Auswirkung der Meditation

Moderator: void

Meine Erfahrung war, dass ich andere Menschen um mich hatte.
Wie soll es gut gehen, wenn der eine sich schnell entwickelt und der andere kaum?
Irgendwann mal passt es dann nicht mehr zusammen…

Ich hoffe Dich damit nicht enttäuscht zu haben.

_()_
ernest hat geschrieben:
Hallo Zusammen,

ich mache seit vier Jahren jeden Tag Zen Meditation.

Und sonst? Sitzt du allein oder hast du auch eine Gruppe, wo du hin gehst? Hast du erfahrene Freunde, Lehrer, die dir hier mit Rat zur Seite stehen?
Während dieser Zeit hat sich in meinem Leben und meiner Einstellung zur Welt fast alles geändert. Im Moment bin ich in einer Phase angelangt, in der ich extrem sensibel auf meine Mitmenschen und meine Umwelt reagiere, indem ich mehr Dinge gleichzeitig wahrnehme als andere Menschen mit denen ich zu tun habe und indem ich Schwierigkeiten habe, mich von anderen abzugrenzen. Meine Frage an Euch ist, ob das an der Meditation liegen könnte und ob es wieder weg geht. Ich finde es schwierig.

Nun - es liegt an dir. Du solltest deinen Beziehungen mehr Beachtung schenken und deine Mitmenschen nicht von dir abgrenzen, sondern dich mehr öffnen.
Welche Erfahrungen konkreter Art habt Ihr mit den Auswirkungen der Meditation auf Euer Leben und den Alltag, auf Eure Empfindungen und Eure sozialen Beziehungen gemacht?

Es ist ein Auf-und Ab. Und wenn man die Angst verliert, aus der Kurve zu fliegen, macht das Leben richtig Freude.
Aiko hat geschrieben:
Nun - es liegt an dir. Du solltest deinen Beziehungen mehr Beachtung schenken und deine Mitmenschen nicht von dir abgrenzen, sondern dich mehr öffnen.


Abgrenzung im psychologischen Sinne bedeutet ja ersteinmal, zwischen dem was man selber fühlt und dem was der andere fühlt unterscheiden zu können. Das ist die Vorraussetzung dafür, sich für den anderen öffnen zu können. Weil man sonst ja beides dauernd verwechselt.

Manche Leuten fällt es sehr schwer zwischen ihren eigenen Wünschen und den Forderungen anderer zu unterscheiden. Mit solchen Menschen zu tun zu haben, ist manchmal ein wenig anstrengend. Fragst man sie "Kannst du das und das machen?" sagen sie "Ja, natürlich" weil sie das Gefühl haben sie müssten. So als wäre mein Wille automatisch ihrer. Und dann werden sie traurig und vielleicht sogar sauer, weil sie etwas machen, was sie eigentlich nicht wollen. Echte Grosszügigkeit ist so gar nicht möglich. Denn das geht ja nur, wenn man über die eigenen Grenzen hinweg geht. Kennt man die nicht, ist das schwer.
void hat geschrieben:
Aiko hat geschrieben:
Nun - es liegt an dir. Du solltest deinen Beziehungen mehr Beachtung schenken und deine Mitmenschen nicht von dir abgrenzen, sondern dich mehr öffnen.


Abgrenzung im psychologischen Sinne bedeutet ja ersteinmal, zwischen dem was man selber fühlt und dem was der andere fühlt unterscheiden zu können.

Ich weiß nicht, was andere fühlen. Sich öffnen bedeutet nicht, in den anderen sich einfühlen, sondern einfach zuhören und sehen, mehr den anderen beachten.
Manche Leuten fällt es sehr schwer zwischen ihren eigenen Wünschen und den Forderungen anderer zu unterscheiden. Mit solchen Menschen zu tun zu haben, ist manchmal ein wenig anstrengend. Fragst man sie "Kannst du das und das machen?" sagen sie "Ja, natürlich" weil sie das Gefühl haben sie müssten. So als wäre mein Wille automatisch ihrer. Und dann werden sie traurig und vielleicht sogar sauer, weil sie etwas machen, was sie eigentlich nicht wollen. Echte Grosszügigkeit ist so gar nicht möglich. Denn das geht ja nur, wenn man über die eigenen Grenzen hinweg geht. Kennt man die nicht, ist das schwer.

Was liest du denn jetzt in diese Beiträge hinein. Kennst du denn den ernest?
@ Ernest:
indem ich mehr Dinge gleichzeitig wahrnehme als andere Menschen mit denen ich zu tun habe und indem ich Schwierigkeiten habe, mich von anderen abzugrenzen. Meine Frage an Euch ist, ob das an der Meditation liegen könnte und ob es wieder weg geht. Ich finde es schwierig.


Meiner Erfahrung nach kommt es zu einer Sensibilisierung, natürlich, zu einer Erweiterung des Bewusstseins, mehr Transzendenz. Nun kommt alles weitere aufs Setting an.
Du scheinst dich eher unwohl mit zu fühlen, dann könnte es Fehler in der Haltung geben.
Es gibt viele Schwächen der inneren Haltung.
Ob ich was aus meiner Erfahrung da sagen kann, hängt aber von einer Konkretisierung ab.

