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  1. Buddhaland Forum
  2. 2dA

Posts by 2dA

  • Was zu überwinden ist: Haben-wollen

    • 2dA
    • July 31, 2011 at 5:10 PM

    "Erkennt er nun mit dem Gedenken ein Ding, so verfolgt er nicht die an­genehmen Dinge und verabscheut nicht die unangenehmen, gewärtig des Wesens der Körperlichkeit verweilt er unbeschränkten Gemütes und ge­denkt, der Wahrheit gemäß, jener Gemüterlösung, Weisheiterlösung, wo seine bösen, schlechten Ei­genschaften sich restlos auflösen. So hat er sich von Befriedigung und Unbe­friedigung losgelöst, und was für ein Gefühl er auch fühlt, ein freudiges oder leidiges oder weder freudig noch leidiges, dieses Ge­fühl hegt er nicht und pflegt er nicht und klammert sich nicht daran. Wäh­rend er das Gefühl nicht hegt und nicht pflegt und sich nicht daran klammert löst jenes Genügehaben bei den Gefühlen sich auf. Durch Auflösung jenes Genügens wird Anhangen aufgelöst, durch Auflösung des Anhangens wird Werden aufgelöst, durch Auflösung des Wer­dens wird Geburt aufgelöst, durch Auflösung der Geburt wird Alter und Tod aufgelöst, Schmerz und Jammer, Leiden, Trübsal, Verzweiflung gehn zugrunde: also kommt dieses gesamten Leidensstückes Auflösung zustande."

    M 38 http://www.palikanon.com/majjhima/ken/m038.htm

  • Was zu überwinden ist: Haben-wollen

    • 2dA
    • July 31, 2011 at 4:58 PM

    "Vier Arten der Nahrung, ihr Mönche, sind für die Wesen vorhanden, den ent­standenen zur Erhaltung, den entstehenden zur Entwickelung; welche vier? Körperbildende Nahrung, grob oder fein, zweitens Berührung, drittens geistiges Innewerden, viertens Bewußtsein. Und wo, ihr Mönche, wurzeln diese vier Arten der Nahrung, woraus entspringen sie, woraus entstehn sie, woraus erwachsen sie? Diese vier Arten der Nahrung wurzeln im Durst, ent­springen aus dem Durst, entstehn aus dem Durst, erwachsen aus dem Durst. Und wo, ihr Mönche, wurzelt dieser Durst, woraus entspringt er, woraus entsteht er, woraus erwächst er? Der Durst wurzelt im Gefühl, entspringt aus dem Gefühl, entsteht aus dem Ge­fühl, erwächst aus dem Gefühl. Und wo, ihr Mönche, wurzelt dieses Gefühl, wo­raus entspringt es, woraus entsteht es, woraus erwächst es? Das Gefühl wurzelt in der Berührung, entspringt aus der Berührung, entsteht aus der Berührung, er­wächst aus der Berührung. Und wo, ihr Mönche, wurzelt diese Berührung, wo­raus ent­springt sie, woraus entsteht sie, woraus erwächst sie? Die Berührung wur­zelt im sechsfachen Reich[1], entspringt aus dem sechsfachen Reich, entsteht aus dem sechsfachen Reich, erwächst aus dem sechsfachen Reich. Und wo, ihr Mönche, wurzelt dieses sechsfache Reich, woraus entspringt es, woraus entsteht es, woraus erwächst es? Das sechsfache Reich wurzelt in Bild und Begriff, ent­springt aus Bild und Begriff, entsteht aus Bild und Begriff, er­wächst aus Bild und Begriff. Und wo, ihr Mönche, wurzelt dies Bild und Be­griff, woraus ent­springt es, woraus entsteht es, woraus erwächst es? Bild und Begriff wurzelt im Bewußtsein, entspringt aus dem Bewußtsein, entsteht aus dem Bewußtsein, erwächst aus dem Bewußtsein. Und wo, ihr Mönche, wur­zelt dieses Bewußtsein, woraus entspringt es, woraus entsteht es, woraus er­wächst es? Das Bewußtsein wurzelt in den Unterscheidungen, entspringt aus den Unterschei­dungen, entsteht aus den Unterscheidungen, erwächst aus den Unterscheidungen. Und wo, ihr Mön­che, wurzeln diese Unterschei­dungen, woraus entspringen sie, woraus entstehn sie, woraus erwachsen sie? Die Unterscheidungen wurzeln im Unwissen, ent­springen aus dem Unwissen, entstehn aus dem Unwissen, erwachsen aus dem Un­wissen. So sind denn, ihr Mönche, durch Unwissen bedingt Unter­scheidungen, ist durch Unterschei­dungen bedingt Bewußtsein, durch Bewußtsein bedingt Bild und Begriff, durch Bild und Begriff bedingt sechsfaches Reich, durch sechsfaches Reich bedingt Berührung, durch Berührung bedingt Gefühl, durch Gefühl bedingt Durst, durch Durst bedingt Anhangen, durch Anhangen be­dingt Werden, durch Werden bedingt Geburt, durch Geburt bedingt gehn Alter und Tod, Schmerz und Jammer, Leiden, Trübsal, Verzweiflung hervor: also kommt die­ses gesamten Leidensstückes Entwicklung zustande."

