Nichiren und das Reine Land

Moderator: void

Grüß euch,

ich habe zwei Fragen zur Lehre des Reinen Landes in der Nichiren Tradition.

1.
Das Vorstellung von dem Reinen Land Shakyamunis kommt eigentlich aus dem Lotos (Kapitel 16) und heist „Reines Land des Adlergipfels“ (jp. 霊山浄土 ryōzen jōdo). Im Lotos Sutra wird davon gesprochen, dass der Buddha Shakyamuni sich dort den Lebewesen zeigt und das Lotossutra lehrt, die Sehnsucht nach dem Buddha haben und festes Vertrauen haben:

All harbor thoughts of yearning
and in their minds thirst to gaze at me.
When living beings have become truly faithful,
honest and upright, gentle in intent,
single-mindedly desiring to see the Buddha
not hesitating even if it costs them their lives,
then I and the assembly of monks
appear together on Holy Eagle Peak.
[…]
Then when their minds are filled with yearning,
at last I appear and preach the Law for them.
Such are my transcendental powers.
For asamkhya kalpas
constantly I have dwelled on Holy Eagle Peak
and in various other places.
[…]
My pure land is not destroyed,
yet the multitude see it as consumed in fire,
with anxiety, fear and other sufferings
filling it everywhere.
(Lotos Sutra, Kapitel 16; Übers. von Watson)



Nichiren benutzt das Reine Land des Adlergipfels in seinen Schriften als ein Ziel, das nach dem Tod erreicht wird:

„Even though I cannot see you, I am certain that your heart is here. If you find that you miss me, always look at the sun that rises [in the morning] and the moon that rises in the evening. Whatever the time, I will be reflected in the sun and the moon. And in our next life, let us meet in the pure land of Eagle Peak.” (Letter to the lay nun of Ko (1275))

“However Shakyamuni Buddha teaches that one who makes offerings to the votary of the Lotus Sutra in the Latter Day of the Law for even a single day will gain incomparably greater fortune than he would by offering countless treasures to the Buddha for one hundred thousand aeons. How wonderful then is your heartfelt sincerity in supporting the votary of the Lotus Sutra over the years! According to the Buddha's own words, you are certain to be reborn in the pure land of Eagle Peak. What great good fortune you possess!” (The Person and the Law (1281))


Daraus ergibt sich für mich die Frage, wo sich Stellen im Lotos Sutra finden lassen, dass das Reine Land des Adlergipfels nach dem Tod sichtbar wird? Ich lese aus den entsprechenden Stellen des Lotos Sutras nur heraus, dass in diesem Leben Vertrauen entwickelt werden muss und man dann in diesem Leben das Reine Land Shakyamunis sieht. Von der Wiedergeburt in dem Reinen Land steht hier nichts - würde das überhaupt Sinn machen, weil das Reine Land Shakyamunis doch eigentlich identisch ist mit der Saha Welt, oder?

2.
In den Texten über das Reine Land des Adlergipfels schreibt Nichiren außerdem, dass nachdem in diesem Leben die Buddhaschaft durch die Rezitation des Daimoku erlangt wurde, die Wiedergeburt im Reinen Land Shakyamunis folgt:

„Your late husband must certainly be in the pure land of Eagle Peak, listening and watching over this saha world day and night. You, his wife, and your children have only mortal senses, so you cannot see or hear him, but be assured that you will eventually be reunited [on Eagle Peak]. […] You should revere him as a Buddha. While he was in this world, he was a living Buddha, and now, he is a Buddha in death. His Buddhahood transcends both life and death.” (Hell is the Land of Tranquil Light (1274))

“It was this splendid sutra that the late Goro put his faith in and through which he attained Buddhahood. And today, on the forty-ninth day following his passing, all the Buddhas have surely gathered about him in the pure land of Eagle Peak, seating him on their palms, stroking his head, embracing him and rejoicing, welcoming him with affection as one would welcome a moon that has just risen or blossoms that have just burst into bloom.”
(Reply to the Mother of Lord Ueno (1280))


Wie kommt es, dass jemand, der bereits in diesem Leben die Buddhaschaft erlangt hat, dennoch in einem Reinen Land wiedergeboren wird um dort die Lehre zu hören, die er ohnehin schon verwirklicht hat? Mit scheint es, als ob die Funktion des Reinen Landes bei Nichiren nicht zweckorientiert ist, wie es in der Jodo Tradition ist (um die Buddhaschaft zu erlangen um dann das Reine Land zu verlassen und den Lebewesen aller Existenzbereiche zu helfen), sondern mehr am Genuss der Buddhaschaft orientiert ist.
Moin Tatsuo,
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Alles Liebe,
Ji'un Ken Bild
Oh ok. Kein Problem:

zu 1:
Die Stelle aus dem Lotos Sutra übersetzt von Max Deeg:

Wenn die Lebewesen dann festes Vertrauen gefasst,
wenn sie aufrichtig sind und milde,
wenn sie konzentriert den Buddha erblicken möchten
ohne Rücksicht auf das eigene Leben,
dann werde ich mit meiner Schar von Mönchen
auf dem Grdhrakuta-Berg erscheinen.
[...]
Wenn sie sich entsprechend danach sehnen,
erst dann erscheine ich, um das Gesetz darzulegen.
Meine übernatürlichen Kräfte sind dergestalt,
dass ich durch Asamkhyeyas von Zeitaltern hindurch
allezeit auf dem Grdhrakuta-Berg weile
und an anderen Orten auch.
[...]
Mein reines Land wird nicht zerstört,
auch wenn die Lebewesen es völlig verbrennen sehen,
so voll Sorge, Angst
und anderen Leiden.
(Das Lotos Sutra, übers. von Max Deeg, S. 241 f.)


