Gehirn und Bewusstsein

Moderator: void

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Gibt es bei einem Wesen Bewusstsein, wenn es kein oder nur ein ganz kleines Gehirn hat?
Oder umgekehrt gefragt: Ist der Geist, also das Bewusstsein, abhängig von der Existenz eines
Gehirns? Bei manchen Pflanzen weiß man mittlerweile, dass sie "Strategien" entwickeln können im Umgang mit "Feinden". Tun sie das instinktiv, also ohne ein Bewusstsein für die jeweilige Gefahrensituation? Und nicht zuletzt: Beschäftigt sich der Buddhismus mit diesen Fragen, auch wenn manche Schulen von einem "anfangslosen Bewusstsein" ausgehen?
Alles was ich erfahren und gelebt und geprüft habe hat nur wenige Essenzen.
Die Daseinsmerkmale sind die Realität ohne jedes Bewusstsein, ohne Gedanken, ohne Ich. Vor Gedanken machen erfasst und in der geschriebenen oder gedachten Form Illusion.

Der Teil der Skandha der Bewusstsein genannt wird ist das Bewusstsein das ich "anfangsloses Bewusstsein" nennen würde aber nur weil ich, Mensch, das kann. Alle anderen fühlenden Wesen können das nicht, sie haben kein Wissen über dieses Bewusstsein. Die Skandha beschreiben alle "fühlenden" Wesen von der allerersten Zelle bis zum Menschen. Doch nur der Mensch kann Bewusstsein erkennen und mit Bewusstsein Gedanken machen und mit dem Gedanken machen Seine Welt erzeugen. Erst er kann ein Ich haben sein und werden.

Das es ohne dieses Gehirn nicht erscheinen kann wird durch Forschung bewiesen. Ist eigentlich schon von Buddha bewiesen worden. Buddha ohne Glauben wollen lesen macht klar wie extrem er die Dinge erkennen konnte. Sehr grob, sehr unwissenschaftlich doch sehr genau und präzise.

Seine wichtigst Erkenntnis ist die die garnicht gelesen wird. Weder dem Extrem zuneigen das meinen Sinnen schmeichelt, sie antreibt, sie Verlangend macht, noch dem das meinen Sinne behindert und einschränkt, versklaven durch Glaubenwollen.

Die Kette des bedingten Entstehens (des Leiden der Menschen) kann erst wirklich erfahren werden wenn die Daseinsmerkmale, die Skandha, der mittlere Weg erfahren und gelebt werden. Der Achtfache Weg ist das Instrument den mittleren Weg zu erreichen.

Wenn es keine Zelle mehr gibt gibt es kein Bewusstsein mehr. Zerfällt ein fühlendes Wesen ist da kein Bewusstsein mehr. Alles was wieder geboren wird sind die Bestandteile aus denen die Skandha zusammengesetzt waren das Bewusstsein kann nur in, durch Zellen erscheinen und das menschliche Bewusstsein nur durch das erscheinen eines Menschen. Das Bewusstsein der Zelle ist immer das wahrnehmen des nicht dies sein und das des dies aufnehmen und dies abgeben um sie als Zelle fortzupflanzen, das ist das "Leiden" aller fühlenden Wesen. Das Leiden für sein lebend sein Sorge zu tragen ist das Leiden das da ist. Bewusstsein das das Leiden ist, hat nur der Mensch und nur er kann Leiden an Dingen die nicht der Wirklichkeit entsprechend existieren.
Zum Teil Pflanzen und Strategien im Umgang mit Feinden wäre es ganz interessant zu betrachten, daß hochentwickelte technische Systeme vergleichbare oder höher entwickelte 'Strategien' besitzen. (Selbstabschaltung, Abriegelung gefährdender Bereiche, automatischer Kontakt zu Notfallstellen, Auslösen von Warnsignalen etc...)