    M 38

    [1]sehen, hören, riechen, schmecken, tasten, denken.

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 31, 2011 at 8:25 AM
    Quote from TMingyur


    Richtig, Aufgrund von Einsicht, was richtig und falsch ist, ist er in der Lage selbst zu entscheiden, wer wahr spricht und wer nicht, und also bildet er seine Urteile und weiß was abzulehnen ist und was anzunehmen ist.


    Genau. Die Laufbahn eines Hamsterrads ist end- und anfangslos.

    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 30, 2011 at 5:21 PM
    Quote from Hanzze

    Ich denke auch hier kann man Entsagen *schmunzel*


    Aha. Keine "schöne Worte". ;)

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 30, 2011 at 5:20 PM

    Lehrreden Buddha's sollte man auch im geschichtlichen Kontext verstehen. Ein Beispiel - das Töten. Sicher gehörte das Quälen und Töten von Mensch und Tier vor 2,5 Tausend Jahren zu den üblichen Verhaltensweisen, Religionsstifter bzw. Buddha haben ethisches Verhalten erklären, definieren müssen, gegen die in der Gesellschaft etablierte Ignoranz ankämpfen müssen. Ein Mensch, der sich heutzutage und unter den üblichen Bedingungen in unserer Gesellschaft erst sich selbst vorhalten muss, dass er nicht töten soll, oder - wie du aufgeführt hast - sich dazu auf der Denkebene durchringen soll Ausländer nicht auszugrenzen, ist eher selten anzutreffen. Er weiß, dass er das nicht tun will. Es ist seine Entscheidung, kein Befolgen von Urteilen oder Anweisungen anderer.

    Im Kontext der Lehre bedeutet das u. a., dass es durchaus eine innere Ausrichtung gibt, die keiner intellektuellen Vorlage bedarf.

    LG

  • Viel der Feinde - Metta bedeutet Wohlwollen

    • 2dA
    • July 30, 2011 at 10:15 AM
    Quote from Hanzze

    Hast du dich mit dem Text beschäftigt? Sicher ist es gut, sich auch mit den Eindrücken zu beschäftigen, sie sind nur oft sehr hinderlich. *schmunzel*


    Genau. Zu viele schöne Worte.

    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 30, 2011 at 9:35 AM
    Quote from TMingyur

    Die "Ablehnung" um die es im Kontext dieser Kommunikation geht ist eine entschiedene innere Abkehr von Falschem, welches auf dem Weg zur Befreiung hinderlich ist.

    Quote from TMingyur

    Diese "Ablehnung" beinhaltet Falsches nicht zu praktizieren, Falsches klar als Falsches zu erkennen, Falsches auch so zu benennen und Gegenmaßnahmen gegen Falsches zu ergreifen.


