Wenn es dir nicht entspricht: Es gibt ja genug andere Methoden und auch genug buddh. Schulen, wo man das nicht praktiziert.
Ich finde ja, im Leben sollte man sich mit dem Leben beschäftigen, das mit dem Verwesen wird schon nach dem Tod klappen, ganz ohne meine Mithilfe. Da bin ich ganz optimistisch. Ich finde es interessanter, zu schaun, wie das Leben sich jetzt wandelt.
Ansonsten hat man auch dazu auf Friedhöfen den Leichen beim Verwesen zugesehn. (Und danach aus den Resten Musikinstrumente gemacht). Das ist heutzutage hier eher schwierig.
Posts by Daoist
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Der Weg braucht keine Übung. Lasst nur keine Verunreinigung zu. Was ist mit Verunreinigungen gemeint? Die Unterscheidung zwischen Leben und Tod, Plänen und Absichten, all dies sind Verunreinigungen. Wenn ihr unseren Weg verstehen wollt, so müsst ihr wissen: Das gewöhnliche Bewusstsein ist der Weg. Was ist es, das das gewöhnliche Bewusstsein genannt wird? Es ist, ohne Pläne und Absichten zu sein, ohne Unterscheidungen zwischen Richtig und Falsch, ohne Auswählen oder Ablehnen, es ist weder profan noch heilig.
Daher heißt es in der Schrift: „Weder die Handlungsweise der gewöhnlichen Menschen noch die Handlungsweise der Heiligen, das ist die Handlungsweise der Bodhisattvas.“
In jedem Moment, beim Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen, ständig den jeweiligen Umständen zu entsprechen, allein das ist der Weg. Der Weg ist identisch mit der Dharma-Welt, dem ganzen Universum. Vollbrächte man auch noch so viele Wunder, wie es Sandkörner am Flussufer gibt, so könnte man doch nicht aus dieser Welt des Dharma hinaustreten. Wenn dies nicht so wäre, wie könnte man dann von der Lehre, die auf dem Geist gründet, sprechen, wie könnte man von der nie erlöschenden Leuchte sprechen?[/lz]
aus: Mazu Daoyi / Dazhu Huihai, „Grundlegende Reden und Aufzeichnungen des Chan“ -
Da ist freilich die Frage, was "in engeren Sinn" bedeutet.
Für mich ist der Kōfuku-ji einfach eine Sehenswürdigkeit - etwas was viel Geschichte aber wenig Gegenwart hat. Mich erinnert das ein wenig an das Amt eines
ttituarbischofs in der katholischen Kirche- das ist ein Bischof der für ein untergegangenes Bistum ernannt wird. Man hat den Titel und das Erbe einer ruhmreiche Geschichte, aber kein Land und keine Gemeinde. Vielleicht ist die Situation in der Hossō-shū vergleichbar.
Wenn das 7 Mönche für das riesige Gelände sind, könnte man das schon so sehen.
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Um nochmal etwas zum Thema zurückzukommen...soweit ich die buddhistische Meditation verstanden habe geht es eigentlich nicht um spezielle Meditationserfahrung ..aber ich frag mich schon wenn man zunehmenden praktiziert muss doch irgendetwas passieren... woran sieht man seinen Fortschritt den eigentlich ???
Ich hab den Eindruck, das ist von Schule zu Schule verschieden.
So allgemein könnte man vielleicht sagen: Weniger Gedanken in der Meditation, weniger Anhaftung, irgendwann Wegfall des Ich-Empfindens.
Ansonsten sicher noch verschieden Aspekte. Im Theravada verschiedene Versenkungsstufen z.B. Im Vajrayana Visionen von der Meditations"gottheit". In verschiedenen Mahayana-Schulen (Ich glaube das ist auch ne Yogacara-Lehre) anhand der Bodhisattva-Stufen (bhūmi). Im Shin ein größeres Anvertrauen an Amida, das, was als Shinjin beschrieben wird. Im Zen vielleicht analog dessen, was in den Ochsenbildern beschrieben wird.
Aber sicher ist die Frage, inwieweit die Idee eines Fortschritts die Idee eines Ichs ist. Es ist ja eigentlich kein mehr, sondern eher ein weniger, hab ich den Eindruck.
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Das klingt jetzt nicht so ganz traditionell aber auch nicht so, dass man die Hossō-shū ganz für tot erklären könnte.
