Ehrwürdiger Meister, bitte nehmt mich als euren Schüler

Moderator: void

Ich sehe ein Problem mit meiner Art, Buddhismus zu praktizieren: Ich vermisse Struktur, einen Lehrplan. Ggf sogar einen Lehrer aus Fleisch & Blut.
Ich GLAUBE zwar schon, ein paar Dinge verstanden zu haben, aber irgendwie habe ich das Gefühl, festzustecken. Vielleicht ist es auch gesunder Selstzweifel, der mich vom Faulsein abhält oder ein Problem mit mir selbst, kein Plan.

Egal, die eigentliche(n) Frage(n):
Was gibt es für Schulen im Zen?
Worin unterscheiden sie sich/was betont welche Schule besonders?
gibt es eine Art "Fernstudium" oder sonstige Möglichkeiten an Material heranzukommen, besonders empfehlenswerte Websites etc?

_()_ Schonmal vielen Dank im Vorraus
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Quelle: Google Bilder

du so und ich soll arbeiten ? :D

hatte nie vor eine doctorarbeit über Zen zu schreiben, aber um deine fragen zu beantworten würde es sicher so enden....
Google kann anhaltspunkte zu deinen fragen geben...
hier im Forum gibt es z.B. literaturempfhelungen..... suchfunktion betätigen :)

frohes schaffen :D

_()_
.
daraufhin du so:
HomerSimpson60.gif


Recherchieren etc kann ich schon selber (schließlich bin ich ein medial mündiger Mensch, püh).
Ich dachte da eher nur an einen kleinen Überblick bzw wärs nett, schonmal im vorraus über nicht emphelenswertes Bescheid zu wissen.
Die Arbeit lasse ich mir schon nicht nehmen, mach dir da mal keine Sorgen.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Was gibt es für Schulen im Zen?

Rinzai, Soto, Chan, Seon, Thiền, ...
Worin unterscheiden sie sich

am ehesten geographisch
was betont welche Schule besonders?

k.A.
gibt es eine Art "Fernstudium" oder sonstige Möglichkeiten an Material heranzukommen,

wohl kaum
besonders empfehlenswerte Websites etc?

http://zenforuminternational.org/
https://duckduckgo.com/

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Sumedhâ hat geschrieben:
du so und ich soll arbeiten ?

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Ich glaub ich verstehe. Es ist wirklich so einfach.
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auf dieser Seite findest du eine menge über Soto, vor allem Kodo Sawaki und Uchiyamma Roshi

Dogen-Zen

auf beiden seiten gibt es auch literatur.

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und ich dann ersteinmal so:
Schreibtischcreativ.jpg

Quelle Google


_()_ Vielen Dank für weitere Quellen, für die Lesezeichen brauchte ich nen Extra Ordner.
Ich denke mal das Studium wird mich Lehren was ich ohnehin schon weiß: Es gibt kein Geheimnis, nur Gewahrsein.
Aber man weiß ja nie. Im SCHLIMMSTEN Falle hab ich ein paar Stunden wie mir scheint bei guter Lektüre "vergeudet",
Vielleicht steckt aber auch der eine Satz drin, woraufhin dann alle Anhaftung abfällt und...

Kennt ihr noch die Wundertten von Früher? :badgrin:
Für mich hat der Dharma erst eine überwältigende Bedeutung bekommen, als ich einen Lehrer gefunden habe. Das Wesen des Lehrers, die Beziehung zu ihm, hat viele Fragen, die ich nach Beschäftigung mit Schriften hatte, auf einmal geklärt. Das kann man nicht verstehen, man muss es spüren.
Nunja, einen Lehrer hab ich hier noch nicht gefunden, also muss ich auf "Dosenkost" zugreifen. Zum Ersten.
Zum Zweiten stimmt es zwar, das Zen sich nichteinmal mit Worten präzise erklären lässt, einen gewisses philosophisches
Fundament halte ich hingegen trotzdem für unverzichtbar.
Drittens: Es macht mir einfach Spass, das Zeug zu lesen.

