Doch:
Es ist wirklich schade, dass auch du in 20 Jahren nicht die Kraft gefunden hast, dir wenigstens die Grundlagen vom Pali, ein bissel Grammatik, anzueignen.
Display MoreDas ist aber wieder so ein Ding der Übersetzung:
Der Satz Zitat
anekavihitaṃ pubbenivāsaṃ anussareyyaṃ, seyyathidaṃ......
also "die Vergegenwärtigung der vielen früheren Aufenthaltsorte, nämlich....." steht vollständig im Akkusativ.
Der Nominativ kommt erst viel später im gleichen Absatz in:evaṁnāmo, evamāhāro.... (So war meine Name, so war meine Nahrung....)
Im Pali gibt es an vielen Stellen eine Mehrdeutigkeit, die sich in einigen Übersetzungen nicht wiederfinden lassen. Ganze Textpassagen werden zu einer Eindeutigkeit beschnitten, die dem Leser die Chance nehmen, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Man kann daraus weiterhin eine Leseart von früheren, eigenen Existenzen beibehalten. Es ist aber nur eine Leseart von mehreren.
Danke, dass du mir schon Arbeit abgenommen hast.
Als Ergänzung noch folgendes: Du hast ja schon "anussati" viel besser übersetzt, es ist nicht die Erinnerung im landläufigen Sinn, also an tatsächliche frühere Begebenheiten, sondern es geht um eine "achtsame Betrachtung".
Und ja, der Text ist zunächst mehrdeutig, weil die Verwendung von Pronomen im Pali oft fakultativ ist. Aber man hätte ja Eindeutigkeit schaffen können, wenn man sie verwendet hätte. Deshalb meine ich, dass es eher passt, den Abschnitt völlig unpersönlich zu übersetzen.