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Die Dauer der Guten Lehre

  • lagerregaL
  • 1. April 2011 um 13:15
  • Zum letzten Beitrag
  • Kusala
    Gast
    • 3. April 2011 um 09:41
    • #26
    Zitat

    vor dem Meister, der Lehre, der Mönchsgemeinde,

    Buddha, Dhamma, Sangha

    Zitat

    der geistigen Schulung, der Strebsamkeit und der freundlichen Hilfsbereitschaft

    Laien wie Ordinierte betreffend

    Zitat

    A.V.151-153 Der Pfad der Gewißheit I-III - 1-3. Paṭhama-, Dutiya-, Tatiya-sammattaniyāma Sutta

    Bei wem, ihr Mönche, fünf Dinge anzutreffen sind, der ist, selbst wenn er die Gute Lehre zu hören bekommt, außerstande, den Pfad der Gewißheit zu betreten und Vollkommenheit im Guten zu erreichen. (Vergl. A.III.22) Welches sind diese fünf Dinge?

    Er unterschätzt den Vortrag,
    unterschätzt den Vortragenden,
    unterschätzt sich selber,
    hört mit zerstreutem, ungesammeltem Geiste zu und
    gibt sich unweisen Erwägungen hin.

    Er unterschätzt den Vortrag,
    unterschätzt den Vortragenden,
    unterschätzt sich selber;
    er ist unverständig, dumm und stumpfsinnig; und
    Unverstandenes glaubt er zu verstehen.

    Nörgelnd,
    mit Nörgelsucht hört er sich die Lehre an;
    voller Vorurteile und nach Fehlern suchend hört er sich die Lehre an;
    gegen den Vortragenden ist er im Herzen eingenommen und erbittert;
    er ist unverständig, dumm und stumpfsinnig.

    (Nach jedem der obigen Abschnitte folgt im Original die Umkehrung, mit folgender Einleitung:)

    Bei wem, ihr Mönche, fünf Dinge anzutreffen sind, der ist, wenn er die Gute Lehre zu hören bekommt, imstande, den Pfad der Gewißheit zu betreten und Vollkommenheit zu erreichen im Guten.

    A.V.154 Bestand und Schwinden der Guten Lehre I - 4. Paṭhama-saddhammasammosa Sutta

    Fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Schwinden und Untergang der Guten Lehre. Welche fünf?

    Da hören die Mönche nicht voll Eifer die Lehre;
    lernen nicht voll Eifer die Lehre;
    merken sich nicht voll Eifer die Lehre;
    untersuchen nicht voll Eifer den Sinn der gelernten Lehre;
    und selbst wenn sie die Lehre und ihre Bedeutung kennen, leben sie nicht voll Eifer im Sinne der Lehre.

    Diese fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Schwinden und Untergang der Guten Lehre.

    Fünf Umstände aber, ihr Mönche, führen zum Fortbestand der Guten Lehre, zu ihrer Erhaltung und Ausbreitung. Welche fünf?

    Da hören die Mönche voll Eifer die Lehre;
    lernen voll Eifer die Lehre;
    merken sich voll Eifer die Lehre;
    untersuchen voll Eifer den Sinn der gelernten Lehre;
    und die Lehre und ihre Bedeutung kennend, leben sie voll Eifer im Sinne der Lehre.

    Diese fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Fortbestand der Guten Lehre, zu ihrer Erhaltung und Ausbreitung.

    A.V.155 Bestand und Schwinden der Guten Lehre II - 5. Dutiya-saddhammasammosa Sutta

    Fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Schwinden und Untergang der Guten Lehre. Welche fünf?

    Da lernen die Mönche nicht die Lehre, nämlich Lehrtexte, vermischte Prosa, Exegese, Verse, Hymnen, Aussprüche, Geburtsgeschichten, wunderbare Dinge und Erläuterungen. Das ist der erste Umstand.
    Da unterweisen nicht die Mönche andere ausführlich in der Lehre, wie sie von ihnen vernommen und gelernt wurde. Das ist der zweite Umstand.
    Sie lassen nicht andere die Lehre ausführlich hersagen. Das ist der dritte Umstand.
    Selber sagen sie die Lehre nicht ausführlich her. Das ist der vierte Umstand.
    Sie denken nicht über die Lehre nach, sinnen nicht über sie und erwägen sie nicht im Geiste. Das ist der fünfte Umstand.

