Wo hat der Buddha was von Lotossitz erwähnt? Das kommt aus dem Yoga.
Zitat: Im gehen, stehen, sitzen, liegen.
Wo hat der Buddha was von Lotossitz erwähnt? Das kommt aus dem Yoga.
Zitat: Im gehen, stehen, sitzen, liegen.
GaliDa68:Kein Wunder, wenn der nächste Buddha erst in 500 Jahren erscheint.
Ich weiß nicht ob den jemand braucht. Wie Befreiung erlangt wird, ist ja doch gut überliefert seit dem letzten.
Grüße
TM
GaliDa68:Gut, ich habe so abgestimmt.
Aber als ich die Ergebnisse gesehen habe – fast keiner sitzt im vollen Lotussitz – habe ich mich erschreckt!![]()
Mich erschreckt vielmehr, dass hier nur 16 Leutchen im Forum sitzen.
Das spricht viel eher für den Niedergang der Lehre!
Onda
Onda, Du hast noch einen Punkt vergessen.
Es gibt die Leute, die nicht sitzen können, weil sie einen Stock verschluckt haben, die Verstockten also.
Wie nennt man das dann? Stocken? (statt Hocken)
GaliDa68:Onda, Du hast noch einen Punkt vergessen.
Es gibt die Leute, die nicht sitzen können, weil sie einen Stock verschluckt haben, die Verstockten also.
Wie nennt man das dann? Stocken? (statt Hocken)
Ich habe "burmesisch" angekreuzt, aber das sind bei mir nur 90%. Die restlichen 10% ruschel ich herum und sitze mal so, mal so, mal so. Nichts ist störender, als das mulmige Gefühl, wenn man seine Beine nicht mehr fühlt und denkt 'Sind sie noch da?' ... und wenn man dann aufsteht: 'Ooooh ja!!! Sie sind noch da!'
Die Burmesen, die Burmesen,
sind schon immer vorn gewesen!
Der burmesische Sitz ist der Schleudersitz ins NIrvana!
LG
Onda
Ich wollt mich halt all die Jahre nicht quälen, sondern lieber meditieren.
Aber im Nachhinein ist man schlauer: ich hätte in jungen Jahren den Lotossitz üben sollen - das kann man ja auch ohne schlimme Qual. Jetzt im Alter, ist mir das wirklich zu hart. Ich hab's versucht und Dauerknöchelschmerzen davon bekommen. Die gingen sofort weg, als ich mit dem Üben aufhörte.
Losang Lamo:
Aber im Nachhinein ist man schlauer: ich hätte in jungen Jahren den Lotossitz üben sollen - das kann man ja auch ohne schlimme Qual.
Irgendwie geistert das in vielen Köpfen herum: der Lotussitz ist das Non-Plus-Ultra. Der Rolls Royce unter den Sitzformen.
Dieses stille Dogma sollte langsam mal entsorgt werden...
LG
Onda
Onda: Losang Lamo:
Aber im Nachhinein ist man schlauer: ich hätte in jungen Jahren den Lotossitz üben sollen - das kann man ja auch ohne schlimme Qual.Irgendwie geistert das in vielen Köpfen herum: der Lotussitz ist das Non-Plus-Ultra. Der Rolls Royce unter den Sitzformen.
Dieses stille Dogma sollte langsam mal entsorgt werden...LG
Onda
Es gibt wichtigeres das "langsam mal entsorgt werden sollte". Dann hat sich die vermeintliche Wichtigkeit der Sitzposition auch erledigt
Grüße
TM
Doch, der Lotussitz ist das Nonplusultra - auch ohne zu geistern.
Was nicht ist, ist nicht - damit muss man sich in allen Lebenslagen abfinden.
Aber nur dadurch, dass man persönlich nicht in der Lage ist im Lotus zu sitzen, wird der Lotussitz im Allgemeinen nicht sinnlos. Nur im Persönlichen.
Es ist der beste Sitz, aber NUR, wenn man ihn kann.
