Gödel: Gott existiert !

Moderator: void

Was zur Ablenkung für die Philosophen. Versteht kein Mensch, aber die Meldung kam halt rein.


http://www.berliner-zeitung.de/wissen/gottesbeweis-gott-existiert-,10808894,25720994.html


Viel Spaß.
Gödel hat geschrieben:
Gott existiert !


Buddha hat geschrieben:
"Auf zweierlei (Möglichkeit) kommt, Kaccāyana, diese Welt zumeist hinaus, auf Sein (Existenz) und auf Nichtsein (Nichtexistenz).

Für den nun, Kaccāyana, der den Ursprung der Welt der Wirklichkeit gemäß mit richtigem Verständnis betrachtet, gibt es das nicht, was in der Welt ,Nichtsein' (heißt); für den aber, Kaccayana, der die Aufhebung der Welt der Wirklichkeit gemäß mit richtigem Verständnis betrachtet, gibt es das nicht, was in der Welt ,Sein' (heißt).

~ Kaccayanagotta Sutta


Bild
Der hat sich Gott ausgedacht :lol:
Reine Glaubensfrage. Sagenwamal der Urknall wäre der Schöpfungsakt gewesen und das Universum ist diese Schöpfung. Wie will der Mensch INNERHALB dieses Universums mit Mitteln dieses Universums etwas verstehen, was außerhalb dessen liegt, wo es vielleicht wirklich keine Zeit gibt...? Wie will ein Wesen, das in nur 3 Dimensionen lebt (Höhe, Breite + Zeit) unsere 4 dimensionale Welt (Höhe, Breite, Tiefe + Zeit) begreifen...?

Pharao Echnaton (Amenophis IV.), der erste Monotheist allerdings betrachtete die Sonne als Gott, ihre Lebensspendende Kraft als Gottesbeweis... Heute wissen wir das die Sonne "nur" eine gigantische Gaskugel ist.

Was wäre, wenn wir über unser Universum hinaus sehen könnten? Käme dann die große Enttäuschung oder würde uns Alanis Morrisette zuwinken, während wir lakonisch vom Metatron begrüßt werden (ihr habt ja ganz schön lange gebraucht, die Menschen des letzten Kalpas hatten interdimensionalität ein Jahrhundert früher raus...)?
Kurt Gödel war eine bemerkenswerte Person. Mit seinen Unvollständigkeitssätzen erschütterte er die Grundfeste der Mathematik genauso wie das die Quantenphysiker und Einstein für die Physik getan haben. Das konnte er, weil er in vielen Dingen vollkommen unkoventionell dachte. Während die meisten Menschen erst einmal von der sie umgebenden Welt ausgehend, hielt Gödel mathematische Gesetzte und Zahlen für nicht weniger real als die uns umgebende Welt. Bei ihm werden mathematische Aussagen werden nicht nicht als abstrahierte Verallegmeinerungen gesehen, sondern es ist wie wie mathematischen Denken so, dass sich alles aus grundlegenden Axiomen ergibt.

Das merkt man auch obigen Gottesbeweis an. Er ist so ultra-abstrakt, dass in ihm selbst "Existenz" eine Eigenschaft (ein Prädikat) unter anderens ist. So als wäre die Eigenschaft zu existieren so was ähnliches wie die Eigenschaft "grün" zu sein. So als wäre nicht die Abstraktion aus dem Leben abgeleitet, sondern das Leben aus der Abstraktion.

Im Laufe seines Lebens wurde Gödel immer paranoider und zwangshafter. Aus der Angst heraus, vergiftet zu werden, nahm er schliesslich nichts mehr zu sich und verhungerte.

Während ich gut damit leben kann, dass Leute Heilsames in der Form eine persoffizierten Gottes verehren, finde ich Gödels aus Pädikatenlogik gezimmerten Gott gruselig. Er ist ein Ausdruck seines tiefen Misstrauens gegen das Leben und somit Gödels Mörder.
Liebe Grüße void,

wenn Du Gödel mit Wissenschaftlern anderer Disziplinen vergleichen möchtest, würde mir im Bereich Physik Heisenberg viel verwandter erscheinen. Die Heisenbergsche Unschärferelation ist fast ein Pendant zu den Gödelschen Unvollständigkeitssätzen in der konkreten Naturwissenschaft.