Da hab ich wohl zu sehr Wiki vertraut. Dort steht:
[lz]So ging die Hossō-shū im Zuge der historischen Entwicklung größtenteils in anderen Schulen auf. 1892 wurden Hōryū-ji, Kōfuku-ji und Yakushi-ji zu den drei Haupttempeln der Hossō-shū unter nur einem einzigen Abt erklärt. Die Anzahl der Zweigtempel belief sich zu dieser Zeit auf nur ca. 40.
Die Hossō-shū existiert gegenwärtig im strengen Sinn nicht mehr als eigenständige Schule.[/lz]
Da ist freilich die Frage, was "in engeren Sinn" bedeutet. -
Dann dürfte ja kein Religionswissenschaftler über Buddhismus schreiben. Und niemand, der nicht erwacht ist, über Erwachen.
Es gibt da aus meiner Sicht große Unterschiede: Wissenschaftler, die sich wirklich versuchen anhand der Texte hineinzudenken, und Wissenschaftler, die den Buddhismus dann eher aus ihrer (oft christlichen) Brille sehen. Und dann kann es noch sein, dass Begriffe in der Religionswissenschaft andere Bedeutungen haben, als in der Alltagswelt.
Aber das Buch hat bei Amazon nur eine Besprechung, und das ist ein Verriss. Von Khoury weiß ich nur, dass er vorwiegend über den Islam geschrieben hat, außer diesen hat er wohl noch eins über Gewalt in den Weltreligionen geschrieben. (Es ist ja eher verwunderlich, dass in einem Buch über die Weltreligionen Yogacara überhaupt erwähnt wird). -
In Khenpo Tsultrüms Gyamtso Rinpoche's "Stufenweise Meditationsfolge über Leerheit" gibt es auch ein Kapitel über Cittamatra (Yogacara).
https://www.buddhaland.de/attachment/279…vergriffen-pdf/
Der Thread dazu:
Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche - Stufenweise Meditationsfolge über Leerheit
Ansonsten gibt es z.B. noch Ben Conellys "Inside Vasubandhu's Yogacara: A Practitioner's Guide" (z.B. bei amazon für 12 Euro als ebook)
(Über selbiges Werk geht auch Kaup, Michael - Vasubandhu's Mind Only Verses, Glimpses
Ansonsten gibt es noch ein Werk aus der Hosso-Schule: Shun'ei Tagawa "Living Yogacara - An Introduction to Consciousness-Only Buddhism"
Ein paar links, die sich mit der Praxis der Yogacara beschäftigen. (englisch)
On Kamalashila's Bhavanakrama: The Practice of Meditation According To the Yogacara Tradition of Buddhism
Cleaning Out the Storehouse
Integrating Yogacara in Your Practice
Śamatha and Vipaśyanā in the Commentary on theŚarīrārthagāthā in the Cintāmayībhūmi
Zu Einflüssen von Yogacara auf die Nordschule des Zen:Yogācāra Influence on the Northern School of Chan Buddhism
Und zu Einflüssen auf den Huayen-Buddhismus (Kegon)
Deconstructing and Reconstructing Yogācāra: Ten Levels of Consciousness-only/One-mind in Huayan Buddhism -
Nur für die Anderen zur Info: der Satz geht dort so zu Ende
[lz]Während die Mittelweg Schule die betrachtende Meditation als Grundlage ihrer mystischen Einsichten ansieht, gründet die Lehre der Yogacara Schule auf der Erfahrung des Trancezustandes und dem Erlebnis der ekstatischen Versenkung. In der Versenkung verschwindet alles, auch Denkinhalte, es bleibt nur noch eines , ein absolutes Element , und das ist der Geist, das Denkvermögen, das reine Erkennen, das inhaltsleere Bewußtsein. Man nennt es auch Grundbewußtsein oder, im Hinblick auf seine Funktion, Speicherbewußtsein.
[/lz]Ich finde zumindest die Unterscheidung zwischen betrachtender Meditation (analytische Meditation) und Versenkung so falsch nicht. Die Worte Trance und ekstatisch sind aber sicher problematisch. Aber da muss man sicher auch genauer hinschauen.