MFG
ernest hat geschrieben:
Hallo Zusammen,

ich mache seit vier Jahren jeden Tag Zen Meditation. Während dieser Zeit hat sich in meinem Leben und meiner Einstellung zur Welt fast alles geändert. Im Moment bin ich in einer Phase angelangt, in der ich extrem sensibel auf meine Mitmenschen und meine Umwelt reagiere, indem ich mehr Dinge gleichzeitig wahrnehme als andere Menschen mit denen ich zu tun habe und indem ich Schwierigkeiten habe, mich von anderen abzugrenzen. Meine Frage an Euch ist, ob das an der Meditation liegen könnte und ob es wieder weg geht. Ich finde es schwierig.

Welche Erfahrungen konkreter Art habt Ihr mit den Auswirkungen der Meditation auf Euer Leben und den Alltag, auf Eure Empfindungen und Eure sozialen Beziehungen gemacht?

Das würde mich sehr interessieren. Bitte schreibt mir darüber! Danke im voraus!

Ernest

wenn man den Geist schult (egal mit welcher Methode) sieht man freilich mehr, schneller, tiefer
das kann schwierig werden, wenn man den Rest der Praxis vielleicht etwas vernachlässigt hat - nämlich das Bodhichitta, die allumfassende Liebe oder die rechte Sicht.
Wenn du da aufschließt - also zb den Austausch von dir mit anderen übst, wenn du auch erkennen lernst, dass die anderen leiden und gerade (mit ihren Handlungen die dich vielleicht verletzen) noch mehr Leid/Karma ansammeln (das ist die rechte Sicht), dann klappt das auch mit dem Mitgefühl, dem (sachten) helfen wollen (wenns gefragt ist). Und so schließt du die Lücke.

Auch die Zuflucht (zu Buddha, Dharma, Sangha) gibt dir Zuversicht und Kraft.
Deshalb ist der Buddhismus so ein Paket - er geht sternförmig vor, eben damit keine Unausgeglichenheiten im Übenden entstehen.
ernest hat geschrieben:
Welche Erfahrungen konkreter Art habt Ihr mit den Auswirkungen der Meditation auf Euer Leben und den Alltag, auf Eure Empfindungen und Eure sozialen Beziehungen gemacht?

hallo ernest, eine interessante Frage.

Uns Zennies wird das Zweckdenken ja systematisch abgewöhnt.
Dennoch verfolgt man heimlich doch immer wieder einen Zweck und ein Ziel.
Mein Zweck war anfangs "die Erleuchtung", darunter verstand ich allgemeine Freiheit von Problemen :lol:

Beim Warten auf die Erleuchtung bin ich zufällig darauf gestoßen, dass das Sitzen mich körperlich entspannt. Daraus folgte eine spürbare Verringerung meiner Irritierbarkeit. Früher war ich ein Angstbündel und wurde bei jeder Kleinigkeit ängstlich und aggressiv. Das hat sich deutlich entspannt.

Die Entspannung wird mit der Zeit tiefer, und ich entdecke immer wieder neue Levels von Angstfreiheit. Das eröffnet immer mehr Spielraum im Umgang mit anderen. Mein Verhältnis zu anderen hat sich sehr verbessert, auch wenn noch ordentlich Luft nach oben ist. Wenigstens bin ich nicht mehr immer im Dauerstress.

Meine Grundregel im Umgang mit anderen ist das erste der drei Reinen Gebote: "Schlechtes unterlassen". Und ein Spruch von Alan Watts: "Es ist nie zu spät, nichts zu tun". Aus meiner Ursprungsfamilie bringe ich viele destruktive Kommunikationsgewohnheiten mit. Also habe ich irgendwann beschlossen: wenn ich schon nichts Konstruktives beitragen kann, will ich nach Möglichkeit das Destruktive unterlassen. Was das ist, weiß ich durch das Sitzen inzwischen oft recht gut. Wenn ich destruktiv gehandelt habe, verfolgt mich das aufs Kissen.

Langsam stoße ich mit dieser Passivitäts-Strategie aber an eine Grenze. Es kann sein, dass Du auch an so einem Punkt bist. Ich stelle fest, dass es nicht reicht, mich zurück zu ziehen. Ich muss manchmal Orientierungspunkte für andere setzen, oder ich muss in bestimmten Situationen irgendwie aktiv werden, weiß aber nicht wie.

Ich denke, das ist ein toter Punkt, wie Diane Rizzetto ihn in ihrem Buch "Waking up to what you do" beschreibt. Die bisherige "Haltung" funktioniert nicht mehr, und eine neue stabile "Haltung" hat sich noch nicht entwickelt.

Mir hilft da nur, in diesem toten Punkt zu "verweilen". Damit sitzen, und nicht die Augen verschließen vor dem, was passiert, auch wenn es unangenehm ist, auch wenn es mich überfordert. Irgendwann öffnet sich ein Fensterchen, entwickelt sich ein neues Verständnis, eine neue "Haltung". So war es bei mir bisher immer.