Einstein war mit solchen Ideen Zeit seines Lebens unglücklich - 'Gott würfelt nicht' :lol:

Schade, daß man Buddha nicht mehr befragen kann, wie er zu solchen Ideen stehen würde :idea:

Was für eine Schrottzeitung hat denn wieder mal kurz vor Weihnachten den uralten Gödel 'Gottesbeweis' ausgegraben (und natürlich nicht verstanden)??
fotost hat geschrieben:
Was für eine Schrottzeitung hat denn wieder mal kurz vor Weihnachten den uralten Gödel 'Gottesbeweis' ausgegraben (und natürlich nicht verstanden)??


Die Berliner Zeitung bezieht sich auf ein Veröffnetlichung von Christoph Benzmüller, der ja immerhin Prof an der Berliner Uni ist und der auch im Spiegel zu Wort kam. Der ja eher nicht als Schrottzeitung gilt. Oder zumindest nicht als Boulevard-Schrottzeitung sondern als eine niveauvolle Veranstaltung mit dem anspruchsvollerem, gekonnt aufgemachtem Zeug, das deswegen oft nicht als Schrott zu erkennen ist.

fotost hat geschrieben:
Schade, daß man Buddha nicht mehr befragen kann, wie er zu solchen Ideen stehen würde :idea:


Ich denke auch damals gab es philosophische Richtungen, die sichtbare Welt zugunsten "reiner Ideen" verwarfen. Gödels Vorstellung, dass Zahlen real sind, gab es ja auch bei Pythagoaras. Ich nehme an, dass Buddha in seinem Leben auch einigen vergeistigen Brachmanen dieser Sorte begegnet sein muss. Und was er ihnen gesagt haben dürfte, ist vermutlich, dass es sich um reines Hinerlego handelt. Und dass sie einsehen sollen, dass abstarkten, geistigen Konzepten keine unabhängige Realität zukommt, sondern auch sie bedingt sind.

fotost hat geschrieben:
wenn Du Gödel mit Wissenschaftlern anderer Disziplinen vergleichen möchtest, würde mir im Bereich Physik Heisenberg viel verwandter erscheinen. Die Heisenbergsche Unschärferelation ist fast ein Pendant zu den Gödelschen Unvollständigkeitssätzen in der konkreten Naturwissenschaft.


Ja, genau. Beides steckt ja die Grenzen menschlicher Erkentnis ab. Viel an der Welt ist nicht berechenbar und nicht formalisierbar. Im philosophischen Bereich fällt mir da Wittegnstein ein, der am Anfang seiner Karriere noch glaubte, dass alles mathematisch fassbar und in Aussagen formulierbar ist, dann aber merkte, dass das was in Sprache fassbar ist, nur ein ganz kleiner Auschnitt ist.

Aber formale Logiker tendieren dazu, diesen formalisierbaren Ausschnitt besonders wichtig zu nehmen. Und auch wenn das vergeistigte Typen sind, hat ihre Arbeit ja insofern eine gewisse Relevanz, als man bei Firmen wie google versucht, Computer möglichst viel an Logik beizubringen. Und damit, ihre Grenzen aus dem Blickfeld geraten.

In dem Buch Per Anhalter durch die Galaxis wird das Thema des Gottesbewises, der formalen Logik und dem daraus enstehenden Humbugs anhand des Babelfisches erklärt. Eines Tieres, dass die Natur mit der bemerkenswerten Fähigkeit ausgestattet hat, Sprachen übersetzen zu können.