Die drei Punkte einer Trance wären-eine hochfokussierte Konzentration auf einen Vorgang
-bei gleichzeitiger sehr tiefer Entspannung
-eine Ausschaltung des logisch-reflektierenden Verstandes
(Wiki)
Der Buddhismus kennt glaub ich auch dieses auch. Wenngleich er eben nicht nur das auf einen Punkt konzentrierte, sondern auch das offene weite kennt.
Inwieweit wird der Geist da wirklich als etwas absolutes gedacht? (Auch M.B. Schiekel spricht ja von absoluten Grundbewußtsein). Das wär ja IMHO bei der ursprünglichen Lehre des Buddhas nicht so (Da bedingen sich Körper und Geist). Es klingt mir alles sehr nach "Der Geist ist wahr, die Welt Illusion:" Das klingt dann schon fast wie Advaita Vedanta. -
Yogacara und Madhyamaka sind philosophische Systeme. Es geht da also um Theorie, nicht um Praxis. Es gibt daher auch keine spezielle Yogacara - Meditationspraxis oder Madhyamaka - Meditationspraxis.
Heisst es nicht deshalb nicht nur Vijnanavada, sondern auch Yogacara (Yoga-Weg) eben weil sie auch eine praktische Schule war? Das verwundert mich ein wenig.
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Nicht gelesen, aber scheinen gute zum Thema zu passen und machen einen guten Eindruck:
Tagawa Shun'ei - Living Yogacara: An Introduction to Consciousness-Only BuddhismDan Lusthaus - Buddhist Phenomenology: A Philosophical Investigation of Yogacara Buddhism and the Ch'eng Wei-shih Lun (Routledge Critical Studies in Buddhism)
Von letzteren findet man auch einiges anderes bei academia.edu
(PDF) What Is and Isn't Yogacara | Dan Lusthaus - Academia.edu
Und über Yogacara findet man da sehr viel. z.B. (leider kaum was über ihre Praxis)Jowita Kramer - Kategorien der Wirklichkeit im frühen Yogācāra
A. Von Rospatt - Impermanence and Time. The Contemplation of Impermanence (anityatā) in the Yogacara Tradition of Maitreya and Asanga
Moses Portado - A defense of Yogacara-Buddhism -
Gibt es Yogachara eigentlich nur noch als eine vergangene buddh. Schule? Oder gibt es sie noch als eigenständige Richtung? (Meines Wissens verschwand sie auch in Japan Anfang des 20. Jahrhunderts).
Sicher gibt es durchaus Einflüsse bei den Nyingmapas und im Zen und im Kegon, aber als eigenständige Schule scheint sie nicht überlebt zu haben.
(Vasubandhu gilt sowie im Zen als auch im Shin-Buddhismus als Patriarch).
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es zu mindest auf Englisch Übersetzungen von den wichtigsten Texten von Vasubhandu, Asanga, Dignāga. (Von letzteren hab ich in Erinnerung auch mal ein Buch in Deutsch gelesen zu haben. Ist aber eher was für Leute, die auch keine Schwierigkeiten mit westlicher Logik haben.)
Hier ne Zusammenfassung von Ideen der Yogachara auf englisch:
Basic ideas of Yogacara Buddhism
Und ganz kurz auf deutsch:
Buddhistische Schulen -
Ganz unbuddhistisch hilft es mir, bestimmte Dinge nicht im Haus zu haben. Dann braucht es keine Gelübde.
Aus gesundheitlichen Gründen (so man zu viel wiegt) empfehl ich zudem Intervallfasten. Einfach an zwei auseinanderliegenden Tagen pro Woche nichts (oder kaum was) essen. (Das ist die eine Variante. Eine andere Variante ist, jeden Tag nur an 8 Stunden am Tag etwas zu essen, die fände ich schwieriger). Ansonsten wo man es noch darf spazieren gehen mit genügend Abstand, ansonsten zu Hause Bewegungsübungen machen (Yoga, Tai Chi, Qi Gong, Feldenkrais etc.). Während der Zeit isst man auch nix.
Ob ich zur Zeit Nyung Neh empfehlen würde, ich weiß nicht. Ich hab gelesen, dass es gerade jetzt (aber sonst auch) wichtig ist, viel zu trinken (Wasser, Tee - da hat man auch weniger Hunger). Während man beim Nyung Neh alle zwei Tage ab dem Frühstück weder isst noch trinkt. -
Aber die Konsequenz könnte ja auch eine ganz andere sein: Etwas gerade deshalb wertschätzen, weil es sich wandelt, weil es vergänglich ist. Das macht doch die Lebendigkeit aus, dass sie nichts statisches ist, nichts dauerndes.