Losang Lamo:Es ist der beste Sitz,
Wer sagt das liebe LL
Losang Lamo:Doch, der Lotussitz ist das Nonplusultra - auch ohne zu geistern.
Was nicht ist, ist nicht - damit muss man sich in allen Lebenslagen abfinden.
Aber nur dadurch, dass man persönlich nicht in der Lage ist im Lotus zu sitzen, wird der Lotussitz im Allgemeinen nicht sinnlos. Nur im Persönlichen.
Es ist der beste Sitz, aber NUR, wenn man ihn kann.
Alle Wortspielereien beiseite lassend (ist zumindest meine Absicht, auch wenn's dem einen oder anderen anders erscheinen mag) und obwohl ich ihn "nicht kann", denke ich schon, dass der Lotussitz, wenn vollkommen ausgeführt, der Beste ist. Stabilität, aufrechtes Sitzen, Balance zwischen Sitzen und Atmen und die Art und Weise des Kontaktes zur Erde lassen ihn mir schon als "den Besten" erscheinen. Es ist ja nicht so, dass es keine Wechselwirkung zwischen Körper und Bewußtsein gäbe, deswegen sind Formen der Körperübung zwar nicht das Gleiche wie Meditation, können aber durchaus zu den gleichen Zwischen-Resultaten führen. Da aber sowohl mittels Körper als auch mittels Bewußtsein zu den gleichen Zwischen-Resultaten gelangt werden kann, ist also der "beste Sitz" nicht notwendigerweise "der einzige", eben weil da noch das Bewußtsein und dessen förderliche Faktoren sein können.
Grüße
TM
TMingyur: Losang Lamo:Doch, der Lotussitz ist das Nonplusultra - auch ohne zu geistern.
Was nicht ist, ist nicht - damit muss man sich in allen Lebenslagen abfinden.
Aber nur dadurch, dass man persönlich nicht in der Lage ist im Lotus zu sitzen, wird der Lotussitz im Allgemeinen nicht sinnlos. Nur im Persönlichen.
Es ist der beste Sitz, aber NUR, wenn man ihn kann.Alle Wortspielereien beiseite lassend (ist zumindest meine Absicht, auch wenn's dem einen oder anderen anders erscheinen mag) und obwohl ich ihn "nicht kann", denke ich schon, dass der Lotussitz, wenn vollkommen ausgeführt, der Beste ist. Stabilität, aufrechtes Sitzen, Balance zwischen Sitzen und Atmen und die Art und Weise des Kontaktes zur Erde lassen ihn mir schon als "den Besten" erscheinen. Es ist ja nicht so, dass es keine Wechselwirkung zwischen Körper und Bewußtsein gäbe, deswegen sind Formen der Körperübung zwar nicht das Gleiche wie Meditation, können aber durchaus zu den gleichen Zwischen-Resultaten führen. Da aber sowohl mittels Körper als auch mittels Bewußtsein zu den gleichen Zwischen-Resultaten gelangt werden kann, ist also der "beste Sitz" nicht notwendigerweise "der einzige", eben weil da noch das Bewußtsein und dessen förderliche Faktoren sein können.
Grüße
TM
Kannst Du da ein Zitat bringen, wo der Buddha so etwas sagte? Schließlich geht es hier ja um buddhistische Meditation.
Liebe Grüße
Kusala
Kusala:
Kannst Du da ein Zitat bringen, wo der Buddha so etwas sagte? Schließlich geht es hier ja um buddhistische Meditation.
Da muss ich ganz auf meine Erfahrung verweisen, die sonst natürlich keinem zugänglich ist (habe die Übung des Lotus aus Gründen von Gelenk-Nebenwirkungen aufgegeben) und ich werde natürlich nie und nimmer beanspruchen, dass mein sprachlicher Ausdruck dem sprachlichen Ausdruck des Buddha gleichwertig wäre. Es geht ja hier im Thread "Wie sitzt ihr?" doch um persönliche Erfahrung ...
