Was ist "Wichtig" in dieser Welt?

Moderator: void

Was ist "Wichtig" in dieser Welt?
Joram hat geschrieben:
Was ist "Wichtig" in dieser Welt?


darüber streiten doch alle!
abwarten und geduldig sein
da kommen bestimmt hochintelligente Antworten.
Einfach abwarten und staunen :lol:
"In der Welt" ist nichts wirklich wichtig - da alles vergänglich ist. Also Dinge, Erfolge, Ziele kommen und gehen.
Aber im Geist ist einiges wichtig:
- Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut,
- Freigebigkeit, Ethik, Geduld, freudige Tatkraft, Stilles Verweilen, Besondere Einsicht,
um ein paar buddhistische Wichtigkeiten zu nennen.
Außerdem Zuversicht, Mut und Selbstreflexion finde ich unabdingbar.
Für mich ist das wichtig, was angesichts des Todes übrig bleibt.
Peeter hat geschrieben:
da kommen bestimmt hochintelligente Antworten.


Klingt ein bischen zynisch :)



Joram hat geschrieben:
Was ist "Wichtig" in dieser Welt?


Die Frage ist sehr offen gestellt. "Wichtig" hängt vom Bezug ab. Beispiel: In Anbetracht von Hunger auf der Welt ist eine gerechte Verteilung der Ressourcen "wichtig", damit jeder Mensch ausreichend essen kann. Hingegen ist für den Fortbestand des Planeten Erde "wichtig", dass sie nicht von einem Asteroiden getroffen wird, der sie zerstört.

Kannst du die Frage für mich konkretisieren?



Losang hat geschrieben:
Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut,


Zustimmung.



Doris hat geschrieben:
Für mich ist das wichtig, was angesichts des Todes übrig bleibt.


Da bin ich neugierig. Inwiefern?
Shiva hat geschrieben:
da kommen bestimmt hochintelligente Antworten.


Klingt ein bischen zynisch :)


Das war mein erster Gedanke.
wollt ich doch löschen.
Sei,s drum .. aber das ist kein Zynismus.
eher bissel hausbackener Sarkasmus ..
so wie das Brot im Ofen

Nur .. wenn du nirgends mehr anhaftest,
dann ist rein garnichts mehr "wichtig" in
der Welt.
Wenn es in Nihilismus ausartet, dann
haftest du schon wieder Vorstellungen an.
Also alles Geistes-Bewusstsein und beim
noch Leben in der alltäglichkeit hat Losang
natürlich recht :)
Peeter hat geschrieben:
abwarten und geduldig sein
da kommen bestimmt hochintelligente Antworten.
Einfach abwarten und staunen :lol:

Neugierde? - ist das Wichtig?

_()_
Losang Lamo hat geschrieben:
"In der Welt" ist nichts wirklich wichtig - da alles vergänglich ist.

Da ist, mindstens bei mir, ein Diskrepanz zwischen dem was ich weiß und dem was ich kann... :oops:

_()_
Joram hat geschrieben:
Losang Lamo hat geschrieben:
"In der Welt" ist nichts wirklich wichtig - da alles vergänglich ist.

Da ist, mindstens bei mir, ein Diskrepanz zwischen dem was ich weiß und dem was ich kann... :oops:

_()_

Naja, aber immer in dem Moment, wo's weh tut, wird es einem doch klar, oder?
Joram hat geschrieben:
Peeter hat geschrieben:
abwarten und geduldig sein
da kommen bestimmt hochintelligente Antworten.
Einfach abwarten und staunen :lol:

Neugierde? - ist das Wichtig?

_()_



ja .. denn ohne neugier kein weg
hochintelligenz mag gut sein .. kann aber
durchaus auch hinderlich sein.
aber das bedeutet nicht, dass sich
runtergelevelt werden sollte .
ich hab mein gedächtnis
wohl vor jahren runtergefahren oder
es wurd runtergefahren ..
teilweise ist es nervig,
aber ich hab auch gemerkt, dass
es ebenso hilfreich sein kann .

In der medi nicht ständig gelesenes im kopf haben,
sondern einfach nur geschehen lassen können.
selbstverständlich mit achtsamkeit.
Der atem kann durchaus leitend sein .

wege gehen .. aber nicht weggehen
Zum Geburtstag wünsche ich anderen Menschen...
Glück, Gesundheit und Erfolg.
Joram hat geschrieben:
Was ist "Wichtig" in dieser Welt?