    Die Argumentation verläuft ungefähr so: »Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere«, sagt Gott, »denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts.«
    »Aber«, sagt der Mensch, »der Babelfisch ist doch eine unbewusste Offenbarung, nicht wahr? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können. Er beweist, dass es dich gibt, und darum gibt es dich, deiner eigenen Argumentation zufolge, nicht. Quod erat demonstrandum.«
    »Ach, du lieber Gott«, sagt Gott, »daran habe ich gar nicht gedacht«, und löst sich prompt in ein Logikwölkchen auf. »Na, das war ja einfach«, sagt der Mensch und beweist, weil's gerade so schön war, dass schwarz gleich weiß ist, und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben. Die meisten führenden Theologen behaupten, dieser ganze Streit sei absoluter Humbug, aber er hinderte Oolon Coluphid nicht, ein kleines Vermögen damit zu verdienen, dass er ihn zum zentralen Thema seines neusten Bestsellers "Na, lieber Gott, das war's dann wohl" machte.

void hat geschrieben:
Beides steckt ja die Grenzen menschlicher Erkentnis ab. Viel an der Welt ist nicht berechenbar und nicht formalisierbar.


Steckte die Grenzen der menschlichen Erkenntnis neu :D

Es ist ja gerade durch Heisenberg und Gödel möglich geworden hinter den von ihnen aufgezeigten Fehlern im klassischen (eher deterministischen) Weltbild neue Berechnungen anzustellen und völlig Neues zu erkennen.



Und etwas Humor für diese grauen Tage (Wer kennt noch den Monty Phyton parrot Sketch?):
https://www.youtube.com/watch?v=F7yAEh-PU4M
total OFF, aber mich würde brennend interessieren, wie fotost und void (2 meiner Lieblingsautoren hier) zum Prä-Urknall oder wahlweise dem (unbewiesenen) expandierendem Gravitations-Inferno stehen?
Und falls Paralelluniversen ins Spiel kommen, dann bitte ich die Frage noch weiter zu betrachten. Komplette reinrassige Ursprungs-Spekulationen, bis hinab VOR der letzen Schildkröte.

Eure Meinung zu einem absoluten Vor-Nichts. Spekulationen sind wohl Vorbedingung und somit erwünscht.

PS. Ganz in gödelscher Undenkbarkeits-Tradition;-)
(was der Menschheit durch seinen verfrühten Tod entging, wage ich nicht zu extrapolieren - unglaublich außergewöhnlicher Mensch).

Vielen Dank.
ZENtrifugalkraft hat geschrieben:
total OFF, aber mich würde brennend interessieren, wie fotost und void (2 meiner Lieblingsautoren hier) zum Prä-Urknall oder wahlweise dem (unbewiesenen) expandierendem Gravitations-Inferno stehen?
Und falls Paralelluniversen ins Spiel kommen, dann bitte ich die Frage noch weiter zu betrachten. Komplette reinrassige Ursprungs-Spekulationen, bis hinab VOR der letzen Schildkröte.


Naja, ich habe da keine Ahnung und von daher sind meine Ansichten eher so Vorurteile. Ji'un Ken hat mal einen Arte Link zu einer Dokumentation "Was ist Zeit" gepostet.
Dabei hat es mich sehr beindruckt, zu hören, dass die Richtung der Kausalität und damit die Zeit daher kommt, weil das Universum am Anfang sehr geordnet war und sich diese Ordnung langsam zersetzt. Wenn Zeit ein solcher Prozess ist, dann ist es vermutlich nicht sinnvoll, die Frage nach dem "vorher" zu stellen.

Meinst du die Schildkröten, von den Robert Anton Wilson spricht?

    "William James der Vater der amerikanischen Psychologie, berichtet von einer Begegnung mit einer alten Dame, die davon überzeugt war, dass die Erde auf dem Rücken einer riesen Schildkröte ruhte.
    Aber gute Frau meinte Professor James so höflich er konnte, was hällt die Schildkröte denn aufrecht?
    Ach antwortete sie das ist doch ganz einfach. Sie sitzt nämlich auch wieder auf dem Rücken einer Schildkröte
    Verstehe, verstehe, murmelte der Professor, immer noch höflich. Aber wären Sie wohl so gut, mir zu sagen, was die zweite Schildkröte aufrecht hält?
    Geben Sie sich keine Mühe, Professor, sagte die alte Dame, die wohl merkte, dass er versuchte, sie in eine logische Falle zu locken. Es sind Schildkröten und nochmals Schildkröten, eine auf der anderen!"