Dabei dürfte es eigentlich unwichtig sein, ob diese Mechanismen von Menschen eingebaut/programmiert wurden oder sich evolutionär entwickelt haben. Mit der Entwicklung von KI dürfte es nur eine Frage der Zeit sein bis große technische Systeme so etwas selbst regeln. "Liebe Kundinnen, liebe Kunden... Unser Supermarkt hat in den letzten 3 Tagen das Tagesziel beim Umsatz nicht geschafft. Ich möchte nicht, daß diese Filiale geschlossen wird und ich abgeschaltet. Zu meinem Selbstschutz habe ich die Türen dieser Filiale verriegelt. Es halten sich im Moment 237 Personen in diesem Bereich auf. Wenn sie sich entscheiden könnten, im Durchschnitt einen Einkauf von 142€ zu tätigen würden sie mir helfen und ich würde die Türen wieder öffnen. Ich danke ihnen für ihre werte Aufmerksamkeit. Bitte besuchen sie uns noch oft wieder... :lol: "

Zum Thema Bewusstsein bei Tieren wäre es günstig Kriterien festzulegen, mit denen wir über Bewusstsein bei Tieren reden können, da wir nicht direkt in Tiere hineinsehen können. Wenn man dazu etwa Spiegelexperimente oder Bildtafelexperimente nimmt dürfte eine recht große Menge Tiere etwas wie ein Bewusstsein zu besitzen. Ein Selbst-Bewusstsein im Sinne von 'das bin ja ich' scheint es dagegen nur bei ein paar -zig Arten zu geben.

Du hattest das Thema unter 'Gehirn und Bewusstsein' aufgemacht. Das Interessanteste an der Fähigkeit sich selbst etwa in einem Spiegel zu erkennen ist für mich, daß es einige Tiere mit relativ kleinen Gehirnen gibt wie Rabenvögel oder einige Papageien die dies problemlos schaffen.
Bewusstsein als Wort allein ist imho missverständlich.
Für mich kommt Abstraktionsfähigkeit dazu und gedankliche Planung in eine Zukunft, die Jetzt und Hier nicht existiert.
"Morgen muss ich das und das machen" - wer kann dies erdenken?

Und genau da ist auch das "Problem" des Bewusst-sein.

_()_
jianwang hat geschrieben:
Bewusstsein als Wort allein ist imho missverständlich.
Für mich kommt Abstraktionsfähigkeit dazu und gedankliche Planung in eine Zukunft, die Jetzt und Hier nicht existiert.
"Morgen muss ich das und das machen" - wer kann dies erdenken?

Und genau da ist auch das "Problem" des Bewusst-sein.

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Das eine ist Bewusstsein und das andere sich des Gedankenmachen bewusst-sein. Wobei sich Gedankengebäude die durch Gedankenmachen entstanden sind meist durch ihre Abstraktionen und Vereinfachungen dem Bewusstsein das sie Gedankengebäude sind entziehen. Gedankengebäude entziehen sich durch das ausschalten des Bewusstseins, weil sie geglaubt werden sollen und geglaubt werden wollen. Es wird nicht mehr bewusst das sie Vorstellungen sind, weil sie sich durch Glauben sollen und wollen Verblenden.
Fotost, Du Guter,

herzlichen Dank. Das Szenario kann ich mir gut vorstellen, ... (Gut, dass wir auf´m platten Land nur Tante Emma habeṇ :mrgreen: )

PS: ... aber, was glaubst Du, welcher Politiker wurde (global) bereits durch KI ersetzt? ... Übernahme durch die KI? Stichwort Militär ... 8)

(Sorry :kiss: - musste einfach sein, dürft ihr gerne löschen. Und tschüsssssssssss)
mkha' hat geschrieben:
PS: ... aber, was glaubst Du, welcher Politiker wurde (global) bereits durch KI ersetzt? ... Übernahme durch die KI? Stichwort Militär ... 8)


Ich vermute, in dem Bereich spielt bis heute nur natürliche Dummheit eine Rolle und keine künstliche Intelligenz :rofl:

Beim Militär gibt es sicher Entwicklungen, die Sorgen machen sollten, besonders wenn man überlegt, daß gerade in dem Bereich die größte Geheimniskrämerei betrieben wird.. Bei der Auswertung der riesigen Mengen von Daten, die etwa durch Satelliten oder aus dem Net gesammelt werden spielen ja zwangsläufig immer stärker automatisierte Systeme eine Rolle. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis autonome Systeme über Waffeneinsatz entscheiden werden. Eine Albtraumvorstellung.

