Hishiryo

Moderator: void

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Jikjisa hat geschrieben:
geht nicht so weit - nur bis zum Zafu des Nachbarn. Bis zum Nachbarn...

Oh mann, muß ich jetzt jedes Mal ausdrücklich schreiben: "der weite Himmel und die ganze Erde." hatte ich letztens schon Peter gesagt.

Jikjisa hat geschrieben:
Zu dem Video muss ich sagen, daß man sieht, daß die Frau sich grämt. Sie fürchtet sich auch davor, daß ihre Aussagen als naiv und dumm angesehen werden könnten. Man sieht das direkt.

So'n Blödsinn n hab ich ich lange nicht gehört. Von so nem Video allein, ohne Hintergrund-Infos, auf den Gemütszustand anderer Leute zu schließen, ist einfach nur Kaffesatzlesen.
Es ist ganz selbstverständlich, daß wenn zu sehr privaten Sachen interviewt, sich niemand besonders wohl fühlt.
Daß es es ihr da aber ganz gut geht, seh ich sofort an zwei Sachen: ihr rutscht ein vertrautes "Muho" raus, wo ein formales "Docho" üblich ist - und sie weiß schon sehr gut, was üblich ist. Aber das ist nicht Ihr Gefühl, ihr Gefühl ist "Muho". Sie hat auch schon den Kopf frei sich um andere Leute zu kümmern, es macht ihr letztlich nix aus, vor dem Reporter, der laufender Kamera und dem "Ascetic Monk" ne Zigarette zu schnorrren :lol:, oh, sind schon 3 Sachen.

Jikjisa hat geschrieben:
Ich verstehe nicht was in Antaiji läuft; hängt denn alles dort an Muho ?

Ehrlich gesagt, versteh ich auch so viele Dinge nicht, aber ich weiß, Leute sind da ziemlich lieb zueinander, es geht familiär zu und am meisten kümmert man sich um Neulinge - mit "Unterrichtung" hat das aber nix zu tun - man lebt halt miteinander, man läßt sich aufeinander ein.
Das ist der Unterschied zu jedem "Dojo".
bel hat geschrieben:
Mab hat geschrieben:
@bel:Ich bin nicht sicher, was du mir sagen willst, da ich gesprochenes Englisch (aus dem Video) nur schlecht verstehe

noch mal Anfang, Du hast geschrieben:
Mab hat geschrieben:
Dann habe ich noch versucht möglichst unfokusiert zu sein. Das hat aber nur dazu geführt, dass meine Wahrnehmung "schwammig" und trübe geworden ist. Nichts im Vergleich zu der Klarheit, die bei der Achtsamkeit auf den Atem vorhanden ist.

Kein Mensch hat hier davon gesprochen, daß man im Zazen "möglichst unfokussiert" sein soll.

Sabine sagt im Video, daß sie Zazen eine Sammlung/Ausrichtung erlebt - eben Fokussierung - jeder in seinem Körper ist, den ganzen, mit allem was er enthält, auch die Verbindungen, die sich dadurch ergeben, daß wir zusammen sitzen, und jeder in der selben Art leidet (same same) - in einem Punkt, "dem Zafu, dem Kissen" - sie meint, im Sitzen. Fokussierung heißt "beim Sitzen bleiben" (stay!), genau dabei bleiben, nicht pennen, bleib sitzen, ohne Ausflucht, bis es "Ding" macht - Bleib bei dem, was du gerade machst.

Man kann das sehr gut ein-üben, wenn man die Konzentration auf ein bestimmtes Objekt, z.B. den Atem, das Anhaften an den Atem verläßt, ohne seine Konzentration aufzugeben, auf den ganzen Körper gleichzeitig ausdehnt, auf die Verbindung zwischen sich und dem Kissen, auf die Sitzunterlage, auf der das Kissen liegt, auf den Boden, auf dem das Zabuton liegt und die Zabutons Deiner Nachbarn, die Konzentration bleibt erhalten, ist aber nicht auf einzelnes Objekt gerichtet, sondern es spiegeln sich in ihr alle Erscheinungen ohne daß man von ihnen Besitz ergreift.
Es ist wie die Welt aus den Augenwinkeln zu betrachten trotzdem der Blick gerade ausgerichtet ist.