Bei dem ersten Zitat von Nichiren ist vor allem der letzte Satz wichtig, ich hab aber ein paar Sätze davor auch zitiert, um den Satz in Kontext zu stellen. Nichiren schreibt hier einer "Laiennonne", die ihn wieder sehen möchte, und tröstet sie damit, dass sie sich im nächsten Leben im Reinen Land des Adlergipfels wieder sehen werden.
Im zweiten Zitat spricht Nichiren davon, dass es verdienstreicher ist ihn als Ausübenden des Lotos Sutras in der Endzeit des Dharma zu unterstützen als dem Buddha für einhunderttausend Äonen Opfergaben darzubringen. Er schreibt einem Unterstützer, dass dieser großen Verdienst anhäuft und er nach den Worten des Buddhas in dem Reinen Land des Adlergipfels wiedergeboren wird.


zu 2.:
Das nächste Zitat geht darum, dass der verstorbene Ehemann einer Anhängerin Nichirens im Reinen Land des Adlergipfels wiedergeboren wurde. Nichiren macht ihr Hoffnung, dass sie und ihre Kinder ihn auf dem Adlergipfel wiedersehen werden. Der Verstorbene hat bereits zu seinen Lebzeiten die Buddhaschaft verwirklicht und ist nun ebenso im Tod ein Buddha, da die Buddhaschaft die Unterschiede von Tod und Leben überwindet.
Das letzte Zitat Nichirens geht darum, dass durch das Lotos Sutra die Buddhaschaft verwirklicht werden kann und nach dem Tod die Buddhas sich um den Verstorbenen versammeln und ihm im Reinen Land des Adlergipfels willkommen heißen.
Namaste!
Tatsuo hat geschrieben:
Wie kommt es, dass jemand, der bereits in diesem Leben die Buddhaschaft erlangt hat, dennoch in einem Reinen Land wiedergeboren wird um dort die Lehre zu hören, die er ohnehin schon verwirklicht hat? Mit scheint es, als ob die Funktion des Reinen Landes bei Nichiren nicht zweckorientiert ist, wie es in der Jodo Tradition ist (um die Buddhaschaft zu erlangen um dann das Reine Land zu verlassen und den Lebewesen aller Existenzbereiche zu helfen), sondern mehr am Genuss der Buddhaschaft orientiert ist.

Ich denke, das "Reine Land des Adlergipfels" ist ebenso wie Amitabhas "Sukhavati" als Upaya ("Geschicktes Mittel") zu verstehen, und soll hier den Frieden des Parinirvanas verdeutlichen. Aus meiner Sicht soll hier kein reeler, nachtodlicher Ort beschrieben werden, sondern eine Metapher für den Frieden und die Erfüllung, die dem Wegübenden winken.

In Volker Zotz' Vorwort zu Takamaro Shigaraki's "Sogar der Gute wird erlöst, um wie viel mehr der Böse", heißt es in diesem Zusammenhang:
"Die Lehre der Prajnaparamitasutras, das "Gestalt nicht verschieden von Leerheit" sei, ein konstituierendes Element des Mahayana, begegnet uns damit auch in der mythischen Sprache des Amitabha-Kults. Das Land des Buddha, das in seiner vom Sutra* dargestellten Konkretheit zunächst als Widerspruch zum Nirvana wirkt, erweist sich dem tieferen Blick gerade zu als Metapher dafür.
[...]
Obwohl das Bild vom Land Amitabhas durch die Schilderung der reichen Lebensumstände mit allem, was man nur erträumen mag, den Massen auf ein erstrebenswertes Jenseits deutet, widersprach es dem gelehrten Mönch durch die implizierten Negationen nicht dem Erlöschen (Nirvana) als letztem Ziel. Amitabha und sein Reich dienten im Sinne des Mahayana als geschickte Mittel (upaya), um Menschen auf den Weg der Befreiung zu führen."
* hier: das Längere Sukhavatiyuhasutra


< gasshô >

Benkei
Ich denke nicht, dass Nichiren das Reine Land des Adlergipfels wirklich als upaya ansehen würde. Dagegen spräche sicher, dass von dem Reinen Land im 16. Kapitel des Lotossutras gesprochen wird. Nach der Interpretation aus Sicht des Tendai, aber auch Nichirens, ist das 16. Kapitel das "Ursprungstor" (jp. honmon) des Lotossutras; es ist also die reine Lehre des (Ur-)Buddhas und somit völlig frei von upaya.