    Diese fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Schwinden und Untergang der Guten Lehre.

    Fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Fortbestand der Guten Lehre, zu ihrer Erhaltung und Ausbreitung. Welche fünf?

    Alles anzeigen
    Zitat

    A.I.19. Laster und Tugenden IV (X,17-32)

    Kein anderes Ding kenne ich, ihr Mönche, das in dem Maße zum Schwinden und Untergang der Guten Lehre führt, wie

    die Nachlässigkeit -
    die Trägheit -
    die Ungenügsamkeit -
    die Unzufriedenheit -
    das unweise Nachdenken -
    die geistige Unklarheit -
    der schlechte Umgang -
    die Ausübung unheilsamer Dinge und
    die Nichtausübung heilsamer.

    Kein anderes Ding kenne ich, ihr Mönche, das in dem Maße zum Fortbestand der Guten Lehre führt und nicht zu ihrem Schwinden und Untergang, wie

    die Strebsamkeit -
    der Einsatz der Willenskraft -
    die Genügsamkeit -
    die Zufriedenheit -
    das weise Nachdenken -
    die Wissensklarheit -
    der edle Umgang -
    die Ausübung heilsamer Dinge und
    die Nichtausübung unheilsamer.

    Alles anzeigen
  • mirco
    Gast
    • 3. April 2011 um 09:52
    • #27
    Onda:

    Das würde bedeuten, dass der Buddha-Dharma außerhalb einer monastischen community letztlich langfristig nicht überlebensfähig ist. Der Mönchsstand wäre also der Hauptträger und Wahrer der Lehre. Wie wichtig ist der Fortbestand der monastischen Kultur für den Fortbestand des Buddhismus?

    Hallo Onda,


    die Ordinierten-Sangha ist Teil der Lehre.

    Ohne Ordiniert wäre die Lehre bereits unvollständig,
    hätte 'nicht überlebt', wäre kein Buddhismus mehr.


    Alles Gute, Mirco :)

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (9. April 2011 um 22:32)

  • Kusala
    Gast
    • 3. April 2011 um 10:02
    • #28

    Aus der Bhikkhu-Pātimokkha:

    Sich deshalb gemäß den Büchern der Verhaltensethik zu üben, und die der Verhaltensethik entsprechende Sittlichkeit durch Selbstbeherrschung gemäß dem Hauptregelwerk zu erfüllen, hat ausschließlich die eigene Befreiung vom Leiden der beständigen Daseinswanderung (Saṃsāra-dukkha), des immer wieder Geborenwerdens, Alterns, Erkrankens und Sterbens. Denn der Erhabene lehrte: "Durch das Nichtverstehen, Nichtdurchdringen der edlen Sittlichkeit ... Geistessammlung ... Weisheit ... und Befreiung, haben sowohl ich als auch ihr lange Zeit Geburten durchwandert und durcheilt ....." [D. II, 122] Durch das Lernen, Verstehen, Ausüben und Durchdringen der edlen Sittlichkeit und Verhaltensethik erfolgt jedoch die eigene Befreiung und auch die lange Dauerhaftigkeit der Botschaft (Sāsana; ganze Lehre). Deswegen wurde gesagt: "Solange die Vinaya-Bücher nicht zerstört sind, dauert die Botschaft weiter an, selbst wenn die Sutta- und Abhidhamma-Bücher in Vergessenheit geraten." [MV. 98]

