Memoiren gefunden in der Badewanne

Moderator: void

271 Beiträge
Ich bitte darum diesen Thread zu schließen.
Danke und liebe Grüße.
Helmut
Lieber Helmut,

ich möchte, dass Du weißt, dass meines Erachtens dem Forum mit Deinem Entschluss, Deinen Thread zu schließen, etwas verloren geht - u.a. die Möglichkeit, an den Überlegungen und Schlussfolgerungen eines Menschen partizipieren zu dürfen, ohne sofort antworten zu müssen, sondern im stillen Kämmerlein zu überlegen, was von diesen Überlegungen mich anspricht und weshalb ... Du schriebst im vorletzten Beitrag:
... wenn ich die Dinge nicht mehr so sehe wie die Gruppe in der ich mich wohl fühle wird es zu Brüchen von Beziehungen kommen. Hab ich sehr oft erlebt, weil wenn ich mich anfange in einer Gruppe wohl zu fühlen kommt es zum analysieren was da denn nun in Wirklichkeit ist und dann bricht die Gruppe von mir weg. ...
Bitte bedenke: das ist lediglich Dein Empfinden - Deine Sicht der Dinge, denn im Prinzip ist nichts im Äußeren dazu in der Lage, Dein Denken zu beeinflusseṇ, (Die Gedanken sind frei ... :wink: ), zum anderen kann eine gefestigte Gruppe durchaus von einer neuen, abweichenden Sichtweise eines Gruppenmitglieds profitiereṇ. Gibt es etwas Verstaubteres, als die Aussage: Das haben wir aber schon immer so gemacht!?
... Hab ich sehr oft erlebt, weil wenn ich mich anfange in einer Gruppe wohl zu fühlen kommt es zum analysieren was da denn nun in Wirklichkeit ist und dann bricht die Gruppe von mir weg.
Ich z.B. analysiere Menschen/ Forumsmitglieder nicht. Mir aufgrund ihrer Beiträge, (die zudem ein jeder so verfassen kann, wie er erscheinen möchte) "ein Bild zu machen", ist mir wahrlich zu einseitig. Ich lese zwar ihre Beiträge genau, und lasse den Inhalt auf mich wirken, sodass hin und wieder dabei einiges zwischen den Zeilen schimmert, ... ja, und von manchem Puzzleteil erlaube ich mir nach einiger Zeit zu denken: es passt. Irgenwann sitzt mir dann beim Lesen mancher Beiträge sogar ein durchsichtiges, freundliches "Hirngespinst" gegenüber und erzählṭ mir seine Ansichten zum aktuellen Thema ... :) :wink:

Einige wenige Worte noch zu den (Deinen) Emotionen, lieber Helmut: teste eṣ - sie sind (oder besser: scheinen mir!) durchaus vorhanden (zu sein), lediglich Dein Umgang mit ihnen, ist (erscheint mir!) - bedingt durch Dein (Er-)leben - differenzierter. ... Das ist durchaus sinnvoll und nützlich, und irgendwann kannst Du sie bedenkenlos ansehen, zu-ūnd (gekonnt) wieder loslassen.

Überdenkst Du Deinen Entschluss noch einmal?

LG mkha'
Ich lese auch die Beiträge der Menschen und nicht die Menschen. Hier wird nicht analysiert und wenn dann sind es Vorstellungen die mir erscheinen. Das prüfen von Meinungen die ich habe, besser die sich mir zeigen. Ich lese "Dich" als wäre ich es der spricht. Du begegnest mir, ich erkenne mich.

Das Schließen ist einfach deshalb weil ich eigentlich am Ende bin. Auch Buddha hat nichts mehr das er mir geben kann. Die Buddhas die geben Wollen sind getötet, sie begegnen mir als ich, das sich ein Ego bauen möchte, oh wie schön etwas zu sein.

Die Analyse ist an einem Punkt gekommen von dem aus der, mein Palikanon gestartet ist, doch das lehren hat kein Ziel mehr. Ich bekomme kein Feedback mehr das mich davon abhält ganz kalt immer wieder auf die bis in den Grund durchdachten Möglichkeiten zu antworten. Es ist so aus den tiefesten tiefen meines Menschseins das es mir manchmal schmerzhaft ist scheinbar ohne jedes Gefühl zu schreiben. Das andere Problem ist das selbst wenn ich bei der Muttersprache bleib sie unverständlich ist. Wenn ich aber ausschreibe, gezierte Sprache verwende, geht um das Gezierte, Gestrüpp, nicht um das Wesentliche.

Meinetwegen kann er offen bleiben ich bin an einen Punkt wo mein Denken nicht mehr hin kann und auch nicht hin will, weil es da garnicht hin kann. Das sein des Nicht-denken ist zu weit getrieben.

Ich erscheine mir manchmal wie ein AlzheimerTyp. Ich kann so schnell vergessen das ich mich zusammenreißen muss, ich muss jetzt auch schon zuhören einschalten. Nicht weil es unwichtig oder nicht von Interesse sondern weil ich schon weiß was geschieht. "Honig im Kopf" hat mich zu weinen gebracht nicht wegen des Themas sonder weil es mir klar wurde das er genau das beschreibt was ich für normal gehalten habe.

Gerade hab ich mir mal "Crime of the Century" von Supertramp rausgesucht. Gekauft 1974 und wohl in den Jahrzehnten tausendmal gehört und jetzt höre ich es das erste Mal. Es ist das hören was da ist kein weiterer Gedanke keine Erinnerung, dazu müsste ich Erinnern einschalten, aber das stört das hören was jetzt zu hören ist. Diese wunderbare Musik dieses ganz genaue dasein jedes Tones genau an der Stelle wo er jetzt ist. Heute verstehe ich sogar Worte in der Musik. Wie kann jemand so etwas machen ganz neue, überwältigende Töne sind zu hören. Wunderbar bis in jede Faser reichend, bis in die tiefsten tiefen meiner Ganzheit. Ein Anker, nebenbei schreibe ich aus dieser Tiefe. Du willst mich verstehen? Gib mir deine Hand und geh mit mir, höre einfach was da zu hören ist. Lese einfach nur was da zu lesen ist. Du fragst woher das kommt? Hinterlässt der vorbei geflogen Vogel Spuren in der Luft damit sie Dir beweisen das ich einen fliegenden Vogel gesehen habe?

