Lukas 9 Interpretationshilfe bitte

Moderator: void

Frank1 hat geschrieben:

Ich denke eher so wie Ramesh Balsekar, dass es ein Leben nur durch Polarität überhaupt gibt. Sobald eines überwiegt, erscheint sein Gegenstück. Das eine ist, weil das andere geht und umgekehrt. Wenn Rosen nicht beschnitten werden, kommt keiner mehr durch den Garten, wenn Dinosaurier nicht so viel Pflanzen gefressen hätten, wären sie nicht ausgestorben. Wenn Menschen alle buddhistische Nonnen und Mönche werden, sterben wir aus.

Ich denke Du denkst zu polar und nicht vereinend. Es gibt immer eine Lösung zwischen Polen, wie nicht jeder Mönch werden will.


Du denkst, ich denke, er, sie, es denken. ... Es gibt immer eine Lösung, natürlich, aber deshalb schrieb ich ja, dass dies jeder nur selbst erfahren/erdenken/erleben kann, also keine universelle Lösung. Oder hast Du für den afrikanischen Kontinent eine parat? Oder für Thailand, Kroatien ... Also selbst in Thailand, einem Land mit überwiegend Buddhisten, ist die Lösung offenbar nur die, die alle Revolutionen suchten - Macht und Gewalt. Also nix dazugelernt, oder?

Du hast Recht, eine Kraft wirkt die Gegenkraft. Es ist sicher so, wenn keine Polarität mehr besteht, wäre alles im Nirvana, wovon wir sicher noch ewig weg sind. Aber es kommt drauf an, ob sich die Pole mehr vereinen, was für mich Glück und erstrebenswert ist und Unglück/Leid wenn sich Pole verstärken und polarisieren.


Ja, auch für mich wäre das erstrebenswert, aber ich hab mich von derartigen Illusionen befreit. Sie sind nicht mein Ziel. Mein Leid beginnt erst einmal bei mir, vor mir, neben mir, möglicherweise sogar durch mich. Das will ich wahrnehmen und - wenn möglich - ändern.

Aber was wir gelernt haben, Geist und Seele bleibt.


Ich habe durch Buddhas Lehre gelernt, dass es weder Geist noch Seele gibt, die schon gar nicht bleiben. Wo hast Du das her?

Aber solange ich das Rechtssystem, die Gesellschaft, das Internet und das Smartphone und den Zugriff auf unbeschränktes geistiges und anderes Wissen habe, möchte ich diese Chance behalten, solange wie möglich und ich denke auch die Menschheit. Ich will nicht nochmals als Ameise oder Neanderthaler anfangen. D.h. Kopf in den Sand stecken ist für mich nicht.


Davon ist hier auch nicht die Rede. Aber wo Du das sagst, Ameise oder Neanderthaler sind durchaus im Bereich des Möglichen, wenn zu viele Wünsche offen bleiben im Moment des Todes :mrgreen:

Das mit den Greisen jetzt momentan wird sicher kein gutes Ende, bzw Härte bedeuten, aber in der Zukunft einen jungen Körper und Geist zu behalten ohne Senilität oder Demenz, also länger auf Erfahrungen zuzugreifen können und lernen zu können, als nach 70 Jahren wieder neu anzufangen, sehe ich als Erstrebenswert an.

Ja, wenn da nicht gleich wieder der Schatten auftauchen würde: Wer hat's erfunden? Wer kann sich das leisten? Wer wird dadurch reich? Bekommt das auch ein Hartz IV Empfänger? Welche Nebenwirkungen hat das Medikament?

Ich sehe das auch nicht als OFF-Topic an, es passt sehr gut zu dem Thema und ist für mich das Thema.


okay und auch
herzliche Grüße :D

Monika
Hallo Monikamarie,

ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich, wenn ich Dir antworte, auch wenn das ein generelles, sehr wichtiges, sehr aufheizendes Thema ist.

Du denkst, ich denke, er, sie, es denken. ... Es gibt immer eine Lösung, natürlich, aber deshalb schrieb ich ja, dass dies jeder nur selbst erfahren/erdenken/erleben kann, also keine universelle Lösung. Oder hast Du für den afrikanischen Kontinent eine parat? Oder für Thailand, Kroatien ... Also selbst in Thailand, einem Land mit überwiegend Buddhisten, ist die Lösung offenbar nur die, die alle Revolutionen suchten - Macht und Gewalt. Also nix dazugelernt, oder?


Sicher gibt es keine universelle Lösung aber Lösungen für die speziellen Themen, auch wenn die Dir nicht als Lösungen erscheinen.
Ich habe keine Lösung für alle darbenden Afrikaner parat. Die Lösung ist die Erde dahin zu bekommen, dass die Resourcen so genutzt werden, dass sie regenierbar und ausreichend sind. D.h. die Weltbevölkerung ist einfach zu groß. Dazu gibt es Lösungen, aber keine schönen. Oft steht wenn keine sinnvollen Lösungen gefunden und durchgeführt werden, wie in unserer jetzigen Situation auf der Erde am Ende Macht und Gewalt. Selbst die Christen, die ja alles mit Liebe lösen wollen, sehen am Ende Ihrer Offenbarung Macht und Gewalt. D.h. man muss sich wohl damit abfinden, dass wenn keine sinnvollen Lösungen rechtzeitig gefunden werden, am Ende oft Macht und Gewalt stehen. Das ist natürlich und hat auch seinen Sinn, es beim nächsten Mal nicht mehr dazu kommen zu lassen und der bekommt Macht, der es noch am besten macht gegenüber den anderen. Da kann ich Dir nur raten, diese Realtität zu akzeptieren, sonst leidest Du zuviel für etwas für das man nicht leiden sollte, sondern es als etwas Richtiges akzeptieren solltest, wie es das Leid und Karma ist.


Davon ist hier auch nicht die Rede. Aber wo Du das sagst, Ameise oder Neanderthaler sind durchaus im Bereich des Möglichen, wenn zu viele Wünsche offen bleiben im Moment des Todes.


Wenn es richtig für mich ist, habe ich nichts dagegen, was ich meine ist das die ganze Menschheit wie die Dinosaurier wieder auf dieser Erde als Ameisen, Bakterien oder Neanderthaler wieder die Evolution von neuem anfangen muss.

Ja, wenn da nicht gleich wieder der Schatten auftauchen würde: Wer hat's erfunden? Wer kann sich das leisten? Wer wird dadurch reich? Bekommt das auch ein Hartz IV Empfänger? Welche Nebenwirkungen hat das Medikament?


Natürlich. Aber wenn es dem Wesen der Natur nicht entspricht, wird es sich nicht durchsetzen. Wenn es dem Wesen der Natur entspricht wird es auch irgendwann für alle erschwinglich sein. Ich denke Du denkst zu negativ aus alter Erfahrung.

Ich hoffe Du kannst meine Meinung akzeptieren. Wo sie nicht logisch oder falsch ist, sag es mir bitte und bessere Lösungen.

Herzliche Grüße

Frank
Frank1 hat geschrieben:
ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich, wenn ich Dir antworte, auch wenn das ein generelles, sehr wichtiges, sehr aufheizendes Thema ist.


Ich hoffe, das war ein Scherz, lieber Frank. 8)

Sicher gibt es keine universelle Lösung aber Lösungen für die speziellen Themen, auch wenn die Dir nicht als Lösungen erscheinen.


