SO habe ich mein Sein verstanden:

Moderator: void

Ich bin hier und jetzt, nirgendwo anders.
Ein Ich existiert - Aber nicht mehr in der vergangenen Sekunde, noch nicht in der zukünftigen; den das sind "nur" Erinnerung und Phantasie.

Obwohl ich jetzt gerade als Couchkissenbikkhu autonom existiere, bin ich ein Teil des ganzen, nach meinem Tod werde iczh wieder in meine Bestandteile zerfallen und den Lebewesen dieser Welt wieder als Nahrung dienen. Genau so profitiere ich im Leben vom Tod, ich muß zB selber essen. Tod ist auch Leben.
Ebenso bin ich mit den Lebenden verbunden, zB mit meinen Mitmenschen.
Aber auch mit irgendwelchen armen Bauern in Brasilien oder sonstwo habe ich eine Verbindung; ich trinke gerade Kaffee.
Aber wie ich Nutznießer bin, bin ich auch Gestalter dieser Welt. Wie ich auf Menschen zugehe, bestimmt wie sie zu mir kommen werden und je nachdem, welche Kaffeemarke ich kaufe, landet mein Geld in anderen Händen und in andere Teile der Welt.

Was wir uns über das alles hier denken interessiert das Universum kein Stück. den es hat keine Interessen.
Dinge passieren als Ergebnis reiner Funktion. Da ist kein Gott, der DICH mit Scheiße bewirft. Fühlt sich nur so an.
Das Universum ist wahrhaft leer. Ob etwas gut oder Schlecht ist, liegt stets im eigenen Ermessen.
Reine Standpunktfrage. Oh, sorry, und Schwarz/Weiß funtioniert auch nicht, alles ist Grau.

Und Buddha?
Leben ist Leiden - machste nix, Dinge passieren
Leiden entsteht aus unseren Standpunkten heraus.
Ändere deine Standpunkte und hör auf dran zu leiden.
Der achtfache Pfad ist die Methode/ das Prinzip, ein Bewusstsein zu entwickeln und zu leben, um nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit seiner Umgebung klarzukommen - denn alles ist eins.
Dankeschön, Couchkissenbikkhu.
Welche Sicht auf euren Geist/ eure Welt habt ihr?
Na die buddhistische. :D
In meinem Fall drückt sie sich im Moment so aus: Ich versuche alle Eindrücke und Empfindungen kommen und gehen zu lassen während ich versuche, alle anderen zu verstehen und wenn ich kann, zu unterstützen und von ihrem Ego zu befreien.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Ändere deine Standpunkte und hör auf dran zu leiden

bis auf diesen Satz hat sich das, was Du geschrieben hast wahr angefühlt. Ich würde das so formulieren:
Gib dich mit Haut und Haar dem Leben hin und lasse es Deine Standpunkte verändern. Leiden ist kein Trennungsgrund, sondern Teil des Lebens, genau so wie Glück und Zufriedenheit.
soll einfach heißen das du mal über den Tellerrand schauen musst. Dann wirst du erkennen, das so manches nicht passt. Passe dies an.
Schaffe Harmonie zwischen deinem Blick auf die Welt, deinen Ansichten und der Welt selbst.
Weisheit Mitgefühl hat geschrieben:
Na die buddhistische. :D
In meinem Fall drückt sie sich im Moment so aus: Ich versuche alle Eindrücke und Empfindungen kommen und gehen zu lassen während ich versuche, alle anderen zu verstehen und wenn ich kann, zu unterstützen und von ihrem Ego zu befreien.


Hast du dich denn schon von deinem Ego befreit? hast du dies überhaupt schon erfasst? Dein Ego? vergiss niemals, ETWAS Ego gehört zur Selbsterhaltung, und es ist nichts falsches, eigene Ziele und Wünsche zu haben.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
[[...] und es ist nichts Falsches, eigene Ziele und Wünsche zu haben.]