Diesen Thread habe ich geschaffen für die unendlich vielen Vogel die Geräuschlos im Wind vorbei geflogen sind. Den Vögeln geht es gut, ich zeichne nicht sie auf doch versuche ich das Unmögliche Spuren zu erkennen wo keine zu finden sind um zu Zeigen das das Spuren sind. Da ist was das keinerlei Beweises bedarf. Was für eine Gitarre. Spuren, meine Spuren nicht die hinterlassenen sondern der unbändiger verzweifelter Versuch sie zu bannen. Wissend das es nicht geht. Ich kann Dir nur dann begegnen wenn du mich auch erkennst. Ich kann nur mich mein Leben begegnen lassen, Spurenlos doch nicht ohne Wirkung, Anfangslos doch nicht geboren. Weiß Du wirklich und wahrhaftig das Du geboren bist oder weiß Du es nur weil Dir ständig dein Leben begegnet? Oh bitte bitte lass nicht den Vorhang fallen. Ich möchte hören was zu hören ist nicht das was ich hören will.

Ist das nicht vollkommen irre, gerade läuft der Song "Crime of the Century" dieses sehnsüchtige warten, das freudige erwarten des Nächten Paukenschlages, diese unendliche Zeit des Erwarten im wissen das er kommt. Fast schon glauben das er doch nicht kommt.
------- :vajra: :om: :dao: :rainbow: :sunny: ----------
viewtopic.php?f=1&t=17140&p=369543&sid=9e9787d7ceba3aac8220ba106046c61b#p369543

Der Weg der Erleuchtung beginn mit der Befreiung vom Leiden. Wenn das nicht geschehen ist gibt es keinen Weg. Es muss eine vollkommene Einsicht, Erfahrung, Gelebte Leidbefreiung gegeben haben ansonsten ist alles was Buddha gesagt hat ohne Sinn.

Der Weg der sich da zeigt ist der des Achtfachen, des Satipatthana und was es nicht alles gibt. Sind geschickte Mittel um das Leben nach der Leidbefreiung leben zu können und wirklich zu erkennen wie Leiden überhaupt erscheint. Leid-erscheinen kann nur erkannt werden wenn die Referenz Erfahrung der Leidbefreiung geschehen ist. Das heißt nun nicht das das Wissen das erworben wurde und die Techniken die beherrscht werden verloren sind doch führen sie eben nicht zur Leidbefreiung, sie geben eine Basis damit, wenn die Leidbefreiung geschieht um besser Leidentstehung zu erkennen und zu vermindern. Im Zen gibt es Koan um das plötzliche Erwachen in der Leidbefreiung auszulösen. Ist ein Koan von Erfolg gekrönt sind alle anderen Koan Hinweise auf das Leiderscheinen und helfen dieses zu vermindern aber eben erst wenn einer Erfolg hatte.

Dauerhafte Leidbefreiung kann es nicht geben, das ist nach dem Ereignis Leidfreiheit nicht mehr das Ziel. Es wird sofort erkannt das es das nicht geben kann und somit als Illusion erkannt. Doch es gibt Leidbefreiung die relativ Dauerhaft ist, das ist die wenn ich mit Menschen lebe die die gleiche Befreiung erfahren haben oder wenn ich mich bewusst zeitweise, täglich Zeitweise, stündlich Zeitweise, aus der Gemeinschaft mit Menschen zurück ziehe.

Leidfreiheit ist der normale Zustand des Menschen, doch, auch der normale Zustand ist mit Menschen Zusammensein. Das Aufsuchen des ohne Menschen sein, heißt ohne bewussten emotionalen Kontakt sein, ist Leidfreiheit, die nicht dauerhaft sein kann und die nie wieder verloren geht. Wenn Buddha sitzen ging war er in die Leidfreiheit die er unter dem Baum das erste Mal erfahren, eingesehen und gelebt hatte. Alles danach sind geschickte Mittel die dieses beschreiben und bewahren helfen. Auch wenn es nie vergeht, kann es verschleiert und vergessen werden. Hat Hesse wunderbar beschrieben. Nichts kann von der Leidfeiheit gesagt werden, es sind alles geschickte Mittel. Es gibt kein einziges Wort, kein Satz, kein Sutra das auch nur ein Zeichen gibt wie Leidfreiheit ist.

Guck nicht so blöd, es geht um Dich. Zen ist die größte Lüge aller Zeiten. Buddhismus ist so lange Religion bis der von Leid befreite Zustand erreicht ist, ab da ist er nur noch ein Weg der hilft Leidentstehung zu erkennen und zu vermindern. Nichts von Heilig, bis dahin alles Heilig.
Nachgetragen weil falsches Forum.

viewtopic.php?f=55&t=17137&p=369511#p369474

Bei der Erkenntnis von Gott gibt es zwei Weg.
Der eine Weg führt zur Prophetie eines, des einen Gottes der nicht erfassbar ist. Das muss immer in einem Kontext mit Vorherigen Ansichten von Gott sein, aber sich doch unterscheiden von diesem. Der neue Prophet ist also eigentlich einer der Gott erklärt mit den Worten die er jetzt zur Verfügung hat um diesen zu Offenbaren. Ich hab meist versucht die frühesten Offenbarungen zu finden denn die sind meist sehr Gottlos. Oder die letzten vor dem Sterben des Propheten. Wichtig ist das der Erleuchtete seine Erleuchtung als Glückseligen Zustand empfindet und fest daran Glaubt das Gott es ist, besser die Erkenntnis das Gott im ganzen Universum anwesend ist, der dieses Erkennen seiner selbst ermöglicht hat.

