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  1. Buddhaland Forum
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Kombi: Zen + Theravada

  • Onda
  • 21. September 2011 um 12:23
  • Zum letzten Beitrag
  • Erdmaus
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    • 24. September 2011 um 15:09
    • #76

    Was das Erinnern betrifft:

    Wenn man es ganz genau nimmt, dann bedeutet Achtsamkeit ständiges bewusstes Erinnern. Das hängt einfach damit zusammen, dass alles was wir bewusst wahrnehmen zeitverzögert im Bewusstsein ankommt und daher gespeicherten Ereignissen aus der Vergangenheit entspricht. Wenn man seinen Atemzug bewusst wahrnimmt, dann erinnert man sich blos an die letzten Millisekunden, die aber immer schon vorbei sind. Diese Verzögerung bedingt sich einfach durch Reizweiterleitung und Verarbeitung.

    Allerdings gilt auch hierfür eine letztendliche Einschränkung, da der schlussendliche bewusste Abruf von Erinnerungen nur in der Gegenwart stattfinden kann. Das Erinnern selbst ist also absolut gegenwärtig und somit auch das Bewusstsein. Die Vergangenheit ist schließlich etwas, dass in der Gegenwart als Datenmenge und Prozess im Kopf vorhanden ist. Wir sind immer dazu gezwungen in der Gegenwart zu leben, auch wenn man umgangssprachlich bisweilen vom Leben in der Vergangenheit spricht (Damit ist einfach nur die Tendenz gemeint, dass jemand bevorzugt Daten aus weiter zurückliegenden Speicherereignissen abruft und verarbeitet, wobei dies natürlich immer in der Gegenwart passiert).

    Grüße
    maus

  • monikamarie
    Gast
    • 24. September 2011 um 15:34
    • #77

    Hallo Herr Maus,
    das haben Sie ja wieder mal wunderbar herauskristallisiert. Danke.
    _()_ Monika

  • Dorje Sema
    Gast
    • 24. September 2011 um 15:57
    • #78

    Imho geht so, weil nämlich niemand in der Lage ist den gegenwärtigen Moment aufzuzeigen, würde er das versuchen, dann würde derjenige immer nur die bereits vergangenen Momente aufzeigen können, weil niemand in der Lage ist das eigentliche tatsächliche gegenwärtige vom "hier und jetzt" der Gegenwart tatsächlich vorzuweisen, das ist nämlich unmöglich. Sollte es möglich sein, fordert das einen unwiderlegbaren Beweis.
    Erinnern heißt Erinnern, eben nicht weil es gegenwärtig geschieht, sondern sich allgemeingültig [Konvention] auf die Vergangenheit bezieht.
    Alles andere sind zum oben bereits aufgezeigten unbelegte nicht beweisbare dialektische Philosophische Neuschöpfungen.

    just my two cents

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Onda
    Gast
    • 24. September 2011 um 16:49
    • #79

    Das alles ändert nichts daran, dass Achtsamkeit Achtsamkeit bedeutet und nicht Erinnern.

    Und wenn du eine schallende Ohrfeige erhältst, hier und jetzt, dann ist das keine erinnerte Ohrfeige, sondern eine Ohrfeige genau hier und jetzt.

    Achtsamkeit heißt Gewahrsam all dessen, was hier in jetzt im Geist geschieht. Natürlich kann man sich auch achtsam erinnern. Aber nur im Hier und jetzt.

    LG
    Onda

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    • 24. September 2011 um 17:08
    • #80
    Onda:

    Das alles ändert nichts daran, dass Achtsamkeit Achtsamkeit bedeutet und nicht Erinnern.

    Das ist nicht ganz wahr.

    Und wer nun wissen will, welche vielfältigen Bedeutungen der Begriff "sati" wirklich hat, der möge das Buch von Bhikkhu Analayo lesen.


    Onda:

    Aber nur im Hier und jetzt.


    Das ist auch so ein Glaubensbekenntnis :lol:

    Grüße
    TM

  • Onda
    Gast
    • 24. September 2011 um 17:25
    • #81
    TMingyur:
    Onda:

    Das alles ändert nichts daran, dass Achtsamkeit Achtsamkeit bedeutet und nicht Erinnern.

