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Diagnostizierte depressive Episode u. Zen-Praxis

  • woodpecker
  • 5. Mai 2010 um 13:04
  • Zum letzten Beitrag
  • woodpecker
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    • 5. Mai 2010 um 13:04
    • #1

    Frage: Ist es sinnvoll während einer depressiven Episode mit Zazen fortzufahren? Ich habe da echt Probleme mit dem Sitzen mich zu konzentrieren und Angst davor abzudriften. Depressive Episoden hatte ich übriges auch schon bevor ich mit Zen anfing, es liegt also ncuht daran. Die Frage ist nur ob ich trotzdem weiter machen sollte. Außerdem würde ich gern wissen inwieweit positive Affirmationen a la Louise Hay helfen können aus eienr solchen Episode herauszu kommne. Es stellt sich auch die Frage ob man unter dem Einfluss von Antidepressive überhaupt Zazen machen sollte.

    Gruß Woodi

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 5. Mai 2010 um 16:54
    • #2

    Moin Woodpecker,

    Zitat

    Ist es sinnvoll während einer depressiven Episode mit Zazen fortzufahren?


    Wenn ich sage, es ist nicht sinnvoll und jemand Anderes sagt, es ist gerade jetzt sinnvoll, machst du dann weiter oder hörst du auf?
    Wenn du in Behandlung bist, solltest du diese Frage meiner Meinung nach mit deinem Arzt oder Therapeuten klären!!


    Zitat

    Außerdem würde ich gern wissen inwieweit positive Affirmationen a la Louise Hay helfen können aus eienr solchen Episode herauszu kommne.


    Wenn es mir hilft, muss es dir noch lange nicht helfen.

    Zitat

    Es stellt sich auch die Frage ob man unter dem Einfluss von Antidepressive überhaupt Zazen machen sollte.


    Wenn sich dir diese Frage stellt, was glaubst du wohl, wer sie dir am besten beantworten kann?? ;)


    Glaubst du allen Ernstes, dass Jemand der dich überhaupt nicht kennt, dir über das WWW solche Fragen beantworten kann?
    Was heißt für dich denn ZaZen praktizieren? Bist du in einer Gemeinschaft, mit oder ohne Lehrer? Übst du allein?

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • woodpecker
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    • 5. Mai 2010 um 19:28
    • #3

    Hallo Ji'un Ken,

    erst mal Danke für Deine Antwort. Ich habe das nicht sehr ausführlich beschrieben, war so eine spontan aktion von mir und natürlich ist mir klar, dass man das nicht so oberflächlich beantworten kann. Also ich übe seit einigen Jahren Zazen. Früher täglich und auch mit Gruppe wöchentlich regelmäßig und habe auch schon mal ein fünf-tägiges-Vipassana retreat durchgestanden. Seit etwa über einem Jahr sitze ich eher sporatisch, je nach psychischer Verfassung. Mir ist das Sitzen echt wichtig, und ich hoffe, dass es mir bald wieder gut genug geht um ein Sesshin mitzumachen, mir fehlt das nämlich total.

    Ji'un Ken:

    Wenn du in Behandlung bist, solltest du diese Frage meiner Meinung nach mit deinem Arzt oder Therapeuten klären

    Jau, genau auf das Problem stoße ich leider immer wieder. Entweder treffe ich einen Meditaionslehrer der sagt: "Mit Depressiven Erkrankungen kenne ich mich nicht aus, da musst Du den Arzt fragen". Oder ich bin dann beim Arzt und der erzählt mir, dass er von Zazen keine Ahnung hat und ich solle deswegen lieber den Meditaionslehrer fragen, lustig, nicht wahr.

    Meine Therapeutin, bei der ich seit einem Jahr in Behandlung bin, ermutigt mich dazu wieder mehr zu meditieren obwohl sie weiß, dass ich vor einigen Jahren ziemlich heftige Panikattacken nach einem Vipassana-Retreat hatte. Sie meinte das Vipassan wäre ja nicht daran schuld gewesen. Ich solle es doch wieder probieren.

    Ji'un Ken:

    Moin Woodpecker,

    Zitat

    Ist es sinnvoll während einer depressiven Episode mit Zazen fortzufahren?


    Wenn ich sage, es ist nicht sinnvoll und jemand Anderes sagt, es ist gerade jetzt sinnvoll, machst du dann weiter oder hörst du auf?
    Wenn du in Behandlung bist, solltest du diese Frage meiner Meinung nach mit deinem Arzt oder Therapeuten klären!!


    Ji'un Ken:

    Wenn es mir hilft, muss es dir noch lange nicht helfen.