Der andere Weg ist der Erfahrene, die Worte und Schriften prüfende Weg. Ich war so 10 Jahre alt und es war ein fürchterlicher Sturm, ich hatte wirklich Furcht das wir unser Zuhause verlieren, es war so schlimm wie ich es bisher nicht erlebt habe. Ich betete zu Gott mit einer Inbrunst die wirklich und echt war diesen Sturm zu beenden. Gott kam nicht und ich gab mich wieder dem Schlaf hin denn ich wusste, weil alle anderen schliefen, das das die Frucht nimmt wenn man nichts tun kann und keiner helfen kann.

In der Schule 4. Klasse, Religionsunterricht, Frau Grund: Die Religion ist ein System das uns zu Gott zurück führen soll, wenn sie das erreicht hat ist sie für denjenigen verloren.

Abbruch des Konfirmanden Unterrichtes, Abendmahl, es war mir nicht möglich zu glauben, auch nur als Metapher, das da das Blut und der Leib Christi ist. Glück gehabt das ich in einer evangelischen Familie groß geworden bin die wohl das Wissen von Gott aber nicht den Glauben an Gott duldete.

Irgendwann so mit 21 hatte ich die Erkenntnis das Gott in allem und durch alles ist. Es gibt nur einen Gott und der ist das Ganze Universum das für mich, auch durch Schriften erkennbar ist. Darum ist es unmöglich einen Gott zu erkennen, außer ich erklärt ein Ding zu Gott oder fange an zu glauben das dieses eine Ding den einen Gott repräsentiert. Seien es Sternenstände, Tarotkarten, "Baum des Lebens", Kristalle, Pendel, magische Symbole, Außersinnliche Wahrnehmung. Das machte es mir möglich an jeden Gott zu glauben und jeden Glauben an den Einen Gott zu respektieren.

Ich wusste Gott und keine Religion hatte mehr die Kraft mich zu überzeugen. Auch Scientology nicht, war nur ein Verein der einen Gott bot der einen Menge Geld kosten sollte. Irgendwann kam Zen, den Verein brauchte ich auch nicht denn da erkannte ich sofort den einen Gott den ich auch schon gefunden habe und traf auf Menschen die sich menschliche Meister Patriarchen als Haltegriffe herangezogen haben. Bei den anderen buddhistischen Schulen fand ich entweder Vergötterung von Buddha oder die seiner Reden.

Buddha hatte aber was erkannt das ich nicht in dieser Radikalität hatte denken wollen doch schon mit 21 dachte, zurück schreckte, weil es nicht gedachte werden durfte, auch hatte ich Angst mit dieser Erkenntnis ganz aus der Gesellschaft ausgegliedert zu werden, wenn ich das wirklich vertrete. Also schon mit 21 wusste ich das es Gott nicht gibt, das er ein Haltegriff für Glaubende ist der half auch für den Letzte Rest an Schuld jemanden zu finden dem ich sie geben kann, denn Gott verzeiht alles. "Gott verzeiht, ich nicht!"

Buddha hat genau das erkannt: Das gesamte Leiden der Menschen ist Gott begründet. Der Glaube an ein Wesen das nicht erfassbar ist schafft alles Leiden. Dieser Glaube selber ist das Leiden. Er sah den Morgenstern aufgehen und erkannte das es etwas ist das er nicht mit Worten erklären konnte obwohl er es aussprechen konnte entsprach es nicht mehr seiner unmittelbaren Erfahrung. Wie sollte er mit diesem Wissen jemals lehren, das Rad des Dhamma anstoßen? Er tat es, das macht ihn für mich zu einem außergewöhnlichen Menschen, er hatte die Kraft es zu tun, mit dem Wissen das er nie etwas über den Aufgang des Morgensterns sagen konnte. Buddha hat erkannt das nicht ich dem Leben begegnet sonder das Leben mir begegnet, das es immer nur mein Leben ist das mir begegnet.

Es war mir unmöglich meine ganzen Leben anders zu erkennen als das es immer mein Leben war das mit begegnet. Da war kein Gott und wenn dann war es mein Leben das mir begegnet, nichts das ich glauben musste. Da sind Menschen die mir begegnen und die haben Gottglauben, wie auch immer und sie leiden weil sie Glauben, verblendet sind und diese Verblendung erzeugt Gier und Hass.

Ich drehe das Rad immer nur soweit bist es zum Glauben an Gott kommt, es löst sehr viel Leiden aus wenn Gott als leerer Raum erkannt wird, wirklich leer ist, es nichts da ist, doch, noch dunkel Materie und dunkle Energie und wer weiß noch was. Es gibt nichts wirklich Leeres denn auch die Leere ist bedingt, durch Dinge erscheinend. Alle Dinge sind den Raum begrenzend und begrenzen den Raum. Das ist der einzige Dualismus den ich hinnehmen muss, denn immer sind da nur Dinge und Raum, wobei das auch nicht stimmt, Raum, Zeit, Materie, Energie. Und schon erscheinen die Zehntausend Dinge, doch niemals irgendein Gott.
Die Daseinsmerkmale:
Dukkha - Unfreiheit – Kein Ding ist frei, weil jedes abhängig ist von anderen Dingen.
Anicca - Unbeständig – Kein Ding ist von Dauer, doch es ist so wie es ist.
Anatta - Unpersönlich - Kein Ding hat eine Absicht, doch jedes hat Funktion.
Akasa - Unräumlich - Kein Ding ist Raum, doch jedes Ding ist begrenzt von Raum und begrenzt den Raum.