Ich habe mal das Buch "der grosse Entwurf" von Hawkins gelesen und darin kommt er zu dem Schluss, dass unsere Naturgesetzte womöglich auf irgend einem ganz anderen System beruhen, aus dem sie sich ergeben. Also das unsere Schildkröte auf einer anderen Schildkröte ruht. Naja und vielleicht gibt es auch Parallelschildkröten. Keine Ahnung.
ZENtrifugalkraft hat geschrieben:
total OFF, aber mich würde brennend interessieren, wie fotost und void (2 meiner Lieblingsautoren hier) zum Prä-Urknall ... stehen?


Danke, Du weist, wie Du mich kriegen kannst :lol:

Prä (also vor) Urknall macht einfach keinen Sinn. Das klingt entsetzlich konter-intuitiv (alles im menschlichen Maßstab hat ein 'Vor'), aber die Frage as such ist nicht beantwortbar, da sinnlos.

Vor - als Begriff lässt sich nur da anwenden, wo Veränderung oder noch besser Entropie ist. Stell Dir einen Film vor, der immer nur das gleiche Bild zeigt oder eine endlos zyklische Bewegung, wie ein Pendel ohne jede Reibung. Es gäbe keine Möglichkeit zu bestimmen, ob der Film normal oder umgekehrt abgespielt wird - ok?

Jede Art von Veränderung, die wir kennen, ist an Materie gebunden. Zeit ist ein Konstrukt, bei dem wir willkürlich als gleich lang angenommene Vorgänge als Vergleichsmaßstab verwenden (Wer sagt, daß irgendwelche Atomschwingungen 'wirklich' immer gleich lang sind? Die Annahme ist einfach praktisch). Ohne Materie keine Zeit. Ohne Zeit kein Raum.

Mit dem Urknall ist die Materie entstanden (besser gesagt die Energie, aber e=mc² - wissen wir ja) und damit die Zeit. Und vor der Zeit gab es keine Zeit. Die Frage 'Was war vor der Zeit?' ist ebenfalls sinnlos :idea:

Wie das Universum entstanden ist, darüber darf immer noch spekuliert werden. Eine ungelöste Frage durch viele andere ungelöste Fragen komplexerer Natur (deistische oder theistische Thesen) zu ersetzen ist unökonomisch.
Netter Versuch, aber du weichst aus.

Die Fragestellung war nicht "was wissen wir" sondern "was glauben wir". Ich möchte Spekulationen, keine Antworten. Ich glaube zB nicht, das du nie über das "Sinnlose" sinniert hast. Mich würde interesieren wann und wieso du vor dem "Sinnlosen" kapitulierst hast.
Ja, Selbstschutz ist sicher ein wichtiges Argument, aber das kannn man ja auch bei String-Dimensionalität und P-Universien anbringen. Das führt nicht zwangsläufig zum "Gödellismus". Insofern sehe ich das Sinnieren über "Sinnloses", ausserhalb eines befürchteten Wahnsinns-Ereignishorizontes als ungefährliche Methode, sich mal intellektuell zu entspannen. Vorrausgesetzt man nimmt seine akademischen Würden, seine Reputationen, seine eigenen, unbewiesenen Aufsätze.... ergo SICH nicht zu ernst.

Eine Infantilitäts-Meditation, wenn es für dich schön klingt;)
Tut mir etwas leid, Dir damit keinen Gefallen tun zu können. Aber ich zu alt und zu nüchtern für solche Spekulationen. Vor 30 Jahren hab' ich massenweise SF gelesen, da hätten wir über das Thema massenweise Forenbeiträge austauschen können 8)

Heute bemühe ich mich mehr um Dinge, die mich real etwas angehen, in meiner Größenordnung liegen.
Wenn es einen allmächtigen Gott gibt - kann er/sie einen Döner erschaffen, welcher so groß ist, das nichtmal ER/SIE ihn essen kann?
Ein allmächtiger Gott hat es nicht nötig bewiesen zu werden.
Außerdem steht er jenseits der Beweisbarkeit.