Gesundheit ist das höchste Gut, Zufriedenheit der größte Schatz
Vertrauen die beste der Beziehungen, Nibbana das höchste Glück.

Wer die Vorzüge der Einsamkeit und Ruhe kennt,
ist frei von Furcht und frei von Schuld, während er vom süßen Dhammanektar trinkt.


Dhammapada

Bild
meine mama.

sie mag ganz andere sachen wie ich... naja, eigentlich find ich (fast) alles doof, was sie mag.
aber sie liebt mich, egal was ich mache und dafür hat sie mal mindestens applaus verdient.
standing ovation mit dicker laola-welle für meine mama.
und jetzt standing ovation mit dicker laola-welle für alle anderen muttis, die lieben und für alle liebenden nicht-muttis und für alles was lebt und... :D
Jazzica hat geschrieben:
meine mama

... Familie, Freundschaft, Gemeinschaft. - Politeia.

Was ist "Wichtig" in dieser Welt? Frieden - wäre angemessen in einem buddhistischen Forum zu schreiben. :wink:
Losang Lamo hat geschrieben:
Joram hat geschrieben:
Losang Lamo hat geschrieben:
"In der Welt" ist nichts wirklich wichtig - da alles vergänglich ist.

Da ist, mindstens bei mir, ein Diskrepanz zwischen dem was ich weiß und dem was ich kann... :oops:

_()_

Naja, aber immer in dem Moment, wo's weh tut, wird es einem doch klar, oder?

Wenn es weh tut wird gesehen: "Anhaftung ist da" ;)
Dann kommt sofort die Frage hoch: "Wer anhaftet?"
Und dann kommt etwas "Loslassen", manchmal ein Lächeln und schon ist alles besser ;)
Bei schwierigen Fällen muss man/ich den Schmerz manchmal aushalten und sich daran erinnern, dass auch das vergänglich ist, das es zu dieser Welt gehört.

_()_
Peeter hat geschrieben:
ja .. denn ohne neugier kein weg

Wie steht es bei dir unten: "So-Sein" ;)

_()_
nibbuti hat geschrieben:
Joram hat geschrieben:
Was ist "Wichtig" in dieser Welt?


Gesundheit ist das höchste Gut, Zufriedenheit der größte Schatz
Vertrauen die beste der Beziehungen, Nibbana das höchste Glück.

Wer die Vorzüge der Einsamkeit und Ruhe kennt,
ist frei von Furcht und frei von Schuld, während er vom süßen Dhammanektar trinkt.


Dhammapada

Für Nibbana würde ich meine Gesundheit opfern.

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Jazzica hat geschrieben:
und jetzt standing ovation mit dicker laola-welle für alle anderen muttis, die lieben und für alle liebenden nicht-muttis und für alles was lebt und... :D


wunderbar
und alle pappas dabei mit eingeschlossen (hast ja eh schon alle....mit einbezogen)
denn Eltern müssen schon einiges durchhalten.

dickes metta
Was ist "Wichtig" in dieser Welt?

Dass es für uns Menschen keine andere gibt, ohne uns aber auch eine existiert.

Was ich in dieser Welt alles wichtig finden würde
läßt Utopia aufscheinen . . .
und davon sind wir weit entfernt !

Ansonsten haben auf dieser Erde erste Priorität
meine Kinder:
"Der Tiger liebt seine Jungen"

LG
Für den Fußball Fan in mir der Fußball
Für den Sohn die Eltern
Für den Ehegatten die Ehefrau
Für den Arbeitnehmer der Arbeitgeber
Für den Buddhisten der Dharma u.s.w.

Für Matthias65: Buddhaland :mrgreen:
"Wichtig" hat ja zwei Seiten: Das was man selber wichtig nimmt, ist ja da woran einem etwas liegt - also wohl das woran man anhaftet. Das kann ja alles mögliche sein. Vom Partner hin hin zum Schaumbad, vom IPhone bis zur Weltreise, vom Altruismus bis zum Kriegruhm.