    Das ist nicht ganz wahr.

    Und wer nun wissen will, welche vielfältigen Bedeutungen der Begriff "sati" wirklich hat, der möge das Buch von Bhikkhu Analayo lesen.

    Ich weiß nicht, was der freundliche Analayo empfiehlt,
    ich empfehle zur Begriffsklärung den Klassiker:
    Nyanaponika: "Geistestraining durch Achtsamkeit"
    Auch hilfreich:
    B. H. Gunaratana: "Die Praxis der Achtsamkeit".
    Beides Theravada-Autoren.

    Es geht nicht um die vielfältigen Bedeutungen des Wortes sati. Es geht um die Bedeutung von sati im 8fachen Pfad.

    LG
    Onda

  • Dorje Sema
    Gast
    • 24. September 2011 um 17:57
    • #82
    Zitat

    Onda: Und wenn du eine schallende Ohrfeige erhältst, hier und jetzt, dann ist das keine erinnerte Ohrfeige, sondern eine Ohrfeige genau hier und jetzt.

    Es gibt keinen aufzeigbaren gegenwärtigen Moment da kannst Du soviel Ohrfeigen geben wollen wie Du geben magst, übrigens sehr bezeichnend dieses Potential, wo es mögliche andere Vergleiche gebe.
    Letztendlich lässt sich sogar aufzeigen das Vergangenheit nicht als Vergangenheit existiert, da sie vorher Gegenwart war, und davor Zukunft.
    Und ebenso verhält es sich mit Gegenwart und Zukunft.
    Es gilt zu erkennen das die drei Zeiten identisch sind und nicht getrennt existieren.
    Schlussendlich können 'wir' sogar behaupten das die drei Zeiten zeitlos sind.
    Verwirklichen ist aber weitaus sinniger als einfach nur behaupten.

    Zitat

    Onda: Achtsamkeit heißt Gewahrsam all dessen, was hier in jetzt im Geist geschieht. Natürlich kann man sich auch achtsam erinnern. Aber nur im Hier und jetzt.

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • accinca
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    • 24. September 2011 um 18:04
    • #83
    Onda:

    Achtsamkeit heißt Gewahrsam all dessen, was hier in jetzt im Geist geschieht. Natürlich kann man sich auch achtsam erinnern. Aber nur im Hier und jetzt. Onda


    Sicherlich im "Geist", in der Wahrnehmung, in den Sinnen.
    Der Achtsamkeit sollte nichts entgehen. Der Buddha gibt
    für die Achtsamkeit gelegentlich Beispiele aus denen genau
    hervorgeht was mit Achtsamkeit gemeint ist:

    "Gleichwie, ihr Mönche, auf die Kunde, 'Die Schönheitskönigin, die Schönheitskönigin,
    ihr Mönche, eine große Menschenmenge zusammenströmte. Wenn aber diese
    Schönheitskönigin auch noch hoch begabt wäre im Tanzen, hoch begabt wäre im
    Singen, da würde auf die Kunde hin, daß sie tanzt und singt, eine noch weit größere
    Menschenmenge zusammenströmen.

    Und es käme ein Mann herbei, der zu leben und nicht zu sterben wünscht,
    der Wohl wünscht und Wehe verabscheut. Zu dem würde man also sprechen:

    'Lieber Mann, hier ist eine Schale, randvoll mit Öl gefüllt: Die mußt du zwischen
    dem Menschengewühl und der Schönheitskönigin herumtragen. Hinter deinem
    Rücken aber wird dir ein Mann mit gezücktem Schwert folgen. Wenn auch nur
    ein Tropfen Öl verschüttet wird, wird er dir den Kopf abschlagen'. Was meint ihr,
    ihr Mönche, würde da wohl dieser Mann die Ölschüssel unaufmerksam herumtragen
    und leichtsinnig abschweifen?"
    "Gewiß nicht, o Herr".
    "Ein Gleichnis, ihr Mönche, habe ich gegeben, um den Sinn
    zu erklären und dies ist der Sinn:

