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  2. HumanitysLastBreath

Posts by HumanitysLastBreath

  • Eine metaphyische Frage

    • HumanitysLastBreath
    • February 16, 2017 at 9:47 AM
    Quote from Moosgarten
    Quote from HumanitysLastBreath

    Ich gebe dir Recht, dass das Bewusstsein sich permanent verändert, aber das Fühlende oder Leidende bleibt doch das Gleiche oder? Warum sollte man sich denn sonst als Buddhist für ein gutes Karma engagieren, wenn es nicht etwas gibt was von einem Körper in einen anderen wandert?


    Warum sollte da was "wandern"? Dein Leiden unterscheidet sich doch in keiner prinzipiellen Weise von dem der "Anderen". Deshalb ergibt sich daraus auch die zwingende Konsequenz, dass wenn du Leiden vermehrt oder verminderst, dies sowohl dich als auch alle anderen betrifft. Und zwar deshalb, weil alles in dir durch andere bedingt ist, wiewohl auch alles im Anderen "nicht aus sich selbst heraus ist"

    Quote from HumanitysLastBreath

    Wir wissen überhaupt nichts. Ein Bewusstsein wandert von einem Körper zum Nächsten? Wer weiß, wenn man sich anschaut was für absurde Sachen in der Welt möglich sind, wie Nahtoderfahrungen oder bestimmte Quantenphänomene. Die Wissenschaftsgeschichte hat doch deutlich gezeigt das wir ständig was neues herausfinden und noch lange nicht am Ziel sind.
    Trotzalledem gibt es heutzutage eine weitverbreitete wissenschafsgläubigkeit, die mir unverständlich ist.

    Mir scheint es dagegen leider immer deutlicher, dass die sog. Wissenschaftsgläubigkeit und im selben Maße die sog. Wissenschaftskritik, die im Grunde aber nur Wssenschaftsfeindlichkeit ist, im antiproportionalen Verhältniss zu echten Kenntnissen in und über Wissenschaften stehen.

    Für mich ist das inzwischen der reine Horror, weil sich die meisten Frage, auch die, die hier immer wieder auftauchen, mit den Stoff bis zu 10.Klasse beantworten ließen. Aber nee, es wird über Quanten geschwafelt.

    Wir wissen durchaus was, nämlich Praktisches: wir können Brücken und Flugzeuge bauen, kommunizieren weltweit, wissen an jedem Ort der Welt wo wir gerade sind. Wir lassen unsere Medikamente und Nahrungsmittel von genetisch veränderten Organismen produzieren. Auch für Milch brauchen wir bald keine Kühe mehr.
    Und sog. "Nahtoderlebnisse" lassen sich schon jetzt im Labor reproduzieren.
    Was wir dadurch auch wissen könnten, wenn wir nur wollten, ist dass wir als Gattung und jeder einzelne von uns nix besonderes ist. Aber genau das ist uns zuwider - entweder möchten wir durch ein höheres Wesen geschaffen sein, oder uns doch zumindest in einem unendlichen "Bewußtseinstrom" geborgen wissen. Kein Unterschied: das sind ganz natürliche Ideen, die am Leben und an ihrer Sterblichkeit leidende Wesen produzieren, weil sie den Glauben an ihre Einzigartigkeit nicht aufgeben können .... Daraus ergeben sich auch alle magischen Sichten ... Leider meist keine praktischen, auch nicht solche die unserer Leiden betreffen. Ein beschissenes Hamsterrad.

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    Wie genau wurden denn Nahtoderlebnisse im Labor erzeugt? Hat man es denn auch geschafft das Menschen die ihr ganzes lang blind waren wieder sehen konnten? Oder das Menschen ihr ganzes Leben in einem Film sahen und Ereignisse oder Menschen sahen an die sie sich nicht mehr erinnern konnten bzw. noch nie gesehen haben? Und das in einem Zustand in dem das Gehirn quasi Tod ist und trotzdem kam das für die Menschen als das Realste vor was sie je erlebt haben? Hat man das in einem Labor hinbekommen? Das was du meinst sind höchstwahrscheinlich außerkörperlichkeits-Erfahrungen, die in einigen Nahtoderfahrungen vorkommen, aber nicht das einzige Element und auch kein notwendiges Element ist.

  • Eine metaphyische Frage

    • HumanitysLastBreath
    • February 15, 2017 at 11:07 PM
    Quote from fotost
    Quote from HumanitysLastBreath


    Ich gebe dir Recht, dass das Bewusstsein sich permanent verändert, aber das Fühlende oder Leidende bleibt doch das Gleiche oder? Warum sollte man sich denn sonst als Buddhist für ein gutes Karma engagieren, wenn es nicht etwas gibt was von einem Körper in einen anderen wandert?

    Nein, da gibt es nichts. Unter meinem Nick kannst Du sehen, daß ich mich zu einem säkularen Buddhismus bekenne.