Zu dem Reinen Land des Adlergipfels hab ich noch folgendes Zitat gefunden:
[Aus Sicht Nichirens gilt:] "Amidas Sukhāvatī, Maitreyas Tuṣita-Himmel usw. sind nichts anderes als hōben [sk. upaya] für diejenigen, die zum Lotus-Sūtra keine karmische Beziehung (kechi' en 結縁) haben. Sie existieren nicht wirklich und das einzig wahre Reine Land ist die Welt, in der Śākyamuni erschien, um seine Lehre zu verkünden. Der Ort, an dem der wahre Lotus-Anhänger wiedergeboren zu werden wünscht, ist daher das Reine Land des Geierbergs (ryōzen jōdo 霊山浄土) in einem übergeschichtlichen Sinne" (Kleine: Honens Buddhismus des Reinen Landes: Reform, Reformation oder Häresie?, 1996, S. 270 f.)

Das spricht m.E. eher dafür, dass das Land des Adlergipfels (oder Geiergipfel, was näher an dem Sanskrit-Namen des Berges Griddhkuta angelehnt ist), real erfahrbar ist und nicht nur ein upaya ist.


Kurz nebenbei, weil es hier nicht hin gehört: Es ist ziemlich umstritten, ob Shinran das Reine Land Amidas als upaya bezeichnen würde. Ich denke nicht, dass Shinran so weit ginge. Für seinen Lehrer, Honen, dagegen ist es ziemlich klar, dass er das Reine Land als ein Ort verstand, in den man nach dem Tod hingeboren wird.
Das Reine Land ist für mich im Nichiren Buddhismus beides - methphorisch und real, da es darum geht die Buddhaschaft im Jetzt zu verwirklichen und wirken zu lassen.
Laut dem "Dictionary of Buddhist Terms of Concepts" der Nichiren Shoshu von 1988, bezeichnet den Adlergipfel (auch Geiergipfel gennant) den Ort an dem Shakyamuni die Erleuchtung erlangte. Im Falle eines Verstorbenen ist die somit nicht ein Jenseitsgedanke gemeint sondern der Wunsch das er/sie im nächsten Leben ihre Erleuchtung erlangen mögen, was jedoch nicht zu bedeuten hat, dass man diese NUR im nächsten Leben erreichen kann. Nichiren verwendet den Begriff quasi als Synonym für die Erleuchtung.

Verdeutlicht wird dies auch durch den im Nichiren Buddhismus verwendeten Gohonzon. Er stellt die Zermonie in der Luft dar, in der Art der Anordnung ist der Betende jedoch nicht Zuschauer dieser Zermonie sondern Teilnehmer.
Namaste!
Tatsuo hat geschrieben:
Ich denke nicht, dass Nichiren das Reine Land des Adlergipfels wirklich als upaya ansehen würde. Dagegen spräche sicher, dass von dem Reinen Land im 16. Kapitel des Lotossutras gesprochen wird. Nach der Interpretation aus Sicht des Tendai, aber auch Nichirens, ist das 16. Kapitel das "Ursprungstor" (jp. honmon) des Lotossutras; es ist also die reine Lehre des (Ur-)Buddhas und somit völlig frei von upaya.
Die Hauptaussage des "Myoho-Renge-Kyo: Nyorai juryohon"-Kapitels (16. Des Tathagata Lebensdauer) ist meines Erachtens nicht die Veranschaulichung des "Reine Land des Geiergipfels", sondern die Klarstellung, dass Shakyamuni nicht erloschen und vorüber ist, sondern noch immer wirkt. Das "Paradies des Geiergipfels" sehe ich darin als Metapher, wie schon gesagt, für das Parinirvana; vielleicht auch als Utopie für ein besseres mögliches Dasein im hier und jetzt - und von der Warte aus reel.

Die Sichtweise, dass ein unverstörbares, physisches Paradies existiert, dass ähnlich ist, wie es wörtlich im Sutra beschrieben ist, sehe ich als Upaya an - allenfalls als vorübergehende Auffassung, die vermittelt wird, um die Menschen zum Dharma zu führen.

Tatsuo hat geschrieben:
Zu dem Reinen Land des Adlergipfels hab ich noch folgendes Zitat gefunden:
[Aus Sicht Nichirens gilt:] "Amidas Sukhāvatī, Maitreyas Tuṣita-Himmel usw. sind nichts anderes als hōben [sk. upaya] für diejenigen, die zum Lotus-Sūtra keine karmische Beziehung (kechi' en 結縁) haben. Sie existieren nicht wirklich und das einzig wahre Reine Land ist die Welt, in der Śākyamuni erschien, um seine Lehre zu verkünden. Der Ort, an dem der wahre Lotus-Anhänger wiedergeboren zu werden wünscht, ist daher das Reine Land des Geierbergs (ryōzen jōdo 霊山浄土) in einem übergeschichtlichen Sinne" (Kleine: Honens Buddhismus des Reinen Landes: Reform, Reformation oder Häresie?, 1996, S. 270 f.)

Das spricht m.E. eher dafür, dass das Land des Adlergipfels (oder Geiergipfel, was näher an dem Sanskrit-Namen des Berges Griddhkuta angelehnt ist), real erfahrbar ist und nicht nur ein upaya ist.