    Hilft es Dir denn? ;)

    Die Frage mit dem Antidepressivum ist eher hypotetisch, obwohl meien Ärztin mich dazu ermutigt es mal zu probieren. Ich frage einfach nur mal. Könnte ja sein, dass jemand hier Erfahrungen damit hat. Meine Ärztin meint ich könne damit ruhig meditieren, ich würde es ja merken wenn es mir nicht gut tut.

    Gruß Puri

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 5. Mai 2010 um 22:58
    • #4

    Ich kenne mich mit Zazen überhaupt nicht aus, sondern praktiziere tibetischen Buddhismus.
    Trotzdem würd ich an dieser Stelle gern kurz erzählen, was mir letztens passiert ist. Vielleicht einfach nur als Erfahrungsaustausch.

    Eine echte Depression hatte ich noch nie, wohl aber kenne ich depressive Phasen, die auch schonmal über ein paar Jahre gehen konnten.
    Seit ich nun meine Visualisationen und Praktiken übe, ging es mir bisher sehr gut. Ich hatte immer das Gefühl, einem Pfad zu folgen, wo die Füße fest auf dem Boden bleiben, während das Herz auch mal in luftige, glückliche Höhen schwebt.

    Nun war letztens wohl die Zeit reif, dass ich auch mal ins Eingemachte hineingucken konnte/musste. Es fing damit an, dass mir so still zumute wurde. Dann brach sich allmählich alle je empfundene Traurigkeit und aller Schmerz Bahn in mein Bewusstsein. Es kam alles wie in einer Suppe zusammen hoch - mein Mut und meine Zuversicht... nur noch ein riesiges, klaffendes, schwarzes Loch. :?
    Das tat ganz schön weh.
    Als ich darüber nachdachte, fielen mir zwei Dinge auf: erstmal war alles, was ich in dem Moment dachte, irrationaler Quatsch. Nichtsdestotrotz empfand ich so zutiefst - aber es hatte keine Begründung, sondern war einfach wie eine Woge von Müll, der jetzt mal raus musste.
    Und zweitens war alles, was da so hochkam, mit verschiedensten alten Geschichten verbunden, die ich im Laufe der Zeit wohl mal hatte einstecken müssen aber mit denen ich nicht abgeschlossen hatte. Nun konnte ich durch Meditation mit diesen Dingen eine Art Frieden schließen und auch zu einer Art Abschluss kommen. Nicht intellektuell mit jedem Detail jeder Geschichte, aber en gros gefühlsmäßig. Naja, das ist schwer in Worte zu fassen.

    Jedenfalls, was raus musste, musste raus - ich fand's aber hart, dass das so als Tsunami alles auf einmal hochkam. Andererseits bin ich z.Z. so stabil und im Lot, dass es nun ein guter Moment dafür war, diese alten Stresse ruhig und distanziert abzuwettern.

    Ich will damit sagen: bei psychischen Schwierigkeiten sollte man versuchen erstmal stabil zu werden. Alles, was einem dabei hilft und die innere Ruhe und Stärke fördert, kann man annehmen. Was einen verwirrt, sollte man erstmal lassen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Ji'un Ken
    Gast
    • 6. Mai 2010 um 00:11
    • #5

    Moin Woodpecker,

    Zitat

    Meine Therapeutin, bei der ich seit einem Jahr in Behandlung bin, ermutigt mich dazu wieder mehr zu meditieren obwohl sie weiß, dass ich vor einigen Jahren ziemlich heftige Panikattacken nach einem Vipassana-Retreat hatte. Sie meinte das Vipassan wäre ja nicht daran schuld gewesen. Ich solle es doch wieder probieren.


    Wenn sie dich ermutigt zu meditieren, dann höre auf sie. Ich hatte lange Zeit depressive Perioden. Ich habe weiter meditiert und die Ängste und all das Andere, das hochkam, ausgehalten. Mein Therapeut wusste davon und fand es ok. Es gab Zeiten, da mochte ich nicht sitzen, dann habe ich es gelassen. Aber genau wie dir, hat mir dann etwas gefehlt. Irgendwann hatte ich die Kraft und Disziplin entwickelt, auch dann zu sitzen, wenn ich eigentlich keine Lust hatte. Ich hatte gemerkt, das ich beim Meditieren die gleichen Ausweich und Fluchtmechanismen benutzte, wie im Alltag. Alls mir das klar wurde, habe ich konsequent tgl. gesessen.
    Es erscheint häufig einfacher, Ängsten und Schwierigkeiten auszuweichen. Aber das ist es nicht. Mir wurde klar, das ich diese Ängste den Rest meines Lebens an der Backe habe, wenn ich mich ihnen nicht stelle.

    Affirmationen jedwelcher Art habe ich nie probiert.

    Zitat

    Die Frage mit dem Antidepressivum ist eher hypotetisch, obwohl meien Ärztin mich dazu ermutigt es mal zu probieren. Ich frage einfach nur mal. Könnte ja sein, dass jemand hier Erfahrungen damit hat. Meine Ärztin meint ich könne damit ruhig meditieren, ich würde es ja merken wenn es mir nicht gut tut.