Die Schönheit der Haikus z.B. besteht doch gerade darin, dass sie einen kurzen Moment beschreiben, der gleich vorbei ist. -
Im Won-Buddhismus ist es übrigens Teil der Praxis.
[lz]Die Lehre der Tagebuchführung
1. Das Wesentliche der Lehre der Tagebuchführung
Die tägliche Tagebuchführung wurde eingeführt, damit ein jeder, ob Ordensleute oder Laien, Gescheite oder Törichte, bewusste und unbewusste Taten, das Stadium seines Lernens und eventuelle Verstöße gegen die Gebote des jeweiligen Tages überdenken kann.
Die periodische Tagebuchführung wurde bestimmt, damit Lernende, die in einer Studieneinrichtung oder einem Meditationszentrum eine Ausbildung erhalten, die Zahl der Arbeitsstunden, Ausgaben und Einnahmen, die Behandlung der Taten ihres Geistes und Körpers sowie ihre Erleuchtungen und Eindrücke vom jeweiligen Tage aufzeichnen können.
2. Die Lehre der täglichen Tagebuchführung
a. Im Umgang mit allen bewussten und unbewussten Taten sollte man die Zahl derjenigen, die auf bewusste Weise, und derjenigen, die auf unbewusste Weise behandelt wurden, ermittelt und aufzeichnen. „Bewusst“ nennen wir Taten, bei deren Ausführung man sorgfältig darauf
geachtet hat, was man tun sollte und was man lassen sollte. Taten, die ohne diese Achtsamkeit ausgeführt werden, nennen wir „unbewusst“. Zuerst berechnen wir die Zahl der achtsam ausgeführten Taten, unabhängig davon, ob sie gelungen oder nicht gelungen waren. Wenn man im Lernen weiter fortgeschritten ist, sollte man die Zahl der gelungenen und der misslungenen Taten berechnen.
b. In Bezug auf den Lernprozess sollte man die Zahl der Stunden aufzeichnen, die man mit den einzelnen Fächern von Läuterung und Erkenntnissuche verbracht hat. Außerdem sollte man in der Aufzeichnung gegenüberstellen, wie oft man Dharmasitzungen und Meditationsübungen beigewohnt hat.
c. In Bezug auf die Gebote sollte man in der Auszeichnung Verstöße und Einhaltungen gegenüberstellen, wobei die Zahl der Verstöße nach ihrer Art geordnet angeben werden sollten.
d. Für Personen, die des Schreibens unkundig oder im Abfassen von Schriftstücken ungeübt sind, haben wir die Methode des „Bohnenzählens“ eingeführt, wobei nur die bewusst und unbewusst ausgeführten Taten gegenübergestellt werden. Mit Achtsamkeit ausgeführte Taten werden mit weißen Bohnen vermerkt, Taten ohne Achtsamkeit mit schwarzen Bohnen. Auf diese Weise kann die Zahl der bewussten und unbewussten Taten berechnet werden.
3. Die Lehre der periodischen Tagebuchführung
a. Wir lassen über die Arbeitsstunden eines jeweiligen Tages Buch führen, weil von den 24 Stunden eines Tages diejenigen Stunden, die sinnvoll verbracht wurden, und diejenigen, die nutzlos verbracht wurden, gegenübergestellt werden sollen. Wenn es verschwendete Zeit gibt, soll damit erreicht werden, dass man dies in Zukunft zu vermeiden trachtet und keine noch kurze Zeit nutzlos verstreichen lässt.
b. Wir lassen die Ausgaben und Einnahmen eines jeweiligen Tages aufzeichnen, um bei fehlendem Einkommen Wege zum Geldverdienen zu finden und den Eifer um Einkommensbeschaffung zu stärken. Sind die Ausgaben zu hoch, sollte man sich soweit wie möglich um eine Reduzierung bemühen, auf dass Armut verhindert und ein Leben in Sicherheit erreicht wird, und auch Wohlhabende davon abgehalten werden, dem Fluch des
Müßiggangs zu verfallen.