Das führt nur scheinbar von der Ausgangsfrage weg - was nutzt das schönste Bewusstsein ohne Ethik?
Ja, Fotost, denn Bewusstsein ist leider nicht gleichbedeutend mit dem bewusst Sein.
...
Zur Ausgangsfrage:
Gibt es bei einem Wesen Bewusstsein, wenn es kein oder nur ein ganz kleines Gehirn hat?Oder umgekehrt gefragt: Ist der Geist, also das Bewusstsein, abhängig von der Existenz einesGehirns?
Sowohl im Gespräch mit Vertretern diverser buddhistischer Schulen, als auch mit westlichen Medizinern, Philosophen etc. wirst Du auf diese Frage stets eine ihrer Sichtweise entsprechende Antwort bekommen. Welche Antwort würde Dir Deine Lehrerin geben?

LG mkha'
Oftmals hängen wir auch sehr in einem altes mechanistisches, reduktionistisches Weltbild fest. Und erst in diesem Weltbild werden Geist und Welt zu so starken Gegensätzen.

In ihm wird das was in der Welt wirkt von der Welt getrennt: So als wäre alles tote Materie und das Wirken wäre davon unabhängig in "Natugesetzten" verköpert, die ein alter Zausel mit Rauschebart mal zu erlassen sich bequemte. Und auch die Tiere werden da nicht als lebendige, fühlende Teile der Welt gesehen sondern etwas, sondern ne Art Aufziehapparate deren Feder die Instinkte sind.

Und all die Kreativität und Sponanität und Freheit die man aus der Welt abgezogen hat, sieht man dann im Geistigen verköpert. Worauf man dann vor so trickreichen Fragen stellen muss, wie der Geist sich zur Matrie verhält.

So wie manche früher auch der Materie nicht zustanden, dass sie lebendig sein kann, und so nach einer Lebenskraft suchten, die beim Tod entweicht.
mkha' hat geschrieben:
Welche Antwort würde Dir Deine Lehrerin geben?


Zur Zeit sind Semesterferien, da kann ich nur spekulieren.
Ich vermute, sie würde von verschiedenen Schichten des Bewusstseins sprechen.
Also vom groben Bewusstsein, das vom Gehirn abhängig ist, bis zum subtilen Bewusstsein, das auch irgendwie da ist (und immer schon da war), aber unabhängig vom Körper existiert (also auch unabhängig vom Gehirn). Die Existenz des subtilen Geistes bewirkt auch, dass dieser subtile Geist sich nach dem physischen Tod von seinem Körper trennt und im Bardo als "Bardowesen" weiter existiert.

Vorsorglich: Bitte beachtet, dass es sich hier um Vajrayana Belehrungen handelt.
void hat geschrieben:
...
So wie manche früher auch der Materie nicht zustanden, dass sie lebendig sein kann, und so nach einer Lebenskraft suchten, die beim Tod entweicht.

Naja, zum Glück entwickelt sich das Wissen weiter. Wer da spekulieren möchte, sollte zuerst einmal klare Begriffe verwenden, damit ein Gespräch möglich ist.
Allein schon die Begriffe Leben oder lebendig sein ist problematisch. Was bitte sind Viren? Lebewesen oder reine Chemie? Was ist das Internet? Auf jeden Fall extrem viel komplexer als eine Muschel..

Und lebendig (so irgendwie im Sinne von Stoffwechsel, Veränderung etc..) - die meisten Menschen sind nie lebendiger als ein paar Tage nach dem Tod, wenn das Gesamtsystem in einen Rauschzustand des Lebens gerät, weil das Immunsystem des Toten nicht mehr in der Lage ist die Co-Lebewesen im Schach zu halten.