    Höre doch auf deine Ärztin. Oder hast du kein Vertrauen zu ihr. Wenn du aus irgend welchen Gründen Angst vor Antdepressiva hast, frage sie nach Alternativen, wie z.B. Johanneskraut.

    Letztendlich hast du doch schon von kompetenter Seite eine Antwort auf deine Frage bekommen. Warum fragst du dann noch. Du willst eigentlich keine Antwort, sondern eine Antwort die dir passt. Du hast Angst und willst deinen Ängsten lieber ausweichen, als dich ihnen zu stellen. Und nun brauchst du Jemanden, der dir sozusagen die Erlaubnis zum Weglaufen gibt. So wirkt dein Schreiben jedenfalls auf mich.

    Also gut, dann will ich mal nicht so sein. Meditation in deiner Situation ist Blödsinn. Hör auf damit. Versteck dich irgendwo, damit du nie wieder Angst haben mußt. :grinsen:

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • woodpecker
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    • 6. Mai 2010 um 07:42
    • #6

    Wow, vielen Dank für Eure inspirierenden Zeilen. Es tut gut zu wissen, dass ich nicht der einzige bin mit diesen Problemen.

    Ich muß jetzt zur Arbeit und werde später noch etwas schreiben.

    Vielen Dank und Grüße Woodi

  • mirco
    Gast
    • 6. Mai 2010 um 10:44
    • #7
    woodpecker:

    Frage: Ist es sinnvoll während einer depressiven Episode mit Zazen fortzufahren? Ich habe da echt Probleme mit dem Sitzen mich zu konzentrieren und Angst davor abzudriften. Depressive Episoden hatte ich übriges auch schon bevor ich mit Zen anfing, es liegt also ncuht daran. Die Frage ist nur ob ich trotzdem weiter machen sollte. Außerdem würde ich gern wissen inwieweit positive Affirmationen a la Louise Hay helfen können aus eienr solchen Episode herauszu kommne. Es stellt sich auch die Frage ob man unter dem Einfluss von Antidepressive überhaupt Zazen machen sollte.

    Hallo woodpecker,

    Weitermachen. Ich habe das selbe, regelmäßig wiederkehrende depressive Episoden. Je mehr ich sitze und übe Geist&Körper offen, weit und frei zu lassen, desto besser geht die Phase vorbei. Depression fußt auf Grübelei und negativem Denken. Wenn Du übst, die Gedanken, gleich welcher Art, loszulassen und Dich danach immer wieder entspannst ist das der Beste Weg, der 'Depression' ihre Nahrung zu nehmen. Übe Metta und es wird bessa! Oder aber und vor allem: höre nicht auf, täglich zu üben und entspanne DIch bei Deiner Übung. Depression entsteht in einem unachtsamen Geist, der Gedanken und Grübeleien zulässt.

    Der Meditationsübung kann es agal sein, unter welchem Einfluß Du stehst.
    Einfach weitermachen. :umarmung/schulterklopf/lächeln: Es wird schon wieder besser.

    Alles Gute,
    Mirco

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 6. Mai 2010 um 12:07
    • #8

    Als Kurzformel ein Rat - vielleicht nicht für jeden, aber für viele:

    Wenig lesen - schon gar nicht zwei Bücher gleichzeitig oder sowas - sondern lieber praktizieren.

    Das aber ganz locker, ohne Zwang, Druck und Krampf. Anschauen, sich selbst annehmen und nichts verlangen von sich selbst. So funktioniert das bei mir ganz gut.
    Und: irgendwo ist immer ein Stückchen des kosmischen Humors vergraben. Wirklich - im Grunde ist alles ein riesiger kosmischer Witz.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • brigitte
    Gast
    • 6. Mai 2010 um 12:29
    • #9

    Diagnostizierte depressive Episoden hatte ich auch und sollte Antidepressive nehmen.
    Habe ich auch - doch wo war der Sinn ?
    Vor der Gesellschaft zu funktionieren, wiederhergestellt zu werden. Das will ich gerade
    nicht !
    Also halte ich das aus, das Sitzen, was mich verweilen lässt in mir selber.
    Wie Mirco schon sagte, Denken und Grübelei, besonders negative Erfahrungen
    sind eine endlose Mühle, die Ängste schafft und Dich in den Abgrund reisst.
    Noch heute bin ich nicht davor gefeit, in ein dunkles Loch zu fallen.
    Doch ich bleibe darin sitzen, laufe nicht weg und irgendwann taucht ein kleines Licht auf . . .