c. Wir lassen die Behandlung des Einsatzes von Körper und Geist aufzeichnen, damit das richtige und falsche Handeln eines jeweiligen Tages beurteilt, Vergehen und Verdienste erkannt und Richtig und Falsch, Nutzen und Schaden deutlich gemacht werden. Auf diese Weise erreicht man bei jedem Handeln die Fähigkeit zur Ausführung.
d. Wir lassen Erleuchtungen und Eindrücke aufzeichnen, um den Grad des Verständnisses von Groß und Klein, Seiendem und Nicht-Seiendem vergleichen zu können.[/lz]
Quelle: Die Lehrschriften als Download - Won Buddhistisches Meditationszentrum -
Ebenso wenig, wie ich davon halte, den Buddhismus zu verwissenschaftlichen (die Gefahr seh ich bei Batchelor), alles unlogische auszuschließen, so unsinnig halte ich es auch, Ethik zu vermechanisieren. Denn das macht der Karma-Ansatz aus meiner Ansicht. Bei Ethik geht es nicht um Ursache-Wirkung (zumal ein Prinzip, dass in der Quantenphysik aufgegeben wurde), sondern darum in einer Situation angemessen zu handeln. Die große Gefahr, die ich bei dem Karma-Ansatz sehe, ist, dass er den Fokus von der Situation auf ein fiktives Individuum verschiebt. Zumal es aus meiner Sicht eh einer genauen Überprüfung nicht standhält. Es ist einfach nur der Traum, dass es in der Welt gesetzmäßig gerecht zugehen möge. Dem ist aber nicht so.
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Der Aufsatz hat viele gute Ansätze. Ich habe aber den Eindruck, dass er vorwiegend den Ansatz von Batchelor im Blick hat, während ich den Eindruck hab, es gibt viele verschiedene säkulare Ansätze, die mit Batchelor nicht unbedingt in Eins zu setzen sind (Sam Harris, Toni Packer, Independent Shin, - Nichiren, -Zen-Gruppen). Zudem finde ich etliche Ansätze bei Batchelor ja nachvollziehbar (Ablehnung von Karma und Wiedergeburt), nur seine Argumentation klingt dann doch fast so nach einen Urbuddhismus ohne Hindueinflüsse konstruieren, was ich eher seltsam finde.
Und die Argumentation vom Buddhismus als naturalistischer Mystik hinterfrag ich dann doch. Buddhismus ist mir eher auf den Geist bezogen (Geistestraining) als auf das Natürliche. (Da seh ich nur im Zen und Kegon kleine Ansätze davon. Und Kegon spielt (leider?) im Westen gar keine Rolle). Ob der Begriff der Mystik da so zutrifft, weiß ich auch nicht. Aber der ist eh ein wenig schwammig. (Zudem klingen säkular und Mystik wie Gegensatzpaare). -
Mal angenommen, man würde so etwas überhaupt annehmen.
Das Problem am Begriff Wiedergeburt ist doch aber, dass er aussagt, dass etwas wiedergeboren wird. Und dieser Eindruck wird verstärkt, wenn man vom x-ten Dalai Lama, Karmapa etc. spricht. Der Begriff scheint mir dann nicht der beste zu sein.
Wenn es keine individuelle Konstanz gibt, dann reichte es ja von Geburt zu sprechen (was Buddha auch meist getan hat).
Und bei denen, die glauben, es gäbe einen fortgesetzten Bewusstseinsstrom (was aus meiner Sicht auch atman wäre), sollten dann eher von Weitergeburt schreiben (wie es ja auch schon viele hier getan hat).
Oder man trennt die Worte: Es findet wieder eine Geburt statt. Dann hat das nichts Individuelles mehr. Es ist keine Abfolge von irgendwie zusammenhängenden Geburten.
Aber eigentlich sollte es hier um Karma gehen, nicht um Wiedergeburt. -
Da hab ich missverständlich geschrieben. Der Einsatz "Ähnliches gilt auch für Meditation." bezog sich auf das davorgehende. (War ein späterer Einschub).
Ohne ein Glaube an Karma und Reinkarnation ändert sich das Verhalten nicht; auch nicht die Anzahl der Stunden, die man auf dem Kissen verbringt; war, was ich meinte. (Obwohl es interessant ist, dass ich das tut, auch wenn ich das buddh. Ziel für nicht stimmig halte, aber es ist auch kein Geistestraining, vielleicht ist es nur nach außen ähnlich).