Nur nicht die Schotten dicht machen, Keep on cruising. :wink:
@ jojo:
Was das ist, weiß ich durch das Sitzen inzwischen oft recht gut. Wenn ich destruktiv gehandelt habe, verfolgt mich das aufs Kissen.
Mich auch, bis ins Kleinste. Bei mir tun sich mal wieder seltsamste Sachen. Nicht nur in mir, sondern auch um mich rum. Mittlerweile guck ich mir das nur noch irgendwie an. Ich hatte heute in der Gegenwart von jemanden Empfindungen wo mir klar wurde: die hast du Jahrzehnte verdrängt. Ich hab versucht drüber zu sprechen-, aber es ging nicht. Und das war gut so. Es war wichtig das voll zu fühlen und nicht zu überschatten . Es geht wirklich um pure Vergegenwärtigung . Ich mach das gar nicht, mein Karma entrindet mich. Vielleicht gibt es doch so ne Art Selbstentwicklung ? Ne. Vielleicht ne Abwicklung. Alles auf die Palette und nach Übersee oder so . Tsjo.... :?: :| :)

Deinen Beitrag finde ich sehr symphatisch . :)

Ist natürlich OT . Oder ?
danke Jojo für dein klares posting; das hat mir geholfen

Jojo hat geschrieben:
Meine Grundregel im Umgang mit anderen ist das erste der drei Reinen Gebote: "Schlechtes unterlassen". Und ein Spruch von Alan Watts: "Es ist nie zu spät, nichts zu tun". Aus meiner Ursprungsfamilie bringe ich viele destruktive Kommunikationsgewohnheiten mit.
verletzende/trennende Rede etc wurde auch in meiner Fam. praktiziert - und oft vergesse ich, dass es schon das 'richtige' Umfeld für mich war, also meine Wahl aufgrund meiner vergangenen Handlungen. Früher habe ich das immer vergessen - jetzt, durch den Buddhismus, vergesse ich es 'nur' oft :->)
Ich denke, dass ich da einfach positiv ansammeln muss (vergesse ich auch oft, und versuche zu tun und zu tun), bis die Waage kippt - und dann wird es wie von selbst gehen. Wie lange das aber dauert, das kann man (ohne allwissen) nicht sagen. Der Kaugummi zieht sich.


Keep on cruising. :wink:

:->)) lieb gesprochen
Hallo Ernest,

Welche Erfahrungen konkreter Art habt Ihr mit den Auswirkungen der Meditation auf Euer Leben und den Alltag, auf Eure Empfindungen und Eure sozialen Beziehungen gemacht?


was ich ganz konkret sagen kann: bei mir hat sich die Meditation (Atembetrachtung/Metta - je nachdem, was gerade ansteht) bisher auf jeden Fall gegen meine frühere Angst beim Zahnarzt ausgewirkt (diese Angst hatte ich, obwohl ich so gut wie nie Probleme mit den Zähnen habe; dafür saß die Angst so tief, dass ich nur alleine bei der Kontrolle zu "krampfen" angefangen habe) - und zwar in so einer Art und Weise, dass mich die Zahnarzthelferin darauf angesprochen hat, wie "anders" alles ist.
Darüberhinaus hat sich generell meine Atemfrequenz stark gesenkt. Das weiß ich allerdings erst seit meinem letzten Zahnarztbesuch, weil die Arzthelferin auf einmal ganz "energisch" gesagt hat: "Atmen Sie, Kirschblüte...atmen nicht vergessen."

Ich war aber total entspannt. Zuhause habe ich dann mal meine Atemfrequenz gemessen: 6-8 Atemzüge pro Minute, wenn ich "normal drauf" bin.

Auch meine Cranio-Sacral-Therapeutin hat mich mal gefragt, ob alles in Ordnung ist, weil ich bei der Therapie immer in die Atmung gehe und mir praktisch die "Cranio-Sacral-Griffe" sozusagen "abhole". Ich kann das aber nicht richtig beschreiben.
Jedenfalls wirke ich da scheinbar recht "reglos".

Also, vom gesundheitlichen Standpunkt hat sich da auf jeden Fall ganz viel getan.
In meinen sozialen Beziehungen bin ich in den vergangenen Jahren deutlich unverkrampfter und unbeschwerter geworden; diese Unverkrampftheit hat sich angefangen zu entwickeln, je mehr ich mich in meine thailändische Gemeinschaft integrieren konnte - und auch durch den regelmäßigen Kontakt mit unseren Mönchen.
ernest hat geschrieben:
ich mache seit vier Jahren jeden Tag Zen Meditation. Während dieser Zeit hat sich in meinem Leben und meiner Einstellung zur Welt fast alles geändert. Im Moment bin ich in einer Phase angelangt, in der ich extrem sensibel auf meine Mitmenschen und meine Umwelt reagiere, indem ich mehr Dinge gleichzeitig wahrnehme als andere Menschen mit denen ich zu tun habe und indem ich Schwierigkeiten habe, mich von anderen abzugrenzen. Meine Frage an Euch ist, ob das an der Meditation liegen könnte und ob es wieder weg geht. Ich finde es schwierig


Hallo ernest,

das liegt wohl an der Meditation und es kommt auch bei vielen vor, dass man irgendwann einfach sensibler wird. Tja, leider hast du ein Zennie-Schicksal, andere Schulen empfehlen dafür die Entwicklung von Mitgefühl und Gleichmut. Der Umgang im Zen mit der Sensibilität ist wohl folgender:

Aiko hat geschrieben:
Es ist ein Auf-und Ab. Und wenn man die Angst verliert, aus der Kurve zu fliegen, macht das Leben richtig Freude.

