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  1. Buddhaland Forum
  2. Thorsten Hallscheidt

Posts by Thorsten Hallscheidt

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 7, 2025 at 4:53 PM
    Quote from Bebop

    Es ist nicht allzu schwer, wenn du mal solche Macht hast, zu verhindern, dass gegen dich ermittelt wird.

    *Schwurbel-di-Schwurbel*

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 7, 2025 at 3:44 PM
    Quote

    Man könnte vor allem auch den überall grassierenden Rechtspopulismus unter der Frage ansehen, was er dazu beiträgt, irgendwie den Beschluss, in die ökologische Katastrophe zu gehen, zu ertragen, in dem Fall durch systematische Selbstverrohung. Denn wenn er mit der menschlichen Würde und dem Selbstbild der meisten Menschen nicht vereinbar ist, dann muss entweder der Beschluss geändert werden – oder das Selbstbild. Schließlich gibt es in allen Religionen, allen Kulturen bestimmte Normen von Mitmenschlichkeit, Solidarität und Nächstenliebe, die einen Anspruch an das eigene Tun darstellen, der wiederum permanent unterlaufen wird.

    Der Rechtspopulismus bietet den Leuten eine menschenverachtende, gegenwartsgierige Ideologie an, die zur naturverachtenden, zukunftszynischen Praxis passt. Planetare Empathielosigkeit auf diese Weise politisch zu bejahen – für diese Ideologie müsste ein Name erst noch gefunden werden, Faschismus wäre vielleicht zu antiquiert. Jedenfalls gibt es gute Gründe für die Annahme, dass sich die rechte Drift nicht wirksam wird bekämpfen lassen, wenn der Beschluss, in die Katastrophe zu gehen, nicht revidiert wird.

    Quelle

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 6, 2025 at 6:40 PM
    Quote from Samadhi1876

    So liegt es nicht in meiner eigenen kleinen Macht

    Grosses und weit Entferntes Verändern zu können

    Die Welt, wie wir sie vorfinden, ist das Ergebnis von 8 Milliarden Einzelentscheidungen (Konsum, Wahl, soziale Entscheidungen, etc.). Selbst der größte und mächtigste Konzern der Welt kann einpacken, wenn keiner/keine seine Produkte kauft.


    Quote

    Eigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, habe sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben“

    Quelle

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 6, 2025 at 5:53 PM
    Quote from Bebop

    Das sind ALLES Bereiche, wo Geld fehlt.

    Um so wichtiger sind Steuern von Menschen, die etwas abgeben können. Ich habe gut geschlafen, danke.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 6, 2025 at 5:18 PM
    Quote from Bebop

    "Uns" heißt auch Steuerzahler, und uns wird definitiv was weggenommen, das ist ein Fakt und keine Frage von "Furcht"

    Dafür bekommen wir Straßen, Zugstrecken, die gesamte Infrastruktur, Schulen, Universitäten, wissenschaftliche Einrichtungen, ein funktionierendes Gemeinwesen, Institutionen, politische Einrichtungen, etc... Steuern kommen vielfach zurück, wie das, was wir aus Freigebigkeit weggeben, um eine vielfaches wieder zurückkommt. Geben-Können ist ein Privileg.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 6, 2025 at 3:24 PM

    Ich meine, wir können ja auch – statt zu befürchten, man könnte uns was wegnehmen – mal überlegen, wann es für uns vielleicht mal genug ist. Was Warmes und Trockenes zum Wohnen, sauberes Wasser, genug und gesundes Essen, Freunde und Freude am Leben zum Teilen mit anderen. Und Frieden! Es kann doch nicht sein, dass wir den armen Leuten, die aus Kriegsgebieten oder aus Gebieten, die durch Klimawandel oder Ausbeutung keine Zukunft mehr bieten, hierher flüchten müssen, das wenige neiden, das sie hier bekommen. Da muss man sich doch schämen! Wir sollten noch mehr Flüchtlinge aufnehmen und nicht mehr so viel Schaden anrichten durch unsere imperiale Lebensweise.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 6, 2025 at 3:06 PM

    Ich bin vor 56 Jahren in diese Welt, und per Zufall in diesen Wohlstand migriert... beizeiten werde ich sie wieder verlassen. Vielen Menschen geht es sehr schlecht. Je mehr Geld (und somit Kraft zur Veränderung) bei wenigen Menschen akkumuliert, desto weniger bleibt für den Rest. Das muss und sollte nicht sein. Es ist mehr als genug zum Teilen da.


