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Die Liebe einer Frau Teil 2

  • SeSi2704
  • 10. Mai 2011 um 10:33
  • Zum letzten Beitrag
  • Dorje Sema
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 06:50
    • #26

    Dann wird da folgendes stehen.

    Die Liebe einer Frau zum Manne
    Die Liebe eins Mannes zur Frau
    Die Liebe einer Frau zur Frau
    Die Liebe eines Mannes zum Mann

    [Kind Hund Katze Maus ... ]

    soviel allumfassende verwirklichte Liebe darf dann auch innerhalb der Wahrscheinlichkeitsrechnung x beliebig umgestellt werden,
    zum Ergebnis hat es dann,
    unvorstellbare allumfassende All Liebe.


    Zitat

    Yoni: lasst uns alle Threads zusammenlegen, einmal kräftig durchschütteln, ausschütten, und das Ergebnis betrachten! :idea:

    Sarva mangalam

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 09:11
    • #27

    Vielleicht eine mag jemand eine Geschichte lesen:

    Zitat

    Die Erzählung von dem (Liebes-)Pfeil (Kandina-Jātaka)

    „Ein Pfui gebührt dem Liebespfeil“

    §A. Dies erzählte der Meister, als er im Jetavana verweilte, mit Bezug auf die Verführung durch die ehemalige Frau [1].
    §D. Dies wird im achten Buche im Indriya-Jātaka [Jātaka 423] bekannt gemacht werden.

    Der Erhabene sprach aber folgendes zu dem Mönche: „Du, o Mönch, bist schon früher einmal durch dies Weib zur Vernichtung deines Lebens gekommen und wurdest auf glühenden Kohlen gebraten.“ Die Mönche baten nun den Erhabenen, ihnen dies mitzuteilen. Und der Erhabene offenbarte die infolge einer früheren Existenz verborgene Geschichte. —

    §D. Von jetzt an aber wollen wir die Bitte der Mönche und das infolge einer früheren Existenz Verborgensein weglassen und nur noch sagen: „Er erzählte die Geschichte aus der Vergangenheit [3].“ Unter diesen Worten ist die Bitte, das Gleichnis der Befreiung des Mondes von den Wolken [4] und das Offenbaren des durch eine frühere Existenz Verborgenen auf obige Art zusammengefasst. —

    §B. Ehedem herrschte im Reiche Magadha zu Rajagaha ein König von Magadha. Zur Zeit, wo das Korn auf den Feldern stand, waren die Gazellen in großer Gefahr durch die Bewohner von Magadha. Deshalb gingen sie im Walde auf den Berg hinauf. Nun war damals ein im Walde wohnender Bergantilopenbock mit einem jungen Antilopenweibchen [4a], das in der Nähe des Dorfes weilte, vertraut geworden. Er war von dem Berge der Gazellen herabgestiegen; und als dann die Zeit kam, da die anderen wieder in die Nähe des Dorfes sich begaben, ging er mit ihnen, da sein Herz an das Gazellenweibchen gefesselt war. Da sprach dieses zu ihm: „Du, Herr, bist eine dumme Bergantilope, die Nähe des Dorfes ist voll Angst und Gefahr; gehe nicht mit uns hinunter!“ Da aber sein Herz an sie gefesselt war, kehrte er nicht um und ging mit ihnen. Nun merkten die Bewohner von Magadha: „Jetzt ist die Zeit, da die Gazellen vom Berge herabkommen“; und sie stellten sich am Wege in versteckten Hütten auf. Auch an dem Wege, den die beiden daherkamen, stand ein Jäger in seinem Versteck. Das Gazellenweibchen witterte den menschlichen Geruch und dachte: „Ein Jäger wird dastehen“; deshalb ließ es den dummen Bock vorausgehen, es selbst folgte hinten nach. Der Jäger brachte mit einem einzigen Pfeilschuss den Bock zu Fall. Als das Gazellenweibchen merkte, dass er getroffen war, sprang es mit Windeseile davon und entkam. Nun kam der Jäger aus seinem Versteck hervor, zog der Gazelle die Haut ab, machte ein Feuer und briet auf den glühenden Kohlen das zarte Fleisch. Dann aß und trank er, nahm das Übriggebliebene, von dem noch die Blutstropfen herunterrieselten, auf seiner Tragstange mit, um seine Kinder damit zu erfreuen, und ging nach Hause.