Die Paradiese/Reinen Länder anderer Buddhas und Sutras als Upaya zu bezeichnen war zur Zeit Nichirens gängige Praxis. Das kennt man ja auch von Honen Shonin, der ebenfalls Sukhavati als einzig lohnendes Reines Land und Amida Butsu als einzig sinnvollen Buddha für die Verehrung ansah.

Nichiren verstand sich ja quasi als Wiederhersteller von Tendai Chigis bzw. Dengyo Daishi Saichos Lehren im Mappo Zeitalter, und als solcher räumte er natürlich dem Lotos Sutra den höchsten Stellenwert ein. Für ihn bestand die einzige Möglichkeit zur Errettung in dieser degenerierten Epoche im Lotos Sutra, so dass es aus seiner Sicht keinen Sinn mehr machte, die übrigen Sutras gründlicher zu studieren oder gar deren Praktiken auszuüben und deren Buddhas zu verehren oder ihnen hohen Stellenwert einzuräumen.

[...]das einzig wahre Reine Land ist die Welt, in der Śākyamuni erschien, um seine Lehre zu verkünden.

... und das ist diese Welt.

Der Ort, an dem der wahre Lotus-Anhänger wiedergeboren zu werden wünscht, ist daher das Reine Land des Geierbergs (ryōzen jōdo 霊山浄土) in einem übergeschichtlichen Sinne"

Ich denke der Lotus-Anhänger strebt nach Verwirklichung in diesem Leben und schafft damit das Reine Land des Geiergipfels in einem übergeschichtlichen Sinn - im Hier und Jetzt.

Tatsuo hat geschrieben:
Kurz nebenbei, weil es hier nicht hin gehört: Es ist ziemlich umstritten, ob Shinran das Reine Land Amidas als upaya bezeichnen würde. Ich denke nicht, dass Shinran so weit ginge. Für seinen Lehrer, Honen, dagegen ist es ziemlich klar, dass er das Reine Land als ein Ort verstand, in den man nach dem Tod hingeboren wird.

Vielleicht habe ich mich etwas unverständlich ausgedrückt.
Ich sehe nicht die jeweiligen Reinen Länder als Upaya an, sondern die Beschreibungen, die von ihnen in den Sutren wiedergeben werden.

Von der Warte aus verstand Shinran die "Drei Sutren des Reinen Landes" bestimmt nicht wörtlich; bei Honen bin ich mir nicht ganz schlüssig, obwohl er bestimmt auch kein physisches, örtlich definierbares Paradies vor Augen hatte.

< gasshô >

Benkei
Ich denke der Lotus-Anhänger strebt nach Verwirklichung in diesem Leben und schafft damit das Reine Land des Geiergipfels in einem übergeschichtlichen Sinn - im Hier und Jetzt.


Ich denke das fasst es etwas zusammen. Wobei ich sagen muss, dass Nichiren sehr bewandert war in den Lehren seiner Zeit, sie zu studieren stand er nicht ablehnend gegenüber, da er sie in seinen Schriften oft zitiert.
Ähnlich wie bei uns im Mittelalter verschuf der Galube an eine Wiedergeburt im Reinen Land den Mächtigen seiner Zeit eine gute Machtgrundlage.
So eine gute Machtgrundlage, daß sie beim Erstarken dieser Lehre etliche Leute hinrichteten, die anderen verbannten? Das klingt ja nicht so.

Und die Frage ist ja sowieso: Was ist es, das reine Land.
Aus Sichtweise von Shinran: Amida ist kein Wesen, das reine Land ist kein Ort. Sondern sie sind das nichtgeborene, Nirvana.
Sogesehen ist die Frage, inwieweit jemand, der erwacht ist (was ja ein Paradoxon in sich ist), nirvanisiert ist, nach seinem Tod ein Reines Land besucht (nirvanisiert ist), wirkt dann irgendwie komisch. Es sind ja alles nur Bilder, um auf das Nichtzeigbare hinzuweisen.
Genauso kann es aber keinen Genuss der Buddhaschaft geben. Wer sollte da geniessen. Da ist ja nur Erwachen, aber niemand, der erwacht ist.

Für mich weisst auch das Lotossutra auf die Unbegrentztheit des Seins (was man ja auch mit den begriff Amitayus ausdrücken kann) hin. Wird das Kapitel (Die Lebensdauer des Tathagatas) nicht täglich rezitiert?

_()_
Ryonin

Namu Amida Butsu
Namaste!
Ryonin hat geschrieben:
Für mich weisst auch das Lotossutra auf die Unbegrentztheit des Seins (was man ja auch mit den begriff Amitayus ausdrücken kann) hin. Wird das Kapitel (Die Lebensdauer des Tathagatas) nicht täglich rezitiert?

Ja.
Sowohl in den Nichiren-Schulen wie auch in der Tendai-Shu gehört der Versteil des 16. Kapitels zur täglichen Andacht.
Auch in der Soto-Shu gehört dieser Text zur Auswahl der Sutren für die Morgenandacht (wechselt sich meist mit dem "Universelen Tor des Avalokiteshvara"-Kapitel des Lotos-Sutra ab).