    Falsches zu definieren ist die Kapitulation vor dem urteilenden Denken. Dort, wo durch das Weglassen einer solchen Herangehensweise Einsicht entstehen kann, zeigen wir immer noch mit dem Finger auf vermeintliche Objekte und urteilen über sie anhand ihrer Nutzbarkeit für uns - und das gilt auch für spirituelle Werte -; andere Kriterien können sich im verblendeten Geist gar nicht ergeben. Und genau dieser verblendete Geist werden wir bis zur Befreiung bleiben.

    LG

  • Viel der Feinde - Metta bedeutet Wohlwollen

    • 2dA
    • July 29, 2011 at 10:15 PM
    Quote from Hanzze
    Quote

    Metta bedeutet Wohlwollen


    Ich finde es geradezu lustig nachdem man sich nachmittags mit Forum-Hickhack beschäftigt hat, abends ein Wohlwollen-Aushängeschild reinzustellen.

    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 29, 2011 at 8:58 PM
    Quote from TMingyur

    der Gültigkeit des Begriffes "Ablehnung" bedarf es hier wohl einer Definition ... Gültigkeit ist hier wohl nicht so eindeutig wie beim Begriff "Apfel"

    Quote from TMingyur

    Die Bezeichnung "Synonym" ergibt sich aus dem Sprachgebrauch und der Vielzahl von Kontexten in denen sinnverwandte Wörter angewandt werden.
    Ein "Synonym" ist aber nicht notwendigerweise in jedem Kontext ein Synonym.


    Ich habe m.W. die konventionelle Version geliefert. Vielleicht kannst du uns deine eigene Definition der "Ablehnung" mitteilen, sowie durch welches Sprachverständnis sie entstanden ist, durch welche Assoziationen und Schlüße. Vielleicht ist deine Ansicht auch sehr originell, wer weiß.

    8)
    LG

  • Neutrale Gefühle - verloren im Matsch

    • 2dA
    • July 29, 2011 at 5:35 PM

    dukkha...

    8)

  • Neutrale Gefühle - verloren im Matsch

    • 2dA
    • July 29, 2011 at 5:27 PM

    Was ist "Matsch"? Hat er auch einen buddhistischen Namen?

    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 29, 2011 at 4:53 PM
    Quote from TMingyur

    Du hast versucht mittels Wörterbuch die Nichtunterscheidbarkeit von Ablehnen und Emotion zu belegen. Also habe ich reingesehen und keine gefunden. Aber vielleicht habe ich dich falsch verstanden.

    Quote from TMingyur

    Natürlich kann man dann sagen: du hast keine gefunden, weil sie nichtunterscheidbar ist. Aber mit diesem Argument kann ich dann jeden Begiff für alles verwenden, ich kann jedem Begriff willkürlich eine Bedeutung andichten und wenn ein anderer diese Bedeutung nicht findet, dann sage ich "weil sie nicht unterscheibar ist".


    Das würde bedeuten, dass du den Synonymen für "Ablehnung" wie "Missbilligung, Negierung, Abwehr, Abweisung" usw. ihren Status als Bezeichnungen der Störgefühle bzw. deren Folgen aberkennst..

    Quote from TMingyur

    Es ging ja nicht um ein Ziel, sondern um eine Methode. Auf dem Weg zu Gleichmut ist Ablehnen des Falschen eine zweckdienliche Methode.

    Quote from TMingyur
    Quote from 2dA

    Eigentlich geht es darum, dass das Ablehnen u.U. durchaus einen Sinn haben kann und dein Richtig-Falsch-Konzept relativ ist.


    Da ich es immer auf einen Kontext beziehe, ergibt sich daraus bereits die Relativität.


    Demzufolge wäre "das Falsche" ebenfalls relativ und kein echter Wegweiser...