Du bist voreingenommen, wenn Du meinst, "... auch wenn die dir nicht als Lösungen erscheinen."
Natürlich weiß auch ich Lösungen für spezielle Probleme in dieser Welt. Und es hat ja auch schon einige gegeben. Da sind wir uns sicher einig.

... Da kann ich Dir nur raten, diese Realtität zu akzeptieren, sonst leidest Du zuviel für etwas für das man nicht leiden sollte, sondern es als etwas Richtiges akzeptieren solltest, wie es das Leid und Karma ist.


Danke für den Rat, aber ich leide nicht. Ja, es ist karmisch.

Wenn es richtig für mich ist, habe ich nichts dagegen, was ich meine ist das die ganze Menschheit wie die Dinosaurier wieder auf dieser Erde als Ameisen, Bakterien oder Neanderthaler wieder die Evolution von neuem anfangen muss.


Ja und, wäre doch auch nur karmisch. Ich akzeptiere das, was ich nicht ändern kann.

Ich denke Du denkst zu negativ aus alter Erfahrung.


Du kennst mich nicht, hast offenbar noch nicht viel von mir gelesen oder aber nicht richtig wahrgenommen.
Ich habe keine persönlichen negativen Erfahrungen mit "Nebenwirkungen". Ich kann lesen, sehen und hören. Da reichen die Medien, Verwandte und Bekannte.
Um das Ausmaß zu begreifen, genügt dies und dazu kommen noch die 4 Edlen Wahrheiten.

Ich hoffe Du kannst meine Meinung akzeptieren. Wo sie nicht logisch oder falsch ist, sag es mir bitte und bessere Lösungen.


Ich kann Deine Meinung akzeptieren. Aber es ist eben nur eine Meinung. Deshalb spielt es auch keine Rolle, ob sie logisch oder falsch ist. Wer weiß das schon?
Das Thema hier lautet: "Lass die Toten ihre Toten begraben". Für mich ist das Thema jetzt abgeschlossen, denn alles andere ist weitere Spekulation.
Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir, dass sich Deine Hoffnungen erfüllen mögen, wenn sie zu mehr Frieden und Leidfreiheit beitragen.

_()_ Monika
[/quote]
Hallo MonikaMarie1,

Ich danke Dir für Deine Antwort.

Frank1 hat geschrieben:ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich, wenn ich Dir antworte, auch wenn das ein generelles, sehr wichtiges, sehr aufheizendes Thema ist.

Ich hoffe, das war ein Scherz, lieber Frank.


Man weiss ja nie, obwohl Du wahrscheinlich grundsätzlich friedliebend bist!


Du bist voreingenommen, wenn Du meinst, "... auch wenn die dir nicht als Lösungen erscheinen."


Ich bin sicher da voreingenommen gewesen, will und wollte Dich aber nicht beleidigen.

Ja und, wäre doch auch nur karmisch. Ich akzeptiere das, was ich nicht ändern kann.


Jeder hat auch wenigstens im Kleinen und im Denken eine Möglichkeit etwas zu ändern und das kann viel sein.

Ich denke Du denkst zu negativ aus alter Erfahrung.


Du kennst mich nicht, hast offenbar noch nicht viel von mir gelesen oder aber nicht richtig wahrgenommen.
Ich habe keine persönlichen negativen Erfahrungen mit "Nebenwirkungen". Ich kann lesen, sehen und hören. Da reichen die Medien, Verwandte und Bekannte.
Um das Ausmaß zu begreifen, genügt dies und dazu kommen noch die 4 Edlen Wahrheiten.


Du hast sicher recht mit dem ersten Satz, aber ich glaube trotzdem Du denkst allgemein zu pessimistisch. Aber auch das ist nur meine Meinung bzw eher ein Gefühl und kann eine Unterstellung sein.

Ich hoffe Du kannst meine Meinung akzeptieren. Wo sie nicht logisch oder falsch ist, sag es mir bitte und bessere Lösungen.


Ich kann Deine Meinung akzeptieren. Aber es ist eben nur eine Meinung. Deshalb spielt es auch keine Rolle, ob sie logisch oder falsch ist. Wer weiß das schon?


Es ist nur eine Meinung, aber man kann Meinung auch logisch hinterfragen. Meine Intention ist nicht nur irgendeine Meinung zu posaunen, sondern meine Meinungen auch zu hinterfragen. Und dafür brauche ich andere, wie Dich.

Das Thema hier lautet: "Lass die Toten ihre Toten begraben". Für mich ist das Thema jetzt abgeschlossen, denn alles andere ist weitere Spekulation.
Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir, dass sich Deine Hoffnungen erfüllen mögen, wenn sie zu mehr Frieden und Leidfreiheit beitragen.


Für mich gibt es dazu erst mal auch nichts mehr zu sagen. Danke für Deine Wünsche. Meine Hoffnungen haben als Ziel, wenigstens langfristig und möglichst endgültig zu mehr Frieden und Leidfreiheit zu führen

Frank
Frank1 hat geschrieben:

Man weiss ja nie, obwohl Du wahrscheinlich grundsätzlich friedliebend bist!


Diese Antwort ist nicht friedenbringend, da nicht wohlwollen bzw. positiv ausgerichtet.

Ja und, wäre doch auch nur karmisch. Ich akzeptiere das, was ich nicht ändern kann.


Jeder hat auch wenigstens im Kleinen und im Denken eine Möglichkeit etwas zu ändern und das kann viel sein.


Habe ich dem widersprochen? Dem stimme ich noch mal ausdrücklich zu.

Ich denke Du denkst zu negativ aus alter Erfahrung.


Nicht friedenbringend, da weder wohlwollend noch positiv ausgedrückt. Reine Vermutung, die nicht das Leid vermindert.

Du hast sicher recht mit dem ersten Satz, aber ich glaube trotzdem Du denkst allgemein zu pessimistisch. Aber auch das ist nur meine Meinung bzw eher ein Gefühl und kann eine Unterstellung sein.


Ich empfehle Dir, wenn Du wirklich Leid verhindern willst und Frieden stiften, dann nicht immer wieder derartige Vermutungen loszulassen, die durchaus verletzen könnten. Was aber bedeutet es, jemanden durch seine Voreingenommenheit zu verletzen? Es bedeutet, Leid zu schaffen. Gewalt beginnt im Kopf, wandert über das Wort und endet in körperlicher Auseinandersetzung. Für mich beginnt die Gewalt bereits in der negativen Wahrnehmung meines Gegenübers. Dies ist nur ein freundschaftlicher Tipp, da Du ja schriebst:

Es ist nur eine Meinung, aber man kann Meinung auch logisch hinterfragen. Meine Intention ist nicht nur irgendeine Meinung zu posaunen, sondern meine Meinungen auch zu hinterfragen. Und dafür brauche ich andere, wie Dich.


Meine Hoffnungen haben als Ziel, wenigstens langfristig und möglichst endgültig zu mehr Frieden und Leidfreiheit zu führen.


Der Frieden beginnt hier. Deshalb habe ich Dir noch einmal geantwortet, um Dich darauf aufmerksam zu machen. Wenn ich als Oberlehrerin rüberkomme, so entschuldige. Das ist nicht meine Absicht. Was ich mir wünsche, ist ein sachlicher, nicht persönlich werdender Austausch.