    Billie Eilish redet Milliardären ins Gewissen - SRF News Videos - Play SRF
    Bei einer Veranstaltung des «The Wall Street Journal Magazine» rief die US-Sängerin Billie Eilish Milliardäre und Milliardärinnen wie Mark Zuckerberg zu mehr…
    www.srf.ch
  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 3, 2025 at 12:27 PM
    Quote from pano

    Wer auf Grundlage des Grundgesetzes konservativ sein möchte darf das gerne und dann gibt es Debattenfenster. Die AFD öffnet dieses aber nicht. Das ist ihre Entscheidung und liegt nicht in meiner Hand.

    Das Problem ist hier gerade, dass auch von den anderen Parteien, insbesondere von den wirtschaftsnahen Parteien das Grundgesetz sagen wir "flexibel" ausgelegt wird. Ich möchte nur das Pariser Klimaschutzabkommen nennen. Dass Politiker vor der Wahl etwas komplett anderes sagen als nach der Wahl, dass sie Wahl-Versprechen in vielen Fällen einfach nicht halten, dass bestimmte Skandale, Probleme, Ungereimtheiten auch nicht aufgeklärt werden (oder wenn, dann kaum Konsequenzen zeitigen) oder zumindest von unabhängigen Kommissionen untersucht, führt auch nicht gerade dazu, dass das Vertrauen in die Demokratie gestärkt wird, ja, man hat sich einfach auch schon daran gewöhnt und er wartet gar nichts anderes mehr. Und das ist schon massiv frustrierend.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 1, 2025 at 7:37 PM
    Quote from Michael Haardt

    Aristoteles sah Demokratie, also die zu wählen, die am Beliebtesten sind, als durchaus problematisch an

    Das ist ja nicht das Wesen der Demokratie. Ich wähle die Partei, von der ich glaube, dass sie meine Interessen, Ziele und Bedürfnisse berücksichtigt. Das klappt allerdings immer weniger, denn im globalen Kontext gibt es viel mehr Bedingungen als Spielräume für Richtungsentscheidungen, sodass sich Parteiprogramme immer seltener in reale Politik umwandeln lassen. Zudem sind die Zusammenhänge so komplex geworden, dass kleine Änderungen, zum Beispiel eines Gesetzes, weitreichende und kaum zu überblickende Auswirkungen haben. Das Wort von der Alternativlosigkeit der Politik ist leider zutreffender, als manche Leute wahrhaben wollen, die sich nach einer Alternative (für Deutschland) sehnen. Das ist kein Versagen der Politik – oder nicht nur –, sondern auch Zeichen einer strukturellen Schieflage globalen Niveaus. Merz führt die Politik von Scholz fort, nicht aus politischer Nähe, sondern aus Mangel an Optionen. Die AfD betreibt Augenwischerei, wenn sie behauptet, sie hätte Alternativen zu bieten.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 1, 2025 at 6:17 PM
    Quote from KarmaHausmeister

    Wer ernsthaft versucht, den buddhistischen Pfad zu gehen, tut das Gegenteil von dem, wie die AFD handelt und was sie fordert. Die AfD arbeitet mit Wut, Angst und Abgrenzung. Ein Buddhist kann deshalb nie ein AFD-Sympathisant sein!

    Ich habe mal einen guten Freund gefragt, warum er Buddhist geworden ist. Er antwortet: Weil ich's nötig habe. Das kann ich nur unterschreiben. Ich hab's auch nötig... Mich treiben oft Wut und Angst um, und ich grenze mich ab (z.B. von den der AfD) – nur eben aus einer anderen, aber letztlich leider ebenso verblendeten Perspektive. Demokratie heißt Dialog und die Suche nach einem Kompromiss auch mit unliebsamen Meinungen und den Menschen, die sie vertreten. Man kann nicht 27 Prozent der Menschen eines Landes unterstellen, sie wären dumm oder böse oder beides. Es gibt Umstände und Ursachen (das wissen wir Buddhisten am besten) für das Erstarken der Rechten. Welche?

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • December 1, 2025 at 6:07 PM

    AfD-Wähler wollen Leid vermeiden und Glück erlangen.