    Damals hatte der Bodhisattva als eine Gottheit [5] in diesem Walde seine Wiedergeburt genommen. Als er die Sache wahrnahm, dachte er: „Der Tod dieser dummen Gazelle ist nicht durch ihre Mutter, noch durch ihren Vater erfolgt, sondern durch die Liebe. Auf dem Grund der Liebe beruht die Seligkeit für die Wesen; dabei gelangen sie dadurch zum Verlust der Glieder, ins Unglück und in das Leid, das die fünffachen Fesseln usw. verursacht [6]. Den andern Todesleid zu verursachen, ist in dieser Welt verabscheuenswert; welches Land das weibliche Geschlecht lenkt und belehrt, dies weibbeherrschte Land wird verachtet; welche Wesen sich in die Gewalt des weiblichen Geschlechts begeben, auch die werden verachtet.“ Indem er so in einer Strophe die drei Gegenstände der Verachtung zeigte, verkündete er, während die Waldgottheiten ihre Zustimmung äußerten und ihn mit Wohlgerüchen, Blumen u. dgl. verehrten, mit süßer Stimme den Wald erfüllend, mit folgender Strophe die Lehre:

    §1. „Ein Pfui gebührt dem Liebespfeil,
    der einen Mann so schwer verletzt;
    ein Pfui gebührt dem Lande auch,
    wo eine Frau die Herrschaft führt;
    den Wesen auch gebührt ein Pfui,
    die sich in Weibes Macht begeben.“

    Indem so der Bodhisattva mit einer Strophe die drei Gegenstände der Verachtung zeigte und den Wald mit seiner Stimme erfüllte, erklärte er mit Buddha-Anmut die Lehre.

    §A2. Als der Meister diese Lehrunterweisung beendigt hatte, erklärte er die vier Wahrheiten. Am Ende dieser Erklärung gelangte der unzufriedene Mönch zur Frucht der Bekehrung.

    §C. Nachdem nun der Meister die beiden Begebenheiten erzählt hatte, legte er ihre Beziehung zu einander klar und verband das Jātaka. —

    §D. Von nun an werden wir aber die Worte: „nachdem er die beiden Begebenheiten erzählt hatte“, weglassen und nur sagen: „er legte ihre Beziehung zu einander klar“; das Ausgelassene ist aber in der oben angegebenen Art zu ergänzen. —

    Dann sprach er: „Damals war die Bergantilope der unzufriedene Mönch, das Gazellenweibchen war seine frühere Frau; die Gottheit aber, die die in den Lüsten liegende Sünde zeigte und die Lehre verkündete, war ich.“

    Ende der Erzählung vom Liebespfeil.

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  • Yoni
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    13. August 2009
    • 12. Mai 2011 um 09:34
    • #28

    :| Ich schiebe die frauenfeindlichen Aussagen dieser Jataka auf die "Verwässerung" der Lehre durch mündliche Überlieferung inklusive dem Einfluss der getrübten Geister der Erzähler.
    Es liegt nicht am Weiblichen/weiblich sein selbst, dass die weibliche Gazelle so unheilsam handelte, sondern daran, dass sie im Samsara haftete! Hätte genau so gut auch umgekehrt sein können.
    Und abgesehen davon - jede_r trägt die Verantwortung für ihr_sein Nicht-/Handeln selbst - war es nicht vielleicht karmische Fügung dass der Bock dieses "Schicksal" erlitt?

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

    Einmal editiert, zuletzt von Yoni (12. Mai 2011 um 09:42)

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 09:35
    • #29
    Zitat

    Die Erzählung von dem Fisch (Maccha-Jātaka)

    „Nicht Frost, nicht Hitze“


    §A. Dies erzählte der Meister, als er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die Verlockung durch die frühere Frau [Vgl. das 13. Jātaka]. Darauf sprach der Meister zu dem Mönche: „Ist es wahr, Mönch, dass du unzufrieden bist?“ Er antwortete: „Es ist wahr, Erhabener.“ Buddha fragte weiter: „Wodurch bist du unzufrieden geworden?“ Er erwiderte: „Meine frühere Frau, Herr, ist lieblich anzurühren; ich kann sie nicht aufgeben.“ Da sprach der Meister: „Mönch, diese Frau ist dir schädlich; schon in früherer Zeit bist du durch sie dem Tode verfallen, durch mich aber vom Tode gerettet worden.“ Und darauf erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.