Vielleicht reagiere ich jetzt nicht angemessen. Das Problem liegt m.E. darin, dass wir einander nicht gegenüberstehen. Wir können einander nicht sehen und daher auch nicht mögliche Beweggründe an Gestik und Mimik ablesen. Ich kann Dir jedoch versichern, dass ich mir nicht leichtfertig über Dich eine Meinung bilde. Wobei ich gerade auch diese Meinungsbildung für eine Un-Art halte, die uns davon abhält, uns immer wieder neu - täglich frisch :D - wahrzunehmen. Die Meinung verhindert ein unvoreingenommenes, vorurteilfreies Erfassen der Wirklichkeit, und dieses verhindert den Frieden, denn hier beginnen Trennung und Spaltung.

...sehe ich den Sinn in der Natur sich aufdeckende Polariäten nicht durch Spaltung und Polarisierung und Durchsetzen eines Poles sondern in der Vereinigung und Auflösen der Pole im Tao/Dao in der goldenen Mitte ohne dass ein Pol falsch überwiegt.


Ich wünsche Dir einen schönen Abend.

_()_ Monika
MonikaMarie,

danke das Du mir meine gewünschte Rückmeldung gibts und sie auch logisch begründest.

Ich will Dir meine gelernte Charakterstruktur erklären und die dadurch resultierten Verhaltensweisen, ohne diese rechtfertigen zu wollen.
Ich bin ein introvertierter Mensch, der seine Gefühle sehr kontrolliert bzw früher auch kontrollieren musste, und das waren oft Wut.
Aus dauernder Wut ist ein wohlwollendes und friedlebendes Verhalten selten zu erlernen, es erlaubt einfach die Wut nicht.
D.h. ich habe dann gelernt das durch Übersteigern der Wut und Provokation die Wut und Provokation danach in sich zusammenfällt und sich löst und entspannt.
Das ist nicht negativ als Handlungen gemeint, sondern nur das Gefühl übersteigern.
D.h. mathematisch Minus Mal Minus gibt Plus. Ähnlich ist es mit den Gefühlen Angst und meinen Atemtechniken.
Dies versuche ich auch mit meinen Gesprächspartnern zu machen, um bei Ihnen auch das Minus Mal Minus Gleich Plus zu erreichen. Also es ist von meinem Denken nicht negativ gedacht sondern positiv, auch wenn es einer, der dies nicht kennt, dies nicht sieht oder auch nicht so empfindet.

In den letzten Jahren hat sich durch dieses "Auskotzen" die Wut reduziert, sodass auch mehr liebendes und positives Verhalten erst möglich wird,
also mathematisch Plus mal Plus gibt Plus.
In aktuell kurzer Zeit bin ich zufällig (ich glaube an keinen Zufall) jetzt zuerst über den Softskill Kritikfähigkeit bzw Kritikkompetenz gestolpert und habe mir aus dem Internet Informationen runtergeladen, ausserdem bis in ich auf einen Beitrag hier im Forum gestoßen, der etwas ähnliches von Buddha sagt und jetzt sagst Du auch noch entsprechendes.

Das heisst, es ist für mich Zeit mich mit dem Thema ernsthaft zu beschäftigen und ich denke Kritikfähigkeit, d.h. wohlwollend und friedvoll Anregungen (ich will es jetzt nicht Kritik nennen) zu geben, ist essentiell in dieser Welt. D.h. ich werde das Thema ernsthaft angehen, aber Verhaltensänderungen brauchen Zeit und Übung.
Ob man es immer schafft, wenn man wütend ist und Wut kommt meines Erachtens aus gefühlter oder eingebildeter Ungerechtigkeit des anderen, immer friedliebendes Verhalten an den Tag zu legen, kannst Du dir selber mal überlegen. Aber ich denke Du kannst es sicher besser wie ich, wie Du es hier für mich äusserst positiv gezeigt hast. Man kann es versuchen. Das gleiche ist Kritik, wenn man sich geärgert hat, wohlwollend und friedliebend rüberzubringen,ist oft nicht so einfach. Aber warum soll man es nicht versuchen.

Verbale Gewalt endet nicht immer in körperlicher Gewalt, nur bei denen, die sich nicht beherrschen können oder keine bessere Lösung kennen, wie das Lassen.

Ich denke eine Meinung äussern zu dürfen, wie es in unserer Gesellschaft als Meinungsfreiheit erlaubt ist, ist wichtig, um auch diese eventuell falsche Meinung und Sichtweise (wir können selten objektiv die Wirklichkeit sehen) überprüft von den anderen zu bekommen und den Sachverhalt zu klären und mehr zur Realität zu finden. Deswegen ist für mich das Äußern einer Meinung heilig, aber meistens nicht die Meinung. Deswegen haben wir auch eine Pressefreiheit.Wo diktatorische Institutionen geführt haben, die Meinungen unterdrückt haben, war immer Unwissenheit und Unsicherheit in seiner Meinung und seinem Selbst.
Meinung äußern endet natürlich da, wo sie nicht wahr ist und persönlich beleidigt, also Verleumdung und üble Nachrede.

WIe gesagt, du hast hier ein gutes Beispiel gezeigt, wie man es richtig macht und ich weiss dass ich hier in nächster Zeit eine Aufgabe habe.

Beste Grüße

Frank
Hallo lieber Frank,
ich bin berührt von Deiner Offenheit und danke Dir dafür.

Frank1 hat geschrieben:
Ich will Dir meine gelernte Charakterstruktur erklären und die dadurch resultierten Verhaltensweisen, ohne diese rechtfertigen zu wollen.
Ich bin ein introvertierter Mensch, der seine Gefühle sehr kontrolliert bzw früher auch kontrollieren musste, und das waren oft Wut.
Aus dauernder Wut ist ein wohlwollendes und friedlebendes Verhalten selten zu erlernen, es erlaubt einfach die Wut nicht.
D.h. ich habe dann gelernt das durch Übersteigern der Wut und Provokation die Wut und Provokation danach in sich zusammenfällt und sich löst und entspannt.
Das ist nicht negativ als Handlungen gemeint, sondern nur das Gefühl übersteigern.
D.h. mathematisch Minus Mal Minus gibt Plus. Ähnlich ist es mit den Gefühlen Angst und meinen Atemtechniken.


Ich bin extrovertiert, bin aber auch ein Kontrolltyp, so dass ich, eben weil ich das nicht gut heißte, meine negativen Gefühle zurückdrängte. Erst durch Literatur wie "Einbruch in die Freiheit" Jiddu Krishnamurti wurde ich mutig, meine Wut auch zu fühlen und zuzulassen. Eben auch nicht auszuagieren, sondern lediglich hochkommen zu lassen und zu sehen. Im Laufe der Zeit, das ist jetzt mehr als 20 Jahre her, habe ich aber auch meinem Zorn Raum gegeben, z.B. am Arbeitsplatz, wenn gemobbt wurde oder Ungerechtigkeiten offenbar waren. Ich hatte dann keine Angst mehr, mich für mich oder andere stark zu machen. Jedoch verselbständigte sich diese Energie, weil ich meine Macht spürte und diese Kraft mir unglaublich viel Selbstsicherheit verlieh. Ich wurde somit auch wegen Kleinigkeiten wütend oder weil jemand mit nicht ernst genug nahm, ich wurde wütend, nur weil mir jemand widersprach. Und ich sah, dass das nun keineswegs mehr mit meinen Idealen übereinstimmte. Nur wusste ich jetzt nicht mehr, wie ich das in den Griff bekommen sollte. Denn allein durch Wünschen und Besserungsversprechen mir und anderen gegenüber verließ mich diese Energie nicht, sondern sie überwältigte mich immer wieder. Meine Weltanschauung und mein Handeln drifteten auseinander.