Außerdem, Menschen sind so verschiedn wie ihre Vorgehensweisen.
Ich zum Beispiel lese VORHER was ich unterschreibe.
Eine skeptische Haltung ist gut, Wissen ist absolut wichtig. Und: "Vertrauen geht allen guten Eigenschaften voran, gebiert sie wie eine Mutter, nährt alle Vorzüge und lässt sie anwachsen." aus "Achtsamkeit und Versenkung" von Dagyab Rinpoche
Hmm, hat nicht der Dalai Lama eine Prüfungszeit von 10 - 12 Jahren beanschlagt, um zu prüfen ob du einen guten Lehrer hast... genau weiß ich das jetzt auch nicht. Mal Spass beiseite, da draußen schwimmt auch ne Menge Müll rum wo Zen draufsteht, und ehrlich, ich habe weder die Zeit noch die Lust für sowas.

Davon abgesehen versuche ich hier auch ein wenig, eine Linksammlung aufzubauen, von der alle was haben.
Also, noch jemand vorschläge?
Vielen Dank im Vorraus _()_



@sumedha: Jaa, von mir wird auch noch was kommen, hab mal kurz Gnade bitte
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Mal Spass beiseite, da draußen schwimmt auch ne Menge Müll rum wo Zen draufsteht, und ehrlich, ich habe weder die Zeit noch die Lust für sowas.

woher weisst du das es müll ist?......
wenn ich sowas behaupten würde hätte ich bereits ne menge zeit, lust weiss ich nicht so...vermutlich schon sonst hätte ich ja die zeit nicht investiert um zu diesem schluss zu kommen :D

Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Davon abgesehen versuche ich hier auch ein wenig, eine Linksammlung aufzubauen, von der alle was haben.
Also, noch jemand vorschläge?

ich verstehe nicht ganz was du meinst....eine linksammlung über lehrer, vermutlich Zen.....hm.....?
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
@sumedha: Jaa, von mir wird auch noch was kommen, hab mal kurz Gnade bitte

und das verstehe ich gar nicht... :)

_()_
.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Hmm, hat nicht der Dalai Lama eine Prüfungszeit von 10 - 12 Jahren beanschlagt, um zu prüfen ob du einen guten Lehrer hast... genau weiß ich das jetzt auch nicht.

Kann gut sein. Dafür muss man aber erstmal einen zum prüfen haben. Habe mal eine schöne Metapher gehört: Ein Lehrer im Buddhismus - egal welche Schule - ist wie ein Reiseführer in ein unbekanntes Land. Als Schüler kennt man sich dort nicht aus, der Lehrer war aber schon da und zeigt dir den Weg, ohne dass du dich verläufst.
http://www.zen-guide.de/
boing, Jackpot! (iieben dank an Wikipedia, der Artikel selbst ist auch recht gut!) http://de.wikipedia.org/wiki/Zen
http://www.zenbuddhismus.de/ hübsch gemacht, viel Geschichte, find ich auch gut
mittlerweile ist etwas Zeit vergangen, und wisst ihr was?
Sch*** drauf, die wahre Weisheit liegt in uns selbst.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Sch*** drauf, die wahre Weisheit liegt in uns selbst.

Hi Couchkissen

Der Buddha lehrte, wenn wir das Dhamma sehen, sehen wir den Buddha, in anderen Worten die 'innere Weisheit'.

Aber ich bezweifle, dass 'unsere eigene' Erleuchtung, Tugend, Weisheit oder Übung an die des Buddha in den ursprünglichen Suttas herankommt.

Daher bleibt der Buddha in den Suttas meines Erachtens ein hervorragendes Beispiel & ein Lehrer.

Grüße
heine Ahnung, ich kannte ihn nicht.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
heine Ahnung, ich kannte ihn nicht.

nibbuti hat geschrieben:
Der Buddha lehrte, wenn wir das Dhamma sehen, sehen (kennen) wir den Buddha
O, Ich wollte damit auch nicht ausdrücken, das ich die Sutren oder andere Hilfen und Beispiele (oder gar Buddha selbst) ablehne.
Auf gar keinen Fall. Aber mehr sind sie auch nicht, Hilfen und Beispiele. Auf den Weg zur Weisheit muß ich mich schon selber machen.
Das kann mir kein Sutra und kein Lehrer abnehmen.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Auf den Weg zur Weisheit muß ich mich schon selber machen.