Der letzte Satz sollte sich aber eigentlich wieder auf den Karma/Wiedergeburtglauben beziehen. Es sind Konzepte, Geschichten, die aber nicht relevant für das Leben sind. Ebenso wie es auch bei einer Geschichte in einem Buch ist.
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Chai bedeutet erstmal nichts anderes als Tee.
Soweit reicht mein Russisch gerade noch. Es ist aber eine besondere Form, kommt glaub ich aus dem Grenzgebiet zur Mongolei. Es ist aber kein Gewürztee/Yogitee. Weiß nicht, ob sie einen besonderen Namen hat. Man ersetzt ja im Prinzip nur das Wasser durch Milch, und fügt den Tee schon beim Kochen hinzu.
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Ich bin da ziemlicher Purist. Bei Grüntee kommt bei mir gar nix rein. (Ist bei Kaffee aber nicht anders).
Bei Schwarztee gibt es zwei Ausnahmen, aber das läuft bei mir schon eher als Extragetränke. Einmal gibt es einen Chai, wo man einfach den Schwarztee in die Milch schmeißt und mit ihr aufkocht. Und für kalte Tage gibts ein Getränk mit schwarzen Tee (normal zubereitet) mit Rum, Milch und Honig. Sehr lecker. -
Vielleicht aber auch "Aufguss der erlangten Fadheit".
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Lass deinen Herz-Geist treiben im Faden (in dem was ohne Eigengeschmack ist)[/lz]
Zhuangzi
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In China wird zum Teil (so habe ich gelesen) der erste Aufguss weggeschüttet (Manchmal auch über die Kanne geschüttet), und erst der zweite getrunken. Den ersten Aufguss nennt man wohl "Aufguss für den Feind", den zweiten " Aufguss des guten Duftes", weitere Aufgüsse gelten als "Aufguss der langen Freundschaft".
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Mich interessiert ja da mehr das pragmatische. Nach meiner Beobachtung führt der Glauben an Karma und Wiedergeburt nicht zu einem besseren ethischen Handeln, von mir kann ich zumindest sagen, daß ich mich als ich diesen Glauben gefolgt bin, nicht ethisch besser mich verhalten habe, als jetzt, wo ich das für Unsinn halte und keiner normativen Ethik folge. Ähnliches gilt auch für Meditation. Sicher ist es ne interessante Beschäftigung für den Verstand (aber man genauso irgend ein Buch lesen), mehr aber auch nicht.
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Aber ist das Ziel in den Upanishaden nicht eher Moksha/Mukti - Befreiung als Siddhis? Ich seh den Hauptunterschied eher in einer Atman=Brahman Lehre auf der einen, und deren Ablehnung auf der anderen Seite.
Bis Ashoka gab es diese Abstinenz vom rituellen Dienst für den Staat sicher. Aber kam der spätere Buddhismus nicht doch wieder in einen rituellen Dienst am Gemeinwohl? Zumindest in China (ich glaube auch Japan) und ebenso in Tibet und der Mongolei scheint mir das dann doch wieder der Fall zu sein.Ansonsten ist Crowley vielleicht schon der Typus des individuellen Ritualmagiers. Aber er war vorher beim Golden Dawn, später im O.T.O. und schuf später den A∴A∴ Also da ging es schon noch um Ordensstrukturen. Und er betonte ja auch immer wieder, das "Du hast kein recht, außer deinen Willen zu tun. Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen." eben nicht bedeutet "Tu, was dir gefällt". Dein wahrer Wille kann dir oft gar nicht gefallen. So sein Ansatz. Aber sicher ist er individualistischer als traditionelle Religionen. Trotzdem noch stärker in Strukturen eingebettet als der normale New Ätscher. Aber es ist nicht mehr der Ansatz, den ein Schamane bei seinem Stamm hat. (Er hat übrigens auch das Tao Te King übersetzt und einer seiner besten Freunde war einer der ersten westlichen Theravada-Mönche).
Aber es ist die Frage, ob Buddha heutzutage noch diese strenge Ordensstruktur eines Bettelordens erschaffen würde, oder eher zeitgemäßere Strukturen. Aber das ist rein hypothetisch.