< gasshô >

Benkei
So eine gute Machtgrundlage, daß sie beim Erstarken dieser Lehre etliche Leute hinrichteten, die anderen verbannten? Das klingt ja nicht so.

Und die Frage ist ja sowieso: Was ist es, das reine Land.
Aus Sichtweise von Shinran: Amida ist kein Wesen, das reine Land ist kein Ort. Sondern sie sind das nichtgeborene, Nirvana.
Sogesehen ist die Frage, inwieweit jemand, der erwacht ist (was ja ein Paradoxon in sich ist), nirvanisiert ist, nach seinem Tod ein Reines Land besucht (nirvanisiert ist), wirkt dann irgendwie komisch. Es sind ja alles nur Bilder, um auf das Nichtzeigbare hinzuweisen.
Genauso kann es aber keinen Genuss der Buddhaschaft geben. Wer sollte da geniessen. Da ist ja nur Erwachen, aber niemand, der erwacht ist.


Ich denke man muss diese Frage im Kontext der Zeit sehen. Ich glaube nicht, dass der Normalbürger in Nichirens Zeit über solche Fragen siniert hat, da er oder sie ganz andere Sorgen hatte. Worauf ich anspielte war, dass es wie im Europa des Mittelalters auch in Japan dazu kam, dass ein Glaube zur Machterhaltung verwendet wurde. Das Vertrösten auf ein Jenseits kam den Mächtigen hier wie dort ganz gut zu Pass. Der Buddhismus wurde wie hier auch das Christentum instrumentalisiert und hier wie dort hat sich der jeweilige Glaube auch von dessen Repräsentanten instrumentalisieren lassen.
Nichiren zu diskutieren heisst somit immer beide Ebenen im Auge zu behalten - die theoretische, also Philosophie und auch die gesellschaftliche/politische. Die Grenzen sind nach über 700 Jahren nicht immer klar. Auch wenn einige Nichiren-Buddhisten diese Unterscheidung heute nicht machen, so würde ich mich davor hüten Anhänger der Reine-Land-Schule zu kritisieren.
thecap hat geschrieben:
Das Reine Land ist einigen Praktizierenden eine Aspiration; es wird aber nicht als höchstes Ziel angesehen, weil es vergänglich ist.


Das Reine Land Sukhavati/gokuraku jodo ist eben genau das nicht. Als Reines Land, das durch den Buddha Amida geschaffen wurde, der unendliches Leben besitzt, ist dieses Land aufgrund seiner Gelübde nicht vergänglich.
Namaste!
Tatsuo hat geschrieben:
thecap hat geschrieben:
Das Reine Land ist einigen Praktizierenden eine Aspiration; es wird aber nicht als höchstes Ziel angesehen, weil es vergänglich ist.


Das Reine Land Sukhavati/gokuraku jodo ist eben genau das nicht. Als Reines Land, das durch den Buddha Amida geschaffen wurde, der unendliches Leben besitzt, ist dieses Land aufgrund seiner Gelübde nicht vergänglich.

Sukhavati ist zwar nach den Sutren des Reinen Landes nicht vergänglich, allerdings ist es doch nie das höchste Ziel:
Man will ja gerade "dorthin geboren werden" (ich beziehe mich hier auf die "nicht-Shinran'sche Sichtweise"), damit man dort Belehrungen von Amida erhält und mit ihm zusammen praktizieren kann um dann "von dort aus" das Nirvana -das letztliche Ziel- zu erlangen.

< gasshô >

Benkei
Benkei hat geschrieben:
Sukhavati ist zwar nach den Sutren des Reinen Landes nicht vergänglich, allerdings ist es doch nie das höchste Ziel:
Man will ja gerade "dorthin geboren werden" (ich beziehe mich hier auf die "nicht-Shinran'sche Sichtweise"), damit man dort Belehrungen von Amida erhält und mit ihm zusammen praktizieren kann um dann "von dort aus" das Nirvana -das letztliche Ziel- zu erlangen.

< gasshô >

Benkei

Bild
Ja du musst aber eben den Kontext betrachten, void. Ein wesentlicher Unterschied ist z.B., dass sich im Christentum das Mitgefühl und die Hinwendung des christlichen Gottes zu dem einzelnen Menschen auf dieses Leben beschränkt und ist jemand in diesem Leben kein Christ gewesen, ist das Mitgefühl verwirkt und es wartet die ewige Verdammnis, während im Buddhismus die Buddhas und Bodhisattvas unermüdlich bemüht sind die Lebewesen zur Befreiung zu führen, sogar wenn sie sich in einer höllischen Existenz befinden. Kurz gesagt: Die Hinwendung des Buddhas zu den Lebewesen ist im Buddhismus umfassender und ernsthafter als im Christentum.1


Nun zurück zum Thema (es geht ja um das Reine Land in der Nichiren Tradition und nicht um den Vergleich zu anderen Religionen):
Ich denke, dass das Reine Land des Adlergipfels nicht nur eine Metapher für die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben ist und ich konnte auch bis jetzt keine Stelle in Nichirens Schriften oder wissenschaftlichen Artikeln zu dem Thema finden, die diese Interpretation nahe gelegt hätte. Jacqueline Stone, eine Professorin für japanische Religionen in Princeton und Expertin in der Nichiren und Tendai-Forschung schreibt:

"One utterance of the daimoku, Nichiren wrote, was equivalent to reciting the entire sutra. Those who chant the daimoku will never be dragged down by evil karma and wordly offences into the lower realms of transmigration but are sure to attain buddhahood in this very body or achieve birth in the Pure Land." 2

"In his later years, Nichiren taught his followers to aspire not to the Pure Land of Amida, but to the "Pure Land of Eagles Peak" (Jpn. ryozen jodo), an apotheosis of Mt. Grdhrakuta where Shakyamuni Buddha is said to have preached the Lotus Sutra. This term also occurs in certain medieval Tendai texts." 3


_______

1: Vgl. Lotossutra:
"Ich sehe auch Bodhisattvas,
die sich in Wäldern aufhalten und Lichtstrahlen aussenden,
die einen vor dem Leiden der Hölle erretten
und auf den Weg des Buddha führen."


"Oh Shariputra! Wisse,
dass ich einst ein Gelübde abgelegt habe,
wünschend, alle Wesen
ohne Unterschied wie mich selbst werden zu lassen.
Und was ich einst gelobt habe,
das ist jetzt erfüllt:
Ich habe alle Wesen
den Buddhaweg betreten lassen."


2: Nochmal auf deutsch wegen der Forumsregeln: "Nichiren schreibt, dass ein einmaliges Aussprechen des daimoku (d.i. "namu myoho renge kyo") gleichwertig mit der Rezitation des gesamten Sutras ist. Diejenigen, die das daimoku rezitieren werden niemals durch schlechtes Karma oder weltliche Vergehen in die niederen Ebenen der Wiedergeburt hinab gezogen, sondern erlangen die Buddhaschaft in diesem Leben (wörtl. Körper) oder werden in dem Reinen Land wiedergeboren."
Zitat aus: Stone, Jacqueline I.: Chanting the August Title of the Lotus Sutra: Daimoku Practices in Classical and Medieval Japan, in: Payne, Richard K. (Hrsg.): Re-visioning "Kamakura" Buddhism, Honolulu: University of Hawai'i Press, 1998, S. 138


3: "Gegen Ende seines Lebens lehrte Nichiren seinen Anhängern nicht das Reine Land Amidas anzustreben, sondern stttdessen das Reine Land des Adlergipfels, der verklärte Berg Grdhakuta, auf dem der Buddha Shakyamuni das Lotos Sutra gelehrt haben soll. Dieser Begriff taucht auch in bestimmten Tendai-Texten auf."
ebd., S. 163
Namaste!
Tatsuo hat geschrieben:
Ich denke, dass das Reine Land des Adlergipfels nicht nur eine Metapher für die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben ist und ich konnte auch bis jetzt keine Stelle in Nichirens Schriften oder wissenschaftlichen Artikeln zu dem Thema finden, die diese Interpretation nahe gelegt hätte.


Ob Nichiren das Reine Land des Geiergipfels nun als Metapher/Upaya ansah oder nun selbst an eine "sonst wie geographische" bzw. "sonst wie physische", nachtodliche Existenz in einem solchen Paradies glaubte, wird schwerlich zu belegen sein.

Ich muss vorab zugeben, dass ich von seinen hinterlassen Schriften bislang noch nicht viele gelesen habe (von meinen vier Gosho-Bänden gerade mal das erste durchgelesen, und das ist auch schon ein paar Jährchen her).

Allerdings sehe ich viele dieser Werke, insbesondere die Briefe an einzelne Gläubige, nicht als hinreichende Belege an, Nichirens eigene Glaubensvorstellungen zu repräsentieren. Gerade diese Briefe sind, wie auch viele andere religiöse Texte/Predigten, Lehren für eine bestimmte Zielgruppe, in einem bestimmten Kontext, in einer bestimmten Situation - also keineswegs universelle und repräsentative Lehren.

Die Vorstellung eines "Reinen Landes des Geiergipfels", welches anderorts/-zeits existiert als im "Hier-und-Jetzt", widerspricht aus meiner Sicht klar der Doktrie von Ichinen Sanzen, welche ich gegenüber anderen Lehren schon als universell ansehe.
Von diesen Doktrien her kann das "Reine Land des Geiergipfels" eigentlich nur als Synonym für die Zehnte Welt -also die Buddhaschaft- verstanden werden.