Liebe Grüße
Doris
Ich hab mir das ganze mal so erklärt - Wenn Gott das Universum schuf, hatte er einen Grund - irgendeinen, von mir aus Langeweile.
Aber damit stand er nicht über diesem Grund - und ist somit auch nicht allmächtig.
Das ist halt Deine Vorstellung von Gott :D
Ob es einen Gott gibt oder nicht ist ehrlich gesagt für mich herzlich irrelevant. Mit meinen Problemen hier muss ich alleine klarkommen, der da oben rührt keinen verdammten Finger.
Was sollte er auch tun, was mein Problem ist ist vielleicht jemand anderes Gewinn.
Würde Gott meine Gebete erhören, müsste jemand anders es leiden.

Also klammer ich diese Frage aus.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Wenn es einen allmächtigen Gott gibt - kann er/sie einen Döner erschaffen, welcher so groß ist, das nichtmal ER/SIE ihn essen kann?




.


Er müsste nach Dönerherstellung irgendwann abbrechen und auf seine Allmacht temporär (?) verzichten. Formallogisch ist das eine Aufgabe, die sich in ihrer Ausführung selbst widerspricht (Endlosschleife) und ein Problem menschlichen Denkens darstellt.


()
witzig finde ich an dem Gedankenspiel vor allem: Egal wie Gott sich entscheidet, er verliert.
Isst er den Döner nicht auf, ist er/sie nicht mächtig genug, seine/ihre eigene Schöpfung zu verdrücken.
Wenn er/sie ihn verputzt, kann er/sie nichts erschaffen, was nichtmal er/sie schafft.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
witzig finde ich an dem Gedankenspiel vor allem: Egal wie Gott sich entscheidet, er verliert.
Isst er den Döner nicht auf, ist er/sie nicht mächtig genug, seine/ihre eigene Schöpfung zu verdrücken.
Wenn er/sie ihn verputzt, kann er/sie nichts erschaffen, was nichtmal er/sie schafft.


Solche Spielchen kannst Du beliebig weit treiben. Sinnfreie Gehirnakrobatik wie alles was mit Theologie zu tun hat. Siehe Gödel :doubt:

Wie Doris weiter oben geschrieben hat, einige Menschen glauben an einen Gott, der jenseits der Beweisbarkeit steht (was auch immer das bedeuten mag).

In der Konsequenz würde das bedeuten - etwas, das keine Eigenschaften hat. Alles was Eigenschaften hat kann über die Eigenschaften bewiesen werden.
Und - etwas, das keine Wechselwirkung hat. Alles was Wechselwirkung hat kann über die Wechselwirkung bewiesen werden.

Wo ist der Unterschied zwischen nicht beweisbar, ohne Eigenschaften und ohne Wechselwirkung zu nicht vorhanden?
Meine zentrales Hirnmartern war immer die Frage: und wer hat Gott erschaffen? Und wer hat den Über-Gott erschaffen, und wer den Über-Über-Gott...
Also schlussendlich was ist der Ur-Inital-Punkt? Also wie kann aus wahrhaften NICHTS irgendwas entstehen? Oder, falls die (auf welchem Hyper-Level auch immer befindliche) Ur-Entinität schon IMMER exiztierte, was ist "IMMER"?
Das Paradox ist so komplett, dagegen sind Quantenmysterien mentale Schonkost.
Zu Deiner ersten Frage - https://www.youtube.com/watch?v=ODetOE6cbbc&list=PLECD9ACF9D6F1F8FF&feature=c4-overview-vl

Zu der zweiten Frage - was ist wahrhaftes Nichts? Ist das was anderes als richtiges Nichts oder gar Nichts? :lol: Ich werde schon vorsichtig, wenn jemand beginnt mit solchen Worthülsen um sich zu werfen.