    Sicher engagieren ich mich für ein gutes Karma. Ich möchte, daß es allen Wesen besser geht, Ich wünsche Dir persönlich eine positive Entwicklung. Obwohl ich selbst keine Kinder habe möchte ich trotzdem, daß folgende Generationen die Chancen auf ein besseres Leben haben, genau so, wie ich eine bessere Chance hatte als meine Eltern, die im zweiten Weltkrieg aufgewachsen sind :sunny:

    Aber - für mich gibt es nichts, was von einem Körper in einen anderen wandert.
    Was sollte das sein? Wie sollte das funktionieren? In Deinem Ausgangspost hattest Du Deine Nähe zu naturwissenschaftlichen Ansätzen gezeigt. Wie sollte das funktionieren?

    Wir wissen überhaupt nichts. Ein Bewusstsein wandert von einem Körper zum Nächsten? Wer weiß, wenn man sich anschaut was für absurde Sachen in der Welt möglich sind, wie Nahtoderfahrungen oder bestimmte Quantenphänomene. Die Wissenschaftsgeschichte hat doch deutlich gezeigt das wir ständig was neues herausfinden und noch lange nicht am Ziel sind. Trotzalledem gibt es heutzutage eine weitverbreitete wissenschafsgläubigkeit, die mir unverständlich ist. Ein Mensch in der Antike hätte über die Erkenntnisse die wir heute in der Physik haben nur den Kopf geschüttelt und sich gefragt was wir da reden. Für Sokrates waren dies Menschen, "die nur an die Existenz von dem glauben, was sie in ihren eigenen Händen zerquetschen können", es gibt solche Menschen mehr denn je.

  • Eine metaphyische Frage

    • HumanitysLastBreath
    • February 15, 2017 at 6:36 PM
    Quote from fotost
    Quote from HumanitysLastBreath

    Das mit dem festen, dauerhaften Ich verstehe ich nicht ganz. Ein Auto wird mit jeder Sekunde älter, es entsteht quasi mit jeder kleinstmöglichen Zeiteinheit ein neues Auto, da sich irgendwo immer irgendwelche Atome bewegen. Beim Bewusstsein ist das jedoch nicht so, denn das Ich von heute ist doch das Selbe von gestern und das vor 10 Jahren, es besteht also doch eine Kontinuität, die es in der materiellen Welt nicht gibt?

    Ich vermute, Du hast die Frage schon richtig analysiert mußt aber noch ein paar Sachen sortieren..

    Mein Bewußtsein vor 12 Stunden, als ich tief geschlafen habe war ein anderes als jetzt, an mein Ich als ich 6 Monate alt war kann ich mich nicht erinnern.

    Insofern passen die Fragen von Ellviral genau auf den Punkt.

    'Natürlich' habe ich in meinen Antworten die Vokabel ich verwendet. Ziemlich sicher hat Buddha gesagt 'Ich gehe jetzt nach ABC' und nicht 'die Faktorenzusammensetzung, die ihr vor einer Stunde als Buddha bezeichnet hat hat sich entschlossen nach ABC zu gehen und obwohl die Faktorenzusammensetzung, die ihr jetzt als Buddha bezeichnet eine andere ist geht sie mal los.'

    Es ist einfach eine praktische Konvention bei der Vorstellung von Ich an etwas recht Konstantes zu denken. Auf der anderen Seite sehen wir Veränderungen, Entwicklungen, Niedergang, Krankheiten, Tod.

    Vielleicht wird Deine Frage einfacher für Dich, wenn Du deutlich machst, was für einen Vorteil eine Kontinuität von Ich für Dich hätte?

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    Ich gebe dir Recht, dass das Bewusstsein sich permanent verändert, aber das Fühlende oder Leidende bleibt doch das Gleiche oder? Warum sollte man sich denn sonst als Buddhist für ein gutes Karma engagieren, wenn es nicht etwas gibt was von einem Körper in einen anderen wandert?

  • Eine metaphyische Frage

    • HumanitysLastBreath
    • February 15, 2017 at 4:37 PM
    Quote from fotost

    Lassen wir mal die Quantenphysik weg, bei der die Übertragbarkeit von Ergebnissen oder Betrachtungsweisen auf die Makroebene eh problematisch genug ist und kommen auf die Frage zurück.

    Wenn Du andere Übersetzungen von Anatta zusätzlich zu Nicht-Selbst dazunimmst wird die Sache klarer. Etwa nicht-Ich oder nicht-Persönlichkeit.

    Der Anatta Gedanke konzentriert sich nicht auf eine endlose Kette von Zerlegungen mit den damit verbundenen Problemen einer Regression an der Du dich abarbeitest.

    Das zentrale Motiv ist die Erkenntnis, daß es kein festes, dauerhaftes Ich, keine feste, dauerhafte Persönlichkeit oder im religiösen Kontext keine Seele gibt. Obwohl man durchaus gedankliche Ergebnisse der buddhistischen Lehre oder in diesem Fall der buddhistischen Philosophie unter Aspekten heutiger naturwissenschaftlicher Ideen betrachten kann muß man einfach feststellen, daß im Mittelpunkt der Lehre nur der leidende Mensch steht und kein physikalisch orientiertes Welterklärungsmodell.

    Metaphysischen Spekulationen gegenüber war Buddha ablehnend eingestellt, weil sie nicht zum Ziel der Leidensfreiheit führen, sondern immer weiter Leiden erzeugen.