Schade das ich diese "Erfahrungen" erst jetzt lese. Ein paar Jahr früher und ich hätte diesen Weg meiner Erfahrung nicht verlassen.
Warum habe ich ihn , diesem meinen Weg nicht vertraut? Es gibt zu viele "Wissende" die mit vielen "Wissenden" im Einklang eine Erfahrung verbreiten die bei näherer Betrachtung nicht zur Befreiung führen.
Ich bin doch meinem Weg gefolgt, denn einmal drauf wird er nur manchmal sehr breit.
liebe Grüße
Helmut
Inzwischen kann ich Dieses zu jeder Zeit erreichen. Einfach so. Ist sehr nützlich bei der Arbeit wenn der Chef nervig ist und meinen Arbeitsablauf in Unordnung bringt ohne das er das bemerkt. Helmut ist weg und ich bin voll da. Nur dann kommt es zu Sprüchen die schon mal sehr heftig klar und wahr sind. Pech gehabt. Überbordende Gefühle schneide ich schon länger so ab.
hab mich auf die erste minute des videos konzentriert... hm ? ja, ansonsten ist sie schon tough.gut-nicht gut ? keine ahnung.
egal. oder sollte ich mich auf dich fokusieren ? :) nochmal guck ichs nicht an.
Jikjisa hat geschrieben:
hab mich auf die erste minute des videos konzentriert... hm ? ja, ansonsten ist sie schon tough.

Keine Ahnung, ich seh sie erst im Mai ;) Und wir beide ziehen vorher gemeinsam n bissel um die Häuser, frische Luft schnappen, Bierchen zischen.
Also weißt Du !... :)

Ich habe heute morgen zwei Minseiten zu Sótó überflogen aus einem dieser verstaubten Bücher.
Da steht: die Konzentration soll hier nicht unterstützt werden...usw. besser gesagt: nicht gestützt.
Kann zu reinem Quietismus führen, steht auch da.
Kannst du auch gleich sagen.

Das ist sehr tiefgründig, nicht ?:

Wenn du mit deinem Gast sprichst, so konzentriere deine ganze Energie auf dein Gespräch mit ihm.
Wenn du gerne in ruhiger Meditation sitzen willst, dann gehe und setze dich, indem du deine Energie
auf das ruhige Sitzen konzentrierst. Dieser Tage gibt es eine Menge falscher Zen-Meister, die ihre
Schüler irreführen, indem sie sie lehren, das ruhige Sitzen in "schweigender Meditation" sei das Grund-
prinzip des Zazen. ( Daie --- Kritik am Sótó )


Es ist immer wieder nett zu plaudern, aber es gibt noch andere Sachen zu erledigen ... *schmunzel*
Mir ist wirklich vollkommen wurscht, was andere meinen über Zazen und Soto sagen zu müssen.
Ich weiß einfach inzwischen ohne jeden Zweifel wo mein Sitzplatz ist, mehr ist nicht nötig.
hahaha...Bild üben.üben.üben !
Bildkoan-objekt ? sila-objekt ? tandien-objekt ? --- hm ?

sorry... mach nur mein späßchen... musste heute mal sein...Bild

SORRY ! _()_
Hallo,

bel hat geschrieben:
Jikjisa hat geschrieben:
Wer soll das denn gewesen sein, der die Lehre nach China vor Bodhidharma gebracht hat ?
Die älteste Schrift stammt glaub ich auch nicht von Huin Neng, sondern von Sēngcàn 僧璨 (Sōsan) ( 3. Patriarch ). Insofern...

Erste buddhistische Überlieferungen gibt es in China aus dem 3.Jh (also 200 noch was), Chan gibts erst seit dem 6.Jh, also 300 Jahre später.


der Buddhismus ist seit 65 n. Chr. auf chinesischem Boden bezeugt. Also mehr als 400 Jahre vor Bodhidharma. Die ersten Übersetzungsarbeiten ins Chinesische begangen Mitte des 2. Jahrhunderts. Und zu den ersten Übersetzungen gehörten auch gleich Meditationstexte. Vor Bodhidharma ist also schon viel Buddhismus den Gelben Fluss runtergeflossen.

Gruß
Florian
Aber was sagt uns das jetzt ? Vermutlich ?
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