Durch den Gleichmut lernt man dann nach und nach mit der Sensibilität zu arbeiten und empfindet sie nicht mehr als belastend (obwohl ich heute noch manchmal über gewisse Dumpfheits-Attacken von Anderen am fluchen bin - Nicht wegen mir, sondern wegen nochmals Anderen, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden). Aber so etwas wird im Zen wohl auch nicht bekannt sein.

Viele Grüße
Karl
milapa hat geschrieben:
(...)Der Umgang im Zen mit der Sensibilität ist wohl folgender:
Aiko hat geschrieben:
Es ist ein Auf-und Ab. Und wenn man die Angst verliert, aus der Kurve zu fliegen, macht das Leben richtig Freude.

:D Nicht ganz. Der Umgang im Zen mit Sensibilität ist, sich zu fragen:
WAS IST DAS, Sensibilität? Zur Verdeutlichung ein paar Hilfsfragen:

Wie fühlt es sich an?
Aus welchen Empfindungen und Gedanken setzt es sich zusammen?
Wo ist die Grenze zwischen Empfindungen und Gedanken?
Ist es immer gleich, oder verändert es sich?
Verändert es sich in der Intensität?
Ist es manchmal völlig weg?
Wann tritt es auf?
Wann endet es?
Unter welchen Bedingungen tritt es auf?
Kann ich die Bedingungen verändern?
Kann ich meine Reaktion auf die Bedingungen verändern?
Wo ist die Grenze zwischen der Bedingung und meiner Reaktion?
Verändern sich die Bedingungen von selbst?
Was hat es für Auswirkungen?
Auf mich?
Auf andere?
Und so weiter.
(Na, total gelangweilt von der Aufzählung? Na siehste).

Nur wird das nicht so detailliert gesagt, weil jeder selber rausfinden muss, welche Fragen bei ihm funzen.
Man soll ja sowieso nicht nachdenken, sondern GUCKEN oder besser HINFÜHLEN.
Oder noch besser: zur Kenntnis nehmen, was einen da beim Atmen stört.

Der Zennie wird also wahrscheinlich gefragt: WAS IST DAS, Sensibilität?
Und dann aufs Kissen und ins Leben geschickt, um das zu beobachten.

Er fängt dann irgendwo an, zu beobachten, und mit der Zeit klären sich die Fragen.
Sobald sich die Fragen klären, klärt sich auch der Blick, und dann kommen auch die Antworten.

Wenn sich beim Sitzen dazu keine Fragen einstellen, kann es nicht so ein Problem sein. Echten Problemen kannst du dem auf dem Kissen nicht ausweichen.
Wenn sich beim Sitzen andere Fragen nach vorne schieben.... vielleicht ist es doch nicht so wichtig?
Es kann sich herausstellen, dass die Sensibilität nur eine Nebelkerze des Geistes ist, um ein anderes Problem zu verdecken.
Das weiß nicht nur der Lehrer nicht, das weißt auch du nicht - bis du die Sensibilität unter die Lupe nimmst.

(...)(obwohl ich heute noch manchmal über gewisse Dumpfheits-Attacken von Anderen am fluchen bin - Nicht wegen mir, sondern wegen nochmals Anderen, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden). Aber so etwas wird im Zen wohl auch nicht bekannt sein.

Andere? Nä, wat soll dat denn sein? :D
(tut mir leid, der musste sein :oops: )
ernest hat geschrieben:
Mein Zaren "Training" erlebe ich alleine, ohne Gruppe. Durch mein häufiges Reisen bin ich nicht in der Lage, mich einer Gruppe anzuschliessen.

Die Meditation hat mich, soweit ich mich selbst beobachten konnte, gelehrt, Alleinsein nicht mehr als Einsamkeit zu empfinden. Das war der wichtigste Schritt in meiner Entwicklung als Mensch. Schon im Kindergarten hab ich am meisten geflennt wenn andere sich wehgetan haben oder sich gestritten. Mein Leben war immer so stark an den Anderen orientiert, dass ich mich selbst vergessen habe. Das hab ich nicht verloren, wohl aber fühle ich mich jetzt nicht mehr verloren wenn keiner da ist. Das geniesse ich sogar.

Mir ging es mit meiner Frage nach einer Gruppe weniger ums allein-sein, sondern darum, dass es sinnvoll ist, jemanden zu finden, der einen "begleitet" bei Fragen und Schwierigkeiten. Das Reisen oder viel unterwegssein muss nicht unbedingt dagegen stehen - man kann auch ein-oder zweimal im Jahr längere Retreas/Sesshins machen. Ein Freund von mir kommt dazu sogar aus Taiwan nach Deutschland - besucht dabei auch noch seine Eltern und verbringt einen Teil seines Urlaubs mit Zazen.
Durch die Meditation und die Achtsamkeit werden meine Sinne und meine Wahrnehmungen sehr stark geschärft. Das ist nicht immer einfach. Besonders wenn ich nach längerer Abwesenheit wieder in die "Zivilisation" komme und dort meine Freunde und Bekannten an ihrem Leben leiden sehe. Es stürzt dann grade besonders auf mich ein. Krebserkrankungen, Depressionen, Selbstmorde, Langzeitarbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Das zieht durch Mark und Bein und verfolgt mich auf meinem Kissen.