  • Kontrollverlust

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 25, 2025 at 10:25 AM

    Ich habe noch einen guten Vortrag gefunden, der dieses Thema ausführlich bespricht:

    https://muttodaya.org/mediathek/2013/13-07-20_ergreifen_als_weg_cattamalo.mp3

  • Kontrollverlust

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 24, 2025 at 12:54 PM
    Quote from Anna Panna-Sati

    Die Fähigkeit der (radikalen) Akzeptanz dessen, was nicht zu ändern ist, der (widerstandslosen) Annahme aller Gegebenheiten, auf dem Achtpfad zu entwickeln, wird - nach und nach - dazu führen, dass der "Irrsinn" sich irgendwann graduell verändert und schließlich verflüchtigt, auflöst.... :sunny:

    Ja, dieses "schrittweise" ist ein zentraler Punkt. Wo gibt es die Möglichkeit der Kontrolle, was bedeutet: Inwiefern habe ich Spielraum, mich für Heilsames zu entscheiden? Denn das Heilsame ist die Zuflucht, von der aus ich versuchen kann, das Nicht-Kontrollierbare zunehmend zu sehen und zu akzeptieren. An den Haaren aus dem Sumpf ziehen...

  • Kontrollverlust

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 21, 2025 at 11:00 AM
    Quote from Qualia

    anatta verwässern: Es gibt einen unvergänglichen, ungeborenen, alles erschaffenden Geist.

    Ja, genau, das ist so ein Konstrukt.

  • Kontrollverlust

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 21, 2025 at 8:42 AM

    Ich habe gemerkt, dass ein zentraler Punkt (zumindest für mich) das völlige Durchdringen und Anerkennen von Anicca ist. Solange ich auch nur unterbewusst davon ausgehe oder wünsche, dass etwas nicht veränderlich, nicht vergänglich ist, mir nicht wie Sand zwischen den Händen zerrinnen wird, ist der Versuch von Kontrolle da, denn Anhaftung oder Ablehnung sind Formen der Kontrolle oder des Wunsches danach. Die Ablehnung, die Angst vor der Möglichkeit von Unglück, großem und kleinem, von Krankheit, Krieg, Klimakatastrophe, Jobverlust, sich plötzlich anwendende Partner oder Freunde, Tod, Unfall, etc. bedeutet im Umkehrschluss Dukkha. Angst ist ein anderes Wort für das Geistesgift der Ablehnung.


    Wenn ich nun versuche, mir mit der buddhistischen Praxis einen "sicheren" Raum aus Meister, Sangha, Lehre und Ritualen zu schaffen, so ist das zumindest am Anfang auch eine Form der Abkehr von der "normalen" Welt, mit dem Ziel, dem Schrecken von Dukkha und Anicca zu entgehen. Eine Abkehr, oft aus Angst oder Frustration, ein Begehren nach Zuflucht und Sicherheit.


    In der Praxis wird aber irgendwann deutlich, dass der buddhistische Weg Anicca und Dukkha nicht beseitigen kann, im Gegenteil. Denn sie sind neben Anatta die zentralen Charakteristika der Grundfesten der Wirklichkeit, denen man nicht entkommen kann. Man nimmt also Zuflucht in ein System, um vielleicht etwas Schutz und Kontrolle gegenüber den disruptiven Eigenschaften der Vergänglichkeit zu finden, Schutz vor Dukkha, um dann zu erkennen, dass es keinen Schutz geben kann, solange Kontakt zur Wirklichkeit besteht, die von den fünf Skandha gebildet werden. Solange ich versuche, Glück oder Sicherheit oder Frieden in irgendeiner Weise auf den Skandha zu gründen – und sie sind die ganze Welt, mit allen Dingen, Gefühlen, Gedanken, Motivationen – werde ich immer wieder scheitern. In diesem Sinne ist die Welt hoffnungslos, denn Anicca ist nicht einfach nur „Unbeständigkeit“, sondern die Unmöglichkeit, irgendeinen Zustand zu stabilisieren.


    Aber es gibt einen Punkt, an dem diese vollkommene Hoffnungslosigkeit (m.E. ein anderes Wort für existenzielles, totales Loslassen oder Aufgeben oder Hingeben) umkippt – von einem Dagegen-Stemmen in ein Fließen: Der Kampf hört auf, der Versuch, sich gegen Anicca zu stellen, all das Streben, Eifern, Wollen, Schützen, Vorsorgen, Absichern, Planen, Festhalten etc. endet, und Ruhe kehrt ein. Die Wirklichkeit wird sehr klar und deutlich, und der Wunsch nach dauerhafter Sicherheit oder dauerhaftem Glück oder Frieden in der Welt verschwindet komplett, ohne Bedauern zurückzulassen. Nach ein paar Minuten geht der Irrsinn in alter Frische wieder los.