Wie der Buddha auch an vielen Stellen sagt:
"Was ein Lehrer, der auf das Wohlergehen seiner Schüler aus ist und Mitgefühl für sie hat, aus Mitgefühl für seine Schüler tun sollte, das habe ich für euch getan, Ānanda. Dort sind Bäume, dort sind leere Hütten. Meditiert, Ānanda, seid nicht nachlässig, ihr sollt es später nicht bereuen müssen. Dies ist unsere Anweisung an euch."

(M 152 & andere)


Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
die wahre Weisheit liegt in uns selbst.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Auf den Weg zur Weisheit muß ich mich schon selber machen.


Welcher Weg soll das deiner Ansicht nach sein, der zur "wahren Weisheit" führt?


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der zeit,-und strecken,-und stufenfaktor spielt im zen gar keine rolle; diese ego-ansichten und absichten beruhen alle auf verblendung.
Jikjisa hat geschrieben:
der zeit,-und strecken,-und stufenfaktor spielt im zen gar keine rolle; diese ego-ansichten und absichten beruhen alle auf verblendung.

...sagt Jikjisa.


Der Buddha hingegen sagte mit Weisheit & aus Mitgefühl:

Genauso wie der Ozean stufenweise tiefer wird, sich stufenweise absenkt, ein stufenweises Gefälle hat, mit einem plötzlichen Abfall erst nach einer langen Strecke; ebenso hat dieses Dhamma & Vinaya eine stufenweise Übung, eine stufenweise Ausübung, eine stufenweise Praxis, mit einem Durchbruch zur Weisheit erst nach einer langen Strecke. .. Dies ist die erste erstaunliche & verblüffende Eigenschaft von diesem Dhamma & Vinaya ..

Ud 5.05


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Wohl auch ne ungute Übersetzung ? Oder wenn nicht:
Wo hat denn ein Ozean Stufen im Terrain ?
Das sind Sinnbilder.
Wenn du alles wörtlich nimmst bezüglich Sinnbildern dann landest du am Tisch bei den Kreationisten.

Ich hab mich aber zu harsch ausgedrückt. Das kommt daher, weil der Stufen, Strecken, Zeitkeks der dualistischen Vorstellung
einen ziemlichen Druck erzeugen kann im Zennie, also in mir sozusagen. Da werd ich dann trotzig und kipp das einfach,
hat aber keinen Sinn. Verstanden ? neenatürlichnich.
Jikjisa hat geschrieben:
der zeit,-und strecken,-und stufenfaktor spielt im zen gar keine rolle; diese ego-ansichten und absichten beruhen alle auf verblendung.

Genau diese Verblendung hat mich fast in den Abgrund gerissen. Wenn ich nicht viele Erfahrungen mit den Stufen gemacht hätte, vor Buddhismus auch Esoterik und Schmudelecken haben ihr Berechtigung als Befreiungswege , hätte mich Zen zu einem Monster gemacht.
Mein anwenden des Zen war sozusagen der Schlußpunkt, das erleben des Grundsteins, das nicht eintreten in den Zen-Buddhismus.
Zen hat mich befreit von jeder Form von Gruppendynamik. Zen hat sogar verhindert das ich Buddhist wurde. Zen ist so extrem das es mich in eine "Leere" gestoßen hat die so leer war das es nichts mehr gab um mich zu erkennen, ich konnte nur noch sein in einem Raum der leer war von allem außer mir(in Wirklichkeit gibt es keinen Boddhibaum( DA ist wirklich keiner, die Erde kann es bezeugen)). Das war nicht erschreckend das war befreiend, die absolute "Stille". Zu blöd nur das das geschah als in mit einem Zenlehrer gesessen habe und der überhaupt nicht verstand von was ich ihm erzählte. Wenn es der Lehrer nicht wusste was konnte ich von seinem Lehrer erwarten :shock: :idea: :) Ja das war der Grund warum ich das Dojo des Zenkreis Bremen nicht betreten konnte, ich wollte nicht mehr auf Menschen stoßen die nicht teilen konnten.