    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 29, 2011 at 9:06 AM
    Quote from TMingyur
    Quote from 2dA

    http://www.duden.de/suchen/dudenonline/ablehnen


    Ich kann da keine Emotion erkennen


    Du suchst welche - im Wörterbuch?

    Quote from TMingyur
    Quote from 2dA

    M 152:
    "Weiter sodann, Anando, hat ein Mönch mit dem Geiste ein Ding gedacht und wird angenehm bewegt, wird unangenehm bewegt, wird angenehm und unangenehm bewegt. Und er erkennt: 'Bewegt worden bin ich da angenehm, bewegt worden unangenehm, bewegt worden angenehm und unangenehm: das aber ist zusammengesetzt, ist grob geartet, bedingt entstanden; es gibt eine Ruhe, es gibt ein Ziel, und zwar den Gleichmut."


    Und was hat das mit Ablehnen zu tun?


    Immer schön das Ziel vor Augen haben: den Gleichmut.

    8)
    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 28, 2011 at 10:53 PM
    Quote from TMingyur

    Die Lehre Buddhas ablehnen und Sinnesfreuden herbeisehen ist falsch - im Kontext des Weges.


    Relativ. Im Kontext des Weges eines Depressiven kann u.a. anhand seiner "selbstbezogenen" Wahrnehmung jede Art von Spiritualität zu psychischen Abhängigkeiten bzw. zum Abgleiten in psychotische Zustände führen, während für ihn die Möglichkeit der Sinnlichkeit Stabilisierung seiner Lage bedeuten kann, die ihn letztendlich empfänglich für weiteres macht.

    Quote from TMingyur

    Aha ... vielleicht ist "Ablehnung" für dich nicht unterscheidbar von einem "emotionalen" Zustand ? ... für mich schon. Also bzgl.


    Nein, ist nicht unterscheidbar. Über "Rechtes", mit keiner Emotion behaftetes Greifen oder Abwehren steht nirgendwo etwas geschrieben und genau in dem Kontext wird mehrheitlich das 'Ablehnen' verstanden:

    http://www.duden.de/suchen/dudenonline/ablehnen

    M 152:
    "Weiter sodann, Anando, hat ein Mönch mit dem Geiste ein Ding gedacht und wird angenehm bewegt, wird unangenehm bewegt, wird angenehm und unangenehm bewegt. Und er erkennt: 'Bewegt worden bin ich da angenehm, bewegt worden unangenehm, bewegt worden angenehm und unangenehm: das aber ist zusammengesetzt, ist grob geartet, bedingt entstanden; es gibt eine Ruhe, es gibt ein Ziel, und zwar den Gleichmut."

    Quote

    Andere Menschen anderer Nataionalität ablehnen und deren Abschiebung herbeisehnen ist falsch - im Kontext des Weges als auch im Kontext humanistischer Anschauungen.


    Genauso "falsch" wäre Menschen anderer Nationalität herbeizusehnen und deren Ausgrenzung abzulehnen, und letztendlich darum kann es auch keine von diesen 4 Möglichkeiten auf dem Pfad ergeben, weil Objekte... usw. ..
    M 152.

    Quote from TMingyur

    der Gültigkeit des Begriffes "Ablehnung" bedarf es hier wohl einer Definition ... Gültigkeit ist hier wohl nicht so eindeutig wie beim Begriff "Apfel"


    Weltweit gibt es mehrere Tausend Apfelsorten.

    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 28, 2011 at 8:27 PM
    Quote from Dassana

    Ich sage zu Deinem Ablehnen eben Entsagen,okay? :D


    Ich sage dazu "Anderes tun".

    :D
    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 28, 2011 at 8:24 PM
    Quote from Hanzze

    Gerade beim Entsagen zeigt sich doch oft das gespaltene Bhikkhu/Laien-Herz. Wo es für den Laien oft zu einer Qual wird, da es sich kaum mit der Lebensweise vereinbaren lässt und oft zu ethischen Kunstbauwerken führt ist es für den Hauslosen ein ganz klare Sache, die nur nicht aus den Augen verloren werden darf. Der Wille, oder besser die Erkenntnis des Entsagens führt ja letztlich zu dem "alternativen" Weg.


