetzen" eben einfach, in dem sie ihre Meinung hineinlegen - und zwar ohne Begründung bezüglich des Textes, sondern nur bezüglich ihrer Sachauffassung.
    Dabei ist es ganz einfach: Man nimmt ein Wörterbuch mit hoher Autorität, in meinem Falle das der "Pali Text Society" und prüft ganz genau das Bedeutungsfeld, die Etymologie und die Bedeutungsfelder von Synonymen und worin deren jeweilige Abgrenzung besteht (das gilt dann auch für die englische Übersetzung).
    Das ist dann nun mal im Falle anussati/anussarati auch : remember, be aware, thinking of, mindfulness.

    accinca:

    Zumindest gibt es keinen Übersetzer der auf solche Ideen wie du gekommen ist.


    Darin stimmen wir überhaupt nicht überein - schon Zumwinkel ist nach meiner Erinnerung der Neumann nicht geheuer und versucht einen recht komisches Spagat.
    Und wenn Du englischen Übersetzungen anschaust, kommt da alles mögliche zwischen remembrance, recollection, have memory of, be aware, thinking of, mindfulness.
    Und wenn Du denkst, "remember" könne man ins Deutsche einfachmal so immer mit "erinnern" übersetzten - da liegst Du schon in diesem einfachen Beispiel falsch.

    _()_

  • accinca
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    • 16. April 2008 um 15:41
    • #27
    bel:


    Und wenn Du denkst, "remember" könne man ins Deutsche einfachmal so immer mit "erinnern" übersetzten - da liegst Du schon in diesem einfachen Beispiel falsch._()_

    Egal wie, allen Leuten kann man es sowieso nicht recht machen.

    mfg.
    accinca

  • accinca
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    • 16. April 2008 um 18:43
    • #28
    Karuna:

    Da es in der ersten Nachtwache Buddhas um das Gedenken des Vergangenen ging, passt hier auch "Erinnern" und wenn man keinen Unterschied von Betrachter und Betrachtetes macht, dann umfasst "Erinnern" und "Betrachten" durchaus dasselbe.

    Also im deutschen ist das so, das jedes Erinnern auch ein Betrachten
    ist aber nicht jedes Betrachten auch ein Erinnern. Aber Pali kommt
    von einer natürlichen Sprache und ist keine exakte Wissenschaft.
    Die Bedeutung kommt also oft durch den Zusammenhang. So heißt
    anussaritā auch dann erinnern auch wenn es das Wörterbuch
    von palikanon.com davon nichts sagt. Der Beweis dafür ergibt sich
    aus Textstellen in den Lehrreden. So heißt es z.B. in A. 7. 63 u.a.:
    "Selbst was vor langer Zeit getan und gesprochen wurde, dessen
    entsinnt er sich, dessen erinnert er sich." Ein Satz der an Eindeutigkeit
    des Erinnerns keine Wünsche offen läßt. Und genau dort steht "anussaritā".
    Ebenso bei: "Ich erinnerte mich an manche verschiedene frühere
    Daseinsform, als wie an ein Leben,"

    Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

    mfg.
    accinca

  • Mahakala
    Gast
    • 16. April 2008 um 19:12
    • #29
    Zitat

    «Vergänglich ist die ganze Welt»:
    Wer deutlich diese Wahrheit merkt
    Wird lebensatt, wird leidensatt,
    Kennt wohl den Weg zum Heile hin.

    Wer "beschäftigt" ist mit der "Welt", hat auch keine Ahnung von Erleuchtung.

    Schönen Gruß
    Mahakala

  • bel
    Gast
    • 16. April 2008 um 21:30
    • #30

    Wer kein Verständnis für die eigene Muttersprache hat - also z.B. für das Bedeutungsfeld von "erinnern" - das geht nämlich selbst im Deutschen über das Memorieren einer konkreten Begebenheit weit hinaus, der wird auch eine andere Sprache nicht verstehen.

    _()_

  • accinca
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    31. Dezember 2007
    • 17. April 2008 um 02:05
    • #31
    bel:

    Wer kein Verständnis für die eigene Muttersprache hat - also z.B. für das Bedeutungsfeld von "erinnern" - das geht nämlich selbst im Deutschen über das Memorieren einer konkreten Begebenheit weit hinaus, der wird auch eine andere Sprache nicht verstehen._()_

    Oder man versucht es einfach mal mit einem Lexikon. :roll: ;)

    Eerinnern:
    erinnern (sich), sich entsinnen / besinnen / zurückerinnern,
    es dämmert jemandem (ugs.), sich etwas ins Gedächtnis zurückrufen
    / rufen, jemandes / einer Sache gedenken, denken an, etwas fällt
    jemandem ein / kommt jemandem in den Sinn, etwas geht / fährt
    jemandem durch den Sinn, zehren von, zurückdenken, zurückblicken,
    zurückschauen, Rückschau halten • deutlich: etwas steht jemandem
    noch klar vor Augen; gemahnen, mahnen, überprüfen; Erinnerung.
    (c) Dudenverlag.

  • bel
    Gast
    • 17. April 2008 um 12:28
    • #32
    accinca:
    bel:

    Wer kein Verständnis für die eigene Muttersprache hat - also z.B. für das Bedeutungsfeld von "erinnern" - das geht nämlich selbst im Deutschen über das Memorieren einer konkreten Begebenheit weit hinaus, der wird auch eine andere Sprache nicht verstehen._()_

    Oder man versucht es einfach mal mit einem Lexikon. :roll: ;)

    Eerinnern:
    erinnern (sich), sich entsinnen / besinnen / zurückerinnern,
    es dämmert jemandem (ugs.), sich etwas ins Gedächtnis zurückrufen
    / rufen, jemandes / einer Sache gedenken, denken an, etwas fällt
    jemandem ein / kommt jemandem in den Sinn, etwas geht / fährt
    jemandem durch den Sinn, zehren von, zurückdenken, zurückblicken,
    zurückschauen, Rückschau halten • deutlich: etwas steht jemandem
    noch klar vor Augen; gemahnen, mahnen, überprüfen; Erinnerung.
    (c) Dudenverlag.

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    Na siehste: geht doch. Und nun muß man nur noch das treffende Wort für den Textzusammenhang auswählen - und war deshalb, weil "erinnern" eben auch im Deutschen, wie auch "remember" im Englischen oder "anussarita" im Pali je nach zusammenhang ganz unterschiedliche Bedeutung hat.
    Schau Dir doch den Zusammenhang in A.7.63 an - hast Du ja leider weggeschnippelt - es geht explizit um Achtsamkeit und nicht um Memorieren, es geht darum daß das Vergangene Folgen zeitigt, darüber ist zu wachen, dieser Sache ist zu gedenken, soll einem klar vor Augen stehen.

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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