Wir erleben zur Zeit mit, wie Religion in sich zusammenfällt. Zuwachs erhält Religion nur noch in den unterentwickelsten Gebieten der Erde. Das erste, das Talibans, gleich welcher Religion machen, sobald sie einen Zipfel Macht erhalten ist Schulen und Universitäten zu zerstören. https://www.youtube.com/watch?v=YUe0_4rdj0U
fotost hat geschrieben:
was ist wahrhaftes Nichts? Ist das was anderes als richtiges Nichts oder gar Nichts? :lol: Ich werde schon vorsichtig, wenn jemand beginnt mit solchen Worthülsen um sich zu werfen.


Der Versuch das komplette, das absolute, das unbegreifliche Nichts verständlich zu attributieren. Hat wohl nicht ganz gefunzt;-)
Hm, da werde ich auch wahrhaft vorsichtig;)

Ich freu mich ja über Links, nur bin ich derzeit mit nem Stick unterwegs, bei dem reiner Text-Seiten-Aufruf zum Geduldsspiel wird.
ZENtrifugalkraft hat geschrieben:
Ich freu mich ja über Links, nur bin ich derzeit mit nem Stick unterwegs, bei dem reiner Text-Seiten-Aufruf zum Geduldsspiel wird.


Upps, da sind Links zu 2 Stunden langen Videos wohl etwas unpassend :lol:
fotost hat geschrieben:
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
witzig finde ich an dem Gedankenspiel vor allem: Egal wie Gott sich entscheidet, er verliert.
Isst er den Döner nicht auf, ist er/sie nicht mächtig genug, seine/ihre eigene Schöpfung zu verdrücken.
Wenn er/sie ihn verputzt, kann er/sie nichts erschaffen, was nichtmal er/sie schafft.


Solche Spielchen kannst Du beliebig weit treiben. Sinnfreie Gehirnakrobatik wie alles was mit Theologie zu tun hat. Siehe Gödel :doubt:

Wie Doris weiter oben geschrieben hat, einige Menschen glauben an einen Gott, der jenseits der Beweisbarkeit steht (was auch immer das bedeuten mag).

In der Konsequenz würde das bedeuten - etwas, das keine Eigenschaften hat. Alles was Eigenschaften hat kann über die Eigenschaften bewiesen werden.
Und - etwas, das keine Wechselwirkung hat. Alles was Wechselwirkung hat kann über die Wechselwirkung bewiesen werden.

Wo ist der Unterschied zwischen nicht beweisbar, ohne Eigenschaften und ohne Wechselwirkung zu nicht vorhanden?




.

Der Unterschied liegt in unserem Geist, in den Begriffen und den ihnen mitschwingenden Konnotationen. "Nicht beweisbar" beispielsweise schließt eine Existenz prinzipiell nicht aus, während "nicht vorhanden" eine Existenz grundsätzlich ausschließt.

An Gödels Gedanken war nichts Kompliziertes. Die Berliner Zeitung (Einleitung oben) hat Gödels "Beweis" m.E. völlig falsch dargestellt (wie Du ja auch schon weiter oben bemerkt hast). Gödel übte mit diesem "Beweis" lediglich Kritik an Methoden, die auf freien "Axiomen" beruhen. Bei freier Wahl der Ausgangsbehauptungen (Axiomen) ist nahezu alles beweisbar. Ich finde das recht einleuchtend und ohne große Anstrengung nachvollziehbar.

()
Tso Wang hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
.....
Wo ist der Unterschied zwischen nicht beweisbar, ohne Eigenschaften und ohne Wechselwirkung zu nicht vorhanden?


Der Unterschied liegt in unserem Geist, in den Begriffen und den ihnen mitschwingenden Konnotationen. "Nicht beweisbar" beispielsweise schließt eine Existenz prinzipiell nicht aus, während "nicht vorhanden" eine Existenz grundsätzlich ausschließt.