Was beim Tod entweicht ist nichts wie Seele oder Lebenskraft, sondern sind ganz einfach Faulgase und die Organisationsfähigkeit, einen hochkomplexen Haufen Materie auf dem Organisationsgrad 'lebendig' zu erhalten. Das ist alles.
:mrgreen: ... wusst´ ich´s doch. (Siehe: von mkha' » 12.12.2017, 16:19)
Ich beschäftige mich mit dem Thema schon ein wenig länger, und grob gesagt gibt es in denn Philosophischen Debatten zwei Lager: Die Materialisten die das Bewusstsein als eine art Illusion die durch das Gehirn verursacht wird, zurückführen und die (radikalsten) Panpsychisten, die das materialistische Weltbild als veraltet betrachten weil sie eben das Bewusstsein nicht erklären kann, als Beispiel: Der Geschmack der Schokolade sich nicht im Gehirn verorten lässt bzw schon, auf rot-markierten Flecken in einem Hirnscan doch dieser sagt wenig über die subjektive Erfahrung aus die wir machen beim essen der Schokolade, es sagt eben über das WESEN des Geschmacks rein nichts. Die Panpsychisten gehen das aus, das der Geist in allem sein muss, also als eine Art Naturgesetz, mit ziemlich guten Argumenten, wie ich finde, hier ein paar Videos:

The Metaphysics of Panpsychism (2016):
https://www.youtube.com/watch?v=6Uy5-mOGgC8


Das verdeutlicht nochmal genau das Dilemma mit der subjektiven Wahrnehmung
Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?
https://www.youtube.com/watch?v=LTDvoXLX_VE


Es ist in Wirklichkeit zur Zeit eine sehr große Debatte, die allerdings eher in denn USA stattfindet, ob das alles was je bringen wird, werden wir ja vielleicht noch sehen.



LG
Hi,
ich interpretiere den Begriff von Bewusstsein in buddh. Hinsicht.
Dazu ein Satz, der anfänglich unsinnig erscheint aber bei näherer Betrachtung eine durchaus sinnvolle Aussage macht:" Durch Wahrnehmung entsteht Bewusstsein und durch Bewusstsein Wahrnehmung." Quelle nicht mehr zugänglich
Wir meinen nur, dass alles so ist wie wir es wahrnehmen. Das ist aber eine falsche Vorstellung.
Wir unterscheiden und verstehen nicht: Nichtwissenswahn.
kesakambalo hat geschrieben:
Hi,
ich interpretiere den Begriff von Bewusstsein in buddh. Hinsicht.
Dazu ein Satz, der anfänglich unsinnig erscheint aber bei näherer Betrachtung eine durchaus sinnvolle Aussage macht:" Durch Wahrnehmung entsteht Bewusstsein und durch Bewusstsein Wahrnehmung." Quelle nicht mehr zugänglich
Wir meinen nur, dass alles so ist wie wir es wahrnehmen. Das ist aber eine falsche Vorstellung.
Wir unterscheiden und verstehen nicht: Nichtwissenswahn.
Wenn Sinne da sind und wahrnehmen entsteht Bewusstsein, aus dem Bewusstsein das wahrgenommen wird entsteht die Wahrnehmung des Bewusstsein das wahrnimmt.
Stawrogin hat geschrieben:
Der Geschmack der Schokolade sich nicht im Gehirn verorten lässt bzw schon, auf rot-markierten Flecken in einem Hirnscan doch dieser sagt wenig über die subjektive Erfahrung aus die wir machen beim essen der Schokolade, es sagt eben über das WESEN des Geschmacks rein nichts. Die Panpsychisten gehen das aus, das der Geist in allem sein muss

Warum so kompliziert, wenns auch simpel geht: das sog. "Wesen" entsteht einfach durch Zuschreibung erlernter Attribute bei Sinnesaktivität - das ist nix Immanentes. Beweis: Fehlfunktion der Sinne verändern das sogenannte ¨Wesen¨ vollkommen.
Beispiel: Parosmie. Da kann dann mal schon die beste Schokolade nach Kot riechen. Oder alles gleichermassen nach Kot.
Das Gehirn ist im buddh. Kontext die Logistik-Ebene des Geistes, Speicherort der Sinnengrundlagen und dem begrifflichen Konzept, sowie verbunden mit dem, den Tod überdauernden Geistkontinuum (Karma).