Was objektiv "wichtig" ist, ist das bei dessen Wegfall für alle Lebewesen das meiste Leid passieren würde. Ich denke mal, das sind die ökologischen Gleichgewichtszustände auf der Welt, die für viele Wesen die Grundlage ihrer Existenz bilden . Also dass es Plankton in den Meeren gibt, Bienen auf den Wiesen, sauberes Wasser, saubere Luft und so etwas.

Sind diese Grundlagen geschert ( und selbst das ist im Moment nicht so klar), dann kann man an die menschlchen Grunbeürfnisse danken - all die Faktoren, die ein menschenwürdiges Daseins so ausmachen. Ausreichende Ernährung, Menschenwürde, Achhtung, medizinische Grundversorgung, Mitbestimmung, Solidarität, Gerechtigkeit.

Zwischen dem was objektiv wichtig ist, und dem was un subjektiv wichtig ist, existiert eine Kluft. Um Produkte zu erschaffe, die subjektiv wichtig sind, wird an dem objetkiv wichtigen Ast gesägt, auf dem wir sitzten.

Bedeutet Befreiung vielleicht, dass "subjektiv wichtiges" und "objektiv wichtiges" zusammenfallen ?
In dieser Welt ist wichtig das sich die hemmungslose Vermehrung der Menschheit endlich stoppen lässt.
Es mag ja bösartig sein aber ein Virus der mal eben die Hälfte beseitigen würde wäre eine gute Wahl der "Natur".
Das mag leidvoll sein für die Überlebenden aber das könnte diesen eine Lehre sein.
In dieser Welt ist wichtig das sich die hemmungslose Vermehrung der Menschheit endlich stoppen lässt.
Es mag ja bösartig sein aber ein Virus der mal eben die Hälfte beseitigen würde wäre eine gute Wahl der "Natur".
Das mag leidvoll sein für die Überlebenden aber das könnte diesen eine Lehre sein.


Das wäre keine gute Wahl, sondern ganz schön traurig. Hört sich ein bischen wie passiv gebilligter Mord mit der Natur als Täter an. Denk da bitte noch einmal drüber nach!
Shiva hat geschrieben:
In dieser Welt ist wichtig das sich die hemmungslose Vermehrung der Menschheit endlich stoppen lässt.
Es mag ja bösartig sein aber ein Virus der mal eben die Hälfte beseitigen würde wäre eine gute Wahl der "Natur".
Das mag leidvoll sein für die Überlebenden aber das könnte diesen eine Lehre sein.


Das wäre keine gute Wahl, sondern ganz schön traurig. Hört sich ein bischen wie passiv gebilligter Mord mit der Natur als Täter an. Denk da bitte noch einmal drüber nach!


Objektiv betrachtet, stelle ich mir manchmal die Frage, ob der medizinische Fortschritt, gegen fast alle Krankheiten auf der Welt ein Heilmittel zu haben, nicht ein Frevel gegen die Natur ist?

Die Natur ist Gleichgewicht. Der Mensch bringt die Natur ins Ungleichgewicht.

Weil sich jeder für wichtig hält, ist das im Kollektiv schädlich für die Natur.
(Gemeint sind Industrieländer)
Markus Bertulat hat geschrieben:
Objektiv betrachtet, stelle ich mir manchmal die Frage, ob der medizinische Fortschritt, gegen fast alle Krankheiten auf der Welt ein Heilmittel zu haben, nicht ein Frevel gegen die Natur ist?


Ich würde nicht von einem Frevel sprechen. In der Natur kommt es doch häufig vor, dass eine Tierart sich verändert und so gegen bestimmte Krankheiten oder Fressfeinde geschützt ist. Das hält dann eine Weile, bis diese sich ebenfalls verändern und alles wieder Richtung Gleichgewicht geht.

Ellviral hat geschrieben:
In dieser Welt ist wichtig das sich die hemmungslose Vermehrung der Menschheit endlich stoppen lässt.
Es mag ja bösartig sein aber ein Virus der mal eben die Hälfte beseitigen würde wäre eine gute Wahl der "Natur".