    Das randvolle Ölgefäß, ihr Mönche, ist eine Bezeichnung für die Achtsamkeit auf
    den Körper. Daher, ihr Mönche, habt ihr euch also zu üben:
    'Die Achtsamkeit auf den Körper wollen wir entfalten, ausbilden, zum Fahrzeug machen,
    zur Grundlage machen, sie befestigen, stärken und wohl anwenden' - so habt ihr euch,
    ihr Mönche, zu üben".(S.47.20)

  • Onda
    Gast
    • 24. September 2011 um 18:10
    • #84
    Dorje Sema:

    Es gibt keinen aufzeigbaren gegenwärtigen Moment da kannst Du soviel Ohrfeigen geben wollen wie Du geben magst, übrigens sehr bezeichnend dieses Potential, wo es mögliche andere Vergleiche gebe.

    Da du auch die Existenz aller anderen Zeiten in Frage stellst (was durchaus erwägenswert ist) ist der Hinweis auf die nicht vorhandene Gegenwart überflüssig. Die Erfahrung einer "gefühlten Gegenwart" dürfte uns gleichwohl verbinden. Ob Zeit nun existiert oder nur ein Produkt unseres Bewusstseins ist, ist für mein Alltagsleben genauso unwichtig, wie das Faktum, dass mein Küchentisch nur eine Ansammlung flirrender Atome, Positronen und anderen Kleinzeugs ist.

    Der Ohrfeigenvergleich ist natürlich Ausdruck meiner latenten (nur mühsam gezügelten) Aggressivität. Gut aufgepasst im Freud-Grundseminar! (Vielleicht inspiriert durch Chuck Norris)

    Lg
    Onda

  • Dorje Sema
    Gast
    • 24. September 2011 um 19:53
    • #85
    Zitat

    Onda: Da du auch die Existenz aller anderen Zeiten in Frage stellst (was durchaus erwägenswert ist) ist der Hinweis auf die nicht vorhandene Gegenwart überflüssig.

    Schlussendlich ja. Jedoch war mir daran gelegen erst einmal einen Eingang bzw. Zugang zu finden.

    Zitat

    Onda: Die Erfahrung einer "gefühlten Gegenwart" dürfte uns gleichwohl verbinden.

    mh ... meine praktische Arbeitshypothese sieht da eine Negation vor, aber ganz und gar möchte ich das derzeit so nicht verneinen.
    Immerhin zieh ich nicht schneller als mein Schatten.

    Zitat

    Onda: Ob Zeit nun existiert oder nur ein Produkt unseres Bewusstseins ist, ist für mein Alltagsleben genauso unwichtig, wie das Faktum, dass mein Küchentisch nur eine Ansammlung flirrender Atome, Positronen und anderen Kleinzeugs ist.

    Die Theorie ist bloß insoweit von Interesse bis ein 'lebendiger' Abdruck der Übung entsteht und Praxis ist,
    magical run around the clock

    Zitat

    Onda: Der Ohrfeigenvergleich ist natürlich Ausdruck meiner latenten (nur mühsam gezügelten) Aggressivität. Gut aufgepasst im Freud-Grundseminar!

    Das wird schon, Geduld !
    Mit mir gehen nachlesbar ja auch schon mal die Pferde durch. Der beste unter gleichen ist doch auch eine Zielsetzung, oder ?

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Onyx9
    Gast
    • 25. September 2011 um 00:27
    • #86

    Deine Weisheit und Dein Anspruch ( der Beste unter Gleichen zu sein ) in allen Ehren, Dorje,
    aber allein dadurch, dass Du ab und an Felsbrocken von der ( unsichtbaren ) Anhöhe wirfst
    um Wahl,-und ziellos kritische Aufmerksamkeiten zu verteilen,
    stehst Du nicht gerade für einen humanen Umgang.
    Und wenn Du meinst, das müsstest Du auch nicht, schau Dir die Karmapa s an.
    Ich schätze wenigstens vor denen spürst Du Respekt; würdest Du ihre Würde in Zweifel ziehen ?