Ich stimme dir absolut zu. Auch wenn ich denke, dass das Wunschdenken Grundlage für unser Leiden ist - so glaube ich ebenso, dass man einen Weg (um nicht "Ziel" zu sagen) vor Augen haben sollte. Allerdings ist es meiner Meinung nach ratsam, nicht mit der "Erfüllung dieser Wünsche" zu rechnen. Ich denke man macht nichts verkehrt, wenn man stets mit dem Schlimmsten rechnet und dennoch seinen Weg geht (anders ausgedrückt: "seine Ziele verfolgt").

zum Thema "das Sein verstehen": Couchkissenbikkhu - ich finde, dass du deine Ansicht sehr schön in Worte gefasst hast. Manchmal glaube ich, mein Sein etwas mehr verstanden zu haben... Momente später merke ich, dass ich womöglich überhaupt nichts verstanden habe.

Wie sagte Sokrates doch gleich? - "Ich weiß, dass ich nichts weiß."
Vor allem sollte man sich klar sein, was man sich wünscht; was für Ziele man verfolgen will.
Eine Bessere Welt für alle? Ja
Ein dickes Auto? eher weniger. Überhaupt ein Auto? Würde meinen Alltag definitiv erleichtern.
Gottseidank predigte Buddha die goldene Mitte...
Die Momente, an dem du denkst, garnichts mehr zu verstehen, sind etwas sehr Kostbares, sie bringen dich zum weitermachen.
Ich zB stelle mir in letzter Zeit oft die Frage, wieviel ich akzeptieren soll und WAS und vor allem WAS NICHT.
Unfaire behandlungen zB bringen mich voll auf die Barrikaden, und das finde ich auch gut so.
Wut soll zwar was schlechtes sein, aber in solchen Fällen darf es ruhig Feuer, Schwefel, Zerstörung und Backpfeifen hageln.
Denn Gleichmut wäre schlimmer. In diesem Fall.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Vor allem sollte man sich klar sein, was man sich wünscht; was für Ziele man verfolgen will.
Eine Bessere Welt für alle? Ja
Ein dickes Auto? eher weniger. Überhaupt ein Auto? Würde meinen Alltag definitiv erleichtern.
Gottseidank predigte Buddha die goldene Mitte...

Eine bessere Welt für mich? Danke sehr. Aber ich persönlich sehne mich nach mehr Mitgefühl in mir.

Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Unfaire behandlungen zB bringen mich voll auf die Barrikaden, und das finde ich auch gut so.
Wut soll zwar was schlechtes sein, aber in solchen Fällen darf es ruhig Feuer, Schwefel, Zerstörung und Backpfeifen hageln.
Denn Gleichmut wäre schlimmer. In diesem Fall.

Wut ist nichts schlechtes. ABer sie kann krank machen. Und sie macht einen unter anderem kurzsichtig und unüberlegt.
Weisheit Mitgefühl hat geschrieben:
Eine bessere Welt für mich? Danke sehr. Aber ich persönlich sehne mich nach mehr Mitgefühl in mir.
Wut ist nichts schlechtes. Aber sie kann krank machen. Und sie macht einen unter anderem kurzsichtig und unüberlegt.


Mache dir deine Verbundenheit mit allem und jeden Bewusst, dann wird dir klar, das eine bessere Welt für dich automatisch eine bessere Welt für alle heißt. Weil es komischerweise das selbe ist.
Guck dir nen Bettler oder nen Millionär an. Wenn ein paar Kleinigkeiten im Leben anders gelaufen währen, hättest du das sein können.
ABER AUCH: diese beiden brauchen Luft, Liebe und was zu beißen. Beide können sie krank werden, beide tropfen rotes Blut auf den Boden,
keiner von beiden will sterben.
Im Kern sind beide gleich.

zum Thema Wut mach ich mal nen extra Thread, das würde doch jetzt zusehr abscheifen :roll:
voila: viewtopic.php?f=1&t=12752

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