  • Wie meditiert ihr über Vergänglichkeit ? Habt ihr Tipps ?

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 15, 2025 at 9:01 AM

    Relevante Vergänglichkeit bemerke ich daran, dass ich bewusst oder unbewusst versuche, ihr auszuweichen, einen blinden Fleck an dieser Stelle habe oder sie nur theoretisch, nicht aber praktisch als Wirklichkeit akzeptieren kann. Relevante Vergänglichkeit nehme ich an den Geistesgiften wahr, die sie erzeugt, weil ich an diesem oder jenem anhafte oder dieses oder jenes ablehne.

  • Herz

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 14, 2025 at 11:05 AM

    Auf Zeichen achten, die das Herz verändern.

    Weich werden und friedlich.

    Den Weg einschlagen, der das Herz freundlich und friedlich macht.


    Hier ein Vortrag dazu.

  • Nichts erreichen vs. Disziplin und Ziele

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 11, 2025 at 10:04 AM

    Hier noch ein Kapitel aus einem Hörbuch mit Vorträgen von Ajahn Chah, das meiner Ansicht nach gut zu diesem Thema hier passt.

    https://muttodaya.org/mediathek/Ajahn_Chah-Erfahrbare_Freiheit/09_Bestaendige_Praxis-richtige_Praxis.mp3

  • Nichts erreichen vs. Disziplin und Ziele

    • Thorsten Hallscheidt
    • November 9, 2025 at 9:08 AM
    Quote from muk4455

    Wenn von meiner Existenz eh nichts übrig bleibt, dann kann ich doch einfach nur sein und überhaupt nichts erreichen?

    Ja, mach das doch. Aber wahrscheinlich ist es nicht so einfach, oder? Außerdem gibt es eine starke Strömung, eine innere Zwangslage, die immer irgendetwas will oder ablehnt, die befürchtet, etwas zu verlieren oder möchte, dass etwas anders ist als es ist. Alter, Krankheit und Tod in Bezug auf die eigene Person und in Bezug auf andere, machen es schwer, einfach nur zu sein oder nichts zu wollen, zumindest möchte ich ja nicht leiden, und ich möchte auch nicht, dass andere leiden. Nicht zu reden von all den anderen Dingen, von denen ich glaube, ich brauchte sie unbedingt und müsste die erreichen, um endlich mal "einfach nur sein zu können".


    Wie komme ich da raus? Der erste Schritt: Sich Klarheit verschaffen, die Wirklichkeit wahrnehmen und begreifen, wie sie ist. Die Wirklichkeit meines Seins, die Wirklichkeit meiner Gewohnheiten und Ansichten, die Wirklichkeit meiner Wünsche und Ängste, die Wirklichkeit von Ursache und Wirkung, die Wirklichkeit der Vergänglichkeit. Das erfordert sehr genaues Hinschauen und Hinfühlen. Das erfordert einen gewissen Abstand, einen gewissen konzentrierten Blick, der nicht so leicht zu finden ist, wenn man von starken Begierden, Neid, schlechtem Gewissen, Wut, und Ängsten dauernd hin und hergeworfen wird. Also versuche ich, das Leben etwas zu beruhigen, damit ich einen klaren Kopf zumindest von Zeit zu Zeit bekommen kann. Ich wende den Blick nach innen, um mal einen Blick auf das zu werfen, was da eigentlich los ist. Disziplin (oder ethisches Verhalten) und Meditation können gute Wege dazu sein, sich Klarheit zu verschaffen: Was ist das Leiden? Was sind die Ursachen des Leidens? Gibt es einen Ausweg? Und wenn ja, wie sieht dieser Ausweg konkret aus.


    Es gibt nichts zu erreichen, aber ist nicht so leicht und bedarf einiger Erkenntnis und Wandlung des Herzens, das wirklich zu begreifen.

  • Ohne Einübung der Sila gibt es keine buddhistische Praxis

    • Thorsten Hallscheidt
    • July 27, 2025 at 9:07 AM

    Wenn ich meine eigene tägliche Verwirrung und Verblendung betrachte, die dauernd wechselnden Zustände und Stimmungen, mal von dem einen, mal von dem anderen Geistesgift getragen, so sind die Sila ein guter Kompass, mit dem ich – wenn es gelingt – in diesen Situationen meinen Geist etwas heilsamer für mich und andere ausrichten kann. Damit kann ich im Laufer der Jahre langsam neue Gewohnheiten etablieren und alte Gewohnheiten, wenn möglich, ablegen. Zudem habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Gesellschaft und das Miteinander, ganz konkret im nächsten Umfeld, Familie, Freunde, etc., umso besser funktioniert, je stärker die Sila das Denken, Reden und Tun von allen Beteiligten durchdringen. Man kann einfach nicht davon ausgehen, dass wir alle auch nur mittelfristig erwachen werden, also sind die Geistesgifte, also ist Samsara das, womit wir wohl oder übel umgehen müssen.

