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Die Bodhisattvas und Synkretismus

  • Serapion
  • 15. Juli 2013 um 23:12
  • Zum letzten Beitrag
  • Serapion
    Themenautor
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    Mitglied seit
    15. Juli 2013
    • 29. Juli 2013 um 09:50
    • #51
    raterZ:
    void:


    Der erste Punkt ist der, dass es vielen Buddhisten wichtig ist, sich von frommen Volksbuddhismus und Aberglaube abzugrenzen und ihre Praxis auch von der Verehrung von Gottheiten zu distanzieren. Das Argument das dir hier begegnen könnte, ist , dass all die Buddhas und Bodhissattvas letzendlch nur heilsame Geisteszustände repräsentieren und es von einem verkürzten Verständnis zeugt, sie als handelnde Wesen aufzufassen.

    da fehlt ein "nur" bei den "handelnden wesen". sie nicht als handelnde wesen aufzufassen zeigt auch ein verkürztes verständnis imo.
    wobei da eigtl. die frage aufkommt, ob jesus, maria oder isis nicht auch bewusstseinszustände repräsentieren. das führt zu der spannenden frage, was götter wirklich sind. nur so als kleine randnotiz, ihr könnt euch ja weiter über nazis unterhalten :grinsen:

    aber ich hab nochwas ontopic:

    synkretismus wurde ja in den weltreligionen auch häufig nur vordergründig betrieben, weil die herrscher mit dem schwert einen sonst den kopf abgetrennt hätten. das kennen wir vor allem aus der christlichen weltreligion und den europäischen heiden der vergangenheit, aber auch ganz aktuell in südamerikanischen oder afrikanischen raum. die benutzen dort auch katholische heilige, meinen aber ihre alten götter. das geht soweit, dass sie eine maria statue durch das dorf tragen, wo innen drin ein anderer gott sitzt.
    die katholische kirche duldet sowas, weil sie schlau ist, und darauf vertraut, dass das alte wissen irgendwann eben verloren geht und nur noch die vordergründige christliche symbolik übrig bleibt - was hier ja tatsächlich so geschehen ist.
    da wir aber in den großen genuss einer religionsfreiheit gelangt sind, brauchen wir hier eigentlich keine synkretismen.

    Die Kreuzfahrer sollen aus Ägypten ja auch Isisstatuen mitgebracht haben die dann als Marien verehrt wurden. Und während der Frz. Revolution soll der Pöbel, als Kirchen niedergebrandt worden sind, auch gerufen haben 'Tod der Ägypterin' womit eigentlich die Maria vom Puy-de-Dome gemeint war.

    Synkretismus kommt tatsächlich so zustande, wie du es beschrieben hast, aber auch "aus dem Volke" heraus, weil man sich etwas Fremdes näher bringen möchte. Aus keinen anderen Grund würde ich GuanYin mit Isis und Maria identifizieren.

  • nyalaana
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    • 5. August 2013 um 16:44
    • #52

    Das HackenGreuz ist ein altes buddhistische und auch indisches Glückssymbol. Im 3. Reich hat man wohl einfach ein Symbol gesucht, da das normale Kreuz durch die Kirche besetzt ist suchten sie ein anderes. Und sind dann wohl auf dieses Haggenckreuz gestoßen. Sie haben also geklaut.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 5. August 2013 um 17:30
    • #53
    nyalaana:

    Das HackenGreuz ist ein altes buddhistische und auch indisches Glückssymbol. Im 3. Reich hat man wohl einfach ein Symbol gesucht, da das normale Kreuz durch die Kirche besetzt ist suchten sie ein anderes. Und sind dann wohl auf dieses Haggenckreuz gestoßen. Sie haben also geklaut.


    Na, in der hinduistischen Philosophie ist es schon ein Symbol für spirituellen "Sieg" - da hat Hitler wohl was missverstanden und das Symbol daher missbraucht.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Jinen
    Gast
    • 5. August 2013 um 22:22
    • #54
    raterZ:
    void:


    Der erste Punkt ist der, dass es vielen Buddhisten wichtig ist, sich von frommen Volksbuddhismus und Aberglaube abzugrenzen und ihre Praxis auch von der Verehrung von Gottheiten zu distanzieren. Das Argument das dir hier begegnen könnte, ist , dass all die Buddhas und Bodhissattvas letzendlch nur heilsame Geisteszustände repräsentieren und es von einem verkürzten Verständnis zeugt, sie als handelnde Wesen aufzufassen.

    da fehlt ein "nur" bei den "handelnden wesen". sie nicht als handelnde wesen aufzufassen zeigt auch ein verkürztes verständnis imo.
    wobei da eigtl. die frage aufkommt, ob jesus, maria oder isis nicht auch bewusstseinszustände repräsentieren. das führt zu der spannenden frage, was götter wirklich sind. nur so als kleine randnotiz, ihr könnt euch ja weiter über nazis unterhalten :grinsen:

    aber ich hab nochwas ontopic:

    synkretismus wurde ja in den weltreligionen auch häufig nur vordergründig betrieben, weil die herrscher mit dem schwert einen sonst den kopf abgetrennt hätten. das kennen wir vor allem aus der christlichen weltreligion und den europäischen heiden der vergangenheit, aber auch ganz aktuell in südamerikanischen oder afrikanischen raum. die benutzen dort auch katholische heilige, meinen aber ihre alten götter. das geht soweit, dass sie eine maria statue durch das dorf tragen, wo innen drin ein anderer gott sitzt.
    die katholische kirche duldet sowas, weil sie schlau ist, und darauf vertraut, dass das alte wissen irgendwann eben verloren geht und nur noch die vordergründige christliche symbolik übrig bleibt - was hier ja tatsächlich so geschehen ist.
    da wir aber in den großen genuss einer religionsfreiheit gelangt sind, brauchen wir hier eigentlich keine synkretismen.

    Aber zeigt nicht die Entwicklung der letzten Jahre anderes? Von osho angefangen bis zur heutigen Entwürfen von Yoga bis hin zu Patchworkreligiösität? Und war der Buddhismus nicht auch immer synkretistisch, hat Gedanken, Symbole, Begrifflichkeiten anderer Religionen in sich aufgenommen (Das fängt ja schon bei Buddha an mit Karma und Wiedergeburt - geht dann weiter bei der verbreitung des Buddhismus, und geht ja auch im Westen weiter, man denke an Nydah, TNH, NKT etc).

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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