Ja - es dauert schon länger als vier Jahre Praxis bis man auf dem Kissen im Zazen Gedanken dieser Intensität vorbei ziehen lassen kann. Wobei es dann noch heftiger ist, wenn es einen selbst betrifft - je näher, umso intensiver.

Ich wünsch' dir alles Gute
@ ernest: gut, daß du im moment verweilen kannst und so mit einsamkeit zurecht kommst

Besonders wenn ich nach längerer Abwesenheit wieder in die "Zivilisation" komme und dort meine Freunde und Bekannten an ihrem Leben leiden sehe. Es stürzt dann grade besonders auf mich ein. Krebserkrankungen, Depressionen, Selbstmorde, Langzeitarbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Das zieht durch Mark und Bein und verfolgt mich auf meinem Kissen.


ich finde diese art sensibilität solltest du "nutzen" - hier zeigt sich nämlich dukkha . die erste der vier edlen wahrheiten. das stärkt die bodhisattva-gelübde ausrichtung . ich achte darauf ganz bei mir zu bleiben, wenn ich merke, daß mich etwas was ich wahrnehme an schmerzen und not zu sehr runterzieht. nur dadurch ist man auch in der position zu helfen, ohne sich selbst schaden zuzufügen .

MFG
ernest hat geschrieben:
Das ist nicht immer einfach. Besonders wenn ich nach längerer Abwesenheit wieder in die "Zivilisation" komme und dort meine Freunde und Bekannten an ihrem Leben leiden sehe. Es stürzt dann grade besonders auf mich ein. Krebserkrankungen, Depressionen, Selbstmorde, Langzeitarbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Das zieht durch Mark und Bein und verfolgt mich auf meinem Kissen.

Hammer.
Gute Praxis.
Gasshô.
Jojo hat geschrieben:
milapa hat geschrieben:
(...)Der Umgang im Zen mit der Sensibilität ist wohl folgender:
Aiko hat geschrieben:
Es ist ein Auf-und Ab. Und wenn man die Angst verliert, aus der Kurve zu fliegen, macht das Leben richtig Freude.

:D Nicht ganz. Der Umgang im Zen mit Sensibilität ist, sich zu fragen:
WAS IST DAS, Sensibilität? Zur Verdeutlichung ein paar Hilfsfragen:

Wie fühlt es sich an?
Aus welchen Empfindungen und Gedanken setzt es sich zusammen?
Wo ist die Grenze zwischen Empfindungen und Gedanken?
Ist es immer gleich, oder verändert es sich?
Verändert es sich in der Intensität?
Ist es manchmal völlig weg?
Wann tritt es auf?
Wann endet es?
Unter welchen Bedingungen tritt es auf?
Kann ich die Bedingungen verändern?
Kann ich meine Reaktion auf die Bedingungen verändern?
Wo ist die Grenze zwischen der Bedingung und meiner Reaktion?
Verändern sich die Bedingungen von selbst?
Was hat es für Auswirkungen?
Auf mich?
Auf andere?
Und so weiter.
(Na, total gelangweilt von der Aufzählung? Na siehste).

Nur wird das nicht so detailliert gesagt, weil jeder selber rausfinden muss, welche Fragen bei ihm funzen.
Man soll ja sowieso nicht nachdenken, sondern GUCKEN oder besser HINFÜHLEN.
Oder noch besser: zur Kenntnis nehmen, was einen da beim Atmen stört.

Der Zennie wird also wahrscheinlich gefragt: WAS IST DAS, Sensibilität?
Und dann aufs Kissen und ins Leben geschickt, um das zu beobachten.

Er fängt dann irgendwo an, zu beobachten, und mit der Zeit klären sich die Fragen.
Sobald sich die Fragen klären, klärt sich auch der Blick, und dann kommen auch die Antworten.

Wenn sich beim Sitzen dazu keine Fragen einstellen, kann es nicht so ein Problem sein. Echten Problemen kannst du dem auf dem Kissen nicht ausweichen.
Wenn sich beim Sitzen andere Fragen nach vorne schieben.... vielleicht ist es doch nicht so wichtig?
Es kann sich herausstellen, dass die Sensibilität nur eine Nebelkerze des Geistes ist, um ein anderes Problem zu verdecken.
Das weiß nicht nur der Lehrer nicht, das weißt auch du nicht - bis du die Sensibilität unter die Lupe nimmst.