  • Tugend und Depression

    • Thorsten Hallscheidt
    • July 25, 2025 at 11:51 AM
    Quote from Jetzt

    Zugegeben über diese Formulieren muss ich etwas raten. Es müsste doch heißen: Außer man bildet sich die Meisterschaft ein.

    Nein, nein... Ist schon richtig: Die Meisterschaft ist einfacher als das Praktikum, wenn man (sofern man) sich die Meisterschaft einbildet. Es ist sehr leicht, sich alles Mögliche einzubilden. Am Ende fällt das dann oft zusammen wie ein Berg aus Schaum, z.B. wenn sich Widerstände auftun, z.B. Alter, Krankheit, Tod, Verlust oder ein paar kräftige unheilsame Geistesfaktoren.

    Aber mukti hat das noch besser ausgedrückt

    Quote from mukti

    Man muss halt aufpassen, dass man nicht vom Verstand ausgetrickst wird und vorzeitig in geistige Pension geht.

    Vom Verstand, dem Narzissmus oder der Einbildung würde ich ergänzen.

  • Tugend und Depression

    • Thorsten Hallscheidt
    • July 25, 2025 at 10:29 AM
    Quote from Jetzt

    Die Meisterschaft (Essenz) ist einfacher als das Praktikum.

    Richtig: sofern man sich die Meisterschaft einbildet.

  • Ohne Einübung der Sila gibt es keine buddhistische Praxis

    • Thorsten Hallscheidt
    • July 25, 2025 at 6:51 AM
    Quote

    "Möge mir der Erhabene die Lehre in Kurze zeigen, möge mir der Willkommene die Lehre in Kürze zeigen. Vielleicht werde ich den Sinn der Lehre verstehen. Vielleicht werde ich doch noch ein Erbe des vom Erhabenen Gesprochenen werden."

    "Da hast du denn, o Mönch, dich von Anfang an in den heilsamen Dingen zu läutern. Und was ist der Anfang der heilsamen Dinge? Gut geläuterte Tugend und gradlinige Ansicht. Und wenn, o Mönch, deine Tugend gut geläutert sein wird und deine Ansicht gradlinig, dann magst du, auf Tugend gestützt, in den Tugenden gefestigt, die vier Pfeiler der Achtsamkeit in dreifacher Weise entfalten. Welche vier?

    Da wache, o Mönch,

    • beim Körper über den Körper,
    • bei den Gefühlen über die Gefühle,
    • beim Bewusstsein über das Bewusstsein,
    • bei den Geistesformationen über die Geistesformationen,

    und zwar nach innen, nach außen, nach innen und außen: Unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns. Wenn du, o Mönch, auf Tugend gestützt, in den Tugenden gefestigt, diese vier Pfeiler der Achtsamkeit derart dreifach entfaltest, dann ist bei dir, o Mönch, bei Tag und Nacht ein Wachsen heilsamer Dinge zu erwarten, kein Rückfall".

    Quelle

    Dazu noch ein Text von Bhikkhu Bodhi:

    Quote

    Unser heutiger Begriff von der Moral und ihrer Auslegung, gibt eine Deutung von Verpflichtungen und Zwängen, die dem buddhistischen Begriff sila fremd ist. Diese Deutung entstand wahrscheinlich auf dem schöpfergottgläubigen Hintergrund der westlichen Ethik. Frei von diesem Hintergrund, gründet sich die Ethik des Buddhismus nicht in Begriffen des Gehorsams, sondern in denen der Harmonie. Tatsächlich sagt eine andere Auslegung der Kommentare zum Begriff sila im Pali samadhana, was soviel bedeutet wie „Harmonie" oder „Gleichordnung."