Grüße
TM
Kusala:
Kannst Du da ein Zitat bringen, wo der Buddha so etwas sagte? Schließlich geht es hier ja um buddhistische Meditation.
zum Begriff "buddhistische Meditation" möchte ich abseits von meiner persönlichen Erfahrung noch bemerken, dass natürlich auch Meditationsmethodiken, die in bestimmten Theravadatraditionen gelehrt werden, sich auch nicht notwendigerweise in den Sutten so wiederfinden wie sie gelehrt werden. Es handelt sich idr um weitergehende Interpretationen von Leuten, die ihre persönlichen Erfahrungen bzgl "wie und warum" dann anderen anbieten.
Grüße
TM
Erst 19 Votings - bekommen wir da noch mehr hin?
Oder sind hier vielleicht nur 19 Leute unterwegs im großen Buddhaland...
LG
Onda
ZitatAlles anzeigen»Es ist nicht anzuraten, gleich am Anfang in längeren Zeitspannen in Meditationshaltung zu sitzen und auf diese Weise Meditation auszuüben.
Vielmehr sollten da die Visualisationen in hinreichend kurzen Zeitabschnitten so ausgeführt werden:
Man konzentriert sich etwa eine Minute lang auf den visualisierten Gegenstand, entspannt sich dann, konzentriert sich wieder und entspannt sich erneut. Solche kurzen Zeitspannen von Bemühungen um Konzentration müssen mit dazwischen gelegten Pausen ausgeführt werden; es ist nicht angebracht, die Bemühungen der Meditation durchzuhalten, bis man völlig erschöpft ist. Denn wenn man sich zwingt, lange Zeit konzentriert dazu sitzen, wird man irgendwann an gar nichts mehr denken zu können; man wird dann zwar vielleicht noch aufrecht auf dem Kissen sitzen, aber ohne dabei aber noch brauchbare oder feste Visualisationen zu haben.
Und dies ist ohne jeglichen Wert.
So also wird konzentrative Meditation ausgeführt; so wird der Geist auf einen von ihm ausgewählten Gegenstand des Denksinns gerichtet und mit gesammeltem Geist gerichtet gehalten.
So wird daher die Sammlung des Geistes und mit ihr auch deren Gegenstand im Geist verinnerlicht.
Wer sich hierin ernsthaft bemüht, für den ist auch die Haltung des
Körpers bedeutsam.
Wer im Ausüben von Meditation schon größere Fortschritte erreicht hat, braucht hierbei keine bestimmte Stellung einzunehmen: Er kann dann beim Gehen und beim Stehen, beim Sitzen und beim Liegen meditieren, auch beim Essen und Trinken, und so bei jeder Tätigkeit, die er ausführt.
Für einen Anfänger hingegen, der punktförmige Konzentration ausüben will, ist es wichtig, auch auf die hierfür geeignete Körperhaltung zu achten.
Was ist die Haltung, die man dabei einnimmt?
Es ist dies die Haltung des Vairocana.
Und was ist Vairocana?
Buddha Vairocana ist der Körper im Zustand der Vollen Erleuchtung, der vollendete Zustand, den die Gruppe der Form beim Erreichen der Vollen Erleuchtung erlangt.
Denn in diesem Zustand sind alle fünf Gruppen frei von jeglichen Fehlern und werden somit zu den fünf Tathagatas,zu den fünf Dhyani-Buddhas; die Gruppe der Form wird hierbei mit “Vairocana” bezeichnet.
Als Zeichen für diesen Körper des Buddha, der beim Erlangen der Vollen Erleuchtung erreicht wird, und als ständige Erinnerung zum Einüben in diesen Zustand nimmt man daher bei der Meditation diese besondere Körperhaltung ein.
Worin besteht dann diese Haltung des Vairocana?
Sie besteht aus den folgenden sieben Punkten der Körperhaltung:
? Man sitzt aufrecht und mit geradem Rücken auf einem geeigneten Sitzkissen.
? Die Beine sind vollständig verschränkt oder, wenn dieses Schwierigkeiten bereitet, halb verschränkt.
? Der Kopf wird durch Zurücknehmen des Kinns leicht nach unten gesenkt.