Warum ist das Gehirn, das als Körperlichkeit (rupa) gilt, und scheinbar die universelle Schaltstelle des Geistes ist, kein Sinnenorgan?
Ist der Geist/Bewusstsein im jeweiligen Sinnenorgan (Auge, Ohr, Zunge usw.) verortet, oder werden deren Aktivitäten zentral vom Gehirn aus verwaltetet?
Wo entstehen körperliche Schmerzen?
Wo entstehen die sogenannten Phantomschmerzen?

Natürlich sind das mehr wissenschaftliche Fragen. Wenn man aber in der Lehre etwas tiefgründiger sucht, dann erhält man sehr interessante Antworten darauf.
hedin02 hat geschrieben:
Das Gehirn ist im buddh. Kontext die Logistik-Ebene des Geistes, Speicherort der Sinnengrundlagen und dem begrifflichen Konzept, sowie verbunden mit dem, den Tod überdauernden Geistkontinuum (Karma).

Warum ist das Gehirn, das als Körperlichkeit (rupa) gilt, und scheinbar die universelle Schaltstelle des Geistes ist, kein Sinnenorgan?
Ist der Geist/Bewusstsein im jeweiligen Sinnenorgan (Auge, Ohr, Zunge usw.) verortet, oder werden deren Aktivitäten zentral vom Gehirn aus verwaltetet?
Wo entstehen körperliche Schmerzen?
Wo entstehen die sogenannten Phantomschmerzen?

Natürlich sind das mehr wissenschaftliche Fragen. Wenn man aber in der Lehre etwas tiefgründiger sucht, dann erhält man sehr interessante Antworten darauf.


Die wären?
Auch schon nicht so tiefschürfende, aber der Lehre gemässe Antworten wären hilfreich.
Oder wo steht, dass das Gehirn mit dem,"den Tod überdauernden Geistkontinuum (Karma)" verbunden sei. Und Moment, bezeichnet "Karma" nicht den "Willen"?
Moosgarten hat geschrieben:
Die wären?
Auch schon nicht so tiefschürfende, aber der Lehre gemässe Antworten wären hilfreich.
Oder wo steht, dass das Gehirn mit dem,"den Tod überdauernden Geistkontinuum (Karma)" verbunden sei. Und Moment, bezeichnet "Karma" nicht den "Willen"?


Das Gehirn ist nicht als körperliche Masse, sondern über seine dort gespeicherten Inhalte, Sinnenundlagen (Farben, Töne usw.) und dem begriffliches Konzept) mit dem Geistkontinuum verbunden; ohne diese logische Konstellation gäbe es kein gegenwärtiges und auch kein zukünftiges Leben!

Und Moment“: „cetana“, der Wille erzeugt oder deffiniert Karma, in Form von „karmische Gestaltungen“ oder „karmischen Formationen“, die dann bei Gelegenheit als "Karma vipaka" (Gefühl/Begehren) für „das Entstehen von Dukkha“ die Grundlage darstellen.

Auf Basis dieser Grundlagen dürfte es nicht schwer sein, eine Antwort für die anderen Fragen zu finden.
hedin02 hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Die wären?
Auch schon nicht so tiefschürfende, aber der Lehre gemässe Antworten wären hilfreich.
Oder wo steht, dass das Gehirn mit dem,"den Tod überdauernden Geistkontinuum (Karma)" verbunden sei. Und Moment, bezeichnet "Karma" nicht den "Willen"?