    Die Einhaltung der silas führt auf verschiedenen Ebenen zur Harmonie: sozial, psychologisch, karmisch und kontemplativ. In sozialer Hinsicht verhelfen die Regeln der silas zu harmonischen zwischenmenschlichen Beziehungen; die Mengen an verschiedenen Interessen von anerkannten Mitglieder einer Gesellschaft, mit ihren eigenen privaten Vorlieben und Zielen, werden eingefügt in eine zusammenhängende soziale Ordnung, wodurch Konflikte, falls nicht gänzlich vernichtet, so doch reduziert werden. Auf der psychologischen Ebene bringen die silas Harmonie in den Geist und schützen vor innerer Zerrissenheit, die durch Schuldgefühle und Gewissensbisse über moralisches Fehlverhalten entsteht.

    Auf der karmischen Ebene stellen die silas den harmonischen Gleichklang mit dem Gesetz des kamma sicher und verhelfen damit zu einem besserem Wirken, das zu helleren Daseinsformen im unendlichen Kreislauf der Wiedergeburten führt, Und auf der vierten, der kontemplativen Ebene, verhelfen die silas dazu, die eingeleitete Reinigung des Geistes zu vervollständigen, auf einem tieferen und vollkommeneren Weg, in der methodischen Entwicklung von Ruhe und Einsicht.

    Quelle: Bhikkhu Bodhi, Der achtgliedrige Heilsweg, S. 59

  • Tugend und Depression

    • Thorsten Hallscheidt
    • July 14, 2025 at 5:19 PM
    Quote from ykxjbk1

    Wenn es also nur darum geht, ist es genau wie beim E-Auto fahren, ganz darauf verzichten. Landwirtschaft ab jetzt in Sensenmanier. Denn das Tierleid bleibt bei einer Umstellung auf reine oder mehr Landwirtschaft, was der Nachfragedeckung beim Verzicht auf Tiere oder Einschränkung derer die Konsequenz wäre, wird garantiert nicht weniger. Weitere Konsequenz wäre das verschwinden von Menschen und/oder Tieren aufgrund von fehlendem Angebot oder eben Nachfrage, gerade beim verstärkten Bio-Aufgebot. Auch unklar ist es wie sich eine solche Ernährungsumstellung auf den Menschen auswirkt, da man auf gewisse Vitamine angewiesen ist.

    Man merkt an diesen Aussagen, dass Du nur ganz wenig Ahnung hast und Dich mit diesen Themen auch nicht ernsthaft beschäftigen willst. Hast Du wenigstens die in Nature veröffentlichte Studie gelesen? An dem gemessen, was Du oben geschrieben hast, vermutlich nicht. Egal.

  • Tugend und Depression

    • Thorsten Hallscheidt
    • July 14, 2025 at 4:16 PM
    Quote from ykxjbk1

    Was du nicht verstehst ist, dass das auch bedeutet, indirekt Leben zu nehmen, denn um solche Lebensweisen realistisch umzusetzen braucht es auch weniger Menschen, weil sonst die Nachfrage nicht gedeckt werden kann.

    1 Drittel weniger Fleisch und weniger Lebensmittelverschwendung, und mal könnte auch 9 Milliarden Menschen ernähren:

    https://www.nature.com/articles/s41467-017-01410-w.pdf

    Von den ungefähr fünf Milliarden Hektar weltweit verfügbarer landwirtschaftlicher Nutzfläche werden etwa 80 Prozent in Form von Weide- oder Ackerland allein für die Tierhaltung in Anspruch genommen. Und es wird immer mehr Land benötigt - mit gravierenden Auswirkungen auf natürliche Lebensräume.

    Der Appetit auf Fleisch und seine Folgen
    Die massenhafte Fleischproduktion hat enorme Auswirkungen auf das Klima. Wie viel Fleisch können wir uns in Zukunft noch erlauben?
    www.wwf.de

    Biologische Landwirtschaft hilft, die Artenvielfalt zu erhalten, denn ohne die ist auch die konventionelle Landwirtschaft bald am Ende. Es wird eh nie alles Bio sein. Aber jedes bisschen hilft die Ökosysteme stabil zu halten. Das ist der Punkt, nicht, dass JEDER Bio kauft.

    Bio vs konventionell - Rodale Institute
    Erfahren Sie den Unterschied zwischen traditionellem und ökologischem Landbau und warum die Vorteile des ökologischen Landbaus einen solchen Einfluss auf…
    rodaleinstitute.org

    Mit der Natur, nicht gegen die Natur. Es ist genug für alle da.

    Wir werden eh zu Lebzeiten noch die Konsequenzen unseres derzeitigen Handelns zu spüren bekommen. Darum ist es müßig, hier rumzudiskutieren: Wer möchte, mag sich einfach informieren. Es gibt mehr als genug seriöse Quellen.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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