Danke Jojo !
Na das ist doch mal eine Antwort mit der man was anfangen kann und mit der man dann praktizieren kann. Bis man die ganzen Fragen durch ist, hat man vielleicht sogar das Problem vergessen, um das es ursprünglich ging. Wenn alles gut ging, kamen dann durch die Fragen auch keine neuen Probleme hinzu.

milapa hat geschrieben:
(...)(obwohl ich heute noch manchmal über gewisse Dumpfheits-Attacken von Anderen am fluchen bin - Nicht wegen mir, sondern wegen nochmals Anderen, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden). Aber so etwas wird im Zen wohl auch nicht bekannt sein.

Jojo hat geschrieben:
Andere? Nä, wat soll dat denn sein? :D
(tut mir leid, der musste sein :oops: )


Na ja, das mit den erwähnten Anderen ist ein Film, der bei mir abläuft und den kein/e Andere/r in dieser Weise wahrnimmt, verursacht durch das Boddhisattva-Gelübde (Bitte jetzt nicht: Was ist das? - Siehe Wikipedia). Ist eben Zen - kann ich so akzeptieren :) .
Die OT Beiträge findet ihr hier viewtopic.php?f=15&t=13181

Kritik an diesem Vorgehen bitte per PN an mich oder unter Anregungen und Kritik einen Thread eröffnen.

Hier lösche ich weitere OT Beiträge.
ernest hat geschrieben:
Danke an Alle!

Vielen herzlichen Dank für Eure Beiträge und Anregungen. Das tut gut!

Mein Zaren "Training" erlebe ich alleine, ohne Gruppe. Durch mein häufiges Reisen bin ich nicht in der Lage, mich einer Gruppe anzuschliessen.

Die Meditation hat mich, soweit ich mich selbst beobachten konnte, gelehrt, Alleinsein nicht mehr als Einsamkeit zu empfinden. Das war der wichtigste Schritt in meiner Entwicklung als Mensch. Schon im Kindergarten hab ich am meisten geflennt wenn andere sich wehgetan haben oder sich gestritten. Mein Leben war immer so stark an den Anderen orientiert, dass ich mich selbst vergessen habe. Das hab ich nicht verloren, wohl aber fühle ich mich jetzt nicht mehr verloren wenn keiner da ist. Das geniesse ich sogar.

Durch die Meditation und die Achtsamkeit werden meine Sinne und meine Wahrnehmungen sehr stark geschärft. Das ist nicht immer einfach. Besonders wenn ich nach längerer Abwesenheit wieder in die "Zivilisation" komme und dort meine Freunde und Bekannten an ihrem Leben leiden sehe. Es stürzt dann grade besonders auf mich ein. Krebserkrankungen, Depressionen, Selbstmorde, Langzeitarbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Das zieht durch Mark und Bein und verfolgt mich auf meinem Kissen.

Natürlich bleibe ich dran und weiss in meinem Inneren, dass alles wieder vorbeizieht, wie Wolken am Himmel…

Merci vielmals von ernest

Grüß Dich ernest, zurück in der scharfen Zivilisation (bei einem Internetanschluss)

Wenn ich etwas mutmaßen darf ernest, so würde ich von mir auf dich projizieren, dass es da (ein Stück außerhalb der Mediationspraxis) konkrete emotionale Verletzungen (meist im frühen Kindesalter) gibt, die in Freiheit wolln. Die würden auch (automatisch) aufgearbeitet werden, durch eine starke spirituelle Praxis - nur schwindelt man sich halt um Schmerzen gerne rum (also bei mir ist das so) - und dann wechselt man zb die Übungsfolge.

Krebserkrankungen, Depressionen, Selbstmorde, Langzeitarbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit,... führen dann nicht zu Lachen oder neutralen Gefühlen, wenn eigene Ängste dadurch hochgerissen werden. Die konkrete Frage kann also nur sein: Wovor hast du am meisten Angst. Wovor graut dir, dass du so rennen könntest dass du GrizzlyBären überholst (die rennen 50km/h)
Ernest, a la long wirst du um diese Punkte nicht herumkommen - spätestens beim Sterben
wirst du die Bärentatze auf deiner Schulter spürn
ernest hat geschrieben:
Besonders wenn ich nach längerer Abwesenheit wieder in die "Zivilisation" komme und dort meine Freunde und Bekannten an ihrem Leben leiden sehe. Es stürzt dann grade besonders auf mich ein. Krebserkrankungen, Depressionen, Selbstmorde, Langzeitarbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Das zieht durch Mark und Bein und verfolgt mich auf meinem Kissen

hallo ernest, deine frage hat mich nicht losgelassen und mir ist dazu noch was eingefallen.
Wenn ich solche Dinger zu knacken habe, dann helfen mir oft die zeremoniellen Aspekte der Praxis.

Zum Beispiel Niederwerfungen für Menschen, die leiden, denen ich aber nicht helfen kann. Dabei finde ich es wichtig, "schöne" Niederwerfungen zu machen, also es nicht nur irgendwie hinter mich zu bringen, sondern mir Zeit dafür zu nehmen und sie so gut wie möglich zu machen.

Ich finde, das weckt in mir eine gewisse Demut, auch was meine persönlichen Fähigkeiten betrifft, anderen wirklich wirksam helfen zu können. Dazu auch meine Dankbarkeit, dass es mir im Moment gut geht.

