Zen Master Wu Bong

Moderator: void

Hallo an Alle!

Ich möchte gerne in den nächsten Wochen täglich einen Gedanken von Zen Meister Wu Bong (1950-2013) mit Euch teilen. Er war ein Vertreter der Kwan Um Zen Schule (koreanischer Seon), ist letztes Jahr in Paris gestorben. Informationen unter www.dontknowfilm.com

Frage: Wie kann man Buddha sein oder kein Buddha?
Zen Meister Wu Bong: Was ist Buddha?
Q: Ich habe keine Ahnung.
ZMWB: Das ist korrekt. Das ist Buddha.
@Fabio:
Ich möchte gerne in den nächsten Wochen täglich einen Gedanken von Zen Meister Wu Bong (1950-2013) mit Euch teilen.


Hapchang. Ich vermisse ihn.

Viel Erfolg für dein Projekt.
Zen Master Wu Bong: Everybody wants peace, but everybody wants my idea of peace. Then you cannot have peace. But when I take away my idea, then already the whole world is at peace.
Fabio, alles englische bitte ins deutsche übersetzen.
Fabio hat geschrieben:
Zen Master Wu Bong: Everybody wants peace, but everybody wants my idea of peace. Then you cannot have peace. But when I take away my idea, then already the whole world is at peace.


Ich tus mal:
Einfach tun. Nichts Verlangen. Einfach einfaches Tun und Machen. Aus Sich heraus. Aus der Tiefe. Aus dem Nicht-Denken. Aus dem Ur-Sein. Aus dem Urschlamm. Dinge geschehen lassen /und dabei sein/, ohne dabei zu sein.

Mal in DEutsch.
Wu Bong:
Jede/r will Frieden, aber Jede/r will den eigenen Frieden. Dann kannst Du nicht Frieden haben.
Aber wenn Ich/Du meine/deine Idee wegnimmst, dann ist schon die ganze Welt in Frieden.

Also solange Jemand versucht, das "eigene" Konzept des Friedens umzusetzen, solange ist es eine Ich-Angelegenheit, auch wenn es aufgrund von Altruismus geschieht. Wenn da aber kein Ich-Friedens-Idee ist, bin ich schon im Frieden, weil Ich nichts verlange, sondern einfach nur bin.
Einfach nur bin im Augenblick, der einfach nur IST. Ohne Frieden und deshalb voller Frieden. Denn dort gibt es kein Gut oder Böse. In unser aller Buddha-Natur oder in der Wahren Natur.
Thatagatha, der die Dinge sah, wie sie "sind"/sein werden/waren.

Wenn ich die Idee von Frieden wegnimme/weglasse, bin ich im Frieden ohne Idee und Konzept.
Allerdings sollte da schon eine Überzeugung von Frieden sein.
Erst die Mitte im Tal ist der Frieden.
Zen Master Wu Bong: Jeder will Frieden, aber jeder will seine Idee von Frieden. Dann ist Frieden unmöglich. Aber wenn ich meine Idee wegnehme, dann ist die Welt bereits friedvoll.
Naja. Er hat gesagt: Alle wollen meine Gedanken, Einfälle, Ideen, d.h. ( für mich ) "Methoden" um Frieden, Nirvana zu erlangen. Und das war eine stille Kritik und also Aufforderung.
Im übrigen sind Filme ja nun noch mehr der oberflächlichen Schau ausgeliefert als Textsammlungen und Bücher. Oder ? Was meinst du ?
Kwan Um ist sehr zurückhaltend mit "Material", d.h. mit Mitschriften und Aufzeichnungen jeder Art. Das halte ich für einen guten Zug.
Wu Bong hat nichts anderes gesagt als Seung Sahn.
Mir geht es nicht nur um den Zen Meister als solchen, sondern "auch" um den Menschen, den ich persönlich kennenlernen durfte. Der hat ein reiches und interessantes Leben hinter sich, was m.E. lohnt, erzählt zu werden. Ich bin kein grosser Freund von trällernden Zen-Filmen mit ach so schönen Sprüchen und oh wie entzückend die Aufnahmen!, glaube aber dennoch und trotzdem an das Medium Film. Textsammlungen und Bücher? Auch keine Garantie für Tiefe. Letztlich kommt das doch auf die Wahrnehmung des Einzelnen an, oder?
Fabio hat geschrieben:
Letztlich kommt das doch auf die Wahrnehmung des Einzelnen an, oder?