Dukkha :
Der Mensch ist nicht frei, auch seine Gedanken nicht, denn Mensch und seine Gedanken sind immer abhängig von Menschen und Gedanken anderer Menschen.
Anicca :
Es gibt kein Objekt im Universum das beständig ist, selbst Protonen haben eine Halbwertzeit. Kein Gedanke, keine Wahrheit hat Bestand, es gibt nur "Das was gerade jetzt eben so ist wie es ist" unabhängig davon ob es scheinbar so bleibt, es gibt nichts das sich nicht verändert.
Anatta :
Im ganzen Universum gibt es kein Ding das Persönlichkeit hat. Jeder Ding ist individuell, in Unbeständigkeit und Unfreiheit. Für fühlende Wesen gibt es ein wahrnehmen der Individualität, Einzigartigkeit, doch das gilt nicht für die Bestandteile aus denen das Individuum zusammengesetzt ist. Jedes meiner Teile ermöglicht, weil sie so zusammengesetzt sind, Individualität. Erst als Mensch hab ich auch die Möglichkeit durch meine Biologie, Persönlichkeit über die Individualität zu erzeugen, also Individualität mit Persönlichkeit zu verwechseln. Meine Persönlichkeit für Individualität halten, weil ich glauben will das ich Persönlichkeit bin und das die meine Individualität ist.
Akasa
ist nicht bei den Daseinsmerkmalen erwähnt weil es ganz einfach klar war. Weil es nicht erwähnt wird gibt es so viele Spekulationen über die Leere die Raum um das Ding und durch das Ding begrenzter Raum ist.

Alle Dinge sind unfrei und abhängig,
unbeständig, doch immer so wie sie sind,
unpersönlich, doch funktional,
von Raum umgeben und den Raum begrenzend,
es gibt entweder Dinge oder absolut nichts. Keine Dinge, kein Raum, kein Nichts.
Wo unterscheiden sich Buddha und Jesus von den anderen Religionsbringern?
Beide geben nicht an das ihre Lehre ihnen von Göttern diktiert, eingegeben wurde. Die Götter drängen sie zu lehren doch sagen ihnen nicht was sie zu lehren haben.
viewtopic.php?f=22&t=17224
void hat geschrieben:
antelatis hat geschrieben:
Warum Unwissenheit, was genau ist mit Unwissenheit gemeint


Ich finde den Begriff "Ignoranz" ganz gut. Eben weil in ihm nicht so sehr das Nicht-Wissen betont wird sondern das Nicht-Wissen-Wollen.

antelatis hat geschrieben:
und wie kann man es schaffen, kein bisschen unwissend mehr zu sein?


Das Gegenteil dieser Ignoranz ist nicht Wissen sondern die "Weisheit" (Prajna) Und so wie Ignoranz mit einer Haltung des Verschliessens vor der Welt verbunden ist, ist Prajna mit einer Offenheit verbunden, die einem erlaubt einerseits zu sehen, wie die Welt das eigene Ich hervorbringt und wie man selbst die Wertvorstellung hervorbringt.

Während "Ignoranz" eine Haltung, ist wo man gegenüber der Welt verkapselt ist. Hier Ich - dort Welt. Einerseits bereitet diese Haltung für die anderen Geistesgifte den Boden -andererseits ist eben such eine gleichgültige Ignoranz ( ohne Gier und Hass) denkbar.
Das ist sehr gut beschrieben und hat Hand und Fuß.

Eine Erfahrung fehlt. Wenn die Ignoranz aufgegeben ist, wenn also mein glauben wollen und meine Ignoranz schnell erkennbar für mich ist und ich schon lange mich darin geübt habe diese beiden zu erkennen und zu vermindern kommt es zu Verkapseln der Menschen Welt. Eine bittere Erfahrung. Denn mein nicht mehr glauben wollen und mein nicht mehr Ignorant sein ist ein echtes Problem für die Gemeinschaft mit Menschen.

Darum seid vorsichtig mit dem was ihr euch Wünscht. Ich wollte nur Mensch sein, doch genau das führt zum verkapseln der Gruppen. Der Gruppen die glauben wollen und Ignorant sein wollen, weil nur durch ein systematisieren dieser Beiden erscheint eine Gruppe. Für mich keine Chance da rein zu kommen. Denn ich bin einer der die Beiden für jeden erkennbar macht und das ist nicht gewollt.

Mir geht es wunderbar, ja ich bin und war eigentlich immer zufrieden, auch wenn es manchmal weh tat nicht ganz dazu gehören zu können, doch das nächste Leben ist Doch da und wartet auf mein Erscheinen. Meine Leben sind eben einfach etwas kürzer. :D
Da ist mir was passiert. Ich habe als Notrufadresse meinen Mann im Handy angegeben. Da mich Pocemon go genervt hat hab ich mal so versucht ein Paar Knöpfe, auch eben mehrmals zu drücken und bin nach Hause gegangen.
Und da ruft mich mein Mann an in Panik fragt er was denn los sei und ich war die Unschuld selber. Dann erklärte er mit viel Sorge und Angst in der Stimme was geschehen war. Er wusste nicht was er tun sollte als er die Notnachricht erreichte und beendete erstmal seine Tour um jemanden nach Hause zu fahren. Dann rief er mich an. Eine halbe Stunde später.

Das war Montag Nacht.
Ich war irgendwie verstörrt und wusste nicht was es war, ob Schuld an seiner Angst und Sorge oder meine Unachtsamkeit.

Heute hab ich es erfahren: Es ist die Enttäuschung meiner Glaubens das ich wirklich wichtig für ihn bin. So wichtig das er sofort anhält und mich anruft. Was ist wenn ich da wirklich verletzt gelegen hätte und ich darauf gehofft hätte das mein Mann mir hilft auch wenn er 100 Kilometer weg ist?