Der Begriff Natur wurde sehr lange zusammen mit dem Begriff der "natürlichen Schöpfungsordnung" gedacht, so dass wir die Natur eineseitig mit denen in ihr verkommenden Gleichgewichtszuständen assoziiert haben. Aber auch die Ungleichgewichtszustände sind Teil der Natur. Sich exponentiell vermehrende Viren, die Seuchen auslösen genauso wie Heuschreckenschwärme und der Zusammenbruch von Ökosystemen. Während es für die beteiligten Arten natürlich schrecklich ist, wenn sich die Bedingungen an die sie sich angepasst haben, zusammenbrachen, ist es schön für andere. So haben die Säugetiere vom Verschwinden der Dinos profitiert. Vielleicht gibt es mal plastikfressenden Bakterien, die sich über unsere alten Aldi-Tüten genauso freuen wie wir über das Erdöl.

Ellviral hat geschrieben:
Das mag leidvoll sein für die Überlebenden aber das könnte diesen eine Lehre sein.


So wie die Pest? Gibt es irgendjemand der irgendwas daraus gelernt hat? Hat jemand etwas aus HIV gelernt?
Shiva hat geschrieben:
In dieser Welt ist wichtig das sich die hemmungslose Vermehrung der Menschheit endlich stoppen lässt.
Es mag ja bösartig sein aber ein Virus der mal eben die Hälfte beseitigen würde wäre eine gute Wahl der "Natur".
Das mag leidvoll sein für die Überlebenden aber das könnte diesen eine Lehre sein.


Das wäre keine gute Wahl, sondern ganz schön traurig. Hört sich ein bischen wie passiv gebilligter Mord mit der Natur als Täter an. Denk da bitte noch einmal drüber nach!

Mir reichen über zwanzig Jahr nachdenken über dieses Wichtige.
Willst Du daran zweifeln das es die Unmenge an Menschen ist die die Probleme der Welt schaffen?
void hat geschrieben:
Ich würde nicht von einem Frevel sprechen. In der Natur kommt es doch häufig vor, dass eine Tierart sich verändert und so gegen bestimmte Krankheiten oder Fressfeinde geschützt ist. Das hält dann eine Weile, bis diese sich ebenfalls verändern und alles wieder Richtung Gleichgewicht geht.


Hallo Void!

Das ist dann Mutation, Selektion und Isolation - aber kein Einsatz von chemischen Rezepturen.

Das moderne „Survival of the Fittest“ bedient sich aller zur Verfügung stehenden Mittel.

Keine Ahnung ob Darwin dies meinte... Jedoch hat es Nachteile für die Natur.

Ellviral hat geschrieben:
Willst Du daran zweifeln das es die Unmenge an Menschen ist die die Probleme der Welt schaffen?

Die Ein-Kind-Politik in China zum Beispiel, könnte man deshalb benennen.

Gruß
Markus
Ellviral hat geschrieben:
Willst Du daran zweifeln das es die Unmenge an Menschen ist die die Probleme der Welt schaffen?


Das zweifele ich nicht an. Erfahrbarkeit von Leid ist ein Grund, warum es Leid gibt. Nur: ist das rechte Einsicht, wenn ich denke "lass die Natur mal ein paar Milliarden Menschen vernichten"? In meiner Welt ist das ein Wille/Wunsch zum Schaden und deckt sich nun überhaupt nicht mit meinem Verständnis von Gewaltlosigkeit. Insgeheim hoffen, dass eine "neutrale Kraft" meinen Wunsch vollstreckt, finde ich ein wenig perfide. Das erschüttert mich einfach, wenn ich das so lese.

Markus hat geschrieben:
Objektiv betrachtet, stelle ich mir manchmal die Frage, ob der medizinische Fortschritt, gegen fast alle Krankheiten auf der Welt ein Heilmittel zu haben, nicht ein Frevel gegen die Natur ist?


Ich frage mich oft, warum viele denken, der Mensch und das was er tut sei nicht natürlich. Selbstverständlich bereit mir die Art wie der Mensch mit seiner Umwelt umgeht Sorgen und sicher ist es falsch, die Ressourcen der Erde auszubeuten, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber wer definiert bitte "natürlich" und "Natur"? Das funktioniert doch nur in Abgrenzung zu etwas.

Nur, ob nun natürlich oder nicht, sich rächende Natur oder Überbevölkerung: der Gedanke, es sei völlig in Ordnung, wenn ich mir insgeheim einen "Rückschlag" der Natur wünsche, macht mir Angst. Dann könnte ich auch sagen: Krieg? Super. Tut was gegen die Übervölkerung.

Die Frage ist eben nicht "Gibt es andere Lösungen?" sondern "Welche Lösungen gibt es noch?"

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