Durch die Satipatthana-Praxis kam ich ihr jedoch näher. Deshalb bin ich auch Buddhaland so dankbar, weil ich hier ein gutes Betätigungs- und Aufklärungsfeld fand. Betätigungsfeld insofern als ich meine Wut am PC beobachten und loszulassen lernte. Während ich noch vor Jahren Angst hatte, einen kritischen oder hämischen Beitrag an mich gerichtet zu lesen, zwang ich mich, ganz genau hinzuschauen und das so unvoreingenommen wie möglich zu lesen. Ich konnte im Laufe der Zeit erkennen, dass ich erstens nicht immer genau genug gelesen hatte und zweitens, dass die Kritik zu Recht bestand. So veränderte sich allmählich meine Blickrichtung. Und heute lese und höre ich gerne Tipps und Empfehlungen, denn ich weiß, dass ich nicht alles weiß (wen wundert's :lol: ). Ja, ich war früher überheblich (und hoffe, dass sich das gegeben hat). Aus dieser Überheblichkeit heraus habe ich agiert, weil ich die meisten anderen für unwissend oder einfach blöd hielt. Heute weiß ich, dass meine Wut u.a. auch damit zusammenhing, dass ich nicht begreifen konnte, wie jemand etwas anders sehen konnte als ich. Das ist jetzt erloschen.

Das heisst, es ist für mich Zeit mich mit dem Thema ernsthaft zu beschäftigen und ich denke Kritikfähigkeit, d.h. wohlwollend und friedvoll Anregungen (ich will es jetzt nicht Kritik nennen) zu geben, ist essentiell in dieser Welt. D.h. ich werde das Thema ernsthaft angehen, aber Verhaltensänderungen brauchen Zeit und Übung.
Ob man es immer schafft, wenn man wütend ist und Wut kommt meines Erachtens aus gefühlter oder eingebildeter Ungerechtigkeit des anderen, immer friedliebendes Verhalten an den Tag zu legen, kannst Du dir selber mal überlegen.


Andererseits hat mir meine Wut beginnend Ende des letzten Jahrhunderts :lol: :lol: :lol: in vielen schwierigen Situationen geholfen, für meine Rechte und das meines Kindes erfolgreich zu kämpfen. Wer stillehält den Behörden gegenüber wird nicht wahrgenommen, so meine Erfahrung. Da war ein Auf-den-Tisch-hauen schon angebracht, damit jemand mal aufwacht und über den Tellerrand schaut.

In den letzten Jahren hat sich durch dieses "Auskotzen" die Wut reduziert, sodass auch mehr liebendes und positives Verhalten erst möglich wird,
also mathematisch Plus mal Plus gibt Plus.


Genau. Und weißt Du, was ich ganz besonders gut an Deinem Beitrag empfinde? Ich bin auf dieselbe mathematische Formel gekommen wie Du, als dieser "Auskotzprozess" begann. Ich glaube auch nicht an Zufälle.

Aber ich denke Du kannst es sicher besser wie ich, wie Du es hier für mich äusserst positiv gezeigt hast. Man kann es versuchen. Das gleiche ist Kritik, wenn man sich geärgert hat, wohlwollend und friedliebend rüberzubringen,ist oft nicht so einfach. Aber warum soll man es nicht versuchen.


Siehe hier: viewtopic.php?f=1&t=12829#p249353
und hier: viewtopic.php?f=22&t=12826#p249382

Was das nun wiederum mit dem Thema "Lass die Toten ihre Toten begraben" zu tun hat? Ich meine, es geht darum, dass wir uns nicht allzu sehr mit unabänderlichen und vergangenem Leid beschäftigen sollten, keine langen Sterberituale etc. Das ist nur meine Meinung, denn dem Toten geht es jetzt vielleicht besser als mir. Deshalb sollte ich mich lieber damit beschäftigen, was ich hier und jetzt für mich und für andere Lebende tun kann. Durch den Tod eines nahen Menschen kann mir meine eigene Sterblichkeit fühlbar bewusst werden und nicht nur intellektuell.

_()_ Monika
Hallo Monika,

dies ist eine klassische Situation für mich wie eine Minus Mal Minus Situation sich dann in eine Plus Mal Plus Situation übergeht.
Das positive war das Du mein Verhalten gespiegelt hast und mir den Sinn und das Konstruktive vorgeschlagen und gleichzeitig vorgeworfen hast, d.h zu wenig:

friedenbringend, da nicht wohlwollend bzw. positiv ausgerichtet.


Da hat’s bei mir Klick gemacht.

Wie gesagt, es kann sein, dass auch die nächsten Treffen im Forum, auch mit Dir, nicht unbedingt wieder bei Plus Mal Plus anfangen, aber der Weg ist schon mal geebnet. Das meine ich mit dem Zusammenführen der Pole in der goldenen Mitte, wo sie extrem auseinanderklaffen. Das heisst man wird einen aggressiven, provozierenden Machtmenschen nicht zum liebenden Gutmenschen machen können und umgekehrt, aber man kann die andere Welt vereinend integrieren und vielleicht Teile davon übernehmen, wie Du auch schon Macht gespürt und ausgeübt hast.
Macht bekommt man m.E. nicht umsonst, sondern weil man etwas richtig macht, so wie Du es sicher auch gemacht hast. Macht und Gewalt (ich meine hier eher die legitimierte Macht einer Führungsperson in einer Gruppe oder im Beruf, Polizeigewalt, Rechtsgewalt, Militärgewalt, und nicht Selbstjustiz und damit z.B. illegale körperliche Gewalt) ist auch immer Verantwortung und ein Lernprozess mit Ihr umzugehen und verführt auch immer egoistische Ziele damit zu verfolgen. Wer aber erkannt hat, das ungerechtes Entscheiden besonders gegenüber seinen „Gegnern“ oder „Feinden“, die oft nur genauso berechtigte, entgegengesetzte Wertepole vertreten, wie man selbst, wenn man Macht hat, zu Ohnmacht und Machtverlust führt, der denkt immer nach der goldenen Regel und dem besten Sinn für alle in einer Situation. Aber das findet man kaum, vielleicht noch intuitiv im christlichen Bereich, wo es heisst „Liebe Deine Feinde“, was auch m.E. zu deren Vormachtsstellung geführt hat. Es ist die große Wahrheit, die ich glaube, gefunden zu habe und die ich immer wieder predige, weil sie mir geholfen hat.

Ich bin auch froh, dass man mich noch nicht hier rausgeschmissen hat, bei all dem was ich so gesagt und provoziert habe und es war eine super Anregung von anderen, nicht mehr in meinem Umkreis diskutieren zu versuchen, sondern in ein buddhistisches Forum zu gehen.

Und heute lese und höre ich gerne Tipps und Empfehlungen, denn ich weiß, dass ich nicht alles weiß (wen wundert's ).
Ja, ich war früher überheblich (und hoffe, dass sich das gegeben hat). Aus dieser Überheblichkeit heraus habe ich agiert, weil ich die meisten anderen für unwissend oder einfach blöd hielt. Heute weiß ich, dass meine Wut u.a. auch damit zusammenhing, dass ich nicht begreifen konnte, wie jemand etwas anders sehen konnte als ich.