? Bei halb gesenkten Augenlidern wird der Blick entlang der Nase auf den Boden gerichtet.
? Der Mund wird mit sanft geschlossenen Lippen in einer Stellung gehalten, die unverkrampft und angenehm ist.
? Die Zungenspitze wird am Gaumen, gleich hinter den oberen Schneidezähnen, leicht angelegt.
? Bei leicht geöffneten Ellenbogen liegen die nach oben gerichteten Handflächen vor dem Bauchnabel aufeinander, die rechte auf der linken, wobei sich beide Daumenspitzen berühren.Diese sieben Punkte kennzeichnen also die Körperhaltung, die man beim Durchführen von Arten der konzentrativen Meditation zweckmäßigerweise einnimmt; sie wird “Haltung des Vairocana” genannt.
Bei der Meditation eine solche Stellung einzunehmen, das hat besondere Auswirkungen, die von großem Wert sind.
Die Bedeutungen dieser Körperhaltung zeigen sich insbesondere auf sehr fortgeschrittenen Stufen des Meditierens; aber auch für den gegenwärtigen Stand des Anfängers ist sie wichtig.
Wichtig ist, dass man aufrecht sitzt.
Um den Rücken ohne Anstrengungen gerade zu halten, ist es nützlich und zweckmäßig, ein geeignetes Sitzkissen zu verwenden.
Dieses sollte zu diesem Zweck so beschaffen sein, dass es hinten etwas höher als vorne ist; und es
sollte nicht zu hoch sein.
Denn indem der Körper aufrecht gehalten wird, sind die feinstofflichen Energiekanäle im Körper gleichfalls aufrecht; das aber ermöglicht es, dass die feinstofflichen Energien in diesen Kanälen ungestört fließen können.
Da eine enge Verbindung zwischen diesen Kanälen und dem Geist besteht, hilft diese aufrechte Körperhaltung somit, den Geist in einen ruhigen und sanften Zustand zu versetzen.
Wenn der Oberkörper hingegen nach vorne geneigt ist, dann werden Kanäle gestreckt, in denen feinstoffliche Energien fließen, die in Verbindung mit Trübheit des Geistes und mit Schlaf stehen.
Wenn der Oberkörper aber nach oben gereckt wird, dann bewirkt dies, dass feinstoffliche Energien fließen, die in Verbindung mit Überheblichkeit und Stolz stehen, was dann solche Neigungen fördert.
Wenn der Oberkörper nach rechts geneigt ist, dann werden feinstoffliche Energien gestärkt, die in Verbindung mit Ärger und Hass und daher mit Abneigung stehen; und dann werden solche Zustände des Geistes leichter auftreten.
Wenn der Oberkörper jedoch nach links geneigt ist, dann werden feinstoffliche Energien gestärkt, die Verbindung mit Begierde und Verlangen und daher mit Anhaftung haben.
Deshalb ist es notwendig, dass der Oberkörper ganz gerade gehalten wird; denn das führt dazu, dass die den Körper mit dem Geist
verbindenden feinstofflichen Energien in einem ausgeglichenen Maß fließen.
Das Auftreten von Begierde oder von Ärger ist natürlich nicht ausschließlich von der Körperhaltung abhängig.
Vielmehr handelt es sich dabei um Zustände oder Neigungen des Geistes, die allerdings durch das Halten oder Neigen des Oberkörpers in einem gewissen Ausmaß beeinflusst werden; wer schon längere Zeit Meditationen durchführt, der wird solche Beeinflussungen des Geisteszustands
durch die Körperhaltung bereits bemerkt haben.
Das Ausführen von Verinnerlichung – von Meditation – ist eine außerordentlich genaues Arbeiten mit dem Geist.
Daher können dabei bereits kleine körperliche Veränderungen, wie etwa eine geringfügige Abweichung der Körperhaltung, zu feinen Veränderungen
im Geist führen.
Natürlich ist es ganz unmöglich, alle Verblendungen durch bestimmte Körperhaltungen zu unterbinden; solches gibt es nicht.