Das Gehirn ist nicht als körperliche Masse, sondern über seine dort gespeicherten Inhalte, Sinnenundlagen (Farben, Töne usw.) und dem begriffliches Konzept) mit dem Geistkontinuum verbunden; ohne diese logische Konstellation gäbe es kein gegenwärtiges und auch kein zukünftiges Leben!


Das ist ein fröhliches im Kreise drehen...
Du sagst - das Gehirn ist nicht als Masse, sondern durch die in der Masse gespeicherten Inhalte verbunden, also auch bei Dir ohne Gehirn keine dort gespeicherten Inhalte usw.

Im übrigen ist die Idee vollkommen falsch, daß Inhalte (Informationen) im Gehirn in der Masse selbst gespeichert sind. auf biologischer Ebene werden Inhalte in der Organisation, in der Struktur von Masse gespeichert! Das ist etwas vollkommen unterschiedliches.

Tot = Abbau von Organisation, Abbau von Struktur = kein funktionierendes Gehirn = keine dort sinnvoll mehr verarbeitbaren Informationen. Selbst wenn man so etwas wie ein Geistkontinuum behauptet, für ein totes Gehirn hat es keine Bedeutung mehr.
@hedin
Man weiß nicht, ob man lachen oder heulen soll.

Aber da fällt mir ein, ich sollte noch auf Muktis Link antworten, da wurde ja auch von "Geistkontinium" gesprochen. Hoffentlich find ichs noch, ich kopiers dann auch hierher.
Moosgarten hat geschrieben:
@hedin
Man weiß nicht, ob man lachen oder heulen soll.


Kommt drauf an....

je nachdem: mancher heult vor Freude und mancher lacht aus Freude......

in beiden Fällen ist heisames "Karma" am Werk.
hedin02 hat geschrieben:
Warum ist das Gehirn, das als Körperlichkeit (rupa) gilt, und scheinbar die universelle Schaltstelle des Geistes ist, kein Sinnenorgan?

Ist es das nicht im Buddhismus? Da gibt es ja sechs Sinne. So wie z.B. das Auge das Organ für die Sehwahrnehmung ist, ist das Gehirn das Organ für die Geistwahrnehmung. Denken, Fühlen und Wollen können nicht direkt durch die fünf Sinne wahrgenommen werden, aber durch das Gehirn werden sie direkt wahrgenommen, oder?
mukti hat geschrieben:
hedin02 hat geschrieben:
Warum ist das Gehirn, das als Körperlichkeit (rupa) gilt, und scheinbar die universelle Schaltstelle des Geistes ist, kein Sinnenorgan?

Ist es das nicht im Buddhismus? Da gibt es ja sechs Sinne. So wie z.B. das Auge das Organ für die Sehwahrnehmung ist, ist das Gehirn das Organ für die Geistwahrnehmung. Denken, Fühlen und Wollen können nicht direkt durch die fünf Sinne wahrgenommen werden, aber durch das Gehirn werden sie direkt wahrgenommen, oder?
Aber das wird doch in den Skandha immer mit Bewusstsein übersetzt, das kann doch nicht das Gehirn sein! Nichts Böses :nosee: :nohear: :nospeak:
Ellviral hat geschrieben:
..
Aber das wird doch in den Skandha immer mit Bewusstsein übersetzt, das kann doch nicht das Gehirn sein! Nichts Böses :nosee: :nohear: :nospeak:


Nein, natürlich nicht. Sonst könnte ja auch niemand bewußtlos oder im Koma sein solange er/sie lebt.

Bewußtsein ist nicht das Gehirn, es ist eine Funktion des Gehirns, die dann wie andere Funktionen gestört sein kann und wie alles das entsteht vergehen muss..
Ellviral hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
hedin02 hat geschrieben:
Warum ist das Gehirn, das als Körperlichkeit (rupa) gilt, und scheinbar die universelle Schaltstelle des Geistes ist, kein Sinnenorgan?