Ich bin heute noch überheblich und um so sehr ich in meinen Selbst sicherer werde, um so überheblicher werde ich. Aber ich weiss und spüre es wenigstens, auch wenn ich es nicht ändern kann und versuche es möglichst positiv auszuleben und auf dem Boden zu bleiben. Ich hoffe es verpufft auch irgendwann wie die Wut und die Ängste. Auch glaube ich, dass Stolz bei jedem aus alter gefühlter oder echter Ungerechtigkeit mit einer (eventuell tiefen) Demütigung kommt.

Wir sind alle Wissende in unsere Welt und alle anderen sind Unwissende in unserer Welt. Deswegen scheint es uns so als wüßten wir die Wahrheit der Realität, aber wenn man es wirklich real zu sehen versucht, kann es sein, dass wir gar nichts Reales wissen und kennen. Daraus kommt, dass was ich hier im Forum lernen will, die Reibung mit dem und das Fühlen des Elefanten (siehe meine Signatur unten) und anderen, um der Wahrheit näher zu kommen.
Das ist auch das was ich über Meinungsfreiheit gesagt habe, wo man natürlich auch verleumden und übel nachreden kann, aber selten meines Erachtens vorsätzlich, sondern aus der eigenen Welt und eventuellen früheren Erfahrungen entspringend.

Es gibt aber auch Minus Mal Plus = Minus. Das Unterdrücken einer Äusserung über eine Ungerechtigkeit mit „Liebe“ oder z.B. liebendes Geben und Schützen bei seinem Kind, wenn ein anderer es berechtigt anklagt oder aus Fehlverhalten schlechte Noten in der Schule bekommt oder schlechtes Verhalten zeigt. Das sind Beispiele von Minus Mal Plus = Minus.

Mit dem Minus Mal Minus, als Beispiel in unserem Dialog meine ich z.B. „ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich“, das Du vielleicht Dir innerlich Dir erlaubst zu sagen, „den könnte ich jetzt erschlagen“, Dir die Wut erlaubst, aber mit meinem Wunsch „ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich“, der demütig gemeint ist, damit es nicht zur Tatausführung kommt. Dies war nicht schuldigmachend gemeint, sondern eine Anregung ein entsprechendes Gefühl positiv auszuleben. Wenn man sich nicht sieht und hört, kann das natürlich anders ausgelegt werden. Das ist wie wenn ein Hund keinen Kampf will und dem anderen die Kehle anbietet, eine Art Demutshaltung. In Machtkämpfen kann so eine Fähigkeit der Demut die eigene Machtposition erhalten oder das Leben retten.

Siehe hier: viewtopic.php?f=1&t=12829#p249353
und hier: viewtopic.php?f=22&t=12826#p249382


Wenn ich von Buddha ausgehe, war sein Pol sicher nicht Minus Mal Minus ist Plus, sondern Plus Mal Plus ist Plus. Abschliessend kann ich nicht behaupten, das Minus Mal Minus manchmal zwingend ist und richtig ist. Aber die mathematische Formel und meine Erfahrungen sagen es aus, besonders das Minus nur durch Mal Minus zu Plus werden kann . Und hier ist nicht Minus „Plus“ Minus gemeint, was doppeltes Minus ergibt. Deswegen halte ich z.B. von Ignorieren oder „keine Beachtung und Aufmerksamkeit schenken“ nichts, im Gegenteil, wenn jemand wütend wird, werde ich sofort hellhörig und beginne zu hinterfragen, was er eigentlich will und warum er wütend ist und die Lösung suchend, um seine Wut nicht noch zu verstärken, wenn er Recht hat, indem die Ursachen gelöst (Lösungen gefunden) werden. Dieses Verhalten impliziert, dass man bei allem Schreien des anderen, doch dem anderen bewusst und konzentriert zuhört, was er sagt, meint und will und es nicht gleich in eine Schublade tut und automatisch verwirft, bzw die Ohren verschließt. D.h. nicht das ich auch mal ignoriere oder sogar die Ursachen provoziere und anspreche, wenn ich denke der andere liegt in seiner Wut falsch. Aber ich überlege mir das meistens vorher sehr gut, um kein Risiko einzugehen.

Plus Mal Plus haben wir, wenn wir unter Gleichgesinnten sind, aber dadurch auch Inzucht unserer Meinungen und Verhaltensweisen. Was aber für mich wichtig ist, nur unter Gleichgesinnten kann man eigentlich eine Wahrheit weitergeben:

„Wahre Mitteilung findet nur unter Gleichgesinnten, Gleichdenkenden statt“
Novalis, eigentlich Friedrich Leopold von Hardenberg (1772-1801), deutscher Dichter

„Information ist nur, was verstanden wird.“ Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007) deutscher Atomphysiker und Philosoph

Hier ein paar Anregungen zum Minus Mal Minus Gleich Plus von entgegengesetzt Denkenden („Feinden“, „Gegnern“) und der goldenen Mitte:

"Nur Feinde sagen die Wahrheit; Freunde und Liebende lügen unendlich, gefangen im Netz der Pflicht." - Stephen King, Schwarz. Der dunkle Turm I. 13. Auflage, München, 2002. Übersetzer: Joachim Körber. ISBN 3-453-12-384-0
d.h. wenn wir lernen wollen, müssen wir unseren Feinden zuhören. Wenn wir unsere „Feinde“, besser unsere Gegner, bzw Inhaber der entgegengesetzten Pole unserer eigenen Pole zum Schweigen bringen, hören wir die Wahrheit nicht mehr.

„Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es.“ Arthur Schopenhauer

„Unseren Feinden haben wir viel zu verdanken. Sie verhindern, dass wir uns auf die faule Haut legen.“ Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

“Wer andere groß macht, wird selber groß. Wer andere klein macht, wird selber klein.”

Ein guter Feind ist besser als ein schlechter Freund!


Einseitigkeit versus goldener Mitte:

"Eine Hauptursache philosophischer Krankheiten - einseitige Diät: man nährt sein Denken nur mit einer Art von Beispielen." - Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, §593

"Die Wahrheit liegt in der (goldenen) Mitte." Deutsches Sprichwort
"In der (goldenen) Mitte geht man am sichersten." Deutsches Sprichwort
"Jedes Ding hat zwei Seiten." Deutsches Sprichwort

„Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit“ chinesisches Sprichwort

Wie gesagt, Plus Mal Plus und was es ausmacht an Verhaltensweisen ist durch die meisten Religionen gut bekanntgeworden, aber Minus mal Minus kennt man eigentlich nur etwas in der Psychologie und Pädagogik, aber m.E. besonders im Management Coaching. Ich erhoffe mir, da auch Anregungen aus dem Islam bzw Koran, der einzigen Religion die dies m.E. beinhalten kann, zu finden, aber besonders im Management Coaching, z.B. Softskill Kritikfähigkeit/Kritikkompetenz:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kritikkompetenz

Was das nun wiederum mit dem Thema "Lass die Toten ihre Toten begraben" zu tun hat? Ich meine, es geht darum, dass wir uns nicht allzu sehr mit unabänderlichen und vergangenem Leid beschäftigen sollten, keine langen Sterberituale etc. Das ist nur meine Meinung, denn dem Toten geht es jetzt vielleicht besser als mir. Deshalb sollte ich mich lieber damit beschäftigen, was ich hier und jetzt für mich und für andere Lebende tun kann.


