Mein unerwartetes Resultat ist, dass ich mit Menschen sofort Kontakt habe und ich befangen werde, wenn der mir gegenüber mich nicht versteht, weil er seinen Status gewahrt haben möchte.
Maha Vagga Der Große Abschnitt
2. Die Erzählung vom Ziegenhirt
4. Nachdem sieben Tage vergangen waren, erhob sich der Erhabene aus der Versenkung und ging vom Fuß des Bodhibaumes zum Feigenbaum namens „Ziegenhirt“ [7] . Dort angekommen, saß er am Fuß des Feigenbaumes „Ziegenhirt“ sieben Tage mit verschränkten Beinen und erlebte das Glück der Erlösung.
Da kam ein gewisser mürrischer [8] Flechten-Asket zum Erhabenen. Sie begrüßten sich freundlich und nachdem sie freundliche und höfliche Worte ausgetauscht hatten, stellte er sich seitlich hin. Seitwärts stehend sprach jener Brahmane zum Erhabenen: „In wie weit, Freund Gotama, ist man Brahmane? Welche Eigenschaften zeichnen einen Brahmanen aus?“
Als nun der Erhabene diesen Sachverhalt durchschaut hatte, sprach er zu jener Zeit diesen Merksatz:
„Der Brahmane, der sich fernhält von unheilsamen Dingen,
der nicht überheblich [9] , frei von Einflüssen, selbstbeherrscht ist,
der höchste Weisheit [10] erreichte, den Reinheitswandel beherrscht,
wegen dieser Dinge nennt man einen Brahmanen Brahmane,
Überheblichkeit hat er gar nicht. – Nirgends in der Welt.“