    Das mit dem festen, dauerhaften Ich verstehe ich nicht ganz. Ein Auto wird mit jeder Sekunde älter, es entsteht quasi mit jeder kleinstmöglichen Zeiteinheit ein neues Auto, da sich irgendwo immer irgendwelche Atome bewegen. Beim Bewusstsein ist das jedoch nicht so, denn das Ich von heute ist doch das Selbe von gestern und das vor 10 Jahren, es besteht also doch eine Kontinuität, die es in der materiellen Welt nicht gibt?

  • Eine metaphyische Frage

    • HumanitysLastBreath
    • February 15, 2017 at 1:19 PM
    Quote from Ellviral
    Quote from HumanitysLastBreath

    Das heißt ich kann micht nicht in Einzelteile zerlegen? Wenn ich etwas nicht Einzelteile zerlegen kann, so ist es doch ein Selbst und kein Nicht-Selbst

    Aber sicher kannst Du dich in Einzelteile zerlegen, wenn du vorsichtig bist und alles immer gut verschließt. Das was Du übersiehst ist das das von mir gezeigte Zerlegen ein wirkliches zerlegen ist, das von dir ein zerlegen mithilfe der Vorstellung ist. Weder Vorstellung noch Selbst sind mit den Sinnen wahrnehmbar, obwohl sie Produkte der Vorstellung und des Selbst sind. Ein vom Selbst mit Vorstellungen getanes Zerlegen ist nie ein mit allen Sinnen gehandeltes zerlegen. Wenn keine Handlung mit den Sinnesobjekten geschieht ist alles Vorstellen, selbst das Selbst, Illusion. Wenn das Selbst in Handlung mit Sinnesobjekten übergeht ist es nicht mehr Selbst-handeln sonder Körper-handeln. Die Vorstellungen des Selbst sind nie Eins zu Ein durch handeln des Körpers umzusetzen.

    Okay, das akzeptiere ich wohl, dass es einen Unterschied gibt zwischen gedanklicher und tatsächlicher Teilung, aber in welcher Weise trägt das jetzt zu der Beantwortung meiner Frage bei, ob alles unendlich teilbar ist oder nicht?

  • Eine metaphyische Frage

    • HumanitysLastBreath
    • February 15, 2017 at 11:43 AM
    Quote from Ellviral
    Quote from HumanitysLastBreath

    Ich bin im Buddhismus nicht so bewandert, aber wenn ich es richtig verstanden habe wird die Vorstellung des Nicht-Selbst vertreten, d.h. das Objekte und Lebewesen keinen Kern oder eine Seele besitzen, sondern, vergleichbar mit einem Auto das aus Stoßstange, Reifen, Karrosserie usw. aufgebaut ist, aus nicht-selbst Elementen bestehen. Bitte korrigiert mich wenn dem nicht so seien sollte. Daran schließt sich jetzt meine Frage an:

    Wenn alles aus nicht-selbst Elementen besteht, und diese widerrum aus nicht-selbst Elementen, müsste diese Kette unendlich lang fortsetzbar sein. D.h. egal wie lange ich etwas zerlege, ich finde keinen Kern sondern nur noch mehr Teile. Wenn man nie auf einen Kern stößt sondern unendlich lange etwas zerteilen kann, wie kann es dann überhaupt etwas geben wie Bewusstsein oder Materie?

    Wenn ich dich als Ganzes so behandel löst sich dein Ganzes dann auf in Einzelteile? Was geschieht mit Dir wenn ich dich jetzt mit einem Messer in deine Einzelteile zerlege? Was geschieht wenn ich dieses Einzelteile dann wieder zusammensetze, funktionierst Du dann wieder als das was ich zerlegt habe? Da fällt mir doch glatt eine Frage ein: Wo bist Du wenn Du schläfst/zerteilt bist?

    Das heißt ich kann micht nicht in Einzelteile zerlegen? Wenn ich etwas nicht Einzelteile zerlegen kann, so ist es doch ein Selbst und kein Nicht-Selbst

  • Eine metaphyische Frage

    • HumanitysLastBreath
    • February 15, 2017 at 10:35 AM

    Ich bin im Buddhismus nicht so bewandert, aber wenn ich es richtig verstanden habe wird die Vorstellung des Nicht-Selbst vertreten, d.h. das Objekte und Lebewesen keinen Kern oder eine Seele besitzen, sondern, vergleichbar mit einem Auto das aus Stoßstange, Reifen, Karrosserie usw. aufgebaut ist, aus nicht-selbst Elementen bestehen. Bitte korrigiert mich wenn dem nicht so seien sollte. Daran schließt sich jetzt meine Frage an:

    Wenn alles aus nicht-selbst Elementen besteht, und diese widerrum aus nicht-selbst Elementen, müsste diese Kette unendlich lang fortsetzbar sein. D.h. egal wie lange ich etwas zerlege, ich finde keinen Kern sondern nur noch mehr Teile. Wenn man nie auf einen Kern stößt sondern unendlich lange etwas zerteilen kann, wie kann es dann überhaupt etwas geben wie Bewusstsein oder Materie?

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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