Hier habe ich auch andere Gedanken, kann aber Deine nachvollziehen.
Sterberituale sind symbolische Akte, einen Verlust nochmals tief zu durchleiden (Trauerarbeit) und dann ihn endgültig abzuschließen. Auch kann man Leid in der Vergangenheit nicht mehr ändern und nachzutrauern bringt überhaupt nichts. Aber das Analysieren, warum war da Leid, was waren die Ursachen und Fehler, die Trauerarbeit, um neue Lösungen für die Zukunft zu finden, wenn sich die Situation wiederholt.
Ich bin ein Zukunftsdenker und ich denke immer daran, wie war es früher, um die Zukunft vorherzusehen und sie durch sinnvolle Änderungen besser als in der Vergangenheit zu gestalten. Das heisst Nachdenken ist für mich immer ein Vergleichen von alten Situationen und daraus Schlüsse ziehen. Dieses Denken rückt auch vom Hier und Jetzt ab, aber der der nur in Gegenwart lebt, wie z.B. Jesus, für den ist auch nicht gesagt, dass der bewusst im Hier und Jetzt lebt (was aber Jesus sicher getan hat).
Wie gesagt, ich war sicher in meinem Karma früher auch schon Oberlehrer, dem die Schüler weggelaufen sind und kann es auch heute nicht lassen, und es ist meine Welt. Ob sie etwas mit der Realität zu tun hat, weiss ich nicht.

Wie gesagt, die Diskussion mit Dir, Monika, war sehr hilfreich für mich und ich danke Dir dafür, auch dass ich meine Position und mein Denken darstellen durfte ohne ignoriert zu werden.

Beste Grüße an alle die das lesen

Frank
Wie gesagt, die Diskussion mit Dir, Monika, war sehr hilfreich für mich und ich danke Dir dafür, auch dass ich meine Position und mein Denken darstellen durfte ohne ignoriert zu werden.

Beste Grüße an alle die das lesen


Frank

Mit Interesse verfolgt
Danke an Euch beide !

herzlichst, Gitte
Frank1 hat geschrieben:
Da hat’s bei mir Klick gemacht.


Hallo Frank, ich liebe Klicks :D

Wie gesagt, es kann sein, dass auch die nächsten Treffen im Forum, auch mit Dir, nicht unbedingt wieder bei Plus Mal Plus anfangen, aber der Weg ist schon mal geebnet. Das meine ich mit dem Zusammenführen der Pole in der goldenen Mitte, wo sie extrem auseinanderklaffen.


Genau das meine ich auch. Es ist ein Prozess. Wir sind nicht jetzt fertig, nur weil wir einen weiteren blinden Fleck beseitigt haben. Wichtig erscheint mir nur, dass wir offen bleiben und Mut genug haben hinzusehen.

@Monika
Deshalb bin ich auch Buddhaland so dankbar, weil ich hier ein gutes Betätigungs- und Aufklärungsfeld fand. Betätigungsfeld insofern als ich meine Wut am PC beobachten und loszulassen lernte. Während ich noch vor Jahren Angst hatte, einen kritischen oder hämischen Beitrag an mich gerichtet zu lesen, zwang ich mich, ganz genau hinzuschauen und das so unvoreingenommen wie möglich zu lesen. Ich konnte im Laufe der Zeit erkennen, dass ich erstens nicht immer genau genug gelesen hatte und zweitens, dass die Kritik zu Recht bestand. So veränderte sich allmählich meine Blickrichtung. Und heute lese und höre ich gerne Tipps und Empfehlungen, denn ich weiß, dass ich nicht alles weiß ...


Wer aber erkannt hat, das ungerechtes Entscheiden besonders gegenüber seinen „Gegnern“ oder „Feinden“, die oft nur genauso berechtigte, entgegengesetzte Wertepole vertreten, wie man selbst, wenn man Macht hat, zu Ohnmacht und Machtverlust führt, der denkt immer nach der goldenen Regel und dem besten Sinn für alle in einer Situation. Aber das findet man kaum, vielleicht noch intuitiv im christlichen Bereich, wo es heisst „Liebe Deine Feinde“, was auch m.E. zu deren Vormachtsstellung geführt hat. Es ist die große Wahrheit, die ich glaube, gefunden zu habe und die ich immer wieder predige, weil sie mir geholfen hat.


Wichtig war mir, als ich dies erkannte, festzustellen, dass Predigen in erster Linie ein Festigen des eigenen Glaubens ist. Desto größer meine Gewissheit wurde, wie die Dinge sind, desto weniger muss ich predigen. Obwohl auch ich eine "Predigernatur" habe :lol: und der Abschied vom Missionarshut mir sehr schwerfiel - bis in die heutigen Tage 8) .

Ich bin auch froh, dass man mich noch nicht hier rausgeschmissen hat, bei all dem was ich so gesagt und provoziert habe und es war eine super Anregung von anderen, nicht mehr in meinem Umkreis diskutieren zu versuchen, sondern in ein buddhistisches Forum zu gehen.


Solange Du andere nicht beleidigst, warum solltest Du dann rausgeschmissen werden? Ich wurde jedenfalls schon mal verwarnt!

Ich bin heute noch überheblich und um so sehr ich in meinen Selbst sicherer werde, um so überheblicher werde ich.


Mein Reden, zunächst wächst auch noch die negative Energie. Ramesh hat betont, dass erstmal das Ego aufgebaut werden muss, bevor die Befreiung folgen kann. Wovon sollte ich mich denn sonst befreien?
Was mir im Wege ist, ist doch nur dieses eingebildete Selbst. Nichts anderes. Aber das muss ich ja erstmal erkennen. Und bevor ich mich davon lösen kann, muss ich Stabilität erlangt haben, sonst lande ich beim Psychiater. So nicht nur meine Meinung, sondern auch meine Erfahrung.

Aber ich weiss und spüre es wenigstens, auch wenn ich es nicht ändern kann und versuche es möglichst positiv auszuleben und auf dem Boden zu bleiben. Ich hoffe es verpufft auch irgendwann wie die Wut und die Ängste. Auch glaube ich, dass Stolz bei jedem aus alter gefühlter oder echter Ungerechtigkeit mit einer (eventuell tiefen) Demütigung kommt.


Ja, so hab ich das auch gemacht. Wobei - was verstehst du unter "positiv auszuleben"?
Ja, Stolz ist sicher eine Folge von in der Kindheit und Jugend tief erlittener Demütigung. Das Kind wurde nicht richtig wahrgenommen, nicht ernst genommen, ihm wurde nicht richtig zugehört. Da gibt es dann mehrere Möglichkeiten, wie sich das Kind dann entwickelt. entweder es verkümmert oder es bläht sich auf. Da gibt es sicher viele Theorien. Ich will aber jetzt nicht noch weiter ausufern :lol:

Mit dem Minus Mal Minus, als Beispiel in unserem Dialog meine ich z.B. „ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich“, das Du vielleicht Dir innerlich Dir erlaubst zu sagen, „den könnte ich jetzt erschlagen“, Dir die Wut erlaubst, aber mit meinem Wunsch „ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich“, der demütig gemeint ist, damit es nicht zur Tatausführung kommt. Dies war nicht schuldigmachend gemeint, sondern eine Anregung ein entsprechendes Gefühl positiv auszuleben. Wenn man sich nicht sieht und hört, kann das natürlich anders ausgelegt werden. Das ist wie wenn ein Hund keinen Kampf will und dem anderen die Kehle anbietet, eine Art Demutshaltung. In Machtkämpfen kann so eine Fähigkeit der Demut die eigene Machtposition erhalten oder das Leben retten.