Aber das richtige Halten des Oberkörpers bewirkt mit und hilft etwas, den Geist ruhiger zu machen, in unzerstreut und gesammelt zu halten.
Die Beine werden, wenn einem dies möglich ist, vollständig verschränkt gehalten, und ansonsten halb verschränkt.
Wem auch dies zu mühsam ist, der muss dann wohl auf einem Hocker oder auf einem Stuhl mit fester, senkrechter Rückenlehne sitzen; aber auch das
kann in Ordnung gehen.
Denn wer diese Sitzhaltung mit verschränkten Beinen nicht gewohnt ist, aber sich jetzt auf einmal bemühen muss, die Beine in die richtige Stellung zu bringen, dem werden diese recht bald wehtun.
Wenn die Beine schmerzen, dann wird die gesamte Aufmerksamkeit auf diese Schmerzen gelenkt; und dann ist jedes Meditieren ein hoffnungsloses Unterfangen.
Deshalb ist zwar im Grundsatz jede Beinhaltung passend; aber es sollte doch wenigstens eine Stellung mit halb verschränkten Beinen angestrebt werden.
Das Verschränken der Beine hat für jemanden, der lange Meditationen ausführt, die Wirkung, dass der Körper in dieser festen Haltung bleibt, die nicht auseinander-fällt; man schließt den Körper sozusagen ab und kann ihn dadurch lange in dieser Stellung halten.
Wer beispielsweise lange Perioden der konzentrativen Meditation ausführt, der will ja dabei seine Aufmerksamkeit nicht immer wieder auf die Stellung des Körpers richten wollen und sollen; durch das Verschränken der Beine bringt er daher den Körper in einen festen, ruhigen und ausgewogenen Zustand.
Wenn man den Kopf senkrecht nach oben reckt, so fördert dies das Aufkommen von Stolz und Erregung.
Wenn der Kopf hingegen leicht nach vorne gesenkt ist, dann wird auf eine Drüse im vorderen oberen Teil des Halses, die eine Verbindung mit der Sphäre der Wärme oder Hitze des Körpers hat, ein leichter Druck ausgeübt.
Das leichte Drücken dieser Drüse bewirkt dabei, dass die Energien, die mit ihr in Verbindung stehen, in einem erzielenswerten Gleicgewicht bleiben.
Wer nur ganz kurze Meditationen ausführt, für den wird dies keine bemerkbare Auswirkung haben; wer aber sehr lange und anstrengende Meditationen ausführt, bei dem hat diese Kopfhaltung die Wirkung, dass der Blutdruck in einem ausgeglichenen Zustand bleibt und nicht, wie es ansonsten sein kann, ansteigt.
Wenn man die Augen weit aufreißt, lenken die vielen dann einströmenden Eindrücke des Sehsinns das Bewusstsein ab.
Außerdem
müssen dann, um ein Austrocknen der Augen zu verhindern, immer wieder die Augenlider für einen Moment geschlossen werden, was der Konzentration abträglich ist.
Wenn man die Augen überall hin richtet, dann lenkt das den Geist ab; das ist leicht zu verstehen. Wenn man umgekehrt die Augen schließt, wird das ganze Gesichtsfeld dunkel; das führt dazu, dass man dann recht bald einschläft.
Der Blick sollte entlang des Nasenrückens zum Boden gerichtet sein.
Doch sollte man dort nicht irgendetwas fixieren oder auch nur suchen, sondern den Blick dort festhalten und stabilisieren, um sein Umher-wandern und die damit verbundene Unruhe im Bewusstsein nicht aufkommen zu lassen.
Wird der Mund offen gehalten, so trocknet der Atemstrom die Mundschleimhäute aus.
Daher sollte er, um jede Verkrampfung der Backenmuskulatur zu vermeiden, mit sanft geschlossenen Lippen in einer Stellung gehalten werden, die bequem und auch angenehm ist.
Die Zunge sollte leicht oben an den vorderen den Gaumen angelegt werden; dadurch wird erreicht, dass das Innere von Mund und Hals in einem feuchten und angenehmen Zustand bleibt.