Ein Lehrer, den ich kenne, praktiziert bei jedem Sesshin eine Totenzeremonie und eine Heilungszeremonie. Dabei wird ordentlich teurer Weihrauch weggeräuchert, der Name des Toten oder des Leidenden mit einem Metta-Vers rezitiert (mögen sie Ruhe / Heilung finden) und dann drei Mal voll Stoff das Herzsutra rezitiert, mit Trommel, großer und kleiner Glocke, vorher und nachher Niederwerfungen, kurz gesagt mit allem Pipapo. Wenn Du in keiner Gruppe bist, kannst du das in einer kleinen Version vielleicht auch alleine und zuhause machen, aber in der Gruppe ist es einfach schöner. Wenn deine Gruppe es bisher nicht macht, kannst du sie vielleicht darum bitten. Es ist wie ein kleines Geschenk an die Toten, oder an die Welt. Ein bisschen sinnlose Schönheit in all den sinnlosen Schmerz hinein.

Edit: Ja, wenn dir Zeremonien nicht liegen, kannst du vielleicht auf andere Weise bisschen sinnlose Schönheit erzeugen, als Ausgleich.
Jikjisa hat geschrieben:

...

Ich hatte heute in der Gegenwart von jemanden Empfindungen wo mir klar wurde: die hast du Jahrzehnte verdrängt. Ich hab versucht drüber zu sprechen-, aber es ging nicht. Und das war gut so. Es war wichtig das voll zu fühlen und nicht zu überschatten . Es geht wirklich um pure Vergegenwärtigung .

...


Ist auch meine Erfahrung. :)

Liebe Grüße
wenn ich nach längerer Abwesenheit wieder in die "Zivilisation" komme und dort meine Freunde und Bekannten an ihrem Leben leiden sehe. Es stürzt dann grade besonders auf mich ein. Krebserkrankungen, Depressionen, Selbstmorde, Langzeitarbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Das zieht durch Mark und Bein und verfolgt mich auf meinem Kissen.


Wie wird denn hier meditiert? Ich entnehme der Formulierung, dass dies nicht deine (ernests) Probleme sind. Wieso verfolgt dich das Leiden anderer? Ich halte dies für eine Illusion, die durchschaut werden sollte. Weder weißt du, was Krebs ist, so lange du ihn nicht selbst hast, noch was Langzeitarbeitslosigkeit etc. bedeutet. Es ist ein Missverständnis den Buddhismus als eine Methode anzusehen, sich irgendwas zu den Leiden der anderen einzubilden. Die Frage hier ist, wie sich etwas, was nicht einmal physisch von dir durchlebt wird, auf das draufsetzen kann, was du als "ich" erlebst.

Es gibt keine Möglichkeit für dich, das subjektive Leiden der anderen zu beenden, sondern DEIN von dir empfundenes Leiden (auch das am Leiden der anderen) ist beendet, wenn du durchschaut hast, dass das, was du dir dazu einbildest, gar nicht im Wesen du bist. Selbst dann, wenn du erwachst, werden andere noch depressiv und bringen sich um, was zeigt, dass dies im Kern nichts mit dir und deinem Weg zu tun hat. Vielleicht ahmt aber einer mal deinen Weg nach, wenn er meint, du hättest es geschafft.

es dauert schon länger als vier Jahre Praxis bis man auf dem Kissen im Zazen Gedanken dieser Intensität vorbei ziehen lassen kann.


Das möchte ich keinem einreden. Jeder ist anders. Wenn man allerdings vergisst sich die Frage zu stellen, WER denn da überhaupt solch einen Kram sich denkt, und stattdessen meint, ach, wie sehr ich doch mit allen verständig mitempfinde, dann bringt man sich unnötig in Schwierigkeiten. Von Anfang an darf man sich die Frage stellen: WER ist das denn, der hier solche Gedanken und Gefühle hegt? WO ist denn dieses Denken und Fühlen, wenn dieser WER nicht mehr wäre? So geht man den Dingen zügig auf den Grund, statt sich im Pathos zu verlieren. Man muss sich dabei auch nicht sorgen, dass das Mitempfinden im Laufe dieses Prozesses abhanden käme, es speist sich nur aus einer anderen Quelle.
Nach 2,5 Jahren Meditation, (Sesshins, Zazen-Matinées, tägliche Praxis) haben sich auch bei mir Veränderungen eingestellt - zwangsläufig - und wen wunderts?

Zusätzlich dazu bin ich in einer Schematherapie, in der mir klar wurde, wieviele Gefühle ich unterdrückte und seit langem von mir wegschob. Ich möchte bei dieser Gelgenheit jeden dazu ermutigen sich seiner "Selbstschau" zu unterziehen. Zazen ist für mich derzeit die Klärung meines Spiegels, meines Bewusstseins, meiner Vergangenheit, meiner Gegenwart, meiner Zukunft und meiner Seele mit all den vergrabenen und unterdrückten Gefühlen aus 30 Jahren.