    LG :)

  • Aiko
    Gast
    • 6. Mai 2010 um 13:20
    • #10

    Da hänge ich mich jetzt auch noch mit meinen depressiven Episoden dran: ich habe nur einen Rat - Vertrauen in den Geist - und der weist in der Depression nach unten. Also auf den Boden (der Tatsachen) und da liegt das Zafu und deswegen ist Zazen richtig, aber nur, wenn du es auch willst und kannst. Ich habe meine Depressionen ausgesessen, d.h. nach außen eine Fassade aufrecht erhalten, soweit das überhaupt geht, aber ich hatte Pflichten und die konnte ich auch mit der Depression nicht vernachlässigen. Aber es blieb sehr viel liegen - einschließlich meiner Selbst.
    Depression ist ein Trauerprozess und der ist verbunden mit dem, was nun losgelassen werden soll. Und wenn man nicht loslassen kann/will, dann versteinert man eben. Aber - der Rhythmus des Lebens ist eine Kurve und die hat natürlich einen Wendepunkt in der Tiefe und dann geht es wieder aufwärts - wie eben im Tages-und Nachtrhythmus. Unsere Gesellschaft hat keinen biologischen Rhythmus mehr und daher ist Depression etwas Heilsames - eine Aktion der Natur auf die Zumutungen und Funktionsansprüche.
    Mein Lieblingsautor ist Daniel Hell - ein schöner Name für jemanden, der sich mit Depression befasst.
    Und Antidepressiva würde ich nicht unbedingt nehmen - sie verhindern, dass du den tiefsten Punkt auf natürliche Weise durchläufst und verzögern den ganzen Prozess. Wichtig ist, sich klar zu werden, worüber man trauert. Es ist immer die Vergangenheit und die kann nicht festgehalten werden. Das Gegenstück von Depression ist Wut und Agression. Und zwischen diesen beiden muss man einen mittleren Weg finden.

    _()_

  • brigitte
    Gast
    • 6. Mai 2010 um 15:12
    • #11
    Aiko:

    Da hänge ich mich jetzt auch noch mit meinen depressiven Episoden dran: ich habe nur einen Rat - Vertrauen in den Geist - und der weist in der Depression nach unten. Also auf den Boden (der Tatsachen) und da liegt das Zafu und deswegen ist Zazen richtig, aber nur, wenn du es auch willst und kannst. Ich habe meine Depressionen ausgesessen, d.h. nach außen eine Fassade aufrecht erhalten, soweit das überhaupt geht, aber ich hatte Pflichten und die konnte ich auch mit der Depression nicht vernachlässigen. Aber es blieb sehr viel liegen - einschließlich meiner Selbst.
    Depression ist ein Trauerprozess und der ist verbunden mit dem, was nun losgelassen werden soll. Und wenn man nicht loslassen kann/will, dann versteinert man eben. Aber - der Rhythmus des Lebens ist eine Kurve und die hat natürlich einen Wendepunkt in der Tiefe und dann geht es wieder aufwärts - wie eben im Tages-und Nachtrhythmus. Unsere Gesellschaft hat keinen biologischen Rhythmus mehr und daher ist Depression etwas Heilsames - eine Aktion der Natur auf die Zumutungen und Funktionsansprüche.
    Mein Lieblingsautor ist Daniel Hell - ein schöner Name für jemanden, der sich mit Depression befasst.
    Und Antidepressiva würde ich nicht unbedingt nehmen - sie verhindern, dass du den tiefsten Punkt auf natürliche Weise durchläufst und verzögern den ganzen Prozess. Wichtig ist, sich klar zu werden, worüber man trauert. Es ist immer die Vergangenheit und die kann nicht festgehalten werden. Das Gegenstück von Depression ist Wut und Agression. Und zwischen diesen beiden muss man einen mittleren Weg finden.

    Das hast Du schön gesagt :)

    _()_

  • Brücke
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    • 6. Mai 2010 um 19:07
    • #12

    Noch einer mit gelegentlichen depressiven Phasen:
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine stabile Praxis auf dem Zafu das beste und sanfteste Antidepressivum ist.
    Es gibt auch neurologische Untersuchungen zu dem Thema Depression und Meditation, die meine Erfahrung stützen.
    Populärwissenschaftlich z.B. nachzulesen:
    Hier

    Eine gelegentliche nach-Lust-und-Laune-Praxis entwickelt nicht die gleiche Kraft. Konstanz wäre da sicher angebracht aber nicht immer leicht zu bekommen.

    ABER:
    Gerade die Meditation in völliger Offenheit (Zazen) oder mit Fokus auf die Emotionen (analog Vipassana) kann natürlich den Blick in das große graue Loch erst so richtig tief und machtvoll werden lassen. Es gibt Psychologen mit Erfahrung in Meditation, die da sicher die beste Hilfe wären.
    Es gibt eine relativ unbekannte Richtung von Therapeuten, die aber in der Regel wohl als seriös zu bezeichnen sind:
    Transpersonale Psychologie.
    Diese sollten mit Meditation und Depression Erfahrung haben. Vielleicht kann auch deine Therapeutin sich in dieser Richtung mal schlau machen.
    Herzliche Grüße und viel Licht!

