Tashi delek liebe Mahasiddhas und Dzogchenpas,
Um den draht folgen zu können habe ich unser Topic in gewisse sub-topics unterverteilt.
So können wir alles peut a peut besser besprechen und alles systematisch ablaufen etc.
Mutsug Marro
KY
Nach dem Madhyamika (Gelug etc.) kommen wir zur Realisation der Vereinigung (zung-‘jug) von Leerheit und Klarheit auf dem Pfad des Sehens [dem dritten von 5 aufeinander¬folgenden Pfaden]
beim Ersten Bhumi [das hier eingeschlossen ist, wohingegen die nächsten 9 Bhumis oder Stufen zum vierten Pfad gehören].
Aber gemäß dem Dzogchen sind Leerheit und Klarheit von Anfang an untrennbar (dbyer-med / salwa ) gewesen. Buddhaschaft zu erlangen ist deshalb davon abhängig, die Natur des Geistes zu erkennen.
Nach dem Madhyamika, welches zum Sutra-System gehört, dauert es 3 unermeßliche Kalpas, um Buddhaschaft zu erlangen, wenn wir aber gemäß den Tantras praktizieren, werden wir Erleuchtung in höchstens 7 Leben erlangen.
Der Unterschied besteht darin, daß Tantra und Mahamudra Wonne (bde-ba) mit Shunyata oder Leerheit vereinigen, während Madhyamika nur Shunyata kennt. Tantra hat Zugang zu den zusätzlichen Methoden von Kyerim und Dzogrim, die im Sutra-System unbekannt sind.
Dzogchen jedoch, benötigt keinerlei Visalisierungsprozesse als Vorbereitung, sondern trachtet danach, sofort den Natürlichen Zustand wie er ist, in sich selbst zu entdecken. Wir müssen nicht irgendetwas Spezielles tun. Daher können wir durch die Praxis des Dzogchen, falls wir die Kapazität besitzen, Buddhaschaft innerhalb eines einzigen Lebens realisieren.
Wenn es verschiedene Sichtweisen und verschiedene Pfade gibt, führen sie zu verschiedenen Resultaten. Das ist nur logisch. Daher ist die Buddhaschaft (die Frucht) nach dem Madhyamika und nach dem Mahamudra nicht dieselbe wie die nach dem Dzogchen.