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Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt S

  • FreddyKruemel
  • 23. November 2012 um 15:39
  • Zum letzten Beitrag
  • FreddyKruemel
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    20. November 2012
    • 23. November 2012 um 15:39
    • #1

    Hallo liebes Buddhaland :)
    ich bin vorher über dieses wunderschöne zitat von laotse gestolpert und wollte euch fragen wie ihr das interpretiert:

    Was die Raupe das Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling

  • Zha Xi Mi Ma
    Gast
    • 23. November 2012 um 17:49
    • #2

    Hallo Freddy,
    Ich kenne das Zitat, habe selbst viel von und über Laotse gelesen.

    Setzt die Metamorphose ein denkt die Raupe sie wird sterben doch wir wissen sie wird zum Schmetterling.
    Laotse nutzte dies als Metapher, haben wir unseren Lebensabend erreicht denken wir dass wir sterben werden, doch tun wir es wirklich oder ist es nur eine Metamorphose?

  • Bambus
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    • 23. November 2012 um 18:10
    • #3
    Zha Xi Mi Ma:

    Laotse nutzte dies als Metapher, haben wir unseren Lebensabend erreicht denken wir dass wir sterben werden, doch tun wir es wirklich oder ist es nur eine Metamorphose?

    Das hört sich jetzt an wie eine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Als Idee um den Schrecken des Todes zu mildern.

    Ich sehe das Zitat eher als Aufforderung den eigenen Blickwinkel zu erweitern. Nicht alles als Fakt zu nehmen nur weil es dem eigenen, begrenzten Blickwinkel, entspricht. Offen zu sein für andere Meinungen. Offen zu sein für eigene Entwicklung, Mut machend eigene Sichtweisen zu hinterfragen und bereit zu sein diese auch zu ändern.

    Aber auch das ist nur wild ins Blaue interpretiert :D

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Zha Xi Mi Ma
    Gast
    • 23. November 2012 um 18:26
    • #4

    Laotse war ungewollt ( nach seinem Tod ) der Begründer des Taoismus, aus dem taoistischen Blickwinkel heraus hat er es geschrieben. Ich müsste meine Bücher durchstöbern in dem dieses Zitat steht, dort ist auch die Interpretierung anbei.
    Ob es sich hier um Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod handelt ist jeden selbst überlassen.
    Die Metamorphose endet für die Einen in der Wiedergeburt, der Nächste denkt an ein himmlisches Paradies, der Andere hat vielleicht Angst vorm Höllenfeuer usw., das muss jeder mit sich und seinem Glauben ausmachen.

  • FreddyKruemel
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    20. November 2012
    • 23. November 2012 um 20:18
    • #5

    Also ich stimme euch zu und finde dass die metamorphose auch eine Anspielung auf das stetige wandeln des "ich" ist und uns zeigt dass wir nicht dieselben sind sondern eine veränderte, aber immer noch ähnliche Form. Das wird meiner Meinung nach sehr gut gezeigt von Buddha durch das Beispiel mit den zwei Kerzen!!!

  • Wu°
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    23. Juni 2012
    • 15. August 2013 um 17:52
    • #6

    Ist dieses Zitat überhaupt vom Laotse? Ich habe es nirgends im Tao te King gefunden.

    Die Vorstellung des Wandels im Daoismus ist eine komplett andere als die der Wiedergeburt im Vajrayana. es ist auch kein Wandel in eine ähnliche Form.
    Auch geht es im Daoismus um keine Entwicklung. Es geht um die Rückkehr zum Dao, zum Einfachen, zur Einfalt. Dem Gegenteil von Entwicklung.

    Zitat

    Die Frau des Dschuang Dsï war gestorben. Hui Dsï ging hin, um ihm zu kondolieren. Da saß Dschuang Dsï mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden, trommelte auf einer Schüssel und sang.

    Hui Dsï sprach: »Wenn eine Frau mit einem zusammen gelebt hat, Kinder aufgezogen hat und im Alter stirbt, dann ist es wahrlich schon gerade genug, wenn der Mann nicht um sie klagt. Nun noch dazuhin auf einer Schüssel zu trommeln und zu singen, ist das nicht gar zu bunt?«

    Dschuang Dsï sprach: »Nicht also! Als sie eben gestorben war, (denkst du), daß mich da der Schmerz nicht auch übermannt habe? Aber als ich mich darüber besann, von wannen sie gekommen war, da erkannte ich, daß ihr Ursprung jenseits der Geburt liegt; ja nicht nur jenseits der Geburt, sondern jenseits der Leiblichkeit; ja nicht nur jenseits der Leiblichkeit, sondern jenseits der Wirkungskraft (Qi). Da entstand eine Mischung im Unfaßbaren und Unsichtbaren, und es wandelte sich und hatte Wirkungskraft (Qi); die Wirkungskraft (Qi) verwandelte sich und hatte Leiblichkeit; die Leiblichkeit verwandelte sich und kam zur Geburt. Nun trat abermals eine Verwandlung ein, und es kam zum Tod. Diese Vorgänge folgen einander wie Frühling, Sommer, Herbst und Winter, als der Kreislauf der vier Jahreszeiten. Und nun sie da liegt und schlummert in der großen Kammer, wie sollte ich da mit Seufzen und Klagen sie beweinen? Das hieße das Schicksal nicht verstehen. Darum lasse ich ab davon.«

    "Von der Waschschüssel der Geburt

    bis zur Waschschüssel des Bestatters -

    nur Geschwafel"

    Ikkyû Sôjun

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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