So, ist es.
Auch wenn wir Menschen in einem (gemeinsamen) Kosmos leben, so ist/scheint die Wahrnehmung und damit der Umgang mit dem Erlebten und dem noch Kommenden, denn kommen tut immer wieder was neu Entstehendes, doch individuell. Allein schon durch die persönlichen Vorstellungen und Ideen. Auch wenn Diese bedingt entstehen, so ist bei jedem Menschen die Bedingung von Wirkungen doch unterschiedlich.
Zen Master Wu Bong: "Die Leidenschaften, die wir auslöschen müssen, sind diejenigen, die durch Zorn, Begierde und Ignoranz entstehen. Aber zu geloben, alle Leidenschaften auszulöschen, oder alle Lebewesen retten zu wollen, ist an sich eine Art von Leidenschaft. Der Unterschied ist die Richtung; die Motivation hinter einer solchen Leidenschaft ist nicht für "mich", sondern für "andere." So eine Leidenschaft nennen wir große Liebe, grosses Mitleid und grosser Bodhisattva Weg. "
@ Fabio: ich nehme einfach mal an, daß es mehr schriftliche Aufzeichnungen und Fotos gibt. Ein biografisches Werk finde ich gut. Ist sehr aufwändig. Danke für diese Sätze. Ich würde gerne Sätze von Seung Sahn einstellen, aber ich weiß letztlich nicht, ob das hier jemanden inspiriert. Seine Bücher, auch die Briefwechsel aus den 70 ern , empfehle ich gern für Zen Übende. Wu Bong war, genauso wie Seung Sahn immer zugewandt, natürlich, freundlich und humorvoll. Beide sind nur an den richtigen Punkten, wenn es um die Abwehr von Dharma-Schaden ging, ernst und streng geworden. Diese Züge erleichtern mir den Weg und offenbahren die Richtung.
Jedenfalls: Alles Gute !
@al-nuri: danke für die ermutigenden Wörter. Die Kwan Um Zen Schule macht sicher keine besonders aggressive Werbung, versteckt sich allerdings auch nicht in der Öffentlichkeit. Auf Kwanumzen.org oder Kwanumzeurope.org, auf Youtube und sicher auch woanders, wirst du viele Materialien, bzw. Dharmareden finden. Ebenfalls gibt es bereits viele Bücher von Lehrern dieser Schule, also nicht nur von Seung Sahn SSN, und auch mein Film geniesst den Rückhalt und die Unterstützung der Europäischen Kwan Um Zen Sangha.
Was Dharmaschäden betrifft: Intentionen und Ambitionen können schnell kontraproduktiv werden; und kein Wort und kein Bild kann Praxis ersetzen. Aber wie war es nochmals mit Buddhas Floss? Wer über einen reißenden Fluss oder gefährlichen See setzen möchte, braucht ein wassertaugliches Gerät. Hat man das andere Ufer erreicht, dann hat das Floß seinen Zweck erfüllt und wird überflüssig (wenn nicht lästig).
Also was tun?
Grüße und dir auch alles Gute!
Zen-Meister Wu Bong: Wenn man sagt: "Dieses Erleuchtungsgeschäft klingt gut; Ich möchte Erleuchtung". Das ist der verlangende Geist. Dieser Geist kann Erleuchtung nicht einmal verstehen, warum will er sie dann erlangen? Wenn man sagt: "Ich verstehe mein wahres Selbst nicht; Was bin ich? ", dann schafft diese Frage den verlangenden Geist weg. Also, wenn Sie Verlangen kultivieren, dann wird Verlangen wachsen. Wenn Sie große die Frage kultivieren, dann verschwindet das Verlangen.
@ Fabio:

Was Dharmaschäden betrifft: Intentionen und Ambitionen können schnell kontraproduktiv werden; und kein Wort und kein Bild kann Praxis ersetzen. Aber wie war es nochmals mit Buddhas Floss? Wer über einen reißenden Fluss oder gefährlichen See setzen möchte, braucht ein wassertaugliches Gerät. Hat man das andere Ufer erreicht, dann hat das Floß seinen Zweck erfüllt und wird überflüssig (wenn nicht lästig).

Das Floß ist ein Sinnbild für den 8 fachen Pfad, genauer: die "drei Übungsgebiete": Sila, Samadhi, Prajna ; diese umfassen den Pfad.
Worte können das Tor öffnen, im rechten Moment. Aber nicht durch Verstehen, sondern durch ihren Klang. So können Worte, Wahrnehmung und Gesten Laub und Stöcke und Segel sein, aber nicht der Strick und nicht das Steuer. Das ist der Moment: Der Klang. Die Erweckung. Das Aufmerken. Das Zerbrechen.
Aber Wu Bongs Stock und Stimme ist weitergereicht - oder nicht ? Seine Worte können wie der Polarstern sein, aber es fehlt ihnen jetzt der Klang. Und sie ersetzen auch nicht "das Floß".

Also was tun?


Wenn dem Huhn friert klettert es auf einen Baum; wenn der Ente friert, geht sie ins Wasser :)

"Kwan Um" vertraut.

89 • Shinjin inga 深信因果 • Tiefes Vertrauen in Ursache und Wirkung
Das erste shin bedeutet »tief« und das zweite (in der Kombination jin ausgesprochen) bedeutet »Vertrauen«. In ist »Ursache« oder »Ursachen« und ka (in der Kombination ga ausgesprochen) bedeutet »Wirkung« oder »Wirkungen«. So bedeutet shinjin in-ga »tiefes Vertrauen in Ursache und Wirkung«. Zweifellos vertrauen wir im Bud­dha-Dhar­ma vollkommen dem Gesetz von Ursache und Wirkung.