Buddle selber und forsche und spüre, was für Schätze du in dir trägst:

- Depressionen sind in der Ausprägung nicht mehr so stark vorhanden, seit 3 Monaten fühle ich mich viel lebendiger und freier als je zuvor - alles ohne Medikamente
- Herzryhtmusstörungen (psychosomatisch) sind so gut wie weg
- Panikattacken sind so gut wie verschwunden
- Kaffeesucht konnte etwas eingedämmt werden (Kaffee trinken war das Doping während der Arbeit..)
- Soziale Beziehungen haben sich zum positiven entwickelt, ich nehme meine Konditionierung besser war und kann Sie z. T. auflösen

Vielleicht ist es meine große Illusion, der Wendepunkt, kommend aus einem der tiefsten Täler, die ich zu durchschreiten hatte:
- Ich (Es/Sein/Selbst) aktzeptierte
- Ich nahm an
- Ich versuchte nicht anzuhaften --> aktuell versuche ich das versuchen zu durchdringen, also nicht-versuchen ;) --> Nächster Arbeitspunkt :)

Abschließend bin ich zur Erkenntnis gekommen:
Was ist, ist das Jezt
Was ist, ist der Atem
Was ist, ist die Illusion von Jetzt und Atem

Trotzdem habe ich noch viele Blockaden, die ich wahrnehme:
- Innerer Druck in sozialen Situationen und für mich anstrengenden Gesprächen. Es entsteht dann Nervosität und daraus das Abrufen der Konditonierungen, d.h. die leeren Sprüche, die jeder tag täglich so abspult: "Na wie gehts?" - "Super und dir?", Hol, leer, eine Lüge, kein Herz, kein Zazen, keine Praxis :)

Gassho
Zennie hat geschrieben:
Depressionen sind in der Ausprägung nicht mehr so stark vorhanden, seit 3 Monaten fühle ich mich viel lebendiger und freier als je zuvor - alles ohne Medikamente
- Herzryhtmusstörungen (psychosomatisch) sind so gut wie weg
- Panikattacken sind so gut wie verschwunden
- Kaffeesucht konnte etwas eingedämmt werden (Kaffee trinken war das Doping während der Arbeit..)
- Soziale Beziehungen haben sich zum positiven entwickelt, ich nehme meine Konditionierung besser war und kann Sie z. T. auflösen

he zennie,
Vielen Dank für dieses Posting.
Genau diese "Ergebnisse" hatte ich auch aus dem Sitzen. Nur habe ich ein paar Jahre länger gebraucht als du.
Ob man diese Art von Sitzen jetzt Zen nennen darf oder nicht, ist mir wurst.
Wer unter sowas - Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, soziale Phobien - nie gelitten hat, hat keine Ahnung, welche Freiheit er besitzt.
Ich wusste nicht, dass das Sitzen mich von diesem Sch... befreien kann. Und jetzt weiß ich auch nicht, was das Sitzen bewirkt. Es ist mir wurst. Irgendetwas verändert sich, wenn ich sitze. Und das ist gut.
Ob man diese Art von Sitzen jetzt Zen nennen darf oder nicht, ist mir wurst.

Es ist auch Wurst. Zen ist eine Vorstellung, ein Begriff, ein Konzept. Einfach auflösen und ehren.

Wer unter sowas - Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, soziale Phobien - nie gelitten hat, hat keine Ahnung, welche Freiheit er besitzt.

Am Anfang dachte ich zu kausal: Sitzen -> Schmerzen -> Befreiung.
Die Lösung ist aber: Sitzen -> Annehmen -> Bohren -> Forschen -> Annehmen -> Und von Vorne. Die Sonne geht unter, der Mond geht auf, ein neuer Tag beginnt.

Ich wusste nicht, dass das Sitzen mich von diesem Sch... befreien kann. Und jetzt weiß ich auch nicht, was das Sitzen bewirkt. Es ist mir wurst. Irgendetwas verändert sich, wenn ich sitze. Und das ist gut.

Ein Wunder, eine tiefe mysik.

.(). Gassho
Zennie hat geschrieben:
eine tiefe mysik.

glaub ich nich.
eines tages finden sie´s raus.
'Mystik' bedeutet ja, dass wir es an dem Punkt wo wir es erleben nicht verstehen. Und das ist tatsächlich oft so.
Diese Mystik ist sogar wichtig auf dem Weg. (Denn sonst klebten wir am Verstand fest. Stichwort: loslasssen) Jeder Durchbruch ist ja davon gekennzeichnet, dass (plötzlich!) eine Tür wo aufgeht. Und letztendlich erklärbar ist das auch im nachhinein meist nicht. (Dazu bräuchte es echte Klarsicht/Höheres Sehen. Aber das haben wir ja nicht.
oder? :->)
Jojo hat geschrieben:
Zennie hat geschrieben:
eine tiefe mysik.

glaub ich nich.
eines tages finden sie´s raus.


Es ist ein Ministerium.

Also etwas ganz und gar unbegreifliches, merkelwürdiges.
boehnchen hat geschrieben:
Und letztendlich erklärbar ist das auch im nachhinein meist nicht. (Dazu bräuchte es echte Klarsicht/Höheres Sehen. Aber das haben wir ja nicht.
oder?:->)

ähm... Nein.
@ zennie, böhnchen, void
OK, ihr habt Recht. Es ist ein Ministerium :D
OK, ihr habt Recht. Es ist ein Ministerium :D


Denitiv !

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