< gasshô >

Benkei
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Zum Begriff "Ichinen Sanzen" hier eine kurze Übersetzung von der Seite Buddhist Centre Namo-Myoho-Renge-Kyo:
"Im Buddhismus gibt es ein Konzept welches Ichinen Sanzen genannt wird. Dies ist das Prinzip, das jeder Moment des Lebens [Ichinen] alle 3000 möglichen Welten beinhaltet. 'Ichinen' beinhaltet Lebensessenz und 'sanzen', die Phenomene, welche sie manifestiert. Dieses Prinzip, welches im Lotos Sutra enthalten ist, wurde von dem chinesischen Meister T'ien Tai auf der Basis des Lotos Sutra entwickelt. In jedem Moment erfährt das Leben eine von zehn Lebensstadien, welche "Die Zehn Welten" genannt werden. Jede dieser "Welten" beinhaltet das Potenzial für alle Zehn Welten in sich selbst, was 100 mögliche Welten ergibt. Jede dieser 100 möglichen Welten beinhaltet zehn Faktoren. Die zehn Faktoren sind Prinzipien um die Wesenheit des Lebens und sein Wirken zu klären; sie beinhalten: Erscheinung, Natur, Substanz, Kraft, Funktion, Ursache, Bedingung, Auswirkung, Ergebnis und Folgerichtigkeit vom Anfang bis zum Ende.
Letztlich sind alle Wesen verschieden von allen anderen, was durch die Drei Reiche der Existenz, welche Individuum, Gesellschaft und Umwelt beinhalten, ausgedrückt wird. Das Individuum besteht aus den Fünf Aggregaten, nämlich Benennung, Vorstellung, Wille, Bewusstsein und Form. Das Wesentliche ist das Dasein. Dasein ist weder Existenz noch Nicht-Existenz und steht in direktem Kontakt mit der Wahren Wesenheit."


Ich hoffe meine schnelle Übersetzung ist nicht allzu schlecht. Nach kurzer Recherche zum Begriff 'Ichinen Sanzen' befand ich den vorgenannten Text als kurzen Umriss doch recht treffend.

Die "Zehn Welten" sind übrigens: Hölle, Hunger, Animalität, Ärger, Ruhe, Vorübergehende Freude, Lernen, Teilerleuchtung, Bodhisattvaschaft und Buddhaschaft. Die ersten sechs Welten entsprechen den Sechs Daseinbereichen in der geänderten Reihenfolge: Hölle, Pretas, Tiere, Asuras, Menschen und Devas; die letzten vier Welten entsprechen: Sravaka, Pratyekabuddha, Bodhisattva und Buddha.
Ich denke dass Nichiren in vorderster Linie ein Priester des Tendai war und sich somit nur in dem Masse auf die Reine-Land-Schule bezog als dass diese zu seiner Zeit auch sehr populär war.
Dreh-und Angelpunkt der Lehre Nichirens war durch die Verehrung des Gohnzons und Mittels des Daimoku den Adlergipfel im Hier und Jetzt zu erschaffen und nicht als etwas weit entferntes anzusehen. Das manche Interpretationen seiner Zeit diesen Schluss haben zulassen können, sich also das Reine Land als etwas reales, körperliches anzusehen zeigt sich sogar in der Architrektu des Byodoin Temples der ein Abbild dieses Landes drastellen soll, es also symbolisiert.

Dort wo man chantet, sagt ja auch Nichiren selbst, sei das Reine Land des Adlergipfels.
@ Benkei:

Ich glaube nicht, dass Nichiren seine Lehre in vorläufig und absolut einteilt, auch wenn dieses Motiv zu seiner Zeit sehr gebräuchlich war (dann aber vor allem in Abgrenzung zu anderen Schulen, indem eine Schule ihre Lehre als absolut darstellt und die Lehren der anderen Schulen als vorläufig; Nichiren selber hat diese Argumentation ja auch benutzt). Innerhalb seiner eigenen Lehre wird Nichiren allerdings m.E. nicht auf die Weise unterschieden haben, weil er immer betont hat, dass für ihn allein das Lotossutra gilt und davon der Honmon-Teil der wichtigste ist, weil es keine upaya enthält.
Das heist allerdings nicht, dass er nicht zwischen begabteren und weniger begabten Menschen unterscheidet. Die begabten Menschen können ichinen sanzen verstehen und somit die Buddhaschaft in diesem Leben verwirklichen. Andere, so Nichiren, die weniger begabt sind, verstehen nicht den Kern des Lotos Sutras, können allerdings tiefen Glauben entwicklen und somit im nächsten Leben in das Reine Land des Adlergipfels wiedergeboren werden. Die Wiedergeburt im Reinen Land des Adlergipfels ist dabei allerdings nicht gleichzusetzen mit der Buddhaschaft, sondern eher mit der Ebene eines Bodhisattvas (ähnlich wie im Reinen Land Buddhismus), da die Wiedergeburt im Reinen Land noch eine Phase als Schüler des Buddhas beinhaltet. Nichiren erklärt in dem Hokke shoshin jobutsu-sho (jp. 法華初心成仏抄; Die Verwirklichung der Buddhaschaft durch den anfänglichen Glauben), dass denjenigen, die in dem Reinen Land wiedergeboren werden dort das Lotos Sutra dargelegt wird, wodurch sie letztlich die Buddhaschaft erlangen.



@ catflap:

Dreh-und Angelpunkt der Lehre Nichirens war durch die Verehrung des Gohnzons und Mittels des Daimoku den Adlergipfel im Hier und Jetzt zu erschaffen und nicht als etwas weit entferntes anzusehen. [...] Dort wo man chantet, sagt ja auch Nichiren selbst, sei das Reine Land des Adlergipfels.