    Brücke

  • woodpecker
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    • 6. Mai 2010 um 23:22
    • #13

    Auf ein paar Dinge die ich in den Antworten gelesen habe möchte ich noch etwas schreiben.

    brigitte:

    Diagnostizierte depressive Episoden hatte ich auch und sollte Antidepressive nehmen.
    Habe ich auch - doch wo war der Sinn ? Vor der Gesellschaft zu funktionieren, wiederhergestellt zu werden. Das will ich gerade
    nicht !

    In gewissen Lebenssituationen, zB. wenn man Verantwortung für Familie und Kinder übernommen hat will und muß man funktionieren und dann ist ein Antidepressivum unter umständen das kleinere Übel als alles was man sich aufgebaut hat aufgeben zu müssen. Natürlich nur als Übergang bis die Therapie greift.

    Es ist nicht nur Trauer die zur Depression führt. Es können auch eine große Schuld oder andere unverarbeitete Themen welche ins Unterbewußte verdrängt wurden zur Depression führen. Bei mir war es so, dass zu der Zeit als ich im Vipassana-Retreat war, zum einen vieles noch nicht verarbeitet war und zudem eine große Belastung im Alltag dazu kam. Nach dem Retreat kam es dann zu dieser Panikattacke und naja vielelicht wäre es gut gewesen wenn ich jemanden zum Reden gehabt hätte. War aber nicht so, ich stand allein auf der Autabahnraststätte und es war echt furchtbar übel was da ablief. Im nachhinein war es aber vielelicht nicht so schlecht, denn so begann ich die Therapie und fing an vieles aufzuarbeiten. Dass mit dem regelmäßigen Sitzen kann ich nur bestätigen. Meditation die nicht täglich praktiziert wird ist fast wirkungslos. Trotzdem manchmal gibt es Zeiten wo auch therapeutische Arbeit geleistet werden muß und ich freue mich auch schon wieder auf die Zeit wenn ich meine regelmäßige Praxis wieder aufnehmen kann. Das Sitzen hat mir so viel gegebn und ich gebe alles darum wieder täglich mit Mut und Freude und vor allem ohne Zweifel sitzen zu können.

    Danke noch einmal für Eure unterstüzenden Worte !

    Grüße, Woodi

  • shy
    Gast
    • 7. Mai 2010 um 09:50
    • #14

    hallo woodi,

    es gibt ein buch: "der zenweg aus der depression" oder so ähnlich. nicht alles, aber einiges daraus hat mir mal sehr geholfen. vielleicht dir auch?

    liebe grüße

    shy

  • brigitte
    Gast
    • 7. Mai 2010 um 10:30
    • #15
    Brücke:

    Noch einer mit gelegentlichen depressiven Phasen:
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine stabile Praxis auf dem Zafu das beste und sanfteste Antidepressivum ist.
    Es gibt auch neurologische Untersuchungen zu dem Thema Depression und Meditation, die meine Erfahrung stützen.
    Populärwissenschaftlich z.B. nachzulesen:
    Hier

    Eine gelegentliche nach-Lust-und-Laune-Praxis entwickelt nicht die gleiche Kraft. Konstanz wäre da sicher angebracht aber nicht immer leicht zu bekommen.

    ABER:
    Gerade die Meditation in völliger Offenheit (Zazen) oder mit Fokus auf die Emotionen (analog Vipassana) kann natürlich den Blick in das große graue Loch erst so richtig tief und machtvoll werden lassen. Es gibt Psychologen mit Erfahrung in Meditation, die da sicher die beste Hilfe wären.
    Es gibt eine relativ unbekannte Richtung von Therapeuten, die aber in der Regel wohl als seriös zu bezeichnen sind:
    Transpersonale Psychologie.

    Diese sollten mit Meditation und Depression Erfahrung haben. Vielleicht kann auch deine Therapeutin sich in dieser Richtung mal schlau machen.
    Herzliche Grüße und viel Licht!

    Brücke

    Alles anzeigen

    Die Erfahrung mit der transpersonalen Psychologie hatte ich auch schon (dieser war in der Vipassana-Meditation
    erfahren) und ich habe das hier irgendwo auch schon mal eingestellt !