Ich werde das nicht ansprechen! Doch werde ich jetzt die 112 hinzufügen.
Hallo Elviral
Ich stand auch schon mal mit 'ner
Autopanne Nacht,s allein im Wald und meine Familie hat tief und fest geschlafen und meinen Anruf nicht gehört ...
Im ersten Moment kam ich mir auch verlassen vor , aber da ist der Mensch manchmal einfach überfordert .
Und darum g i b t es die 112 und 110 .
Wir brauchen darüber nicht traurig sein , weil wir ja immer alle unser Bestes geben , auch dein Mann !! Ganz sicher :heart: :rose:
LG :)
citröen hat geschrieben:
Hallo Elviral
Ich stand auch schon mal mit 'ner
Autopanne Nacht,s allein im Wald und meine Familie hat tief und fest geschlafen und meinen Anruf nicht gehört ...
Im ersten Moment kam ich mir auch verlassen vor , aber da ist der Mensch manchmal einfach überfordert .
Und darum g i b t es die 112 und 110 .
Wir brauchen darüber nicht traurig sein , weil wir ja immer alle unser Bestes geben , auch dein Mann !! Ganz sicher :heart: :rose:
LG :)
Mir ging es ja auch um meine Entscheidung sein Handeln nicht in Frage zustellen sondern meine Handlung zu ändern. Durch diese unbewusste Aktion bin ich überhaupt erst auf das Problem der starken Emotionalität hingewiesen worden. Mein Bild von meinem Mann hat sich kaum geändert, aber mein Bild von mir. :wink:
Ellviral hat geschrieben:
citröen hat geschrieben:
Hallo Elviral
Ich stand auch schon mal mit 'ner
Autopanne Nacht,s allein im Wald und meine Familie hat tief und fest geschlafen und meinen Anruf nicht gehört ...
Im ersten Moment kam ich mir auch verlassen vor , aber da ist der Mensch manchmal einfach überfordert .
Und darum g i b t es die 112 und 110 .
Wir brauchen darüber nicht traurig sein , weil wir ja immer alle unser Bestes geben , auch dein Mann !! Ganz sicher :heart: :rose:
LG :)
Mir ging es ja auch um meine Entscheidung sein Handeln nicht in Frage zustellen sondern meine Handlung zu ändern. Durch diese unbewusste Aktion bin ich überhaupt erst auf das Problem der starken Emotionalität hingewiesen worden. Mein Bild von meinem Mann hat sich kaum geändert, aber mein Bild von mir. :wink:


Ok
Und wie weiter ? oder was machst du jetztmit deinem Bild von dir ?
LG :sunny:
Zusammenrollen und wegwerfen :clown:
jianwang hat geschrieben:
Zusammenrollen und wegwerfen :clown:
Nein das kommt in den Kasten mit der Aufschrift Helmut.
Vergessen aber nicht verloren.
Ellviral hat geschrieben:
jianwang hat geschrieben:
Zusammenrollen und wegwerfen :clown:
Nein das kommt in den Kasten mit der Aufschrift Helmut.
Vergessen aber nicht verloren.


:)
Ellviral hat geschrieben:
jianwang hat geschrieben:
Zusammenrollen und wegwerfen :clown:
Nein das kommt in den Kasten mit der Aufschrift Helmut.
Vergessen aber nicht verloren.

:lol: :like:
Status: Ich lese gerade "Ego-Tunnel" und das ist ein Text der mir so vorkommt alsob alles nur in der Memoirenbadewanne ist. Es geschieht gerade das alles außer wissenschaftliche Daten in die Badewanne geht. Wenn ich das lese was da gerade im Forum läuft muß ich Lächeln, denn die die sich da zanken wissen noch garnicht wie recht sie haben, beide Seiten. Es geht um die neuen Kleider der Kaisers, selten um den Kaiser und der tut scheinbar alles damit es nicht um ihn geht.

Bei den in dem Buch vorgelegten Daten zusammen mit dem was Markus Gabriel vorlegt und Uchiyama bleibt nicht viel übrig um eine, irgendeine Theorie des Geistigen zu erhalten.
Und dann bin ich Idiot noch angefangen, in meiner Manier, das "Nei yeh" zu übersetzen. Das wird auch ein ganz häßlicher Text.

Jedenfalls bleibt mir wohl tatsächlich nur hier zu schreiben. Der Zengarten ist ja geschlossen für Gegen-strömende Aktionen.

Ich kann auch wohl nicht mehr so ganz in Aktion, Reaktion auf Geistiges treten ohne das ich unverständlich bin. Das zerstören von Glauben geht einfach schneller als ich meine Finger bewegen kann. :mrgreen: 8)
Es ist wirklich befreiend nicht mehr Glauben zu Wollen sondern ganz in dem sein was die Sinne wahrnehmen. Nicht mehr Nachdenken zu müssen, weil gewusst wird das alles schon da ist und gehandelt wird oder eben nicht. Dem zu Behandelnden ist das vollkommen gleichgültig. Unpersönlich und Ego frei. Ich gebe den Sinn und ich gebe das Nachdenken und ich gebe das verlassen des Weges des hier Seins. Warum auch nicht ich kann es und es geht niemanden was an.

Die Götter die sich bei Buddha bedanken das er sie von ihrem Glauben Götter zu sein befreit hat und die ihn gebeten haben seine Lehre zu lehren. Die Götter wissen das sie keine Götter sind und sind schon lange verschwunden, doch der Mensch WILL weiter an sie glauben und WOLLEN nicht erkennen das das was sie anbeten schon sehr lange nicht mehr da ist. Leere Statuen des Glauben wollen.