Legt man die Zunge nicht so an den Gaumen, so kann das bei jemandem, der über längere Zeitspannen meditiert, leicht zum Austrocknen von Mund und Hals führen; dies wird als unangenehm empfunden, was dann natürlich das Meditieren stört.
Legt man die Arme an den Oberkörper an, dann führt das dazu,
dass unter den Achseln Wärme oder gar Hitze entsteht, was wiederum bewirkt, dass der Geist trübe und schläfrig wird, da diese unerwünschten Faktoren des Geistes dadurch verstärkt werden.
Um dies zu vermeiden, werden die Oberarme etwas nach außen gehalten; dann kann frische Luft an den Außenseiten des Oberkörpers vorbei-streichen, was mit-hilft, dass man frisch und klar bleibt.
Die Arme und Ellenbogen legt man also nicht an den Oberkörper an, sondern h¨alt sie leicht und locker nach außen; zwischen den Armen und dem Oberkörper soll ja Luft durchstreichen können.
Man legt vor der Hüfte den rechten Handrücken in die linke Handfläche.
Die linke Hand symbolisiert die Weisheit; und die rechte Hand symbolisiert die Mittel. Dadurch wird ausgedrückt, dass die
Mittel zum Erreichen der Vollen Erleuchtung – das Erbarmen und die Güte, um die wichtigsten Mittel aufzuführen – auf der Weisheit beruhen und sie zur Grundlage haben.
Etwas oberhalb der Höhe des Bauchnabels berühren sich die beiden Daumenspitzen; sie symbolisieren so die Verbindung von Weisheit und Mittel.
Diese Haltung des Vairocana ist in einer entspannten Weise einzunehmen; wer hierfür Kraft aufbringen muss, erfährt dadurch auf die Dauer Unbehagen und verfehlt deshalb das gesetzte Ziel.
Die Körperhaltung soll somit frei von jeder Spannung sein.
Wer diese Meditationsstellung einnimmt, sollte sich dabei bewusst sein, dass Buddha Sakyamuni in dieser Körperhaltung meditierte, als er den Zustand der Vollen Erleuchtung für das Wohl der Wesen erreichte.
Und indem man sich an dieses erinnert, sollte man die Entschlossenheit entwickeln, dem Buddha darin zu folgen und es ihm gleichzutun, also gleichfalls mit ganzer Kraft das Ziel anzustreben, für das Wohl aller Wesen die Volle Erleuchtung zu erlangen.
Diese äußere und diese innere Haltung nimmt man beim Meditieren
ein; in dieser Haltung führt man die zuvor beschriebenen Gedanken und Meditationen aus, wie etwa das Visualisieren der Gestalt des Buddha.
Neben den direkten Wirkungen der Körperhaltung auf die Meditation haben diese Körperhaltungen noch viele weitere Bedeutungen, insbesondere viele symbolische Bedeutungen; aber diese können jetzt nicht alle erklärt werden.
Wenn man sich in dieser Körperhaltung hinsetzt, ist es nicht angebracht – und für den Anfänger auch gar nicht möglich –, sofort und unvermittelt mit der eigentlichen Meditation zu beginnen, beispielsweise mit dem Visualisieren der Gestalt des Buddha.
Vielmehr sollte man als erstes beobachten, in welchem Zustand der eigene Geist ist, in welchem Wirrwarr er sich befindet, welche Wirbel sich in ihm
drehen. Um alle diese Bewegungen zu beschwichtigen, wird empfohlen, vorab den eigenen Atem zu beobachten.
Die Acht vorbereitenden Punkte der Meditation bestehen somit aus
? den sieben Punkten der Körperhaltung des Vairocana und
? dem Beobachten des Atems als achtem Punkt.
Bei diesem Beobachten des Atems sind alle anderen Gedanken beiseite zu legen; die gesamte Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart ist auf den Atem, wie er durch die Nase ein- und ausstreicht, zu richten.