Find ich "cool".
:)
Fabio hat geschrieben:
@al-nuri: danke für die ermutigenden Wörter. Die Kwan Um Zen Schule macht sicher keine besonders aggressive Werbung, versteckt sich allerdings auch nicht in der Öffentlichkeit. Auf Kwanumzen.org oder Kwanumzeurope.org, auf Youtube und sicher auch woanders, wirst du viele Materialien, bzw. Dharmareden finden. Ebenfalls gibt es bereits viele Bücher von Lehrern dieser Schule, also nicht nur von Seung Sahn SSN, und auch mein Film geniesst den Rückhalt und die Unterstützung der Europäischen Kwan Um Zen Sangha.
Was Dharmaschäden betrifft: Intentionen und Ambitionen können schnell kontraproduktiv werden; und kein Wort und kein Bild kann Praxis ersetzen. Aber wie war es nochmals mit Buddhas Floss? Wer über einen reißenden Fluss oder gefährlichen See setzen möchte, braucht ein wassertaugliches Gerät. Hat man das andere Ufer erreicht, dann hat das Floß seinen Zweck erfüllt und wird überflüssig (wenn nicht lästig).
Also was tun?
Grüße und dir auch alles Gute!

man hat dir erzählt, es sei ein See, ein reißender Fluss
Zen-Meister Wu Bong: Dieser "Weiß-nicht-Geist" schneidet alles Denken ab. Alles Denken abschneiden heisst vor dem Denken sein. Wenn man einen "Weiß-nicht-Geist" behält, dann tut man nichts, dann ist auch nichts an dem man festhält, nichts, dass zu überprüfen ist, und natürlich wird auch dieses Verlangen nicht entstehen. Der Name dafür ist Gelübde. Du entscheidest: lege ein Gelübde ab. Wenn dieses Gelübde tief und stark ist, dann wird alles in deinem Leben beginnen diesen Schwur wie selbstverständlich zu unterstützen. Du legst ein starkes Gelübde ab, dann, egal wie verrückt dein Leben ist, wird alles mit diesem Gelübde gehen, in diese Richtung. Also frage mich nicht, was wichtig ist. Das ist Dein Job. Und wenn jemand das noch nicht weiß, ist das kein Problem. Dann ist seine Aufgabe, es herauszufinden.
Zen Meister Wu Bong: Vollständigkeit ist nicht abhängig vom Gefühl. Jeder ist vollständig, sind Sie alle Buddha. Hilft das Ihrem Leben? Sie haben alles! Ich habe nichts, was Sie auch nicht haben. Buddha hat nichts, was Sie auch nicht haben. Wenn Sie das hören: hilft das Ihrem Leben?
Frage: Wann können wir einen Menschen einen Bodhisattva nennen?
Zen-Meister Wu Bong: Wann immer Sie wollen.
Arne Arne Schaefer JDPSN erinnert an Zen Meister Wu Bong als Lehrer und väterlicher Freund. Ein kleines Interview für unsere Recherche.

http://youtu.be/ISozrGBOBr8


Siehe auch www.dontknowfilm.com
Zen Meister Wu Bong: Sie haben die Wahl in diesem Leben; Sie können ein Experte werden, oder nicht wissen, und Buddha werden.
http://youtu.be/VeKK03UwuFc

Wiedereinführung eines Vorschlags für den interreligiösen Dialog.
Einwn Brief an den Papst von Seung Sahn Soen Sa Nim (1927-2004). Zen-Meister Wu Bong (1950-2013) erinnert sich.
Bitte unterstützen Sie, bis 14. Dezember 2014 die Produktion: www.dontknowfilm.com
Liebe Freunde,

nur noch zwei Tage: helft uns einen Dokumentarfilm über einen kürzlich verstorbenen Zen Meister zu produzieren: Jacob Perl, 1950 in Polen geboren, war der erste westliche Student von Seung Sahn Soen Sa Nim, und erhielt 1993 von ihm die Dharma Nachfolge. Es ist eine Hommage an eine sehr beeindruckende, gleichzeitig bescheidene Persönlichkeit, die vieles für die Verbreitung der buddhistischen Lehre geleistet hat. Don't know, a Tribute to Zen Master Wu Bong.
Dies ist kein kommerzielles Projekt (Dokumentarfilme, na ja...), sondern ein ehrlich vorgetragener Wunsch.
http://www.dontknowfilm.com
http://igg.me/at/ZMWuBong
@fabio:
Dies ist kein kommerzielles Projekt (Dokumentarfilme, na ja...), sondern ein ehrlich vorgetragener Wunsch.


Glaub ich Dir, aber warum dann "nur noch zwei Tage" ? Ein non-kommerzielles Projekt hat alle Zeit der Welt. Ich habe Deinen Aufruf auch über den Mail Verteiler bekommen. Frage mich aber nach wie vor, wieso der 14. 12. in dieser Hinsicht ein bedeutsames Datum sein könnte.

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