    §B. Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, war der Bodhisattva dessen Hauspriester. Damals nun warfen Fischer im Flusse ihr Netz aus. Da kam ein großer Fisch daher, der mit seinem Fischweibchen verliebt spielte. Das Fischweibchen, das vor ihm her schwamm, witterte den Geruch des Netzes und ging um das Netz herum. Der verliebte Fisch aber geriet in seiner Liebestollheit in das Netz. Als die Fischer merkten, dass er in das Netz hineingeraten war, zogen sie das Netz heraus, nahmen den Fisch und warfen ihn auf den Sand, ohne ihn zu töten. Und sie sagten: „Wir wollen ihn kochen und verzehren“, bereiteten glühende Kohlen und spitzten einen Stab zu. Jetzt dachte der Fisch: „Dies Brennen mit Kohlen oder dies Durchbohren mit dem spitzen Stabe oder auch ein anderes Leiden bedrückt mich nicht; dass aber mein Fischweibchen meint, ich sei zu einer anderen gegangen, und deshalb mir grollt, das quält mich.“ Und betrübt sprach er folgenden Vers:

    §1. „Nicht Frost, nicht Hitze ängstigt mich,
    nicht quält im Netze mich die Pein,
    nur dass mein Weibchen von mir denkt:
    Er liebt jetzt eine andere.“

    Zu der Zeit kam der Hauspriester, umgeben von einer Schar von Sklaven, nach dem Flussufer, um zu baden. Er verstand aber alle Tierstimmen. Als er nun den Kummer des Fisches vernahm, dachte er: „Dieser Fisch hat einen sündhaften Kummer; da sein Herz so krank ist, wird er, wenn er gegessen wird, in der Hölle wiedergeboren werden. Ich will sein Helfer werden.“ Und er ging zu den Fischern hin und sagte: „He, wollt ihr mir nicht für einen Tag einen Fisch zu einer Sauce geben?“ Die Fischer erwiderten: „Was sagt Ihr, Herr? Nehmt Euch den Fisch, der Euch gefällt.“ „Ich brauche keinen anderen Fisch, gebt mir diesen!“ „Nehmt ihn, Herr!“ Darauf nahm ihn der Bodhisattva mit beiden Händen, setzte sich am Ufer des Flusses nieder und sprach: „He, Fisch, wenn ich dich heute nicht gesehen hätte, wärst du dem Tode verfallen gewesen; bleibe von jetzt an frei von Befleckung.“ Nachdem er ihn so ermahnt hatte, ließ er ihn wieder in das Wasser und ging in die Stadt zurück.


    §A2. Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beendigt hatte, verkündigte er die vier Wahrheiten. Am Ende der Verkündigung der vier Wahrheiten gelangte der unzufriedene Mönch zur Frucht der Bekehrung.


    §C. Dann stellte der Meister die gegenseitigen Beziehungen klar und verband das Jātaka mit den Worten: „Damals war das Fischweibchen die frühere Frau, der Fisch war der unzufriedene Mönch, der Hauspriester aber war ich.“

    Ende der Erzählung von dem Fisch

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  • monikamarie
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:06
    • #30
    Yoni:

    :| Ich schiebe die frauenfeindlichen Aussagen dieser Jataka auf die "Verwässerung" der Lehre durch mündliche Überlieferung inklusive dem Einfluss der getrübten Geister der Erzähler.
    Es liegt nicht am Weiblichen/weiblich sein selbst, dass die weibliche Gazelle so unheilsam handelte, sondern daran, dass sie im Samsara haftete! Hätte genau so gut auch umgekehrt sein können.
    Und abgesehen davon - jede_r trägt die Verantwortung für ihr_sein Nicht-/Handeln selbst - war es nicht vielleicht karmische Fügung dass der Bock dieses "Schicksal" erlitt?

    Es ist eine dumme Geschichte, die mich an die Vertreibung aus dem Paradies erinnert, bei der auch das Weib als Schuldige gebrandmarkt wird und gerne für die lüsternen, unbefriedigten Patriarchen jeder Epoche für alles UnGlück verantwortlich gemacht wird.

    Ich sehe das so wie Du, Yoni, wenn schon die Folgen von Karma, dann doch wohl hier - und so "frisst" ein Mann einen Bock :badgrin: , nicht weil da ein Weibchen ist, sondern ein blinder Bock. Na und ? Samsara eben, was sonst!?