    "Die wahre Lehre (saddhamma) wird also fortgeführt wenn die Verhaltensethik andauert, d.i. die Codi, Analysen und die Khandhakas (= MV. & CV.)." [PV. 87] Denn "die Verhaltensethik betrifft das Lebensalter der Botschaft der Buddhas. Wenn die Verhaltensethik dauert, dann dauert auch die Botschaft."5 Und nachdem der Erhabene in das vollständige (Pari-)Nibbāna eingegangen ist, bleiben eben die Lehre und die Verhaltensethik der Meister, so wie der Erhabene es bestimmte.6 Deshalb, und nicht aus materieller und ähnlicher Absicht, sondern um allem Leiden zu entkommen und auf dem Weg zur Verwirklichung des Nibbāna (Begehrenslosigkeit) voran zu kommen, übertreten die Schüler (Sāvakā) des Erhabenen auch nicht um des Lebens willen die Schulungsregeln, die der Erhabene für seine Schüler erlassen hat; so wie auch der Ozean stabil ist und seine Ufer nicht übertritt. [CV. 238] Daraus folgt eigentlich, dass diejenigen, die sie bewusst übertreten, eben nicht mehr seine Schüler sind.

  • mirco
    Gast
    • 3. April 2011 um 22:42
    • #29

    Sag ich ja. :)

  • bel
    Gast
    • 8. April 2011 um 13:59
    • #30
    KRY:
    Zitat

    Mönchsgemeinde


    Im Original steht Sangha. Die Übersetzung mit Mönchsgemeinde ist tendenziös Monastisch. Wenn Du genauer hinschaust sind mit Sangha vom Buddha - vor allen im Zitat des Originalposts - immer die Vierfache Gemeindschaft der Nonnen + Mönche + Haushälterinnen + Haushälter gemeint.

    Es ist sogar noch was ganz anderes gemeint: Sangha steht nämlich hier für die Gemeinschaft der "ariya puggala", aus den Stromeingetretenen (sotāpanna), den Einmalwiederkehrenden (sakadāgāmi), den Nichtwiederkehrer (anāgami), den Arahat.
    Also letztendlich aus den Erwachten (Mehrzahl).
    Ohne Erwachte keine Lehre.

    _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (8. April 2011 um 14:32)

  • Hanzze
    Gast
    • 8. April 2011 um 14:05
    • #31

    Uhhh... sieht schlecht aus. Vielleicht sollten wir in der Zwischenzeit Sutras studieren. *schmunzel* Da mit wir uns auskennen wenn wieder erscheint. Man mag sich ja nicht täuschen und an Ende vielleicht irgendwem als Erwachten sehen. Wo das Dharma sich wohl versteckt, und keiner es weckt.
    Gehören die Bodhisattvas (Vielmalwiederkehrenden) und Einzelerleuchteten nicht dazu? Und was ist mit den nicht"mönchlichen" Asketen und Brahmanen?

    Zitat

    „Dhamma ist einfach wie dies; erklären in Parabeln, da das Dhamma nichts an sich hat. Es ist werde rund und hat auch keine Ecken. Es gibt keinen Weg mit ihm bekannt zu werden, außer mit Vergleichen wie diesen. Wenn du das hier verstehst, verstehst du das Dhamma.“

    „Denke nicht, daß Dhamma ist weit weg von dir. Es ist in dir drinnen; es handelt von dir. Sieh nur. Eine Minute fröhlich, die nächste Minute traurig, zufrieden, verärgert über diese Person, dann die Person hassend: Das alles ist Dhamma...“

    108 Dhamma Parabeln

    oder einfach nach Grundwasser graben den dein Herz ist dein Lehrer .

  • mirco
    Gast
    • 9. April 2011 um 22:48
    • #32
    bel:
    KRY:

    Im Original steht Sangha. Die Übersetzung mit Mönchsgemeinde ist tendenziös Monastisch. Wenn Du genauer hinschaust sind mit Sangha vom Buddha - vor allen im Zitat des Originalposts - immer die Vierfache Gemeindschaft der Nonnen + Mönche + Haushälterinnen + Haushälter gemeint.

    Es ist sogar noch was ganz anderes gemeint: Sangha steht nämlich hier für die Gemeinschaft der "ariya puggala"


    Hallo,

    na, das ist ja 'ne schwere Geburt.

    Im Pāḷi steht "bhikkhū bhikkhūniyo upāsakā upāsikāyo ". Siehe PTS Page 084.
    Also Ordinierte sowie Laien, die sich an die fünf Silas halten und nicht nur die 'ariya puggala'.

    Alles Gute :) _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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