Ich vertrete einen Buddhismus der wie von Buddha gewollt, ein Glaubenszerstörer ist, keine Religion möglich.
Adventszeit
Bestimmte Weihnachtslieder bringen ein wohliges Gefühl der Zufriedenheit aller Absichten. Es weckt Zeiten des gemeinsam-sein. Nicht dieses Sentimentale Gewäsch, sondern da ist alles der Stress der Ärger die Hektik und die Stille die Freude an dem gemeinsam-sein mit meiner Mutter, dieses wirkliche Gefühl von Nähe. Eigenartig es ist an diese Zeit gekoppelt die einzige Zeit an die ich mich erinnere wo sie mich auch, ganz selten als ihr Kind wahrgenommen hat. Schön das es noch da ist.
Wickele dieses kostbare Geschenk in zartes Seidenpapier, und verware es in Deinem Herzen.
Tychiades hat geschrieben:
Frieden-und-Freude hat geschrieben:
Wenn ich den Zen-Weg betrachte, so wie ich ihn inzwischen (möglicherweise besser) verstanden habe, bleibt es für mich weiterhin eine offene Frage, ob es wirklich ausreicht, alles einfach anzunehmen, wie es ist, ohne das eigene Leben und Handeln zu beurteilen?


Da ist nun mal ein wesentlicher Unterschied zwischen Leben und Handeln. Das eigene Leben, wie es geworden ist oder wie es jetzt ist, resultiert ja auch aus meinen Handlungen und da bin ich beim Karma. Das ist anzunehmen und es sind auch die Folgerungen daraus zu ziehen. Gerade die Handlungen bieten ja ein sehr weites Feld der Praxis.

Wenn ein Zen-Praktizierender beispielsweise dazu neigt, feindselig auf andere zu reagieren, nimmt er dieses Verhalten auch einfach bloß an?


Er nimmt es wahr. Er nimmt die Gefühle wahr und er weiß, dass Gefühl durch Kontakt entsteht. Und dann gibt es verschiedene Möglichkeiten damit klar zu kommen. Das ist ja in dem oben von mir verlinkten Vortrag über die khandas auch erläutert, was da so passiert. auch hier ist ein weites Feld der Praxis.

Besteht nicht die Gefahr, dass das Annehmen des eigenen Lebens, so wie es nun einmal ist, bei manchen Zen-Praktizierenden bloße Rechtfertigungen sind, um eben nicht an sich arbeiten zu müssen?


Dafür hat man dann den "edlen Freund" - der auch Lehrer sein kann. Dem vertraut man soweit, dass er einem auf die Füße treten darf und genau das fragt. Da gibt es auch immer solche quietistischen Versuche von einfach nur so rumsitzen. Das ist aber nicht Zen. Im Zen ist man ganz wach und stellt sich alle diese Fragen.
Z.B. warum. Warum mache ich sowas? Hat das einen Sinn? Was nützt das? Komme ich da mal groß raus?

Durch dieses Feuer der blöden Fragen muss man sich durchsitzen.
Und da ist dann nichts. NICHTS. Da steht keiner, der sagt: WOW. Klasse. Du bist toll. Da steht einer, der sagt, dass die Spülmaschine eingeräumt werden muss.
Das empfinde ich als sehr gut, sehr stimmig, bestätigend!
Bei mir ist es manchmal so das ich denke: Wenn ich mich jetzt so verhalte das ich der Gruppe gefalle dann werde ich angenommen, dann gehöre ich dazu!
Doch dann sehe ich und höre ich so viel Male das die Spülmaschine eingeräumt werden muss, so viele Dinge die jetzt getan werden sollten, weil sie zu tun sind. Doch die Gruppe die eigentlich das tun sollte, der ich angehören möchte, das aber nicht macht, weil sie es für sich als nicht zuständig erklärt hat, dazu führt das ich mich nur in der Nähe halte, weil ich eben das tue was zu tun ist und nicht das was ich tun, nicht tun sollte.

Es ist wie bei meiner Katze: Wenn sie Hunger hat besorgt sie sich was, ich glaubte bisher das sie bei mir bettelt, doch das ist ganz anders. Sie weist mich darauf hin was jetzt zu tun ist. Ich als Ihr Herr geht überhaupt nicht in ihr Denken: Sie hat Hunger und da ist das was ihr den Hunger beenden kann. Sie möchte gestreichelt, gebürstete werden, rumspielen und da ist das was ihr hilft diese Bedürfnisse zu befriedigen. Sie weiß wie sie sich das besorgt das sie braucht das ich ein Ichbin bin ist ihr vollkommen unbekannt.

Wenn ich nun auch den Weg der Katze gehe und die Tendenz ist schon vor Jahren gelegt worden, muß ich mir wohl doch den Schleier wegziehen das: Eine Gruppe von Menschen und sei sie noch so klein nur dazu dient für das das ist jetzt zu tun animiert zu werden, von jemanden der erkennt das die Gruppe das tut was sie glaubt das zu tun ist. Aber das ist mir zu anstrengend und vor allen kostet es meine Kraft. Ich werde weiterhin, mit mehr Bewusstsein das tun was zu tun ist und so tun alsob ich die Wünsche der Gruppe erfülle der ich nicht angehören kann, weil sie nur daran denkt ihren Bestand und ihre Struktur durch den Glauben eine Gruppe zu sein zu erhalten.

Ich muss keinen Glauben zerstören oder aufklären ich kann einfach damit tun was zu tun ist und den Glauben erzeugen das es die Gruppe erhält. Die Gruppe und sei sie noch so klein hat einen Glauben und sei er noch so klein, den brauch ich nur zu kennen und schon gehöre ich zu der Gruppe, glaubt sie. Eigenartig: Mir fällt gerade ein was das für eine Macht ist, wenn mir das nicht alles meine Lebenskraft kosten würde, könnte ich Herrschaft aufbauen. Es ist mir schon einmal gelungen, es war stark, doch es zerstört den Glauben der Menschen und lenkt ihn auf den der die Macht hatte ihren Glauben zu erkennen, auf den der so getan hat alsob er den selben Glauben hatte. Ein Guru wurde geschaffen, ein Anbetungswürdiger, ein Ehrwürdiger. Für mich war das einfach zu Kotzen und eine Fessel für mein tun was zu tun ist.
Wann verliert der Mensch seine Unschuld ein fühlenden Wesen zu sein?
Ab wann wird er ein Denkendes Wesen? Ab wann verliert er sein Bewusstsein ein fühlendes Wesen zu sein?