    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:14
    • #31

    Und ich kann nicht glauben, dass Buddha so einen Quatsch über Frauen erzählt hat. Auch nicht, wenn ich berücksichtige, dass die Zeiten frauenfeindlich waren, was sie ja in Indien immer noch sind.
    Wenn ja, war er nicht erleuchtet. Eher denke ich aber, das sind Dichtungen frustrierter Männer, die (noch) nicht fähig waren, vorurteilsfrei und ohne Anhaftung die Gleich-Wertigkeit männlicher und weiblicher Lebewesen anzuerkennen.

    Für einen Mann, der mit derartigen Drohungen und düsteren (Hölle, Fegefeuer ähnlich) Aussagen im Zaum gehalten werden muss, müssen diese Schriften ja wohl peinlich sein, zeigen sie doch die Schwäche.
    Wenn ich mir die Welt ansehe, sehe ich Zerstörung, Gier, Hass, Verblendung, die überwiegend von denen ausgeht, die männlichen Geschlechts sind.

    Da sach ich nur "Huch" :grinsen:
    MM

  • accinca
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    • 12. Mai 2011 um 11:24
    • #32
    monikamarie:

    Wenn ich mir die Welt ansehe, sehe ich Zerstörung, Gier, Hass, Verblendung, die überwiegend von denen ausgeht, die männlichen Geschlechts sind.


    Ist das nicht "männerfeindlich?" oder sind Gier, Haß und Verblendung die Ursachen?
    Wird in dem Gleichnis nicht der männliche Fisch als der "Idiot" bezeichnet der
    sich seiner Gier hingibt? Ist das nicht männerfeindlich?

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:28
    • #33

    Liebe Dhammamma Monikamarie,

    Was Männer bloß dazu motiviert... *schmunzel*

    "Karli, der Garten von unseren Nachbarn sieht wirklich schön aus, wenn ich mir da unseren ansehe... Magst du da nicht etwas ändern, übrigens würde ich eine neue Bügelmaschine brauchen, das nimmt mir so viel von meiner Zeit weg."
    *schmunzel*

    Du hast vollkommen recht, diese Männer sind so etwas von schwach, die brauchen solche Ansagen, dass sie es kapieren. *lol*

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:34
    • #34

    Dennoch gibt ja auch Frauen, die gutes aus den Geschichten ziehen:

    Zitat

    Die Erzählung von den schwer zu Erkennenden (Durajana-Jātaka)

    „Begehrt sie dich, so freu dich nicht“

    §A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen Laienbruder. Es war nämlich ein zu Savatthi wohnender Laienbruder in den drei Kleinodien und in den fünf Geboten fest gegründet, ein Liebhaber des Buddha, der Lehre und der Gemeinde. Dessen Gattin aber war lasterhaft und böse. An welchem Tage sie Unzucht verübte, an dem war sie wie eine um hundert gekaufte Sklavin [1]; an dem Tage aber, da sie keine Unzucht verübte, war sie eine Herrin, eine harte und grausame. Jener konnte ihre Beschaffenheit nicht verstehen. Und dann ging er, von ihr gehemmt, nicht hin, um Buddha seine Aufwartung zu machen.

    Eines Tages aber nahm er wohlriechende Substanzen und Blumen, ging zum Meister hin und begrüßte ihn. Als er nun dasaß, sprach der Meister zu ihm; „Warum, o Laienbruder, kommst du sieben oder acht Tage lang nicht zur Buddha-Aufwartung?“ Er antwortete: „Herr, meine Hausfrau ist an einem Tage wie eine um hundert gekaufte Sklavin, an einem andern aber wie eine Herrin hart und grausam. Ich kann ihre Beschaffenheit nicht verstehen; deshalb kam ich, von ihr gehemmt, nicht zur Buddha-Aufwartung.“ Als der Meister dessen Wort vernommen, sprach er: „O Laienbruder, dass die Beschaffenheit des Weibes schwer zu erkennen ist, das sagten dir schon in früherer Zeit Weise.“ Dann aber fuhr er fort: „Weil dir das Zusammenfassen deiner früheren Existenzen versagt ist, kannst du dies nicht verstehen“; und von jenem gebeten, erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

    §B. Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, war der Bodhisattva ein weit und breit bekannter Lehrer und unterwies fünfhundert junge Brahmanen in den Künsten. Da kam auch ein in einem fremden Lande wohnender junger Brahmane und erlernte bei ihm die Künste. Dabei fesselte er sein Herz an ein Weib und machte sie zu seiner Gattin. Während er aber in der Stadt Benares verweilte, kam er zwei- oder dreimal nicht zur Aufwartung seines Lehrers. Seine Frau aber war lasterhaft und böse; an dem Tage, da sie Unzucht verübte, war sie wie eine Sklavin; wenn sie aber keine Unzucht verübte, war sie wie eine Herrin hart und grausam. Da er ihr Wesen nicht verstehen konnte, ging er, von ihr gehemmt und aufgeregten Sinnes, nicht zur Aufwartung seines Lehrers.