    Oder man nennt es eine "Entscheidung".

    LG

  • Ist mit Entsagen Ablehnen gemeint?

    • 2dA
    • July 28, 2011 at 8:18 PM
    Quote from TMingyur


    Ablehnen kann auch Weisheit sein, wenn's sich aufs richtige Objekt bezieht.

    Ablehnen ist erst mal nur Ablehnen. Nichts schlechtes, wenn das falsche abgelehnt wird.


    Richtig. Richtig und Falsch, Ablehnen und Herbeisehnen. Was soll daran falsch sein?

    Quote

    Man muss da keine "Emotionen" reinprojizieren in das Wort.


    In eine mit Gültigkeit im Sprachgebrauch versehene Emotion muss auch keine weiter hineiprojiziert werden.
    Buddha's Lehre scheint sehr einfach zu sein.

    LG

  • Neutrale Gefühle - verloren im Matsch

    • 2dA
    • July 28, 2011 at 7:52 AM
    Quote from TMingyur

    Es gibt die Unterscheidung zwischen weltlichen und nicht-weltlichen neutralen Gefühle. Erstere hängen von Sinnesobjekten ab (inkl. den Objekten des Hirnbewußtseins also Gedanken), letztere resultieren aus Entsagung.


    Entsagung ist der Gegenpol zur Bejahung, demnach steht auf der einen Seite der Hedonist, auf der anderen der Ideologe der eigenen Entsagung. Wo ist Gleichmut?

    LG

  • Vernichtungswahn versus Ewigkeitswahn

    • 2dA
    • July 26, 2011 at 11:25 PM
    Quote from Nerd

    Unwissenheitswahn, Lager contra Wissen. Bedingtes Enstehen! betrifft alle weiteren Unterscheidungen.

    :idea::arrow:

    Quote

    "Er zeigt durch's erste Wort, daß es nichts Ew'ges gibt,
    Durchs spät're Wort Aufhebung des Vernichtungswahns,
    Durch beide aber zeigt er das Gesetz.
     
    "Durchs erste Wort" besagt: durch das die Vereinigung der Bedingungen andeutende Wort 'bedingt' (paticca) zeigt er (der Buddha), daß wegen der Abhängigkeit der entstehenden Dinge von der Vereinigung der Bedingungen für sie die verschiedenen Ewigkeitslehren u. dgl. nicht zutreffen, wie z. B. der Glaube an Ewigkeit (von Ich, Welt usw. sassata-vada) oder Ursachlosigkeit (ahetuka-vada) oder an verkehrte Ursachen (Urstoff, Atom, Zeit usw.) oder an ein allmächtiges Wesen (vasavatti-vada). Wozu sollten auch die ewig oder ohne Ursache usw. ablaufenden Dinge ein Zusammenwirken von Bedingungen nötig haben?
     
    "Durchs spät're Wort" besagt: durch das das Entstehen der Dinge andeutende Wort 'Entstehung' (samuppada) lehrt der Buddha, daß wegen des Entstehens der Erscheinungen und durch die Zusammenwirkung von Bedingungen der Vernichtungsglaube usw. ausgeschlossen wird, nämlich der Glaube an einen Zerstörer, an Vernichtung (uccheda-vada), an Nichtsein (natthika-vada) oder an die Wirkungslosigkeit der Taten (akiriya-vada). Wie könnte auch wohl hinsichtlich der durch jedesmal frühere Bedingungen immer wieder neu entstehenden Dinge der Glaube an Vernichtung, an Nichtsein oder an die Wirkungslosigkeit der Taten aufsteigen?
     