Man beobachtet somit, wie der Atem durch die Nase zunächst einstreicht und dann wieder aus ihr ausstreicht, und stellt dabei jedesmal fest: “Nun ist der Atem hineingekommen, nun ist er hinausgegangen”.
Sowie sich der Geist dadurch etwas beruhigt hat fügt man diesem Beobachten das Zählen dieser Paare von Atemströmen hinzu, indem man innerlich “eins”, “zwei” usw. spricht.
So beobachtet man den Atem, wie er kommt und geht, und zählt dieses Kommen und Gehen mit.
Man führt dies nicht endlos aus, sondern anfänglich vielleicht siebenmal oder zehnmal.
Und man zählt nicht laut mit, sondern tut dies in Gedanken.
Wichtig dabei ist auch, Geistesgegenwart zu behalten und sich daher insbesondere beim Zählen nicht zu irren, also weder Atemzüge auszulassen noch sie mehrfach zu zählen noch nicht mehr zu wissen, bei welcher Zahl man angelangt ist.
Ganz bedeutend für diese vorbereitende Übung ist es, fehlerfrei diese sieben oder zehn Atemzüge
sauber durchzuzählen.
Das Wesentliche bei dieser Übung des Geistes ist ja nicht der Atem oder seine Formung.
Der Atem ist lediglich ein körperliches Werkzeug, das man hierbei benützt, um den Geist zu sammeln.
Entscheidend ist daher, dass der Geist ganz auf dieses Ein- und Ausstreichen des Atems gerichtet ist.
Man gestaltet hier also nicht den Atem besonders lang oder aber besonders kurz, sondern atmet ganz normal und ungezwungen; hier zwar eine einwandfreie Formung des körperlichen Atmens zu erzielen, aber dabei den Geist nicht zu sammeln, sondern ihn überall umher-wandern und sich zerstreuen zu lassen, das hat für den vorgegebenen Zweck keinen Wert.
Diese Übung ist, wie gesagt, eine Vorbereitung für die eigentliche Meditation.
Ihr Ziel ist es, den Wirrwarr im eigenen Geist abzuschwächen und die vielen unkontrollierten und größtenteils auch unnützen Bewegungen im Geist zu beruhigen; Buddha hat die Anwendung dieser Methode empfohlen, da sie ein Verfahren – eine Vorgehensweise, eine Ausführungsart – ist, um die wilden und wirren Vorstellungen im Geist zu beschwichtigen. «
*********
Mit einem ganz besonderem freundlichem Dankeschön an Gonsar Tulku und seiner mir hier vorliegenden schriftlich Aufzeichnung.
Gonsar Tulku\\Tod und Wiedergeburt, Die Leerheit der Dinge, Analytische und Konzentrative Meditation
»Das Beste kann immer nur das beste sein wenn es dann auch passt. «
añjalī अञ्जलि
Dorje Sema
Kusala: Losang Lamo:Es ist der beste Sitz,
Wer sagt das liebe LL
Na, ich hab's im Yoga so gelernt. Außerdem sag ich es: die Zeitspanne, wo die Füße im Lotossitz noch nicht eingeschlafen sind, ist zur Meditation die Beste, find ich. Man sitzt wirklich gerade, frei im Bauch, nirgends mehr krumm, man ist voll geerdet... Es ist wirklich der Ferrari unter den Sitzarten. Allerdings nur so lange, bis einem nicht alles abgestorben ist.
Wenn man wenigstens behaupten könnte, so könne ja niemand lange sitzen. Aber das stimmt eben nicht. Ich kann so nicht lange sitzen, aber ich kenne jemanden, der sitzt so ein ganzes Wochenende. Und hat intakte Beine immernoch.
Außerdem sitzt der Buddha Shakiamuni auch immer so.
Losang Lamo: Kusala:Wer sagt das liebe LL
Außerdem sitzt der Buddha Shakiamuni auch immer so.
Ach, der is auch in deinem Meditationskkurs...? schönen Gruß
Also ich sitze sehr verschieden. Z.B. vor dem Computer mit hochgezogener Hose, auf dem Klo mit heruntergelassener Hose.