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"sich bemühen, jedem jederzeit mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen" - unmöglich ?

  • suchende2016
  • 23. Juli 2017 um 10:58
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  • PhenDe
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    • 29. Juli 2017 um 14:17
    • #51

    Hallo suchende,
    du könntest auch die verschiedenen Interpretationen deines Titels zur Kenntnis nehmen und einfach einen offenen Dialog zulassen, anstatt sofort abzublocken wenn es nicht deiner Meinung entspricht.

    Manchmal entsteht etwas komplett neues, woraus du wieder etwas nützliches gewinnen könntest.

    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • suchende2016
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    • 29. Juli 2017 um 15:22
    • #52
    Lucky:

    Hallo suchende,
    du könntest auch die verschiedenen Interpretationen deines Titels zur Kenntnis nehmen und einfach einen offenen Dialog zulassen, anstatt sofort abzublocken wenn es nicht deiner Meinung entspricht.

    Manchmal entsteht etwas komplett neues, woraus du wieder etwas nützliches gewinnen könntest.

    Grüße

    hallo, Lucky,

    bist Du hier der Moderator, der andere abkanzelt,wenn ihm nicht passt, was jemand schreibt?

    Wirklich sehr respektvoll und wertschätzend, muss ich schon sagen....

    vor allem sehr interessante Interpretation dessen, was ich geschrieben habe....

    ja, da hast Du durchaus Recht: ich gewinne äußerst "nützliche Erkenntnisse" hier

    das bin ich in anderen (nicht religiösen Foren) so nicht gewohnt....

  • Karnataka
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    • 31. Juli 2017 um 00:36
    • #53

    Nächtliche Überlegungen zum Thema Respekt und Wertschätzung

    Was die Forderung angeht, jedem mit Respekt zu begegnen, denke ich an Standards der Höflichkeit, Achtung, Aufmerksamkeit, Rücksicht, Hilfsbereitschaft. Wird beispielsweise der eigene Gruß von anderen „überhört“, nicht erwidert, kann dies zu Ärger und zum Gefühl der Missachtung führen.

    Weshalb ertragen wir Missachtung so schwer? Richard David Precht meint, dass wir niemals unabhängig vom Urteil anderer Menschen sind. Unser Ich ist eine immerzu laufende Selbstinterpretation, wo wir uns Stärken, Schwächen und Vorstellungen zu unserer Wirkung auf andere zurechnen. Im Austausch und im Vergleich mit anderen entdecken und erkennen wir, was wir sind, schreibt Richard David Precht. Oder besser gesagt: Der Vergleich mit anderen zeigt uns, wer oder was wir nicht sind.

    Bestätigung und genauso Missachtung prägen also unser Selbstbild. Wobei es natürlich von Bedeutung ist, welche Person beispielsweise unseren Gruß missachtet. Das Bild, das nahestehende Menschen von uns haben, ist uns zumeist wichtiger als das Fremder.

    Gibt es Menschen, die vollständig aus dem Vergleich mit anderen ausbrechen können und keinem solchen Ego oder Ich anhängen? Bitte melden! :badgrin:

    Zur philosophischen Sicht: Aus Sicht der Ethik des DL ist Respekt ein Grundprinzip. Dabei geht es um die Anerkennung des gemeinsamen Menschseins und gemeinsamen Strebens nach Glück. Hier sehe ich ein philosophisches Problem: Lässt sich diese grundsätzliche Anerkennung durch das Begreifen der gegenseitigen Abhängigkeit stärken?

    Wo eine reale Gefahr der Missachtung besteht, etwa gegenüber Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, ist der respektvolle Umgang ein besonders wichtiges Thema. Der Nationalsozialismus sah bekanntlich keinen Nutzen im Fortleben beeinträchtigter Menschen, sondern nur Belastung. Reicht das Argument der gegenseitigen Abhängigkeit dennoch aus, um grundsätzliche Wertschätzung für alle Mitmenschen auch zu begründen?

