Schüler-Meister Beziehung

Moderator: void

[/quote] Ein frohes Fest allem Lebendigen auch Dir und Mir.[/quote]
Uns den Weizen und ein Fest, den andern die Kleie und die Pest. Altes georgisches Sprichwort.
Du scheinst nicht aus Georgien zu kommen. Dafür ein besonderes Dankeschön, Helmut.
()
gbg hat geschrieben:
Das YIN und das YANG sind nicht nur die sonnenzugewandte Seite bzw. die sonnenabgewandte Seite eines Berges, sondern auch die dem Süden zugewandte Seite und die dem Norden zugewandte Seite des Brunnens des Lebens. Denn alles Handeln ist eine Reaktion.


Genau. Sehr erleuchtend finde ich da dieses Teisho von Kelly Bundy Roshi: https://www.youtube.com/watch?v=XrTY8fWlS_Y
Jedenfalls erleuchtender als das von Poraj Roshi. Aber wahrscheinlich liegt dies nur an meiner beschränkten Auffassungsgabe.

()
gbg hat geschrieben:
...

Wer sich allein in einen Wald zurückziehen würde und doch noch an Dingen und Menschen hängen würde oder sich vor ihrem Einfluss fürchten wäre selbst in diesem Wald nicht allein.

...


Hallo ihr Lieben:

...

3. "Vor meiner Erleuchtung, als ich noch lediglich ein unerleuchteter Bodhisatta war, erwog auch ich so: 'Entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald sind schwer auszuhalten, Abgeschiedenheit ist schwierig zu praktizieren, und es ist schwer, sich an der Einsamkeit zu erfreuen. Man möchte meinen, der Dschungel müßte einem Bhikkhu den Verstand rauben, wenn er keine Konzentration hat.'"

4. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert im körperlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihres ungeläuterten körperlichen Verhaltens unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert im körperlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert im körperlichen Verhalten. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläutertem körperlichen Verhalten.' Weil ich in mir diese Läuterung des körperlichen Verhaltens erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

5. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert im sprachlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihres ungeläuterten sprachlichen Verhaltens unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert im sprachlichen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert im sprachlichen Verhalten. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläutertem sprachlichen Verhalten.' Weil ich in mir diese Läuterung des sprachlichen Verhaltens erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

6. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert im geistigen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihres ungeläuterten geistigen Verhaltens unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert im geistigen Verhalten an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert im geistigen Verhalten. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläutertem geistigen Verhalten.' Weil ich in mir diese Läuterung des geistigen Verhaltens erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

7. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen sich ungeläutert in der Lebensweise an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit ihrer ungeläuterten Lebensweise unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht ungeläutert in der Lebensweise an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin geläutert in der Lebensweise. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen mit geläuterter Lebensweise.' Weil ich in mir diese Läuterung der Lebensweise erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

8. "Ich erwog so: 'Wann immer Mönche oder Brahmanen, die habgierig und voller Begierde sind, sich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurückziehen, dann rufen diese guten Mönche und Brahmanen aufgrund der Unzulänglichkeit, die daher kommt, daß sie habgierig und voller Begierde sind, unheilsame Furcht und Schrecken hervor. Aber ich ziehe mich nicht habgierig und voller Begierde an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück. Ich bin frei von Habgier. Ich ziehe mich an entlegene Lagerstätten im Dschungeldickicht im Wald zurück als einer der Edlen, die frei von Habgier sind.' Weil ich in mir diese Freiheit von Habgier erkannte, fand ich große Erleichterung darin, im Wald zu wohnen."

...

Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m004z.html - Majjhima Nikāya 4: Furcht und Schrecken - Bhayabherava Sutta



Das nur mal so als Hinweis, falls es jemanden interessiert, soll nicht Off Topic werden.
Läuterung scheint wohl wichtig zu sein.
Eine schöne Sutta wie ich finde. Gerne auch im Ganzen lesen, geht noch weiter. :)

Ich habe mal einen Thread geöffnet zu dem Thema, damit es hier nicht stört: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=14154
Kann also gerne da besprochen werden, wenn jemand mag. :)

Liebe Grüße
Du widmest dich eifrig deinem Studium, weil du ein klares Ziel vor den Augen hast. Außerdem motiviert es dich, wenn andere deinen Erfolg sehen. Aber sobald du dein Ziel erreicht hast, überkommt dich wieder die Schwermut: Irgendetwas fehlt da doch noch. Deinem wirklichen Selbst wirst du erst dann begegnen, wenn du aus diesem stinkenden Fleischsack ausbrichst und eins wirst mit dem Universum. Dafür musst du dich erstmal fest auf deinen Arsch setzen. Wenn du dann endlich erkennst, dass du eins bist mit dem Universum, und dein tägliches Leben aus dieser konkreten Erfahrung heraus lebst - dann spürst du Freude, dann fühlst du dein Glück.
Kodo Sawaki