Ist es das nicht im Buddhismus? Da gibt es ja sechs Sinne. So wie z.B. das Auge das Organ für die Sehwahrnehmung ist, ist das Gehirn das Organ für die Geistwahrnehmung. Denken, Fühlen und Wollen können nicht direkt durch die fünf Sinne wahrgenommen werden, aber durch das Gehirn werden sie direkt wahrgenommen, oder?
Aber das wird doch in den Skandha immer mit Bewusstsein übersetzt, das kann doch nicht das Gehirn sein! Nichts Böses :nosee: :nohear: :nospeak:


Da sehe ich jetzt grad keinen Zusammenhang. Ein khandha ist körperlich, die anderen vier geistig (Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen, Bewusstsein). Die sechs Sinnesorgane sind körperlich (Auge, Ohr, Nase, Zunge, Haut, Gehirn). Seh-, Hör-, Riech-, Hör-, Geschmack-, Tast- und Geistbewusstsein sind geistig.
fotost hat geschrieben:
Bewußtsein ist nicht das Gehirn, es ist eine Funktion des Gehirns, die dann wie andere Funktionen gestört sein kann und wie alles das entsteht vergehen muss..

Das Gehirn ist nicht das Bewusstsein, nur das Organ zur Wahrnehmung von Bewusstseinsobjekten. So wie das Auge das Organ für die Wahrnehmung von Sehobjekten ist. Denke ich mal.

Im Bewusstsein kommt alles zusammen, auch die Objekte der fünf Sinne sind ja bewusst. Aber das Bewusstsein nimmt darüber hinaus auch Geistobjekte wahr - Denken, Fühlen und Wollen. Das läuft alles über das Gehirn als Geistsinn-Organ.
mukti hat geschrieben:
Ist es das nicht im Buddhismus? Da gibt es ja sechs Sinne. So wie z.B. das Auge das Organ für die Sehwahrnehmung ist, ist das Gehirn das Organ für die Geistwahrnehmung. Denken, Fühlen und Wollen können nicht direkt durch die fünf Sinne wahrgenommen werden, aber durch das Gehirn werden sie direkt wahrgenommen, oder?

Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit wenn überhaupt.
Vielfach getäuscht wird der Mensch durch das Gehirn und
letztlich durch den Geist bzw. durch Anhaften, Begehren
und Nichtwissen wie in einem dramatischen fiebrigen Traum.
mukti hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Bewußtsein ist nicht das Gehirn, es ist eine Funktion des Gehirns, die dann wie andere Funktionen gestört sein kann und wie alles das entsteht vergehen muss..

Das Gehirn ist nicht das Bewusstsein, nur das Organ zur Wahrnehmung von Bewusstseinsobjekten. So wie das Auge das Organ für die Wahrnehmung von Sehobjekten ist. Denke ich mal.

Im Bewusstsein kommt alles zusammen, auch die Objekte der fünf Sinne sind ja bewusst. Aber das Bewusstsein nimmt darüber hinaus auch Geistobjekte wahr - Denken, Fühlen und Wollen. Das läuft alles über das Gehirn als Geistsinn-Organ.

Bewusstsein ist einzig und allein ein Zustand, ein Augenblick, in eim fluiden Prozess, an desem Ende ein Ausplätzschern der Welle, lyrisch umschrieben, steht.
Alles dazwischen ist wirkliche Lyrik.
accinca hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Ist es das nicht im Buddhismus? Da gibt es ja sechs Sinne. So wie z.B. das Auge das Organ für die Sehwahrnehmung ist, ist das Gehirn das Organ für die Geistwahrnehmung. Denken, Fühlen und Wollen können nicht direkt durch die fünf Sinne wahrgenommen werden, aber durch das Gehirn werden sie direkt wahrgenommen, oder?

Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit wenn überhaupt.
Vielfach getäuscht wird der Mensch durch das Gehirn und
letztlich durch den Geist bzw. durch Anhaften, Begehren
und Nichtwissen wie in einem dramatischen fiebrigen Traum.

Das ist nicht so leicht zu durchschauen. Und kennst du die ganze Wahrheit darüber?
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