    Ich glaube, dass dieses Argument keine kalte Rechnung meint. Bedenken wir, wie verroht eine Gesellschaft wäre, wo behinderte Kinder nicht das gleiche Lebensrecht besitzen, gefühlvolle Menschen mit Beeinträchtigung nicht geschätzt werden, Menschen sich nicht als Solidargemeinschaft sehen und keine Hilfsbereitschaft empfinden. Welche Auswirkungen hätte dies auf andere Gruppen, etwa demente Menschen?

    Philosophisch gesehen geht es um gesellschaftliche Identität, der wir alle zugehören, glaube ich. Welche Form kollektiven Denkens (und Empfindens!)benötigen wir als Gemeinschaft? Ist es das Ziel von Ethik, das gemeinsame Menschsein im Sinne von Wertschätzung und Respekt schließlich auf alle fühlenden Wesen auszudehnen?

  • MotGaeo
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    12. Mai 2016
    • 31. Juli 2017 um 10:11
    • #54

    Mein persönliches Ziel bezüglich ethischer Entwicklung ist, mich selbst in
    allen biologischen Daseinsformen wieder zu erkennen. Ein Gefühl des Eins-sein
    zu entwickeln / zu erfahren und zu erhalten.
    Hatte es hier im Forum schon mal geschrieben. Das erste mal erfuhr ich das
    nach dem Genuss von Magic Mushrooms. Es war ein Erweckungserlebnis für mich.

    Die Frage die sich mir stellt, ist, wo muss bzw. sollte Selbstverteidigung
    beginnen gegen einen Teil des Ganzen. Ich sah z.Bsp. als Türsteher in einer
    drogenverseuchten Techno-Disco durchaus mich selbst in manchem Gast, der
    Probleme mit anderen Gästen verursachte. Mit Respekt und Wertschätzung,
    auf Augenhöhe Ansprache haltend, ließen tatsächlich noch die aggressivsten
    Leute von ihrem Tun ab und verließen den Ort ohne große Umstände. Es gab
    aber auch Situationen, nicht nur an der Tür, wo ich zum Teil schwere
    Gewalt anwenden musste, um diese von mir selbst oder anderen abzuwehren.
    Was ich sagen möchte: Leider ist mMn ein totaler Pazifismus auch als
    Ethiker nicht möglich. So erschlägt, glaube ich gelesen zu haben, auch
    der DL Mücken.

    Hoffe das war jetzt nicht zu sehr off topic.

  • Tulamben
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    • 31. Juli 2017 um 13:59
    • #55

    "Kamalashila sagt: Da Mitgefühl die einzige Quelle von Allwissenheit ist, sollte man sich von Anfang an mit diesen Übungen vertraut machen.
    Mitgefühl ist eine Haltung, die wir in der einen oder anderen Form und in unterschiedlich starker Ausprägung natürlich alle in uns kenne. Wenn wir jemanden leiden sehen, der uns nahe steht, empfinden wir von Natur aus Mitgefühl.
    Ich würde sagen, es gibt so viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen mentalen Veranlagungen. Wir leben zusammen, ob wir es mögen oder nicht. Ich denke, es gibt Gemeinsamkeiten zwischen unterschiedlichen Kulturerbschaften, zwischen unterschiedlichen Völkern, zwischen den verschiedenen Gruppen von Leuten. Ich denke, das ist die Basis.
    Das ist fröhlicher und viel besser, egal, ob man mit ihrer Art zu leben einverstanden ist oder nicht. Ich denke auch, dass man kein Recht hat, andere zu kontrollieren oder ihnen irgendetwas aufzuzwingen, den eigenen Glauben oder die eigene Art zu leben. Es geht nur um den Respekt, denn die anderen haben auch einzigartige, gute Dinge. Das ist mein fester Glaube."

    Seine Heiligkeit, der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso

    Die Ära des Lichts ist die Ankunft des Menschen in seiner Mündigkeit.
    Primum non nocere

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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