    "Durch beide Worte" aber besagt: durch den vollständigen Begriff 'Bedingte Entstehung'. Weil nämlich ohne Unterbrechung der Kontinuität der jedesmaligen Verbindung von Bedingungen jedesmal die Dinge zum Entstehen kommen, so zeigt er durch die Bedingte Entstehung den mittleren Pfad, die rechte Methode, d.i. die Überwindung solcher Ansichten wie: 'Ein und derselbe ist es, der die Tat vollbringt und die Früchte der Tat erntet'; oder 'Ein anderer ist es, der die Tat vollbringt, ein anderer der die Früchte der Tat erntet'; ferner, daß man an volkstümliche Ausdrucksweisen (,Ich', 'Persönlichkeit', 'Mensch' usw.) sich zwar nicht anklammern, aber doch nicht die konventionellen Bezeichnungen verwerfen solle (vgl. M. 139).
    Dies nun ist vorerst die bloße Erklärung des Wortes 'Paticcasamuppada'."

    Vis. XVII

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    "Durch beide aber zeigt er das Gesetz."

    Demnach - Vernichtungswahn & Ewigkeitswahn - nicht zu unterscheiden

    Quote

    A.III. 14 Der Gesetzeskönig

    »Selbst der Weltherrscher, ihr Mönche, der gerechte Gesetzeskönig, (*1) auch er lenkt sein Reich nicht ohne einen Mitherrscher (*2)«. -

    Auf diese Worte sprach einer der Mönche also zum Erhabenen: »Wer aber, o Herr, ist der Mitherrscher des Weltherrschers, des gerechten Gesetzeskönigs?« -

    »Das Gesetz, (*3) o Mönch!« sprach der Erhabene. »Da, o Mönch, stützt sich der Weltherrscher, der gerechte Gesetzeskönig, eben auf das Gesetz; das Gesetz ehrt er, das Gesetz hält er wert, dem Gesetze huldigt er; und das Gesetz zum Banner, das Gesetz zur Flagge, das Gesetz zum Führer habend, gewährt er gerechten Beistand, Schutz und Schirm seinem Volke: den Adligen und den ihm Ergebenen, seiner Heeresmacht, den Brahmanen und Bürgern, den Stadt- und Landbewohnern, den Asketen und Priestern, den Tieren und Vögeln. Dieser Weltherrscher aber, der gerechte Gesetzeskönig, er lenkt, auf das Gesetz gestützt..., sein Reich, eben mit Hilfe des Gesetzes. Und dieses Reich vermag kein menschliches Geschöpf, kein feindliches Wesen zu stürzen.

    Ebenso nun auch, o Mönch, stützt sich der Vollendete, Heilige, vollkommen Erleuchtete, der gerechte Gesetzeskönig, eben auf das Gesetz; (*4) das Gesetz ehrt er, das Gesetz hält er wert, dem Gesetz huldigt er; und das Gesetz zum Banner, das Gesetz zur Flagge, das Gesetz zum Führer habend, gewährt er gerechten Beistand, Schutz und Schirm dem Wirken in Taten, Worten und Gedanken, indem er also lehrt: 'Solches Wirken in Taten, Worten und Gedanken hat man zu üben; solches Wirken in Taten, Worten und Gedanken hat man nicht zu üben!' Jener Vollendete aber, der Heilige, vollkommen Erleuchtete, der gerechte Gesetzeskönig, er lenkt, auf das Gesetz gestützt..., das höchste Reich der Wahrheit, (*5) eben mit Hilfe des Gesetzes. Und dieses Reich vermag kein Asket oder Priester, kein Himmelswesen, Gott oder Teufel, noch irgendeiner in der Welt zu stürzen.«

    (*1) Yo pi so bhikkhave rājā cakkavattī dhammiko dhammarājā.

    (*2) ChS: so pi na (statt PTS: nāma) arājakam cakkam vattetī'ti.

    K: Er kann die Herrschaft nicht ausüben ohne einen anderen Vizekönig (nissaya-rājā).

    (*3) dhammo. Die Wiedergabe mit 'Gesetz' ist ein Notbehelf, um die zwei verschiedenen Bedeutungsnuancen des Begriffs dhamma zu erfassen, die hier zutreffen.