Ja, danke, aber diese Empfehlung, mir zu erlauben zu denken "den könnte ich jetzt erschlagen", geht mir zu weit. Geh doch einfach davon aus, dass Dein Gegenüber solche Empfindungen gar nicht hat. Das ist doch das Problem des "Gesprächspartners". Wenn Du solche Empfehlungen gibts, erhöhst Du Dich unbewusst selbst zu einem Wissenden oder Therapeuten. Du scheinst dann aber gar nicht zu merken, dass die Empfehlung eher etwas Negatives über Dich selbst aussagt.

Deswegen halte ich z.B. von Ignorieren oder „keine Beachtung und Aufmerksamkeit schenken“ nichts, im Gegenteil, wenn jemand wütend wird, werde ich sofort hellhörig und beginne zu hinterfragen, was er eigentlich will und warum er wütend ist und die Lösung suchend, um seine Wut nicht noch zu verstärken, wenn er Recht hat, indem die Ursachen gelöst (Lösungen gefunden) werden. Dieses Verhalten impliziert, dass man bei allem Schreien des anderen, doch dem anderen bewusst und konzentriert zuhört, was er sagt, meint und will und es nicht gleich in eine Schublade tut und automatisch verwirft, bzw die Ohren verschließt. D.h. nicht das ich auch mal ignoriere oder sogar die Ursachen provoziere und anspreche, wenn ich denke der andere liegt in seiner Wut falsch. Aber ich überlege mir das meistens vorher sehr gut, um kein Risiko einzugehen.


Von Ignoranz ist auch bei Buddhas Empfehlung nicht die Rede. Natürlich muss ich zuhören, wenn ich "diesen Weg" gehen will. "Keine Beachtung und Aufmerksamkeit schenken" betrifft lediglich die Gewalt, so dass ich mich nicht gleich persönlich angegriffen fühle und sofort reagieren muss, um mein ach so wertvolles Ich zu verteidigen.
Wenn mein Mann mich derartig anschreien würde egal, ob er Recht hätte, dann lass ich ihn sich auskotzen. Das hat dann zur Folge, dass er nur noch sich selbst hört, der Zorn verraucht und er sich verdutzt fragt, was das jetzt war und sich wieder beruhigt. Dies ist in unserer Ehe zum Glück oder leider (das weiß ich nicht :badgrin: ) wenige Male vorgekommen, beim letzten Mal hatte ich endlich begriffen, warum ihn etwas Bestimmtes so aufregt. Ich bin sehr dankbar für den letzten "Ausbruch" :D , weil ich in einem Moment so viel über mich herausgefunden hatte wie noch nie.

Aber so wie Du sie interpretierst war obige Empfehlung Buddhas auch sicher nicht gemeint, hier ist Unterscheidungsvermögen gefragt, oder?

@ Monika:
Was das nun wiederum mit dem Thema "Lass die Toten ihre Toten begraben" zu tun hat? Ich meine, es geht darum, dass wir uns nicht allzu sehr mit unabänderlichen und vergangenem Leid beschäftigen sollten, keine langen Sterberituale etc. Das ist nur meine Meinung, denn dem Toten geht es jetzt vielleicht besser als mir. Deshalb sollte ich mich lieber damit beschäftigen, was ich hier und jetzt für mich und für andere Lebende tun kann. Durch den Tod eines nahen Menschen kann mir meine eigene Sterblichkeit fühlbar bewusst werden und nicht nur intellektuell.


Hier habe ich auch andere Gedanken, kann aber Deine nachvollziehen.
Sterberituale sind symbolische Akte, einen Verlust nochmals tief zu durchleiden (Trauerarbeit) und dann ihn endgültig abzuschließen. Auch kann man Leid in der Vergangenheit nicht mehr ändern und nachzutrauern bringt überhaupt nichts. Aber das Analysieren, warum war da Leid, was waren die Ursachen und Fehler, die Trauerarbeit, um neue Lösungen für die Zukunft zu finden, wenn sich die Situation wiederholt.


Da bin ich mit Dir einer Meinung.

Ich bin ein Zukunftsdenker und ich denke immer daran, wie war es früher, um die Zukunft vorherzusehen und sie durch sinnvolle Änderungen besser als in der Vergangenheit zu gestalten. Das heisst Nachdenken ist für mich immer ein Vergleichen von alten Situationen und daraus Schlüsse ziehen.


Auch hier: Ja, das mache ich auch. Das nenne ich Reflektieren.
Ich meinte jedoch das selbstquälerische Gewaber über eigene Fehler oder Fehler der anderen: Hätte hätte Fahrradkette.

Ein schönes Wochenende.
_()_ Monika
MonikaMarie,

Wichtig war mir, als ich dies erkannte, festzustellen, dass Predigen in erster Linie ein Festigen des eigenen Glaubens ist. Desto größer meine Gewissheit wurde, wie die Dinge sind, desto weniger muss ich predigen. Obwohl auch ich eine "Predigernatur" habe und der Abschied vom Missionarshut mir sehr schwerfiel - bis in die heutigen Tage .


Ich habe auch einen Johannes in mir, einen Missionator, aber um sehr mehr ich meine Meinung gesagt habe und andere es auch gelesen oder verstanden haben, ob es richtig ist oder nicht, um so weniger muss ich das Missionieren tun. D.h. ich kann das und will das nicht aufgeben, bis der Prozess vollendet ist. Und manchmal sagen die Leute auch was dazu, dass man es auch hinterfragen kann, oft leider nicht. Ich denke Missionieren ist auch etwas Wichtiges und Richtiges, das zu sagen was es zu sagen gibt, bis alles gesagt ist, wie es die großen Religionen irgendwo alle gemacht haben.

Solange Du andere nicht beleidigst, warum solltest Du dann rausgeschmissen werden? Ich wurde jedenfalls schon mal verwarnt!


Ich versuche nicht zu beleidigen, aber manche Dinge sind einfach schon an sich grenzwertig, besonders weil sie emotional stark besetzt sind.

Ich bin heute noch überheblich und um so sehr ich in meinen Selbst sicherer werde, um so überheblicher werde ich.

Mein Reden, zunächst wächst auch noch die negative Energie. Ramesh hat betont, dass erstmal das Ego aufgebaut werden muss, bevor die Befreiung folgen kann. Wovon sollte ich mich denn sonst befreien?
Was mir im Wege ist, ist doch nur dieses eingebildete Selbst. Nichts anderes. Aber das muss ich ja erstmal erkennen. Und bevor ich mich davon lösen kann, muss ich Stabilität erlangt haben, sonst lande ich beim Psychiater. So nicht nur meine Meinung, sondern auch meine Erfahrung.
Aber ich weiss und spüre es wenigstens, auch wenn ich es nicht ändern kann und versuche es möglichst positiv auszuleben und auf dem Boden zu bleiben. Ich hoffe es verpufft auch irgendwann wie die Wut und die Ängste. Auch glaube ich, dass Stolz bei jedem aus alter gefühlter oder echter Ungerechtigkeit mit einer (eventuell tiefen) Demütigung kommt.


Ja, so hab ich das auch gemacht. Wobei - was verstehst du unter "positiv auszuleben"?