Wobei, ist sich das fühlende Wesen bewusst das es ein fühlendes Wesen ist? Warum sollte sich ein fühlendes Wesen bewusst sein das es fühlend ist, reicht es nicht sich als Wesen bewusst zu sein?
Ist sich der Löwe bewusst das er tötet oder hat er nur Hunger und macht den Kühlschrank auf? Ist sich die Schnecke bewusst das sie eine Schleimspur hinterlässt auf dem Weg zu ihrem Hungerstiller, Sicher-Ort?

Hat der Mensch eine Zeit in der er kein nur denkendes Wesen ist, in der er nicht weiss das er ein fühlendes Wesen ist, sondern nur ein solches ist?
Wann verliert der Mensch seine Unschuld ein fühlenden Wesen zu sein?
Ab wann wird er ein Denkendes Wesen? Ab wann verliert er sein Bewusstsein ein fühlendes Wesen zu sein?

Wobei, ist sich das fühlende Wesen bewusst das es ein fühlendes Wesen ist? Warum sollte sich ein fühlendes Wesen bewusst sein das es fühlend ist, reicht es nicht sich als Wesen bewusst zu sein?
Ist sich der Löwe bewusst das er tötet oder hat er nur Hunger und macht den Kühlschrank auf? Ist sich die Schnecke bewusst das sie eine Schleimspur hinterlässt auf dem Weg zu ihrem Hungerstiller, Sicher-Ort?

Hat der Mensch eine Zeit in der er kein nur denkendes Wesen ist, in der er nicht weiss das er ein fühlendes Wesen ist, sondern nur ein solches ist?

PS Falls jemand Bock hat seine Assoziationen hier unter zu bringen, bitte. Aber nicht als Aktion Reaktion sonder genau das zeigen was jetzt als Gedanken auftauchen. Brainstorming. Bitte keine Zitate oder so das sie nicht als Zitate erkennbar sind.
Nur wer den mittleren Weg nicht übersteigt oder unterschreitet, kann auf Wohlwollen rechnen und handelt Wohlwollend.
Ellviral hat geschrieben:
Wann verliert der Mensch seine Unschuld ein fühlenden Wesen zu sein?

Hallo Ellviral,

das erste was mir an der Formulierung auffiel ist die Redewendung "seine Unschuld verlieren". Ich hab dabei im Hinterkopf, dass man das sagt bei Menschen die so handeln, dass sie andere Menschen verletzen. Dabei geht man bei der Ansicht von einem guten Selbstbild aus und grenzt den anderen als Abnormität aus, weil es impliziert, dass der andere sich dessen tatsächlich bewusst ist was er tut und auch das selbe negative Empfinden bei seiner Tat hat, wie man selbst, wenn man dieses Handeln sieht. Was aus dieser Sicht dann paradox und verwirrend sein muss und somit auch irgendwie "abnormal".

Das heisst, wenn man als Beobachter aus seinem "positiven" Selbstbewusstsein herraus betrachtet. Ich meine "Selbstbewusstsein" als neutraler Begriff des Bewusstseins von sich selbst (nicht über sich selbst), quasi im weitesten Sinne und nicht im bewertenden Sinne von Ich-bin-soundso-im-Vergleich-zu..., sozusagen primär die Selbstwahrnehmung betreffend (= Empfindung) und vllt erst sekundär als Wertung von sich oder seinen Handlungen (= Wille), zumindest kommt einem selbst diese Reihenfolge in eben dieser Selbstwahrnehmung so vor, unabhängig davon ob das dann auch so ist. Vllt klingt das pedantisch, aber ich finde diese Reihenfolge wichtig, weil:

Ich hatte schonma von Arno Gruen erzählt, der Mörder ein Shakespearestück aufführen liess, worauf hin viele danach Suizid begehen wollten, weil sie den Schmerz nicht gewohnt waren und keine Strategie erlernt hatten, das verarbeiten zu können. Das heisst die Fähigkeit zu empfinden (Unschuld) war an und für sich da, aber sogesehen die Fähigkeit des Zulassens nicht (imho).

Zurück zu der Redewendung: es klingt so, als ob man etwas verlieren könnte, aber wenn jemand "kalt" handelt, dann war es ursprünglich vllt eine Überlebensstrategie um Verletzungen zu verhindern. Das heisst die Fähigkeit Verletzungen empfinden zu können ist nicht weg, aber der Automatismus (vllt sogar in Form von Sadismus sichtbar) verhindert dieses Empfinden. Ich denke das kennt jeder im gewissen Maß und ist eine natürliche Funktion der menschlichen Psyche, insofern wäre es eine Frage der Situationen und Gewohnheiten wie man mit bestimmten Dingen umgeht.

Wenn das stimmt, dann könnte man nicht sagen, dass jemand seine Unschuld verlor. Er hätte seine "Unschuld" (also im Sinne von Verletzlichkeit, schockiert/betroffen sein zu können und eine gewisse Unvoreingenommenheit) noch. Wenn er das aber nicht hat und vllt grundsätzlich nicht dazu fähig ist (ich denke so etwas gibt es, zB. bei Psychopathen), dann hätte er nichts "verloren". Das bedeutet aber nicht, dass nur weil einer ein Psychopath ist, dass diese Person auch kalt handelt.

Ab wann wird er ein Denkendes Wesen? Ab wann verliert er sein Bewusstsein ein fühlendes Wesen zu sein?


Ich denke, wenn jemand verletzend handelt, dann ist das diskursive Denken, was evtl als Begründung herhält ebenfalls sekundär und nicht der eigentliche Grund, sondern der eigentliche Grund ist ein Automatismus (ob mit oder ohne diskursives Denken).

Hat der Mensch eine Zeit in der er kein nur denkendes Wesen ist, in der er nicht weiss das er ein fühlendes Wesen ist, sondern nur ein solches ist?


Denken, fühlen und "sein" ist in meinen Augen das selbe, aber in unterschiedlichen Qualitäten. Denken ist ja quasi nur eine Form der kognitiven Verarbeitung, aber fühlen ja auch. Ich wüsste nicht wo da die Abgrenzung sein soll. Ich denke, dass man das dann nur ab einem gewissen Ausmaß unterscheiden kann oder anhand der Form der Komplexität. Wobei ich das vorallem aus einer biochemischen Sicht sehe und als erstes an das Dopamin-Acetylcholin-Gleichgewicht denken muss. Wenn das Gleichgewicht zur einen Seite kippt, dann hat man Schizophrenie und wenn es zur anderen Seite kippt, dann hat man Parkinsonsymptome. Da sieht man den Zusammenhang von Motorik, Motivation und Denken sehr gut, insofern auch von denken, fühlen und "sein".
Hat der Mensch eine Zeit in der er kein nur denkendes Wesen ist, in der er nicht weiss das er ein fühlendes Wesen ist, sondern nur ein solches ist?

Assoziationen, erste spontane Gedanken dazu ohne groß nachzudenken..

  • Schlaf, Traum? Es gibt Träume während derer ich weiß, daß ich träume. Meist allerdings nicht.
  • Orgasmus?
  • einige Rauschzustände?
fotost hat geschrieben:
Schlaf, Traum? Es gibt Träume während derer ich weiß, daß ich träume. Meist allerdings nicht.

Aber das is doch genauso Verarbeitung seiner Verarbeitung (denken).
Die Fragen entstehen in mir aus dem Denken heraus. Der Fühlende, nicht Denkende, kann damit nichts anfangen oder er muss sich dem Denken beugen und dessen Ergebnisse umsetzen und damit sein fühlen in eine Richtung lenken die der Fühlende nicht fühlt sonder die gefühlt werden sollen. Das Fühlen wird vom Denken so verändert und verändert sich durch Fügsamkeit so das es auch denkend wird. Meine Gefühle sind Emotionen geworden durch Denken erzeugte Gefühle die nicht mehr mit dem Fühlen übereinstimmen. Nur so ist es möglich Handlungen gegen die Würde des Menschen auszuführen.

Warum versuch ich das zu ergründen: Ich bin ein Fühlender und Denkender doch der Fühlende lenkt den Denkenden und verweigert dem Denkenden Emotionen die er nicht machen will. Einfaches Beispiel: Wenn ich sexuell was erdenke dann muss ich das Fühlen einschalten und Emotionen wecken, ansonsten geschieht nichts, ich muss Sex wollen mit dem Verstand, mein Fühlen ist mit Zuneigung liebevollem Umgang sehr zufrieden. Sex ist für mich, den Fühlenden, eine Handlung die vollkommen sinnlos und Kräfte zehrend ist, der Denkende folgt damit nur einem Glauben an Freude und Glücklichsein.
Ellviral hat geschrieben:
Die Fragen entstehen in mir aus dem Denken heraus. Der Fühlende, nicht Denkende,...

In meinen Augen gibt es kein fühlen ohne erinnern. Das weiss ich weil manche Dinge, die als genetisch angeboren angesehen werden in Wirklichkeit Erinnerungen sind, zB. Angst und Überlebenstrieb. Die meisten glauben wenn man von einem gefährlichen Hund angebellt wird dann reagiert man reflexhaft aus angeboren Gründen so, um zu überleben. Unabhängig von Kultur, Prägung, Erfahrungen, usw. So als ob da kein Lernen stattfand. Is aber nich so. Bei anderen vermeintlichen Grundemotionen das selbe. Wenn diese Bedeutungsebene (die Erinnering ist) mal kurz aussetzt, dann somit auch das Fühlen, weil da auch keine Konsequenzen (Bedeutungen: gut/schlecht) mehr da sind (trotz physikalischer Prozesse). Ich glaube das meiste is nur so früh und/oder so subtil, dass man sich ans das Erinnern nicht mehr erinnern kann und darum kommt es einem auch nicht so vor. Was seinen Sinn hat und überlebenswichtig ist.
Spock hat geschrieben:
...
In meinen Augen gibt es kein fühlen ohne erinnern. Das weiss ich weil manche Dinge, die als genetisch angeboren angesehen werden in Wirklichkeit Erinnerungen sind, zB. Angst und Überlebenstrieb. Die meisten glauben wenn man von einem gefährlichen Hund angebellt wird dann reagiert man reflexhaft aus angeboren Gründen so, um zu überleben. Unabhängig von Kultur, Prägung, Erfahrungen, usw. So als ob da kein Lernen stattfand.


Vielleicht gibt es ja auch ein genetisches Lernen :wink:

Wenn über ein paar Jahrhunderttausende diejenigen, deren genetische Disposition eher dazu neigte auf gefährliche Raubtiere mit Vorsicht zu reagieren in ein Alter kamen, in dem sie sich vermehren können und die anderen Teil der Nahrungskette wurden, lernt natürlich der einzelne (oder seine Stammesangehörigen), aber insgesamt lernt auch die Art/Spezies.

Das wirklich üble ist, daß wir unsere Umwelt so stark verändert haben, daß unsere Instinkte oder Reflexe heute einfach nicht mehr passen :doubt:
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