  • brigitte
    Gast
    • 7. Mai 2010 um 10:58
    • #16
    FrischMilch:

    Wir versuchen immer Mitgefühl und Weisheit im Gleichgewicht zu halten. Zumindest in unserer Schule. In diesem Fall hier würde man wohl allgemein raten, entweder sich eine Weile auf die Entwicklung von Mitgefühl zu konzentrieren (also keine Vispassana), oder eine Weile mit der Meditation kürzer zu treten, und statt dessen schöne Dinge zu unternehmen, die einem als Mensch gut tun.
    Im tib. Buddhismus gibts da die Meditation auf "Liebevolle Augen" bzw aus ausländisch Chenrezig. Vielleicht hat deine Zenschule eine Praxis auf Kuan Yin bzw Kannon. Er tut wirklich unheimlich gut und bringt Sinn und Freude in die Praxis. Er löst innere Blockaden und Isolationsgefühle zu den Mitmenschen auf.

    Vielen sitzen zuviel, ohne Belehrungen über den Geist. Dieser driftet dann in eine Sinnkrise, weil man die Verbindung zu den Freuden das Lebens verliert. Der Geist wird mißtrauisch. Freudlos. Man verbietet sich alles, was Spass macht, weil Angst davor entsteht, man könne davon abhängig sein, oder es wäre nur Anhaftung. Aber das hat man als Mensch nunmal. Sich da heraus zu peitschen und alle Freuden aus dem Herz zu reissen, macht krank. Statt dessen sollte man wissen, dass es grundsätzlich erstmal normal ist (!), Anhaftungen und Wünsche nach scheinbar profanen Dingen zu haben. Hier sollte man statt sie zu unterdrücken und sich diese zu verbieten, weil das gerne von anderen so gesehen wird, einfach einen natürlichen Bezug dazu entwickeln. Es dauert seine Zeit, bis sich diese Bedürfnisse durch die Praxis von alleine lösen. Man kann und sollte es nicht erwzingen. Es dauert so lange, wie es dauert. Solange man niemanden schadet, und alles mit der Bodhisattvahaltung macht, hält man die Verbindung zur Praxis. Praxis ist nicht nur die "Formpraxis" des sitzen. Sichtweise und Meditation gehören immer zusammen. Ich stelle mir manchmal vor, dass im Zen das Bodhcitta, also die Entwicklung des Ereluchtungsgeistes zum Wohle aller gerne vergessen wird. Aber die Sichtweise des Mahayana ist das Bodhisattvaideal.

    Man kann hier nur ein paar Nebelkerzen werfen, aber oft beobachte ich, dass praktizierende ihren Leistungsdruck in die Meditation mitnehmen. Abstand kann helfen, dass zu erkennen.
    Nur auf Weisheit zu meditieren, ohne das zweite Standbein Mitgefühl, lässt einen nicht gut laufen. Mitgefühl gilt auch für die eigene Person. Das soll nicht bedeuten egoistisch zu werden, sondern sich gesund und menschlich zu behandeln.

    Mein Rat daher, entweder eine Weile gar nicht meditieren, oder sich auf Mitgefühl konzentrieren. Auf keinen Fall würde ich einfach weiter machen, wie bisher. Denn wie es Einstein schon sagte:

    Zitat

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

    LG und gute Besserung!

    P.S.:Ich glaube im jap. ist es das Kannon Gyo.
    http://www.kannon.de/fumon.htm

    Alles anzeigen

    Das sehe ich auch so und es ist sehr wichtig, sich nicht zu zwingen.
    Ich habe das Sitzen am Anfang so ekzessiv betrieben, dass ich
    einiges aus den Augen und Ohren verloren habe.

  • Dharma-chakra
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    6. Februar 2010
    • 7. Mai 2010 um 12:08
    • #17

    Ich halte weder was von Tabletten, noch von Therapeuten.

    Bei Therapeuten habe ich oft das Gefühl, dass sie im Grunde gar kein Interesse an Gesundheit haben, da sie ja mit sogenannter Krankheit ihren Lebenserwerb bestreiten. Mir scheint auch, dass viele auf eine subtile Weise die Klienten in ihrer sogenannten Krankheit bestätigen.

    Habe selbst mal eine therapeutische Ausbildung durchlaufen, bis man mich nach 2 Jahren wegen ketzerischer Ansichten raus geschmissen hat.
    Weil ich die Hintergründe kennen gelernt habe, maße ich mir dieses Urteil an.

    Ich glaube, generell hat Depression auch immer etwas damit zu tun, dass man sich selbst nicht leiden kann.
    Die Praxis von Metta, das liebevolle Wohlwollen, das man anderen gegenüber aussendet, kann man auch auf sich selbst richten.

    Liebe Grüße

    http://www.dharma-chakra.de

  • Aiko
    Gast
    • 7. Mai 2010 um 13:13
    • #18
    Dharma-chakra:


    Die Praxis von Metta, das liebevolle Wohlwollen, das man anderen gegenüber aussendet, kann man auch auf sich selbst richten.

    Man kann nur aussenden, was in einem ist. Aber ob das Wohlwollen beim anderen ankommt, hängt von dessen Offenheit ab. Und die ist bekanntlich in der Depression ziemlich gering und ist tendeziell abnehmend.