    Mit Bezug auf den Weltherrscher (cakkavattī; s. A.II.53) bedeutet dhamma: die sittliche Weltordnung als Quelle der Rechtsgrundsätze und Grundlage einer gerechten, gesetzlichen, d.h. nicht willkürlichen Staatslenkung.

    In diesem Sinne auch vorher: dhammiko 'rechtlich', dhammarājā, 'Gesetzeskönig'. Vgl. im Skr. dharmasāstra, 'Gesetzbuch', 'Rechtswissenschaft'. -

    K verweist auf die 10 'heilsamen Wirkensfährten' (kusala-kammapatha; s. Wtb) als Inbegriff des hier gemeinten dhamma.

    (*4) Hier bedeutet dhamma die Gesetzmäßigkeit, die sowohl die Welt wie auch die Befreiung von ihr regiert und den Inhalt der Buddha-Lehre (dhamma) bildet.

    K: »Der neunfache überweltliche (lokuttara) Dhamma«, der als Gipfelpunkt des Buddha-Dhamma die zweite 'Zuflucht' und das zweite 'Kleinod' des Buddhisten bildet.

    (*5) dhammen'eva anuttaram dhammacakkam pavatteti.

    K: Er weiß nicht, daß das Unterbewußtsein in dieser Weise von den hinzukommenden Befleckungen verunreinigt oder auch frei sein kann.

    Display More

    LG

  • Liebe Deine Feinde

    • 2dA
    • July 26, 2011 at 10:32 PM
    Quote from Aquariuz

    Wenn ich diese konzeptuelle, 'gültige' Meinung übertrage ist auch alles mit dem Tod vorbei. (und Punkt)


    Sicher. Das Eine wird abgelehnt, das Andere herbeigesehnt. Vostellungen nennen wir Erfahrungswerte mit Gültigkeit.
    Verfalldatum unbekannt.

    paticca-samuppāda hin oder her.

    LG

  • Liebe Deine Feinde

    • 2dA
    • July 26, 2011 at 9:05 PM
    Quote from TMingyur

    Auch wenn's "nur" Konzepte sind so sind sie doch gültige Konzepte.


    Was vestehst du unter Gültigkeit?

    LG

  • Liebe Deine Feinde

    • 2dA
    • July 26, 2011 at 8:54 PM

    Denkst du jemand würde dir "schaden", hast du den 8fachPfad verfehlt. Natürlich sind "jemandem zu schaden" oder "jemandem gutes zu tun" ebenfalls "nur" Konzepte.

  • Wir sind keine Mönche

    • 2dA
    • July 25, 2011 at 10:21 PM
    Quote from crazy-dragon

    - ausschlaggebend ist das ernsthafte Bemühen.


    Damit kommst du aber im Zen nicht weit, du musst Nur-Sitzen. :idea:

  • Wir sind keine Mönche

    • 2dA
    • July 25, 2011 at 7:15 PM
    Quote from Kusala
    Quote from 2dA

    Muss Nerd?


    Nein muss er nicht. Kann er auch nicht.


    Ja. Er kann nicht, weil er moderiert wird und seine Antwort von heute Mittag nicht "genehmigt" wurde.
    Wenn du Antworten deiner Gesprächspartner zensierst oder zensieren lässt, wirst du sicher Recht behalten dürfen.

    LG

  • Mitgefühl auch für Mörder?

    • 2dA
    • July 25, 2011 at 4:21 PM
    Quote from fotost

    Für mich ist der zentrale Inhalt der buddhistischen Lehre die Überwindung des Leid(en)s. Kann man etwas entschiedener ablehnen, als es zu überwinden? Die Taten des Mörders sind für mich auf jeden Fall abzulehnen.


    Es kommt darauf an, was du unter "Ablehnung" verstehst.
    Überwindung und Ablehnung sind keine Synonyme.

    LG

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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