Ja, dass das Reine Land des Adlergipfels nicht weit entfernt ist, sondern genau in dieser Welt ist, ist klar. Und im Lotos Sutra wird geschrieben, dass wenn man in diesem Leben die Buddhaschaft erlangt das Reine Land des Adlergipfels vor einem auftaucht und man sieht den Buddha das Lotossutra lehren. Aber wenn Anhänger das Lotos Sutras aufgrund ihrer Unwissenheit nicht den Kern des Lotos Sutras verstehen können und nur zum Glauben an das Lotos Sutra fähig sind, dann sehen sie auch nicht das Reine Land, das eigentlich vor ihren Augen ist. Aber wegen ihrem Glauben an das Lotossutra werden sie nach dem Tod in dem Reinen Land wiedergeboren, das in so weit nicht völlig identisch ist mit dieser Welt, indem dort der Buddha ständig sichtbar ist und sie das Lotos Sutra direkt von ihm gelehrt bekommen.
Namaste!
Tatsuo hat geschrieben:
Die begabten Menschen können ichinen sanzen verstehen und somit die Buddhaschaft in diesem Leben verwirklichen. Andere, so Nichiren, die weniger begabt sind, verstehen nicht den Kern des Lotos Sutras, können allerdings tiefen Glauben entwicklen und somit im nächsten Leben in das Reine Land des Adlergipfels wiedergeboren werden. Die Wiedergeburt im Reinen Land des Adlergipfels ist dabei allerdings nicht gleichzusetzen mit der Buddhaschaft, sondern eher mit der Ebene eines Bodhisattvas (ähnlich wie im Reinen Land Buddhismus), da die Wiedergeburt im Reinen Land noch eine Phase als Schüler des Buddhas beinhaltet. Nichiren erklärt in dem Hokke shoshin jobutsu-sho (jp. 法華初心成仏抄; Die Verwirklichung der Buddhaschaft durch den anfänglichen Glauben), dass denjenigen, die in dem Reinen Land wiedergeboren werden dort das Lotos Sutra dargelegt wird, wodurch sie letztlich die Buddhaschaft erlangen.

Meinen Dank für den Link.

Ich werde mal schauen, ob ich den Text in Deutsch in meinen vier Gosho-Bänden finde. Ein Kapitel "Die Verwirklichung der Buddhaschaft durch den anfänglichen Glauben" ist darin wohl nicht enthalten; vielleicht anders übersetzt?

Anscheinend wird die deutsche Gosho momentan von der SG-D überarbeitet. Von der überarbeiteten Gosho ist bislang nur Band 1 erschienen und die alten Bände werden gar nicht mehr angeboten?!

Gibt es die Gosho eigentlich schon vollständig in Englisch übersetzt? Wenn ja, wie viele Bände sind das dann?

< gasshô >

Benkei
Aber wenn Anhänger das Lotos Sutras aufgrund ihrer Unwissenheit nicht den Kern des Lotos Sutras verstehen können und nur zum Glauben an das Lotos Sutra fähig sind, dann sehen sie auch nicht das Reine Land, das eigentlich vor ihren Augen ist. Aber wegen ihrem Glauben an das Lotossutra werden sie nach dem Tod in dem Reinen Land wiedergeboren, das in so weit nicht völlig identisch ist mit dieser Welt, indem dort der Buddha ständig sichtbar ist und sie das Lotos Sutra direkt von ihm gelehrt bekommen.
Tatsuo


Tatsuo gibt es dafür ein Zitat Nichirens?


@ Benkei: Die umfangreichste Übersetzung wirst du im Engelischen von der SGI finden. Sie besteht aus zwei Bänden und einem zusätlichen mit den sog. "Ongi Kuden" (mündlich überlieferte Lehren). Einige der Goshos und quasi die gesammten Ongi Kuden werden, mit Ausnahme der SGI und Nichiren Shoshu, nicht als authentisch also von Nichiren stammend angesehen. Wenn möglich sollte man man meherere Übesetzungen bemühen die es dann auch nur wieder im Englsichen gibt
Benkei hat geschrieben:
Ich werde mal schauen, ob ich den Text in Deutsch in meinen vier Gosho-Bänden finde. Ein Kapitel "Die Verwirklichung der Buddhaschaft durch den anfänglichen Glauben" ist darin wohl nicht enthalten; vielleicht anders übersetzt?

Ich hab die Übersetzung des Titels von Yukio Matsudos "Nichiren, der Ausübende des Lotos-Sutra". Ich kann mir vorstellen, dass die Soka Gakkai das anders übersetzt (sie hat ja auch in anderen Bereichen abweichende Übersetzungen).
Zu deiner zweiten Frage: Leider weis ich nicht, ob die Gosho vollständig übersetzt ist. Der Stand der Übersetzungen scheint jedenfalls in der Nichiren-shu noch nicht abgeschlossen zu sein (Vgl. Erhältliche Titel des Gosho in Englisch mit der Liste der Nichiren Shu Overseas Propagation and Promotion Association.
catflap08 hat geschrieben:
Tatsuo gibt es dafür ein Zitat Nichirens?
Für welche Aussage genau willst du ein Zitat Nichirens?

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