    Aber sich selbst annehmen heißt den aktuellen Zustand anzunehmen und z.B. ja zu sagen zur Depression. Und gegen Therapeutische Gespräche ist nichts einzuwenden, aber es geht auch preiswerter - z.B. ist das Forum ja so eine Lösung. Da sind jede Menge [selbst ernannte] und auch anerkannte Therapeuten, Lehrer und Experten - es ist jede Menge Wärme bis Hitze da und du guckst immer auf eine helle Oberfläche, was ja physiologische Wirkungen hat und eben eine Art Lichttherapie ist.

    _()_

  • woodpecker
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    • 7. Mai 2010 um 17:49
    • #19
    shy:

    hallo woodi,

    es gibt ein buch: "der zenweg aus der depression" oder so ähnlich. nicht alles, aber einiges daraus hat mir mal sehr geholfen. vielleicht dir auch?

    liebe grüße

    shy

    Das Buch habe ich gelesen, war teilweise ganz gut.

    brigitte:

    Es gibt eine relativ unbekannte Richtung von Therapeuten, die aber in der Regel wohl als seriös zu bezeichnen sind:
    Transpersonale Psychologie.

    Diese sollten mit Meditation und Depression Erfahrung haben. Vielleicht kann auch deine Therapeutin sich in dieser Richtung mal schlau machen.

    Danke für den Tip !

  • bleistift
    Gast
    • 8. Mai 2010 um 23:43
    • #20
    Aiko:

    Und Antidepressiva würde ich nicht unbedingt nehmen - sie verhindern, dass du den tiefsten Punkt auf natürliche Weise durchläufst und verzögern den ganzen Prozess. Wichtig ist, sich klar zu werden, worüber man trauert. Es ist immer die Vergangenheit und die kann nicht festgehalten werden. Das Gegenstück von Depression ist Wut und Agression. Und zwischen diesen beiden muss man einen mittleren Weg finden.

    Auch wenn es sehr gut gemeint ist, mit solchen Tipps wäre ich lieber etwas vorsichtiger. Es gibt viele verschiedene Formen von Depressionen und selbst wenn Antidepressiva sehr oft eher zu leichtfertig verschrieben werden und als einzige Therapie sicher keine geeignete Lösung sind, so gibt es sehr wohl Situationen, in denen die Einnahme von Antidepressiva Sinn machen oder auch notwendig sein kann. Immerhin kann eine Depression eine lebensbedrohende Krankheit sein.

  • Aiko
    Gast
    • 9. Mai 2010 um 00:27
    • #21
    bleistift:
    Aiko:

    Und Antidepressiva würde ich nicht unbedingt nehmen - sie verhindern, dass du den tiefsten Punkt auf natürliche Weise durchläufst und verzögern den ganzen Prozess. Wichtig ist, sich klar zu werden, worüber man trauert. Es ist immer die Vergangenheit und die kann nicht festgehalten werden. Das Gegenstück von Depression ist Wut und Agression. Und zwischen diesen beiden muss man einen mittleren Weg finden.

    Auch wenn es sehr gut gemeint ist, mit solchen Tipps wäre ich lieber etwas vorsichtiger. Es gibt viele verschiedene Formen von Depressionen und selbst wenn Antidepressiva sehr oft eher zu leichtfertig verschrieben werden und als einzige Therapie sicher keine geeignete Lösung sind, so gibt es sehr wohl Situationen, in denen die Einnahme von Antidepressiva Sinn machen oder auch notwendig sein kann. Immerhin kann eine Depression eine lebensbedrohende Krankheit sein.

    Hallo bleistift,
    tut mir leid, aber das war wohl mißverständlich von mir. Ich sprach eigentlich von mir.
    Danke, dass du das deutlich gemacht hast. Du kennst dich da offenbar aus?

    _()_

  • woodpecker
    Themenautor
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    27. Juli 2009
    • 10. Mai 2010 um 08:30
    • #22
    bleistift:

    Auch wenn es sehr gut gemeint ist, mit solchen Tipps wäre ich lieber etwas vorsichtiger. Es gibt viele verschiedene Formen von Depressionen und selbst wenn Antidepressiva sehr oft eher zu leichtfertig verschrieben werden und als einzige Therapie sicher keine geeignete Lösung sind, so gibt es sehr wohl Situationen, in denen die Einnahme von Antidepressiva Sinn machen oder auch notwendig sein kann. Immerhin kann eine Depression eine lebensbedrohende Krankheit sein.

    Danke für Deinen Beitrag, ich sehe das genauso. Ich kenne jemanden, bei dem ohne Antidepressiva eine Psychotherapie garnicht hätte begonnen werden können.