Vielen Dank Jikjisa Du hast Helmut geholfen eine Frage zu beantworten die 12 Jahre alt ist und immer wieder Sehnsucht nach verstehen/Teilen ausgelöst hat.
liebe Grüße
Helmut
Das ist der Ort von dem aus meine Beiträge starten und enden.
Das ich das erst jetzt ausdrücken kann tut mir leid.
Also bloß weil ich die Suche nach dem großen Lehrplan für mich verworfen habe, heißt das ja nicht, das ich meine Nase nicht gerne in Zentexte stecke...
Es gibt keine Stufen, kein Wort nirgendwo über sowas. Das mag ich. Rumgestufe enthält "Ich bin besser als du weil 2 Lvl weiter" - nix für mich mann.
Couchkissenbikkhu hat geschrieben:
Rumgestufe enthält "Ich bin besser als du weil 2 Lvl weiter" - nix für mich mann.

Couchkissen

Nicht 'Rumgestufe' enthält "Ich bin besser als du weil 2 Lvl weiter".

'Ich'-machen & 'mein'-machen enthält "Ich bin besser als du weil 2 Lvl weiter".

Stufen eines Weges sind (ohne 'Ich'-machen & ohne 'mein'-machen") bloß Stufen.

Es kann zuträglich für die eigene Praxis sein zu gucken wo man gerade steht.

Damit man nicht feststeckt(haftet) oder sich andauernd im Kreis dreht.

Im Zen übernimmt das der ehrwürdige 'Meister' im 'Außen'.

Der Buddha lehrte das Dhamma ist der 'Meister'.

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Ich kann zwar mit der Quellenangabe "Ud.5.05" nix anfangen, aber in M107 steht "anupubban-sikkhā" und das bedeutet "allmähliche" Praxis (der Gelöbnisse) - was dann aber auch im Pali gut unterschieden wird vom "Durchbruch zur Weisheit".
Was nun den "langen" Zeitraum anbelangt, ist ja M10 sehr variabel, als untere Grenze ist da die bei uns übliche Rohatsu-Dauer genannt. Realistisch sind aber eher 10 Jahre oder 20 oder 30. :)

Schön zusammengefaßt hier:
http://antaiji.dogen-zen.de/deu/uchiyama-7-punkte.shtml
nibbuti:
Es kann zuträglich für die eigene Praxis sein zu gucken wo man gerade steht.


sagt kusala auch immer und tut als ob sie voll die checkung hätte.
da sie nie antwortet auf detailnachfragen, dann an dich: wo genau stehst du gerade bezüglich der praxis ?
auf welcher "stufe" - ecke, kreuzung, kästchen - whatever.
was ist dein vergleichfaktor? den braucht man ja dann. nicht ?
Jikjisa hat geschrieben:
nibbuti:
Es kann zuträglich für die eigene Praxis sein zu gucken wo man gerade steht.


sagt kusala auch immer und tut als ob sie voll die checkung hätte.
da sie nie antwortet auf detailnachfragen, dann an dich: wo genau stehst du gerade bezüglich der praxis ?
auf welcher "stufe" - ecke, kreuzung, kästchen - whatever.
was ist dein vergleichfaktor? den braucht man ja dann. nicht ?

Hier ist was grundlegend falsch verstanden worden.

Gucken wo man gerade steht ist für die 'eigene' Praxis via Weisheit des Buddha

Der Nutzen ist Loslassen (auch von 'spirituellen Erfahrungen')

Gucken wo man gerade steht ist kein "Germany's Next Topmeditationskissenbeschwerer", wo man fröhlich über den Stand 'anderer' spekuliert: "diese Person ist erleuchtet", "jene ist nicht erleuchtet" & dann groupiehaft irgendwelchen Gurus hinterher läuft

Desweiteren gilt es unter Buddhisten als nicht passend wenn jemand mit seinen vermeintlichen 'Erlangungen' hausieren geht.


:)

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