    Als er nun nach Verlauf von sieben oder acht Tagen kam, fragte ihn sein Lehrer: „Warum lässt du dich nicht sehen?“ Er erwiderte: „Meine Gattin, o Lehrer, wünscht und bittet an einem Tage und ist demütigen Sinnes wie eine Sklavin; am andern Tage aber ist sie wie eine Herrin verstockt, hart und grausam. Ich kann ihr Wesen nicht verstehen; und von ihr gehemmt und aufgeregten Sinnes bin ich nicht zu Eurer Aufwartung gekommen.“ Darauf versetzte der Lehrer: „So ist dies, junger Brahmane: an dem Tage, da sie schlechten Wandel führen, sind die Weiber ihrem Herrn folgsam und demütigen Sinnes wie eine Sklavin; an dem Tage aber, da sie keinen schlechten Wandel führen, sind sie verstockten Sinnes und beachten ihren Herrn nicht. So schlechten Wandels, so lasterhaft sind diese Weiber; ihr Wesen ist allerdings schwer zu erkennen. Ob sie verlangen oder nicht verlangen, man muss gleichmütig bleiben.“ Und nach diesen Worten sprach er, um jenen zu ermahnen, folgende Strophe:

    §1. „Begehrt sie dich, so freu dich nicht;
    begehrt sie nicht, betrüb dich nicht.
    Schwer zu verstehen die Weiber sind,
    gleich wie im See des Fisches Spur.“

    So gab der Bodhisattva seinem Schüler eine Ermahnung.

    Von da an war dieser ihr gegenüber gleichmütig. Seine Gattin aber dachte: „Der Lehrer weiß von meinem lasterhaften Wesen“, und vollführte von da an keinen üblen Wandel mehr.

    §A2. Auch das Weib jenes Laienbruders dachte: „Der völlig Erleuchtete kennt meinen schlechten Wandel“, und tat von da an nichts Böses mehr.

    Nachdem aber der Meister diese Lehrunterweisung beendigt hatte, erklärte er die Wahrheiten. Am Ende der Erklärung der Wahrheiten gelangte der Laienbruder zur Frucht der Bekehrung.


    §C. Darauf stellte der Meister die gegenseitigen Beziehungen klar und verband das Jātaka mit den Worten: „Damals war das Ehepaar dasselbe wie jetzt; der Lehrer aber war ich.“

    Ende der Erzählung von den schwer zu Erkennenden

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  • monikamarie
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:47
    • #35
    accinca:
    monikamarie:

    Wenn ich mir die Welt ansehe, sehe ich Zerstörung, Gier, Hass, Verblendung, die überwiegend von denen ausgeht, die männlichen Geschlechts sind.


    Ist das nicht "männerfeindlich?" oder sind Gier, Haß und Verblendung die Ursachen?
    Wird in dem Gleichnis nicht der männliche Fisch als der "Idiot" bezeichnet der
    sich seiner Gier hingibt? Ist das nicht männerfeindlich?

    Ja, accinca, das ist männerfeindlich! Ich möchte keinem Mann und im besonderen auch Dir nicht zu nahe treten, dennoch sprechen die Tatsachen und Ergebnisse für sich. ;)

    _()_ Monika

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (12. Mai 2011 um 11:53)

  • monikamarie
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:50
    • #36
    Hanzze:

    Liebe Dhammamma Monikamarie,

    Was Männer bloß dazu motiviert... *schmunzel*

    "Karli, der Garten von unseren Nachbarn sieht wirklich schön aus, wenn ich mir da unseren ansehe... Magst du da nicht etwas ändern, übrigens würde ich eine neue Bügelmaschine brauchen, das nimmt mir so viel von meiner Zeit weg."
    *schmunzel*

    Du hast vollkommen recht, diese Männer sind so etwas von schwach, die brauchen solche Ansagen, dass sie es kapieren. *lol*

    Wo leben wir denn, dass eine Frau um eine Bügelmaschine bitten muss - 50iger Jahre-Modelle? In welchem Zeitalter und in welcher Gegend bist Du zuhause?