Ja, Stolz ist sicher eine Folge von in der Kindheit und Jugend tief erlittener Demütigung. Das Kind wurde nicht richtig wahrgenommen, nicht ernst genommen, ihm wurde nicht richtig zugehört. Da gibt es dann mehrere Möglichkeiten, wie sich das Kind dann entwickelt. entweder es verkümmert oder es bläht sich auf. Da gibt es sicher viele Theorien. Ich will aber jetzt nicht noch weiter ausufern


Ich denke man muss zu seinem Eingebildetsein, Stolz und Arroganz erst man stehen, aber nicht noch Stolz auf seine Arroganz sein. Es ist das liebende Beobachten seiner Charakterschwächen. Es ist wie mit Wut und Angst. Die Emotionen nicht von sich abspalten, negieren oder unterdrücken, was sie meines Erachtens nur verstärkt, sondern sich die Emotion zu erlauben zu fühlen, ohne dass es möglichst zu schlechtem Handeln führt. Nur rein in die Emotion sich mit Bewusstheit reinzufühlen, ohne die Emotion zu hemmen, sie kommen lassen.

Mit dem Minus Mal Minus, als Beispiel in unserem Dialog meine ich z.B. „ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich“, das Du vielleicht Dir innerlich Dir erlaubst zu sagen, „den könnte ich jetzt erschlagen“, Dir die Wut erlaubst, aber mit meinem Wunsch „ich hoffe Du erschlägst mich nicht gleich“, der demütig gemeint ist, damit es nicht zur Tatausführung kommt. Dies war nicht schuldigmachend gemeint, sondern eine Anregung ein entsprechendes Gefühl positiv auszuleben. Wenn man sich nicht sieht und hört, kann das natürlich anders ausgelegt werden. Das ist wie wenn ein Hund keinen Kampf will und dem anderen die Kehle anbietet, eine Art Demutshaltung. In Machtkämpfen kann so eine Fähigkeit der Demut die eigene Machtposition erhalten oder das Leben retten.

Ja, danke, aber diese Empfehlung, mir zu erlauben zu denken "den könnte ich jetzt erschlagen", geht mir zu weit. Geh doch einfach davon aus, dass Dein Gegenüber solche Empfindungen gar nicht hat. Das ist doch das Problem des "Gesprächspartners". Wenn Du solche Empfehlungen gibts, erhöhst Du Dich unbewusst selbst zu einem Wissenden oder Therapeuten. Du scheinst dann aber gar nicht zu merken, dass die Empfehlung eher etwas Negatives über Dich selbst aussagt.


Wie gesagt es geht nicht darum, sich vorzustellen, einen anderen zu erschlagen oder es ins Kalkül zu nehmen, sondern nur die Wut rauslassen zu dürfen und das ist für mich nichts Negatives und dazu stehe ich auch. Ich gehe davon aus, das du auch mal Wut fühlst.
Deswegen halte ich z.B. von Ignorieren oder „keine Beachtung und Aufmerksamkeit schenken“ nichts, im Gegenteil, wenn jemand wütend wird, werde ich sofort hellhörig und beginne zu hinterfragen, was er eigentlich will und warum er wütend ist und die Lösung suchend, um seine Wut nicht noch zu verstärken, wenn er Recht hat, indem die Ursachen gelöst (Lösungen gefunden) werden. Dieses Verhalten impliziert, dass man bei allem Schreien des anderen, doch dem anderen bewusst und konzentriert zuhört, was er sagt, meint und will und es nicht gleich in eine Schublade tut und automatisch verwirft, bzw die Ohren verschließt. D.h. nicht das ich auch mal ignoriere oder sogar die Ursachen provoziere und anspreche, wenn ich denke der andere liegt in seiner Wut falsch. Aber ich überlege mir das meistens vorher sehr gut, um kein Risiko einzugehen.

Von Ignoranz ist auch bei Buddhas Empfehlung nicht die Rede. Natürlich muss ich zuhören, wenn ich "diesen Weg" gehen will. "Keine Beachtung und Aufmerksamkeit schenken" betrifft lediglich die Gewalt, so dass ich mich nicht gleich persönlich angegriffen fühle und sofort reagieren muss, um mein ach so wertvolles Ich zu verteidigen.
Wenn mein Mann mich derartig anschreien würde egal, ob er Recht hätte, dann lass ich ihn sich auskotzen. Das hat dann zur Folge, dass er nur noch sich selbst hört, der Zorn verraucht und er sich verdutzt fragt, was das jetzt war und sich wieder beruhigt. Dies ist in unserer Ehe zum Glück oder leider (das weiß ich nicht ) wenige Male vorgekommen, beim letzten Mal hatte ich endlich begriffen, warum ihn etwas Bestimmtes so aufregt. Ich bin sehr dankbar für den letzten "Ausbruch" , weil ich in einem Moment so viel über mich herausgefunden hatte wie noch nie.

Aber so wie Du sie interpretierst war obige Empfehlung Buddhas auch sicher nicht gemeint, hier ist Unterscheidungsvermögen gefragt, oder?


Du siehst selber Wut hat Ihren Sinn und ist manchmal eine Hilfe. Was ich sehe, ist das Wut oft auch zielgerichtet ist und für das Ziel erst mal bedrohlich erscheint, was dann m.E. oft zu Ignoranz aus fehlender Lösungsmöglichkeit führt oder zum Gegenangriff.
Ich habe diesen Ausspruch, nochmals gelesen und es geht eigentlich um den eigenen Groll und wie man ihn verhindert und nicht um den Groll des anderen. Das hatte ich nicht genau gelesen. Das Gefühl liebend konzentriert beachten, da bin ich auch der Meinung. Aber was mir wichtig ist, die Ursache der Wirkung, der eigenen Wut oder die des anderen zu analysieren, ist, auf das was ich hinaus will. Wenn man die Ursache hat, hat man meistens auch eine Lösung, die dann den Weg frei macht, die Wut zu löschen.

Frank
[quote="Frank1"]
Wie gesagt es geht nicht darum, sich vorzustellen, einen anderen zu erschlagen oder es ins Kalkül zu nehmen, sondern nur die Wut rauslassen zu dürfen und das ist für mich nichts Negatives und dazu stehe ich auch. Ich gehe davon aus, das du auch mal Wut fühlst.
[quote]

Hi Frank,
hast Du das nicht gelesen?

posting.php?mode=quote&f=55&p=249783#pr249609

Zitat daraus:

Ich bin extrovertiert, bin aber auch ein Kontrolltyp, so dass ich, eben weil ich das nicht gut heißte, meine negativen Gefühle zurückdrängte. Erst durch Literatur wie "Einbruch in die Freiheit" Jiddu Krishnamurti wurde ich mutig, meine Wut auch zu fühlen und zuzulassen. Eben auch nicht auszuagieren, sondern lediglich hochkommen zu lassen und zu sehen. Im Laufe der Zeit, das ist jetzt mehr als 20 Jahre her, habe ich aber auch meinem Zorn Raum gegeben, z.B. am Arbeitsplatz, wenn gemobbt wurde oder Ungerechtigkeiten offenbar waren. Ich hatte dann keine Angst mehr, mich für mich oder andere stark zu machen.


Durch die Satipatthana-Praxis kam ich ihr jedoch näher. Deshalb bin ich auch Buddhaland so dankbar, weil ich hier ein gutes Betätigungs- und Aufklärungsfeld fand. Betätigungsfeld insofern als ich meine Wut am PC beobachten und loszulassen lernte.

_()_ Monika
Hallo MonikaMarie,

ich hab's mehrfach gelesen und so denke ich auch verstanden!

Beste Grüße

Frank
Lieber Frank,
dann verstehe ich die Frage nicht:

...Ich gehe davon aus, das du auch mal Wut fühlst.


Aber lass gut sein :D , gute Nacht.
_()_
Monika

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