    Ich denke der Begriff Depression wird fälschlicher weise oft verwechselt mit Frustration, allgemeinem Kummer, Trauer oder Lebensfrust.

    Leider weit gefehlt, eine Depression ist eine ernst zu nehmende Krankheit und in gewissen Situationen sind Antidepressiva das Mittel der ersten Wahl. Erst dann kommt die Therapie.

    In den meisten Fällen wird heute beides eingesetzt, also die Verbindung von AD's und Therapie.

    Grüße, Woodi

  • Aiko
    Gast
    • 10. Mai 2010 um 11:30
    • #23

    Ich habe meine Kenntnisse über Depression aus Selbst-Erfahrung und aus der Forschung und Therapie

    http://www.depression.uzh.ch/page11/page11.html

    http://www.depression.uzh.ch/page4/page40/page40.html

    http://www.spektrum.de/artikel/821461

    http://www.perlentaucher.de/buch/19067.html

    _()_

  • Dharma-chakra
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    • 10. Mai 2010 um 12:25
    • #24
    bleistift:


    Auch wenn es sehr gut gemeint ist, mit solchen Tipps wäre ich lieber etwas vorsichtiger. Es gibt viele verschiedene Formen von Depressionen und selbst wenn Antidepressiva sehr oft eher zu leichtfertig verschrieben werden und als einzige Therapie sicher keine geeignete Lösung sind, so gibt es sehr wohl Situationen, in denen die Einnahme von Antidepressiva Sinn machen oder auch notwendig sein kann. Immerhin kann eine Depression eine lebensbedrohende Krankheit sein.

    Ein therapeutisches-psychiatrisches Umfeld ist für den Betroffenen oft lebensbedrohlicher als die sogenannte Depression. Es gibt kaum ein Umfeld, indem sich mehr Leute umbringen, weil sie vergiftet, entmenschlicht, diagnostiziert, verleumdet, eingesperrt und missverstanden werden.
    Wenn man sich mit diesen Leuten noch freiwillig einlässt, kann es ein böses Erwachen geben. Aber jeder muss selbst entscheiden, was er macht. Für viele Betroffene ist es dann kaum mehr möglich, sich aus diesen Fängen zu befreien.
    Ein Vater, dessen Sohn sich in der Psychiatrie umgebracht hat, hat sein Haus einer Iniative vererbt, in der Psychiatrie- Betroffene anderen helfen aus diesen Maschinerie wieder heraus zu kommen. Hier der Link.http://www.weglaufhaus.de/weglaufhaus/ueberblick.html

    Vielleicht kann das für einige Therapiegläubige ja mal eine Anlaufstelle werden.

    http://www.dharma-chakra.de

  • Aiko
    Gast
    • 10. Mai 2010 um 12:37
    • #25
    Dharma-chakra:
    bleistift:


    Auch wenn es sehr gut gemeint ist, mit solchen Tipps wäre ich lieber etwas vorsichtiger. Es gibt viele verschiedene Formen von Depressionen und selbst wenn Antidepressiva sehr oft eher zu leichtfertig verschrieben werden und als einzige Therapie sicher keine geeignete Lösung sind, so gibt es sehr wohl Situationen, in denen die Einnahme von Antidepressiva Sinn machen oder auch notwendig sein kann. Immerhin kann eine Depression eine lebensbedrohende Krankheit sein.

    Ein therapeutisches-psychiatrisches Umfeld ist für den Betroffenen oft lebensbedrohlicher als die sogenannte Depression. Es gibt kaum ein Umfeld, indem sich mehr Leute umbringen, weil sie vergiftet, entmenschlicht, diagnostiziert, verleumdet, eingesperrt und missverstanden werden.
    Wenn man sich mit diesen Leuten noch freiwillig einlässt, kann es ein böses Erwachen geben. Aber jeder muss selbst entscheiden, was er macht. Für viele Betroffene ist es dann kaum mehr möglich, sich aus diesen Fängen zu befreien.
    Ein Vater, dessen Sohn sich in der Psychiatrie umgebracht hat, hat sein Haus einer Iniative vererbt, in der Psychiatrie- Betroffene anderen helfen aus diesen Maschinerie wieder heraus zu kommen. Hier der Link.http://www.weglaufhaus.de/weglaufhaus/ueberblick.html

    Vielleicht kann das für einige Therapiegläubige ja mal eine Anlaufstelle werden.

    Und - um das noch zu ergänzen - die höchste Quote für Selbstmord und Mord lässt sich unter verheirateten Menschen statistisch nachweisen, man beachte aber die Dunkelziffer, aufgrund unserer schlampigen und unqualifiziertern Art die richtige Todesursache nachzuweisen - also an alle Beziehungsgläubige - lasst es sein, es bringt euch um.

    Soviel zu dem Stuss, den du schreibst, werter DC ......

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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