  • Onyx9
    Gast
    • 25. September 2011 um 00:29
    • #87

    Das randvolle Ölgefäß, ihr Mönche, ist eine Bezeichnung für die Achtsamkeit auf
    den Körper. Daher, ihr Mönche, habt ihr euch also zu üben:
    'Die Achtsamkeit auf den Körper wollen wir entfalten, ausbilden, zum Fahrzeug machen,
    zur Grundlage machen, sie befestigen, stärken und wohl anwenden' - so habt ihr euch,
    ihr Mönche, zu üben".(S.47.20)

    Kommen wir auf den Eingangsthread zurück, wenn das noch jemand wünscht, so ist hier die Schnittstelle zwischen Zen und Theravada.

  • accinca
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    • 25. September 2011 um 03:05
    • #88
    Onyx9:

    Kommen wir auf den Eingangsthread zurück, wenn das noch jemand wünscht, so ist hier die Schnittstelle zwischen Zen und Theravada.


    Ich interessiere mich nur für die Lehre des Buddha nicht
    so sehr für andere Lehren wenn sie auch später entstanden.

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    • 25. September 2011 um 06:28
    • #89
    Onda:


    Es geht nicht um die vielfältigen Bedeutungen des Wortes sati. Es geht um die Bedeutung von sati im 8fachen Pfad.

    LG
    Onda

    Es geht genau um die vielfältigen Bedeutungen des Wortes "sati", welche alle Relevanz für Satipaṭṭhāna im Besonderen und den 8fachen Pfad im Allgemeinen haben. Denn die vielfältigen Bedeutungen stammen allesamt aus den Lehrreden des Buddha und der 8fache Pfad speist sich aus diesen.


    Grüße
    TM

  • Onda
    Gast
    • 25. September 2011 um 08:40
    • #90
    TMingyur:

    [

    Es geht genau um die vielfältigen Bedeutungen des Wortes "sati", welche alle Relevanz für Satipaṭṭhāna im Besonderen und den 8fachen Pfad im Allgemeinen haben. Denn die vielfältigen Bedeutungen stammen allesamt aus den Lehrreden des Buddha und der 8fache Pfad speist sich aus diesen.


    Grüße
    TM

    Thema dieses Threads ist das Verhältnis von Zen & Theravada.
    Die Frage, ob sati irgendetwas mit Erinnerung zu tun hat, sollte an anderer Stelle vertieft werden. Interessierte mögen einen neuen Thread eröffnen.

    LG
    Onda

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    • 25. September 2011 um 08:48
    • #91
    Onda:
    TMingyur:

    [

    Es geht genau um die vielfältigen Bedeutungen des Wortes "sati", welche alle Relevanz für Satipaṭṭhāna im Besonderen und den 8fachen Pfad im Allgemeinen haben. Denn die vielfältigen Bedeutungen stammen allesamt aus den Lehrreden des Buddha und der 8fache Pfad speist sich aus diesen.


    Grüße
    TM

    Thema dieses Threads ist das Verhältnis von Zen & Theravada.
    Die Frage, ob sati irgendetwas mit Erinnerung zu tun hat, sollte an anderer Stelle vertieft werden. Interessierte mögen einen neuen Thread eröffnen.

    LG
    Onda

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    Du willst damit also sagen, dass du jegliche falsche "off-topic" Behauptung zum besten geben darfst, dass diese dann aber - weil off topic - nicht korrigiert werden darf? :lol:


    Tolle Taktik :grinsen:

  • Onda
    Gast
    • 25. September 2011 um 09:23
    • #92
    TMingyur:


    Du willst damit also sagen, dass du jegliche falsche "off-topic" Behauptung zum besten geben darfst, dass diese dann aber - weil off topic - nicht korrigiert werden darf? :lol:

    Gemach, gemach. Ich will damit nur sagen, dass diese Thematik eine Eigendynamik (und einen Umfang) bekommen hat, die einen eigenen Thread sinnvoll erscheinen lassen.

    LG
    Onda

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    • 25. September 2011 um 09:26
    • #93
    Onda:

    Ich will damit nur sagen, dass diese Thematik eine Eigendynamik (und einen Umfang) bekommen hat, die einen eigenen Thread sinnvoll erscheinen lassen.

    Wozu denn ein eigener Thread? Einer der sich auskennt hat ein Buch geschrieben. Das lese man damit man sich auch auskenne.


    Grüße
    TM

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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