An Gödels Gedanken war nichts Kompliziertes. Die Berliner Zeitung (Einleitung oben) hat Gödels "Beweis" m.E. völlig falsch dargestellt (wie Du ja auch schon weiter oben bemerkt hast). Gödel übte mit diesem "Beweis" lediglich Kritik an Methoden, die auf freien "Axiomen" beruhen. Bei freier Wahl der Ausgangsbehauptungen (Axiomen) ist nahezu alles beweisbar. Ich finde das recht einleuchtend und ohne große Anstrengung nachvollziehbar.


LOL - Bei freier Wahl der Ausgangsbehauptungen (Axiomen) ist nahezu alles beweisbar. Wie richtig :D

Sicher - nicht beweisbar ist abstrakt etwas andere als nicht vorhanden. Ein Beispiel - wegen der Größe des Universums werden Menschen niemals wissen können, ob in einer Galaxie in Milliarden Lichtjahren Entfernung vielleicht ein Planet existiert auf dem giraffenähnliche Wesen auf Niederbayrisch kommunizieren. Es ist grundsätzlich nicht beweisbar, kann aber trotzdem vorhanden sein.

Du hast nur damit das Problem nicht beseitigt.

Wo ist der Deiner Meinung nach der Unterschied zwischen nicht beweisbar, ohne Eigenschaften und ohne Wechselwirkung zu - nicht vorhanden?
.


Ich habe damit kein Problem. Wie ich schon sagte, der Unterschied liegt einzig in unseren Worten und deren Bedeutungen. In der "Wahrnehmung" nach außen macht es keinen Unterschied, ob ich etwas nicht Vorhandenes oder etwas nicht Beweisbares nicht wahrnehmen kann. :)


Vielleicht befragen sich die giraffenähnlichen Wesen ja gerade nach dem Klang einer Hufe und hauen sich dieselben wie beim Schuhplattler

http://www.youtube.com/watch?v=LoMtgkRbhD0

gerade um die Ohren. :roll: Aber wen interessiert das schon...


Aber wie gesagt, ich habe damit kein Problem. Wenn Du eines hast, kannst Du es ja zu lösen versuchen, so ähnlich wie "Zwei Schwestern stehen im Regen. Welche ist die, die nicht nass wird?" :|


()

坐忘
Tso Wang hat geschrieben:
.

"Zwei Schwestern stehen im Regen. Welche ist die, die nicht nass wird?" :|



Die unter dem Regenschirm.

Aber lieber fotost ich habe auch Probleme mit deinem Satz: "Wo ist der Deiner Meinung nach der Unterschied zwischen nicht beweisbar, ohne Eigenschaften und ohne Wechselwirkung zu - nicht vorhanden?"

Lass einfach "nicht beweisbar" raus, dann stimmt er. Sonst werden alle induktiven Schlüsse ungültig. Bislang wurde von keinem (Erden) Menschen berichtet, der > 20 Meter war. Das ist jedoch kein gültiger Beweis, das es nicht doch irgendwo Menschen mit höherem Körperwuchs als 20 Meter gibt. Wenn es nun keinen keinen Unterschied zwischen nicht bewiesen - und nicht vorhanden gibt, dann gilt auch der Umkehrschluss. Es ist nicht- nicht bewiesen das es Menschen > 20 Meter gibt, ergo sind sind sie nicht - nicht vorhanden, sprich existent.

Nicht beweisbar ist also nicht abstrakt etwas grundverschiedenes als nicht vorhanden, sondern absolut.

Wobei ich nicht ausschliessen möchte, das es Menschen >20 meter gibt, es lässt sich nur nicht zwingend aus der Negation deiner Gleichstellung ableiten.
Hi ZENtrifugalkraft,

ich vermute, das wird irgendwie eine Diskussion um Worte. Wir meinen dasselbe mit leicht unterschiedlichen Betonungen.

Die letzten Beiträge gingen sowieso in eine falsche Richtung (bitte entschuldigt meinen Beitrag dazu).
Die Null-Hypothese ist - es existiert nichts Übernatürliches und wer etwas anderes behauptet, hat es einwandfrei zu beweisen.

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