Du willst zum Buddha werden? Was für eine unnütze Anstrengung! Sei einfach du selbst in jedem Augenblick. Was glaubst du erreichen zu können, wenn du diesen Ort aufgibst?
Kodo Sawaki
Als ob Sawaki nicht auch die Abgeschiedenheit aufgesucht hätte. Der aufsteigende Pfad ist halt Hinayana Entsagung. Nicht wenige kehren nach ein paar Metern um und quacken vom Bodhisattva Ideal und Marktplatz mit offenen Händen oder gar davon, daß sie nun ihre Erkenntnisse dem Volk mitteilen müssten( das auch nur den Berg umgehen möchte ) möglichst als "Meister", sonst hätte man ja auch nix zu melden in den "WorkshopZentren". Dabei ist der auf der anderen Seite der Bergspitze und der Berg umschließt die ganze Welt, so wie "die Höhle des Dämons von schwarzen Berg". Da kommt man auch nur "raus", wenn man durch die Wand geht.

Ansonsten hat er natürlich recht. :razz:

Du widmest dich eifrig deinem Studium, weil du ein klares Ziel vor den Augen hast. Außerdem motiviert es dich, wenn andere deinen Erfolg sehen. Aber sobald du dein Ziel erreicht hast, überkommt dich wieder die Schwermut: Irgendetwas fehlt da doch noch. Deinem wirklichen Selbst wirst du erst dann begegnen, wenn du aus diesem stinkenden Fleischsack ausbrichst und eins wirst mit dem Universum. Dafür musst du dich erstmal fest auf deinen Arsch setzen. Wenn du dann endlich erkennst, dass du eins bist mit dem Universum, und dein tägliches Leben aus dieser konkreten Erfahrung heraus lebst - dann spürst du Freude, dann fühlst du dein Glück.
Kodo Sawaki


:arrow:
Gäbe es, ihr Mönche, keine Entrinnung bei Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist und bei Formen, Tönen, Düften, Säften, Gegenständen, Dingen, dann könnten die Wesen dem nicht entrinnen. Weil es nun aber dabei Entrinnung gibt, deshalb können die Wesen dem entrinnen.


Du willst zum Buddha werden? Was für eine unnütze Anstrengung! Sei einfach du selbst in jedem Augenblick. Was glaubst du erreichen zu können, wenn du diesen Ort aufgibst?
Kodo Sawaki


:arrow:
Solange die Wesen, ihr Mönche, nicht dieser 6 Innen- und Außengebiete Labsal als Labsal, Elend als Elend, Entrinnung als Entrinnung der Wirklichkeit gemäß erkannt hatten, solange eben, ihr Mönche, verweilten die Wesen in der Welt mit ihren Göttern und Māras, mit ihren Brahmas, mit ihren Asketen und Brahmanen, mit der Schar von Göttern und Menschen nicht entronnen, abgelöst, befreit, unbeschränkten Gemütes.
Als sie es aber derart erkannt hatten, verweilten sie so".


beides:
S.35.17-18 Keine Absicht
Du weisst, wo sich die Tür befindet ?

Zazen bedeutet, zu bezeugen, dass du dieses Leben von der großen Natur empfangen hast und nur durch die Kraft dieser Natur lebst. Das bedeutet wiederum, dass du nicht wirklich "du selbst" bist, denn du bist nahtlos verbunden mit dem ganzen Universum. Deshalb gibt es keinen Ort im Universum, den du nicht erreichst: Wenn du Zazen praktizierst, dann praktiziert das ganze Universum mit dir. Denn das Universum ist der Inhalt deiner Praxis.
Kodo Sawaki

Zazen bedeutet, sich selbst durchsichtig zu werden. Nirgends wirst du so gnadenlos mit dir selbst konfrontiert wie in Zazen. Du wirst all das an dir sehen, was du lieber nicht gesehen hättest. Und je reiner dein Zazen ist, desto durchsichtiger wirst du dir werden. Je durchsichtiger du dir wirst, desto deutlicher werden dir deine schmutzigen Seiten vor Augen kommen. Nur wenn du dich wirklich selbst erkennen willst, praktiziere Zazen. Du musst Zazen inmitten deiner Illusionen praktizieren. Zazen wirft das Licht der Wahrheit auf dich selbst, der du verloren bist in der Irre. Inmitten deiner Illusionen bist du umfangen von Buddha, und je deutlicher du Buddha siehst, desto deutlicher wirst du auch erkennen, wie tief du dich in deine Illusionen verstrickt hast und wie erbärmlich du dein Leben wirklich lebst. Glauben bedeutet, sich schweigend über sich selbst klar zu werden.
Kodo Sawaki
@ Jon:
Du weisst, wo sich die Tür befindet ?