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:52
    • #37

    *hahaha* ...und sobald man dann wieder einen Weg gefunden hat, sich nicht angegriffen zu fühlen, indem man den Spieß umdreht, geht es einem wieder gut. Und dann müssen wir aber auch gleich wieder den anderen trösten... *schreichel* *schmunzel*

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 11:55
    • #38
    monikamarie:
    Hanzze:

    Liebe Dhammamma Monikamarie,

    Was Männer bloß dazu motiviert... *schmunzel*

    "Karli, der Garten von unseren Nachbarn sieht wirklich schön aus, wenn ich mir da unseren ansehe... Magst du da nicht etwas ändern, übrigens würde ich eine neue Bügelmaschine brauchen, das nimmt mir so viel von meiner Zeit weg."
    *schmunzel*

    Du hast vollkommen recht, diese Männer sind so etwas von schwach, die brauchen solche Ansagen, dass sie es kapieren. *lol*

    Wo leben wir denn, dass eine Frau um eine Bügelmaschine bitten muss - 50iger Jahre-Modelle? In welchem Zeitalter und in welcher Gegend bist Du zuhause?


    In einer selbstverständlichen Zeit vielleicht *schmunzel*

    Was denkst du, wer hat in der weltlichen Welt die eigentliche Macht?

  • accinca
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    • 12. Mai 2011 um 12:09
    • #39
    monikamarie:
    accinca:


    Ist das nicht "männerfeindlich?" oder sind Gier, Haß und Verblendung die Ursachen?
    Wird in dem Gleichnis nicht der männliche Fisch als der "Idiot" bezeichnet der
    sich seiner Gier hingibt? Ist das nicht männerfeindlich?

    Ja, accinca, das ist männerfeindlich! Ich möchte keinem Mann und im besonderen auch Dir nicht zu nahe treten, dennoch sprechen die Tatsachen und Ergebnisse für sich. ;)


    Und ist es nicht erstaunlich, das z.B. ein Mann wie der Angilumalo der 1000 Leute
    umgebracht haben soll ein vollständig Heiliger geworden ist, während es doch
    genug Frauen gegeben hat, die nicht einen einzigen Menschen ermordet hatten
    und doch dem Abweg verfallen sind oder zumindest nicht heilig wurden?
    Aber sicherlich kann man sich viele Gedanken machen wenn man viel Zeit hat.
    Die Frage ist nur, was bringen solche Gedanken.

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 12:14
    • #40

    Na mit dem Vergleichsständchen hast du deine letzten Sätze voll abgeschossen. *haha*

    Danke!

  • Dorje Sema
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 13:57
    • #41

    añjalī
    &
    Sarva mangalam

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 13:59
    • #42

    Ich seh nur einen Frosch in einem Eiswürfel *schmunzel*

  • Dorje Sema
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 14:15
    • #43
    Zitat

    Hanzze: Was denkst du, wer hat in der weltlichen Welt die eigentliche Macht?

    Lucifer ?

    Sarva mangalam

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 14:25
    • #44

    Naja, so nennt man das Mächtige im Weltlichem in der christlichen Kirche *schmunzel*

  • Kusala
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 15:00
    • #45
    Hanzze:

    Was denkst du, wer hat in der weltlichen Welt die eigentliche Macht?

    Nicht Māra, sondern Mārĩ natürlich :lol:

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 15:08
    • #46

    *hahaha*

    Und wer ist diese Mara oder Mari? Ein Person? Ein Lebewesen?

  • Kusala
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 15:15
    • #47

    Das war ein Scherz Hanzzeke

    Gier, Hass und Verblendung. Alles was so im Samsara rumdümpelt :)

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 15:21
    • #48

    Und ich dachte schon, wir haben endlich den Schuldigen erwischt... Wieder nix mit einem Feind, da kann das Samsara schon richtig langweilig werden. *schmunzel*

  • sumedhâ
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 15:39
    • #49
    Hanzze:


    Was denkst du, wer hat in der weltlichen Welt die eigentliche Macht?


    die ignoranz in ihren überaus vielfältigen aspecten.....
    dem ist sehr schwer zu entkommen...stehen bleiben und genau hinschauen... könnte helfen :)

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Mai 2011 um 15:58
    • #50

    Na ich weis nicht... das läuft auch oft falsch.

    *schmunzel*

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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