Klar. Du nicht ? :D
Verschiebt sich halt mal nach rechts und nach links, oben und unten, außen und innen ( jedenfalls in der verblendeten Wahrnehmung ):

"Den Weg betreten ist nicht schwer.
Aber es darf weder Liebe geben noch Hass, noch Vorliebe, noch Ablehnung."


Schlimmer noch :D :

"Dem Ku zu folgen bedeutet,
Dem Ku zu widersprechen."


Ist nicht ohne Absicht der " älteste" überlieferte" Text des Chan-Buddhismus:http://www.zen-azi.org/de/node/1098

Sawaki:
Je durchsichtiger du dir wirst, desto deutlicher werden dir deine schmutzigen Seiten vor Augen kommen.


Nur zu. :)
und so weiter und so weiter :|


Gibt es im Geist eine Einzgartigkeit
Sei sie auch winzig,
So trennt eine grenzenlose Distanz
Himmel und Erde.

Shin jin Mei

Ätzend ist der Wassertropfen, der das Glas durchtrennt.
Zu tief ist der Graben des eigenen Schattens.

Kannst Du Brücken bauen ?
Kannst Du Schatten erhellen ?
al-Nuri hat geschrieben:
Ist nicht ohne Absicht der " älteste" überlieferte" Text des Chan-Buddhismus:http://www.zen-azi.org/de/node/1098




Absicht ?
Mach erstmal aufrichtig deutlich wes Geschreibsel von dir ist und was von den Meistern. Nicht daß ich das nicht wüsste, aber es geht ja nicht um mich und meine Aufrichtigkeit.
Jon hat geschrieben:
al-Nuri hat geschrieben:
Ist nicht ohne Absicht der " älteste" überlieferte" Text des Chan-Buddhismus:http://www.zen-azi.org/de/node/1098


Absicht ?



Im Zen Buddhismus geschieht und offenbahrt sich nichts zufällig. Da haben mitleidige Geister einen unverdorbenen Samen gesetzt. Aber er braucht Licht ( Erkenntnis )und Feuchtigkeit ( Bemühen ), sonst harrt er einfach weiter im Dunklen aus.
al-Nuri hat geschrieben:
Mach erstmal aufrichtig deutlich wes Geschreibsel von dir ist und was von den Meistern. Nicht daß ich das nicht wüsste, aber es geht ja nicht um mich und meine Aufrichtigkeit.


meinst ?
Naja, ich bin bereit zu sterben- egal wie - und ich scheiß auf das Warum. Aber du nicht, möcht ich meinen. :lol:
al-Nuri hat geschrieben:
Naja, ich bin bereit zu sterben- egal wie - und ich scheiß auf das Warum. Aber du nicht, möcht ich meinen. :lol:


Deine Ansicht.

Du bist bereit, zu sterben. Jetzt ? In diesem Moment ?
Plöde Frage echt.

Was diese "Roshi" betrifft: Spring auf ihre Bühne und zücke ein Schwert ( es muss nicht mal scharf sein ), dann weißt du woran du bist. Es mag auch Leute geben, die sich "für was besseres halten" wenn sie hinaufspringen. Die sind dann richtig am A... -verurteilt - und zu Recht. Denn Hochmut kommt vor dem Fall. Wenn Zwei sich begegnen, die sich für was besseres halten, dann grunzen die nur unverständlich oder sie raspeln sich mit Süßholz zu, was aufs gleiche hinauskommt.
Es ist keine Plöde Frage.
Wäre es dir egal, jetzt zu sterben ? = Jetzt oder in jedem möglichen anderen Moment.

Was denn für eine "Roshi" ?

Wer ist online?

Insgesamt sind 5 Besucher online. Im Detail: 0 sichtbare Mitglieder (oder Bots), 0 unsichtbare Mitglieder und 5 Gäste
Der Besucherrekord liegt bei 214 Besuchern, die am 27.02.2017 23:21 gleichzeitig online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste